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Full text: Bericht zur Inspektion der Loschmidt-Oberschule 04B01 Berufsschule mit sonderpädagogischen Aufgaben (Rights reserved)

Bericht zur Inspektion der Loschmidt-Oberschule 04B01 Berufsschule mit sonderpädagogischen Aufgaben November 2008 1 Inhaltsverzeichnis 1 Vorwort 3 2 Inspektionsverfahren 4 2.1 Inspektionsteam ............................................................................................................................. 4 2.2 Ablauf der Inspektion .................................................................................................................... 4 2.3 Vorgespräch.................................................................................................................................... 5 2.4 Analysierte Dokumente .................................................................................................................. 5 2.5 Fragebogen für Lehrkräfte/Fragebogen für das sonstige pädagogische Personal ....................... 5 2.6 Fragebogen für Schülerinnen und Schüler/Fragebogen für Eltern ............................................... 5 2.7 Unterrichtsbeobachtungen ............................................................................................................. 6 2.8 Interviews ....................................................................................................................................... 6 2.9 Schulrundgang ............................................................................................................................... 6 3 Ausgangslage der Schule 6 3.1 Schulart und Schulbehörde............................................................................................................ 6 3.2 Schülerinnen und Schüler .............................................................................................................. 6 3.3 Personal und Ausstattung der Schule ........................................................................................... 7 3.4 Standortbedingungen..................................................................................................................... 7 4 Unterrichtsprofil 8 4.1 Tabellarische Übersicht der Profilmerkmale................................................................................... 8 4.2 Erläuterungen zum Unterrichtsprofil ............................................................................................. 9 5 Qualitätsprofil 14 5.1 Tabellarische Übersicht der Qualitätsmerkmale........................................................................... 14 Erläuterungen zum Qualitätsprofil....................................................................................................... 15 6 Zusammenfassung der Ergebnisse 25 6.1 Stärken der Schule ....................................................................................................................... 25 6.2 Entwicklungsbedarf der Schule.................................................................................................... 25 7 Anhang BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE 26 Seite 2/29 1 1 Vorwort Die Berliner Schulinspektion nahm im November 2005 ihre Arbeit auf. Seit dem Schuljahr 2006/2007 werden jährlich 150 bis 160 Schulen inspiziert. Die Auswahl der Schulen erfolgt entweder aufgrund freiwilliger Meldungen oder mithilfe eines IT-gestützten Zufallsverfahrens unter Vorgabe einer proportionalen Verteilung auf die Bezirke und die Schularten. Jeder Schule wird ein Inspektionsteam zugeordnet, das in der Regel aus vier Personen, darunter ein ehrenamtliches Mitglied, besteht. Die Berliner Schulinspektion untersucht und bewertet eine Schule mit standardisierten Methoden und Instrumenten als Gesamtsystem. Mit den dazu auf der Basis des „Handlungsrahmen Schulqualität in Berlin“ entwickelten Evaluationsinstrumenten werden die der Unterrichts- und Erziehungsarbeit zugrunde liegenden Vereinbarungen und Beschlüsse, der Stand ihrer Umsetzung im Schulalltag, die Qualität der Managementprozesse sowie die Ergebnisse und Erfolge der schulischen Arbeit erfasst. Eine Bewertung einzelner Personen oder einzelner Unterrichtsstunden erfolgt nicht. Als Ergebnis der Inspektion erhält die Schule mit dem hier vorliegenden Bericht eine Rückmeldung in Form eines Qualitätsprofils und eines zusätzlich ausgewiesenen Unterrichtsprofils. Diese weisen sowohl die Stärken der Schule als auch ihren Entwicklungsbedarf aus. Damit erhält die Schule eine umfassende Bewertung entscheidender Qualitätsmerkmale. Es ist das Ziel der Inspektion, damit Impulse zur weiteren Schul- und Unterrichtsentwicklung zu geben sowie die Qualität von Unterricht und Erziehung, Schulorganisation und Schulleben zu sichern. Zugleich erhalten die zuständige Schulaufsicht und die zuständige Schulbehörde den Inspektionsbericht, damit sie die Schule auf dieser Grundlage in ihrem weiteren Qualitätsentwicklungsprozess beraten und unterstützen können. Das Inspektionsteam bedankt sich bei dem Kollegium und der Schulleitung der LoschmidtOberschule für die freundliche Zusammenarbeit und Unterstützung während der Inspektionsdurchführung. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 3/29 1 2 Inspektionsverfahren 2.1 Inspektionsteam Das Inspektionsteam für die Loschmidt-Oberschule bestand aus Herrn Grützmann (koordinierender Inspektor), Herrn Fleisssner-Brieske und Frau Müller. Im Rahmen eines Mentorenprojektes der Berliner Schulinspektion begleiteten Frau Horst, Frau Rathenow und Herr Pinnow die Inspektion. 2.2 Ablauf der Inspektion Inspektionsverfahren Vorgespräch Datum 23.06.2008 Schulrundgang 16 Unterrichtsbesuche Interview mit Schülerinnen und Schülern 15.09.2008 Interview mit Lehrkräften und dem sonstigen pädagogischen Personal Elterninterview 20 Unterrichtsbesuche Interview mit dem Schulleiter 17.09.2008 Interview mit dem stellvertretenden Schulleiter Präsentation des Berichts vor den Mitgliedern der Schulkonferenz November 2008 Gespräch mit der zuständigen Schulaufsicht und der Referatsleiterin der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung (vorgesehen) November 2008 BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 4/29 1 2.3 Vorgespräch Am 23.06.2008 fand das Vorgespräch in der Schule statt. An diesem Gespräch beteiligte sich das gesamte Inspektionsteam. Von Seiten der Schule nahmen der Schulleiter sowie sechs weitere Mitglieder des Kollegiums bzw. Gremienmitglieder teil. Im Rahmen des Vorgesprächs wurde festgelegt, welche Dokumente die Schule der Inspektion zur Verfügung stellt. 2.4 Analysierte Dokumente Von der Schule zur Verfügung gestellte Dokumente Zusätzlich zu den in der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung vorliegenden statistischen Daten stellte die Schule folgende Dokumente vorab zur Verfügung. Sie wurden gesichtet und bei der Bewertung der Qualitätsmerkmale entsprechend berücksichtigt. Schulprogramm weitere Dokumente der Schule • Pressemappe zur Projektwoche „Rassismus im Alltag“ • Beispiele für schulinterne Informationsblätter • Homepage der Schule • DaZ-Konzept Dokumente, in die während der Inspektion Einblick genommen wurde • Beispiele für die Leistungsstanderhebung am Anfang und am Ende des Schuljahres in Mathematik und Deutsch • Dokumentation der Schülerbefragung im Rahmen der internen Evaluation, erster Entwurf eines Evaluationsberichts • Pressespiegel der Schule • Dokumente über besondere Erfolge der Schule • Schul-, Hausordnung • Vertretungsplan • Stoffverteilungspläne • Protokolle (Gesamtkonferenz, Fachkonferenzen, Leitungsausschuss) 2.5 Fragebogen für Lehrkräfte/Fragebogen für das sonstige pädagogische Personal An der Befragung beteiligten sich 39 Lehrkräfte, das entspricht einer Quote von 70 %. Die Befragung diente der Vorbereitung der Inspektion. Die Auswertung der Fragebogen befindet sich im Anhang. 2.6 Fragebogen für Schülerinnen und Schüler/Fragebogen für Eltern Von den 193 an die Schülerinnen und Schüler ausgegebenen Fragebogen wurden alle ausgefüllt. Die Eltern bekamen keine Fragebogen. Die Auswertung befindet sich im Anhang, sie wurde vom Institut BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 5/29 1 für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg (ISQ) vorgenommen und der Schule zugänglich gemacht. 2.7 Unterrichtsbeobachtungen Während der Inspektionstage führte das Inspektionsteam 36 Unterrichtsbesuche durch. Die Besuche waren über alle Bildungsgänge und Jahrgangsstufen verteilt. Das Inspektionsteam sah 31 von 38 an der Schule unterrichtenden Lehrkräften aus der Laufbahn des Studienrats, des Lehrers und des Fachlehrers, das entspricht 81 %. Jede Unterrichtsbeobachtung dauerte 20 Minuten, das Inspektionsteam sah 14 Anfangs-, 13 Mittelund 9 Endsituationen. Alle Unterrichtsbesuche wurden auf standardisierten Beobachtungsbogen protokolliert und bewertet. 2.8 Interviews Das Inspektionsteam führte während der Inspektionstage Interviews mit • dem Schulleiter, Herrn Foest, • dem stellvertretenden Schulleiter, Herrn Bogmann, • neun Schülerinnen und Schülern (davon vier Klassensprecher/innen bzw. Gremienvertreter/innen), • 10 Lehrkräften und einer Sozialpädagogin • 12 Vertreterinnen und Vertreter kooperierender Ausbildungsbetriebe und sozialer Einrichtungen Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Interviews wurden vom Inspektionsteam in Absprache mit der Schulleitung festgelegt. 