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Volume H. 1/2

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 17.1920 (Public Domain)

DER STÄDTEBAU 
io 
Schematische Masseittedimg« 
Warnemünde. 
Kopppnhagtn. 
Stettin 
Stockholm 
Hamburg. 
Hannover. 
Rotterdamm. 
Magdeburg. 
Frankfurt 
R«a»rv« - Zen« 10 km 
Hand»! 5km 
Verwaltung, Riprssenfatian, 
Fremd«, 6ajfbe+rj»b«, 
Kunst, Wi*»fn»ehjft. 
Wohngebiete. 
Industrie. 
MmerrteHons-und 
Reinigung»-Fläch«. 
Leipzig -Halle- 
München-Stuttgart 
Dresden 
Prag - Wien 
Durchgangslinien. 1 
Hamburg-Breslau. 
Rotterdamm - Warschau. 
Frankfurt - Königsberg. 
Leipzig-Stettin, 
Dresden-Warnemünde. 
Königsberg. 
St. Petersburg 
Posen. 
Wafdchau. 
Breslau. 
Budapest. 
Abb. 8, 
Die organisatorische Neukonstruktion, die wir vorzu 
nehmen haben, muß so gestaltet sein, daß um eine lebendige 
Keimzelle herum sich das gesamte Zellgewebe gruppiert, 
wie es einem natürlichen Wachstum entspricht. Die vitale 
Urzelle der Weltstadt ist der Handel. Deshalb weisen wir 
ihm eine Kreisfläche von 6 km Radius um den Berliner 
Rathausturm herum zu. 
Um diese Kreisfläche schließt sich ein Kreisring mit 
einem Radius von 10 km als kommerzielle Reservezone, 
die der Weiterentwicklung des Stadtinnern dient und die 
notwendige Umgestaltung ermöglicht. 
In die Handels- und Reservezone hinein schneidet von 
Westen her ein Kreissektor von 60°, dessen Grundlinie 
gleich dem Radius der Innenkreise ist und dessen Höhe in 
der Ostwestachse liegt. In diese Teile hinein sind von 
innen nach außen zu gruppieren; Verwaltung, Repräsenta 
tion, die Stätten zur Beherbergung der Fremden, Kunst-, 
Forschungs- und Bildungsinstitute. 
Die große Außenringfläche, deren innere Begrenzung 
durch die eben genannte Reservezone und deren äußere 
Grenze durch einen 50-km-Radius gebildet wird, dient der 
Aufnahme und Gruppierung der Industrie, der Wohnge- 
legenheiten, der Erholungsstätten, der Reinigungs- und Ali- 
mentierungsflächen sowie den Sammel- und Übungsplätzen, 
die für das Schutz- und Trutzsystem notwendig sind. 
Auf dieser Gesamtfläche — innere Kreis- und äußere 
Ringfläche — soll der gewaltige Umbau durchgeführt werden, 
nach dem die weltstädtische Konzentration gebieterisch ver 
langt. 
Die Bauweise soll hier über das heute geltende Höchst 
maß weit hinausgehen. Unter intensivster Ausnutzung des 
Raumes mit äußerster Exaktheit in Anlage und Durchfüh 
rung sollen sich hier gleichsam ohne Zwischenraum die 
Institute auf- und übereinander türmen, nach innen eine ge 
schlossene, durchorganisierte Arbeitsstätte für zahllose 
Menschen und zahllose Institute, die, weil sie auf kleinem 
Raum nebeneinander gruppiert und doch völlig für ihren 
Umfang ausreichenden Räumen untergebracht, miteinander
	        
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