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Volume H. 7

Full text: Städtebau (Public Domain) Issue 2.1905 (Public Domain)

DER STÄDTEBAU 
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von Seitz; Kgl. Professor Dr. Gabriel von Seidl; Kgl. Professor Martin 
Dülfer; Kunsthändler Hermann Heinemann und I. Bürgermeister 
Dr. Wilhelm von Borscht. 
Ihnen steht das Recht zu, die Preise auch gleichheitlich festzusetzen 
oder die Gesamtsumme in mehr als drei Preise einzuteilen. 
Entwürfe, die schon einmal preisgekrönt wurden, sind von dem Wett 
bewerb ausgeschlossen. 
Die Ausbezahlung der Preise erfolgt sofort, eine endgiltige Vergebung 
des Auftrages erst nach dem Ableben des Stifters. 
Die Zuerkennung eines Preises gibt kein Recht auf die Ausführung, 
es entscheidet vielmehr das Preisgericht endgültig über die Vergebung 
der Arbeit. 
Die preisgekrönten Entwürfe gehen in das Eigentum der Stadtgemeinde 
München über, die in beliebiger Weise frei darüber verfügen kann. 
Die anderen Entwürfe werden den Einsendern zurückgegeben. 
TAIE ERLÄUTERUNG zu Tafel 54 folgt in Heft 8. Auf Tafel 56 
* wird ein modernes Straßenbild beigegeben. 
CHRONIK. 
TA IE „MARTINSPFORTE“ IN WORMS. Die Stadtgemeinde 
" Worms hat einen höchst beachtenswerten Neubau errichtet: die 
„Martinspforte“, durch die ein altes Wahrzeichen der Stadt wieder her 
gestellt ist. Nach den Zeichnungen des Peter Hammann war die alte 
Martinspforte ein reich ausgebauter Torturm, über dessen gotischem Tor 
bogen sich ein offener hölzerner Erker und über diesem zwei weitere Ge 
schosse erhoben, die wohl dem Torwächter zur Wohnung dienten. Bei 
der neuen Martinspforte, die vom Stadtbauamt entworfen und ausgeführt 
wurde, sind dieselben Motive wieder verwandt, die nur wegen des gänzlich 
Hofphotogr. Herbst. 
Die wiedererstandene „Martinspforte“ in Worms. 
anderen Zweckes des Baues im Erdgeschoß liegen Geschäfts-, in den 
Obergeschossen Wohnräume — etwas verändert werden mußten. 
Als vortreffliche Ecklösung bietet die wiedererstandene Martinspforte 
ein schönes Straßenbild auch im modernen Sinne. 
'TjMN MITTELALTERLICHES BAUDENKMAL. Das von 
der Stadt Nürnberg erworbene und wiederhergestellte Grolandhaus 
in Nürnberg als schöne Lösung einer spitzwinkligen Straßenecke. 
D ie STADTGEMEINDE KREMS hat nach Abschluß der vor 
ausgegangenen Verhandlungen beschlossen, die Katastralgemeinde 
Weinzierl in das Gemeindegebiet von Krems als fünfte Vorstadt — unter 
Belassung des Namens Weinzierl —•• einzubeziehen. Weinzierl, das örtlich 
bereits mit Krems zusammengebaut ist und eine Verlängerung der Hohen 
steinstrasse bildet, hat 73 größere Häuser, 624 Einwohner und einen 
Flächeninhalt von 6,39 Quadratkilometern. Für Weinzierl bedeutet die 
Vereinigung einen wesentüchen Vorteil, da es nunmehr statt 75 Prozent 
bloß 25 Prozent an Umlagen aufzubringen haben wird und Anschluß an 
das Kanalnetz und die Tiefquellenleitung von Krems, sowie eine ent 
sprechende Gasbeleuchtung erhält. Für Krems ist die Vereinigung insofern 
von Vorteil, als es sich infolge der bestehenden Verhältnisse nur gegen 
Weinzierl zu baulich ausgestalten kann.
	        
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