2.9 Schulrundgang Der Schulrundgang fand am 15.09.2008 statt. Es nahmen der Schulleiter und Herr Fleissner-Brieske für das Inspektionsteam teil. 3 Ausgangslage der Schule 3.1 Schulart und Schulbehörde Die Loschmidt-Oberschule ist eine Berufsschule mit sonderpädagogischen Aufgaben. Vorrangig in dem zweijährigen berufsqualifizierenden Lehrgang im Förderschwerpunkt Lernen BQL(FL) werden Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“, aber auch „Geistige Entwicklung“ aufgenommen. Beim berufsqualifizierenden Lehrgang BQL nimmt die Schule zusätzlich am TridemModell teil (Modellversuch integrierte Berufsvorbereitung mit Qualifizierungsbausteinen). Der Lehrgang wird in Vollzeit und in Teilzeit (MDQM) mit einem freien Träger für die fachpraktische Ausbildung angeboten. Eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern besucht die Berufsvorbereitung (BV). In der dualen Bildung werden Glaser und Friseure ausgebildet. Der zuständige Schulaufsichtsbeamte ist Herr Walk. Die Schulträgerschaft liegt beim Referat II A der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Referatsleiterin ist Frau Schmidt. 3.2 Schülerinnen und Schüler Im Schuljahr 2008/09 besuchen 493 Schülerinnen und Schüler die Loschmidt-Oberschule. Die größte Anzahl mit 387 Schulbesuchern entfällt auf die Lehrgänge, wobei 141 Schülerinnen und Schüler die Förderschwerpunkt „Lernen“ bzw. „Geistige Entwicklung“ haben. In den dualen Bildungsgängen besuchen 106 Schülerinnen und Schüler die Schule. Diese Zahl ist gegenüber dem Schuljahr 2007/08 angestiegen. Die Schülerzahlen in den Lehrgängen sind hingegen weitgehend konstant. Der Anteil an BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 6/29 1 Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache weist eine steigende Tendenz auf. Im Schuljahr 2008/09 wurde ein Anteil von 52 % erreicht. In den vorangegangenen Jahren lag dieser Anteil unter 45 %. 3.3 Personal und Ausstattung der Schule An der Loschmidt-Oberschule arbeiteten zum Inspektionszeitpunkt 38 Lehrkräfte aus der Studienratslaufbahn bzw. der Laufbahn des Lehrers sowie 16 Lehrerinnen und Lehrer für Fachpraxis. Eine Sozialpädagogin ist an der Schule tätig. Zusätzlich arbeiten ein Schulhelfer und ein Praktikumsbegleiter des ISB an der Schule. Ergänzt wird das Personal durch eine Sekretärin und einen Schulhausmeister. Zur Abdeckung des Stundenbedarfes werden 1213,32 Stunden benötigt (750,32 Stunden für Theorie und 463 Stunden für Fachpraxis). Zum Zeitpunkt der Inspektion lag die Ausstattung bei 99,6 %. 3.4 Standortbedingungen Die Loschmidt-Oberschule liegt in einer ruhigen Seitenstraße nahe dem Rathaus Charlottenburg. Die Schülerschaft der Schule stammt, den Aussagen des Schulleiters folgend, ca. zur Hälfte aus Schulen mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ oder auch „Geistige Entwicklung“. Die übrigen Schülerinnen und Schüler haben vorher die allgemein bildende Schule besucht und dort nach dem Erfüllen der allgemeinen Schulpflicht keinen Schulabschluss erreicht. Das Gebäude der Loschmidt-Oberschule wurde in den neunziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts erbaut. Weitere Anbauten stammen aus den vierziger und siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Der Erhaltungszustand des Hauses ist sehr gut. Der Innenbereich wurde durch die Schülerschaft mit Mitteln des Schulträgers in Eigenarbeit farblich einheitlich und ansprechend gestaltet. Verunreinigungen oder Graffiti sind im Gebäude nicht festzustellen. Die Toiletten sind ebenfalls in einem guten Zustand, auch hier waren während der Inspektionstage keine Beschmutzungen festzustellen. Die Loschmidt-Oberschule verfügt für die verschiedenen Qualifizierungslehrgänge über sehr gut ausgestattete Werkstätten. Es gibt drei Holzbankräume und einen Holzmaschinenraum, drei Metallbankräume und einen Metallmaschinenraum, zwei Elektroräume, zwei Textilräume und zwei Lehrküchen. Die Schule hat zwei Computerräume; ein Raum wird überwiegend für Unterrichtszwecke genutzt, im zweiten werden vorwiegend Programmierungen zur Steuerung von Maschinen vorgenommen. Zusätzlich wird dieser Raum für PC-Lehrgänge (Europäischer Computerpass) und Lehrerfortbildungen genutzt. Im Keller der Schule befindet sich ein von Schülerinnen und Schülern in Eigenarbeit hergerichteter Fitnessraum. Zusätzlich zu diesen Fachräumen hat die Loschmidt-Oberschule einen kleinen Fachraum für Bildende Kunst mit einem Töpferofen sowie eine kleine Aula. Die Schülerfirma Bistro „LOS“ bietet, angrenzend an die Lehrküchen, in einem umgestalteten Klassenraum und auf dem Gang während des Vormittags und in den Pausen täglich frisch zubereitete Speisen an. Die Klassenräume sind zum Teil, gemessen an der Größe der Lerngruppen, zu klein. Sie sind überwiegend schmucklos eingerichtet, die Schülerinnen und Schüler haben nicht die Möglichkeit auf zusätzliche Arbeitsmaterialien zurückzugreifen. Der Außenbereich der Schule ist ansprechend gestaltet. Ein Teil des Schulhofes wurde entsiegelt und mit Rasen bepflanzt. Während der Sommermonate werden Bänke auf dem Schulhof aufgestellt, die Schülerfirma Bistro „LOS“ bietet dann dort ihre Speisen an. Der schuleigene Sportplatz bietet eine 80-Meter-Bahn und ein Spielfeld mit Kunststoffbelag. Er grenzt an den Schulhof. Die ebenfalls auf dem Gelände der Schule liegende Sporthalle wurde unmittelbar vor Beginn der Inspektion saniert. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 7/29 1 4 Unterrichtsprofil 4.1 Tabellarische Übersicht der Profilmerkmale1 Profilkriterien Profilmerkmal 1: Unterrichtsorganisation 1.1 Intensive Nutzung der Lehr- und Lernzeit 1.2 Schaffung von fördernden Lern- und Arbeitsbedingungen 1.3 Kooperation von Lehrkräften und Erzieherinnen/Erziehern Bewertung A B C D Bewertung Profilmerkmal 2: Unterrichtsprozess Profilkriterien A 2.1 Förderung von Selbstvertrauen und Selbstständigkeit 2.2 Förderung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen 2.3 Schüler- und themenorientierte Methodenwahl 2.4 Innere Differenzierung 2.5 Sprachentwicklung, Sprach- und Kommunikationsförderung 2.6 Selbstständiges Lernen 2.7 Kooperatives Verhalten 2.8 Möglichkeiten für Schüler/innen, eigene Lösungen zu entwickeln, darzulegen und zu reflektieren 2.9 Deutliche Strukturierung und transparente Zielausrichtung des Unterrichts B C D 2.10 Leistungsorientierung Bewertung Profilmerkmal 3: Pädagogisches Verhalten/Unterrichtsklima Profilkriterien A 1 3.1 Verantwortungsbereitschaft, soziales Engagement, soziales Verhalten und Toleranz 3.2 Positives pädagogisches Klima im Unterricht 3.3 Faire und gerechte Behandlung der Schüler/innen B C D Die Nummerierung der Profilkriterien weicht von der Nummerierung im Handlungsrahmen Schulqualität ab. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 8/29 1 4.2 Erläuterungen zum Unterrichtsprofil Das Unterrichtsprofil gibt das Gesamtergebnis der Bewertungen aller während der Inspektion beobachteten Unterrichtssequenzen wieder. Der Bewertung innerhalb des Unterrichtsprofils liegen folgende Definitionen zugrunde: A stark ausgeprägt Mindestens 80 % der Bewertungen müssen im positiven Bereich (Bewertung „trifft zu“ bzw. „trifft eher zu“) liegen. Mindestens 40 % der Bewertungen müssen mit „trifft zu“ erfolgen. B eher stark ausgeprägt Mindestens 60 % der Bewertungen müssen im positiven Bereich liegen. C eher schwach prägt D schwach ausgeprägt ausge- Mindestens 40 % der Bewertungen müssen im positiven Bereich liegen. Der Anteil der positiven Bewertungen liegt unter 40 %. In der Anlage befindet sich ein Säulendiagramm, das die prozentuale Verteilung der Bewertungen darstellt. Die Größe der gesehenen Lerngruppen verteilte sich wie folgt: ≤ 5 Schüler 3 ≤ 10 Schüler ≤ 15 Schüler ≤ 20 Schüler ≤ 25 Schüler 7 18 8 0 Die durchschnittliche Lerngruppenfrequenz lag bei 12 Schülerinnen und Schülern. Bei zwei Besuchen stellte das Inspektionsteam Verspätungen von insgesamt zehn Schülerinnen bzw. Schülern fest. Verteilung der Sozialformen in den gesehenen Unterrichtssequenzen: Sozialform Frontalunterricht Einzelarbeit Partnerarbeit Gruppenarbeit 27 21 0 1 75 % 58 % 0% 3% Anzahl der Sozialformen prozentuale Verteilung 2 Fachliche Mängel stellte das Inspektionsteam bei einem Besuch fest, in einem Fall waren Lehr- und Lernmittel nicht in ausreichender Zahl vorhanden. Bei 13 Unterrichtsbesuchen waren PC vorhanden, die Nutzung dieser PC wurde bei keinem Besuch beobachtet. 2 Die Summe kann über 100 % liegen, da in einer Unterrichtssequenz mehrere Sozialformen beobachtet werden können. