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Volume H. 1

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 8.1911 (Public Domain)

DER STÄDTEBAU 
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kann« wenn die Bauerlaubnis versagt wird. Sie weist die Vorteile, die 
dem Anlieger bei Kenntnis dieser Rechtsverhältnisse gegenüber der Ge 
meinde erwachsen, nach, indem sie u, a. darlegt, von welch erheblichem 
Einfluß die angeführten Reichsgerichts-Entscheidungen — deren Bedeutung 
und Tragweite seither in den Kreisen der Beteiligten noch unbekannt 
geblieben — auf die Preisbildung und Schätzung der Grundstücke in mit 
der Fluchtlinie belasteten Verkehrsstraßen überhaupt, und die bei Ab 
tretungen zu zahlenden Entschädigungen im besonderen, für die Grund 
eigentümer« abweichend von den seither geltenden Anschauungen, für die 
Folge haben werden. 
Für die Besitzer mit der Fluchtlinie belasteter Gebäude wird die 
Schrift, sowie die Verhältnisse heute liegen, in der Tat ein willkommener 
Helfer in der Not sein. 
Zu beziehen gegen a,io Mk, frei vom Verfasser. 
D as soeben erschienene Heft No. 16 der MITTEILUNGEN DER 
ZENTRALSTELLE FÜR WOHNUNGSREFORM in 
Österreich enthält als Einleitung einen längeren Aufsatz Uber die Mietverlust- 
Versicherung aus der Feder der bekannten sozialpolitischen Schriftstellerin 
Dr. Cronbach, der die Rückwirkung dieser vor allem in Norwegen ver 
breiteten Einrichtung auf. die Wohnungsverhältnisse darstellt. Neben 
einer Besprechung der Wohnungsreform in England enthält dos Heft 
ferner u. a. eine beachtenswerte Untersuchung Über die Verdrängung der 
Kleinwohnungen Wiens durch die zahlreichen Abbruche von Häusern der 
inneren Stadt und die bevorstehende Niederlegung des Freihausea, endlich 
die Stellung des Bürgermeisters von Wien zur Wohnungsfrage, Ein 
Bericht über die Wohnungsnot in Österreich bringt außerdem Einzel 
heiten aus allen Teilen des Reiches. 
E infache christliche grabmäler für nieder 
deutschland. Unter Mitwirkung von Bremer Architekten 
herausgegeben von Professor B. Högg, Direktor des Gewerbemuseums ln 
Bremen, und Pastor Fr. Holtz in Altengamme. Berlin SW 11, Deutsche 
Landbuchhandlung G. m. b. H. • 
E INKOMMEN UND MIETE. Von R. Kuczynski, Direktor des 
Statistischen Amts der Stadt Schöneberg (Berlin). Sonderabdruck 
aus den Vierteljahrsberichten des Statistischen Amts, Dritter Jahrgang 
1910, Zweites Heft. 
MITTEILUNGEN. 
Z ur Erlangung von Plänen für STÄDTISCHE MIET-KLEIN- 
WOHNÜNGEN IN GESCHLOSSENER BAUWEISE, 
aus denen auch etwaige neue Gesichtspunkte für die Baugesetzgebung 
gewonnen werden können, ist vom Sächsischen Landesverein zur Pflege 
heimatlicher Natur, Kunst und Bauweise ein öffentlicher Wettbewerb unter 
den in Sachsen lebenden oder dort geborenen Architekten ausgeschrieben. 
x. Gegenstand der Ausschreibung ist die planmäßige architektonische 
Gestaltung eines Baublocks von der auf nebengedrucktem Lageplane A 
dargestellten typischen Größe und Linienführung unter Zergliederung in 
BaugrundstÜcke für geschlossene Bauweise. Gefordert werden 
1. ln einfacher Federzeichnung nebst Brläutemngsbericht: 
a) Lageplan 1:509 mit eingezeichneten Grenzen einer anderweiten 
zweckmäßigeren Zergliederung; 
b) die zur Beurteilung des RentabUitätsnachweises erforderlichen 
Grundrisse einzelner Haustypen 1: 100 mit eingeschriebenen Maßen 
und Stockwerkshöhen; 
c) die Ansichten sämtlicher vier Blockseiten und mindestens einer Hof 
seite z: soo, sowie einzelner besonders typischer Einzelhäuser 1; 100; 
II, ein Rentabilitätsnachweis durch Berechnung des Mietseinheitspreises 
für x qm Wohnfläche bei einer sechsprozenligen Verzinsung des 
Anlagekapitals: 
a) Uber den ganzen Block gerechnet unter Zugrundelegung von 
384000 Mk. für Bodenwert und Anliegerleistungen, 
7, — Mk, für 1 qm Hofflächenbefestigung und Beschleusung, 
1,50 „ für 1 qm Gartenherstellung einschl. Wege, 
15»— »< für 1 cbm umbauten Raum, gerechnet von Keller- 
sohle bis einschl. Decke des obersten Wohnungs- 
geschoases; 
b) für jedes Eckhaus und für je ein typisches Haus der Straßen A, 
B, C und D unter Zugrundelegung folgender Einheitspreise: 
8, — Mk, Bodenpreis für 1 qm baureifes Bodenland an den 
Straßen A Und B, sowie an der Ecke AB, 
Bodenpreis für 1' qm dgl. an den Straßen C und D, 
sowie an den Übrigen Ecken, 
auf x qm Straßenland entfallende Anliegerkosten für 
die Straßen- und Fußwegherstellungen bei Straßen 
A und B (bis Straßenmitte gerechnet), sowie für 
Straßenreinigungsabfindung, 
dgl. für die Straßen C und D ohne Berücksichtigung 
des Platzes, 
auf 1 Frontmeter entfallende Schleusenbaukosten und 
Batxabgaben ($ 78 des A. B.-G.), 
für x qm Hofflächenbefestigung und Beschleusung, 
für 1 qm Gartenherstellung einschl. Wege, 
für z cbm Umbauten Raum, wie unter a. 
Für die Läden (siehe Punkt 10) ist der doppelte Mietseinheitspreis 
einzusetzen. 
a. Es sollen geschaffen werden,: 
a) Wohnungen für Arbeiter und Unterbeamte mit je 40 bis 45 qm 
Nutzfläche, 
b) Wohnungen für mittlere Beamte mit je 68 qm Nutzfläche, 
Daneben soll auch auf kleinere, nur aus Wohnküche und Kammer 
von zusammen je 30 qm Nutzfläche bestehende, nicht für Familien be 
stimmte Wohnungen und vereinzelt, soweit namentlich bei Eckhäusern 
30,• 
7»5° 
13»— 
31.— 
7»— 
1,50 
J5.—
	        
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