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Full text: Gesund! leben in Berlin (Rights reserved) Issue2019,3 (Rights reserved)

SEP T EMBER 03.2019 gesund! D A S V I VA N T E S M A G A Z I N M FÜR SIE ZUEN MITNEHM POSITIV Diversität Vivantes setzt Zeichen FAMILIE Transsexuell Sohn Max wird Tochter Marie ADIPOSITAS Hilfe statt Hürden – ein leichteres Leben Der beste Rahmen für ein neues Leben EN EXPERT N BERATE antes am Viv 09! Stand D 25. – 27. Oktober 2019 Messe Berlin, Halle 21 GEBURTSKLINIKEN UND KINDERKLINIKEN Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum Vivantes Klinikum im Friedrichshain Rubensstraße 125, 12157 Berlin Landsberger Allee 49, 10249 Berlin Tel. 030 130 20 2425 Tel. 030 130 23 2215 Kinder- und Jugendmedizin – Vivantes Humboldt-Klinikum Perinatalzentrum (Level 1) Am Nordgraben 2, 13509 Berlin Tel. 030 130 23 1178 Tel. 030 130 12 1851 Vivantes Klinikum Kaulsdorf Vivantes Klinikum Am Urban Myslowitzer Straße 45, 12621 Berlin Dieffenbachstraße 1, 10967 Berlin Tel. 030 130 17 2171 Tel. 030 130 22 5630 www.vivantes.de/geburt Vivantes Klinikum Neukölln Rudower Straße 48, 12351 Berlin Tel. 030 130 14 8430 Kinder- und Jugendmedizin – Perinatalzentrum (Level 1) Tel. 030 130 14 8269 Kinder- und Neugeborenenchirurgie, Kinderurologie Tel. 030 130 14 3551 Titelfoto: © Leonid & Anna Dedukh - Fotolia.com Besuchen Sie Vivantes auf der BABYWELT Berlin. www.babywelt-berlin.de INHALT KÖRPER & SEELE 04 06 12 16 18 19 20 22 24 26 Meldungen ADIPOSITAS Hilfe durch bariatrische Operationen TIERGESTÜTZTE THERAPIE Seelenhunde bei Vivantes MIGRÄNE Hilfe gegen den Schmerz TABLETTE Schneller Griff mit Nebenwirkungen MASERN Impfpflicht für Gemeinschaftsschutz TRANSSEXUALITÄT Familien brauchen Hilfe DIVERSITÄT Alle gehören dazu MEDIZIN-NEWS Bauchfett, Mundhygiene, Rötelmäuse AUFTANKEN Vivantes gibt Tipps KURZ & KNAPP ZEITVERTREIB 30 RÄTSELN UND GEWINNEN NSPIEL MIT GEWIN 30! AUF SEITE VIVANTES 05 10 25 27 IMPRESSUM mit Cardiolotsin Bilge Kilincsoy MEDIZIN-WISSEN Experten halten Vorträge LESERBRIEFE & BEWERTUNGEN Ihre Meinung ist gefragt AUF EINE TASSE KAFFEE BERLIN 14 28 30 Jahre Mauerfall! INSIDE BERLIN Unsere Lieblingsplätze LEBEN 06 Professor Dr. Jürgen Ordemann Chefarzt im Zentrum für Adipositas und metabolische Chirurgie im Vivantes Klinikum Spandau EDITORIAL LIEBE PATIENTIN, LIEBER PATIENT, LIEBE ANGEHÖRIGE UND KOLLEGINNEN UND KOLLEGEN! Dicke sind faul, disziplinlos und nicht leistungsfähig – so das gängige Vorurteil. Es stimmt nicht, denn für Übergewicht gibt es viele verschiedene Ursachen, Charakterschwäche gehört nicht dazu. Können Sie sich vorstellen, wie es einer Frau oder einem Mann gehen mag, die oder der mehr als das Doppelte des Durchschnittsgewichts zu tragen hat? Sicher nicht gut. Zumal mit einem hohen Übergewicht auch massive gesundheitliche Beeinträchtigungen einhergehen, die das Leben noch schwerer machen. Die Menschen, die in meine Sprechstunde kommen, sind verzweifelt. Sie kämpfen seit Jahrzehnten mit Diäten und Bewegungsprogrammen, leiden unter ernsthaften, teils lebensbedrohlichen Folgeerkrankungen, unter Depressionen und haben häufig ihren Lebensmut verloren. Wir können ihnen helfen. Adipositas-Chirurgie, wie etwa der Magenbypass oder der Schlauchmagen, bewirkt weit mehr als eine Gewichtsreduktion – sie bedeutet die Wiedergewinnung von Gesundheit und Lebensqualität. Lesen Sie mehr darüber in unserer Titelgeschichte auf den Seiten 6 bis 9. Ihr Jürgen Ordemann MELDUNGEN ERFOLGREICH DIGITAL ROBOTER unterstützt bei Visite DIE GYNÄKOLOGISCHE STATION im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum ist Vorreiter bei der Digitalisierung der Klinikprozesse. Dort testen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den „Double Robot“. Der Roboter besteht aus zwei elektrisch betriebenen Rädern und einer höhenverstellbaren Stange, an der ein Tablet befestigt ist, ähnlich einem Segway. Die Steuerung läuft über ein Handy: Einwählen und über die Funktion Telefonkonferenz steht die Kommunikation. Dr. Mandy Mangler, Chefärztin der Klinik für Gynäkologie, bewertet den Test positiv: „Der ‚Double‘ ermöglicht viel flexibleres Arbeiten! Möchte ich mich nach einer OP erkundigen, wie es einer Patientin geht, aber es ist keine Visite mehr geplant, so schalte ich mich zu jeder Zeit und ortsunabhängig zu. Ich kann autonom über Flure und in Zimmer rollen und brauche nur jemanden, der bei Bedarf die Türen ­öffnet. Eine gute Ergänzung!“  HIGH VOLUME, HIGH QUALITY Je häufiger eine Behandlung durchgeführt wird, desto höher ist die Qualität des Ergebnisses, denn die Operateure haben mehr Erfahrung. Erreicht wird dies durch Spezialisierung und den Aufbau moderner Departmentstrukturen. Vivantes verfolgt diese Strategie seit Jahren mit besten Resultaten. Das beweisen die Fallzahlen ausgewählter Behandlungen in Berliner Krankenhäusern, veröffentlicht im Transparenzbericht 2017 der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung. Die Vivantes Klinika sind ganz vorn mit dabei und belegen erste Plätze. www.berlin.de/sen/gpg KLICK UND FIX! MEHR SERVICE – unsere Patientinnen und Patienten können jetzt bequem ihre Termine bei Vivantes online buchen. So funktioniert’s: Wählen Sie auf der Vivantes Website das Fachgebiet und die Klinik Ihrer Wahl. Anschließend die gewünschte Ärztin oder den gewünschten Arzt anklicken, dann den Termin buchen. Gunther Nolte, Ressortleiter IT und Digitalisierung bei Vivantes, erklärt dazu: „Als einer der ersten Gesundheitskonzerne der Maximalver­ sorgung sind wir mit einer flächendeckenden Online-Terminbuchung am Start.“ termin.vivantes.de Vivantes gesund! 03.2019 Starke Frauen bei Vivantes MARIE SCHUMANN arbeitet als Fachärztin an der Klinik für Anästhesie, ­operative Intensivmedizin und Schmerztherapie im Vivantes Klinikum Neukölln. Darüber hinaus trägt sie seit Juni den Titel „härteste Feuerwehrfrau Deutschlands“. Die 36-jährige Ortswehrführerin der Freiwilligen Feuerwehr setzte sich in einem harten Wettkampf mit einer Bestzeit gegen ihre Konkurrentinnen durch. In ihrer etwa 45 Kilogramm schweren Ausrüstung sprintete sie einen zwölf Meter hohen Treppenturm hinauf und bewegte einen 90-Kilo-Dummy. Dafür trainiert sie an fünf Tagen in der Woche. AUSSTELLUNG SCHWERE(S) LOS Mitte August endete eine Wanderausstellung im Vivantes Klinikum Spandau. Gezeigt wurden Fotografien zum Thema: Wie leben Menschen mit Adipositas, was fühlen sie und mit welchen Vorurteilen und Hürden haben sie im Alltag zu kämpfen? Lesen Sie dazu auch unsere Titelgeschichte auf den Seiten 6 bis 9. Weitere Informationen zu Ausstellung, Terminen und Initiatoren: www.dak.de Die Verantwortlichen bei Vivantes legten selbst Hand an. NEUBAU FÜR SENIOREN UND SENIORINNEN IN KAULSDORF wurde der Grundstein für den Neubau eines modernen Pflegeheims des Vivantes Forum für Senioren gelegt. 147 stationäre Pflegeplätze, eine gerontopsychiatrische sowie eine allgemein-psychiatrische Tagesklinik und eine psychiatrische Institutsambulanz finden auf vier Stockwerken Platz. Mitte 2021 soll der ­ eubau in unmittelbarer Nähe zum Vivantes N ­Klinikum Kaulsdorf bezugsfertig sein. Damit stärkt die Vivantes Hauptstadtpflege ihre Präsenz im Osten Berlins und betreibt insgesamt 22 Pflegeeinrichtungen mit 2.520 vollstationären Plätzen an 18 Standorten in unserer Stadt. www.hauptstadtpflege.vivantes.de IMPRESSUM Herausgeber: Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, Aroser Allee 72–76, 13407 Berlin, Tel. 030 130 10, magazin@vivantes.de; V.i.S.d.P.: Sophie Lehmann, Leiterin ­Ressort Konzernkommunikation; Projektmanagerin: Nadine Gadewoltz; Redaktion: trurnit GmbH | trurnit Hamburg, trurnit Berlin: Kerstin Weber (Leitung & Reali­sation), Simon Jahn, Tanja Siggelkow, Susanne Siegel, Andrea Melichar (Ass.); Layout: trurnit GmbH | trurnit Publishers: Diana Enoiu, Anne Dahms, Isabel Schüle; Fotos: Vivantes, Monique Wüstenhagen (S. 4/High-Tech-Medizin, S. 15/Annette Müller), Werner Popp/Vivantes (S. 8/Ordemann), S. Bonnié (S. 26), David Burghardt/ db-photo.de (S. 29/Körnerpark), Florian von Ploetz (S. 10, 12, 13), René Tanner (S. 31/Tango), iStock.com (S. 1, 3, 6, 7, 9, 14, 16, 18, 19, 20, 22, 24, 29), Shutterstock (S. 4, 14, 15, 27, 31), Fotolia (S. 14), Privatfotos (S. 15, 28, 29); Druck: Motiv Offset NSK GmbH, Grenzgrabenstraße 4, 13053 Berlin Vivantes gesund! 