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Volume H. 9/10

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 20.1925 (Public Domain)

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Die zeitgemäß sparsame, zentrale Beheizung von Mietwohnungen und Eigenheimen, von Büros und Geschäftslokalen erfordert 
den tausendfach bewährten 
NARAG-C LÄSSIG- ZIMMERHEIZ KESSEL 
in Verbindung mit 
NATIONAL RADIATOREN MODELL CLASSIC 
Die Abbildungen zeigen eineMiet- 
hausgruppe in Berlin-Lichterfelde- 
West mit 31 Einzelwohnungen, 
deren jedemit einerEtagenheizung, 
bestehend auseinem Narag-Classic- 
Zimmerheizkessel und einer der 
Wohnungsgröße entspechenden 
Anzahl von Classic-Radiatoren, aus 
gestattet ist. Die besonderen Vor 
züge dieser Etagenheizung sind : 
Geringe Anschaffungskosten, denk 
bar niedrige Betriebskosten, selbst 
bei Dauerbrand,einfacheu. saubere 
Bedienung, völlige Unabhängigkeit 
vom Hauswirt und von evtl, anderen 
Mietparteien, die Heizregulierbar- 
• (Mänumen • B - ■'Kff'Oji ’CCatfk -XimmerfaitJivffef ■ “ ■ XXauic f&uJüj/ai- 
keiteinzelner Räume der Wohnung 
je nach Bedarf, eine überraschend 
große Brennstoffersparnis, weil die 
einzig vorhandene Feuerstelle, der 
Narag - Classic - Zimmerheizkessel, 
eine überall gleichmäßige Wärme 
für alle Räume der Wohnung spen 
det, in denen Classic-Radiatoren 
zur Aufstellung gelangen, eine er 
höhte Feuersicherheit gegenüber 
den unwirtschaftlichen Einzelfeuer 
rungen und die Möglichkeit einer 
leichten nachträglichen Installation 
auch in alten Wohnungen. Keller- 
| raum und Wasserleitungsanschluß 
sind nicht erforderlich. 
Verlangen Sie kostenfrei ausführliche Beschreibung Nr. 135 nebst Urteilen aus der Pr axi s 
NATIONALE RADIATOR GESELLSCHAFT.« 
Hersteller der HatinnaJ Radialeren vnd national Kessel 
BERLIN W66, WILHELMSTRASSE 91 
Werke: Schönebeck / Elbe-—Neuß / Rhein Lieferung nur durch Heizungsfirmen 
Schließlich fragt Herr Meyer in der „Baugilde“ nach der 
Bedeutung des auf S. 40 von „Städtebau“ (Heft 3/4) abgcbil- 
deten Planes der Akropolis und der darin punktierten Linie. 
Die punktierte Linie ist nicht, wie Herr Meyer zu glauben 
scheint, eine Achse (der Zeichner des Planes betont im 
Gegenteil die mangelnde Achsialität), sondern die Sehlinie 
zur Festlegung des Standpunktes (A) für das darüber ste 
hende Bild. Der Plan ist von Choisy, der nicht, wie Herr 
Meyer zu glauben scheint, ein Ostendorfschüler, sondern ein 
französischer Kunstkritiker ist, der diesen Plan im Jahre 
1875 veröffentlichte. 
EIN PREUSSISCHES STÄDTEBAUGESETZ 
VON OBERBAURAT W. KOEPPEN. BERLIN 
Das Wohlfahrtsministerium hat es sich in überaus dankens 
werter Weise zur Aufgabe gemacht, die Anregungen, welche 
die Sozialpolitiker des Wohnungsbaues und die Städtebau 
techniker in den letzten Jahren gegeben haben, durch Erlasse 
und durch Änderung, bezw. Schaffung von Gesetzen zu ver 
wirklichen. 
Der bisher wichtigste Schritt wurde im Jahre 1918 mit dem 
Wohnungsgesetz und der Änderung des Fluchtlinicngesetzes 
gemacht zugunsten der Wohnungshygienc, der äußeren Ge 
staltung der Baulichkeiten, der Schaffung von Freiflächen 
(Spiel- und Erholungsplätzen) und des Kleinwohnungsbaucs. 
Dann kamen u. a. die Verordnungen über Klein- und Mittcl- 
häuser, über Wohnlauben, die Herausgabe der bekannten 
Musterbauordnung, das Gesetz zur Erhaltung des Baum 
bestandes und zur Erhaltung und Freigabe von Ufcrwcgcn. 
Gekrönt werden diese Arbeiten, welche wohl hauptsächlich 
der Initiative der beiden Ministerialräte Geheimrätc Fischer I 
und II, den juristischen und technischen Dezernenten im 
Wohlfahrtsministerium, zu danken sind, durch die Heraus 
gabe des Entwurfs eines Städtebaugesetzes nebst Begrün 
dung, das durch Drucklegung in Carl Heymanns Verlag der 
Öffentlichkeit zugänglich gemacht ist. Der hauptsächlichste 
Anreger für das Städtebaugesetz ist Verbandsdircktor 
Schmidt-Essen, der Schöpfer des Sicdlungsverbandes Rulhr- 
kohlenbezirk, dessen Verbandssatzungen bereits städtebau 
liche Möglichkeiten enthalten, die im übrigen preußischen 
Staat noch nicht gegeben sind. 
(Der Entwurf zum Städtebaugesetz faßt einmal die in einer 
Reihe von Gesetzen zerstreuten Bestimmungen, welche 
städtebauliche Dinge behandeln, zusammen und ändert sie 
zum Teil nach den mit ihnen gemachten Erfahrungen. Die 
hauptsächlich in Betracht kommenden Gesetze sind: Das 
Fluchtliniengesetz von 1875., die Gesetze gegen Verunstal 
tungen von 1902 und 1907, das Umlegungsgesetz von 1902 
und 1907 und ein Teil des Wohnungsgesetzes von 1918. Das 
andere Mal soll der Entwurf zum Städtebaugesetz die ge 
setzliche Grundlage für die in der letzten Zeit als notwendig 
erkannten Maßnahmen zur zweckmäßigen Aufteilung der 
innerhalb und außerhalb der Ortschaften liegenden Flächen 
schaffen. 
Nach dem Fluchtliniengesetz ist es nur möglich neben 
den Straßen und Plätzen Spiel- und Erholutigsplätze fest 
zusetzen; das Städtebaugesetz bringt die Möglichkeit, 
folgende Flächen sicherzustellen: 
a) land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen, 
b) Kloingartenland, 
c) Spiel- und Sportplätze, 
d) Friedhöfe, 
e) Park- und Gartcnanlagen, 
f) Verkehrsflächen, 
g) Industrieflächen, 
h) Flächen, unter denen der Bergbau geht. 
Neben dem vorstehend angedeuteten Hauptinhalt des 
Gesetzentwurfes enthält der letztere noch eine große Menge
	        
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