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Volume H. 4

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 23.1928 (Public Domain)

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Abb. 4 [ General-Bebauungsplan für Karlsruhe i. B. J Südost-Abschnitt j Links Anschluß an Abb. j, oben Anschluß an Abb. 2 j Maßstab 1:40000 
Links oben der Haupt-Bahnhof, rechts davon der neue Güter-Bahnhof (Bahn-Anlagen schraffiert); von der benachbarten Stern-Anlage nach Süden 
ziehend die Alb. Rechts davon die feuchten, unbebaubaren Rennzoiesen, dann der Durlacher Wald. Oben rechts Durlach. Links unten Ruppur, 
nordöstlich davon eine Gartenstadt 
jetzigen Zustand dazu, daß die Reichsbahn sich ernstlich mit 
der Abstellung der Mißständc und dem planmäßigen Ausbau 
unter Berücksichtigung städtebaulicher Notwendigkeiten befaßt. 
Landstraßen 
Der Durchgangsverkehr leidet unter Unklarheiten innerhalb 
der Stadt erheblich. Die Aufgabe, neue Ausfallstraßen mit 
günstiger Verbindung untereinander zu schaffen, wird im ganzen 
mit befriedigendem Erfolg behandelt. Es ließen sich aber auch 
hier noch Vereinfachungen erzielen, z. B. bei der Herstellung 
einer besseren Verknüpfung der Landstraße von Mannheim mit 
der nach Rastatt innerhalb der Stadt. Auf die Erschwerung 
übersichtlicher und ungehinderter Straßenführung in der Rich 
tung Pfalz habe ich schon hingewiesen. Nicht ganz einfach ist 
die Frage der Auto-Fernstraßen. Ihre Durchführung durch das 
Erweiterungsgebiet der Stadt und ihre Verknüpfung mit dem 
Netz der städtischen Verkehrsstraßen ist mit Sorgfalt erwogen. 
Eigentliche Stadterweiterung 
Die Ausfallstraßen sind die gegebenen Träger des Straßenbahn 
netzes, an das sich in den Außenbezirken die Erweiterungs 
gebiete anschließen. Daß hinter dem Verkehr der Radialstraßen 
der von Ringstraßen erheblich an Bedeutung zurücksteht, ist 
allgemein anerkannt. Trotzdem enthält der Generalbebauungs 
plan eine Reihe solcher Straßen mit Straßenbahn, darunter 
solche, die auf weite Strecken durch unbebaubares Gelände 
führen sollen. Ob etwa der Arbeiterverkehr zwischen Rhein- 
hafen und dem östlichen Wohngebiet von Durlach sie erfordern 
würde, erscheint mindestens zweifelhaft. 
Der Generalbebauungsplan sucht den durch die Entwicklung 
der Stadt in den letzten Jahrzehnten nach Ost und West lang 
gestreckten Körper möglichst abzurunden. Eine Erweiterung 
nach Norden war von Anfang an durch den Gründungsplan mit 
dem vom Schloß nach Süden ausstrahlenden Fächer verhindert. 
Auch jetzt hält die Stadt mit Recht daran fest, den großen 
Waldbezirk des Stadtwaldes unangetastet zu lassen (Abb. 2). 
Nach dem Krieg sind einzelne Randstreifen des Waldes bebaut 
worden. Ob nicht im Westen (Abb. 1) eine ähnliche Entwick 
lung, wie sie der Generalbebauungsplan im Osten des Stadt 
waldes (Abb. 2) vorsieht, zugelassen werden sollte ? Die hier 
etwa entstehenden Wohngebiete ständen in günstiger Verkehrs 
lage zur inneren Stadt, auch die Beschaffenheit des Baugrundes 
wäre günstiger als an manchen anderen Stellen. 
Der gestaltete Plan 
Über die eigentliche Aufgabe eines Generalbebauungsplanes 
hinaus, der zunächst der Aufteilung der Flächen nach den ver
	        
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