03.2019 05 ADIPOSITAS „Adipositas ist eine Epidemie und betrifft nicht nur Menschen, die ungezügelt essen.“ Professor Dr. Jürgen Ordemann METABOLISCHE CHIRURGIE Ein leichteres LEBEN „Dicke Menschen sind nicht faul und disziplinlos. Biophysiologische sowie genetische Voraus­ setzungen sind häufige Ursachen für Übergewicht.“ Professor Dr. Jürgen Ordemann berichtet über erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten. ES GEHT NICHT um ein paar Pfunde zu viel, die man durch zweimal Joggen in der Woche und den Verzicht auf Fast Food schnell verlieren könnte. Es geht um Fettleibig­ keit – um Adipositas. Es ist eine schleichende Erkrankung, die meist mit ein paar Kilo Übergewicht beginnt. Pro Jahr kommen dann regelmäßig weitere hinzu. Ist das Körpergewicht massiv erhöht, hat das erhebliche Fol­ gen für den gesamten Stoffwechsel. Es verändert die Hormon­ ausschüttung, wirkt sich auf Muskeln und Gelenke aus, führt zu Bluthochdruck, häufig zu Diabetes, auch zu bösartigen Tumoren und vielen anderen Krankheiten. Oft entwickeln die Betroffenen darüber hinaus eine Depression. Ab einem bestimmten Grad an Übergewicht verlieren sie die Kontrolle, können es nicht mehr steuern. Nicht weil sie ess­ süchtig sind, sondern weil sich durch den hohen Fettanteil die Stoffwechselprozesse im Körper verändern. Über die Hälfte der Erwachse­ nen in Deutschland ist übergewich­ tig, nahezu ein Viertel adipös. ADIPOSITAS Berechnungsgrundlage für die Gewichtsklassi­ fikation ist der Body-Mass-Index (BMI). Seine Formel: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt die BMI-Werte von Erwachsenen grob in unter­ schiedliche Gewichtsklassen ein: Ab 30 steigt das Gesundheitsrisiko stark an, man spricht von Adipositas Grad I. Ab 35 gilt Grad II und ab 40 Grad III. und den ernsten Folgeerkrankungen, haben eine Odyssee an Diäten und Bewegungstherapien ­hinter sich. Geholfen hat ihnen letztlich nichts. Sie sind ohne Lebensfreude, verzweifelt und dar­ über hinaus im Alltag verächtlichen und herab­ lassenden Blicken ausgesetzt. Der Besuch bei uns im Adipositas-Zentrum, bei Adipositas-Chirur­ ginnen und -Chirurgen, ist für viele die letzte Möglichkeit, ihre Erkrankung in den Griff zu bekommen.“ Übergewicht kann viele Gründe haben. Häufig sind meh­ Jahrzehntelanges Leiden Professor Dr. Jürgen Ordemann ist rere miteinander verknüpft. Auch Chefarzt des Zentrums für Adipo­ Psyche nimmt Einfluss, etwa „Ständiger Druck, die bei Einsamkeit und Stress. Die sitas und metabolische Chirurgie Voraussetzungen des (Metabolismus: den Stoffwechsel Stigmatisierung genetischen Menschen sind auf unsere jetzige betreffend) im Vivantes Klinikum Lebenswelt nicht vorbereitet. Spandau. „Bereits bei Grad I schaf­ und Selbstfen es die Patientinnen und Pati­ vorwürfe lösen Mehr Hilfe, weniger Hürden enten kaum noch, ohne ärztliche „Bei schwerer Fettleibigkeit blei­ Anleitung ihr Gewicht zu reduzie­ Depressionen ben konservative Maßnahmen wie ren“, so die Erfahrung des Spezia­ Ernährungsberatung, klassische listen, in dessen Sprechstunde aus.“ Diäten und Bewegungstherapie nicht selten Menschen kommen, ohne Erfolg. Die chirurgische The­ deren BMI-Wert über 50 oder Professor Dr. Jürgen Ordemann sogar 60 liegt. „Oftmals leiden sie rapie dagegen ist eine wirksame seit Jahrzehnten an Adipositas und langfristige Behandlungs­ form, das haben Studien eindeutig nachgewiesen. Adipositas wird mit sogenannten bariatrischen OPs erfolgreich behandelt“, erklärt Chefarzt Profes­ sor Dr. Jürgen Ordemann. Nach Meinung des Vivantes Experten wird zu wenig und zu spät operiert. „Die bürokrati­ schen Hürden sind zu hoch. Jede Maßnahme KONTAKT muss im Detail ausführlich begründet werden, und selbst dann übernehmen die Krankenkassen die OP-Kosten nur sehr zögerlich.“ Leitlinien definieren, wann eine OP sinnvoll und anzuraten ist und wann nicht. Dabei wird unterschieden: zwischen Patientinnen und Patienten, die „nur“ adipös sind und nicht unter schwerwiegenden Folgeerkrankungen leiden, und denen, die neben der Fettleibigkeit auch schon schwere Folgeer­ krankungen wie beispielsweise Diabetes entwi­ ckelt haben. Ist eine Betroffene oder ein Prof. Dr. Jürgen Ordemann Betroffener „nur“ adipös, dann wird ab einem Chefarzt im Zentrum für BMI von 40 eine OP empfohlen. Um die Kran­ Adipositas und metabolische kenkassenleistung in Anspruch nehmen zu kön­ Chirurgie im Vivantes nen, muss dem Eingriff eine sogenannte Klinikum Spandau Multimodale Therapie (MMT), eine Kombination Neue Bergstraße 6 aus Ernährungsberatung, Bewegungs- und Ver­ 13585 Berlin haltenstherapie, vorausgehen. „Entsprechende Tel. 030 130 13 2131 Angebote stehen allerdings nicht flächendeckend juergen.ordemann@vivantes.de zur Verfügung. Wer etwa auf dem Land lebt, dem www.adipositaszentrum.berlin ist der Weg zu einer lebensrettenden Operation nahezu versperrt.“ 08 Vivantes gesund! 03.2019 Nach einer bariatrischen OP steigen sowohl Lebensqualität wie auch Lebenserwartung der Patientinnen und Patienten. MAGEN-BYPASS-OPERATION Speiseröhre VORHER Magen SGABE: NÄCHSTE AUH DER OP VOR UND NAC Dünndarm Zwölffingerdarm NACHHER Folgeerkrankungen werden sogar geheilt Bariatrische Operationen werden minimalin­ vasiv durchgeführt. Die Wundheilung verläuft gut, Patientin und Patient kommen schnell wie­ der auf die Beine. Eine häufige Maßnahme ist der Magenbypass: Der Chirurg verkleinert den Magen, durchtrennt weiter unten den Dünndarm und verbindet diesen mit dem verbliebenen Mini-Magen. Rund 1,5 Meter Dünndarm weniger stehen für Nährstoffaufnahme und -verwertung zur Verfügung. Zudem passiert die Nahrung nicht mehr den Zwölffingerdarm, was zu einer starken Veränderung der Hormonaktivitäten im Magen-Darm-Trakt führt. Bei der ebenfalls gängigen „Schlauchmagen“OP wird ein Großteil des Magens entfernt, der Restmagen fasst anschließend nur noch 100–150 Milliliter, die normale Verdauungspassage bleibt erhalten. Die Operierten verlieren schnell an Gewicht, der Diabetes wird gebremst. „Adipositas-Chirurgie bedeutet vor allem Wiedergewinnung von Gesundheit und Lebens­ qualität. Diät wird nicht mehr als Qual empfun­ den, sondern als Normalzustand. Folgeerkrankungen verbessern sich schnell und deutlich, werden oft sogar geheilt“, fasst Professor Dr. ­Jürgen Ordemann die Vorteile zusammen. Die Operierten erhalten im Vivantes Zentrum eine umfassende Nachsorge sowie ein ­Coaching zu Ernährung, Bewegung und Verhal­ ten. „Unsere Patientinnen und Patienten haben wieder eine Perspektive.“ Vivantes gesund! 03.2019 Gallenblase neue Magentasche Gallengang Restmagen Bauch­ speicheldrüse Nahrung SCHLAUCHMAGEN-OPERATION Speiseröhre Neuer Schlauchmagen Magenausgang Zwölffingerdarm 09 INTERVIEW Auf eine TASSE KAFFEE mit … … Bilge Kilincsoy. Die 39-jährige gelernte Arzthelferin arbeitet nach einer inten­ siven zweimonatigen Weiterbildung seit Januar als Cardiolotsin. Im Vivantes ­Wenckebach-Klinikum betreut, berät und unterstützt sie Herzpatientinnen und -patienten. Das Herz ist … … das wichtigste und stärkste Organ unseres Körpers. Meinen Patienten gegenüber vergleiche ich es gerne mit einem Motor im Auto, meine Patientinnen schmunzeln über den Vergleich mit einer Waschmaschine – beide müssen, wie das Herz, auch gepflegt werden, damit sie nicht kaputtgehen! In meiner Ausbildung zur ­Cardiolotsin habe ich vor allem gelernt … … wie wichtig es ist, dass wir Cardiolotsinnen und -lotsen für die medizinische, organisatorische, psychische und physische Betreuung unserer Patientinnen und Patienten sehr gut vorbereitet sind. Und dass wir uns im Team gegenseitig unterstützen. MEDIZIN Ich arbeite gern als Cardiolotsin, weil … … ich Menschen liebe. Gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten ein Gesundheitsbewusstsein aufzubauen ist ein tolles Gefühl und an jedem Tag eine neue Herausforderung. Besondere Freude an meiner Arbeit habe ich, wenn … … mir die herzkranken Patientinnen und P ­ atienten ihre Ängste und Sorgen anvertrauen, sie sich verstanden und unterstützt fühlen und ich interessante Persönlich­keiten und ihre Lebensgeschichten kennenlerne. Meinen Tag beginne ich am liebsten mit … … meinem Ehemann bei einer Tasse Kaffee. Anschließend wecke ich meine drei Kinder mit einem Guten-MorgenKuss! Auf meinem Weg zur Arbeit denke ich oft … … was der Tag wohl mit sich bringen wird? Bei der Arbeit und auch privat – mit meinen Kindern muss immer eine Menge organisiert werden. Ein gelungener Feierabend ist für mich, wenn … … ich die Patientinnen und Patienten erfolgreich aufgeklärt habe, sie etwa davon überzeugen konnte, nicht mehr zu rauchen und regelmäßig Herzsport zu treiben. Das ist ein gutes Gefühl! Mein Berufswunsch als Kind … … war Ärztin. Ich wollte schon als ­kleines Mädchen immer einen weißen ­Kittel tragen – so wie mein Kinderarzt. Könnte ich mein Leben noch mal von vorn beginnen, würde ich … … nach der Schule gleich studieren. Sonst sollte alles so bleiben, wie es war und ist. Manchmal wünsche ich mir, dass … … es mich zweimal gäbe – dann könnte ich noch mehr Menschen unterstützen. Vivantes gesund! 