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 9/29 1 Profilmerkmal 1: Unterrichtsorganisation Intensive Nutzung der Lehr- und Lernzeit (1.1) (Bewertung A - stark ausgeprägt) Die zur Verfügung stehende Lehr- und Lernzeit wurde in knapp 90 % der gesehenen Sequenzen für die Arbeit an unterrichtsrelevanten Themen und Inhalten genutzt. Eine sachfremde Nutzung der Unterrichtszeit kam nicht vor. Die Lehrkräfte achteten auf einen pünktlichen Beginn und brachten durch eigenes Handeln zum Ausdruck, dass die Unterrichtszeit wertvoll ist. Warte- oder Leerlaufzeiten für die Schülerinnen und Schüler gab es in insgesamt 10 % der Unterrichtssequenzen. Dies betrifft sowohl den Unterricht in den allgemein bildenden Fächern als auch den Fachtheorieunterricht. Schaffung von fördernden Lern- und Arbeitsbedingungen (1.2) (Bewertung A - stark ausgeprägt) Die Raumgestaltung, das Mobiliar und das Raumklima sowie die Anordnung und Bereitstellung der Lehr- und Lernmaterialien förderten in 35 von 36 Unterrichtssequenzen konzentriertes Lernen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten mit den von den Lehrkräften zur Verfügung gestellten Materialien. Nicht in jedem Fall hatten Sie in den Klassenräumen die Gelegenheit, auf zusätzliche Arbeitsmaterialien zurückzugreifen, obwohl dies erforderlich gewesen wäre. Die Klassenräume waren mitunter für die Größe der Lerngruppen zu klein. Kooperation von Lehrkräften und Erzieherinnen/Erziehern (1.3) (Bewertung B - eher stark ausgeprägt) In 24 Unterrichtssequenzen konnte die Kooperation von Lehrkräften beobachtet werden. Im Rahmen des Fachpraxisunterrichts passten die gemeinsam agierenden Pädagogen ihr Handeln den jeweiligen Erfordernissen und ggf. den speziellen Bedürfnissen einzelner Schülerinnen und Schüler an. Es war deutlich zu erkennen, dass der Unterricht auf zuvor getroffenen Absprachen beruhte. Die effektive Nutzung der gemeinsamen Unterrichtszeit konnte in der Fachtheorie oder den allgemein bildenden Fächer nur zu einem geringen Teil beobachtet werden. In neun Sequenzen war eine Kooperation der Lehrkräfte überhaupt nicht zu erkennen. In einigen Sequenzen beobachtete eine Lehrkraft über 20 Minuten hinweg das Unterrichtsgeschehen ohne aktiv zu werden, während die zweite Lehrkraft den Unterricht gestaltete. Profilmerkmal 2: Unterrichtsprozess Förderung von Selbstvertrauen und Selbstständigkeit (2.1) (Bewertung C - eher schwach ausgeprägt) In knapp 50 % der gesehenen Unterrichtssequenzen förderten die Lehrkräfte Selbstvertrauen und Selbstständigkeit der Lernenden. Dies bezieht sich ausschließlich auf den Unterricht in den Werkstätten, hier ermunterten sie zur aktiven Beteiligung und Aufgabenübernahme und unterstützten die Schülerinnen und Schüler individuell bei der Bewältigung der jeweiligen Arbeit. Die Aufgabenstellungen ließen im Werkstattunterricht zwar wenig Raum zur Entfaltung von Kreativität, das Inspektionsteam sah hier jedoch, dass die Lehrkräfte das Selbstvertrauen der Jugendlichen dadurch förderten, dass sie diese beständig anregten, eine Tätigkeit erfolgreich zu beenden. In den allgemein bildenden Fächern waren die Aufgabenstellungen in fast allen Fällen sehr eng gefasst, sie ließen den Schülerinnen und Schüler keinen Raum, die eigenen Stärken und Schwächen einschätzen zu lernen. Eine individuelle Unterstützung sah das Inspektionsteam hier kaum. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 10/29 1 Förderung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen (2.2) (Bewertung B - eher stark ausgeprägt) Die Förderung fachlicher Kompetenzen war in 33 Sequenzen zu beobachten. Die Aufgabenstellungen erforderten von den Lernenden eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Lehrstoff. Die Förderung von überfachlichen Kompetenzen sah das Inspektionsteam im Werkstattunterricht. Hier wurden zum Teil die personalen Kompetenzen bei der Organisation von Arbeitsprozessen beobachtet. Die Möglichkeit zur Entwicklung von Methoden,- Team- oder Präsentationskompetenzen wurde den Lernenden nicht geboten. In acht der insgesamt 36 Unterrichtsbesuche wurden sowohl fachliche als auch überfachliche Kompetenzen gefördert. In acht Sequenzen erfolgte eher keine fachliche oder überfachliche Kompetenzförderung. Schüler- und themenorientierte Methodenwahl (2.3) (Bewertung B - eher stark ausgeprägt) Im Werkstattunterricht waren die gewählten Methoden und Lehrstrategien schüler- und themenorientiert, die Abwechslung ergab sich für die Schülerinnen und Schüler durch die individuellen Herausforderungen bei der Bearbeitung eines Werkstücks. Vor allem im Unterricht der allgemein bildenden Fächer und im Fachtheorieunterricht waren die eingesetzten Methoden nicht immer schülerorientiert und wenig abwechslungsreich. Es dominierte Frontalunterricht, verbunden mit einer kleinschrittigen Methodik und einem fragend-entwickelnden Unterrichtsstil, der den Lernenden aufgrund seiner engen Führung wenig Freiraum ließ. Innere Differenzierung (2.4) (Bewertung D - schwach ausgeprägt) Differenzierungsmaßnahmen sowohl für leistungsschwächere als auch leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler waren in zwei der gesehenen Sequenzen deutlich und in elf zum Teil sichtbar. In diesen Sequenzen wurden die Aufgabenstellungen an die Lernmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler angepasst. In 23 der 36 Sequenzen boten die Lehrkräfte keine differenzierten Aufgaben an. Die Lernenden bearbeiteten identische Aufgaben mit gleicher Zeitvorgabe. Die Lehrkräfte registrierten in etwa der Hälfte der gesehenen Sequenzen Lernprobleme und Lernfortschritte ihrer Schülerinnen und Schüler und gaben wertschätzende Rückmeldungen. Sprachentwicklung/Sprach- und Kommunikationsförderung (2.5) (Bewertung C - eher schwach ausgeprägt) Der gesehene Unterricht bot den Schülerinnen und Schüler kaum Gelegenheiten zur Kommunikation untereinander. Im Werkstattunterricht lernten sie in Einzelarbeit, Gesprächspartner war hier ausschließlich die Lehrkraft. Die Lehrerinnen und Lehrer hielten die Lernenden zum richtigen Gebrauch der deutschen Sprache sowie der jeweiligen Fachsprache an und unterstützten sie bei Formulierungen sowie in ihrer Ausdrucksweise. Gelegenheiten zur Kommunikation boten sich den Schülerinnen und Schülern im Unterricht der Schülerfirmen. Hier waren zum Teil Absprachen untereinander zu beobachten. Unterrichtsgespräche, in denen die Schülerinnen und Schüler aufeinander Bezug nehmen mussten und so die Kommunikation untereinander gefördert wurde, kamen fast nicht vor. Hilfsmittel wie Wörterbücher, Wörterlisten oder visuelle Hilfen wurden kaum genutzt. Die Lehrkräfte der Loschmidt-Oberschule waren mehrheitlich vorbildhaft in der Sprachanwendung. Das Inspektionsteam sah allerdings auch Stunden, in denen dies nicht der Fall war und die Sprache der Unterrichtenden umgangssprachlich gefärbt war. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 11/29 1 Selbstständiges Lernen (2.6) (Bewertung D - schwach ausgeprägt) Im Unterricht boten sich den Schülerinnen und Schülern keine Möglichkeiten, Lernprozesse selbstständig zu steuern, eigenständig Informationen zu sammeln oder sich mit Mitschülerinnen bzw. Mitschülern über Arbeitsergebnisse auszutauschen. Die Steuerung lag ausschließlich in der Hand der Lehrkräfte. In vier Sequenzen des fachpraktischen Unterrichts hatten die Schüler die Möglichkeit, zum Teil eigenverantwortlich den Lernprozess mitzugestalten. Kooperatives Verhalten (2.7) (Bewertung D - schwach ausgeprägt) In den gesehenen 36 Unterrichtssequenzen sah das Inspektionsteam keine Partnerarbeit und nur einmal Gruppenarbeit. Frontalunterricht und Einzelarbeit dominierten, so dass kaum Möglichkeiten zur Förderung kooperativen Verhaltens gegeben waren. Teamkompetenzen wurden im Unterricht nicht gefördert. Möglichkeiten für Schüler/innen, eigene Lösungen zu entwickeln, darzulegen und zu reflektieren (2.8) (Bewertung D - schwach ausgeprägt) Die Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler, eigene Lösungen zu entwickeln und darzustellen, wurde in einer Sequenz beobachtet. In zwei Unterrichtsphasen wurden Ansätze hierzu gesehen. Fragestellungen und Arbeitsaufträge der Lehrkräfte waren vorwiegend eng gestellt und auf ein einzelnes Ziel fokussiert. Selten gab es Möglichkeiten für Schülerinnen und Schüler, auf ergebnisoffene Fragestellungen zu antworten, unterschiedliche Lösungsansätze zu erörtern und damit Problemlösekompetenz zu entwickeln. Die gezielte Nutzung von Fehleranalysen für den weiteren Unterrichtsverlauf wurde zum Teil im Werkstattunterricht beobachtet. Hier besprachen die Lehrkräfte den Lernfortschritt mit den Schülerinnen und Schülern anhand des jeweiligen Werkstücks und machten sie auf Fehler aufmerksam. Deutliche Strukturierung und transparente Zielausrichtung des Unterrichts (2.9) (Bewertung B - eher stark ausgeprägt) Der während der Inspektionstage gesehene Unterricht war zu 83 % deutlich strukturiert. Die Lehrkräfte gaben hier klare Anweisungen zum Verlauf und den Zielen. Die erteilten Arbeitsanweisungen waren überwiegend stimmig und eindeutig formuliert. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten zielgerichtet und konzentriert. Das Erreichen des Unterrichtsziels am Ende der Stunde wurde selten reflektiert. In 17 % der besuchten Stunden war der Unterricht ungenügend organisiert, der Übergang zwischen den Phasen nicht immer nachvollziehbar und das Unterrichtsziel nur in Ansätzen erkennbar. Leistungsorientierung (2.10) (Bewertung B - eher stark ausgeprägt) Die Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler wurde vor allem im Werkstattunterricht und in der Arbeit der Schülerfirmen deutlich gefördert und auch gefordert. Die Lehrkräfte hatten hier aufgrund der Doppelsteckung die Zeit, sich einzelnen Schülerinnen und Schülern zuzuwenden und ihre Leistungen individuell zu fördern. