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Volume H. 12

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 21.1926 (Public Domain)

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DANNEBERG ROBERT, DIE SOZIALDEMOKRATISCHE GE 
MEINDEVERWALTUNG IN WIEN, zweite umgearbeitete Auflage» 
Verlag J. H. W. Dietz Nfl. Berlin. 
Der Verfasser, Präsident des Wiener Landtages, verteidigt vom 
sozialdemokratischen Standpunkte die Wiener Wohnungspolitik, 
Die Schrift ist wegen der Persönlichkeit des Verfassers wichtig. 
SCHNEIDER, JOSEF. DER TOD VON WIEN. Wiener Wohnungs 
politik 1918-1926. Eine nichtamtliche Darstellung. Amalthea-Verlag 
Zürich, Leipzig, Wien. 
Ein außerordentlich scharfer Angriff auf die Wiener Wohnungs- 
politik in einer vielfach überspitzten und unglücklich gewählten Form. 
Die angeführten Tatsachen stimmen teilweise sehr nachdenklich. 
Zum Schluß sei auf das Sonderheft der österreichischen Monats 
hefte für Siedlung und Städtebau „DER AUFBAU“ (Nr. 8/9, Sep 
tember 1926) hingewiesen, das in einer Fülle reich illustrierter 
Aufsätze berufener Fachleute zu den verschiedenen Fragen der 
Wiener Siedlungspolitik Stellung nimmt und für den Flachbau 
im Rahmen des Möglichen eintritt. L. A. 
BÜCHERSCHAU 
KAMPFFMEYER, HANS. SIEDLUNG UND KLEINGARTEN. 
Verlag Julius Springer. Wien 1926. Oktav. 155 S. mit 1QO Abb, 
Preis broschiert Mk. 4,20 
Diese Schrift des bewährten Führers der Gartenstadtbewegung 
in Deutschland und des derzeitigen Vorstandes des Siedlungs 
amtes der Gemeinde Wien gehört zu den wertvollsten Neuer 
scheinungen der Siedlungsliteratnr und enthalt viel mehr als der 
bescheidene Titel verspricht. Von österreichischen Verhältnissen 
ansgehend, nimmt der Verfasser in 18 Abschnitten Stellung zu 
den grundlegenden Fragen des Kleingartenwesens, der Siedlungs 
bewegung, der Geländeaufschließung, Normung und Typisierung, 
Siedlung und Volksgesundheit usw. Der Höhepunkt der Dar 
stellung wird vielleicht bei der Erörterung der gerade heute im 
Mittelpunkt der Diskussion stehenden Frage „Einfamilienhaus 
oder Maasenmietshaus? erreicht, die sich trotz der entschiedenen 
Einstellung Kampffmeyers zum Gartenstadtgedanken zu einer 
Hohe der Objektivität erhebt, die u. a. folgende Fassung 
ermöglicht: „Das große Mietshaus und das kleine Einfamilienhaus 
sind ganz verschiedene Wohnungstypen, die dem Bewohner ganz 
bestimmte Vorteile und Nachteile bieten. Je nachdem einer für 
sich und für die Gesamtheit diese Vorteile und Nachteile wertet, 
wird er den einen oder den anderen Typus vorziehen“ ($. 70). 
Diese Objektivität macht die Schrift für Freund und Feind des 
Siedlungsgedankeus gleichermaßen wertvoll und kann ganz be 
sonders die jüngeren Fachgenossen in das weitverzweigte Gebiet 
dieser Fragen rasch und zuversichtlich einführen. L.A, 
GRUBER, OTTO. DEUTSCHE BAUERN-UND ACKERBÜRGER- 
HÄUSER. Eine bautechnische Quellenforschung zur Geschichte 
des deutschen Hauses. Oktav. 102 Seiten mit 39 Zum Teil ganz 
seitigen Abbildungen. Karlsruhe 1926. Verlag G. Braun. Preis 
broschiert Mk. 3,80, in Leinen Mk. 5,— 
Die kleine, aber inhaltsreiche Schrift gibt eine ganze Reihe 
sehr beachtenswerter Aufschlüsse zur Geschichte des deutschen 
Hauses. Das Untersuchungsverfahren ist klar und wissenschaftlich, 
die gewonnenen Ergebnisse teilweise neu. Mehr als der Titel 