03.2019 Nah am Herzen – das Projekt Cardiolotse Es geht um die bestmögliche Versorgung von Herz­ patientinnen und -patienten: Die AOK Nordost – Die Gesundheitskasse und Vivantes haben gemeinsam das Projekt Cardiolotse gestartet. Es richtet sich an ­Patientinnen und Patienten, die in einer Vivantes Klinik stationär behandelt wurden und bei der AOK Nordost krankenversichert sind. Untersucht wird, inwiefern eine zusätzliche, individuelle und ambulante Nachbetreuung durch speziell geschulte Cardiolotsen und -lotsinnen in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten dazu beitragen kann, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und weitere Klinikaufenthalte zu vermeiden. Als Bindeglied sind die Lotsen direkt an der Schnittstelle zwischen dem ambulanten und stationären Bereich tätig. Die ausgebildeten medizinischen Fachangestellten bzw. Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger bringen Expertenwissen aus beiden Bereichen mit. In einer achtwöchigen, umfassenden ­Weiterbildung lernen sie alles, was wichtig ist, um ­chronisch Herzkranke nach ihrem Klinikaufenthalt zu unterstützen, zu begleiten und ihnen den richtigen Weg zu weisen. Weitere Infos unter: www.cardiolotse.de oder der Hotline 030 130 14 2332 11 „Das Vert ra u e n mu ss.“ u ners c h ü tt erli c h sei n Ergotherapeutin Annika Dressler arbeitete lange und erfolgreich mit ­L ab­rador Joschi. DIE BESTEN TAGE sind die mit Hund“, sagt Erich, dabei strahlt er über das ganze Gesicht. Der 47-Jährige ist Patient in der Klinik für Psychia­ trie, Psychotherapie und Psychosomatik im Vivantes Klinikum Neukölln. Lange hatte er sein Zimmer nicht verlassen. Mit der Unterstützung von Groß-Elo Jacco und der Sozialpädagogin Susann Knapp traute er sich nach intensiver therapeutischer Behandlung Schritt für Schritt heraus. Warum ist die Arbeit mit Tieren so wirkungsvoll? Susann Knapp: „Tiere in der Therapie haben keine Vorbehalte. Sie gehen offen und ohne Vorurteile auf die Patientin oder den Patienten zu. So helfen sie auf spielerische Art und erleichtern den Kontakt zum Menschen. Behandlungen werden durch ihre Mitwirkung insgesamt effektiver.“ MENSCH UND TIER UNSERE Seelenhunde Tiere helfen heilen. Immer häufiger arbeiten speziell Hunde als Co-Therapeuten – mit erstaunlichem Erfolg. Sie helfen psychisch kranken Menschen, körperbehinderten Kindern und Erwachsenen oder von Demenz Betroffenen. 12 Messbare Erfolge Die wissenschaftliche Forschung zur „Tiergestützten Therapie“ ist noch jung. Obwohl Quellen aus dem 8. Jahrhundert bereits auf Erfahrungen hinweisen, bezog man erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vereinzelt Tiere in die therapeutische Arbeit ein. Wer jemals einen Hund oder eine Katze besessen hat, weiß um die angenehme und beruhigende Wirkung dieses oft „besten Freundes“. Die physiologischen Erfolge sind messbar: So wirkt das Streicheln eines Hundes blutdrucksenkend, seine Nähe lockert die Muskulatur und löst Verspannungen. Endorphine, sogenannte Glückshormone, werden ausgeschüttet, das Bindungshormon Serotonin wird freigesetzt. Studien belegen: Tierhalter weisen grundsätzlich weniger gesundheitliche Risikofaktoren wie erhöhte Blutwerte oder erhöhten Blutdruck auf, sie leiden seltener Vivantes gesund! 03.2019 TIERGESTÜT Z TE THER APIE unter Herz-Kreislauf-Beschwerden. „Tiere reduzieren Angst und Stress, vermitteln Geborgenheit, Freude und auch Akzeptanz. Sie können das Selbst- und Verantwortungsgefühl fördern“, erklärt Annika Dressler die psychologischen Effekte. Die Leitende Ergotherapeutin aus dem Vivantes Wenckebach Klinikum hat mit ihrem inzwischen verstorbenen Labrador Joschi jahrelang auf der psychiatrischen Station positive Erfahrungen gesammelt. Die besondere Beziehung zwischen Mensch und Tier wird ganz bewusst dazu eingesetzt, die psychische Gesundheit zu stärken und die soziale, emotionale und sogar kognitive Entwicklung zu fördern. Menschen mit einer Vielzahl an sozialen und psychischen Beeinträchtigungen finden den Weg zu neuer Lebensfreude und gesellschaftlicher Teilhabe. Das bestätigt auch die Krankenschwester Marion Kuczera, die seit gut einem Jahr von ihrem dreijährigen Australian Labradoodle Melly ins Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum begleitet wird. Auf der Station 20 der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik bilden die beiden das zertifizierte „Therapiebegleithund-Team“. Sie beschreibt Melly liebevoll als „Türöffner“, der verschlossene Patientinnen und Patienten aus ihrer Isolation lockt. Doch sie traut dem sensiblen und gleichzeitig fröhlichen Hund noch mehr zu. „Ich kann mir gut vorstellen, dass Melly auf palliativen Stationen sinnvoll eingesetzt werden könnte und es ihr gelingt, den Menschen dort ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.“ Gehorsam und stressresistent Hunde, die in der Therapie eingesetzt werden sollen, durchlaufen gemeinsam mit ihren Besitzern eine intensive einjährige Ausbildung: Sie müssen zu einem funktionierenden und belast­baren Team zusammenwachsen. Die Ausbildung ist nicht geschützt – eine seriöse Schule mit erfahrenen Hundetrainerinnen und -trainern müssen sich Mensch und Hund selbst suchen. Auch die Auswahl des Hundes muss sorgsam erfolgen. Susann Knapp: „Der Hund trägt eine große Verantwortung. Er muss unbedingten Gehorsam leisten, über einen gefestigten Charakter und eine gute Prägung verfügen, darf keinen Verteidigungstrieb haben. Dazu sollte seine Stresstoleranz hoch sein und seine Menschenfreundlichkeit sowie Spielfreude ausgeprägt. Das Vertrauen zwischen ihm und seinem Besitzer muss unerschütterlich sein.“ In Jacco fand die Sozialpädagogin den perfekten Teamgefährten – ihren „Seelenhund“. Neuneinhalb Jahre hat er sie begleitet, kürzlich ist er verstorben. Ihre große Trauer hat sie unter anderem in einem rührenden Nachruf verarbeitet – der schließt mit dem Satz: „Du warst als Hund der beste Mensch, den man zum Freund haben konnte.“ AUCH ESEL UND BIENEN TUN GUT NEBEN HUNDEN bereichern auch andere Tiere den Menschen. Das beginnt bei den ­Bienen, Meerschweinchen und Kaninchen und endet auch nicht bei Eseln, Alpakas, ­Hühnern und Schafen. Therapeutisches Reiten oder Delfintherapien sind spezielle, anerkannte Behandlungs­ optionen, aber auch ein Streichelzoo, eine Vo­liere oder ein Aquarium schenken Lebensfreude und lenken von Schmerz und Einsamkeit ab. Erkrankte Menschen werden aktiver, kommunizieren mehr miteinander, fühlen sich gesünder und sind emotional ausgeglichener. Groß-Elo Jacco wird im Vivantes Klinikum Neukölln schmerzlich vermisst. Ein gutes Team: Marion Kuczera und Melly Vivantes gesund! 03.2019 13 LEBEN 9. NOVEMBER 1989 „Genau neun Monate nach dem Mauerfall wurde unser erstes Kind geboren.“ Und wo WAREN Sie? Prof. Dr. med. Dr. phil. Alfred Holzgreve, geboren 1953, Direktor Klinische Forschung und Akademische Lehre Vivantes – Netzwerk für Gesundheit; Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin: Am frühen Abend des Mauerfalls flog ich von Münster nach Berlin, um meine damals neue Freundin und jetzige Frau zu besuchen. Als ich ankam, hörte ich die ersten Berichte – die Mauer sei offen. Wir zogen sofort gemeinsam los zum Brandenburger Tor und gehörten zu jenen, die sich gleich ein Stück aus der Mauer herausgehämmert haben. Ich war immer schon Berlin-Fan und werde mein Leben lang dankbar sein, dass ich diesen historischen Tag live miterleben durfte. Gut, dass ich den Flug so lange vorher gebucht hatte – spontan hätte ich wohl nie einen Platz im Flugzeug bekommen! Wir feierten die Nacht durch. Acht Monate später haben wir geheiratet, und genau neun Monate nach dem Mauerfall wurde unser erstes Kind geboren. 