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Volume H. 6

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 21.1926 (Public Domain)

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Abb. 1 / Aus dem Bebaungsplan für Gotenburg / Architekt: Albert Lilienberg 
Stadteil Anggärden / Zeichenerklärung wie in Abb. 4 
AUS DEN BESTIMMUNGEN FÜR DIE ART DER AUSNÜTZUNG DER GRUNDSTÜCKE 
In Grundstücken, auf denen die Häuser in geschlossener Reihe errichtet werden sollen, hat die „byggnadsnämnd“ das Recht, Änderungen zu erlauben und zwar 1 Meter 
Höhe mehr als im Plan angegeben für den Dachfuß und 3 Meter für den Dachfirst, in Übereinstimmung mit dem Baugesetz und den Verordnungen. Es ist nicht erlaubt, 
über den oben angegebenen Höhen Wohnungen oder Aufenthaltsräume einzurichten, Aus architektonischen Gründen hat die „byggnadsnämnd“ das Recht, für einen Teil des 
Gebäudes größere Abweichungen, von den fcstgestellten Höhen, als die oben angegebenen, zuzulassen 
BEITRÄGE ZUM ENTWURF EINES STADTEBAUGESETZES 
VON R. HEILIGENTHAL-BERLIN 
Die Literatur über den Entwurf eines Preußischen Städte 
baugesetzes wird immer umfangreicher. Wie natüilich gehen die 
Verfasser bei ihren Vorschlägen von den Verhältnissen ihres 
engeren Wirkungskreises aus; wertvolle örtliche Erfahrungen werden 
mitgeteilt, die beachtenswerte Winke geben, was alles in einem 
derartigen Gesetzentwurf berücksichtigt werden muß. 
Damit die große Linie nicht verloren geht, die wichtig ist für 
ein Landesgesetz, das vielleicht einmal Grundlage eines Reichs- 
gesetzes wird, soll hier versucht werden, die Hauptvorschläge des 
Entwurfes einmal auf Grund einer erweiterten Erfahrungsgrund 
lage kurz zu werten. 
Diese Grundlage geben die Erfahrungen derjenigen Länder, 
in welchen die Anhäufung der Bevölkerung früher eingesetzt hat, 
rascher fortgeschritten ist oder schließlich in Einzelheiten zu 
besseren oder schlechteren Ergebnissen geführt hat. 
Die wichtigsten Gegenstände des Städtebaugesetzentwurfes sind: 
1. Die Verwaltungsorganisalion der Zusammenballung; 
2. Die Zusammenarbeit mit Verkehrsgesellschaften und Ver 
kehrsbehörden, insbesondere der Reichsbahngesellschaft; 
3. Die Enteignung des notwendigen Geländes; 
4. Die technisch-künstlerische Gestaltung, 
Zu 1. Gerade zur rechten Zeit ist eine Untersuchung von 
Professor Thomas R. Reeds von der Michigan Universität er 
schienen, der auf Grund eingehender Studien amerikanischer, 
englischer und deutscher Verhältnisse das Verwallungsproblem 
der großen Anhäufung bespricht. 
Das Ergebnis ist folgendes: Drei Lösungen sind denkbar. 
Die erste, die Schaffung örtlicher Verwaltungskörper für bestimmte 
Einzelaufgaben je nach auftretendem Bedürfnis entspricht der 
englischen Gepflogenheit, hat aber auch in den Vereinigten Staaten 
oft Anwendung gefunden. Derartige Verwaltungskörper können 
von der Regierung eingesetzt werden (Polizeiverwaltung für Groß- 
London, Entwässerungsbehörde für Groß-Milwaukee). Soweit es 
sich aber um Aufgaben der Selbstverwaltung handelt, ist ein 
derartiges Verfahren in einem demokratischen Lande unerträglich. 
Es hat auch nur selten Anwendung gefunden. Eine andere Mög 
lichkeit ist, daß die Verwaltungskörper durch die Einzelverwaltungen 
oder durch die Bürger selbst gewählt werden (Zweckverbände). 
In allen Fällen aber haften diesen „ad hoc Verwaltungskörpern" 
sehr große Mängel an. Sie können das Großstadtproblem nicht 
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Städtebau 1926, Heft 6
	        
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