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Full text: FRANKFURTbaut (Rights reserved) Issue 13.2020 (Rights reserved)

Ausgabe 13 Sommer 2020 Frankfurtbaut Aktuelle Planungs- und Bauvorhaben AY GATEW S N GARDE schichte e g s g l o f Eine Er lughafen am F rt Frankfu LEBEN FECHENHEIM LEBEN Rekordinvestitionen in neue Schulen Aus Luftschutzbunker wird Wohnhaus Städtische Kampagne #FrankfurtFairmieten 2 Frankfurtbaut EDITORIAL Wenn die Dinge manchmal schneller ihren Lauf nehmen… nicht nur mit einem überzeugenden Hochhausentwurf mit Museum zu tun, sondern mit einem städtebaulichen und kulturellen Gewinn für ganz Frankfurt. Planungsdezernat Außerdem konnte ich vor kurzem die Baugenehmigung für gleich vier Hochhäuser überreichen: Wir sind unbestritten die Stadt der Hochhäuser, aber eine Baugenehmigung für ein Hochhaus wird auch bei uns nicht jeden Tag erteilt. Und vier Baugenehmigungen für vier Hochhäuser? Ich denke, das gab es noch nie. Das ist wirklich ein außergewöhnlicher Anlass – so wie das Projekt selbst. Manchmal nehmen die Dinge schneller ihren Lauf als erwartet. Im alltäglichen Leben kommt das deutlich häufiger vor als in der Stadtplanung. Allerdings hatten wir in den vergangenen Wochen – trotz Corona mit seinen Nebenerscheinungen – mehrere Entwicklungen, die es aufgrund längerer Vorlaufzeiten nicht in die vorliegende Ausgabe geschafft haben. Daher möchte ich an dieser Stelle darauf eingehen, da wir bei zwei Projekten, die vieles gemeinsam haben, einen deutlichen Schritt weitergekommen sind. Wir konnten mit der Helaba eine Vereinbarung treffen, dass sie in ihrem in Planung befindlichen Hochhausprojekt an der Neuen Mainzer Straße eine Dependance des Weltkulturen Museums unterbringen wird. 15 Jahre lang mietfrei für die Stadt. Das ist ein großer Wurf, denn das Museum sucht schon seit langem Flächen, um seine Sammlung in einem größeren Umfang als bisher ausstellen zu können. Die Dependance soll im historischen Altbau im vierten Obergeschoss in einer Größenordnung von rund 900 Quadratmetern entstehen. Für das Vorhaben konnten wir auch schon eine Bauvoranfrage positiv bescheiden. Damit schaffen wir es ein weiteres Mal, das Bankenviertel weg von der früheren monostrukturellen Büronutzung, hin zu einer stärkeren Nutzungsmischung zu entwickeln. Das Quartier wird vielseitiger, belebter und lebendiger. Zugleich wird es eine Verbindung zwischen den Wallanlagen und dem öffentlichen Zugang der Sockelbereiche geben. Es entsteht ein weiterer Baustein für eine Kulturmeile entlang der historischen Wallanlagen: Ausgehend vom Jüdischen Museum, über die Städtischen Bühnen, English Theatre und TowerMMK bis hin zur Alten Oper erstreckt sich schon heute ein Kulturangebot, das kontinuierlich weiterentwickelt werden soll. Wir haben es also Denn auch mit dem Projekt „Four“ werden sich das Bankenviertel und die Frankfurter Innenstadt städtebaulich verändern: Hier entstehen Wohnungen für jede Einkommensschicht – das heißt auch Sozialwohnungen und darüber hinaus Wohnungen für Menschen mit mittleren Einkommen –, Einzelhandel, Büros, Gastronomie in einem Food-Court, aber auch andere öffentliche publikumsintensive Nutzungen wie ein frei zugänglicher Dachgarten. Hier kann man in Zukunft einfach mal hingehen, um Zeit zu verbringen, auch ohne zu konsumieren. Zuvor war das Areal jahrzehntelang für die breite Öffentlichkeit überhaupt nicht zugänglich. Das ändert sich jetzt. Hier entsteht eine bessere Durchmischung: funktional und sozial mit Angeboten für jedermann. Four ist übrigens auch für mich persönlich ein besonderes Projekt: Es war das erste Hochhausvorhaben, bei dem ich als Planungsdezernent in der Jury saß – und nun konnte ich bereits die Baugenehmigung übereichen. Das ist, wenn man die langwierigen Abläufe in der Stadtplanung kennt, schon etwas ganz Besonderes. Beide Projekte haben außerdem gemeinsam, dass sie unser Alleinstellungsmerkmal – unsere Skyline – weiterentwickeln und zum Positiven verändern werden. Darauf freue ich mich schon. Auch wenn in den vergangenen Wochen und Monaten vieles in diesem Land zum Beinahe-Stillstand kam – das Planungsdezernat ist auch in Zeiten von Corona handlungsfähig und bringt zahlreiche Bauvorhaben voran, ohne dass es zu Verzug kommen würde. Und weil die Zeit immer schnelllebiger wird, haben wir uns dazu entschieden, auch über einen neuen Facebook-Kanal über die Arbeit unseres Dezernats zu informieren: Schauen Sie doch mal rein, unter www.facebook.com/ffmplanenundleben – damit Sie immer auf dem Laufenden bleiben, auch wenn die Dinge dann doch mal schneller ihren Lauf nehmen als geplant… Mike Josef Dezernent für Planen und Wohnen der Stadt Frankfurt am Main 3 Ausgabe Sommer 2020 // EDITORIAL // LEBEN IN FRANKFURT Handlungsfähig trotz Corona 2 // STADTTEILE NORDEND Kamelienhaus in neuem Gewand 4 HÖCHST 280 Wohnungen und Kita in Bahnhofsnähe 5 FECHENHEIM Denkmal des Jahres 2019 Das beste Konzept gewinnt 12 Infoveranstaltung zur Nachverdichtung 12 Frankfurt investiert in neue Schulen 13 Ausgrabungen am Ettinghausen-Platz in Höchst 15 Städtische Miet-Kampagne Frankfurt Fairmieten 16 Baulandbeschluss soll Bodenpreise dämpfen 18 Veranstaltungsreihe #frankfurtmachen 19 Beschlüsse der Wohnungseigentümergemeinschaft 20 Weltkulturen Museum bekommt Dependance 20 Quartiersentwicklung der GWH 21 5 // STADTVERWALTUNG // TITELTHEMA In Gateway Gardens wird gebaut Titelseite: Fraport AG, Constantin Meyer für v-architekten, Denkmalamt, MoellerFeuerstein und eingeweiht Mietspiegelfortschreibung 2020 22 Frankfurt von oben gescannt 22 6 // UMWELT UND ENERGIE WESTEND Jüdische Akademie im Süden des Kulturcampus 10 Letzter Baum am Frankfurter Bogen ist gepflanzt SOSSENHEIM Umbau Knotenpunkt in einen Kreisverkehr 11 IMPRESSUM AUSGABE 13 (SOMMER 2020) Herausgeber Redaktionelle Leitung Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main Mark Gellert, Carla Jacobson-Gah Dezernat Planen und Wohnen, Mike Josef Telefon: 069/212-30858 Kurt-Schumacher-Straße 10, 60311 Frankfurt am Main oeffentlichkeitsarbeit.amt61@stadt-frankfurt.de Verlag, Redaktion, Anzeigen Druck MoellerFeuerstein GmbH Westdeutsche Verlags- und Druckerei GmbH Niedenau 36, 60325 Frankfurt am Main Kurhessenstraße 4 – 6, 64546 Mörfelden-Walldorf Telefon: 069/299 209-16, zeitung@frankfurt-baut.de Frankfurtbaut ist kostenlos und erscheint zweimal im Jahr www.frankfurt-baut.de Auflage: 218 000 23 4 Frankfurtbaut NORDEND Orangerie im Bethmannpark saniert Treibhäuser mit Kuppel verschwanden restlos bis 1925 und wurden durch das heute noch bestehende kleinere Treibhaus geltende Bauteil wird als Kamelienhaus bezeichnet.“ Es ist nicht im Stil der Zeit modern erbaut worden, sondern Die südliche Fassade vor der Sanierung... vorgelegt. Im Abschnitt „Parkgestaltung des 20. Jahrhunderts“ vermerkt er: „Beim Vergleichen der Katasterpläne fällt auf, dass sich nach dem Ersten Weltkrieg der Bestand der Gebäude im Bethmannpark veränderte. Die des Architekten Thiergärtner ersetzt. Der Baubescheid war am 9. September 1925 erteilt worden und ein guterhaltener Grundrissplan verrät, wie die einzelnen neuen Räume genutzt werden sollten. Das heute als Orangerie erinnert an Gründerzeitarchitektur. Der Zweite Weltkrieg hinterließ die meisten Gebäude im Park ruinös und auch das Kamelienhaus wurde stark beschädigt. Die südliche Giebelwand muss ganz zerstört worden sein, jedenfalls legten das die Reste der angetroffenen Umfassungsmauern, die als eine Art Einfriedung dienten, nahe. Das Gebäude war also ein Stück kürzer wiederaufgebaut worden. Diesem Umstand wurde bei der Sanierung Rechnung getragen und die Südwand auf dem ursprünglichen Grundriss, dem noch erhaltenen Sockelmauerwerk, erneuert. Das neuzeitliche Gewächshaus wurde ebenso niedergelegt wie der marode Toiletten-Anbau. Das vollständig erneuerte Glasdach liegt jetzt im Bereich der Mauerkrone auf einem neuen Ringanker. Bauzeitliche Ausstattungselemente, wie eine zweiflüglige eiserne Eingangstür, wurden restauriert. Die Architekturglieder der Fassade mit verputzten Ecklisenen und geschwungenem Giebel mit Sandsteinabdeckung wurden wiederhergestellt. Auf der Fläche der bisherigen Gewächshäuser ist ein Aufenthaltsbereich mit Sitzgelegenheiten und einem Hain entstanden. Mit der Sanierung der Orangerie wurde ein bedeutendes Stück Parkarchitektur wiederhergestellt und nutzbar gemacht. ...und danach. MoellerFeuerstein