1996 begann ich als chirurgischer Chefarzt bei Vivantes. Die Geschichten aus der medi­ zinischen Stationsarbeit und aus den Operationsabteilungen, die mir die Kolleginnen und Kollegen aus Ost-Berlin und der ehemaligen DDR erzählten, waren für mich zum Teil völlig neu. Als Ärztlicher Direktor in Neukölln war ich in verschiedenen Funktionen ständig zwischen Ost und West unterwegs und im ­Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen „von drüben“, beispielsweise den Friedrichs­ hainern. Die Begegnung mit Menschen, die eine ganz andere Vergangenheit hatten, war eine große Bereicherung für mich. Es war mir stets wichtig, ihnen gut zuzuhören, um von diesen Erfahrungen zu lernen. 14 Viele Menschen wissen Jahre, oft sogar Jahrzehnte nach einem großen Ereignis noch ganz genau, wo sie zu diesem Zeitpunkt waren, was sie an dem Tag gemacht haben. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer fragte „gesund“ bei drei V ­ ivantes Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach: Erinnern Sie sich an diesen Tag? Und wie hat sich die neue Freiheit auf Ihr Leben ausgewirkt? Vivantes gesund! 03.2019 Den Mauerfall habe ich ungläubig und angespannt erlebt. Ich bin 1961 geboren, quasi während des Mauerbaus, und in Wilmersdorf aufgewachsen. Für mich gab es nur die „Insel“ West-Berlin. Jedes Weih­ nachten haben wir Solidaritäts­ kerzen für Ostberlinerinnen und -berliner in die Fenster gestellt – das war in der ganzen Straße Brauch. Ich konnte es mir nicht vorstellen, dass die Mauer jemals fallen könnte. Am 9. November 1989 saß ich bei meiner Schwester beim Abendessen, wir hörten aufgeregt Radio. Ich bin nicht gleich zur Mauer gefahren, ich war nicht euphorisch, sondern hatte auch Sorge vor einer gewalttätigen Intervention von Staatskräften. Ein paar Tage später – ich lebte in Zehlendorf, wo es sonst ruhig und fast dörflich war – waren die Straßen voll mit Trabi­s. Ich hatte das Gefühl, wir werden überrollt. Inzwischen bin ich absoluter Fan vom zusammengewachsenen Berlin und denke auch nicht Mathias Klitzke, Leiter Physi­k alische Dienste, geboren 1961 in Berlin-Wilmersdorf: mehr in Ost- und Westkategorien. Damals habe ich im Max-BürgerKrankenhaus in Charlottenburg als leitender Krankengymnast gearbeitet – jetzt leite ich bei Vivantes im ehemaligen Ost- und Westteil der Stadt die Physiotherapien. Durch meine Arbeit hatte ich schnell Kontakt zu Ostberlinerinnen und -berlinern. Die Mentalität hat mir gleich sehr gefallen: spontan, selbstbewusst und ein bisschen frech. Unsere Teams sind durch die Mischung heute vielseitiger und weltoffener. Sehr gut finde ich auch, dass wir inzwischen den Ostbegriff „Physiotherapeut“ übernommen haben. V ­ orher nannten wir uns ja „Krankengymnasten“. Das klingt nach Turnvater Jahn und nicht so ganzheitlich wie Therapeut. Eine spürbare Veränderung war auch der baldige Wegfall der Berlin-Zulage. Das war für mich als Familienvater mit drei Kindern wirklich hart, das waren um die 500 Mark weniger. „Die Mentalität der Ostberlinerinnen und -berliner hat mir gleich gut gefallen: spontan, selbstbewusst und ein bisschen frech.“ „Das Erste, was ich im Westen … gekauft habe, war Waschmittel so sind junge Muttis!“ Annette Müller, stellvertretende ­leitende Hebamme im Vivantes ­K linikum Kaulsdorf, geboren 1965 in Namburg/Saale: Vivantes gesund! 03.2019 Abends war ich mit meiner damals ein­ jährigen Tochter zu Hause und fragte mich, warum mein Mann nicht von der Uni zurückkam – er studierte damals in Cottbus. Als er dann nachts an der Tür klingelte, war ich zuerst sauer, bis er mir erklärte, er sei mit dem Zug über die Grenze gefahren – die Mauer sei offen. Erst als wir den Fernseher einschalteten, konnte ich es wirklich glauben. Das Erste, was ich dann im Westen gekauft habe, war Waschmittel … so sind junge Muttis! Damals machte ich „Schwangerenberatung“, heute heißt das „Mutterschaftsvorsorge“ … Die Arbeit von uns Hebammen ist seitdem eigentlich dieselbe geblieben, nur die Frauen haben sich verändert! Die werdenden Muttis sind heute anspruchsvoller, sie informieren sich fast zu viel und werden dann von der Wirklichkeit überrascht – denn eine Geburt läuft immer anders als gedacht. Damals gab es nur ein Schmerzmittel, das man spritzen konnte, heute gibt es viel mehr Möglichkeiten: von der Periduralanästhesie (PDA) bis zum Lachgas. Auch Homöopathie gab es in der DDR nicht. Da gehe ich mit der Zeit und habe es mir angeeignet. So konnte ich viele wunderschöne Geburten miterleben! Wenn eine werdende Mutter die Schmerzmedikation voll ausschöpfen will, sage ich immer: „Der Wehenschmerz ist ganz natürlich, lassen Sie sich ruhig darauf ein!“ 15 MIGR ÄNE Gegen den SCHMERZ Was hilft gegen unerträgliche Kopfschmerzen, Übelkeit und Sehstörungen? Neue Präparate zur Prophylaxe sind erhältlich. Oder geht’s auch ohne Medikamente? BIS ZU 15 PROZENT der Bevölkerung leiden unter Migräne – so die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V., Frauen häufiger als Männer. Die Betroffenen sind während dieser heftigen Schmerzattacken nahezu außer Gefecht gesetzt. Seit vergangenem Jahr ist in Deutschland ein neues Medikament erhältlich, man kann es sich einmal im Monat unter die Haut spritzen. Können Geplagte jetzt aufatmen? Professorin Bettina Schmitz erklärt, wie es wirkt und mit welchen Strategien man sich vor Migräne schützen kann. Dazu empfiehlt sie, in einem „Kopfschmerzkalender“ zu dokumentieren, wie oft Attacken auftreten, ob es bestimmte Auslöser gibt, welche Medikamente wie oft und mit welchen Effekten eingenommen werden. Den Kalender zum Download gibt es hier: www.dmkg.de 16 Vivantes gesund! 03.2019 INTERVIEW „Die Ursachen für Migräne sind noch immer nicht genau bekannt.“ Frau Professor Schmitz, was passiert bei einer Migräne­a ttacke im Körper? Wir wissen, dass für die Symptome sowohl neuronale – also Nervenzellen betreffende – Prozesse als auch Veränderungen der Gefäße eine Rolle spielen. Die Nervenenden des Trigeminusnervs, der Teile des Kopfes, der Hirnhäute und das Gesicht versorgt, werden aktiviert und lösen eine Entzündung aus. Diese reizt die Blutgefäße im Gehirn. Sie erweitern sich und werden durchlässiger für bestimmte Moleküle. Ein Botenstoff – Calcitonin-Gene-RelatedPeptide (CGRP) – leitet Schmerzsignale bei Migräne­ anfällen weiter und wirkt ­gefäß­erweiternd. KONTAKT Prof. Dr. Bettina Schmitz Chefärztin Klinik für Neurologie – Stroke Unit – Zentrum für Epilepsie am Vivantes Humboldt-Klinikum Am Nordgraben 2 13509 Berlin Tel. 030 130 12 2245 bettina.schmitz@vivantes.de www.vivantes.de Seit 2018 gibt es in Deutschland ein neues Medikament zur Vorbeugung gegen Migräne: AIMOVIG (Erenumab). Wirkt es? In Europa sind inzwischen drei neue Migränemedikamente zugelassen: Erenumab, ­Galcanezumab und Fremanezumab. Sie gehören zur Substanzklasse der monoklonalen Antikörper. Ihr Wirkmechanismus richtet sich gegen Schmerz­ rezeptoren und schaltet sie aus. Dadurch sinkt die ­Empfindlichkeit gegen Schmerzen. Das verhindert Migräne­attacken bereits im Ansatz. Es handelt sich um vorbeugend wirksame Präparate. Wie schätzen Sie den Behandlungserfolg ein? Die Zulassungsstudien haben sehr gute Wirksamkeit gezeigt, bei guter Verträglichkeit. Die Therapie ist neu und nicht billig, weshalb nur Patientinnen und Patienten behandelt werden, bei denen andere Therapien ­bisher erfolglos waren. Vivantes gesund! 