Path:
Volume H. 7

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 21.1926 (Public Domain)

108 
Abb. 8 (vgl. Abb, 7 und 12) / Seeuferwettbewerb Zürich und Vororte / Ein 3. Preis (Fr. 10000) 
Verfasser: Albert Bodmer, Bebauungsplaningeaieur der Stadt Winterthur; Arthur Reinhart und Franz Schcibler, Architekten in Winterthur 
Ansicht gegen Bürkliplatz und Quaibrücke. Aus dom Urteil des Preisgerichtes: „Die Vorschläge, so schön sie sein mögen, gehen indes weit Über den Rahmen des für 
heute und lange Zeit Erreichbaren und vielfach auch Erwünschten hinaus, so die in übermäßigem Maßslab gehaltene Bebauung am innern Scebecken . (Dachgesimshöho 23 m) 
eisajitiup 
i 
-ui Aiur.r nimvuui 
ZLRK II i-M» VORORTE 
fl. \M MKlUAlil. N;•*!> 
Abb.9 (vgl. Abb. 10 und 11) Seeufcrwellbcwerb 
Aus dem Urteil des Preisgerichtes: „Besonders schön und charakter 
voll ist die Durchbildung der Grünanlagen: Die Anlagen bestehen 
nicht aus einer Anzahl hintereinander angeordneter Kompartimente, 
wie dies auf den meisten Projekten der Fall ist, sondern geben einen 
großen Zug von Grünflächen in wechselnder Ausbildung .... Die 
Anlage der Durchblicke durch Alleen, die Markierung der Uferlinie 
durch Baumgruppen, die wiederum neue Durchblicke schaffen, die 
sparsame aber wohlüberlegte Anordnung von Querriegeln, die Ver 
schmelzung der Uferanlagen mit dem Belvoirpark, 
all das erhebt den vorliegenden Vorschlag in be 
zug auf die Grünanlage an eine ganz besondere 
Stelle .... Die Uferkontur ist sehr einfach.“ 
sein wird, daß auch der prüdeste 
Philister sich in seinem Quai 
spaziergang nicht stören läßt und 
mutig durch die Strandbadzone 
bummelt. Dann müßte kein Preis 
gericht mehrdasStrandbad aus der 
Stadt verbannen, denn es wäre mit 
den übrigen Grünflächen (Spiel-, 
Sport- und Erholungsflächen) un 
trennbar verbunden. Das Preisge- 
richthättesich dengleichenPhilister, 
der einmal über die Stadtgrenze 
hinaus den See entlang spazieren 
wollte, zu Dank verpflichten können, 
wenn es ihm zu diesem Zwecke 
auch in den Vororten einen Ufer 
weg vorbereitet hätte. Dem wird 
leider nicht so sein, denn anno 1926 
waren die 35 Steuerzahler zwischen 
Küßnacht und Rüschlikon mit ihren 
unmittelbar an den See stoßenden 
Grundstücken wichtiger alsdie übri 
gen 220000 Einwohner von Stadt 
und Vororten. 
Abb. 9 bis 11 und 13 / Seeuferwettbewerb Zürich und Vororte / Ein 3. Preis (Fr, 10000) 
Verfasser; Architekt Gottfried Bachmann, Zürich. (Vororte, Anschluß an die linke Seite von Abb. 9) 
Aus dem Erläuterungsbericht des Verfassers: „Die Seestraße dem Automobil (gute Sicht, genügende Breite, bei jeder Schiffsstation großer Parkierungsplatz); der 
Uferweg dem Fußgänger (durchlaufende, möglichst nicht winklige Führung, Abwechslung in der Bepflanzung)“ 
Abb, 12 (vgl, Abb. 7 und 8) Seeuferwettbewerb Zürich und Vororte / Ein 3. Preis 
Bürkliplafz. Aus dem Urteil des Preisgerichtes: „Die Vorschläge für die Bebauung wie 
für die Grünanlagen sind von feinem künstlerischen Geist getragen und zeigen einen 
großen Reichtum und Reife.“ 
Abb. 13 (vgl. Abb. 9 —11) / Seeuferwettbewerb Zürich und Vororte / Ein 3. Preis 
Verfasser: Architekt Gottfried Bachmann, Zürich 
Eisweiher 
Prof- Hess hat hübsche Vorschläge für die Ausbildung der 
Uferpromenade gemacht, unter Berücksichtigung der berechtigten 
Interessen der Grundeigentümer am See (Abbildungen 14 und 
15). Sie finden vielleicht doch noch Beachtung, Wesentliches 
über die Gestaltung der Ufer in den Vororten scheinen mir 
Labhart und Streuli in ihrem Bericht zu sagen. Sie können näm 
lich aus der vorhandenen zufälligen Art der Bebauung der Ab 
hänge keine Begründung finden, weshalb der Seespiegel gerade 
in der jetzigen Höhe und nicht in einer beliebigen andern liegt 
und sie prägen das Wort vom „versunkenen Berg“. Sie schlagen 
als Rahmen für den See langgestreckte, niedrige Häuserreihen 
hinter einem durchgehenden Gürtel von Bäumen vor. Hinge 
wiesen sei auch auf die sympathisch einfach behandelten Grün 
flächen von Gottfried Bachmann (Abb. 9 bis 11, und 13). 
Der Vorsitzende des Preisgerichtes, Stadtrat Dr, Klöti, hat die 
weitere Bearbeitung veranlaßt. Heinrich Peter
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.