Denkmalamt Die Baugeschichte der Orangerie im Bethmannpark hat der Historiker Björn Wissenbach als Dokumentation im Jahr 2015 5 Ausgabe Sommer 2020 HÖCHST Wo über 70 Jahre lang der VGFBetriebshof in Höchst stand, sind heute bereits 112 neue Wohnungen gebaut und im vergangenen Jahr auch schon bezogen worden. Trotz der direkten Lage zu den Bahngleisen herrscht im begrünten Innenhof eine ruhige Entspanntheit mit Spielmöglichkeiten für Kinder. Für diese so genannten Konversionsfläche hat die ABG Frankfurt Holding in Kooperation mit dem Stadtplanungsamt Frankfurt im Jahr 2015 ein Gutachterverfahren durchgeführt. Der Siegerentwurf des Büros Jo.Franzke wurde zur Grundlage für die weitere Projektbearbeitung gemacht. Das Gesamtkonzept sieht zwei große Hofbebauungen sowie einen U-förmigen Baukörper mit integrierter Kindertagesstätte vor, der an den bestehenden Jugendclub in der Palleskestraße anbindet. Insgesamt werden etwa 280 Zwei-bis Fünf-Zimmer-Wohnungen entstehen, wovon 40 Prozent den Richtlinien des geförderten Wohnungsbaus entsprechen werden. Der Bebauungsplan für das Gesamtareal sowie die nächsten Bauabschnitte sind derzeit noch in Arbeit. MoellerFeuerstein 280 Wohnungen anstatt Omnibusse Blick in den Hof mit Spielplatz. FECHENHEIM Ehemaliger Bunker wird Wohnhaus tenden veräußert und umgebaut – die Mehrzahl zu Wohngebäuden. In Frankfurt stehen unter den 50 im Rahmen des „Luftschutz-Führerprogramms“ vom November 1940 errichteten Bunkern zwölf unter Denkmal- Denkmalamt Etwa seit Beginn der 1990erJahre werden zahlreiche aus der Zivilschutzbindung entlassene ehemalige Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) an den Meistbie- Ein zum Wohnhaus umgebauter Bunker, der eher einer Kirche ähnelt. schutz. Der Bunker an der Gründenseestraße wurde 1941/42 ausgeführt – auch unter Einsatz von Kriegsgefangenen. Die ungewöhnlich aufwändige Fassadendekoration, der Turm und die pultdachgedeckten „Seitenschiffe“ verleihen dem Bauwerk aus der Luft gesehen – durchaus beabsichtigt – den Charakter eines Sakralbaus. Mit seinen etwa zwei Meter starken Außenwänden in Stampfbeton sowie einer obersten Geschossdecke von 1,40 Metern galt der Bunker als „bombensicher“ und war für 690 Schutzsuchende konzipiert. Nach einer Nutzung für Lagerzwecke in den ersten Nachkriegsjahrzehnten erfolgte 1987 eine Ertüchtigung für Zivilschutzzwecke im Bereich der technischen Ausstattung, um einen dauerhaften Aufenthalt von mehreren Tagen gewährleisten zu können. Denkmal des Jahres 2019 Nach Entlassung aus der Zivilschutzbindung erfolgte 2015 der Verkauf an einen Privateigentümer, der das in dieser Form seltene, arbeits- und kostenintensive Umbauprojekt realisieren ließ. Die Umwandlung des fenster- losen Gebäudes in ein Wohnhaus mit neun Wohneinheiten setzte voraus, dass zumindest partiell Belichtungsöffnungen in die dicken, eisenbewehrten Betonwände hineingesägt werden mussten, was sich als besondere Herausforderung herausstellte. Die Baumaßnahme wurde zwischen 2017 und 2019 in enger Abstimmung mit dem städtischen Denkmalamt ausgeführt: So wurde beispielsweise die bauzeitliche Farbgebung an den Fassaden, in den Schleusenkammern sowie in den beiden Treppenhäusern wiederhergestellt und auch die historischen Bodenbeläge in den Erschließungsbereichen restauriert. Erhalten blieben die charakteristischen Belüftungsöffnungen und die Schleusentüren ebenso wie das eindrucksvolle Dachgeschoss, mit seinen zehn, das Dach tragenden SubstruktionsRundbögen. Die authentisch in ihren Architekturoberflächen belassene südliche Vorhalle soll künftig als Kunstgalerie genutzt werden. Im vergangenen Jahr hat der Denkmalbeirat der Stadt Frankfurt dieses ungewöhnliche Kulturdenkmal mit dem Titel „Denkmal des Jahres 2019“ gewürdigt. 6 Frankfurtbaut TITELTHEMA Das Global Business Village gedeiht folgsmeldungen aus jüngerer Vergangenheit werden nun zum Anlass genommen, eine Zwischenbilanz zu ziehen, inwieweit die Planungsziele erreicht werden konnten. 53 Prozent bereits vermarktet Gateway Gardens am Flughafen Frankfurt nennt sich auch gern das Global Business Village im Herzen Europas. Mit zirka 800 000 Quadratmetern Geschossfläche ist das Büro- und Geschäftsquartier eine der größten Projektentwicklungen auf dem Kontinent. Die Vision: Ein internationales Businessquartier im Grünen, das nationalen und internationalen Firmen durch die exzellente Anbindung und Infrastruktur als prädestinierter Standort für weltweite Unternehmungen dient. Bis 2005 war S-Bahn-Anschluss fertiggestellt Eines der wichtigsten Ziele für den Standort wurde Ende Dezember vergangenen Jahres erreicht: die Einweihung der neuen S-Bahn-Station Gateway Gardens. Mit den Linien S8 und S9 sind es nur noch knapp zehn Minuten zum Frankfurter Hauptbahnhof. Prognosen zufolge werden dank der neuen Schienenanbindung rund 13000 Fahrten täglich vom Auto auf die Schiene verlagert. Für das angrenzende Straßennetz wird eine Entlastung von rund 27 Prozent erwartet. „Mit diesem Schienenanschluss haben wir – Land, Region und Schon in wenigen Jahren soll aus der Vision Realität geworden sein. Ganz links und etwas durch das davorsteBahn gemeinhende gebogene Hochhaus verdeckt, ist das zukünftige sam – eine Steigenberger Kongress Hotel Frankfurt Airport zu sehen. attraktive und leistungsfähige Anbindung gagement der Fraport, der Groß ten gewerblichen Nutzungsmix geschaffen. Ein ganz konkreter & Partner Grundstücksentwick- auszeichnet. Gateway Gardens Beitrag zur Klima- und Mobililungsgesellschaft, der OFB Pro- entwickelt sich hervorragend. Es tätswende. Mit dem Infrastrukjektentwicklung sowie der Stadt ist auch ein Angebot an alle Un- turprogramm ‚Frankfurt RheinFrankfurt. Seit Fertigstellung der ternehmen, die weitere Büroflä- Main plus‘ setzt sich die Region gemeinsam mit Bund und Bahn ersten Neubauten im Jahr 2008 chen benötigen.“ konnten bereits über die Hälfte der verfügbaren Grundstücksflächen in Gateway Gardens vermarktet werden. „Ich begleite das Projekt von Beginn an, seit gut 15 Jahren“, so Jürgen Groß von Groß & Partner. „Während anfangs die Vermarktung auf der Vision beruhte und somit sehr herausfordernd war, sind heute die Stärken von Gateway Gardens deutlich sichtbar. Es ist atemberaubend, wie schnell sich das Quartier verändert hat und noch weiter verändert.“ Inzwischen arbeiten hier fast 5 000 Menschen, im Jahr 2026 werden Viele Gäste feierten die offizielle Eröffnung der S-Bahn-Station Gateway bis zu 25 000 Beschäftigte täglich Gardens im Dezember 2019. Gateway Gardens ein Wohngebiet für Angehörige und Familien der US-Luftstreitkräfte. Inzwischen ist das etwa 35 Hektar große Areal nicht nur der bedeutendste Teil der Airport City, sondern ein eigenes Viertel, das offiziell „Frankfurt Gateway Gardens“ heißt. Hinter der Entwicklung des Quartiers steht das gemeinschaftliche En- per Auto oder Bahn einpendeln. Stadtrat Mike Josef, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Gateway Gardens Projektentwicklungs GmbH ist, verkündete bei einem Quartiers-Rundgang: „Hier entsteht gegenwärtig ein lebendiges Quartier, das sich neben der vorteilhaften Lage durch eine hohe Aufenthaltsqualität, viel Grün und einen interessan- Uli Planz/Deutsche Bahn AG Grundstücksgesellschaft Gateway Gardens GmbH Frankfurtbaut berichtete bereits in der Winterausgabe 2016 über das neue Stadtviertel Gateway Gardens. Zu dieser Zeit waren schon einige neue Bürohäuser und Hotels entstanden, die Vermarktungsquote des Quartiers lag bei knapp 40 Prozent. Viele wichtige Einrichtungen und der Bau der neuen S-Bahn-Strecke waren in Planung. Etliche Er- 7 seit Jahren für mehr Kapazität und Qualität des Schienenverkehrs ein. Der heutige Tag ist dafür ein Meilenstein“, so Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn, bei der feierlichen Eröffnung der neuen Verbindung. Gemeinsam mit Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, und Stadtrat Klaus Oesterling fuhr Pofalla in einem Sonderzug der S-Bahn RheinMain in die neue Station ein. Dort begrüßten rund 400 Gäste die erste S-Bahn in Gateway Gardens. Täglich 211 Abfahrten bringen die Fahrgäste bei einem durchgängigen 15-Minuten-Takt, ohne umsteigen zu müssen, zum Flughafen, nach Wiesbaden, Frankfurt oder Offenbach. Die vier Kilometer lange neue SBahnstrecke zwischen Frankfurt Stadion und Frankfurt Flughafen Regionalbahnhof mit der neuen S-Bahnstation