03.2019 Wenn nun nicht jeder von den neuen Medikamenten profitiert: Was kann man darüber hinaus präventiv tun? Es gibt viele Varianten der Krankheit mit unterschiedlichen Auslösern. Das können etwa bestimmte Nahrungsmittel, unregelmäßiger Schlaf oder Hormonschwankungen sein – diese gilt es zu vermeiden. Daneben helfen nicht medikamentöse Maßnahmen zur Vorbeugung. Ausdauersport wie Laufen und progressive Muskelentspannung wirken sich beispielsweise positiv aus. Eine Prophylaxe ist sinnvoll, wenn Attacken sehr schwer sind und häufig auftreten. Vermeiden sollte man einen Medikamentenübergebrauch, weil sich sonst unter Umständen ein chronischer Kopfschmerz entwickelt. Wie lässt sich akuter Schmerz bekämpfen, etwa während der Arbeit oder auf Reisen? Körperliche Aktivität verschlimmert die Migräne. Den meisten Betroffenen geht es besser, wenn sie sich während einer Attacke vor visuellen und akustischen Reizen schützen. Am Arbeitsplatz ist das meist nicht möglich. Gut ist, wenn man ein bewährtes, rasch wirksames Medikament parat hat. Oft ist neben einem Schmerzmittel auch eines gegen Übelkeit notwendig. Mit der Einnahme sollte man nicht zu lange warten. Bei vielen helfen bereits einfache Schmerzmittel wie Ibuprofen, andere benötigen ein spezifisches Migränepräparat, sogenannte Triptane. Diese unterscheiden sich in Schnelligkeit und Dauer der Wirkung. In schweren Fällen kann eine spezielle Schmerzbehandlung, auch stationär durchgeführt, mit multi­disziplinärem Ansatz sinnvoll sein. 17 Jeder 10.Deutsche nimmt regelmäßig Arzneien. PILLE palle? In der Handtasche, im Badezimmerschrank, im Schreibtisch: Die griffbereite Schmerz­tablette gehört für viele dazu, wie das Smartphone oder das Portemonnaie. Unterschätzte Nebenwirkungen Die gelegentliche Tablette bei Menstruations-, Kopf- oder Rückenschmerzen schafft Erleich­ terung und ist in der Regel unbedenklich – wenn Sie sie korrekt einnehmen. Doch ob man die ­Tablette vor, während oder nach einer Mahlzeit schlucken soll und wie hoch die Tagesdosis sein darf, interessiert viele nicht. Sie erhöhen so unnötig das Risiko von Nebenwirkungen. Ibuprofen, Diclofenac und ASS (AzetylsalizylsäureBrausetabletten) können unter anderem zu Viele Medikamente sind „wenig geeignet“ Nierenversagen, Magenblutungen und GeschwüDie Ergebnisse einer aktuellen Studie der ­Stiftung Warentest lassen aufhorchen: Die Wisren führen, eine Überdosierung von Paracetamol zu Leberschäden bis hin zum Leberversagen. senschaftler untersuchten 2.000 rezeptfreie Ohne zuvor mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben, Medikamente. sollten Sie deshalb TabletEin Viertel von ihnen bewerteten sie mit „wenig ten bei Fieber nicht länger INFO geeignet“. Insbesondere krials drei Tage, bei Schmertisierten sie die bei vielen zen nicht länger als vier beliebten Kombipräparate Tage in Folge und pro MEDIKAMENTENaus Schmerzmitteln und Monat insgesamt nicht KONSUM Koffein: Die Inhaltsstoffe mehr als zehn Tage einnehKnapp zwei Millionen Deutsche ergänzten sich oft nicht gut, men. Und auch der aus Funk sind tablettensüchtig, über drei und die belebende Wirkung und Fernsehen bekannte Viertel von ihnen sind abhängig verleite dazu, das Mittel Leitsatz hat durchaus seine von Schmerzmitteln. Das geht aus über eine zu lange Zeit einBerechtigung: „Zu Risiken einer aktuellen Antwort der Bunund Nebenwirkungen lesen zunehmen. Die Experten desregierung auf eine FDP-Anfrage Sie die Packungsbeilage und raten, stattdessen Einzelhervor. Besonders betroffen sind fragen Sie Ihren Arzt oder wirkstoffe zuzuführen – sie junge Frauen sowie Männer über Apotheker.“ seien besser und günstiger. WENN IM HERBST die ersten Nasen schniefen, verwandeln sich die Deutschen über Nacht in Hobby-Mediziner: Statt zum Arzt zu gehen und sich zu Hause auszukurieren, schlucken sie Schmerzmittel. Die kleinen, günstigen Pillen hemmen Entzündungen, senken Fieber und lindern Kopfschmerzen. Runterschlucken, kurz abwarten – und der Alltag kann weitergehen. Klingt praktisch, aber ist das gesund? 18 60 Jahre: 3,5 Prozent der 18- bis 20-jährigen und 4,5 Prozent der 40- bis 49-jährigen Frauen sowie 4,9 Prozent der Männer über 60 Jahre nehmen Schmerzmittel regelmäßig ein. Vivantes gesund! 03.2019 IMPFEN SCHUTZ vor Masern Im kommenden Jahr sollen Kita-Kinder, Schülerinnen und Schüler sowie auch bestimmte Erwachsene verpflichtend nachweisen, dass sie gegen Masern geimpft sind. DAS BUNDESKABINETT billigte einen Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn zur Impfpflicht. Vor allem Kinder sollen wirksam vor Masern geschützt werden. Beim Eintritt in die Schule, den Kindergarten oder bei der Betreuung durch eine Tagesmutter sind die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen zwei MasernImpfungen zwingend vorzuweisen. Das gilt auch für Personen, die in Gemeinschafts- oder medizinischen Einrichtungen arbeiten, etwa Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Tagespflege- und medizinisches Personal, sowie für Asylbewerber und Flüchtlinge. Masernfälle weltweit ums Dreifache gestiegen Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt Alarm: Im ersten Halbjahr 2019 wurden in 182 Ländern etwa dreimal so viele Masernfälle registriert wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, auch in Deutschland breiten sie sich aus. Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten. Betroffen sind größtenteils Kinder. Die Viren werden beim Sprechen, Niesen, Husten oder über Tröpfchen in der Luft übertragen. Eine Infektion bringt häufig erhebliche Komplikationen und Folgeerkrankungen mit sich, im schlimmsten Fall eine tödlich verlaufende Gehirnentzündung. Impfungen garantieren eine lebenslange Immunität. Trotz Aufklärungskampagnen weist Deutschland große Impflücken auf. Das belegen aktuelle Auswertungen der Barmer Krankenkasse: Nur eine Impfquote von mindestens 95 Prozent garantiere die sogenannte Herdenimmunität. Bei wichtigen Infektionskrankheiten wie Masern, Mumps oder Röteln liege sie aber bundesweit durchweg unter 90 Prozent. Nicht geimpft zu sein gefährdet nicht nur die ­Gesundheit der betroffenen Person, sondern birgt auch große R ­ isiken für andere, die etwa aufgrund ihres Alters oder gesundheitlicher Einschränkungen nicht geimpft ­werden können. Deshalb ist es wichtig, dass eine Impfpflicht möglichst früh da ansetzt, wo Menschen täglich miteinander in engen Kontakt kommen. Vivantes gesund! 03.2019 „Wer sein Kind nicht impfen lässt, dem drohen Bußgelder in Höhe von bis zu 2.500 Euro.“ Jens Spahn Gesundheitsminister Empfoh lenes Alter fü r die beid en Impfung e n: 11–14 M onate u nd 15 –23 M onate. Vor 197 0 Gebore ne benötig en keine ­Impfung . Mit ho her Wahrsch einlichk eit waren si e schon mal erkra nk t. 19 INFO HILFE FÜR ELTERN •Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti): www.dgti.org/beratungsstellen •pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e. V. Bundesverband: www.profamilia.de •Trans-Kinder-Netz (Trakine e. V.): www.trans-kinder-netz.de •Trans-Ident: www.trans-ident.de GESCHLECHT Max ist MARIE Für Eltern ist es zunächst ein Schock: Ihr Kind lebt in dem Gefühl, mit dem falschen Körper geboren worden zu sein. Es wünscht sich sehnlichst, sein Leben in dem anderen Körpergeschlecht zu führen. 20 Vivantes gesund! 03.2019 TR ANSSE XUALITÄT Woher diese Diskrepanz rührt, ist wissenschaftROBERT UND BRITT erinnern sich: Ihr Sohn Max zeigte schon als Dreijähriger wenig Inte­ lich nicht geklärt. Es ist aber keine Störung, resse an Playmobil, spielte lieber mit seiner ältenichts Unnormales oder Krankhaftes, sondern eine Variante des Normalen.“ ren Schwester Lilli mit dem Kaufladen und der Dass Max’ Eltern ihren Sohn nicht zu kleinen bunten Holzküche, ging zum Turnen geschlechtsbezogenem Spielen und Verhalten statt auf den Fußballplatz. „Ungewöhnlich fangedrängt haben, bewertet Dr. Tobias Pottek posiden wir das anfangs nicht. Wir wollten unseren Kindern auch nichts aufzwingen, was sie nicht tiv. „Transsexuell zu sein sucht man sich nicht selber wollten“, sagt der 42-jährige Sozialarbeiaus, man ist es einfach. Daran ändert sich nichts, egal, was man unternimmt. Unterdrückt man ter aus Brandenburg. In der Schule gab es dann Kinder in ihrer Geschlechterrolle, dann lernen die ersten Probleme – Max fiel auf. Er ließ sich sie, eine ‚verkehrte‘ Rolle zu spielen, denn jedes die Haare wachsen, trug verspielte Haarspangen Kind möchte seinen Eltern gefallen. Dieser und bestand im Schwimmunterricht auf einen Druck des Umfelds belastet ungemein, das Kind Badeanzug. Zunehmend zog er sich zurück, leidet. Als Erwachsene klagte über Bauchschmererlebe ich diese Menschen zen, wollte nicht in die in meiner Praxis. Sie haben Schule gehen. geschlechtertypische Berufe Trotzdem brauchte es KONTAKT erlernt, Familien gegründet, noch einen Anstoß, erzählt Kinder gezeugt oder aus­ die 39-jährige Britt, die als getragen, aber irgendwann Arzthelferin arbeitet: „Eine können sie diese Rolle nicht Bekannte berichtete über mehr spielen. Es folgt dann ein ähnliches Verhalten der oft das späte Outing.