Path:
Volume H. 7

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 5.1908 (Public Domain)

5. Jahrgang 
1908 
7. Heft 
85 
A . _ 
[DER STÄDTEBAU.3 
ManarpcnRiFT 
FÜR- DiE- KÜNSTLERISCHE AU^QESTAb 
TUNQ-DER STÄDTE - HACH- IHREN-WiRT 
SCHAFTÜCHEN- GESUNDHEITLICHEN- UND 
sozialen- Grundsätzen; GEGRÜNDETEN 
■THEOPORmrrKF^MiLLO.WI 
bs^VFRIAQ^ERNyi Wfl^MUTH. BERLIN. 1^' 
INHALTSVERZEICHNIS: Neuere Bebauungspläne. Von Th. Fischer, Stuttgart. — Der italienische und der deutsche Friedhof. Von Oddone 
Kruepper, Gartenarchitekt, Düsseldorf. (Schluß). — Boden im Gemeindebesitz, Von Zivilingenieur Otto Geißler, Groß-Lichterfelde. — Heimatschutz. - 
Eine Bauanlage am Berggehänge. Von Otto Lasnc, München. — Neue Bücher und Schriften. — Kleine Mitteilungen. — Chronik. 
Nachdruck der Aufsätze ohne ausdrückliche Zustimmung der Schriftleitung verboten. 
NEUERE BEBAUUNGSPLÄNE. 
Von TH. FISCHER, Stuttgart. 
Allgemeines: 
Anschluß an die örtlichen Voraussetzungen des Ge 
ländes und der Überlieferung verhütet Schematismus, sowohl 
den der Regelmäßigkeit als den der willkürlichen Unregel 
mäßigkeit, der noch viel schlimmer ist als jener. 
Bebauungsplan für den nordwestlichen Stadtteil 
von Aalen. Tafel 49. 
An Stelle früher festgesetzter Baulinien, die noch 
ganz nach dem Reißbrettschema schnurgerade gleichbreite 
Straßen und rechtwinklige gleichgroße Baublöcke zeigten, 
galt es einen neuen Bebauungsplan aufzustellen, der 
Gelände, Eigentumsgrenzen, bestehende Wege und be 
sondere örtliche Bedürfnisse soweit irgend möglich berück 
sichtigen sollte. Die Straßenzüge schließen sich deshalb 
an die alten Feldwege und Fußsteige an; die Abstufung 
der Straßenbreite und noch mehr besonders der Fahr 
bahnbreite erfolgte mit Rücksicht auf den Charakter der 
Straße, ob Wohn- oder Verkehrstraße. Bei der für den 
Aalener Typus des einzelnen Hauses auch hier besonders 
geeigneten offenen Bauweise, konnten auf lange Strecken 
Vorgartenstraßen angelegt werden. 
Bebauungsplan für ein vornehmes Wohnviertel 
in Ludwigsburg. Tafel 50, 
Das Gebiet eignet sich in seiner ganzen Ausdehnung 
zum bevorzugten Wohnviertel. Es lag daher nahe, das 
schon östlich der Stuttgarter Straße angewandte Motiv der 
breiten Alleestraße auch westlich derselben ausgiebig zur 
Verwendung zu bringen, wodurch die Güte des schon 
durch seine schöne Lage ausgezeichneten Bauviertels 
noch erheblich gesteigert wird. Die Hauptverkehrslinien 
waren durch die Stuttgarter Straße und zwei Landwege 
gegeben und eine neue entstand durch den Wunsch, den 
Verkehr auch schon vom Eintritt der Stuttgarter Straße in 
die Ludwigsburger Markung nach dem Bahnhof und der 
inneren Stadt zu leiten durch eine nach der Seestraße 
führende Straße. 
Stadterweiterungsplan für Bad Kissingen. 
Doppeltafel 51/52. 
Das Stadterweiterungsgebiet gliedert sich in 3 ziemlich 
selbständige Teile: 
1. den westlich jenseits der Saale, 
2. den nordöstlichen nördlich der Münnerstädter Straße 
und 
3. den südöstlichen südlich dieser Straße. 
Von diesen 3 Stadtteilen wurde vorausgesetzt, daß der 
1. und 3. der besseren Bebauung in offener Landhaus 
bauweise zugeführt und im wesentlichen den Zwecken des 
Kurorts zu dienen haben werde, während der zweite der 
städtischen ständigen Bevölkerung zugewiesen werde und 
deshalb, soweit nicht Vorgärten angenommen sind in ge 
schlossener ziemlich weitgehender Weise bebaut würde. 
Im einzelnen wäre zu den betreffenden Gebietsplänen 
zu sagen: 
1. Der westliche Stadtteil war mit einer verhältnismäßig 
bequemen Zufahrtstraße aufzuschließen, welche in günstiger 
Weise von der Rosenstraße aus gewonnen werden kann; 
sie folgt zunächst dem alten Wege zur Schießstätte, bis
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.