entstand in nur drei Jahren Bauzeit. Ein zwei Kilometer langer Tunnel musste unter anderem unter dem Autobahnkreuz Frankfurt Grundstücksgesellschaft Gateway Gardens GmbH / DB Netz AG Ausgabe Sommer 2020 Die S-Bahn ist unterirdisch bereits seit Dezember 2019 in Betrieb. Oberirdisch wird derzeit noch gebaut. – einem der meistbefahrenen Straßenknoten Europas – hindurch gebaut werden, ohne den Straßenverkehr auf zehn Spuren einzuschränken. Das Investitionsvolumen für die S-Bahn-An- bindung beträgt rund 300 Millionen Euro. Neues Hotel kommt Mit dem Vertragsabschluss zwischen der Steigenberger Hotels AG und dem Immobilienentwickler Groß & Partner entsteht eines der größten Tagungs- und Kongresshotels Deutschlands. Das Steigenberger Kongress Hotel Frankfurt Airport wird zu DATEN UND FAKTEN AUF EINEN BLICK Zirka 35 Hektar Bruttobauland (250.000 m² Nettobauland) Etwa 800.000 m² Geschossfläche Baufelder mit Größen von zirka 1.200 m² bis 25.000 m² 2,4 Hektar große Parkanlage mit altem Baumbestand im Zentrum des Quartiers Aktuell arbeiten über 5.000 Menschen täglich in Gateway Gardens Mehr als 50% der Gesamtfläche bereits vermarktet NUTZUNGSMIX GASTRONOMIE • • • • • • • • • • • • • 50 % 15,5 % 12 % 7% 5,5 % 4,3 % 5,7 % Büro- und Dienstleistungsflächen Hotels (aktuell 7 Hotels) Flughafennahe Nutzung Gastronomie, Einzelhandel und Nahversorgung Boarding House Universitäre Nutzung / Forschung (HOLM) Sonstige Nutzung Lindbergh´s Café Amelia´s Coffee & Lunch Soul Food Factory DB Casino HOLM Casino LSG Gästerestaurant • • • • • • Limones (Element Hotel) RBG Bar & Grill (Park Inn) The Ramp (Holiday Inn) ZOOM (Hyatt Place) Meininger The Italian (ab Sommer 2020) ANSÄSSIGE UNTERNEHMEN • Luftfahrt – LSG Sky Chefs, Condor, Sun Express • Technologie – Kion Group, MHP (A Porsche Company), HCS GmbH, First Solar GmbH, Kofler Energies, AirIT, Siemens (ab 2023) • Logistik – DB Schenker, HOLM • Einzelhandel & Nahversorgung – BestSecret, REWE, Luggage Gallery • Dienstleistungen – Schiff-Martini & Cie., Orpea Deutschland, Goldbeck (ab 2020), Regus (ab 2022) • Hotellerie – Hyatt Place, Moxy, Hampton by Hilton, Meininger, Element by Westin, Park Inn, Holiday Inn, ipartment, b´mine Hotel (ab 2021), Staycity (ab 2022), Steigenberger (ab 2024) • Pharma – Mundipharma, HOYA Surgical Optics 8 künftig auf 18 Stockwerken 527 Zimmer und Suiten sowie ein Kongress- und Konferenzzentrum mit 5 500 Quadratmetern bieten. Die Eröffnung des Hotels ist für 2024 geplant. Auch architektonisch wird das neue Hotel ein weithin sichtbares Highlight werden. Der rund 70 Meter hohe Hotelkomplex wurde von HPP-Architekten aus Düsseldorf entworfen. Der Kongress- und Konferenzbereich beinhaltet einen stützenfreien, teilbaren Kongresssaal mit 2 300 Quadratmetern Nutzfläche für rund 3 000 Personen und einer lichten Raumhöhe von sechseinhalb Metern. Im 18. Stock des nördlichen Turms bietet der Spa- und Wellnessbereich einen freien Blick auf den Stadtwald und die Frankfurter Skyline sowie die öffentlich zugängliche Skybar im südlichen Turm einen spektakulären Blick auf das Vorfeld des Flughafens. Frankfurtbaut Neue Siemens-Niederlassung in Planung Der Technologiekonzern wird seine neue Niederlassung auf dem Areal errichten. Dafür hat Siemens ein 6 500 Quadratmeter Nachhaltigkeit spielt große Rolle Gateway Gardens ist das grüne Herz der Airport City. Dafür stehen der Park mit seinem alten Baumbestand und die Lage Die Eröffnung des Hotels ist für 2024 geplant. Auch architektonisch wird das neue, rund 70 Meter hohe Hotel ein weithin sichtbares Highlight werden. großes Grundstück erworben, was eine große Lücke schließen wird. Die bisherige Frankfurter Niederlassung des Konzerns befindet sich in Niederrad. Mit Fertigstellung des Neubaus im Jahr 2023 wird Siemens den Frankfurter Standort nach Gateway Gardens verlegen. direkt am Frankfurter Stadtwald. Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist eine der Säulen der Projektentwicklung. Bereits 2014 wurde Gateway Gardens als erstes Gewerbequartier in Deutschland mit der DGNB-PlatinZertifizierung der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen ausgezeichnet. So ist das Quartier an das Fernwärmenetz angeschlossen und alle Gebäude entsprechen der Energieeinsparverordnung, manche übertreffen diese sogar. Als ausgewiesenes Wasserschutzgebiet müssen mindestens 60 Prozent des Niederschlagswassers vor Ort versickern. Eine immer größere Rolle spielt die Elektromobilität. Am Westeingang befinden sich bereits Schnellladestationen mit vier Ladesäulen für ElektroFahrzeuge. Die konventionellen Shuttle-Busse sollen auf Elektrobetrieb umgestellt werden. Mobilität ist wichtiger Aspekt Geplant ist auch der weitere Ausbau des E-Mobility-Angebots mit E-Bikes, E-Cars und EScootern auf dem Areal. Denn in Gateway Gardens dreht sich fast alles um das Thema Mobilität – so stark wie in keinem anderen Business-Quartier. 9 Europa-Center AG Ausgabe Sommer 2020 GATEWAY GARDENS Organische Formen in großen Dimensionen „Gateway Gardens wächst enorm. Nicht nur die Nähe zum Frankfurter Flughafen und zur Autobahn, auch die neue S-Bahn-Station trägt ihren Teil dazu bei. Die gute Anbindung war einer der Gründe, warum wir an diesem Standort unser erstes Europa-Center im Rhein-Main-Gebiet bauen. Dieser Neubau ist ein Meilenstein für unser Unternehmen. Insgesamt investieren wir über 150 Millionen Euro in das Projekt“, sagt Ralf-Jörg Kadenbach, Vorstandsvorsitzender von Europa-Center. Das im Familienbesitz befindliche Hamburger Immobilienunternehmen baut und betreibt Gewerbeobjekte, vorrangig Bürogebäude, in ganz Deutschland und im spanischen Barcelona. Im Mai 2019 fand der traditi- onelle Spatenstich für das Europa-Center Gateway Gardens statt. Bis voraussichtlich 2022 entsteht dieses 37 000 Quadratmeter große Büro- und Geschäftshaus in Frankfurt. Auch der Frankfurter Stadtrat Markus Frank zeigt sich über die Entwicklung erfreut: „Mit einem Areal von 35 Hektar ist Gateway Gardens nicht nur eine der spannendsten und größten Quartiersentwicklungen in einer Airport City in Europa. Dank des Engagements von Investoren wie Europa-Center wird die Zahl der hier geschaffenen Arbeitsplätze weiter steigen. Es freut mich daher besonders, dass das Unternehmen mit dem Neubau in Gateway Gardens erstmals in unserer Stadt aktiv wird. Mit den neu entstehenden attrakti- Mitten in Gateway Gardens, an der AmeliaMary-Earhart-Straße, soll bis voraussichtlich 2022 das zirka 37 000 Quadratmeter große Büro- und Geschäftshaus EUROPA-CENTER Gateway Gardens bezugsfertig sein. ven Mietflächen wird sich eine weitere Lücke in diesem prosperierenden Quartier schließen.“ Zertifizierung für Nachhaltigkeit Andreas Jantzen, verantwortlicher Gesamt-Projektleiter für den Bau, gibt einen Einblick in die Planungen: „Wir entwickeln ein modernes, nutzerfreundliches Objekt. Es entsteht ein Bürocampus, der aus einem sieben- und einem 14-stöckigen Gebäude bestehen wird. Im Erdgeschoss finden sich Gastronomie- und Ladenflächen, in den darüber liegenden Etagen hochmoderne Büroflächen. Die Fassade ist prägnant, zeichnet sich durch eine geschwungene Form aus.“ Besonders wurde auf die inneren Werte geachtet, so Andreas Jantzen. Ein hoher Nutzerkomfort und wichtige ökologische Parameter standen bereits bei der Planung im Fokus. Deswegen wurden die Gebäude mit dem Nachhaltigkeits-Vorzertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen in Gold ausgezeichnet. „Inzwischen werden erste Gespräche mit potenziellen Mietern geführt“, berichtet Kadenbach. Und weiter: „Unternehmen, die Mietflächen suchen, werden hier fündig. Es werden große wie auch kleine Flächen entstehen. Wir bieten unseren Interessenten individuelle Mietlösungen an. Wie das aussehen kann, ist auf der Website buero-gateway-gardens.de zu sehen.