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Volume H. 12

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 22.1927 (Public Domain)

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AUSSTELLUNG „DIE TECHNISCHE STADT“ DRESDEN 1928 
Im Zusammenhang mit der Feier des hundertjährigen Bestehens 
der Technischen Hochschule in Dresden veranstaltet im Jahre 1928 
die „Jahresschau Deutscher Arbeit Dresden“ eine Ausstellung „Die 
Technische Stadt". 34 Hallen und ein Ausstellungsgelände von 
1240DDqm Flächeninhalt stehen der Industrie zur Verfügung. 
Bei dieser Ausstellung sollen die äußeren Unterscheidungsmerk 
male einer neuzeitlichen Stadt gegenüber einer solchen vor hundert 
Jahren herausgearbeitet, dann die wesentlichen Einrichtungen des 
technischen Lebens der gegenwärtigen Stadt dargestellt und hierzu 
die Erzeugnisse der einschlägigen Industrien und Gewerbe aus 
gestellt» schließlich auch problematische Erscheinungen und Zu- 
kunftsaufgaben gestreift werden. 
Int einzelnen gliedert sich die Ausstellung in vier Hauptgebiete. 
Das erste, die Lebensquellen der technischen Stadt darstellend, 
bringt die Erfordernisse wie Wasser, Kohle, Elektrizität und Gas, 
Fernbahnen, Schiffahrt, Flugwesen und die wirtschaftspolitischen 
Erfordernisse. 
Der zweite Hauptteil, der technische Körper der Stadt» gliedert 
sich in Stadtformen und Bebauungspläne mit neuzeitlichen Bau 
weisen, öffentlichen Gebäudeanlagen, Industriebau, Geschäftshaus 
bau usw,, ferner Maschinen für das Baugewerbe, Straßenaniagen 
mit ihren Kunstbauten, Anlagen für den Umschlags- und Wasser 
straßenverkehr. 
Der dritte Hauptteil, Organismus der technischen Stadt, ist 
eingeteilt in Wasserversorgung und Wassergewinntmg, Energie 
versorgung mit Licht, Wärme und Kraft. In diesen dritten Haupt 
teil fällt auch die Versorgung mit Nahrungsmitteln, ferner Per 
sonen- und Güterbeförderung, Straßenbahnen, Hoch- und Unter 
grundbahnen, Kraftfahrzeuge und Garagen, mechanische und 
Selbsttätige Verkehrsregelung, Postbetrieb, Fernsprechwesen usw. 
Dem Schutz für das Leben und Eigentum in der Stadt ist eine be 
sondere Abteilung gewidmet: Polizei, Feuerschutz und RettungS- 
wesen, Wetterschutz und Hygiene, Entwässerung, Abfallbeseitigung, 
Straßenreinigung, Badewesen, Großwäschereien. Eine Abteilung 
für Kunst und Unterhaltung, die das Theater und seine Buhnen- 
einrichtungen ebenso behandelt wie Musik, Rundfunk, Literatur 
und Film mit seinen technischen Hilfsmitteln rundet diese Haupt 
gruppe ab. 
Eine vierte Hauptabteilung vereinigt das Technisch-Wissen 
schaftliche mit einer Sonderausstellung der Sächsischen Technischen 
Hochschule und bringt Technik und Erziehung, Beispiele aus der 
Entwicklung der Technik in den letzten hundert Jahren und 
technische Kulturaufgaben und Zukunftsprobleme. 
Anfragen und Anmeldungen sind umgehend an die Direktion 
der Jahresschau, Dresden-A., Leunestr, 3, zu richten, von wo auch 
Anmeldeformulare, Prospekte und Pläne des Ausstellungsgeländes 
und der Hallen in beliebiger Anzahl zur Verfügung stehen. Es 
sei besonders darauf aufmerksam gemacht, daß die Ausstellung 
„Die Technische Stadt“ sich keineswegs mit der geplanten Münch 
ner Ausstellung „Heim und Technik“ kreuzen wird. 
BUCHERSCHAU (VGL. SEITE 196) 
WASMUTHS MONATSHEFTE FÜR BAUKUNST. Heft 12 
Einzelpreis Mk. 2.50 
Wie eine Baugesinnung, die auf guter Überlieferung ruht, 
