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Volume H. 9/10

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 20.1925 (Public Domain)

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Les agrandissemems successifs de Strasbourg, plan fle M forrer. 
(J. L'cnccinle romalnc 1c nmp du I ,f siede et la villc fortifu-c du IV' siede. — 1. |“' agranclissoniont. — II. a® agrandissement i202 — 20. — 111. 3° agrm 
dissemont ; 1228 — 1344. — IV. 4 U agrandissoment : IJ74 — 90. - V. 5® agrändissoment: i387 — 1441. — V|.6® agrandissement t 1473 — 76. — VII. 7» agr.mdissc 
■nont. 1531 — 41. — VIII. La citadelle ds Vaubun ; 1681. — IX, y» agrandissOnient ; 1682 — 90. — X, L cnccmte construitc'co 1874 — XL Les agrandlsscsicnts 
un cours. 
STADTERWEITERUNGSPLAN DER STADT STRASSBURG 
VON G. NIEDERMANN UND K. HIPPENMEYER. ZÜRICH 
Mit dem Waffenstillstand ist Straßburg an einem neuen Wende 
punkt seiner ereignisreichen Geschichte angelangt, und die ver 
änderte politische Lage hat bereits zwei Gesetze veranlaßt, die 
für die weitere Entwicklung der Stadt entscheidend sein werden. 
Es sind dies das Gesetz vom 21. Juli 1922 betreffend die Auf 
hebung der Festungszone und das Gesetz vom 26. April 1924 
über die Errichtung des autonomen Hafens. Straßburg wird also 
gerade in der Zeit von dem auf ihm lastenden Festungszwang 
befreit, in der es zu einer großzügigen Erweiterung seiner Hafen 
anlagen schreiten muß. Die Stadtbehörden haben die Wichtigkeit 
des Augenblickes erfaßt und die Aufstellung eines neuen Be 
bauungsplanes beschlossen, der die zu erwartende schnelle Aus 
dehnung der Stadt in gesunde Bahnen lenken soll. In der Ab 
sicht, möglichst viele Anregungen für eine zeitgemäße Lösung 
dieser Aufgabe zu erhalten, haben sie ferner einen internationalen*) 
Wettbewerb in zwei Abteilungen veranstaltet. Die erste Abteilung 
umfaßte den Generalbebauungsplan, wobei das ganze Gebiet in 
Plänen 1:10000 und 1:4000 zu bearbeiten war; in der zweiten 
waren Vorschläge für die Verwertung der Festungszone im nörd 
lichen und westlichen Sektor im Maßstabe 1:2000 vorzulegen. 
Nach diesen einleitenden Bemerkungen lassen wir zur Erläute 
rung des vorliegenden Entwurfes einen kurzen Auszug aus unserem 
Berichte folgen. 
*) Offen für Angehörige von Völkerbundstaaten und Amerika. (V>jl. S. 137.) 
RICHTLINIEN 
In Anlehnung an frühere Wettbewerbe wie Groß-Paris, Groß- 
Lille u. a. rechnete das im übrigen sehr großzügig verfaßte Pro 
gramm mit einem Bevölkerungszuwachs von mindestens 100 °A> 
innerhalb der nächsten fünfzig Jahre, d. h. es sollte bei der 
Aufstellung des Bebauungsplanes eine Gesamtbevölkerung von 
360 — 400000 Personen angenommen werden. Dies schien jedoch 
den Verfassern nicht mehr zeitgemäß. Nachdem auf den letzten 
internationalen Städtebaukongressen in Göteborg und namentlich 
auch in Amsterdam mit Nachdruck auf die Notwendigkeit der 
Regionalplanung hingewiesen worden war, hielten sie es nicht für 
angezeigt, den Erweiterungsplan auf eine für einen bestimmten 
Augenblick errcchnete Bevölkerungszahl zu basieren. Sie legten 
deshalb ihrem Projekt die durch die regionale Lage bedingten Aus 
dehnungsmöglichkeiten zugrunde; mit anderen Worten, sie betrach 
teten den Erweiterungsplan als Funktion der neuen Hafenanlagen 
und der im Zusammenhang damit zu schaffenden Industriegebiete. 
Die Festlegung dieser Nutzungszonen innerhalb der natürlichen 
Grenzen der Stadt ergibt eine Gesamtfläche von 1200 ha und 
einen entsprechenden Bevölkerungszuwachs von 480000 Seelen. 
Zusammen mit der gegenwärtigen Einwohnerzahl erhalten wir 
somit eine Gesamlbevölkerung von 660000 Köpfen. Diese Zahl 
kann als natürliche Grenze des Wachstums von Straßburg gelten. 
Weiteres Anwachsen ist durch Regionalplanung zu verhindern.
	        
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