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Volume H. 5/6

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 23.1928 (Public Domain)

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Abb. 34 und 33 / Aus dem Wettbewerb 1925 / Entwurf 
von Jos. Reuters, Berlin f Mit einem dritten Preis von 
3000 Mk. ausgezeichnet / Vgl. W. M. B. 1926. j S. 44 ff. 
Kongreßhalle und der ihr vorgelagerte Autopark 
aus der Schräge in die Wagerechte verlegt, 
sondern auch der Eindruck des Wegsinkens der 
Kongreßhalle (vom Reichskanzlerplatz gesehen) 
vermieden. 
STADTBAURAT WAGNERS NEUER ENTWURF 
Die überzeugende Logik Josef Tiedemanns 
scheint unterdessen auch bei Stadtbaurat Wagner 
Schule gemacht zu haben. Auch Wagner hat 
seit dem Wettbewerb eingesehen, daß ein großer 
Platz zwischen Kantstraße und Reichskanzler 
platz als Vorfahrt zur Kongreßhalle empfehlens 
wert ist, und daß überhaupt die Kongreßhalle 
nicht nur auf dem Wege durch die Ausstellung, 
sondern auch von außerhalb leicht zugänglich 
gemacht werden muß. Allerdings beweist sich 
Wagner in seinem neuen Projekt, wie er es der 
Akademie für Städtebau (19. 5. 1928) erklärte, 
und wie es seitdem von Eingeweihten gesehen 
wurde, nicht als schöpfender Künstler, sondern 
als Formalist ohne räumliches Denken. Wagner 
glaubt, das wahre Ei des Kolumbus entdeckt 
zu haben, indem er sein Ei oben durch Weglassung 
des nördlichen etwas unförmigen Baublockes ab 
flacht und seine verbleibende Pergola nebst dem 
rückwärtigen Konvexbogen seiner Kongreßhalle 
formlos in den neuen Platz ragen läßt. Von 
einem Spaßvogel wurde gar behauptet, die 
Kongreßhalle strecke dem neuen Platz die Ver 
längerung ihres Rückens entgegen. Der Nordseite 
dieses formlosen Platzes versucht Wagner etwas 
Halt zu geben durch einen gekrümmten Neubau 
für die Reichsfunkzentrale, die zwar nichts mit 
einer Berliner Ausstellung zu tun hat, die aber 
vielleicht gerade deshalb als das realste unter 
den schwankenden Bauprojekten für das Aus 
stellungsgelände gelten muß. 
WICHTIGKEIT DER KANTSTRASSEN - ACHSE 
Gelegentlich des Wettbewerbes für das Messe 
gelände, der im Jahre 1925 abgehalten wurde, 
sind mehrere Entwürfe preisgekrönt und an 
gekauft worden, welche die Bedeutung der Kant 
straßenachse würdigten und eine bedeutsame 
Entwicklung des Ausstellungsgeländes auf ihr 
aufbauten. Einer dieser Entwürfe stammt von 
Leo Nachtlicht, der im offiziellen Bau-Aus- 
stellungs-Wcttbewerbe von 1928 den ersten Preis 
davontrug. In seinem Entwürfe von 1925 
(Abb. 32) verschob er die Hauptachse der Aus 
stellung parallel zur Kantstraßc ein klein wenig 
nach Norden. Umgekehrt hat Professor Siedler in 
seinem damals eingereichten Entwürfe (Abb. 36) 
die Haupt-Ausstellungsachse, ebenfalls parallel 
Abb- 36 f Kanlstraße unten links j Aus dem Wett 
bewerb 1925 / Enmur, von E. J. Siedler, Berlin 
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