“ 10 Frankfurtbaut WESTEND Neue Jüdische Akademie kommt nach Frankfurt Dem Bau einer Jüdischen Akademie in Deutschland wurde die Baugenehmigung erteilt. Geplanter Standort ist der südöstliche Abschluss des Kulturcampus an der Senckenberganlage. Turkali-Architekten im Erdgeschoss miteinander Dazu Mike Josef: „Mit dem Bürgermeister und Kirchende- Grundstück stellt ABG zur verbunden. Der Verbindungs- preisgekrönten Entwurf von zernent Uwe Becker unterstützt Verfügung seit Beginn der Überlegungen Im südlichen Bereich des Kul- bau dient als Hauptzugang und Turkali-Architekten an dieser den Bau einer Jüdischen Aka- turcampusareals, auf dem nimmt das gemeinsame Foyer prägnanten Stelle gewinnt die demie in Frankfurt und freut Villeneckgrundstück an der auf. Im Bestandsgebäude sind Senckenberganlage nicht nur sich gemeinsam mit Mike Josef, Senckenberganlage, wird die zwei kleinere Seminarräume, städtebaulich: Die Akademie dem für die Baugenehmigung Jüdische Akademie mit finan- ein Café und die Verwaltung wird den gesamten Campus zuständigen Planungsdezernen- zieller Unterstützung von Bund, geplant. Im Neubau ist im Erd- Bockenheim bereichern und ten, und dem im Zentralrat der Land und der Stadt Frankfurt geschoss ein Ausstellungsraum die gute Tradition der jüdisch geprägten SozialwissenJuden in Deutschschaften an diesem Ort land dafür verantfortsetzen.“ wortlichen PräsidiBei planmäßigem Verlauf umsmitglied Harry könnten die Bauarbeiten Schnabel über dieim Spätsommer aufgesen wichtigen Zunommen werden. Die kunftsschritt. Jüdische Akademie soll „Frankfurt ist der den Diskurs über jüdirichtige Ort für diese sches Leben und jüdische wichtige Institution Kultur in die Bevölkeund wir freuen uns, rung hineintragen. Ihr dass die Umsetzung Seminar-, Konferenz-, Gestalt annimmt. Vortrags- und FortbilSchließlich sind gedungsangebot richtet rade jüdisches Lesich gleichermaßen an ben und jüdische Juden und Nichtjuden. Traditionen Teil der „Die von der AkadeIdentität unserer mie vermittelten Inhalte Stadt. Frankfurt verdankt seine heutige Im Vordergrund der Neubau, der mit dem Bestandsgebäude im Erdgeschoss verbunden ist. dienen der Aufklärung, die nach Überzeugung Bedeutung in vieuntergebracht. Im ersten Ober- des Zentralrats der Juden auch lerlei Hinsicht gerade auch den am Main errichtet. großen jüdischen Familien, die Das neue Gebäudeensemble geschoss ist ein überhöhter Ver- eine präventive Wirkung gegen hier gelebt, gewirkt und gestal- der Jüdischen Akademie integ- anstaltungsraum vorgesehen. zunehmenden Antisemitismus tet haben. Und auch das Lehren, riert die denkmalgeschützte Be- Darüber hinaus soll es vier Se- haben wird“, sagt Schnabel, MitLernen und der gesellschaftliche standsvilla auf dem Grundstück minarräume, eine Lounge und glied des Zentralrats der Juden Diskurs sind in Frankfurt seit und ergänzt diese um einen auch einen Speiseraum im Neu- und des Gemeindevorstandes in Frankfurt. Neubau. Beide Gebäude werden bau geben. jeher Zuhause“, betont Becker. 11 Ausgabe Sommer 2020 SOSSENHEIM Neuer Kreisel mit begrünter Mitte Zirka zwei Jahre Bauzeit Für das Projekt ist das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) verantwortlich, das eine Bauzeit von 26 Monaten vorsieht. Zunächst wurden die alten Ampelanlagen, die bisher den Verkehr regelten, und die Übergänge zurückgebaut. Inzwischen hat der umfassende Umbau des Areals in einzelnen Bauabschnitten begonnen. Eine so wichtige Verbindungsstrecke können und wollen die städtischen Planer natürlich nicht für zwei Jahre sperren. Die Kurmainzer Straße bleibt einge- schränkt aber durchgängig be- Schatten spenden werden. Parkfahrbar, der Sossenheimer Weg plätze werden neu angeordnet wird zur Sackgasse, der Dun- und die Übergänge und Bushalantring in eine Fahrtrichtung testellen barrierefrei umgebaut. gesperrt. So bleibt genug Platz, um die Bauarbeiten Wer Fragen hat, kann sich an das voranzubringen. extra für das Bauprojekt eingerichtete Der künftige Kreisel, Baustelleninformationsmanagement über den dann der Verwenden. Das ASE hat die Firma BPR kehr fließen wird, hat eiDr. Schäpertöns Consult beauftragt, nen Außendurchmesser die wie folgt erreichbar ist: von 30 Metern und wird Montag, Mittwoch und Donnerstag optisch mit einer begrün15 bis 17 Uhr ten Mitte aufgewertet. Telefon: 069/8700 404 50 Apropos grün: Die Stadt E-Mail: kreisel@bpr-frankfurt.de pflanzt zudem 14 neue Bäume, die langfristig Amt für Straßenbau und Erschließung Ein Kreisverkehr ist leistungsfähig und beruhigt das Geschehen auf der Straße. Deshalb baut die Stadt Frankfurt seit März dieses Jahres eine wichtige Kreuzung im Frankfurter Westen grundlegend um. Am Knotenpunkt Kurmainzer Straße, Dunantring und Sossenheimer Weg entsteht ein neuer Kreisverkehrsplatz. Dabei werden nicht nur Fahrbahn, Geh- und Radwege zum Teil von Grund auf neu gemacht, sondern auch Versorgungsleitungen. Zudem werden angrenzende Straßenzüge erneuert. So soll der Kreisverkehr im Frankfurter Westen aussehen. 12 Frankfurtbaut LEBEN IN FRANKFURT Das beste Konzept gewinnt Ausschreibung für Gemeinschaftliches Wohnen am Campus Bockenheim waltung und weiteren Experten wird über die Vergabe entscheiden. Ausschlaggebend sind Kriterien wie eine langfristig kostengünstige Miete, die Realisierung von Gemeinschaftsflächen und aufgrund der Historie besonders auch die Einbindung des Themas „Arbeit, Gewerkschaft, Ausbildung und Auszubildende“ für das Konzept. „Mit gemeinschaftlichen Wohnprojekten sorgen wir für Vielfalt im Wohnungsbau und verschaffen gemeinwohlorientierten Akteuren Zugang zum Wohnungsmarkt. Das ist auch im Baulandbeschluss vorgesehen“, sagt Josef. „Die Stadt Frankfurt braucht innovative Wohnprojekte – und hier wird eines in kürzester Zeit entstehen.“ Das Gebäudeensemble in der Mertonstraße 30, wie es heute aussieht. Das Vorderhaus links ist mit dem Hinterhaus durch das rot gestrichene Treppenhaus verbunden. MoellerFeuerstein Seit Anfang Mai können sich gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnprojekte für den Erwerb eines Gebäudeensembles in der Mertonstraße 30 bewerben. Hierbei handelt es sich um Gebäude, die bisher von der „Akademie der Arbeit“ genutzt wurden. Die städtische Mehrheitsgesellschaft KEG Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH hatte die Liegenschaft Ende vergangenen Jahres vom Deutschen Gewerkschaftsbund erworben. Im Rahmen einer Konzeptvergabe soll nun durch die Stadt Frankfurt das Grundstück für gemeinschaftliches Wohnen weiterveräußert werden. „Mit der Entwicklung dieser Liegenschaft zeigen wir, dass gemeinschaftliches Wohnen fester Bestandteil in der Stadtentwicklung ist und gehen einen wegweisenden Schritt zur Entwicklung des Kulturcampus. Durch die Entscheidung der Stadt, dort einen weiteren Teil der Flächen an Baugruppen zu geben, wird die Baukultur deutlich bereichert“, sagt Planungsdezernent Mike Josef. „Ich bin sehr froh, dass wir das Areal mit Hilfe der KEG für eine Konzeptvergabe sichern konnten. Es wird dem Markt entzogen und einer gemeinwohlorientierten Entwicklung zugeführt. Hier nutzen wir unsere Gestaltungsmöglichkeiten und stoßen eine wichtige Entwicklung an. Es ist der Startpunkt dafür, diesen Ort wieder mit Leben zu füllen.“ Gutes Konzept zählt Das gut 1500 Quadratmeter große Areal aus den 1950er-Jahren liegt auf dem Uni-Campus Bockenheim. Darauf stehen zwei miteinander verbundene Häuser, die saniert und bei Bedarf aufgestockt werden können. Die Stadt vergibt den Boden in Erbpacht und nutzt für die Vergabe das Konzeptverfahren, das auf die Vergabe zum besten Nutzungskonzept statt zum höchsten Preis zielt. Der eigens für die Ausschreibung einberufene Beirat aus Vertretern der Politik, der Ver- Bis September 2020 sind gemeinschaftliche und genossenschaftliche Projekte aufgerufen, sich mit einem überzeugenden Konzept für die Vergabe der Gebäude der ehemaligen Akademie der Arbeit zu bewerben. Detaillierte Informationen sind unter www.wohnungsamt. frankfurt.de oder unter www.gemeinschaftliches-wohnen.de einsehbar. Telefonische Auskünfte erteilt das Amt für Wohnungswesen unter 069/212-34703. LEBEN IN FRANKFURT Nachverdichtung ist Thema der Stunde „Die Nachverdichtung von bestehenden Siedlungen ist für die Stadt Frankfurt ein wichtiger Baustein, um zügig günstigen Wohnraum zu schaffen“, so Planungsdezernent Mike Josef. Als Pilotprojekt hierfür gilt die erfolgreiche Weiterentwicklung des Nordteils der Platensiedlung mit rund 650 neuen Woh- nungen: Die Aufstockungen der bestehenden Gebäude sind im Rohbau fertiggestellt. Die ersten neuen Wohnungen sind bereits bezogen, die letzten werden noch vermietet. Ebenso entstehen die ersten Ergänzungsbauten und Tiefgaragen, so dass die zukünftige Gestalt der Siedlung immer mehr Kontur annimmt. Dialog mit Eigentümern zur Nachverdichtung Anknüpfend an dieses gelungene Pilotprojekt hat die Stadt nun einen Dialog mit Wohnungsbaugesellschaften und Eigentümern von Siedlungen zu möglichen