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Volume H. 7

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 9.1912 (Public Domain)

DER STÄDTEBAU 
für kommunale Verwaltung in Düsseldorf auf 132 (im Wintersemester 129) 
Ordentliche Hörer und 47 Gasthörer. 
OZIÄLE STUDIENREISE NACH ENGLAND. Die für 
August geplante Studienreise der Deutschen Gartenstadt-Gesellschaft 
nach England ist auf Grund der bereits vorliegenden Meldungen gesichert. 
Diese Reise, die über die Städte York, Liverpool, Birmingham und 
London führt und dem Studium der englischen Wohnungs- und An- 
siedelungsweise gewidmet ist, sowie reiche Gelegenheit zu eingehender 
Kenntnisnahme anderer sozialer und kommunaler Einrichtungen und 
auch des englischen gesellschaftlichen und öffentlichen Lebens bietet, 
scheint sich ’zu einer dauernden gemeinnützigen Einrichtung zu ent 
wickeln. Dies ist auch aus dem von der Gesellschaft veröffentlichten 
‘„Rückblick“* über die bisher veranstalteten Reisen ersichtlich, in dem sich 
eine Reihe im öffentlichen Leben stehender früherer Reiseteilnehmer — 
Architekten, 'Bau- und Medizinalbeamte, Gemeindebeamte usw. — über 
die Anregungen und Kenntnisse äußern, die ihnen diese Reise auf 
sozialem, künstlerischem nnd gesundheitlichem Gebiet vermittelt haben, 
und der Zeigt, daß die Teilnahme der kulturtragenden behördlichen wie 
privaten Kreise für eine gründliche Umgestaltung unseres Wohnungs 
wesens im erfreulichen Wachstum begriffen ist. Das Programm wird 
vom Generalsekretär A. Otto in Berlin-Schlachtensee gern abgegeben. 
D ie Frau Kronprinzessin des Deutschen Reiches und von Preußen hat 
geruht, das PROTEKTORAT ÜBER DIE DEUTSCHE 
GARTENSTADTGESELLSCHAFT zu übernehmen. Die gemein 
nützigen Bestrebungen dieser Gesellschaft auf dem Gebiete des Wohnungs 
und Ansiedelungswesens erfahren hierdurch eine hocherfreuliche An 
erkennung und Förderung. Das Protektorat bezieht sich auf den 
Hauptverein (Geschäftsstelle in Berlin-Schlachcensee) und dessen Ideen 
propaganda, doch nicht auf die von diesem ins Leben gerufenen Orts 
gruppen und wirtschaftlichen Unternehmungen, 
W ährend der Monate Juni und Juli wird in FLENSBURG EINE 
GRÖSSERE BAUAUSSTELLUNG veranstaltet, die in 
umfassender Weise einen Überblick bieten soll über die neuzeitliche 
Bewegung in Baukunst und Bauhandwerk. Der dazu gebildete Ausschuß 
setzt sich zum Ziel, in weite Kreise der Öffentlichkeit von Stadt und 
Land Verständnis hinauszutragen für die großen und mannigfachen Auf 
gaben, die auf dem Gebiet der Baukunst zu lösen sind. — Nach einem 
Rückblick auf das, was an guten alten 'Wohn- und Nutzbauten im Lande 
ehemals geschaffen wurde, soll gezeigt werden, daß auch in der Gegenwart 
diese Aufgaben schönen Lösungen entgegengeführt werden können. — 
Die erfolgreichen Versuche zur Hebung der Bauweise, welche in den 
letzten Jahren unternommen wurden, werden gruppenweise vorgeführt. 
Dieser Abteilung schließt sich eine Ausstellung von Photographien und 
Modellen nach neuzeitlichen Bauwerken in Schleswig-Holstein an. Eine 
Reihe von Vorträgen über den S.-H.-Heimatschutz, heimische Kirchen 
bauten, die Gartenstadt, moderne Backsteinbauten, landwirtschaftliche 
Nutzbauten, das moderne Mietshaus, Bebauungspläne, die Aufgaben der 
Baugenossenschaften und über Bauberatungsstellen soll anschließend an 
die Ausstellung Verständnis und Teilnahme wecken, 
Vorträge, die aus Anlaß der Bauausstellung im Museum statt 
finden sollen. 
4, Juni nachm. 6 Uhr: v, Hedemann-Heespen, Deutsch-Nienhof: „Der 
S.-H. Landesverein für Heimatschutz“. 
8. Juni nachm. 6 Uhr: Prof.Dr.Haupt, Preetz: „Kirchenbau in Schleswig- 
Holstein“. 
15. Juni nachm. 6 Uhr; Prof. Stiehl, Charlottenburg: „Moderne’Back- 
ateinbauten“. 
23, Juni nachm, 6, Uhr; Architekt Voß, Fehmarn: „Ländliche Wohn-und 
Nutzbauten“. 
26. Juni nachm. 6 Uhr: Architekt Endell, Berlin: „Das moderne Mietshaus“. 
6. Juli abends 8 Uhr: Prof. v. Berlepsch-Valendäs, München: „Die 
Gartenstadt“. . 
13.' Juli nachm. 6 Uhr: Architekt Jansen, Berlin: „Bebauungspläne“, 
20. Juli nachm. 6 Uhr: Landesversicherungsrat Hansen, Kiel: „Klein- 
woh'nungsbau“. ■ 
