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Volume H. 5

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 9.1912 (Public Domain)

9. Jahrgang 
1912 
5. Heft 
49 
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NEBST EINER SONDlRBEILAGE: LITERATURBiRIGHT, HERAUSGEGEBEN VON RUDOLF EBERSTADT ♦ * 
INHALTSVERZEICHNIS: Zur Umgestaltung des Universitätsplatzes in Breslau. Nach dem Vorschläge des Architekten Baurat Großer, Breslau. — Das 
Englische Städtebaugesetz vom 3. Dezember 1909. Von Privatdozent Dr.-Ing. Enterich Forbäth, Budapest. Schluß. — Die Bebauung des Willmannschen 
Geländes in Schöneberg. Von Stadtrat Dr. jur. Licht, Berlin-Schöneberg. Die Gartenvorstadt Leipzig-Marienbrunn. Von Stadtbauinspektor Hans Strobel, 
Leipzig. — Mitteilung. — Neue Bücher und Schriften. - Chronik. 
Nachdruck der Aufsätze ohne ausdrückliche Zustimmung der Schriftleitung verboten. 
ZUR UMGESTALTUNG DES UNIVERSITÄTS 
PLATZES IN BRESLAU. Hierzu Tafeln 25 und 26. 
Nach dem Vorschläge des Architekten Baurat GROSSER, Breslau. 
Nachdem die Stadt Breslau beschlossen hatte, ihrer 
Universität zur hundertjährigen Jubelfeier ein Geschenk in 
Form eines Bauplatzes zu machen — zur Errichtung von 
Wohlfahrtseinrichtungen der Studierenden, für welche Staats 
mittel nicht zur Verfügung stehen — wurde der Gedanke an 
geregt, dieses Grundstück für die Errichtung eines Studenten 
heims zu verwenden, weil es seiner Lage nach dazu 
besonders geeignet erschien. 
Es wurden mit Erfolg Sammlungen für den Bau ver 
anstaltet — in der Zeitschrift „Schlesien“ erschien ein mit 
Skizzen ausgestatteter Aufsatz des Herrn Stadtbaurats Berg, 
der auf die gegebene Möglichkeit hinwies, mit dem Bau des 
Studentenheims die architektonische Umgestaltung des Uni 
versitätsplatzes zu verbinden. — Damit wurde dankenswerter 
weise eine viel weitergehende Frage aufgerollt, die nunmehr zur 
Nachprüfung des Vorschlags führen mußte, ob das Studenten 
heim gerade an dieser Stelle zu errichten sei. Nach eingehen 
dem Studium bin ich zur Ansicht gekommen, daß eine 
andere Lösung gefunden werden müsse, die ich im folgenden 
darstellen und begründen will. 
Auf dem Lageplan Abb. a der Tafel 25 stellt das lang 
gestreckte Gebäude an der Oder die Universität dar —- 
rechts von ihr steht die Matthiaskirche, vor welcher an 
der Ecke der Schmiedebrücke das Konvikt gelegen ist, 
welches in meinen Mitteilungen noch eine besondere Rolle 
spielen soll. 
Vor der Universität liegt zwischen Universitätsplatz und 
Ursulinerstraße ein Baublock mit Geschäfts- und Wohn 
häusern, dessen westliche Hälfte innerhalb der Buchstaben 
a b c d a die Häusergruppe enthält, die von der Stadt zum 
Jubiläumsgeschenk erworben worden ist. 
Die Häuser sind meist klein — aus keiner schlechten 
Zeit — aber sehr baufällig, während die Häuser im vorderen 
Teil, aus neuerer Zeit stammend, weniger baufällig - in 
Form und Art aber um so wertloser sind. 
Es wäre ohne Schaden, wenn das ganze Häuserviertel 
von der Oberfläche verschwände und neuen Bauten Platz 
machte, die aus künstlerischem Empfinden heraus und in 
Rücksichtnahme auf die nachbarlichen Meisterwerke der 
Baukunst entworfen werden. 
Dieses Bild mit den kleinen niedrigen Häusern — siehe 
Abb. b warnt vor einem Bau, der an dieser Stelle nicht 
in mäßiger Höhenentwicklung gehalten wäre. Man hat mir 
erwidert, daß es auf den Blick von der Stockgasse her gar 
nicht ankomme. — Ich bin nicht der Ansicht — die Lösung 
an dieser Stelle ist ein wesentlicher Bestandteil der ganzen
	        
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