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 12/29 1 Im übrigen Unterricht waren zum Teil Einschränkungen zu beobachten. Im Rahmen des fast ausschließlich beobachteten Frontalunterrichts waren die Leistungsanforderungen nicht immer herausfordernd und kaum am individuellen Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler orientiert. Profilmerkmal 3: Pädagogisches Verhalten/ Unterrichtsklima Verantwortungsbereitschaft, soziales Engagement, soziales Verhalten und Toleranz (3.1) (Bewertung A - stark ausgeprägt) Der mitmenschliche Umgang war in 34 der 36 gesehenen Unterrichtssequenzen freundlich, wertschätzend und höflich. Die Lehrkräfte wandten sich den Schülerinnen und Schülern zu, behandelten Mädchen und Jungen gleichberechtigt. Die im Leitbild verankerten Erziehungsgrundsätze wurden im Unterricht von allen Beteiligten beachtet und gelebt. Der mitmenschliche Umgang untereinander war auf ein konstruktives Miteinander abgestimmt. Die Lehrkräfte und die Lernenden achteten gemeinsam auf die Vermittlung und Einhaltung demokratischer Verhaltensweisen. In zwei Sequenzen ließen die Beteiligten zum Teil einen wertschätzenden Umgang miteinander vermissen. Positives pädagogisches Klima im Unterricht (3.2) (Bewertung A - stark ausgeprägt) Der Unterricht verlief fast ausnahmslos störungsfrei. Bis auf wenige Ausnahmen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler interessiert mit. Die Lehrerinnen und Lehrer gaben vor allem im Werkstattunterricht wertschätzende Rückmeldungen, nahmen sich Zeit für einzelne Schülerinnen und Schüler und sorgten für eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre. Faire und gerechte Behandlung der Schüler/innen (3.3) (Bewertung A - stark ausgeprägt) Die Lehrkräfte verhielten sich in nahezu allen Sequenzen vorbildhaft und gingen respektvoll, fair und gerecht mit den Schülerinnen und Schülern in ihren Lerngruppen um. Bei vereinzelten Regelverstößen setzten sie freundlich, aber bestimmt Grenzen. Sie reagierten insgesamt angemessen und wirksam, indem sie Schülerinnen und Schüler immer wieder in die Verantwortung für ihr eigenes Verhalten nahmen. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 13/29 1 5 Qualitätsprofil3 5.1 Tabellarische Übersicht der Qualitätsmerkmale Qualitätsmerkmale Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule 1.1 Personale und soziale Kompetenzen 1.2/1.4 Fachkompetenzen/Schullaufbahn 1.3 Methodenkompetenzen Qualitätsmerkmale Qualitätsbereich 2: Lehr- und Lernprozesse 2.1 Schulinternes Curriculum 2.2 Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht 2.3 Leistungsanforderungen und Leistungsbewertungen 2.4 Schülerunterstützung und -förderung im Lernprozess 2.5 Schülerberatung und -betreuung Qualitätsmerkmale Qualitätsbereich 3: Schulkultur 3.1 Soziales Klima in der Schule und in den Klassen 3.3 Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und der Kooperationspartner 3.4 Kooperation mit gesellschaftlichen Partnern Qualitätsmerkmale Qualitätsbereich 4: Schulmanagement 4.1 Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft 4.2 Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement 4.4 Unterrichtsorganisation Qualitätsmerkmale Qualitätsbereich 5: Lehrerprofessionalität und Personalentwicklung 5.1 Zielgerichtete Personalentwicklung 5.2 Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium Qualitätsmerkmale Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung 3 6.1 Schulprogramm 6.2 Schulinterne Evaluation 6.4 Dokumentation und Umsetzungsplanung Bewertung A B C D ohne Bewertung Bewertung A B C D Bewertung A B C D Bewertung A B C D Bewertung A B C D Bewertung A B C D Das Qualitätsprofil beinhaltet auch die Bewertung des Unterrichts. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 14/29 1 Erläuterungen zum Qualitätsprofil In der laufenden ersten Phase der Schulinspektion (bis 2008) werden 17 von 25 Qualitätsmerkmalen aus dem „Handlungsrahmen Schulqualität in Berlin“ verbindlich evaluiert. Ab dem Schuljahr 2007/08 werden die Qualitätsmerkmale 1.2 „Fachkompetenzen“ und 1.4 „Schullaufbahn“ gemeinsam bewertet. Das Qualitätsmerkmal 4.1 „Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft“ wird in die Evaluation aufgenommen. Zusätzlich ist es für die Schule möglich, zwei weitere Merkmale zu wählen. Bei Vorliegen einer besonderen Datenlage können vom Inspektionsteam weitere Qualitätsmerkmale ergänzt werden. Das Qualitätsprofil der Loschmidt-Oberschule bezieht sich auf 20 der 25 Merkmale. Das Inspektionsteam hat sich entschieden, die Qualitätsmerkmale 1.1 „Personale und Soziale Kompetenzen“, 2.5 „Schülerberatung und -betreuung“ sowie 3.1 „Soziales Klima in der Schule und in den Klassen“ in das Qualitätsprofil mit aufzunehmen. Die Qualitätsmerkmale spiegeln die wesentlichen Erkenntnisse der aktuellen Schulforschung und den im Schulgesetz verankerten Qualitätsbegriff wider. Der Bewertung liegt eine Normierung zugrunde, die dem Bewertungsbogen im „Handbuch Schulinspektion“ zu entnehmen ist. Die Unterrichtsqualität ist zentrales Element der Schulqualität und steht im Mittelpunkt der Schulinspektion. Die an der Schule untersuchten Merkmale des Qualitätsprofils sind heterogen, das heißt, sie bilden unterschiedliche Qualitätsbereiche ab, deren Relevanz zudem unterschiedlich ausgeprägt ist. In der Zusammenfassung der Ergebnisse wird folgerichtig kein Gesamturteil über die Schule gefällt, vielmehr werden auf Grundlage des Qualitätsprofils die Stärken und der Entwicklungsbedarf der Schule herausgestellt. Der Bewertung der einzelnen Qualitätsmerkmale liegen folgende Definitionen zugrunde: stark ausgeprägt Die Schule erfüllt alle oder nahezu alle Teilkriterien eines Qualitätsmerkmals. B eher stark ausgeprägt Die Schule erfüllt die wichtigsten Teilkriterien. Sie kann die Qualität der Arbeit bzgl. einiger Teilkriterien aber noch weiter verbessern. C eher schwach ausgeprägt Die Schule weist hier Stärken und Entwicklungsbedarf auf; die wesentlichen Teilkriterien werden jedoch noch nicht erfüllt. D schwach ausgeprägt Bei den meisten Kriterien eines Qualitätsmerkmals sind deutliche Verbesserungen erforderlich. A BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 15/29 1 Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule Personale und soziale Kompetenzen (1.1) (Bewertung B - eher stark ausgeprägt) Die Erziehung der Schülerinnen und Schüler der Loschmidt-Oberschule zu Verantwortungsbereitschaft und Toleranz ist ein vorrangiges Ziel der Schule. Das Schulprogramm widmet sich den besonderen Voraussetzungen der Schülerschaft ausführlich und definiert darauf basierende Erziehungsziele. Die Schule setzt Schwerpunkte in den Bereichen Pünktlichkeit, Fleiß, Disziplin und Zuverlässigkeit. Vor allem hier haben sich bei den Schülerinnen und Schülern im Verlauf ihrer bisherigen Schullaufbahn erhebliche Defizite aufgebaut, die durch gezieltes erzieherisches Einwirken der Lehrkräfte abgebaut werden sollen. Darüber hinaus wird im Schulprogramm ausgeführt, wie durch fächerübergreifende Projekte und die Arbeit in den Schülerfirmen das Selbstwertgefühl aufgebaut und gestärkt werden soll. Im Unterricht war zu beobachten, dass der Umgang miteinander diesem Konzept, trotz des Umstandes, dass ein großer Teil der Schülerschaft zum Inspektionszeitpunkt die Loschmidt-Oberschule erst seit drei Wochen besuchte, entspricht. Die gezielte Förderung der Fähigkeit zur Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen beobachtete das Inspektionsteam im Rahmen des Fachpraxisunterrichts, nicht jedoch im Fachtheorieunterricht oder in den allgemein bildenden Fächern. Im Unterricht ist die Erziehung zu kooperativem Verhalten, verbunden mit der Förderung der personalen und sozialen Kompetenzen, schwach ausgeprägt. Demgegenüber war während der Inspektionstage zu beobachten, dass der mitmenschliche Umgang der Lehrkräfte mit den Schülerinnen und Schülern von Respekt und Empathie getragen war. Die Schülerinnen und Schüler bestätigten im Interview übereinstimmend, dass sie sich an der Loschmidt-Oberschule geborgen und von den Lehrerinnen und Lehrern ernst genommen fühlen. Das Aufrechterhalten von Partnerschaften zu Schulen oder Institutionen in anderen Ländern gestaltet sich aufgrund der kurzen Verweildauer der Schülerinnen und Schüler an der Loschmidt-Oberschule schwierig. Die Schule unterhält eine Beziehung zum Polnisch-Deutschen Jugend- und Begegnungszentrum in Olsztyn, die zur Zusammenführung Jugendlicher aus beiden Ländern und der Vermittlung von Praktika dient. Im Rahmen der Prävention berücksichtigt die Schule unterschiedliche Belange von Mädchen und Jungen. Für Mädchen gibt es ein Angebot im Rahmen der Sexualkunde, das den Besuch einer gynäkologischen Praxis einschließt. Fachkompetenzen/Schullaufbahn (1.2/1.4) (ohne Bewertung) Im Rahmen dieses Qualitätsmerkmals werden vorrangig der Umgang der Schule mit erbrachten Schülerleistungen sowie Schullaufbahndaten betrachtet. Da die überwiegende Zahl der Schülerinnen und Schüler die Loschmidt-Oberschule nur für ein Jahr besucht, ist eine Aussage über die Wirksamkeit schulischer Maßnahmen, die zur Stabilisierung der Schullaufbahn bzw. zu ihrem erfolgreichen Abschluss führen, nur beschreibend möglich. Eine Bewertung anhand der Normierung der Berliner Schulinspektion ist aufgrund der systembedingt nicht vorliegenden Daten ausgeschlossen. Die Fehlquoten der Schülerinnen und Schüler liegen über den Werten der Region und des Landes. Im Schuljahr 2005/06 lag die Fehlquote im unentschuldigten Bereich bei 26,8 % und im entschuldigten Bereich bei 16 %. Ein Vergleich mit den beiden anderen Berufsschulen in Berlin, die sonderpädagogische Aufgaben wahrnehmen, zeigt allerdings, dass die Werte an diesen Schulen etwa denen der Loschmidt-Oberschule entsprechen. Dies ist darin begründet, dass an der Schule ein hoher Anteil von Schülerinnen und Schülern beschult wird, die während ihrer bisherigen Schulzeit in hohem Maße schuldistanziertes Verhalten aufwiesen. Die Loschmidt-Oberschule begegnet diesem Problem durch ein Projekt zur PünktlichkeitserBERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 16/29 1 ziehung und hat darüber hinaus den regulären Unterrichtsbeginn auf 09:00 Uhr festgelegt. Den Aussagen der Lehrkräfte zufolge verbessert sich das Verhalten der Schülerinnen und Schüler im Laufe eines Schuljahres sowohl in Bezug auf die Pünktlichkeit als auch auf die Schuldistanz. Problematisch ist in diesem Bereich wiederum, dass aufgrund der jährlichen Schülerfluktuation die Wirksamkeit initiierter Maßnahmen nur begrenzt evaluiert werden kann. Landesweite Vergleichsarbeiten zur Feststellung der Schülerleistungen gibt es für die Schulart nicht. Die