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Volume H. 3

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 21.1926 (Public Domain)

Abb. 1 Der wiederaufgcbautc Marktplatz in Eydtkuhnen. Östliche Platzwand mit Zollamt / Architekt: Walter Wolff, Berlin 
DER MARKT VON EYDTKUHNEN 
ARCHITEKT: WALTER WOLFF 
Regierungs- und baurat Walter Wolff, Berlin, einer der Preisträger im „Linden ‘-Wettbewerb, ist beim Wiederaufbau mit großem 
Erfolg als Bezirksarchitekt in Ostpreußen tätig gewesen. Auf Bitte der Schriftleitung hat er einige Zeichnungen und Abbildungen 
zur Verfügung gestellt, aus denen hier vorläufig einmal der besonders gelungene Wiederaufbau des Marktes der Grenzstadt Eydt 
kuhnen erläutert werden möge. Herr Wolff schrieb zu diesen Abbildungen: 
Abb. 2 / Vogelschau vom 
wiederaufgebaulen Markt 
platz in Eydtkuhnen 
Architekt: Walter Wolff, 
Berlin 
Auf dem Rückzug 1 1915 vernichteten die Russen die Reste des 
Marktes in Eydtkuhnen. Der Markt, der dem Grenzhandel mit 
Rußland seine Entstehung dankte, war aber immer nur ein regel 
loses Durcheinander von Kleinhäusern, Mietskasernen und Ge 
schäftshäusern ge 
wesen (Abb. 3) 
Beim Wiederauf 
bau, derin den Jahren 
1920 bis 22 erfolgte, 
war es unmöglich, die 
einfache Platzlösung, 
wie sie Abbildung 4 
darstellt, zu verwirk 
lichen. Der Wieder 
aufbau in den Jahren 
der Inflation mit den 
bekannten finanziel 
len Schwierigkeiten 
gestattete den Bau 
herren nur beschei 
dene Abweichungen 
von den Kriegsscha 
dens-Bestimmungen, 
nach denen ausStaats- 
mittelnunterVerwen- 
dung derFundament- 
reste nur die zerstör 
ten Baumassen wie 
deraufgebaut werden 
durften. Über den 
in den Platz einspringenden Bogen der nördlichen Marktwand, über 
die trichterförmige Mündung der Straße in der südwestlichen Platz 
ecke, über die Schrägstellung des sich von Westen her einschiebenden 
Baublocks, die verschiedenen Höhenlagen der Gebäudesockel, der 
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SWdtcbau 1926, Heft 3
	        
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