37. Juli nachm. 6 Uhr: Landesbaurat a. D. 'und Beigeordneter Rehorst, 
Köln: „Aufgaben der Baubera'tungsstellen“. 
W ährend der vom 1. Juli bis Ende Oktober' d. J. dauernden Städte- 
Ausstellung für Rheinland, Westfalen und benachbarte Gebiete in 
Düsseldorf wird ein KONGRESS FÜR STÄDTEWESEN ver-. 
anstaltet, und zwar vom 23. bis 28. September d. J. mit verschiedenen 
Abteilungen. 
. Für die Teilnahme an den Veranstaltungen einer Abteilung des 
Kongresses sind 12 Mk. zu zahlen, für jede weitere Abteilung 6 Mk. Alle 
Teilnehmer erhalten eine Karte, die sie persönlich berechtigt, an den 
Sitzungen und Besichtigungen teilzunehmen und die Städte-Ausstellung 
während des Kongresses zu besuchen. 
Die Leitung des Kongresses liegt in den Händen des geschäfts 
führenden Ausschusses der Städte-Ausstellung Düsseldorf 1912. Es sollen 
Vorträge von besonders aufzufordernden Personen gehalten werden, außer-; 
dem dürfen die Teilnehmer des Kongresses Vorträge anmelden und sich 
an den Verhandlungen beteiligen. 
Die Veranstaltungen innerhalb des Kongresses vollziehen sich in 
a) Gesamtsitzungen, 
b) Abteilungssitzungen, 
c) Besuchen städtischer Anstalten Und industrieller Anlagen, 
Die in den Sitzungen zulässigen Sprachen sind Deutsch, Englisch und 
Französisch. Die Verhandlungssprache ist Deutsch, in der auch die 
Sitzungsberichte abgefaßt werden. 
Der geschäftsführende Ausschuß wird über die Zulassung der Vor-r 
träge Beschluß fassen. Die Mitglieder, die Vorträge oder Mitteilungen 
vorzulegen wünschen, müssen diese mindestens drei Monate vor der Er 
öffnung des Kongresses mit einer Inhaltsangabe anmelden. Die Dauer 
der Vorträge soll so kurz als möglich sein und im allgemeinen die Zeit 
von 30 Minuten nicht übersteigen; während der Erörterung sollen die 
Redner das Wort nicht länger als fünf Minuten haben und nicht mehr 
als zweimal über denselben Gegenstand sprechen. 
Um eine sorgfältige Abfassung der Niederschriften der Sitzungen 
zu ermöglichen, werden alle Redner ersucht, dem Schriftführer spätestens 
zwei Stunden nach Schluß der Sitzung einen kurzen Auszug ihrer Aus 
führungen zu übermitteln. Dieser Auszug kann in einer der drei zulässigen 
Sprachen abgefaßt werden. Wird der Auszug in der angegebenen Zeit 
nicht eingereicht, so setzt die Leitung den Wortlaut endgültig und selb 
ständig fest. Auch ist der Leitung gestattet, die Auszüge, wenn nötig 
und angängig, sinnentsprechend zu kürzen. Der geschäftsführende Aus 
schuß behält sich das Recht vor, die Vorträge und Niederschriften drucken 
zu lassen. Im Palle einer Veröffentlichung erhält jeder Vortragende auf 
seinen Wunsch kostenlos zehn Sonderabdrücke. 
Durch die Meldungen werden diese Satzungen anerkannt. Die in 
diesen Satzungen nicht vorgesehenen Fragen werden von dem geschäfts 
führenden Ausschuß entschieden. 
Die auf den Kongreß sich beziehenden Mitteilungen sind an die 
Geschäftsstelle der Städte-Ausstellung Düsseldorf 1912, Kunstpalast, Cecilien- 
allee zu richten. 
lyf-ar VERSTEIGERUNG eines mehr als 81100 qm umfassenden 
Teiles des zwischen Swinemünd; und Heringsdorf-Ahlbeck 
belegencu FISKALISCHEN DÜNENWALDES war auf den 
14. Mai d. J. von der Königl. Regierung zu Stettin ein Termin angesetzt. 
Das Verkaufsgelände grenzt im Norden mit rund 448 m an den 
Ostseestrand, im Osten mit rund 70 m an die Admiralstraße von Bad 
Swinemünde und mit 161 m an die Hinterfront der Hardenbergstraße, 
im Süden und Westen an meilenweiten Hochwald. Bestanden ist es 
mit 20—130jährigen Kiefern, Erlen und Aspen, die mit an den 
Käufer übergehen. Bebauungsplan ist vorhanden, Eingemeindung nach 
Swinemünde bereits vereinbart. Das Mindestgebot war auf 4x5000 Mk. 
festgesetzt. Demnach beträgt der Mindestpreis 5 Mk. für z qm. Der 
Staat scheint jetzt allerorten mit dem Verkauf von Waldungen Ge 
schäfte zu machen. 
Verantwortlich für die Schriftleitung: Theodor Goecke, Berlin. — .Verlag von Ernst Wasmuth A.-G., Berlin W., Markgrafenstraße 35. 
Inseratenannahme C. Behling, Berlin W. 66. — Gedruckt bei Herrosi & Ziemsen, G. m. b. H., Wittenberg. — Klischees von Carl Schütte, Berlin W.
	        
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