Path:
Volume H. 4

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 15.1918 (Public Domain)

DER STÄDTEBAU 
42 
4. „Zukunft“ — Verfasser Baurat Gelius, Mainz: 
„Verfasser liefert^ Zeichnungen und Beschreibung, 
die wesentlich Ziegelhohlbaujund mit Leichtsteinen, 
Wickelstakungen oder Windelböden versehene Holz^ 
Abb. i. Entwurf: „Eigene Scholle, deutsche Kraft“. 
Verfasser: Karl Engelter, MÖrs und W. Kleppe, Homburg (Rhein), 
decken vorschlagen. Die konstruktiven Fragen werden 
eingehend erörtert. Die gründliche Arbeit gibt auch 
in wirtschaftlicher Hinsicht beachtenswerte Vor 
schläge.“ 
5. „Zellenbau“ — Verfasser Architekt B. D. A. Baurat Ernst 
Kühn, Professor an der Technischen Hochschule in 
Dresden: 
„Verfasser wünscht Übergangsbauten aus Holz in 
fabrikmäßiger Ausführung. Wohn- und Stallzellen 
aus Holz in Normalgröße werden aneinander gereiht. 
Die Hölzer sind kreuzweise und eine Isolierwand (aus 
Pappe) dazwischen angeordnet.“ 
6. „Wohnhofblock“ eine ebenfalls überwiegend literarische 
Arbeit des Architekten Leopold Stehen in Charlotten 
burg: 
„Die Verlegung der siedelungstechnischen Grund 
sätze über die Gestaltung der Wohnhöfe wird be 
sonders anerkannt.“ 
7. „Wohnhof*, eine rein literarische Arbeit des Herrn 
Dr.-Ing. Janz, Bürgermeister, und Wilhelm Fahler, 
Architekt, beide in Wiesdorf (Rhein): 
„Der Verfasser will die Verbilligung durch Anlage 
von Wohnhöfen mit geringen Geschoßhöhen erreichen. 
Die Arbeit enthält nach der verwaltungstechnischen 
und volkswirtschaftlichen Seite brauchbare Vorschläge 
und vertritt gesunde Anschauungen in praktischer 
Beziehung.“ 
8. „Eigene Scholle — Deutsche Kraft“, Verfasser Karl 
Engelter und Wilh. Kleppe, Architekten in Mors bzw, 
Homberg (Rhein): 
„Verfasser will Verbilligung durch einfache Innen 
konstruktion und einfachste Form erzielen und greift 
auf den alten Fachwerkbau mit Lehmfachung zurück. 
Der Siedelungsplan geht von brauchbaren Grund 
sätzen aus, dagegen geben die Grundrisse zu mannig 
fachen Bedenken Anlaß. Die Gebäude wirken in 
ihrem architektonischen Aufbau zu zerlegt,“ 
9. „Schlesierland“: 
„Verfasser empfiehlt die Benutzung bekannter 
Materialien, ohne neue Baustoffe oder neue Anwen 
dungsmöglichkeiten in Vorschlag zu bringen. Die 
Entwürfe geben die Gewißheit, daß sie den wirtschaft 
lichen Verhältnissen, auch den zu erwartenden gut 
angepaßt sind. Wohltuend berührt die geschlossene 
Hausform, die in Schlesien heimisch ist.“ 
10. „Dennoch“; 
„Die Arbeit zeichnet sich durch Vollständigkeit der 
Behandlung sämtlicher Punkte des Programms aus. 
Ein besonderes Verdienst liegt in der Berücksichtigung 
der^ nicht beschlagnahmten Baustoffe. Namentlich 
deswegen wird die Arbeit zum Ankauf empfohlen.“ 
Die Beurteilung der in der Gesamtzahl von 245 ein 
gegangenen Arbeiten, von denen 47 nach vielfältiger Begut 
achtung durch Sonderfachmänner ausgewählt wurden und 
schließlich für die Preisverteilung 15 in engere Wahl ge 
kommen sind, war eine außergewöhnlich schwierige und 
zeitraubende, da den Bewerbern eine weitgehende Freiheit 
darin gelassen war, ob und welche der vom Preisaus 
schreiben zur Erörterung gestellten 13 Punkte, in welchem 
Umfange und in welcher Darstellungsart sie diese bearbeiten 
wollten. 
Es haben sich dickleibige Bücher darunter befunden, 
Mappen mit zahlreichen Zeichnungen, auch Muster und 
Modelle von Einzelheiten, zum Patent angemeldete Schriften 
usw. Der ungeheure Aufwand an Arbeit hat gezeigt, wie 
Abb, 2 und 3. 
Entwurf; „Wohnhofblock“. Verfasser: Leopold Stehen, Charlotten bürg. 
tief die damit aufgeworfenen Fragen weite Kreise der Be 
völkerung berühren. Architekten, Ingenieure, Bauunter 
nehmer, Verwaltungsbeamte, Schriftsteller verschiedener Art, 
darunter viele, die im Felde gestanden haben, selbst Missio 
nare haben sich daran beteiligt. Ihnen allen kann für diese 
Opfer nicht genug gedankt werden. T. G.
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.