Bauten schafft, die einheitliche Städtebiider von hohem Reiz 
gleichsam „von selbst“ ergeben, zeigen die zahlreichen Licht 
bilder, die Roderich Coste auf Streifzügen im modernen Hellas 
gesammelt hat. Den denkbar schärfsten Gegensatz zu solcher 
Baugesinnung bilden die Cigenwilligkeifen Hoetgers, dessen 
Paula Becker-Modersohn-Hatis von Karl With einer scharfen 
Kritik unterzogen und dem das Scfaerk-Haus Hoegers und 
siidtunesische Ziegelbauten gegenübergestellt werden. Berliner 
Wohnbauten von Bleier und Clement zeigen die nach der Bau 
ordnung von 1925 typisch gewordene Baublockaufteüung mit 
reiner Randbebauung und erzielen durch die einheitlichen Block 
fronten ähnliche städtebauliche Wirkungen wie in Stockholm 
die Bauten der verschiedenen Bauvereinigungen, über die Walther 
Karbe an Hand vieler Abbildungen berichtet. Städtebaulich 
wertvoll sind auch schlesische Siedlungen, die neben einem hinter- 
lassenen Aufsatz Hermann Muthesius’, einem weiteren Bericht 
über den Genfer Wettbewerb und vielen Mitteilungen der Chronik 
das Heft abrunden. 
GROSS-HAUS UND CITYBILDUNG. (IV. Sonderheft der 
„Stadtbaukunst alter und neuer Zeit“.) Städtebauliche Vorträge. 
Herausgegeben von der Freien Deutschen Akademie des Städte 
baues. Mit einem Vorwort von Cornelius Gurlilt. Pontos-Verlag 
G. m, b. H, t Berlin SW 19, Beuthstr. 39 Preis RM 6.— 
Auf der Tagung der „Freien Deutschen Akademie des Städte- 
baucs“, die im Juli dieses Jahres stattfand und über die in 
„Städtebau“ 1927, Seite 126, berichtet wurde, sind die Fragen 
von Grofi-Haus und Citybildung mit großer Gründlichkeit unter 
sucht worden, nachdem schon im Marz die Nordwestliche Arbeits 
gemeinschaft der Akademie auf ihrer Versammlung in Essen 
sich mit ihnen befaßt hatte. In Essen sprachen: Dr. Schmidt, 
Direktor des Siedlungsverbandes Ruhrkoblenbezirk und Privat 
dozent Dr.-Ing. Heisterbergk über die allgemein städtebaulichen 
und die Verkehrsprobleme, in Hamburg beleuchtete Baudirektor 
Dr. Ranck die Frage von der künstlerischen Seite, Oberbau- 
dtrektor Leo legte eingehende Berechnungen über die für den 
Verkehr günstigste Gestaltung der Geschäftsstadt vor und Ar 
chitekt Distel unterzog die Wirtschaftlichkeit des Baues von 
Hochhäusern einer eingehenden Untersuchung. 
In dem vorliegenden Hefte sind diese fünf wertvollen Vorträge 
(mit zahlreichen Tabellen) zusammengefaßt und damit eingehen 
dem Studium zugänglich gemacht, 
DIE DEUTSCHE MARK VON 1914 BIS 1924. Dieses im Verlag 
von E. Schuster in Nürnberg erschienene Büchlein dürfte allge 
meines Interesse erwecken. Es bringt im ersten Teil sämtliche 
deutsche Reichsbanknoten, Reichskassen- uud Darlehnskassen 
scheine der Vorkriegs-, Kriegs- und Inflationszeit vom 1 Mark- 
bis zum lOOBUlionenschein nebst erläuterndem Text. Der zweite 
Teil enthält die Briefmarken des Deutschen Reiches von 1914 
bis 1924 mit allen Nebenausgaben, Provisorien und Dienst 
marken in guter photographischer Wiedergabe auf Kunstdruck 
papier. Das Werkchen, das 64 Seiten umfaßt, stellt eine inter 
essante Chronik über eine hinter uns liegende schwere Zeit 
dar. Preis 1 Mark. 
AU Harauageber. verantwortlich: Architekt WERNER HEGEMANN — Verlag von ERNST WASMUTH A.-G., Berlin W 8, MarkgrafeutraBe 31 
9 Freue Dr. SF.I.LE Sc CO. A.-G., Berlin SW 29, Zouener StraBe SS
	        
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