Loschmidt-Oberschule führt zu Beginn und am Ende eines jeden Schuljahres Vergleichsarbeiten zur Lernstandsfeststellung in den Fächern Deutsch und Mathematik durch. Die erhobenen Daten dienen neben der individuellen Leistungseinschätzung zur Eingruppierung von Schülerinnen und Schülern in bestimmte Lerngruppen und zur Zuordnung der Förderstunden, die morgens von 08:00 bis 08:45 durchgeführt werden. Eine schulinterne Analyse der Ergebnisse mit dem Ziel der Verbesserung ist bisher nicht erfolgt. Die Loschmidt-Oberschule würdigt besondere Schülerleistungen vor allem im Rahmen der Arbeit in den Schülerfirmen und in einzelnen Projekten. Hier haben die Schülerinnen und Schüler, deren bisherige Schullaufbahn in erster Linie durch Misserfolgserlebnisse geprägt war, die Gelegenheit, Leistungen schulintern oder extern zu präsentieren und dafür Anerkennung zu erhalten. Die Schule nimmt sowohl an Wettbewerben im sportlichen Bereich als auch regelmäßig an einem Mathematikwettbewerb mit anderen sonderpädagogisch ausgerichteten Berufsschulen teil. Methodenkompetenzen (1.3) (Bewertung D - schwach ausgeprägt) Das Methodenlernen ist im Alltag der Loschmidt-Oberschule nicht verankert. Das Inspektionsteam sah während der Unterrichtsbesuche in fast allen Fällen Arbeitsaufträge, die von den Lehrkräften detailliert vorgegeben waren und von den Schülerinnen und Schülern in Einzelarbeit bearbeitet wurden. Eine eigenständige Planung der Arbeitsprozesse durch Schülerinnen und Schüler war nicht zu beobachten. Die Klassenräume der Loschmidt-Oberschule sind zum großen Teil mit PC ausgestattet. Die PC sind drahtlos vernetzt. Den Angaben von Schulleitung und Lehrkräften zufolge werden die Computer in den beiden PC-Räumen intensiv genutzt. Durch spezielle Software können Stickmaschinen programmiert werden, eine Anschaffung von Software zur Steuerung von Fräsmaschinen ist geplant. Im Verlauf der beiden Inspektionstage war die Arbeit mit PC in den Klassen nicht zu beobachten. Im Rahmen der Arbeit des Fachbereichs „Textil und Körperpflege“ oder der Schülerfirma „LOS’ Liefern ohne Stress“ lernen die Schülerinnen und Schüler, Arbeitsergebnisse zu präsentieren, bzw. sich mit Kunden auseinanderzusetzen und so die Schule zu repräsentieren. Ein für die gesamte Schule gültiges Konzept zur systematischen Förderung der Präsentations- oder Kommunikationskompetenz existiert nicht. Qualitätsbereich 2: Lehr- und Lernprozesse Schulinternes Curriculum (2.1) (Bewertung C - eher schwach ausgeprägt) In diesem Qualitätsmerkmal wird bewertet, inwiefern die Schule eine zielgerichtete Abstimmung der Lehr- und Lernprozesse gewährleistet. An der Loschmidt-Oberschule gibt es kein schulintern entwickeltes Curriculum. Die fast durchgängige Doppelsteckung erfordert von den Lehrkräften regelmäßige Absprachen zur Unterrichtsvorbereitung und -nachbereitung. Hier und in den Fachkonferenzen stimmen sich die Lehrkräfte regelmäßig über den Einsatz von Lehr- und Lernmaterialien ab. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 17/29 1 In Zusammenarbeit mit der Konrad-Zuse-Schule und der August-Sander-Schule werden seit dem Schuljahr 2003/04 in Mathematik und seit dem Schuljahr 2005/06 auch in Deutsch Lernausgangstests geschrieben. Die Ergebnisse werten die beteiligten Schulen gemeinsam aus. Regelmäßige Informationsveranstaltungen für und mit den Ausbildungsbetrieben und Kooperationspartnern sind fester Bestandteil des Schulalltages und werden von allen Beteiligten als sinnvoll und notwendig angesehen. Ein systematischer Aufbau überfachlicher Kompetenzen ist nicht konzeptionell verankert, während der Inspektionstage war die Förderung dieser Kompetenzen im Unterricht nur zu einem geringen Teil zu beobachten. Fachübergreifende und fächerverbindende Projekte finden regelmäßig statt, zum Beispiel das Babysitterprojekt, das Jeansprojekt oder die Konzeptmodenschauen. Die drei bestehenden Schülerfirmen (LOS! - fahren, LOS! - Liefern ohne Stress, Bistro - LOS!) werden dem fächerverbindenden Aspekt in besonderer Weise gerecht. Hauptsächlich in den Werkstätten wird der Unterricht dem Anspruch des Schulprogramms auf enge Verbindung zwischen Theorie und Praxis gerecht. Hier haben anwendungsbezogene Aufgaben einen hohen Stellenwert. In den anderen Fächern war das eher nicht der Fall. Die Schülerinnen und Schüler der berufsvorbereitenden Lehrgänge absolvieren im Rahmen ihrer Schulzeit an der Loschmidt-Oberschule mindestens ein dreiwöchiges Praktikum. Die Schule nutzt die besonderen Lernerfahrungen bei Museums- oder Theaterbesuchen sowie Betriebsbesichtigungen. Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht (2.2) (Bewertung C - eher schwach ausgeprägt) In die Bewertung innerhalb dieses Merkmals fließen im besonderen Maße die Ergebnisse der Unterrichtbeobachtungen ein, die bereits im Unterrichtsprofil abgebildet und näher erläutert sind. Diese Aussagen werden hier in einen übergreifenden Zusammenhang gestellt. Im Unterricht der Loschmidt-Oberschule werden vor allem die fachlichen Kompetenzen gefördert. Die Förderung überfachlicher Kompetenzen ist insgesamt wenig ausgeprägt. Die Methoden zur Erschließung der unterrichtlichen Inhalte sind themenbezogen. Der Unterricht ist nach den Aussagen im Interview für die Schülerinnen und Schüler interessant und abwechslungsreich. Differenzierungsangebote, welche die allgemeinen und speziellen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen, gibt es kaum. Im Unterricht konnte festgestellt werden, dass die Lehrkräfte die Schülerinnen und Schüler in ihrer Lernentwicklung wahrnehmen und diesbezüglich Rückmeldungen im und auch außerhalb des Unterrichts geben. Dies wurde in den Interviews von allen Schulbeteiligten bestätigt. Ein Konzept zur Sprachförderung (DaZ) liegt vor. Die Zuordnung zu den DaZ-Kursen erfolgt aufgrund der Ergebnisse der schulinternen Lernstandserhebungen. Dieser Unterricht wird in der ersten Stunde parallel zu den Wahlpflichtangeboten erteilt. Sowohl im Fachpraxis- als auch im Fachtheorieunterricht ist die Sprachförderung nicht ausgeprägt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten selten Gelegenheiten zur Kommunikation untereinander. Die Nutzung der PC in den Fächern ist an der Schule konzeptionell nicht verankert. Die Verwendung von PC konnte in keiner Unterrichtsstunde beobachtet werden. Partner- und Gruppenarbeitsphasen kommen im Unterricht so gut wie nicht vor. Möglichkeiten, eigene Lösungen zu entwickeln, darzulegen und zu reflektieren bieten sich den Jugendlichen kaum. Die lehrerzentrierte Unterrichtsgestaltung lässt den Lernenden wenig Raum für selbstständiges Handeln. Fragestellungen werden fast immer im Dialog mit den Lehrkräften erörtert, so dass ein SchülerSchüler-Austausch über die entwickelten Lösungsansätze selten stattfindet. Der Unterricht an der Loschmidt-Oberschule ist deutlich strukturiert und in seiner Zielausrichtung transparent. Die Lehr- und Lernzeit wird intensiv genutzt. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 18/29 1 Über ihr schülerzugewandtes Verhalten entwickeln die Lehrkräfte ein positives pädagogisches Klima, welches von den Schülerinnen und Schülern nach eigenen Aussagen sehr geschätzt wird. Des Weiteren fühlen sich die Schülerinnen und Schüler gerecht und fair behandelt. Im Interview mit den Lernenden wurde deutlich, dass die Lehrkräfte großen Wert darauf legen, die Schülerinnen und Schüler stets zu ermuntern, auch an ihre Leistungsgrenzen zu gehen und bei Schwierigkeiten nicht aufzugeben. Die geltende Hausordnung ist allen bekannt. Sie wird gegebenenfalls durch Klassenregeln ergänzt und von den Lehrerinnen und Lehrern nach Aussagen aller angemessen durchgesetzt. Dies wird durch die Beobachtungen des Inspektionsteams bestätigt. Mit einzelnen Schülerinnen und Schülern werden bei Bedarf Lernverträge geschlossen. Die entsprechenden Verabredungen werden überprüft und gegebenenfalls angepasst. Leistungsanforderungen und Leistungsbewertungen (2.3) (Bewertung C - eher schwach ausgeprägt) Die Leistungsanforderungen im Unterricht der Loschmidt-Oberschule sind erfüllbar, aber nur zum Teil herausfordernd. Sie sind meist gruppenbezogen und selten individuell abgestimmt. Die Schülerinnen und Schüler äußerten im Interview übereinstimmend, dass ihnen die Anforderungen bekannt sind. Den vorliegenden Protokollen ließ sich nicht entnehmen, dass die Loschmidt-Oberschule Grundsätze zur Leistungsbewertung vereinbart hat. Für die einzelnen Fächer liegen allerdings diesbezügliche Beschlüsse vor. Den Aussagen in den Interviews und den Fragebogen zufolge kennen die Schülerinnen und Schüler die Bewertungsmaßstäbe. Ergebnisse der bereits unter Punkt 2.1 genannten Lernausgangstests in Mathematik und Deutsch werden in der Schule kommuniziert und genutzt, um die Lernenden in den jeweils passenden Bildungsgang einzuordnen und gegebenenfalls gezielte Fördermaßnahmen wie DaZ-Kurse oder Wahlpflichtangebote festzulegen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten auf Nachfrage individuelle und motivationsfördernde Leistungsrückmeldungen mit Hinweisen zur weiteren Lernentwicklung. Schülerunterstützung und -förderung im Lernprozess (2.4) (Bewertung B - eher stark ausgeprägt) Die Raumgestaltung, das Mobiliar und das Raumklima fördern in der Regel das konzentrierte Arbeiten. Alle Werkstätten sind so ausgestattet, dass sie den Schülerinnen und Schülern gute Arbeitsbedingungen bieten. Manche Klassenräume sind für die zu unterrichtenden Klassen zu klein, eine lernfördernde Atmosphäre lässt sich in diesen Räumen kaum herstellen. In der Organisation des Schulalltags sind gesundheitliche Aspekte berücksichtigt. Der generelle Unterrichtsbeginn um 9:00 Uhr sorgte nach Aussagen in den Interviews übereinstimmend für eine Reduzierung der Fehlquote bei den Schülerinnen und Schülern. In der von einer Schülerfirma betriebenen Cafeteria besteht für alle die Möglichkeit, preisgünstig selbst hergestellte Speisen zu erwerben. Ein schuleigenes Konzept zur Förderung leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler ist vorhanden. Die individuellen Förderpläne beruhen auf einer Diagnose. Bei der Diagnostik und der Erstellung von Förderplänen wird die Loschmidt-Oberschule von Lehrkräften der kooperierenden Arno-FuchsSchule unterstützt. Im Rahmen des pädagogischen Leitbildes hat die Loschmidt-Oberschule Programme zur Entwicklung arbeitsrelevanter Basiskompetenzen, zum Aufbau und zur Stärkung des Selbstwertgefühls, zur Sprachkompetenz und zur Vermittlung eines allgemeinen Wertesystems erarbeitet. Regelmäßige Lernstandsgespräche mit Schülerinnen und Schülern sind institutionalisiert. Förder- und Bildungspläne werden adressatengerecht eingesetzt. Lernverträge zwischen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften und Eltern gibt es in den Integrationsklassen und den Lehrgängen mit Qualifizierungsbausteinen. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 19/29 1 Der Schulleiter stellte bei der Präsentation der Schule dar, dass sich in der Schülerschaft der Schule durchaus auch Jugendliche mit hohem Leistungspotential befinden, die aus unterschiedlichen Gründen eine gescheiterte Schullaufbahn aufweisen. Im Rahmen der Inspektion wurde allerdings nicht deutlich, dass die Schule der besonderen Bedürfnislage dieser Schülerinnen und Schüler mit entsprechenden Unterrichtsangeboten entspricht oder sich mit Fachleuten, z. B. aus dem Schulpsychologischen Dienst, diesbezüglich berät. Die Schule hat ein Konzept zur Integration von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Das Konzept entspricht den schulischen Erfordernissen, ist angemessen und stimmig. Schülerberatung und -betreuung (2.5) (Bewertung A - stark ausgeprägt) Die Schule hat ein Beratungskonzept, das allen Schülerinnen und Schülern bekannt ist. Die Arbeit der an der Schule tätigen Sozialpädagogin wird unterstützt durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ISB (Institut für Sozialforschung und Betriebspädagogik). Nach Aussagen im Interview wissen die Lernenden, an wen sie sich bei Problemen wenden können und nehmen diese Angebote auch wahr. Die Schülerinnen und Schüler werden durch die Schule und die Kooperationspartner umfassend über Möglichkeiten der weiteren beruflichen Entwicklung informiert und beraten. Fester Bestandteil aller Bildungsgänge, mit Ausnahme der Ausbildungsrichtungen zum Glaser oder Friseurin und Friseur, sind Praktika für die Schülerinnen und Schüler. Hier können die Lernenden im Unterricht erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten anwenden und erweitern. Qualitätsbereich 3: Schulkultur Soziales Klima in der Schule und in den Klassen (3.1) (Bewertung A - stark ausgeprägt) Allen Schülerinnen und Schülern werden an ihrem ersten Schultag an der Loschmidt-Oberschule, anlässlich der Begrüßung in der Aula, die Schulregeln und die Konsequenzen bei der Nichteinhaltung bekannt gegeben. Die Lehrkräfte achten auf die strikte Einhaltung dieser Regeln. Die Schülerinnen und Schüler begrüßten im Interview sowohl das Regelsystem als auch den damit verbundenen konsequenten Umgang. Individuelle Klassenregeln, die gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern erstellt werden, gibt es nicht in jeder Klasse. Während der Inspektionstage erlebte das Inspektionsteam, dass der Umgang der Jugendlichen miteinander sich konfliktfrei vollzog, aber mitunter von einem relativ rauen Umgangston geprägt war. Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen waren, soweit vom Inspektionsteam erkennbar, in den Gruppen akzeptiert. Dem Team gegenüber verhielten sich die Schülerinnen und Schüler aufgeschlossen und offen. Die Einbeziehung von Schülerinnen und Schülern in die Mitverantwortung und Mitsprache bezieht sich vor allem auf die persönliche Ebene. Im Interview wurde deutlich, dass die Beteiligung auf der Gremienebene eine untergeordnete Rolle spielt. Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, der Eltern und der Kooperationspartner (3.3) (Bewertung C - eher schwach ausgeprägt) Es gibt an der Loschmidt-Oberschule eine Schülervertretung. Der Vertrauenslehrer der Schule trifft sich gemeinsam mit einem Mitglied der Schulleitung regelmäßig mit den Klassensprechern. In diesen Gesprächen werden vorwiegend Probleme der Schülerschaft angesprochen, in Entscheidungsprozesse der Schule werden Schülerinnen und Schüler nicht einbezogen. Da es keine Schulkonferenz gibt, ist die Beteiligung der Schülerschaft in einem Gremium mit weiter reichenden Entscheidungsbefugnissen nicht möglich. In die Erarbeitung des Schulprogramms waren Schülerinnen und Schüler nicht einbezogen. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 20/29 1 Projekte werden an der Loschmidt-Oberschule durchgeführt, diese beziehen z. T. die gesamte Schulgemeinschaft mit ein (Projektwoche „Rassismus im Alltag“) oder beschränken sich auf einen Fachbereich (Konzept-Modenschau). In den Klassen ist projektartig angelegter Unterricht nicht etabliert. Die Bereitschaft der Erziehungsberechtigten, sich für schulische Prozesse zu interessieren ist, den Aussagen des Schulleiters zufolge ausgesprochen gering. In der Regel, so die Aussage, treten nicht mehr als 30 % der Eltern im Lauf eines Schuljahres mit der Schule in Kontakt, von einem kontinuierlichen Interesse der Eltern an der Schullaufbahn ihrer Kinder kann nicht gesprochen werden. Es gibt regelmäßige Informationsveranstaltungen, die Beteiligung ist allerdings stark schwankend. Im Rahmen der Kooperationen pflegt die Schule intensive Kontakte zu den unter Qualitätsmerkmal 3.4 angesprochenen Institutionen. Das im Rahmen der Inspektion vorgesehene Elterninterview wurde aufgrund der besonderen Umstände an der Loschmidt-Oberschule durch ein Interview mit Vertretern der Kooperationspartner ersetzt. In diesem Interview äußerten alle Beteiligten eine große Zufriedenheit mit der Arbeit der Schule. Es wurde anerkannt, dass die erzieherischen Bemühungen im Laufe der Schulzeit wirksam werden und sich auf das Verhalten im Betrieb bzw. dem Träger positiv auswirken. Die schnelle Erreichbarkeit von Verantwortlichen an der Schule bei Problemen wurde positiv herausgestellt. In die Entwicklung des Schulprogramms waren die Kooperationspartner nicht aktiv einbezogen. Kooperation mit gesellschaftlichen Partnern (3.4) (Bewertung A - stark ausgeprägt) Die Loschmidt-Oberschule hat zur Erfüllung der besonderen Aufgabe einer Berufsschule mit dem Schwerpunkt im Bereich der Sonderpädagogik eine Vielzahl von Kooperationen geschlossen. Diese dienen vor allem dazu, den Schülerinnen und Schülern einen Weg zum Übergang in das berufliche Leben aufzuzeigen. In Kooperation mit der Glaser-Innung erhalten Schülerinnen und Schüler der Loschmidt-Oberschule die Möglichkeit, eine Berufsausbildung im Verbundmodell zum Glaser zu absolvieren. Die Kooperation mit D&B (Dienstleistung und Bildung GmbH) und dem Bildungswerk Kreuzberg ermöglicht die Berufsausbildung zum Friseur. Darüber hinaus gibt es weitere, im Schulprogramm aufgelistete Kooperationen, die den Jugendlichen Möglichkeiten zur betriebsintegrierten Qualifizierung oder berufsqualifizierenden Lehrgängen bieten. Qualitätsbereich 4: Schulmanagement Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft (4.1) (Bewertung A - stark ausgeprägt) Die Schule hat keine Schulkonferenz eingerichtet. Der Schulleiter wird in seinem Führungsverhalten von allen am Schulleben Beteiligten anerkannt. An den beiden Inspektionstagen war er im Schulhaus vor allem während der Pausen präsent, nach eigener Aussage versteht er sich den Schülerinnen und Schülern gegenüber als ein „Schulleiter zum Anfassen“. Die Aussagen aus dem Schülerinterview bestätigen dies. Im Interview mit den Lehrkräften wurde deutlich, dass die im Schulprogramm formulierten „pädagogischen Kernelemente“ die Unterrichts- und Erziehungsarbeit an der Loschmidt-Oberschule bestimmen. Es ist dem Schulleiter gelungen, im Kollegium eine Verständigung über pädagogische Grundsätze herzustellen. Dieser Konsens sorgt für ein konstruktives Arbeitsklima in der Schule. Unstimmigkeiten werden vom Schulleiter kollegial geklärt. Die Schulleitung und das Kollegium pflegen eine enge Zusammenarbeit mit den Partnern in der beruflichen Bildung, dies zeigte das Interview mit den Vertretern der Kooperationspartner und Ausbildungsträger. Die Zusammenarbeit mit dem Schulleiter und sein verlässliches, flexibles Handeln wurden hier in besonderer Weise herausgestellt. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 21/29 1 In den Protokollen und Dokumenten finden sich keine Hinweise, beispielsweise in Form eines Rechenschaftsberichts, welchen Stand die schulische Arbeit und Entwicklung erreicht hat. Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement (4.2) (Bewertung C - eher schwach ausgeprägt) Die Schule hat im Jahr 2006 ein Schulprogramm verabschiedet. Dieses Programm wurde von der Schulleitung und zehn Mitgliedern des Kollegiums erarbeitet. Seit der Fertigstellung ist das Schulprogramm nicht weiterentwickelt worden, eine Steuergruppe war zum Inspektionszeitpunkt nicht eingerichtet. Es gibt an der Schule eine Evaluationsberaterin und einen -berater. Der Prozess der internen Evaluation befindet sich an der Loschmidt-Oberschule im Aufbau, bisher wurden die Schülerinnen und Schüler zu Merkmalen der Unterrichtsqualität befragt. Ein Führungskräftefeedback fand bisher in persönlichen Gesprächen und auf informeller Ebene statt, es ist nicht in die Maßnahmen der internen Evaluation integriert. Die Schule verfügt über Schulsprecher und eine Schülervertretung. Eine wesentliche Beteiligung, beispielsweise an der Arbeit am Schulprogramm, erfahren die Schülerinnen und Schüler aber nicht. Nach Aussage des Schulleiters suchen die Schülerinnen und Schüler vorrangig das direkte Gespräch mit der Schulleitung oder mit den Lehrkräften. Dies bestätigen die Aussagen aus dem Schülerinterview. Es gibt einen Geschäftsverteilungsplan. Unterrichtsorganisation (4.4) (Bewertung A - stark ausgeprägt) Die Unterrichtsorganisation entspricht den rechtlichen Vorgaben. Die Schule hat im Zeitraum von 8:00 Uhr bis 8:45 Uhr in den allgemein bildenden Kernfächern Wahlpflichtkurse eingerichtet. Die zwölf DaZ-Stunden werden zweckgerecht in diesem Wahlpflichtbereich eingesetzt. Die Zuordnung, welche Kurse die Schülerinnen und Schüler belegen müssen, wird zu Beginn der Schuljahre mithilfe von klassenübergreifenden Lernstandstests ermittelt. Über 2/3 des Unterrichts in Theorie und Praxis findet in Kooperation zwischen einem Theorie- und einem Fachpraxislehrer statt. Auf diese Weise soll im Hinblick auf die besondere Bedürfnislage der Schülerinnen und Schüler eine enge Verzahnung beider Unterrichtsbereiche erreicht werden. Die Doppelsteckung der Lehrkräfte im Unterricht führt dazu, dass der Unterrichtsausfall an der Loschmidt-Oberschule sehr gering ist. Qualitätsbereich 5: Lehrerprofessionalität und Personalentwicklung Zielgerichtete Personalentwicklung (5.1) (Bewertung B - eher stark ausgeprägt) Im Interview mit der Schulleitung wurde deutlich, dass es ein konkretes Führungskonzept gibt. Dazu gehört, dass Fachbereichs- und Fachleitungen verstärkt in das Leitungshandeln mit einbezogen werden. Die Schule ist am Vorhaben „Qualitätsentwicklung in berufsbildenden Schulen“ (QUEBS) beteiligt. Im Rahmen dieses Vorhabens wurden Leitungsziele definiert. Es wird angestrebt, dass zu diesen Zielen Entwicklungsvorhaben geplant und realisiert werden. Die Fachbereiche sollen dabei eine Vermittlerrolle gegenüber dem Kollegium bei der Erarbeitung der Entwicklungsvorhaben übernehmen. Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gespräche im Sinne einer Personalentwicklung finden nicht statt. Der Schulleiter führt Unterrichtsbesuche durch und informiert sich über die Qualität der Unterrichts- und Erziehungsarbeit. Ein Schwerpunkt der Fortbildungen liegt bei Themen, die einen Zusammenhang zu den sonderpädagogischen Aufgaben der Schule aufweisen. Im Fragebogen gibt eine Mehrheit der BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 22/29 1 Lehrkräfte an, dass die besuchten Fortbildungen eher nicht aufeinander abgestimmt und miteinander kommuniziert werden. Studientage werden zur schulinternen Fortbildung genutzt. Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium (5.2) (Bewertung B - eher stark ausgeprägt) Die Instrumente und Verfahren zur Gestaltung des Informationsflusses sind allen Beteiligten bekannt und werden genutzt. In der Befragung gibt eine deutliche Mehrheit des Kollegiums an, dass der Informationsfluss zwischen Kollegium und Schulleitung funktioniert. Wie bereits erläutert, wird im Regelfall in Kooperation zwischen einem Theorie- und einem Fachpraxislehrer unterrichtet. Die Sitzungen dieser Klassenteams finden entweder gemäß der Verfügbarkeit der beteiligten Lehrkräfte parallel zu den Wahlpflichtkursen statt oder werden individuell vereinbart. Im Rahmen der Inspektion wurde deutlich, dass der Werkstattunterricht auf in diesen Teams getroffenen Absprachen beruht. Eine konzeptionelle, teamorientierte Herangehensweise an die Herausforderungen des Fachtheorieunterrichts bzw. des Unterrichts in den allgemein bildenden Fächern erschloss sich dem Inspektionsteam nicht. Die Kooperation der Lehrkräfte ist, bezogen auf den Werkstattunterricht, effizient. Im Unterricht der allgemein bildenden Fächer bzw. der Fachtheorie kann von einer effektiven Nutzung der gemeinsamen Unterrichtszeit nicht gesprochen werden. Jeden Montag trifft sich die Schulleitung mit den Fachbereichs- und Fachleitungen zur Leitungsrunde. Zeiträume zur Durchführung von Konferenzen und Sitzungen werden in der Unterrichtsplanung der Schule nicht ausgewiesen. Diese finden nach dem Unterricht statt, ein Schuljahresplaner mit den Terminen aller Konferenzen hängt im Lehrerzimmer aus. Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung Schulprogramm (6.1) (Bewertung D - schwach ausgeprägt) Das Schulprogramm der Loschmidt-Oberschule weist eine Zweiteilung auf, die im Vorwort erläutert und begründet wird. Der erste Teil bezieht sich auf die besonderen Voraussetzungen der potentiellen Schülerinnen und Schüler der Schule und wendet sich darüber hinaus auch an deren Eltern bzw. Betreuer. Der Ist-Zustand und die Ausgangslage werden, wie bereits erwähnt, sehr ausführlich dargestellt. Der zweite Teil, hier „Anhang“ genannt, wendet sich in erster Linie an die Schulaufsicht. In diesem Teil, der sich formal strikt an der AV Schulprogramm orientiert, werden Projekte dokumentiert, die den Unterrichtsablauf und das Miteinander an der Loschmidt-Oberschule charakterisieren, so z. B. das Projekt zur Pünktlichkeitserziehung, den integrativen Unterricht, den Lernvertrag oder die Gewaltprävention. Von Entwicklungsvorhaben kann hier nicht gesprochen werden, die Projekte sind Gegenstand der herrschenden Schul- und Unterrichtspraxis. Nur in einem Fall, der Ausgestaltung des Schulhofes mit Baumbänken, handelt es sich um ein zum Zeitpunkt der Erstellung des Programms noch nicht abgeschlossenes bzw. laufendes Projekt. Die Darstellung erfolgt in tabellarischer Form, die einzelnen Spalten sind den Begriffen des SMARTPrinzips (spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch, terminiert) zugeordnet. Gemäß der AV Schulprogramm dient dieses Prinzip der Charakterisierung von Entwicklungszielen, Ziele werden in den Tabellen aber nicht genannt. In der Tabelle „Schülerbistro“ wird beispielsweise in der Spalte „Messbar“ angeführt: „Informelle Kontakte zwischen Schülern und Lehrern außerhalb des Unterrichts.“ In der Spalte „Realistisch“ findet sich die Aussage: „Schülerfirma als Bestandteil des Unterrichts.“ Damit sind Aspekte dieser Schülerfirma benannt worden, messbare bzw. realistische Entwicklungsziele wurden nicht formuliert. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 23/29 1 Die Beschreibung eines Entwicklungspfades über den bestehenden Stand hinaus findet nicht statt. Über eine Steuergruppe verfügt die Schule nicht. Schulinterne Evaluation (6.2) (Bewertung C - eher schwach ausgeprägt) Im Schulprogramm wird der Ist-Stand ausführlich beschrieben. Die Schule definiert „pädagogische Kernelemente“, die bei der Unterrichts- und Erziehungsarbeit der Loschmidt-Oberschule besondere Berücksichtigung verdienen, da die Schule nicht nur von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf in den Bereichen „Lernen“ und „Geistige Entwicklung“ besucht wird, sondern darüber hinaus auch vielen verhaltensauffälligen Jugendlichen. Die Loschmidt-Oberschule betont in ihrem Schulprogramm den besonderen Wert des Aufbaus eines Wertesystems, verbunden mit Fordern und Fördern als pädagogischem Prinzip. Aus dieser Beschreibung des Ist-Zustandes wird keine Stärken-Schwächen-Analyse abgeleitet. Unter dem Gliederungspunkt „Stärken-Schwächen-Profil“ finden sich im Schulprogramm lediglich Säulendiagramme mit den Verspätungen und mit der Anwesenheitsquote aller Klassen im Schuljahr 2004/2005. Hier wird herausgestellt, dass sich die Einbindung der Schülerinnen und Schüler in die Arbeit der Schülerfirmen positiv auf die Häufigkeit von Verspätungen sowie die Anwesenheitsquote auswirkt. Eine weitergehende Analyse dahingehend, was dies für die übrigen Unterrichtsvorhaben an der Loschmidt-Oberschule bedeutet, wurde nicht durchgeführt. Auswirkungen auf die Unterrichtspraxis hatte diese Erhebung nicht. Es gibt eine Planung, welche Themen und Inhalte in den Evaluationsbericht aufgenommen werden sollen. In der Vorbereitung des Evaluationsberichts hat die Schule eine Schülerbefragung zu Merkmalen der Unterrichtsqualität vorgenommen. Diese Befragung wird von der Ernst-Litfaß-Schule interessierten Schulen angeboten, die daran teilnehmen können. Die Protokolle und Dokumente erlauben keine Aussagen darüber, inwieweit die Ergebnisse diskutiert und Konsequenzen gezogen worden sind. Ein Evaluationskonzept hat die Schule nicht vorgelegt. Dokumentation und Umsetzungsplanung (6.4) (Bewertung B - eher stark ausgeprägt) Das Schulprogramms entspricht, wie beim Qualitätsmerkmal 6.1 erläutert, nicht durchgängig der AV Schulprogramm. Das Programm steht der Öffentlichkeit über die ansprechend gestaltete und aussagekräftige Homepage der Schule zur Verfügung. Ein Ergebnisprotokoll zur Genehmigung des Schulprogramms liegt nicht vor. Das Schulporträt weist die Daten der Senatsschulverwaltung auf. Ergänzungen mit eigenen Informationen hat die Schule nicht vorgenommen. