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Volume H. 4

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 2.1905 (Public Domain)

DER STÄDTEBAU 
BEBAUUNGSPLAN FÜR DEN SÜDLICHEN 
TEIL DER STADT FLENSBURG. 
Von Dr. Ing. J. STÜBBEN, Berlin-Grunewald. 
Im Dezemberheft des vorigen Jahrgangs hat Herr Ge 
heimrat Prof. Dr. Ing. Henrici einen von ihm für die Grund 
besitzerfirma R. gefertigten Entwurf veröffentlicht, der keine 
Veranlassung zu diesen Zeilen geben würde, hätte der Ver 
fasser es unterlassen, von den „Zumutungen“ zu sprechen, 
die in dem im Aufträge der Stadt Flensburg von mir ent 
worfenen Bebauungsplan enthalten sein sollen. Dieses Wort 
kann beim Leser einen Eindruck hervorrufen, gegen den 
es mir als Pflicht erscheint, die Flensburger Stadtverwaltung 
und mich zu verwahren. 
Durch die Stadt Flensburg zieht sich von Norden nach 
Süden eine Mulde, welche die Verlängerung der Föhrde 
bildet und bisher in einem von hohen schattigen Hängen 
und freundlichen Spazierwegen umgebenen See, dem so 
genannten Großen Mühlteich, ihren Abschluß fand. Es war 
ein natürlicher Wunsch des Magistrats Und der Bevölkerung, 
bei der vorrückenden Bebauung die schöne Wasserfläche, 
das „Auge der Landschaft“ nach Möglichkeit zu erhalten, 
während es umgekehrt bekannt war, daß die Eigentümerin 
des Sees die Zuschüttung und völlige Bebauung des ganzen 
dadurch zu gewinnenden Talgrundes anstrebte. So ent 
stand mein auf der Dresdner Ausstellung von der Stadt 
vorgeführter Entwurf, nach dem von 1622 ar Wasserfläche 
der tiefere Teil als 448 ar großer Zierteich erhalten und an 
den oberen seichteren Rändern mit landschaftlichen An 
lagen umgeben werden soll. Diese Wasser- und Park 
anlage ist so gedacht, daß sie von der Altstadt einen ein 
ladenden Zugang hat und daß ringsum der Eigentümerin 
es
	        
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