weiteren Nachverdichtungsprojekten im Stadtgebiet gestartet. Hintergrund ist das Leitprojekt zur Weiterentwicklung bestehender Siedlungen aus den 1950er- bis 1970er-Jahren mit dem Schwerpunkt des „Mittleren Nordens“ der Stadt aus dem kürzlich von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen integrierten Stadtentwicklungskonzept Frankfurt 2030+ (ISTEK). Das betrifft in einem 13 Ausgabe Sommer 2020 werden Grundsätze im Umgang mit Freiflächen, Stellplätzen und sozialer Infrastruktur festgelegt. Nach Möglichkeit sollen die oft reinen Wohnsiedlungen durch bislang fehlende Nutzungen wie Läden zur Nahversorgung oder Treffpunkte für Bewohner ergänzt werden. Ein erstes Treffen zwischen Josef und den Vertretern von Wohnungsbaugesellschaften und Eigentümern von Siedlungen fand im März 2020 statt. Sobald im weiteren Dialog konkrete Nachverdichtungsprojekte entstehen, wird die Stadt hierzu öffentliche Bürgerveranstaltungen anbieten, um die Bewohner frühzeitig einzubinden und ihre Bedenken, Anregungen und Ideen aufzunehmen. Constantin Meyer für v-architekten Stadtplanungsamt ersten Schritt die Stadtteile gesellschaften und Eigentümer Ginnheim, Dornbusch, Ecken- bindend sein werden. Ebenso heim und Preungesheim, was einer Gebietsgröße von etwa 1000 Hektar entspricht – das sind zehn Millionen Quadratmeter. Neben der Schaffung von neuen Wohnungen liegt das Hauptaugenmerk darauf, dass kein Bewohner Sorge haben muss, durch Nachverdichtung aus den Siedlungen verdrängt zu werden. Um das zu gewährleisten, wurden Leitlinien zur NachverEin Beispiel, wie Nachverdichtung dichtung aufgein der Melibocusstraße aussieht. stellt, die für die Wohnungsbau- In der Berkersheimer Schule werden neue technische Ansätze ausprobiert, um den Energieverbrauch zu minimieren. LEBEN IN FRANKFURT Schulbau läuft auf Hochtouren Stadt Frankfurt investiert Rekordsumme in die Bildung Frankfurt wächst ungebremst: Rund 759 000 Einwohner zählte die Stadt Ende 2019 – das ist eine Steigerung um fast 11 000 Personen innerhalb eines Jahres. Viele davon sind Schüler, weshalb die Stadt Frankfurt die Kapazitäten an den Schulen laufend erweitert. „Wir müssen jedes Jahr im Schnitt rund 2 000 zusätzliche Plätze für Schüler schaffen“, sagt Baudezernent Jan Schneider. „Das ist ein gewaltiger Kraftakt für das 2017 gegründete Amt für Bau und Immobilien.“ Aber es zeigen sich Erfolge. Die Investitionen der Stadt in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Wurden da- für 2017 noch rund 95 Millionen Euro ausgegeben, waren es 2019 bereits rund 160 Millionen Euro. 2020 soll diese Rekordsumme noch einmal auf 175 Millionen Euro gesteigert werden. An rund 100 der 170 Frankfurter Schulen wird derzeit gebaut. Zahlreiche zusätzliche Plätze entstehen kurzfristig in tempo- rären Anlagen aus Holz- oder Stahlmodulen. Um flexibel reagieren zu können, hat das Amt für Bau und Immobilien Rahmenverträge mit Herstellern mit einem Gesamtvolumen von 55 Millionen Euro abgeschlossen. Dadurch war es zum Beispiel möglich, im vergangenen Jahr nach nur wenigen Monaten 14 Salome Roessler Thomas Ott Bauzeit die neue Grundschule Riedberg 3 in einer Stahlcontaineranlage in Betrieb zu nehmen. Auch der Schulcampus Westend an der Miquelallee, die weltweit größte Holzmodulschule, wurde in rekordverdächtig kurzer Zeit fertiggestellt. Andere Schulen wie die Grundschule Riedberg, die August-Gräser-Schule in Schwanheim oder die FridtjofNansen-Schule in Nied haben Erweiterungen in Modulanlagen erhalten. In ebenfalls zeitsparender Holztafelbauweise wurde der Neubau der KGS Niederrad am Rande der Siedlung „Im Mainfeld“ errichtet. „Dadurch konnten wir schnell auf den Bedarf reagieren“, betont Schneider. Anfang 2020 wurde das rund 30 Millionen Euro teure Projekt abgeschlossen. In den beiden dreigeschossigen Bauteilen, die über ein Brückenbauwerk miteinander verbunden sind, finden nicht nur vier Jahrgänge der KGS Niederrad Platz, sondern auch das Regionale Beratungs- und Förderzentrum Süd. Offene Lernzonen in den Fluren und Räume mit unterschiedlichen Größen zwischen 30 und 120 Quadratmeter ermöglichen variables Ar- Frankfurtbaut Der Neubau der KGS Niederrad wurde für rund 30 Millionen Euro in Holztafelbauweise erstellt. Klimaschutz ist Trumpf Auch bei klassischen Massivbauten achtet die Stadt Frankfurt auf den Klimaschutz und setzt Passivhauselemente ein, um den Energieverbrauch zu minimieren. Zum Beispiel bei der Berkersheimer Schule, die im vergangenen Sommer in Betrieb genommen wurde. Dort werden neue technische Ansätze ausprobiert: Erstmals wurden als Pilotprojekt zu Vergleichszwecken zwei verschiedene Lüftungssys- dig natürlich belüftet. „Wir sind laufend dabei, unsere Schulbauten ökologisch und ökonomisch zu optimieren“, erläutert Schneider. „Von dem Vergleich der beiden Lüftungssysteme versprechen wir uns Erkenntnisse darüber, welche Methode sich unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit und Benutzerfreundlichkeit am besten bewährt.“ Der rund 20 Millionen Euro teure Neubau mit Sporthalle war nötig geworden, weil der Platz am bisherigen Schulstandort im Ortskern von Berkersheim nicht mehr ausreichte. Herzstück der Schule ist die Pausenhalle, die auch für Schulveranstaltungen mit mehr als 200 Personen genutzt werden kann. Eine großzügige Treppenanlage mit Sitzstufen verbindet die beiden Geschosse und kann als Sitzlandschaft vielfältig bespielt werden. Eine Besonderheit sind Die dreigeschossige, lichtdurchflutete Treppenhalle in der Ludwig-Weber-Schule in Sindlingen. kleine Höfe, die die angrenzenden Flure beiten. Die Holzbauweise macht teme eingebaut: Der Südflügel mit Tageslicht versorgen, aber das Gebäude besonders nachhal- wird mechanisch be- und ent- auch als Klassenraum im Freien tig. 2 570 Kubikmeter Holz wur- lüftet. Der westliche Trakt wird dienen. den verbaut – eine Menge, die in dagegen über ein ausgeklügeltes deutschen Wäldern innerhalb System von Öffnungsflügeln und Neue Ansätze gegen Raumnot von nur elf Minuten nachwächst. flurseitigen Schächten vollstän- Auf die Verbindung von Innen und Außen wurde auch beim Anfang 2020 bezogenen Neubau der Ludwig-Weber-Schule in Sindlingen geachtet. Er ist geprägt von einer dreigeschossigen, lichtdurchfluteten Treppenhalle, offenen Lernlandschaften und großen Terrassen, die als qualitätsvolle Aufenthaltsbereiche und als „grünes Klassenzimmer“ genutzt werden können. Gebaut wurden Räume für eine zweizügige Grundschule mit Einstiegsklassen und einen inklusiven Ganztagsbetrieb mit Cafeteria und Küche sowie eine Sporthalle, die außerhalb der Schulzeiten auch Vereinen zur Verfügung steht. 24 Millionen Euro investierte die Stadt. Benötigt werden an den Schulen aber nicht nur zusätzliche Klassenräume, sondern auch Sporthallen. Dafür ist auf den beengten Grundstücken nicht immer genügend Platz vorhanden. Deshalb geht die Stadt Frankfurt auch hier neue Wege. So werden Sporthallen übereinander „gestapelt“, wie zum Beispiel an der Mühlbergschule in Sachsenhausen. Eine andere Lösung wird an der Schillerschule in Sachsenhausen realisiert: Dort wird die Sporthalle teilweise unterirdisch auf dem Schulhof errichtet. Das Dach kann betreten und als Bewegungs- und Aufenthaltsfläche genutzt werden. Dadurch wird die Verkleinerung des Schulhofs kompensiert. 7,5 Millionen Euro investiert die Stadt. 15 Ausgabe Sommer 2020 LEBEN IN FRANKFURT „Der Ettinghausen-Platz gehört zu den ältesten historisch und archäologisch relevanten Flächen der Höchster Altstadt“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann anlässlich eines Ortstermins Anfang Mai. „Denn dort sind die Fundamente zweier Synagogen, Reste der mittelalterlichen Stadtmauer sowie Funde der Porzellanmanufaktur zu erwarten.