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 24/29 1 6 Zusammenfassung der Ergebnisse 6.1 Stärken der Schule 6.2 • Förderung der personalen Kompetenzen durch die Arbeit in den Schülerfirmen und im Werkstattunterricht • Förderung der Schülerinnen und Schüler im Wahlpflichtangebot • positives und von gegenseitigem Respekt geprägtes Schulklima • hohe Zufriedenheit der Schülerinnen und Schüler mit den schulischen Angeboten • konsequentes Achten auf das Einhalten von Regeln im Schulalltag durch die Lehrkräfte • Unterstützungsangebote für Schülerinnen und Schüler innerhalb und außerhalb der Schule • erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern aus freier Trägerschaft und der Wirtschaft • Einstehen des Schulleiters für pädagogische Grundhaltungen und erzieherische Werte • konstruktive Atmosphäre im Kollegium Entwicklungsbedarf der Schule • Unterrichtsentwicklung unter den Aspekten: o innere Differenzierung o Eröffnen von Gelegenheiten zum selbstständigen Lernen und Entwickeln eigener Lösungen o Einbeziehung kooperativer Lernformen o Förderung der Kommunikationsfähigkeit • Förderung der Moderations- und Präsentationskompetenzen • Erarbeitung eines schulinternen Curriculums • Erarbeitung eines Konzepts zur schulinternen Evaluation • Weiterentwicklung des Schulprogramms ____________________ J. Grützmann ____________________ Th. Fleissner-Brieske BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE ____________________ G. Müller Seite 25/29 1 7 Anhang Auswertung des Fragebogens für Lehrkräfte Schulmanagement/Schulkultur 1 In meiner Schule werden besondere Schülerleistungen gewürdigt. N 4 ++ + - -- # 39 47% 38% 12% 0% 3% In meiner Schule werden Schulleistungsdaten (z. B. Orientierungs- und Vergleichsarbeiten, Abschlüsse) und Schullaufbahndaten (z. B. Fehlzeiten, Wie2 39 18% 38% 21% 15% 9% derholerquote) analysiert und ggf. Maßnahmen zu ihrer Verbesserung entwickelt. In meiner Schule finden regelmäßige Treffen der Lehrkräfte und ggf. des 3 sonstigen pädagogischen Personals zur Unterrichtsvorbereitung und 39 26% 38% 24% 9% 3% nachbereitung statt. In meiner Schule stimmen sich die Lehrkräfte und ggf. das sonstige päda4 gogische Personal regelmäßig über den Einsatz der Lehr- und Lernmateria39 18% 47% 24% 9% 3% lien ab. 5 In meiner Schule fühlen sich die Schülerinnen und Schüler wohl. 39 35% 59% 3% 0% 3% In meiner Schule finden regelmäßig individuelle Gespräche mit allen Schüle39 24% 44% 24% 6% 3% rinnen und Schülern über den Lern- und Leistungsstand statt. In meiner Schule gibt es einen gemeinsamen Katalog von Regeln und Ritua7 39 32% 47% 12% 9% 0% len. In meiner Schule trägt das Erscheinungsbild des Schulgebäudes, der Klassen8 39 32% 35% 29% 3% 0% räume und des Schulgeländes zum positiven Arbeitsklima bei. 6 9 In meiner Schule wird gezielt auf Gewaltvorfälle und Vandalismus reagiert. 10 39 71% 26% 3% 0% 0% In meiner Schule wird kontinuierlich an der Weiterentwicklung des Schulpro39 38% 35% 21% 6% 0% gramms gearbeitet. 11 In meiner Schule sind Verantwortlichkeiten eindeutig festgelegt. 39 21% 56% 21% 3% 0% In meiner Schule führt die Schulleitung regelmäßige MitarbeiterVorgesetzten-Gespräche (im Sinne zielgerichteter Personalentwicklung). In meiner Schule repräsentiert die Schulleiterin/der Schulleiter die Schule 13 souverän nach außen. In meiner Schule funktioniert der Informationsfluss zwischen Schulleitung 14 und Kollegium. 39 59% 26% 9% 3% 3% 15 In meiner Schule wird regelmäßig und systematisch in Teams gearbeitet. 39 24% 50% 15% 12% 0% 12 39 12% 29% 32% 15% 12% 39 21% 53% 18% 9% 0% In meiner Schule ist der Umgang miteinander auf allen Ebenen höflich und 39 18% 50% 26% 3% 3% wertschätzend In meiner Schule legen wir Wert darauf, dass die Schule sich gepflegt und 17 39 44% 53% 0% 0% 3% besucherfreundlich präsentiert. In meiner Schule werden Fortbildungen aufeinander abgestimmt und mitein18 39 3% 38% 35% 18% 6% ander kommuniziert. 16 19 In meiner Schule fühle ich mich wohl. In meiner Schule wissen die Schülerinnen, Schüler und die Eltern, an wen sie sich bei Problemen wenden können. In meiner Schule werden Beschwerden von Schülerinnen, Schülern und El21 tern ernst genommen. In meiner Schule werden die Ergebnisse von Orientierungs-, Vergleichsarbei22 ten und diagnostischen Tests mit den Schülerinnen, Schülern und Eltern besprochen. In meiner Schule gehen die Lehrerinnen und Lehrer respektvoll und fair mit 23 den Schülerinnen und Schülern um. 20 4 39 44% 41% 9% 6% 0% 39 47% 47% 0% 0% 6% 39 53% 38% 6% 0% 3% 39 12% 29% 38% 3% 18% 39 35% 62% 0% 0% 3% In dieser Spalte wird angegeben, wie viele Personen die Frage beantwortet haben. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE Seite 26/29 1 Unterrichts- und Erziehungsprozess 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 In meinem Unterricht können Schülerinnen und Schüler Aufgaben mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden wählen. In meinem Unterricht sammeln Schülerinnen und Schüler selbstständig Informationen. In meinem Unterricht tauschen sich Schülerinnen und Schüler über ihre Lösungswege aus. In meinem Unterricht können Schülerinnen und Schüler zwischen verschiedenen Themen bzw. Aufgaben wählen. In meinem Unterricht reflektieren Schülerinnen und Schüler eigenständig ihre Lernprozesse. In meinem Unterricht erhalten leistungsstärkere bzw. Schülerinnen und Schüler mit besonderen Fähigkeiten oder Begabungen ein entsprechendes Lernund Übungsangebot. In meinem Unterricht erledigen Schülerinnen und Schüler häufig Arbeitsaufträge im Team. In meinem Unterricht arbeiten Schülerinnen und Schüler an ergebnisoffenen Aufgabenstellungen. In meinem Unterricht fördere ich leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler durch besondere Maßnahmen. In meinem Unterricht entscheiden Schülerinnen und Schüler selbstständig über Hilfsmittel und Methoden. In meinem Unterricht unterstützen sich Schülerinnen und Schüler gegenseitig. In meinem Unterricht werden Fehleranalysen für den weiteren Unterrichtsverlauf genutzt. In meinem Unterricht wissen die Schülerinnen und Schüler, wie sie zu ihren Noten kommen. 37 In meinem Unterricht achte ich konsequent auf die Einhaltung von Regeln. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE N ++ + - -- # 39 24% 32% 38% 0% 6% 39 9% 47% 35% 3% 6% 39 12% 53% 26% 3% 6% 39 18% 26% 47% 3% 6% 39 12% 26% 47% 9% 6% 39 29% 44% 21% 0% 6% 39 29% 26% 29% 9% 6% 39 6% 26% 53% 9% 6% 39 29% 59% 6% 0% 6% 39 6% 26% 59% 3% 6% 39 38% 35% 18% 3% 6% 39 32% 38% 21% 3% 6% 39 62% 32% 0% 0% 6% 39 44% 44% 6% 0% 6% Seite 27/29 1 Auswertung des Fragebogens für Schülerinnen und Schüler 1 2 N ++ + -# Wenn die Schüler/innen besondere Leistungen zeigen, beispiels186 54% 25% 4% 4% 13% weise bei Schulwettbewerben, werden sie in unserer Schule gelobt. Ich finde die zusätzlichen Angebote, z. B. Arbeitsgemeinschaften, 188 26% 31% 20% 13% 11% an meiner Schule interessant. 3 Ich gehe gern in meine Schule. 188 38% 29% 22% 8% 4 Meine Schule ist sauber und ordentlich. 184 27% 40% 20% 11% 3% 5 Die Lehrerinnen und Lehrer merken, wenn der Unterricht für manche zu schwierig ist. Wenn die Aufgaben für manche zu leicht sind, bekommen sie von den Lehrerinnen und Lehrern andere Aufgaben. Meine Lehrerinnen und Lehrer geben mir häufig Rückmeldung, sodass ich meine Stärken und Schwächen kenne. 6 7 188 47% 33% 11% 5% 3% 4% 188 38% 30% 14% 11% 6% 188 39% 36% 14% 5% 6% 8 Der Unterricht ist meistens abwechslungsreich und interessant. 189 28% 42% 21% 5% 4% 9 Unsere Lehrerinnen und Lehrer gehen respektvoll und fair mit uns um. 189 42% 34% 13% 7% 4% 10 Wenn Regeln nicht eingehalten werden, hat das Konsequenzen. 188 45% 32% 13% 4% 5% 11 Wenn sich Schülerinnen und Schüler in meiner Schule beschweren, wird das ernst genommen. Die Lehrerinnen und Lehrer erklären uns, wie wir zu unseren Noten kommen. An unserer Schule gibt es regelmäßige Gespräche zwischen Schülerinnen/Schülern und Lehrerinnen/Lehrern, bei denen die Leistungen der Schülerinnen und Schüler besprochen werden. Ich weiß, an wen ich mich in der Schule bei Problemen wenden kann. 188 35% 32% 19% 5% 9% 188 49% 33% 9% 4% 12 13 14 5% 189 30% 31% 20% 7% 12% 186 52% 28% 7% 5% 8% 7% 15 An unserer Schule gehen alle freundlich miteinander um. 185 22% 36% 26% 9% 16 An unserer Schule werden die Schülerinnen und Schüler in ihrer Mitverantwortung ernst genommen. 188 28% 39% 14% 5% 14% 17 Mir gefällt es, wie die Schule aussieht. 187 18% 28% 28% 18% 8% 18 An meiner Schule gibt es eine aktive Schülervertretung. 185 21% 27% 18% 8% 25% 19 20 21 22 An meiner Schule werden mit den Schülerinnen und Schülern Ergebnisse von Vergleichsarbeiten, Befragungen und Prüfungen besprochen. Ich weiß, was an meiner Schule getan wird, um die Ergebnisse von Vergleichsarbeiten und Prüfungen zu verbessern. Ich bin mit dem Fächerangebot (einschließlich Wahlpflichtkurse usw.) an meiner Schule zufrieden. Ich beteilige mich über den Unterricht hinaus am Schulleben. BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE 184 40% 25% 14% 9% 13% 188 30% 36% 13% 5% 16% 185 29% 36% 15% 7% 13% 187 31% 34% 17% 13% 6% Seite 28/29 Lern- und Arbeitsbedingungen Kooperation von Lehrkräften und Erzieherinnen/Erziehern Förderung von Selbstvertrauen und Selbstständigkeit Förderung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen Schüler- und themenorientierte Methodenwahl Innere Differenzierung Sprachentwicklung, Sprachund Kommunikationsförderung Selbstständiges Lernen Kooperatives Verhalten Eigene Lösungen entwickeln, darlegen und reflektieren Deutliche Strukturierung und transparente Zielausrichtung Leistungsorientierung Verantwortungsbereitschaft, soziales Engagement, … Positives pädagogisches Klima im Unterricht Faire und gerechte Behandlung der Schülerinnen und Schüler 0% Intensive Nutzung der Lehr/Lernzeit 1 Ergebnis der Unterrichtsbeobachtungen 100% A/B 80% B 60% C 40% D 20% D 1.1 1.2 1.3 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 2.9 2.10 3.1 3.2 3.3 ++ BERICHT ZUR INSPEKTION DER LOSCHMIDT-OBERSCHULE + -- Seite 29/29
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