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Volume H. 2

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 4.1907 (Public Domain)

4. Jahrgang 
1907 
2. Heft 
15 
FÜR- DlE- KÜNSTLERISCHE AU5QE5TAI; 
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5CHAFTÜCHEN- GESUNDHEITLICHEN- UND 
S 0 ZlALEN-GRUNDSÄTZEN! QEQRÜNDET-VON 
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INHALTSVERZEICHNIS: Städtebauliches aus Elberfeld, Von Stadtbaurat Schoenfclder, Elberfeld. — Die Kirche im Stadtbilde. Von Theodor 
Goecke, Berlin (Schluß). — Die Bodenreform und die Städte. Von Zivil-Ingenieur Otto Geißler, Qroß-Lichterfelde. — Bebauungsplan für ein neues 
Wohnviertel in Wismar. Von J. Stübben, Berlin-Grunewald. — Eine stadtgeschichtliche Ausstellung. Von Dipl,-Ing. Kurt Ehrenberg, Karlsruhe. — 
Kleine Mitteilungen. — Bücherschau. — Chronik. — Briefkasten. 
Nachdruck der Aufsätze ohne ausdrückliche Zustimmung der Schriftleitung verboten. 
STÄDTEBAULICHES AUS ELBERFELD. 
Von Stadtbaurat SCHOENFELDER, Elberfeld. 
An dem Schnittpunkte der Poststraße, des Heubruches 
und der Straße am Neumarkte verlangten die Verkehrs 
verhältnisse fast seit einem Jahrzehnt eine durchgreifende 
Änderung der Straßenfluchtlinien. (Siehe Lageglan Text 
bild i.) Die alte Linie des Heubruches stammte aus einer 
Zeit, wo der Hofkamp noch nicht bis zum Neumarkt in 
gerader Richtung durchgeführt war. Damals bildete der 
Heubruch die unmittelbare Verbindung vom Hofkampe zum 
Neumarkte. Die Poststraße hatte die Bedeutung einer 
Neben- und Verbindungsstraße vom Turmhofe zum Hof 
kampe. Sie führte nicht eigentlich zum Neumarkte hin, son 
der bei ihm vorbei. 
Aus diesen Verhältnissen erklärte sich die Linienführung 
sowohl des Heubruches wie der Poststraße bis zum Jahre 
1900. Als anläßlich der Errichtung des neuen Rathauses 
der Haupt-Ostweststraßenzuges durchgelegt wurde, durch 
das Herz der Stadt hindurch und damit gleichzeitig der 
Neumarkt selbst eine neue größere Bedeutung erhielt, wurde 
der Heubruch zu einer Straße zweiten Ranges herabgedrückt. 
Der Verkehr wurde mit dem Durchbruche des Hofkampes 
zum Neumarkte vom Heubruch ab- und in den neuen Hof 
kamp selbst gelenkt. Eine ganz neue Bedeutung aber er 
hielt nunmehr die Poststraße. Sie wurde in der Richtung 
vom Hauptbahnhofe Döppersberg zum Neumarkt und über 
diesen hinaus zur Nordstadt ein Hauptverbindungsglied. 
Für einen unmittelbaren Zugang zum Neumarkte war ihre 
vorherige Einmündung in den Heubruch sehr hinderlich. 
Freilich drohte bei einer Durchlegung der Poststraße zum 
Neumarkte hin die Geschlossenheit des kleinen lauschigen 
Winkels, der Kerstenplatz genannt, verloren zu gehen. 
An der Ecke Heubruch und Neumarkt stand eine teuer 
zu erwerbende Gastwirtschaft. Was war natürlicher, als daß 
man zuerst auf eine Verbreiterung des Heubruches sann,
	        
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