“ inzwischen erwachsenen Tochter eines ehemaligen Lange Reise Kollegen. Die war mit männRobert und Britt versuchen, lichen Geschlechtsmerk­ sich mit dem Gedanken vermalen geboren worden und hatte sich diese vor einigen traut zu machen, dass aus Dr. Tobias Pottek Jahren operativ an weibliche dem Sohn Max die Tochter Chefarzt Rekonstruktive Genitalien anpassen lassen. Marie werden könnte. Es Urologie und GeschlechtsDa hat es bei mir klick fällt beiden schwer, und es inkongruenz am Vivantes gemacht. Ich bin auf Max schmerzt. Sie stehen mit Klinikum Am Urban zugegangen und habe lange dem jetzt knapp ZehnjähriDieffenbachstraße 1 mit ihm gesprochen. Wie er gen am Anfang einer Reise, 10967 Berlin sich fühlte, was ihn quälte, von der niemand weiß, wie Tel. 030 130 22 6303 was er sich wünschte – es und wann sie endet. Ihnen tobias.pottek@vivantes.de war eindeutig. Max fühlte zur Seite steht ein Kinderwww.vivantes.de/kau/uro sich als Mädchen.“ therapeut, der mit dem Thema vertraut ist. Max Variante des Normalen wird psychologisch und psyDr. Tobias Pottek, Chefarzt chiatrisch betreut, Hormonfür rekonstruktive Urologie und Geschlechts­ Experten (Endokrinologen) werden hinzugezogen. inkongruenz am Vivantes Klinikum Am Urban, Noch ist keine verbindliche Diagnose gestellt erklärt: „Max ist als Mädchen zur Welt gekomworden, die weitere Behandlungsschritte auch rechtlich und finanziell absichert. men, sein Körper aber ist männlich. Dr. Tobias Pottek sieht sich als „HandwerDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Transsexualität – der Begriff wechselte vorüberker“ und in der langen Reihe der Behandlungen transsexueller Menschen am Ende: „Ich passe gehend zu ‚Transidentität‘, anschließend zu die Genitalien dem gefühlten und dann auch ‚Transgender‘, jetzt ist ‚Geschlechtsinkongruenz‘ gelebten Geschlecht an.“ Betroffenen Eltern rät gebräuchlich – als Geschlechtsidentitätsstörung er: „Unterstützen Sie Ihr Kind, nehmen Sie es ein. Mit der sexuellen Orientierung der Betroffeernst. Hilfreich ist der Besuch einer Selbsthilfenen hat das aber nichts zu tun. Sie sind auch keine Zwitter, die nicht eindeutig einem Geschlecht gruppe. Sie treffen dort auf Väter und Mütter, die ähnlichen Herausforderungen gegenüberstezugeordnet werden können. Transsexuelle sind entweder Mann oder Frau. Doch die körperliche hen oder sie bereits bewältigt haben, sie können Identität stimmt nicht mit der seelischen überein. sich austauschen und voneinander lernen.“ Vivantes gesund! 03.2019 21 VIELFALT Wir gehören DAZU DIVERSITÄT Vivantes stärkt die Rechte von HIV-positiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Als einer der ersten Arbeitgeber in Deutschland unter­ zeichnete der Krankenhauskonzern die Deklaration #positivarbeiten. BASTIAN hat lange mit sich gerungen: Soll ich meine Chefin über meine HIV-Erkrankung informieren? Wie reagieren Kolleginnen und K ­ ollegen? Gefährde ich damit vielleicht sogar m ­ einen Job? „Meine Angst vor Vorurteilen und Ausgrenzung war groß“, erinnert er sich. „HIV spielt zwar im Arbeitsalltag keine Rolle, trotzdem hatte ich das Gefühl, mich verstellen zu müssen.“ Dann lächelt er: „Als ich dann den Mut hatte, darüber zu sprechen, gab es viel V ­ erständnis und auch Respekt. Es erleichtert mich, mein HIV nicht mehr verheimlichen zu müssen, und ich weiß jetzt: Alle akzeptieren mich so, wie ich bin.“ Ängste und Vorurteile abbauen Rund 86.000 Menschen leben in Deutschland mit HIV. Zwei Drittel von ihnen arbeiten. Viele beschäftigen die gleichen Sorgen wie Bastian. Denn auch heute begegnen HIV-Positiven immer wieder Diskriminierung und Stigmatisierung. Geschürt werden die Vorurteile oft durch falsche Informationen. Viele wissen nicht: Wenn Ärzte HIV rechtzeitig diagnos­ tizieren und behandeln, können die Betroffenen heute leben wie andere auch. Sie können jeden Beruf ausüben und sind ebenso leistungsfähig wie „Alle gemeinsam machen wir deutlich: HIV braucht im Arbeitsalltag keine Rolle zu spielen. Einem ganz normalen kollegialen Umgang steht nichts im Wege.“ Winfried Holz, Vorstand der Deutschen Aidshilfe ihre Kolleginnen und Kollegen. Die Behandlungsmöglichkeiten von HIV haben sich in den l­ etzten Jahrzehnten rasant weiterentwickelt: „Die Medizin hat HIV heute gut im Griff. Die Infektion muss keine Einschränkung bedeuten. Ängste vor einer Übertragung bei der Zusammenarbeit waren schon immer unbegründet. Unter Therapie ist eine Übertragung von HIV prinzipiell nicht mehr möglich“, erklärt Prof. Dr. Hans-Jürgen Stellbrink, Präsident des Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses, eines jährlichen Forums für wissenschaftliche Diskussionen und Fortbildung rund um das Thema HIV. Vivantes steht für Diversity Ein offenes und vorurteilsfreies Arbeitsumfeld zu gewährleisten – für Vivantes ist das selbstverständlich. Bereits 2010 unterzeichnete das Unternehmen die Charta der Vielfalt. Vivantes verpflichtet sich darin zu „Diversity“ (Diversität): Alle Menschen sind gleichermaßen wertzuschätzen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Weltanschauung, sexueller Orientierung und Identität sowie physischer und psychischer Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen. Mehr als ein Hashtag: Wissen teilen! Im Juni dieses Jahres haben Vivantes und über 50 weitere Unternehmen zudem die Deklaration „­Respekt und Selbstverständlichkeit: Für einen ­diskriminierungsfreien Umgang mit HIV-positiven Menschen im Arbeitsleben“ unterzeichnet. „Wir ­setzen damit ein deutliches Zeichen: HIV-positive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei Vivantes selbstverständlich in den Arbeitsalltag integriert. Sie tragen genauso zur Versorgung unserer Patientinnen und Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohner der Vivantes Hauptstadtpflege bei wie alle anderen Beschäftigten“, betont Dr. Andrea Grebe, Vorsitzende der Vivantes Geschäftsführung. Vivantes verpflichtet sich mit der Deklaration unter anderem dazu, Führungskräften, Personalverantwortlichen und dem Betriebsrat den aktuellen Wissensstand über das Leben mit HIV zu vermitteln. Denn Wissen ist das beste Mittel gegen Vorurteile – und es schafft Erleichterung für alle Beteiligten. Mehr Infos zu Diversity bei Vivantes finden Sie unter: www.vivantes.de/unternehmen/diversity Vivantes gesund! 03.2019 23 MEDIZIN - NEWS Schon unsere Kinder sollten wissen, wie wichtig es ist, Mund und Zähne zu pflegen. Dicke Beine – dicker Bauch MUNDHYGIENE ZAHNAlarm WELTWEIT LEIDEN 3,5 Milliarden Menschen unter Zahn- und Mundproblemen. Eine Studie des University College London, veröffentlicht im Fachmagazin The Lancet, konstatierte eine „Krise“. Dafür verantwortlich sind vor allem hoher Zuckerkonsum, mangelnde Mundhygiene und unregelmäßige Prophylaxebehandlungen. Die meisten Betroffenen gehen erst dann zum Zahnarzt, wenn sie akute Pro­ bleme haben – und dann ist es eigentlich schon zu spät. Diese Erkenntnisse betreffen nicht nur Entwicklungs- oder Schwellenländer, sondern auch hochentwickelte Industrienationen wie etwa Deutschland. Eine aktuelle Studie der Krankenkasse Barmer offenbart: Je nach Region nutzen bis zu einem Drittel aller Versicherten die zahnärztlichen Prophylaxebehandlungen nicht regelmäßig. Die häufigsten Folgen sind Karies, Zahnfleischerkrankungen, Parodontitis und Mundkrebs. Auf zum Zahnarzt! www.thelancet.com Wo die Fettdepots am Körper liegen, nimmt Einfluss auf die Gesundheit. US-Forscher fanden heraus, dass normalgewichtige Frauen jenseits der Wechseljahre ein deutlich vermindertes Risiko für HerzKreislauf-Erkrankungen haben, wenn das Fett an den Beinen sitzt – und nicht am Bauch. Die Studie, die 2.683 Teilnehmerinnen über einen Zeitraum von 18 Jahren begleitete, bestätigt: Man sollte nicht nur auf sein Gewicht, sondern auch auf die Verteilung seines Körperfetts achten. www.academic.oup.com/ eurheartj VORSICHT BEI MÄUSEDRECK „2019 ist ein Ausbruchsjahr.“ Mirko Faber, RKI 24 RÖTELMÄUSE übertragen durch ihren Speichel, Kot und Urin die sogenannten Hantaviren. Eine Infektion gehört zu den häufigsten meldepflichtigen Viruskrankheiten in Deutschland. Das Robert Koch Institut (RKI) verzeichnete von Januar bis Juni 2019 fast 500 Fälle. Die Symptome gleichen denen einer Virusgrippe: hohes Fieber, Kopf-, Muskel- und Knochenschmerzen sowie Erbrechen. Wird ein Infekt nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, können die Nieren dauerhaft geschädigt werden. Behandeln lassen sich allerdings nur die Symptome, eine gegen Hantaviren gerichtete Therapie oder einen Impfstoff gibt es nicht. Ansteckungsgefahr besteht das ganze Jahr über, deshalb ist auch im Herbst Vorsicht geboten: Beim Reinigen des Gartenschuppens, Fegen des Kellers oder der Terrasse, beim Stapeln von Kaminholz sollte man einen gut abgedichteten Mundschutz und Arbeitshandschuhe tragen. www.rki.de Vivantes gesund! 