Path:
Volume H. 3

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 2.1905 (Public Domain)

DER STÄDTEBAU 
47 
SCa n 6«1WW' 
*-m 
Äi$A«uuajj£&Mv <U? %mX\va' Cto 
dtx tfe 
ßeluiuancfsjälon. 
Q33AÄ..U 
{h: tmuvst c4w ^wfiCH : 
7/r'1'1 •/v'vrÄ//«^ 
Zum Ankauf empfohlen: Allgemeine Städtereinigungsgesellschaft zu Wiesbaden. 
und Symmetriemittelpunkten, unbekümmert um jede Besitz 
grenze und willkürlich gegen die Verkehrsansprüche. So 
waren Entwürfe mit einer Schar zu den Bahnkrümmungen 
gleichlaufender Straßenzüge zu sehen, durchkreuzt von 
einem Büschel von Radialstraßen — und das Spinngewebe 
war fertig! 
Selbst in die engere Wahl gekommene Entwürfe waren 
von derartigen Fehlern nicht frei, darunter z. B. einer mit 
durchweg quer zur natürlichen Richtung verlaufenden 
Längsstraßen, ein anderer mit einer zwar groß gedachten 
Platzaxe, die jedoch mittendurch schief von einem Bahn 
damme durchschnitten wurde, ein dritter, sonst nicht übler 
mit einem 400 m langen ovalen Kirchplatze, der sich der 
Krümmung der Treuenbrietzener Bahn anschmiegend, wie 
eine Rennbahn gestaltet und im Abstande einer Blockbreite 
von einem gleichförmigen Straßenringe umschlossen war. 
Dagegen sind bessere vom Preisgerichte übergangen wor 
den, z. B. der Entwurf „Residenzstadt“ mit zwei guten 
Plätzen, leider nur mit Straßenzügen, die ohne Rücksicht 
auf die sie schief durchschneidenden Eisenbahnen in ge 
rader Linie durchgezogen waren, oder der Entwurf „Groß 
stadtflucht“ mit gutem Kirchplatze, klaren Straßenzügen 
und durchdachten Ecklösungen. Ferner der bereits er 
wähnte Entwurf „Havel“, der Entwurf „Cosi“ und weitere 
fünf, die zu den besten des ganzen Wettbewerbes gehörten: 
„Städtebau“, „Neues Palais-Villa Ingenheim“, „Branden 
burg“, „Flurgrenzen-Bauplatzgrenzen“ und „Keine Grund 
stücksumlegung“. 
Nach gemeinsamer Besichtigung der Entwürfe durch 
den Herausgeber der Zeitschrift und einen im Städtebau 
wohlerfahrenen Geometer kamen wir zu dem Ergebnisse, 
daß der mit dem II. Preise gekrönte Entwurf unbedingt an 
die erste Stelle gehört hätte. Im übrigen vermochten wir 
uns nicht des Eindruckes zu erwehren, als ob die in die 
engere Wahl gelangten Entwürfe dies zum Teil der einen 
oder anderen guten Idee zu Liebe, die vielleicht für die 
weitere Bearbeitung des Bebauungsplanes als brauchbar 
erschien, zum Teil aber auch der wohlwollenden Absicht 
zu verdanken gehabt hätten, jeder der im Wettbewerbe 
vertreten gewesenen Städtebaurichtungen gerecht zu wer 
den. So haben je eine Geometer-, eine Architekten- und 
eine Ingenieurarbeit Preise erhalten, sind je eine Architek 
ten- und eine Ingenieurarbeit zum Ankäufe empfohlen wor 
den, Arbeiten von überaus verschiedenem Werte. Eine 
Beurteilung der einzelnen Entwürfe hat das Preisgericht 
nicht bekannt gegeben. 
Indem wir uns nun den einzelnen, auf den Tafeln 25 
bis 34 bezw. dem im Texte mitgeteilten Entwürfen zuwenden, 
bedarf es nur noch weniger Worte; vorab sei aber dem 
Magistrate der Stadt Potsdam unser Dank für die freund-
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.