“ Die bei den Grabungen gewonnenen Erkenntnisse fließen soweit möglich und sinnvoll in die zukünftige Neugestaltung des Ettinghausen-Platzes im Rahmen des Programms „Schöneres Frankfurt” ein. Ehemalige Höchster Synagoge Der Ettinghausen-Platz in seiner heutigen Form ist erst im 20. Jahrhundert entstanden; namensgebend ist die jüdische Familie Ettinghausen. An dieser Stelle stand bis zur Reichs- Denkmalamt Archäologische Grabungen in Höchst Die Leiterin des Denkmalamtes Andrea Hampel, eingerahmt von Oberbürgermeister Peter Feldmann und Planungsdezernent Mike Josef. pogromnacht die 1905 erbaute Höchster Synagoge. Nach deren Zerstörung wurde ein Bunker mit dem vorgelagerten Platz gebaut. Unter dem Platz zeigen sich auch die Reste der Stadtmauer, die zwischen 1355 und 1432 errichtet wurde. Nachdem die jüdische Gemeinde das Areal 1798 erworben hatte, hieß er „Badstubenturm“ – ein deutlicher Hinweis, dass die aktenkundige Mikwe, das rituelle Tauchbad, darin errichtet wurde. Der Liederbach durchquert die Grabungsfläche und speiste auch die Wassergräben der Stadtbefestigung, war aber wohl auch die Quelle der Mikwe. Nach dem Stadtbrand 1778 wurden die Befestigungsanlagen aufgelassen und der Wassergraben teils verfüllt, teils überbaut. Die Höchster Porzellanmanufaktur erweiterte ihre Flächen; sie war 1746 als drittälteste in Europa im ehemaligen Fronhof, gegründet worden. Teile des Porzellanhofgartens wurden 1798 durch die Jüdische Gemeinde erworben. 1805/1806 wurde der Hinterturm von der nassauischen Regierung der jüdischen Gemeinde zum Bau einer „Judenschule“ überlassen, es dürfte sich hierbei um die ältere Synagoge handeln. Diese wurde 1816 abgebrochen und in gleichen Ausmaßen auf den Fundamenten wiedererrichtet. Die Grundsteinlegung des jüngsten Baus erfolgte am 16. Mai 1905, die Synagoge wurde im Grabenbereich errichtet und im Dezember 1905 eingeweiht. Jetzt LBS-Bauspardarlehen ab 0,69 %* sichern! * effektiver Jahreszins 1,51 % www.frankfurter-sparkasse.de/baufinanzierung – Günstiger Bauspardarlehens-Zins – Lange Zinssicherheit Zuhause ist einfach. – Selbstbestimmt wohnen und leben Sprechen Sie jetzt mit uns über Ihre Wohnträume! 16 Frankfurtbaut LEBEN IN FRANKFURT Frankfurt Fairmieten Für eine sozial gerechte Stadt braucht es Wohnraum für alle. Frankfurt wächst seit Jahren kontinuierlich und ein Ende des Bevölkerungswachstums ist nicht abzusehen. Dieses Wachstum bringt auch Herausforderungen mit sich, insbesondere auf dem Wohnungsmarkt. Das bestehende Wohnungsangebot reicht nicht aus und es ist für immer mehr Haushalte unerschwinglich, sich eine adäquate Wohnung im Frankfurter Stadtgebiet zu leisten. Deswegen wurde „Frankfurt Fairmieten“ ins Leben gerufen. Dieses Angebot der Stadt Frankfurt richtet sich an Haushalte mit mittlerem Einkommen. Es werden sowohl bestehende als auch neue Wohnungen langfristig zu einer Miete von zirka 8,50 Euro bis 10,50 Euro pro Quadratmeter angeboten. Die Mieten werden nach dem jeweiligen Einkommen, der Haushaltsgröße und weiteren Faktoren individuell berechnet und angepasst. Im ganzen Stadtgebiet entstehen barrierefreie und energieeffiziente Wohnungen – für Single-, Familien- und Seniorenhaushalte. Über 1 000 Wohnungen sind bereits vermietet. Frankfurt Fairmieten wird durch die Stadt Frankfurt finanziert, die zusammen mit starken Partnern, wie zum Beispiel den Wohnungsbaugesellschaften, das Angebot in allen Stadtteilen umsetzt. Der Wohnungsbestand 1 2 3 1. 2. 3. 4. 5. 6. Mit dem Online-Rechner das Einkommen prüfen EINREICHEN Antrag online ausfüllen und mit allen Unterlagen per Post einreichen ERHALTEN Fairmieten-Schein vom Amt für Wohnungswesen erhalten FINDEN Wohnung suchen und finden BEWERBEN Auf gefundene Wohnung bewerben FAIRMIETEN Mietvertrag abschließen Sechs Schritte per Internet auf: www.frankfurt-fairmieten.de Allgemeines Mit Fairmieten-Schein Maximale Wohnungsgrößen PRÜFEN Frankfurt Programm, FamSen im Programm erweitert sich mit jedem Neubauprojekt und sorgt dafür, dass kontinuierlich mehr Menschen in Frankfurt fairmieten können. Große Auswahl an Wohnungen Auf der Website frankfurtfairmieten.de bieten derzeit die folgenden   Wohnungsbaugesellschaften unter der Rubrik „Angebot“ ihre zur Vermietung stehenden Wohnungen an: ABG Frankfurt Holding, Wohnungsbaugenossenschaft in Frankfurter am Main eG, Nassauische Heimstätte, Sahle Wohnen GmbH & Co. KG, Green Eight GmbH & Co. KG, GSW Wohnungsgesellschaft mbH, GWH Wohnungsgesellschaft   mbH Hessen und Projektgesellschaft Ferdinand-Happ-Straße mbH. Zwei Förderprogramme Mit dem „Fairmieten-Schein“ können Bürger Wohnungen aus zwei Förderprogrammen anmieten: Aus dem Frankfurter Programm für familien- und seniorengerechten Mietwohnungsbau (FamSen) sowie aus dem Förderweg 2. Diese unterscheiden sich in der Mietpreisgestaltung und den Wohnungsgrößen. Eine kurze Übersicht gibt die folgende Tabelle. Förderweg 2, FW2 Für jede Liegenschaft gibt es eine individuelle Miete Hier zählt die ortsübliche Vergleichsmiete Gibt es zwei Mietstufen 1: 35% unter der Marktmiete 2: 15% unter der Marktmiete Gibt es drei Mietstufen 1: 8,50 Euro pro m² 2: 9,50 Euro pro m² 3: 10,50 Euro pro m² 1 Person: bis 50 m² 2 Personen: bis 80 m² 3 Personen: bis 93 m² 4 Personen: bis 106 m² Jede weitere Person + 13 m² 1 Person: bis 50 m² 2 Personen: bis 68 m² 3 Personen: bis 80 m² 4 Personen: bis 92 m² Jede weitere Person + 12 m² 17 Planungsdezernat Ausgabe Sommer 2020 Motiv aus der Plakatkampagne des Planungsdezernats. Frankfurt Fairmieten schafft neuen, bezahlbaren Wohnraum, der hohen energetischen und technischen Standards entspricht. Das Programm richtet sich an Menschen mit mittlerem Einkommen. Alle Infos unter: www.frankfurt-fairmieten.de. FRANKFURT FÜR MEHR METER 2 Mit Frankfurt Fairmieten wird das Wohnen in der Stadt für Haushalte mit mittlerem Einkommen bezahlbar. Damit stärkt die Stadt Frankfurt die Nachbarschaften und das Miteinander unserer vielfältigen Stadtgesellschaft. FRANKFURT-FAIRMIETEN.DE 18 Frankfurtbaut LEBEN IN FRANKFURT Baulandbeschluss genehmigt „Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat dem so genannten Baulandbeschluss zugestimmt und sich so zu einer nachhaltigen sozialgerechten Stadtentwicklung bekannt. Das ist eine zentrale Weichenstellung für die künftige städtische Baulandpolitik“, verkündeten Planungsdezernent Mike Josef und Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien, nach der maßgeblichen Magistratssitzung. Der Baulandbeschluss ging dann an die Stadtverordnetenversammlung, die am 7. Mai zugestimmt hat. Bodenpreisentwicklung dämpfen „Mit dem Baulandbeschluss werden die Grundlagen und das Vorgehen der Stadt bei künftigen Wohnbaulandentwicklungen festgelegt“, erläuterte Stadtrat Josef. Bei der Aufstellung von Bebauungsplänen für Wohnungsbau werden die Verfahren transparenter und die Kalkulation von Projektentwicklungen verlässlicher. Durch frühzeitige Grundvereinbarungen mit den Eigentümern für neues Wohnbauland wird die Bodenpreis- geführt. Das ist ein wichtiger Schritt zur Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum. Und die Stadt partizipiert angemessen an den entstehenden Wertgewinnen durch das neue Planungsrecht. Der Baulandbeschluss hilft, die dringend erforderlichen Flächen für den Bau von Schulen und Städtisches Ziel bei allen künftigen Wohnbauweiterer sozialer entwicklungen: Infrastruktur zu • 30 Prozent geförderter Wohnungsbau, gewinnen. Er beje zur Hälfte im Förderweg 1 und im Förderweg 2 grenzt aber auch • 15 Prozent gemeinschaftliche und den Trend zu sehr genossenschaftliche Wohnprojekte nach teuren EigenKonzeptverfahren tumswohnungen, • 15 Prozent für freifinanzierten Mietwohda beim Wohnungsbau nungsneubau • 10 Prozent für preisreduzierte Eigentumsunter anderem wohnungen feste Anteile für preisgedämpfte Eigentumswohentwicklung gedämpft und auf nungen und frei finanzierte ein realistisches Maß zurück- Mietwohnungen festgeschrie- ben werden. Bis zu zwei Dritteln der planungsbedingten Bodenwertsteigerung sollen als Leistungen des Investors vereinbart werden: zur Erschließung von Grundstücken; für gebietsbezogene soziale Infrastruktur wie Kitas, Grundschulen oder Jugendhäuser; Klimaschutz; Klimaanpassung und die Herstellung öffentlicher Grünflächen; naturschutzrechtlichen Ausgleich und die Übernahme von Planungskosten. Ein Drittel der planungsbedingten Bodenwertsteigerung verbleibt beim Planungsbegünstigten. Außerdem soll eine sozial- und klimagerechte Stadtentwicklung durch den frühzeitigen Erwerb privater Flächen aktiv unterstützt werden. Dabei werden städtische Flächen in Zukunft vorrangig für die gesetzliche Aufgabe der Schaffung der sozialen Infrastruktur genutzt. Moderner Neubau in Gateway Gardens n Einzug ab 2022 n Büro-, Mietflächen bis 32.000 m² n Individueller Grundriss und Ausbau Kontaktdaten: 040-27144 -0, mietanfragen@europa-center.de 19 Ausgabe Sommer 2020 LEBEN IN FRANKFURT #frankfurtmachen Die Veranstaltungsreihe für ein neues Frankfurt Um in Zukunft auch jüngere Menschen für Bürgerbeteiligungsprozesse ins Boot zu holen, hat sich das Stadtplanungsamt ein völlig neues Format überlegt. Planungsdezernent Mike Josef lädt alle Bürger der Stadt – an außergewöhnlichen Orten – ein, wichtige Themen der Stadtentwicklung zu diskutieren: Wo und wie soll sich Frankfurt verändern? Wie schaffen wir es, die wachsende Stadt mit Flächenbedarfen zum Wohnen und Arbeiten mit dem Erhalt von Parks und Grünflächen in Einklang zu bringen? Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Wie schaffen wir die Klimawende? Wo sind Grenzen des Wachstums erreicht und wie dicht soll unsere Stadt sein? Wie soll der öffentliche Raum in der Stadt aussehen und was soll dort passieren? Wie können wir für mehr Lebensqualität in den Stadtteilen sorgen? Fünf Themenabende An fünf thematischen Abenden diskutiert Josef mit Bürgern und interessanten Gästen aus Kultur, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft über neue Perspektiven und Visionen für die Stadt. Durch die Veranstaltungen führen bekannte Frankfurter Gesichter: An drei der fünf Abenden moderiert Bärbel Schäfer, an den zwei anderen Abenden Tim Frühling. Alle Frankfurter (jung und alt) sind eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen. Der Eintritt ist frei. Für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sorgen unter anderem Fee, Rola, der Comedian der „Frankfurter Klasse”, Tim Karasch aka Hackenbusch und Klangquadrat. Vier ausstehende Veranstaltungen Nachdem am 12. März 2020 bereits über die „Wohnstadt Frankfurt“ diskutiert wurde stehen noch vier Veranstaltungen aus, die aufgrund der aktuellen Situation der Covid19-Pandemie neu terminiert werden. • „Freizeitstadt Frankfurt“, im Gibson • „Stadtteilstadt Frankfurt“, im Ruderclub MainGlück • „Innenstadt Frankfurt”, am Mainkai vor dem MainkaiCafé. • „Zukunftsstadt Frankfurt”, am Mainkai vor dem MainkaiCafé. Aktuelle Informationen und Termine auch unter #frankfurtmachen auf Facebook und Instagram. 20 Frankfurtbaut LEBEN IN FRANKFURT Tagesordnungspunkt beschlossen – oder doch nicht? Im Rahmen der alljährlichen Eigentümerversammlung steht sie wieder auf dem Plan: Die Beschlussfassung über die verschiedenen Tagesordnungspunkte. Aber kann die Wohnungseigentümergemeinschaft wirklich alles durch Beschluss entscheiden oder sind ihr rechtliche Grenzen gesetzt? Im Wohnungsgesetz (WEG) ist geregelt, dass Angelegenheiten durch Beschluss entschieden werden können, wenn entweder das Gesetz dies konkret vorsieht (zum Beispiel ordnungsgemäße Verwaltung, Bestellung und Abberufung der Hausverwaltung, Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung, Bestellung des Verwaltungsbeirats) oder aber eine Vereinbarung der Wohnungseigentümer diese Beschlussfassung ermöglicht, die Vereinbarung also eine so genannte Öffnungsklausel enthält. Die Eigentümer müssen ermächtigt sein, einen Beschluss zu fassen, sie müssen die erforderliche Beschlusskompetenz haben. Ist eine Angelegenheit weder durch konkrete Regelungen im Wohnungseigentumsgesetz noch durch Vereinbarung der Beschlussfassung unterworfen, fehlt es an der Beschlusskompetenz; ein dennoch gefasster Beschluss ist nichtig. Beispiel: Beschluss darüber, dass die Hausverwaltung im Namen der Wohnungseigentümergemeinschaft die fehlende Zustimmung einzelner Miteigentümer zur Abänderung des Umlageschlüssels in der Gemeinschaftsordnung notfalls gerichtlich einholen und durchsetzen soll. Es fehlt an der Beschlusskompetenz, da der Anspruch des einzelnen Eigentümers auf Abänderung der Gemeinschaftsordnung laut WEG nicht auf das Gemeinschaftseigentum und dessen Verwaltung, sondern auf die inhaltliche Ausgestaltung des Gemeinschaftsverhältnisses gerichtet ist. Dieser höchstpersönliche Individualanspruch kann nicht vergemeinschaftet werden (BGH, Urteil vom 13.10.2017, V ZR 35/16). Ein Beschluss mit Beschlusskompetenz, welcher jedoch gegen materielles Recht, etwa gegen eine bestehende Vereinbarung oder gesetzliche Regelungen verstößt, ist nicht nichtig. Dieser Beschluss bleibt so lange gültig, bis er durch das zuständige Gericht für ungültig erklärt worden ist. Der Beschluss kann nur innerhalb der Monatsfrist vor dem zuständigen Gericht angefochten werden. Fazit: Bestehen Anhaltspunkte dafür, dass der Beschluss nicht ordnungsgemäß ergangen ist, ist schnelles Handeln gefragt, zu- mal eine Abgrenzung zwischen Nichtigkeit und materieller Rechtswidrigkeit im Einzelfall schwierig sein kann. Binnen der relativ kurzen Anfechtungsfrist von einem Monat ist im Fall der materiell-rechtlichen Rechts- Weitere Tipps und Infos: Haus & Grund Frankfurt am Main e.V. Telefon: 069 / 95 92 91- 0 Grüneburgweg 64 60322 Frankfurt www.haus-grund.org widrigkeit vor dem zuständigen Amtsgericht Anfechtungsklage zu erheben. Nur so kann verhindert werden, dass der Beschluss bestandskräftig wird. LEBEN IN FRANKFURT Weltkulturen Museum bekommt Dependance im Bankenviertel Die Stadt Frankfurt bekommt eine Dependance ihres Weltkulturen Museums. Das haben Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur, und Planungsdezernent Mike Josef gemeinsam mit Christian Schmid, Mitglied des Vorstandes der Helaba, bei einer Pressekonferenz im Mai mitgeteilt. Die Museumsdependance soll im historischen Altbau des Hochhausprojekts „Neue Mainzer Straße“ in einer Größenordnung von rund 900 Quadratmetern entstehen. Damit erhält das Weltkulturen Museum die Möglichkeit, seine Sammlung in einem größeren Umfang als bisher zu präsentieren. Insgesamt umfasst diese zirka 65 000 ethnografische Objekte aus Ozeanien, Afrika, Südostasien sowie Nord-, Mittel- und Südamerika. 21 Ausgabe Sommer 2020 LEBEN IN FRANKFURT Neue Personalie für GWH-Quartiersentwicklung Perspektivwechsel für ein in der Mainmetropole bestens bekanntes Gesicht: Seit 1. April ist Olaf Cunitz für die GWH Wohnungsgesellschaft als Quartiersentwickler tätig. Der frühere Planungsdezernent der Stadt Frankfurt hatte bereits in seiner Amtsperiode als Stadtvertreter mit seinem heutigen Arbeitgeber zu tun und kümmert sich in seiner neuen Funktion um die Zukunftsfähigkeit der GWH-Großwohnsiedlungen. Sowohl mit der Henri-DunantSiedlung in Sossenheim als auch dem Ben-Gurion-Ring in Bonames/Nieder-Eschbach war Cunitz bereits in alter Funktion befasst. „Es ist schon interessant, wie solche Themen einen wieder einholen“, so Cunitz. Die Fragestellungen und Herausforderungen, sagt er, seien damals und Verbesserungen in puncto Wohnumfeld. Zeitgemäße Wohnungsgrundrisse vorhanden Für die GWH sind ihre Großquartiere von hoher Bedeutung – sie machen 40 Prozent ihres Bestands aus. Obwohl die Gebäude aus den 60er- und 70er- Bügel zum Beispiel attraktivere Eingangsbereiche und Freiflächen sind. Für jedes Quartier entwickelt Cunitz Strategien, die Themen wie Mobilität, Energie, Wohnen im Alter und soziale Infrastruktur in konkreten Maßnahmen abbilden und schrittweise umgesetzt werden. Hinzu kommt Grüner leben am Park 5 Mehrfamilienwohnhäuser 54 Wohnungen 1 Tiefgarage Öko ist bei uns ganz logisch Nachhaltig wohnen in der ÖkoSiedlung Friedrichsdorf. GWH Wohnungsgesellschaft Hessen mbH Moderne Gemütlichkeit in den eigenen 4 Wänden Qualität in der Ausstattung und vielfältige Grundrisse von ca. 55 –160 m² für individuelle Wohnträume. Eines der Großquartiere der GWH befindet sich am Ben-Gurion-Ring in Bonames. wie heute die gleichen – aus städtischer oder unternehmerischer Perspektive. Sowohl Kommune als auch GWH haben großes Interesse daran, dass die Quartiere lebenswert sind und Bewohner sich wohlfühlen. Die Blickwinkel sind mitunter etwas unterschiedlich, aber es geht in beiden Fällen um gute Vermietbarkeit, Werterhalt und ein funktionierendes Sozialwesen. Im Fokus stehen nach wie vor bauliche Weiterentwicklungen Jahren stammen, sind die Wohnungsgrundrisse größtenteils noch immer zeitgemäß. Trotzdem müssen Themen wie die energetische Ertüchtigung und eine bessere Barrierefreiheit natürlich angegangen werden. Menschen, die in den Quartieren alt werden, sollen nicht zum Umzug gezwungen werden, weil mangelnde Barrierefreiheit ein Bleiben verhindert. Dies gilt vor allem für die Dunant-Siedlung, während Aufgaben am die Koordination von sozialen Trägern, die im Quartier aktiv sind, sowie die kontinuierliche Arbeit an der Imageverbesserung. „An diesem Kleinteiligen muss man Spaß haben, auch wenn es nicht immer der ganz große Wurf ist“, gibt Cunitz zu. Dafür werde es aber auch nicht langweilig. „Das Schöne ist, dass man die positive Veränderung unmittelbar sieht. Das empfinde ich als etwas sehr Befriedigendes an meiner Arbeit.