03.2019 VORTR ÄGE EIGENBLUT ADIPOSITAS ÜBER DIE alternative, konservative Therapiemethode bei Schulterschmerzen informiert Sie Dr. Maike Müller, Chefärztin im Department für Bewegungschirurgie im Vivantes Humboldt-Klinikum. FETTLEIBIGKEIT führt zu Folgeerkrankungen. Das Zentrum für Adipositas und metabolische Chirurgie in Berlin-Spandau hat zur Unterstützung eine Patientenvorlesung ein­ gerichtet: „Adipositaschirurgie – mehr als nur Gewichtsreduktion“ findet jeden letzten Montag im Monat statt. Am 18. November 2019, von 17.30 bis 19 Uhr Vivantes Humboldt-Klinikum Haupthaus, 1. OG, Raum 3301 Am Nordgraben 2 13509 Berlin Am 30. September 2019, am 28. Oktober 2019, am 25. November 2019, jeweils von 16 bis 17 Uhr Vivantes Klinikum Spandau Konferenzraum Cafeteria, EG Neue Bergstraße 6 13585 Berlin EXPERTEN WISSEN für alle! Das ganze Jahr über veranstaltet jedes V ­ ivantes Klinikum V ­ orträge für Patientinnen, Patienten und Inte­ressierte. Experten informieren allgemeinverständlich über Therapiemöglichkeiten und Gesundheitsvorsorge. Die Veranstaltungen sind kostenlos, Sie brauchen sich nicht anzumelden. DAS BÖSE TOURETTE VORSORGE NEUROWISSENSCHAFTLER beschäftigen sich vermehrt mit dem Bösen – mit Gewalt, Aggressivität und Kriminalität. Sie stellen sich unter anderem die Frage: Kommen Menschen böse zur Welt? Oder werden sie durch äußere Einflüsse zu Gewaltverbrechern gemacht? Referentin an diesem Abend ist Bettina Gärtner, Ärztin der medizinischen Fakultät an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg. NEUROPSYCHIATRISCHE Erkrankungen äußern sich in sogenannten Tics, in spontanen, nicht beabsichtigten Bewegungen, Lauten oder Wortäußerungen. Dr. Walter de Millas, Leitender Oberarzt in der Klinik für Psychiatrie, ­Psychotherapie und Psychosomatik im Vivantes Wenckebach-Klinikum, informiert über Symptome und Ursachen sowie Behandlungen. ÜBER DEN TOD zu sprechen ist schwer. Dabei ist ein Austausch darüber, was man in seinen letzten Tagen möchte oder nicht, wichtig. Besonders für Angehörige ist es eine große Entlastung, über den Willen der Patientin oder des Patienten Bescheid zu wissen. In der Veranstaltung erhalten Sie von Vivantes Experten ausführliche Informationen zur Patientenverfügung und allem, was noch für Sie wichtig ist. Am 10. Oktober 2019, von 19 bis 20.30 Uhr KommRum e. V. Schnackenburgstraße 4 12159 Berlin Vivantes gesund! 03.2019 Am 7. November 2019, von 18.30 bis 20 Uhr Vivantes Wenckebach-Klinikum Haus 1, OG, Raum 104 Wenckebachstraße 23 12099 Berlin Am 26. November 2019, von 17 bis 20 Uhr Langenbeck-Virchow-Haus Luisenstraße 59 10117 Berlin 25 „Ein Ausritt ist Krafttanken pur.“ EGEN UND KOLL S IHRE N E N IN G E N KOLL LEN U . NTES STEL VON VIVA ANNUNGSORTE VOR P S T EN INTERVIEW Tierische AUSZEITEN Im Einkauf ist immer etwas los. Das weiß RENATE JANKOWSKI aus 34-jähriger ­Erfahrung bei Vivantes. Privat genießt sie am liebsten die Stille der Natur – gemeinsam mit Pferden und Hunden. 26 Frau Jankowski, was arbeiten Sie bei Vivantes und was gefällt Ihnen dabei besonders gut? Ich habe das große Glück, seit 34 Jahren im ­selben Unternehmen tätig zu sein – und das mit richtig netten Kollegen. Im Einkauf beschaffen wir nahezu alles: vom Hosenknopf bis zum Lkw. Langweilig ist es also nie. Zusammen mit meiner Kollegin bin ich für die Printartikel zuständig. Was machen Sie nach einem langen Arbeitstag am liebsten? Kampfsport, und das seit 25 Jahren! Zweimal in der Woche gehe ich zum Training. Am Wochenende verbringe ich Zeit mit meinen Pferden und Hunden. Und das genieße ich sehr. Wie sind Sie zu Ihren Tieren gekommen? Mein eigenes Pferd starb vor vier Jahren. Nun besitze ich eines gemeinsam mit einer Freundin. Dazu kommen noch sechs Pflegepferde. Zusätzlich betreue ich regelmäßig zwei Wolfshunde aus dem Freundeskreis. Vivantes gesund! 03.2019 LESERBRIEFE Zeit in der Natur zu verbringen hilft vielen dabei, Stress abzubauen. Mensch, Hund und Pferd – es tut allen gut! Können Sie beim Reiten entspannen und Stress abbauen? Angespannt oder mit schlechter Laune auf ein Pferd aufsteigen? Das ist ein No-Go! Pferde sind sehr sensibel, man muss sich auf sie einlassen. Lasse ich mich „fallen“, dann ist auch mein Pferd entspannt und trägt mich sanft. Bin ich angespannt, dann ist es unsicher, und es könnte unbequem werden. Ein 600-Kilo-Tier bewegt man nicht mit Kraft, sondern mit gelassener, aber bestimmter Körpersprache. Das Reiten ist ein aufwendiges Hobby. Warum lohnt es sich trotzdem? Ich persönlich schaffe bei einem Ausritt in ­meinem Kopf Platz für neue Gedanken – vor dem Aufsteigen lege ich Stress und schlechte Stimmung ab. Das ist Krafttanken pur! Sie glauben nicht, wie schön ein Ausritt mit einem sanften Riesen und zwei großen Hunden ist. Alle Augen sind zwar auf mich gerichtet, aber es interessiert niemanden, ob meine blauen Schuhe zur roten Hose passen oder ob meine Haare sitzen … Auf dem Bild sind Sie mit Ihrem Pflegeund Herzenspferd Champi zu sehen. Was macht Ihre Beziehung zu diesem Tier so besonders? Champi ist mehrfacher Europameister in der „Working Cowhorse“ und in der „Reining“. Beides sind Disziplinen aus dem „Westernreiten“. Er hatte es wirklich nicht leicht unter diversen Trainern, von denen viele die Pferde oft nur als Trainingsgerät ansehen. Nun darf ich ihn als ausgemusterten Gaul reiten, ihn betütern und ihm den Spaß am Tragen eines Menschen wiedergeben – und das mache ich mit jeder Faser meines Herzens. Und was kommt nach einem Ausritt? Ich habe den Kopf wieder völlig frei und genieße im Sommer ein Eis, im Winter einen Grog. Was empfehlen Sie anderen – wie kann man gut entspannen nach einem stressigen Tag? In unserer schnelllebigen Zeit, in der das ­Zwischenmenschliche oft zu kurz kommt, braucht jeder eine Quelle, aus der er Kraft schöpfen kann. Das können die eigenen Kinder, Sport, der Badesee oder auch das Grillen sein. Für mich sind es die dankbaren Augen der Tiere und Erlebnisse in der Natur. Vivantes gesund! 03.2019 WIE ERLEBEN SIE VIVANTES? IHRE MEINUNG IST UNS WICHTIG! EXZELLENTE BETREUUNG Ich war im Juli auf Ihrer Komfortstation 20 in Neukölln. Anlass: eine Leistenhernie (Leistenbruch, d. Red.). Abgesehen von der hervor­ragenden medizinischen Betreuung, möchte ich hier einmal die exzellente Betreuung durch die dort tätigen Personen hervor­heben. Egal wer oder was, medizinisch oder das Catering, alles auf einem hohen Niveau und freundlich. Auch die Ausstattung der Zimmer ist ohne Makel. Es ist mir wichtig, auch einmal zu kommunizieren, wenn man sehr zufrieden ist. Patient Bernd Feinbube GUTE VERSORGUNG Ich möchte mich nachträglich b ­ edanken: Ich musste mir am 15. März in der Rettungsstelle Schöneberg im Vivantes Auguste-Viktoria­Klinikum nachmittags nach einem kleinen Pürierstab-Unfall den Finger nähen lassen. Sowohl der Empfang als auch der behandelnde Arzt waren wahnsinnig geduldig, freundlich und nett. Ich habe mich wirklich gut versorgt gefühlt. Vielen herz­lichen Dank für diese gute Erfahrung in Ihrer Rettungsstelle! Patientin Eva Oer 27 PETER SCHULZ, seit September kommissarischer ­Stationspflegeleiter der inter­ nistischen Intensivstation im Vivantes Klinikum Neukölln Versteckte Oase und viel Platz für alle ICH KANN ZWEI ORTE wärmstens ­empfehlen: den Körnerpark und das Tempelhofer Feld. Der Körnerpark im Bezirk Neukölln ist etwas t­iefer gelegen, also nicht auf Anhieb sichtbar. Wenn man von der Karl-Marx-Straße kommt und in die Schierker Straße einbiegt, vermutet man gar nicht, dass gleich ein paar Meter weiter so ein schöner, alter Barockpark ist! Im Park gibt es Wasserspiele, eine schöne Bepflanzung, die Leute aus dem Viertel sitzen entspannt zusammen, sonnen sich, Alt und Jung, und jeden Sonntag gibt es abends ein Konzert. Hier kann man sich zu jeder Tageszeit erholen, eine versteckte Oase! LIEBLINGS- plätze Unsere Mitarbeiterinnen und ­Mitarbeiter verraten Ihnen, an ­welchen Orten und Plätzen sie am liebsten ihre Freizeit verbringen – vom Geheimtipp bis zum Hotspot. 28 Das Tempelhofer Feld ist auch ein toller Ort, finde ich. Hier fühle ich mich frei und habe Platz, mich zu bewegen! Die Atmosphäre ist super entspannt, so viele Menschen sind friedlich beieinander, sie grillen, gehen spazieren, skaten oder joggen – ich selbst laufe dreimal die Woche und liebe es! www.körnerpark.de www.thf-berlin.de Vivantes gesund! 