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Volume H. 9/19

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 22.1927 (Public Domain)

46 
Wohnungsbau nach dem Kriege. 
Bestand 1918 
Zugang von 1919 bis 1926. 
' 429 W. 
1919: 
678 W. 
1920= 
1992 W 
1921= 
2420 W. 
1922: 
2763 W. 
1923: 
3202 W. 
1924= 
1501W. 
1925: 
3086 W. 
1926: 
' 4142W 
irziuX 
Abb. 1 / S/atislile der Neubautätigkeit im Hamburger Wohnungsbau nach dem Kriege 
VERGLEICHENDE STÄDTEBAULICHE 
STATISTIK 
VON JÜRGEN BRANDT, HAMBURG 
In Heft 4, Jahrg. 1926 des „Städtebau“ hat Herr Stadtbaurat 
Ritter Vorschläge für eine vergleichende städtebauliche Statistik 
gemacht. Hierzu mochte ich mir noch eine Anregung erlauben. 
Bei einem Vergleich der Stadtgebiete verschiedener Städte kommt 
es nicht nur auf die Größe, sondern auch auf die Gestalt und 
Lage des Stadtgebiets an. Eine Stadt, die auf einer Ebene liegt 
und sich um den wirtschaftlichen Mittelpunkt herum unbehindert 
nach allen Seiten entwickeln kann, braucht weniger Fläche als 
eine Stadt, deren wirtschaftlicher Mittelpunkt an einem Flußlauf, 
einem See oder einem Gebirgsrand liegt, und die sich daher nur 
einseitig ausdehnen kann. Um diesen Unterschieden Rechnung zu 
tragen, scheint mir eine Darstellung zweckentsprechend, wie sie 
die Denkschrift des Magistrats Breslau zur Frage der Eingemein 
dung ihres Erweiterungsgebiets (1925) gewählt hat. Dieser Denk 
schrift sind die Abbildungen für Köln und Frankfurt a. M. ent 
nommen, die bereits früher wiedergegeben sind, 1 ) Nach dem 
selben Prinzip sind hier die Stadtgebiete von Berlin und Hamburg 
behandelt. Aus einem Vergleich ergibt sich ohne weiteres, wie 
viel ungünstiger das Stadtgebiet Hamburgs ist, nicht nur der 
Größe, sondern vor allem der Gestalt nach (S. 47 oben Abb.2 bis 5). 
Ferner ist ein Vorschlag für die Darstellung der Neubautätig 
keit an Hand der für Hamburg gültigen Zahlen beigefügt. Nach 
*) Vgl. Städtebau 1926, Heft 2 
diesem Vorschlag ist ein Vergleich der Wohnungen nach der Zimmer 
zahl leicht möglich. Beispielsweise zeigt sich auf den ersten Blick, 
daß im Jahre 1925 verhältnismäßig zuviele große Wohnungen 
(4 Zimmer-Wohnungen) gebaut wurden, ein Fehler, der durch die 
Verteilung der Baudarlehen im Jahre 1926 wieder ausgeglichen 
wurde (Abb. 1). Allerdings läßt diese Darstellung keine Schlüsse auf 
die Höhe der Mieten zu, die noch größere Bedeutung als die 
Einteilung der Wohnungen nach der Zimmerzahl hat. Dr. Brandt 
DIE UMGESTALTUNG DES BEBAUUNGS 
PLANES DER SÜDLICHEN HAMBURGER 
ALTSTADT 
VON FRITZ SCHUMACHER, HAMBURG 
In Heft 2 des Jahrganges 1927 des „Städtebau“ (Seite 32) 
wird in einem Aufsatz über die „Hamburgischen Verkehrsanlagen 
und die Cityfragen“ die Frage aufgeworfen, wie es mit den Ver 
änderungen des Bebauungsplanes der südlichen Altstadt, in denen 
das Chilehaus belegen ist, steht. 
Ich glaube sie am besten durch einige Zeichnungen beantworten 
zu können, deren Sinn durch folgende Bemerkungen kurz erläutert 
sein möge. 
Abb. 1 stellt den Plan der Aufteilung des Abbruchsgebietes 
der südlichen Hamburger Altstadt dar, der 1912 von den Vor 
gängern der gegenwärtig mit der Hamburger Städtebauarbeit 
betrauten Männern aufgestellt wurde. Das Chilehaus wurde nach 
dieser gesetzlichen Grundlage errichtet. Man sieht, daß ihm nach
	        
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