“ Wohnen mit Ausblick Herrliche Lage im grünen Zentrum des Quartiers. Mehr zu den Highlights der Eigentumswohnungen und zur ÖkoSiedlung auf www.frankundfrieda.de 22 Frankfurtbaut STADTVERWALTUNG Seit Juni 2020 gilt in Frankfurt der neue Mietspiegel Seit dem 1. Juni gilt der neue Mietspiegel 2020 der Stadt Frankfurt. Gegenüber dem bis zum 31. Mai gültigen Mietspie- gel 2018 steigen die Werte um rund 3,5 Prozent. Der Mietspiegel ist die anerkannteste Möglichkeit, die so genannte ortsübliche Vergleichsmiete für eine Wohnung zu ermitteln. Er soll darüber Auskunft geben, welche Miete je nach Art, Größe, Ausstattung, B e s c h af fe n h e it , Lage und energetischen Merkmalen für gemeinschaftliches und der Wohnung in einer Stadt üblich genossenschaftliches Wohnen ist. Es gelten innerhalb einer Stadt in Frankfurt a. M. und der Region unterschiedliche Vergleichsmieten und die ortsübt? ohnprojek W s liche Vergleichsin l e g e K d ? Mit Kind un im e h miete muss immer n e ft statt Eig a h c s n e s s für eine einzelne o n e G Wohnung ermittelt 26. September 2020 werden. Die über den Mietspiegel festzustelNeuer Veranstaltungsort! lende ortsübliche Vergleichsmiete Dezernat Planen und Wohnen hat insbesondere Einfluss auf die Kurt-Schumacher-Straße 10 Höhe der Mieten in bestehenden › ab 10.00 Uhr Vorträge und Diskussion und neubegrün› ab 12.00 Uhr Infostände von bestehenden Wohnprojekten, deten MietverhältProjektinitiativen, Wohnungswirtschaft sowie Organisationen nissen. Vermieter und Fachleuten rund ums Wohnen und Mieter können mithilfe des Bitte informieren Sie sich über etwaige corona-bedingte Mietspiegels überCOVID 19 Änderungen unter: prüfen, ob eine Mieterhöhung > https://www.gemeinschaftliches-wohnen.de/informationsboersen im bestehenden Mietverhältnis gerechtfertigt ist und welchen Umfang die Erhöhung haben darf. Beim INFO BÖRSE Abschluss eines neuen Mietvertrags sind Vermieter in aller Regel an die Mietpreisbremse gebunden. Diese regelt, dass die verlangte Miete maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf, wenn eine Wohnung wieder neu vermietet wird. Mietspiegel sorgt für Transparenz Der Frankfurter Mietspiegel 2020 kann im gesamten Stadtgebiet und bei fast allen freifinanzierten Mietwohnungen angewendet werden. Er basiert auf dem Mietspiegel 2018. Die darin enthaltenen Werte wurden an die Entwicklung des Verbraucherpreisindexes des Statistischen Bundesamtes angepasst. Das heißt, dass der Mietspiegel fortgeschrieben und keine neue Befragung zur ortsüblichen Vergleichsmiete durchgeführt wurde. Dieser Fortschreibung haben alle Mitglieder der Mietspiegelkommission zugestimmt und der Magistrat hat den Mietspiegel 2020 anerkannt. Der Mietspiegel 2020 soll Mietpreise transparent machen und unnötige und teure Rechtsstreitigkeiten vermeiden. Beim Frankfurter Mietspiegel 2020 handelt es sich um einen qualifizierten Mietspiegel, der zum Beispiel in Zivilprozessen zwischen Vermieter und Mieter als Quelle für die ortsübliche Vergleichsmiete anerkannt ist. STADTVERWALTUNG 3D-Laserscannerflieger über Frankfurt Um die zahlreichen baulichen Veränderungen zu dokumentieren und die hohe Nachfrage an aktuellen Höhendaten zu erfüllen, wurde im März 2020 zum vierten Mal eine Laserscannerbefliegung des gesamten Frankfurter Stadtgebiets sowie des Flughafengeländes durchgeführt. Im Rahmen zweier genehmigter Nachtflüge zwischen dem 14. und 22. März wurden aktuelle Gelände-, Gebäudeund Vegetationshöhen mit einer Genauigkeit von 10 bis 15 Zentimeter erfasst. Aus dem aus den Daten neu erzeugten virtuellen Geländemodell werden nun alle Höhenprodukte des Stadtvermessungsamtes neu berechnet. Höhenraster, Höhenlinien und so genannte Schummerungen (Reliefdarstellungen) können ab Herbst 2020 allen städtischen Ämtern und Betrieben als Planungsgrundlage zu Verfügung gestellt werden. 23 Ausgabe Sommer 2020 UMWELT UND ENERGIE Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahrzehnten hat die Stadt ein modernes Quartier für rund 5 500 Menschen samt Infrastruktur am östlichen Rand des Stadtteils Preungesheim geschaffen. Anfang März unternahmen Planungsdezernent Mike Josef, Verkehrsdezernent Klaus Oesterling und Sportdezernent Markus Frank in Begleitung von interessierten Bürgern einen Spaziergang durch das Quartier und pflanzten symbolisch den letzten noch fehlenden Baum an der Grünanlage Renettenstraße. „Mit der Entwicklung des Frankfurter Bogens ist ein begehrtes Wohnquartier mit hervorragender Infrastruktur und schneller Erreichbarkeit der Frankfurter City sowie der ganzen Region entstanden. Dennoch ist das Quartier beschaulich. Hierzu tragen unterschiedliche Wohnformen und ein hoher Anteil an Grünflächen bei“, sagte Planungsdezernent Mike Josef. Als überzeugter Nutzer von Bus und Bahn lobt Oesterling die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr: „Bereits seit 2002 gibt es eine Busverbindung zum Frankfurter Bogen. Mit der Straßenbahnlinie 18 ist das Quartier an die Innenstadt angebunden“, so der Stadtrat. Planungsdezernat Stadt schließt Generationenprojekt Frankfurter Bogen ab Vier Mann pflanzen einen Baum, von links nach rechts: die Stadträte Frank, Oesterling und Josef. Als zweiter von links schaufelt Robert Lange, Vorsteher des Ortsbeirats 10. 500 Bäume gepflanzt Drei große Grünzüge verbinden den Kern des Stadtteils mit einem äußeren Ring. Hier liegen auch Obstbaumhaine und naturnah gepflegte, artenreiche Wiesenflächen. Acht Spielplätze mit altersgerechten Angeboten sind in die Grünanlagen eingebettet, und das WISSENSWERTES ZUM FRANKFURTER BOGEN Lage: Im Osten des Stadtteils Preungesheim Größe insgesamt: rund 72 Hektar Geschosswohnungsbau: 15 Hektar Einfamilienhausbebauung: 9 Hektar Kitas/Schulen: 4 Hektar Öffentliche Verkehrs-/Grünflächen: 15 Hektar Grünanlagen/Bezirkssportanlage: 29 Hektar Wohneinheiten: zirka 2 200, in der Regel 2- bis 4-geschossige Gebäude in Form von Blockbebauung, Stadtvillen und Reihenhäusern Einwohner: zirka 5 500 in fußläufiger Distanz zu den Wohnungen. Für Umweltdezernentin Rosemarie Heilig ist die Fertigstellung ein wichtiges Signal. „In den letzten beiden Hitzesommern haben wir einmal mehr erlebt, wie wichtig Grün in der Stadt ist. Die 500 Bäume, die das Grünflächenamt in den Straßen gepflanzt hat, werden künftig für Schatten und Kühle in unserer aufgeheizten Stadt sorgen. Der Frankfurter Bogen ist ein wichtiges Projekt, um zu zeigen, dass wir noch mehr Bäume, noch mehr Grünflächen und grüne Plätze brauchen, damit Frankfurt lebenswert bleibt.“ Bevor der Frankfurter Bogen bebaut wurde, gab es auf dem Gelände viele Gärten und zahlreiche Streuobstwiesen. Einige Straßen wurden deshalb nach Apfelsorten benannt. Daher rührt auch der Name „ApfelQuartier“. Solaranlagen versorgen das Quartier Der Frankfurter Bogen ist kontinuierlich gewachsen, mit dem alten Ortskern von Preungesheim verbunden, hat ein modernes Erscheinungsbild und ist energetisch nachhaltig angelegt. Er bietet beste Voraussetzungen für die Gewinnung von Solarenergie vor Ort: Die PV-Mieterstromanlagen der Mainova im Quartier haben zusammen rund 100 Kilowatt Leistung und erzeugen über 90 000 Kilowattstunden Ökostrom im Jahr. Das spart fast 60 Tonnen CO2 im Jahr. Der Mieterstrom wird direkt in das jeweilige Hausnetz eingespeist und kann von den Hausbewohnern auf Wunsch bezogen werden. 24 Frankfurtbaut 60.000 m² Architektur I KO N E omegahaus.eu Miete ab 15,00 EUR/m² „Haus-in-Haus“ Lösung für Nutzer ab ca. 10.000 m² Haus D Haus A Das OMEGAHAUS liegt mitten in Offenbachs bedeutendstem Bürostandort Kaiserlei und vor den Toren Frankfurts • Bis zu 60.000 m² anmietbare Bürofläche • Neugestaltung des Erdgeschosses geplant: Nahversorgung, Kantine, Fitness-Studio, Kita sowie ein Konferenzzentrum • Mietpreis ab 15,00 EUR/m² • Bezug ab 2021 / 2022 • Teilbar ab 2.000 m² • Beste verkehrliche Anbindung: S-Bahn-Station und A 661 quasi vor der Bürotür • Ausstattung nach Mieterwunsch Haus C S be len h tra r rge e aß Str Haus B Omegahaus Strahlenberger Straße 11 – 17 63067 Offenbach am Main Ein Projekt der Imfarr Beteiligungs GmbH Vermarktungspartner: Colliers International Deutschland GmbH +49 69 719192-36 omegahaus.germany@colliers.com
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