03.2019 UNSER BERLIN ANDREA ERDMANN, Sekretärin in der Psychiatrie im Vivantes Klinikum Kaulsdorf PERFEKTER ­FAMILIENAUSFLUG EINER MEINER LIEBLINGSPLÄTZE ist der Tierpark in Friedrichsfelde, für den ich sogar eine Jahreskarte habe. Für mich ist das ein idealer Ort für Familien! Mein sechs­ jähriger Sohn spielt sehr gern auf dem abwechslungsreichen Spielplatz, wo es im Sommer übrigens auch Wasserspiele gibt. Die Fahrt mit der Parkeisenbahn ist auch ein Highlight, zumal der Tierpark so groß ist, dass man nie alles sehen, geschweige denn mit einem kleinen Kind erlaufen kann. Neulich haben wir wieder nach der kleinen Eisbärendame Herta geschaut – alles bestens! Einmal im Jahr findet außerdem das RokokoFest am Schloss Friedrichsfelde statt, mit wunderschönen historischen Kostümen, Gauklern, Marktständen und einem eigenen Kinderprogramm, auch so ein Highlight für uns alle! Ich freue mich schon, wenn das ­Alfred-Brehm-Haus im Herbst wieder eröffnet wird. Dann haben die Raubtiere schönere Gehege und mehr Platz – Tiger und Löwen in voller Pracht zum Bewundern! www.tierpark-berlin.de HOUDA MAHFOUZ, kaufmännische Auszubildende SCHLEMMEN IM ORIENT Sobald ich merke, dass ich Fernweh bekomme oder mir in Berlin das orientalische Flair fehlt, fühle ich mich von meinem Lieblingsrestaurant magnetisch angezogen. Anders als andere Restaurants in Berlin bietet „Qadmous“ am Friedrichshain vegetarische, vegane, halale und glutenfreie Speisen an. Ein Bissen reicht schon aus – und man fühlt sich wie im Libanon! Vor allem für meine dort geborenen Eltern ist die original libanesische Küche sehr wichtig. Authentische Gewürze geben dem Essen die perfekte Note und Vivantes gesund! 03.2019 ­ rgänzen die orientalische Atmoe sphäre und Einrichtung aufs Feinste. Wie im Libanon hat man auch hier das Gefühl, dass man nicht nur als Kunde dort speist, sondern als ein eingeladener Gast, was wiederum die Vorfreude auf dieses Restaurant immer wieder steigert. Um ehrlich zu sein, munden mir dort alle Gerichte, aber sein Baba Ghannouj – gegrillte Aubergine mit Sesamsoße – bringt wirklich das absolut notwendige Know-how mit sich. www.qadmous.de 29 Mitmachen & GEWINNEN! männliches Pferd Werber in einer Zeitung immer (veraltet) Fremdwortteil: zu, nach ein Umlaut starke Feuchtigkeit Jahrzehnt großer Nachtvogel übrig Bleibendes 8 altniederl. Kupfermünze Gestalt bei Schiller kurz für: an das 8 1 7 2 3 4 30 1 2 2 5 9 6 7 6 9 7 6 5 9 4 2 8 9 3 4 4 2 2 3 5 1 8 1 7 6 5 6 antikes Zupfinstrument 4 Geldschein 8 2 7 42 1 5 63 3 9 6 7 4 48 9 4 86 2 1 4 5 3 7 16 2 9 33 8 8 5 9 4 1 2 3 5 68 4 1 6 6 1 7 2 8 1 2 7 3 9 5 1 5 6 8 3 9 7 8 5 1 6 7 2 9 3 4 kurz für: in dem Unterarmknochen 6 7 Dringlichkeitsvermerk flach 5 Tonbezeichnung Gewohnheit Lösungswort: Stille Einsendeschluss ist der 1. November 2019 chem. Zeichen für Aluminium Streitmacht 7 Einfach das Lösungswort aus den gerahmten Käst­ chen übertragen oder die Lösungszahl errechnen. 1 2 3 Wer das Kreuzworträtsel oder das Sudoku knackt, kann gewinnen! 9 Gummiharzart 10 Abschiedswort Seemannsgruß Fragewort 9 9 8 7 2 4 6 3 5 1 3 6 1 3 9 5 7 2 4 8 10 54 2 5 8 1 3 7 9 6 6 7 8 1 7 4 2 2 3 4 9 4 2 ANLEITUNG 1 2 4 8 6 7 5 3 9 7 8 4 9 3 2 1 6 5SUDOKU 8 7 4in 3 1 12bis59 müssen 6Die9Ziffern 5 1 9 und 4 8 Spalte 6 7 jeder 3 Zeile, 2jeder 8 3 9 6einmal 2 1genau 4 5Block 7jedem 2 7 4 aller 8 1 5 3Die6Summe 9­vorkommen. 4 6 7 9 8 2 3 5 1 farbigen Kästchen ergibt die 8 1 2 3 5 4 9 6 7 5 9 6 7 1 4 2 8 3Lösungszahl. + + + = Lösungszahl: Vivantes gesund! 03.2019 ZEIT VERTREIB NACHTLAMPE MIT BLUETOOTH-LAUTSPRECHER 1. PREIS 2. PREIS EXPLOSIVER MIX: TANGO UND STREETDANCE „Break the Tango“ ist eine mitreißende Tanzshow: Argentinische Tangotänzer, internationale Break­ dancer und eine Elektrotango-Band verschmelzen zu einer feurigen Symbiose. Unter den zwölf Welt­ klasse-Tänzern sind auch die ehemaligen Tangowelt­ meister German Cornejo, Gisela Galeassi, Ezequiel Lopez und Camila Alegre. Die vierköpfige Liveband und ihre Sängerin brillieren mit Elektrotango-Hits und Popsongs von Adele bis Otros Aires. Wir verlosen 1 × 2 Karten für die Show am 19. November um 20 Uhr im Admiralspalast. www.admiralspalast.theater GESUND KOCHEN IST LIEBE Das Thema gutes Essen liegt Veronika Pachala am Herzen: „Gesund kochen ist Liebe“ lautet das Motto der Foodbloggerin. In ihrem ersten Buch beweist sie in mehr als 80 Rezepten, wie unkom­ pliziert gesunder Genuss ohne Verzicht funk­ tioniert. Frühstück, Hauptspeisen, Snacks, Desserts und Getränke kommen ohne Kuhmilch­ produkte, raffinierten Zucker und Weizen aus, sind größtenteils vegan, oft vegetarisch und ­vereinzelt auch mit Fisch oder Fleisch zubereitet. Persönliche Anekdoten und alltagstaugliche Tipps der M ­ utter einer kleinen Tochter runden das Ganze ab. Wir verlosen ein Buch. www.zsverlag.de Schicken Sie das ­Lösungswort oder die Lösungszahl an: Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, Interne Kommunikation & Marketing, Stichwort „gesund! Rätsel“, Aroser Allee 72–76, 13407 Berlin oder mailen Sie an: magazin@vivantes.de Vivantes gesund! 03.2019 3. PREIS SCHÖNER EINSCHLAFEN Die stimmungsvolle Nachtlampe „Elepowstar LED“ überrascht mit vielen Talenten. Angeschlossen an Smartphone oder Tablet lassen sich mit der eingebauten Frei­ sprecheinrichtung und dem Mikrofon Anrufe frei beantworten. Ein Tippen auf das obere Raster aktiviert den bunten Blitzmodus. Die Lichtfarbe ändert sich bei ­weiterer Berührung in Rot, Grün, Indigo, Lila, Blau und Bunt. Mit dem Slot unter der Laut­ sprecher-Lampe können Sie über ein 3,5-mm-Audiokabel Musik von Ihrem iPod oder MP3-Player abspielen. Super beliebt auf ­Partys: Die Lichtfarben passen sich dem Rhythmus der Musik an. Schön zum Entspannen und ­Einschlafen für Kinder: leichte Musik passend zum Märchen. Wir verlosen einen Lautsprecher. www.amazon.de Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Sammel­einsendungen bleiben unberücksichtigt. Alle personenbezogenen ­Daten werden ausschließlich zum Zweck des Gewinnspiels erfasst und verwendet und nach Ablauf der Verlosung gelöscht. 31 ZA H LE N U N D FA KT EN Vivantes ist … … Präsenz: dicht verzweigtes Netz aus 100 Einrichtungen verschiedener Art … Vertrauen: 94,6 % unserer Patient*innen würden Vivantes weiterempfehlen … Einsatz: rund 16.500 Mitarbeiter*innen geben jeden Tag ihr Bestes Nah am Menschen, Nah am Leben Gute Medizin und Pflege für ganz Berlin … Teamwork: enge und interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Kliniken … Vielseitigkeit: 9 Klinika, 17 Pflegeheime, 2 Seniorenwohnhäuser, 12 MVZs, 1 Hospiz und mehr … Qualität: Zertifizierung mit dem DEKRA-Siegel für maximale Patientenund Bewohnersicherheit … Forschung: alle unsere Kliniken sind akademische Lehrkrankenhäuser … Zukunft: Vivantes zählt zu den größten Ausbildern im Gesundheitsbereich jedes Jahr schenken uns eine halbe Million Patientinnen und Patienten ihr Vertrauen, indem sie unseren Rat suchen oder sich bei uns behandeln lassen. Etwa jedes dritte Berliner Baby wird in einer Vivantes Klinik geboren. Die Tendenz dieser Zahlen ist steigend – was uns auf unserem Weg bestärkt. Als größter kommunaler Krankenhauskonzern Deutschlands sind wir uns unserer sozialen Verantwortung bewusst. Im gleichen Maße liegt uns das Thema Nachhaltigkeit am Herzen. Die stetige Verringerung des Energieverbrauchs unserer Kliniken ist ein Beleg dafür. Ein Weg, der sich u. a. durch die Nähe auszeichnet, die unsere rund 16.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den ihnen anvertrauten Menschen entgegenbringen. Die Verbundenheit ist historisch gewachsen: Kein anderer Krankenhausbetreiber verfügt über ein so dichtes Netzwerk in Berlin wie Vivantes. Vivantes hat sich als zuverlässiger Partner etabliert – für Kranke und Gesunde, für Jung und Alt, für Menschen jeder Nationalität. In einem von Respekt geprägten Dialog helfen wir dabei, die Weichen für ein gesundes Leben zu stellen. Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen. Der Weg ist garantiert nicht weit! Fotonachweise: Getty Images (Titel), © lightwavemedia - Fotolia.com, © mmphoto - Fotolia.com, © Alexander Raths - Fotolia.com,, Liebe Berlinerinnen und Berliner, Zugereiste und Gäste,
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