ahnen läßt, liefert die Arbeit auch einen bedeutsamen Beitrag 
zur Geschichte des deutschen Städtebaues, insbesondere in dem 
Abschnitt, der dem Überlinger Bürgerhaus gewidmet ist. Zu be 
dauern ist nur, daß Plan und Vogelperspektive der Stadt Über 
lingen (Abb. 31 und 32) augenscheinlich nicht den gleichen Stand 
der städtischen Entwicklung darstellen, worauf 'man aber einen 
Hinweis im Text vermißt. Dieser Umstand erschwert das Studium 
dieses recht bemerkenswerten Abschnittes. L. A. 
AU 5 D E R PR AXIS D E R LAN DES PLAN U N G. Bericht über das erste 
Geschäftsjahr des Landesplanungsverbandes Düsseldorf 1925/26. 
Quart. 20 S. Carl Heymanns-Vcrlag. Berlin 1926. Preis Mk. 2,— 
Der Landesplanungsverband Düsseldorf legt hierin seinen 
ersten Geschäftsbericht vor. Die Geschichte des Landesplanungs 
verbandes, die Einzelheiten seiner Gründung werden ebenso be 
handelt wie die Fragen des organisatorischen Aufbaues, die ge 
sammelten Erfahrungen sowie die Grundlagen der praktischen 
Arbeit und der Zusammenarbeit mit den Behörden. Bisher ist in 
der Hauptsache ein einheitliches Planmaterial beschafft worden 
sowie die Klärung einer Reihe von Verkehrsfragen in Angriff 
genommen. Erwähnt sei, daß der Verband eine laufende Ver 
öffentlichung „Briefe“ herausgibt, die in zwangloser Folge über 
seine Arbeit Rechenschaft ablegen. 
VON SACHSENS BAUSCHAFFEN UND TECHNISCHER WIRT 
SCHAFT. Festschrift zum Deutschen Architekten- und Ingenieurtag 
Dresden 1926. Quart. 143 Seiten mit 143 Abbildungen. Industrie- 
und Verkehrsverlag G. m.b. H., Dresden. Preis geheftet Mk. 7,50 
Die hier aus Anlaß des Deutschen Architektentages durch Zu 
sammenarbeit von Architekten und Wirlschaftsführern Sachsens 
geschaffene eigenartige Form einer kulturgeschichtlich-wirtschaft 
lichen Monographie ist zu begrüßen. Die Ausstattung ist als muster 
gültig zu bezeichnen. 
MATTHIES, KARL. DEUTSCHE ZIEGELBAUKUNST VORAN! 
Grofiquart. Mit Geleitwort und 40 Bildtafeln. Verlag Tonindustrie- 
Zeitung, Berlin 1926. Preis kart Mk. 3,— 
Die gut ausgestattete Schrift stellt auf ihren Bildtafeln eine 
Fülle von Abbildungen neuzeitlicher Ziegelbauten von künstlerisch 
sehr ungleichem Werte zusammen. Der einführende Text hebt den 
Aufschwung der Ziegelarchitektur der letzten Jahrzehnte hervor. 
DER BAUARBEITERSCHUTZ. HerausgegebenvomAllgemeinen 
Deutschen Gewerkschaftsbund, Berlin. Verlagsgesellschaft des 
A.D. H.B. Berlin 1926. 140 Seiten. Oktav. Preis broschiert 
Mk. 1,20, in Ganzleinen gebunden ......... Mk. 2,— 
fürOrganisationsmitglieder broschiert Mk.0,95, gebunden Mk. 1,50. 
Das Buch enthält Hinweise über Aufgabe und Tätigkeit der 
Baiiarbeiterschutzkommissionen; berücksichtigt sind weiter die Auf 
gaben, die der Betriebsveitretung in den Fragen des Unfall" und 
Gesundheitsschutzes zufallen, Vorschläge zur Aufklärung der 
Arbeiter über Berufsgefahren und Winke zur Durchführung von 
Baukontrollen folgen. Der letzte Abschnitt behandelt die Bildung 
von Landeskommissionen, um den Bauarbeiterschutz einheitlich zu- 
sammeuzufassen. Im Anhang sind die wichtigsten einschlägigen Be- 
Fur die Sehriltleiluny verantwortlich: Architekt WERNER HEGEMANN — Vwliy von ERNST WASMUTH A.-G., Berlin W 8, Msrkgrsfenslraß© 31 
Q Presse Dr. SELLE & CO. A.-G., Berlin SW 29, Zossener Strafie 55
	        
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