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Volume H. 7

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 22.1927 (Public Domain)

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Abb. 16 und 17 / Erweiterungsbau der Reichskanzlei in Berlin / Wettbewerbsentwurf von Josef Tiedemann, Berlin / Engste Wahl 
Abb. 4 in die einfache Reihung der Wilhelmstraße passend 
gedacht werden sollen, erscheint mir als schwerverständlicher 
Mißgriff. 
Aus diesem Gründe erscheinen mir z. B. die Entwürfe von 
Kreis (Abb. 11-13), Tiedemann (Abb. 16), Brodführer (Abb. 10), 
Bestelmeyer (Abb. 4-6), Wolff (Abb. 19) und andere wesentlich 
besser als der an erster Stelle genannte (Abb. 1—3). 
Beachtenswert ist auch der Entwurf von Fritz Winther 
(Abb. 20), weil er den Übergang vom Borsig - Palais zum 
Reichslcanzlerpalais dadurch zu lösen sucht, daß er die Mansarden- 
Dächer auf den Seitenflügeln am Ehrenhof entfernt und durch 
Flachdächer ersetzen will. Werner Hegemann. 
Aus dem Urteil des Preisgerichts : 
„Der Entwurf zeigt eine gute 
Gesamthaltung, die Anlage eines 
einzigen großen Hofes ist hervor 
zuheben, doch ist ein Teil des 
Grundstücks .... unzulässiger 
weise bebaut,... auch zwei Achsen 
des alten Kopfbaues an der 
Wilhelmstraße in die neue Front 
einbezogen. . . . Die Front des 
Straßenflügels wirkt in Masse 
u. Durchbildung unentschieden.“ 
Abb. 18 / Erweiterungsbau der Reichskanzlei in Berlin / Wetibewerbseniwurf von 
Walter Norden, Berlin 
Abb. 19 / Erweiterungsbau der Reichskanzlei in Berlin j Wetibewerbseniwurf von 
Walter Wolff. Berlin 
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Abb. 20 / Ei weiterungsbau der Reichskanzlei in Berlin j Weltbewerbsentwurf von Fritz Winther, Berlin I Zum Ankauf empfohlen 
Aus dem Urteil des Preisgerichts: „Der Entwurf verstößt gegen das Programm, da er in dem . . . Flügel . . . der Reichskanzlei drei 
Fenslerachsen abreißt, während nur eine entfernt werden darf. Auch sonst geht der Entwurf eigenwillig vor ... Im übrigen ist der 
Entwurf in der Masse und im Grundriß von guter Haltung mit einem ausgesprochenen Gefühl für räumliche Wirkungen." 
Abb. 2/ (nebenstehend) I Er 
weiterungsbau der Reichs 
kanzlei in Berlin / Wett 
bewerbsentwurf von Heinz 
Stoffregen, Berlin / Zum 
Ankauf empfohlen 
Aus dem Urteil des Preis 
gerichts: „Der... Grundriß... 
erfüllt alle Anforderungen. 
Der Anschluß der Baumasse 
an die Front des Borsigpalais 
ist anzuerkennen. Doch wäre 
die Front . . . länger zu 
wünschen. Ihre architekto 
nische Durchbildung er 
scheint .., verfehlt. Die un 
klare Gestaltung der . . . 
Anschlußachsen an das alte 
Gebäude kann nicht befrie 
digen.“
	        
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