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Volume H. 5/8

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 20.1925 (Public Domain)

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Abb. 23 / Der große Stern mit Triumphbogen, Paris 
Der unvergleichlich großartige Garten-Sternplatz, den erst Haussmann durch allzuviele Straßen zerriß und zum Stadtplatz machte (vgl. Lichtwarks Kritik auf S, 87) hat auf diesem 
Bilde dank einer zufälligen festlichen Ausschmückung wieder etwas wie einen festen Rahmen und Haltung bekommen (vgl. Abb. 13, S. 102). 
seiner Aufstockung- gleichzeitig 
auch eine wertvolle Anregung, 
wie eine moderne Zufahrtstraße 
zu wertvollen alten Gebäuden 
sozusagen in zwei verschiedenen 
Maßstäben aufgebaut werden 
kann, indem nämlich einer der 
Maßstäbe an der alten Straßen 
flucht mit starkem, niedrigem 
Gesims die geringe Höhe be 
tont, die als Maßstab erfor 
derlich ist, um die wichtigen 
historischen Gebäude am Ende 
der Zufahrtstraße nach wie 
vor groß erscheinen zu lassen, 
während der andere Maßstab 
Aufstockungen gestattet, mög 
lichst weit ins Innere des 
Blockes zurückverlegt, die den 
modernsten Ansprüchen genü 
gen. Wenn die Aufstockung weit 
genug ins Innere des Blockes 
zurückverschoben wird, (man 
braucht dabei nicht zu fordern, 
daß sie durchaus unter der 
Visierlinie, vom gegenüber 
liegenden Bürgersteig aus ge 
rechnet, bleibt), dann lassen 
sich die neuartigsten Wirkungen, 
g'leichsam aus einer vierten 
Dimension, erhoffen, ohne der 
Wüide der alten Bauten, die 
den größten baulichen Schatz 
Berlins darstellen, maßstäblich 
Abbruch zu tun. Als Gegen 
beispiel sei hier der (in anderer 
Hinsicht so würdige) Neubau 
der Diskonto-Gesellschaft er 
wähnt, der dem alten „Nieder 
ländischen“ Palais und dem von 
Schinkel erbauten Palaste des 
alten Kaisers sowie allen histo 
rischen Bauten am Kopfe der 
„Linden“ auf das Heilloseste 
maßstäblich schadet. 
Hoffentlich wird dem in 
diesem Hefte ausgeschriebenen 
Wettbewerb die große Ehre zu 
Teil, viele Künstler zur Ver 
öffentlichung neuartiger An 
regungen auf dem Gebiete ver 
heißungsvoller Straßenentwick 
lung zu veranlassen. 
Abb. 24 / Hof im Palazzo Massimi, 
Rom / Architekt: Baldassarc Peruzzi 
Die untere Säulenhalle ist durch Licht 
schächte über dem Gebälk belichtet. 
(Nach Paul Schübling-.)
	        
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