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Volume H. 10

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 2.1905 (Public Domain)

DER STÄDTEBAU 
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flügel und Berliner Zimmer zu schaffen vermögen, 
haben zu vielfachen Versuchen und auch einigen 
geglückten Lösungen geführt, die im folgenden 
besprochen werden sollen. 
I. Anlage einer Privatstraße am Schöneberger 
Ufer von R. Goldschmidt, Berlin. 
Am Schöneberger Ufer, in der Nähe der Potsdamer 
Brücke, befindet sich zwischen den Häusern No, 36 und 37 
eine Privatstraße, die schon vor einer Reihe von Jahren 
zur Aufschließung des tiefen Hinterlandes angelegt worden 
ist. An dieser Straße sind von dem Verfasser zwei Häuser, 
No. 36 a und 36 al, im Zusammenhänge mit dem am Schöne 
berger Ufer selbst liegenden Hause No. 35, errichtet wor 
den; die übrigen Häuser haben bereits bestanden. Die 
Straßenanlage gibt ein Beispiel, wie man Hinterland nutz 
bringend aufschließen und selbst dicht an einem der be 
lebtesten Punkte Berlins ruhige, dem Verkehr entrückte 
Wohnstätten mit Luft und Licht, von Gärten umgeben» 
schaffen kann. Auf Tafel 73 ist die Grundrißanordnung 
der drei Häuser zu ersehen. 
Sie enthalten in den Hauptgeschossen Wohnungen vön 
8—10 Zimmern mit Zubehör. Die Geschosse des Hauses 
No, 36a! enthielten ursprünglich je 2 Wohnungen, eine von 
7 Zimmern und eine JunggeselleHwohnung von 3 Zimmern 
mit den nötigen Nebenräumen. Da sich aber Mieter für 
die Geschosse im Ganzen fanden, ist die Teilung aufgegeben 
worden; die dritte jetzt überflüssige runde Hintertreppe er 
innert noch daran. Im Erdgeschoß der Häuser liegen außer 
einigen Geschäftsräumen durchgängig Wohnungen von 
1—2 Stuben nebst Küche. Obwohl die alten Baulichkeiten 
der Privatstraße nicht gerade zur Zierde gereichen, sind 
die Wohnungen in den Neubauten doch recht beliebt ge 
worden, so daß sie stets Mieter zu guten Preisen gefunden 
haben. Die Privatstraße hat eine Breite von 7,5 m. Bei 
einem beiderseitigen Fußsteige von je 1,6 m bleibt eine 
Fahrbahn von 4,3 m übrig, die sich als ausreichend für 
das Umkehren der meisten Fuhrwerke erwiesen hat. Für 
besonders lange Wagen, wie Möbelwagen usw,, ist vor der 
Abb. a.
	        
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