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Volume H. 11

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 9.1912 (Public Domain)

9. Jahrgang 
1912 
11. Heft 
121 
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** NEBST EINER SONDERBEILAGE: LITERATURBERICHT, HERAUSGEGEBEN VON RUDOLF EBERSTADT ** 
INHALTSVERZEICHNIS: Der Wettbewerb zur Ausgestaltung des neuen Bahnhofsplatzes in Karlsruhe in Baden. Von Theodor Goecke, Berlin. — 
Normalgrundrisae für Mietshäuser. Von Al. Bohrer, Stadtbaurat in Aachen. (Schluß.) — Städtebaufragen in Karlsruhe in Baden. Von Theodor Goecke, 
Berlin. — Die Grundlagen unseres Städtebaues in neuer Beleuchtung. Von Walter Lehweß, Berlin. — Mitteilungen. — Chronik. 
Nachdruck der Aufsätze ohne ausdrückliche Zustimmung der Schriftleitung verboten. 
DER WETTBEWERB ZUR AUSGESTALTUNG 
DES NEUEN BAHNHOFPLATZES 
IN KARLSRUHE in baden. 
Von THEODOR GOECKE, Berlin. 
Das Programm sagte kurzweg: 
Um die Umgebung des neuen Bahnhofs in Karlsruhe 
möglichst zweckmäßig und schön zu gestalten, sind die 
Großherzoglich Badische Eisenbahnverwaltung und die 
Stadt Karlsruhe übereingekommen, gemeinsam einen Ent 
wurf zu beschaffen, und zwar im Wettbewerbe Karlsruher 
Architekten und Ingenieure. 
Es sind die Bau- und Straßenfluchten des Bahnhof 
vorplatzes und des anstoßenden Baugebiets, dessen Grenzen 
in dem beigefügten Lageplan (vgl. Abb. a Tafel 62) eingetragen 
sind, anzugeben; dabei ist davon auszugehen, daß der Platz 
ungefähr die Ausdehnung und Gestalt erhalten soll, wie sie 
in dem Lageplan angegeben sind; Änderungen, die verkehrs 
technisch einwandfrei und in wirtschaftlicher Hinsicht nicht 
wesentlich ungünstiger wirken, sind zulässig. In den Bau 
fluchtenplan sind auch die Fahrbahnen, Gehwege, die Linien, 
Haltestellen und etwaige Warteräume der elektrischen Straßen 
bahn, Droschkenhalteplätze und die sonstige Ausstattung des 
Platzes einzutragen. Es sind Fassadenentwürfe für sämtliche 
an dem Platze und an den in dem Lageplan mit A—B und 
C—D bezeichnten Straßenstrecken zu errichtenden Bauten 
aufzustellen. Es ist ein Eingang in den Stadtgarten von 
der Bahnhofseite aus vorzusehen. Auf eine harmonische 
Gesamtwirkung des Platz- und Straßenbildes mit Be 
rücksichtigung des bereits erstellten Aufnahmegebäudes 
und des in Ausführung begriffenen Postgebäudes sowie auf 
einen günstigen Abschluß der Südseite des Stadtgartens 
wird ausschlaggebender Wert gelegt. 
Dazu werden zwei Schaubilder verlangt von den in 
Augenhöhe gelegenen Punkten x und y des Lageplans nach 
einem Maßstab 1:100. Die entsprechenden Bildebenen sind 
durch die Kanten Kx und Ky zu legen. 
Wie bekannt, waren 32 Entwürfe eingegangen, darunter 
ein unvollständiger; außer Wettbewerb hatte die General 
direktion der Staatseisenbahn ein Modell nebst Erläute 
rungen zu einer Studie dem Preisgerichte zur Verfügung 
gestellt. Diese Studie geht von dem Gedanken aus, das 
neue Aufnahmegebäude der Eisenbahn zum Mittelpunkt 
einer symmetrischen Platzanlage zu machen, dessen Breite 
mit 50 m bei einer Länge von 223 m als ausreichend zu 
erachten sei. Die Beschränkung der Breite auf 50 m würde 
es nämlich ermöglichen, auf [einem dem Stadtgarten vor 
gelagerten Zwickel noch einen Baublock zu gewinnen, um 
die Platzanlage allseitig durch Bebauung zu umschließen.
	        
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