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Periodical volume

Full text: Gesund! leben in Berlin Issue 2019,1

01·2019 gesund! LEBEN IN BERLIN FÜR SIE MITNZUM EHM EN SPORT SELBSTTEST: WELCHER TYP SIND SIE? KREBS VIVANTES BIETET HILFE ­ ANSPENDTE! MIT ORGIS IM HEF AUSWE ORGANSPENDEN SPENDEN IST SPORTLICH Zentrale Ansprechpartnerin für Menschen mit einer Krebserkrankung und ihre Angehörigen. Was macht die Vivantes Tumorlotsin? • Orientierung geben • Beratung persönlich und vertrauensvoll zu Fragen rund um eine Krebserkrankung • Vermittlung von Ansprechpartnern bei Vivantes • Informieren über Diagnostik- und Therapieangebote • Aufzeigen weiterer Hilfsangebote itag e r F – g Monta Uhr 10 – 13 3 2272 2 0 3 1 0 Tel. 03 -lotse@ r o m u t es.de t n a v i v Auf unserer Seite: www.vivantes.de/diagnose-krebs finden Sie Informationen zum Umgang mit der Diagnose, Therapiemöglichkeiten und vieles Hilfreiche mehr. tumorzentrum@vivantes.de www.vivantes-tumorzentrum.de Berlin Skyline: © paulrommer - Fotolia.com, Porträt: © Monique Wüstenhagen Vivantes Tumorlotsin vivantes EDITORIAL INHALT Körper & Seele Zeitvertreib 04 KURZ & KNAPP News 26 KULTUR Lebensreisen 06 ORGANSPENDE Vivantes klärt auf 30 RÄTSELN UND GEWINNEN! 10 WELCHER SPORTTYP SIND SIE? Machen Sie den Selbsttest! 13 ERNÄHRUNG Wie essen wir uns gesund? 15 KREBS Vivantes unterstützt Erkrankte umfassend beim Gesundungsprozess 18 VIVANTES SCHLAFFIBEL Was wir brauchen, um gut zu schlafen 19 KOMPAKT Neues aus der Medizin 20  LUNGENEMBOLIE Die unterschätzte Gefahr und wie man vorbeugen kann Vivantes 29 BRIEFKASTEN / IMPRESSUM Berlin 27 TIPPS & TERMINE Berlin unterwegs 28 MEDIZIN Vorträge und Informationen 22  SUCHT Wenn Selfies den Alltag ­bestimmen 25 PROKRASTINATION Der Zwang, alles aufzuschieben 22 SELFIESUCHT 10 WELCHER SPORTTYP SIND SIE? Wer sich bewegen und Sport treiben möchte, hat die Qual der Wahl: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, seinem Körper etwas Gutes zu tun. Wichtig ist: durchhalten, dabeibleiben. Damit das klappt, muss der Sport Spaß bringen. Machen Sie den Selbsttest: Welche Sportart entspricht Ihrem Typ? Und welche Auswirkungen hat sie auf Ihre Gesundheit, worauf sollten Sie achten? * Titelfoto: Franziska Liebhardt, ParalympicsGoldmedaillengewinnerin und OrganspendeEmpfängerin (siehe Seiten 6–9) PROFESSOR DAG MOSKOPP begrüßt Sie im Magazin „gesund!“ Sie begegnen uns überall: auf der Straße, an Sehenswürdigkeiten, auf Konzerten oder sogar im Badezimmer – die Sich-selbstFotografierer. Warum sind Selfies für viele inzwischen so wichtig geworden? Was sagt es aus über Menschen, die ihr Leben pausenlos fotografisch festhalten möchten? Und: Wie kann man der Sucht begegnen? LLE RTO u E P SU eise z s? Pr n! Wa nne w ge i Wie? ! 30 Seite Liebe Patientin, lieber Patient, liebe Angehörige und Freunde! S tellen Sie sich bitte die Intensivmedizin wie ein Brücke vor: Sie starten am Ufer der Krankheit und möchten das Ufer der Gesundheit erreichen. Doch die Brücke in der Mitte des Flusses ist zerstört, das andere Ufer unerreichbar. Diese Parabel zeigt: Wir sind mit unserem Patienten oder unserer Patientin in bester Absicht auf die Brücke gegangen, müssen aber irgendwann einsehen, dass wir das andere Ufer nicht erreichen werden. Das zu akzeptieren, fällt schwer. Auch die Entscheidung, in einem solchen Fall seine Organe zu spenden, ist nicht einfach. Es ist eine sehr persönliche, die jeder für sich selbst treffen und die man nicht seinen Angehörigen überlassen sollte. Sie konfrontiert uns mit Fragen, die wir uns vielleicht noch nie gestellt haben. Zu meinen Aufgaben als Neurochirurg gehört es, den Hirntod zu diagnostizieren. Mit der Entnahme von Organen stehe ich selbst nicht in Berührung, aber ich möchte die Voraussetzung für eine spätere Transplantation schaffen. Ein Organ zu spenden ist nobel und großmütig – Sie geben damit schwer erkrankten Menschen eine Chance, weiterzuleben. Ich bitte Sie herzlich, darüber nachzudenken. Ihr Professor Dag Moskopp, Direktor der Klinik für Neurochirurgie – Zentrum für Schädelbasis- und Wirbelsäulenchirurgie, Ärztlicher Direktor im Vivantes Klinikum im Friedrichshain gesund! 01.20193 vivantes KURZ & KNAPP PROBEN FÜR DEN ERNSTFALL Übung macht viele Meister! Geburten kann man simulieren. Mithilfe eines Simulations-„Toolkit“ können Hebammen, Ärztinnen und Ärzte üben – und auch gleich einen Preis gewinnen! Beim Wettbewerb für angestellte Hebammen, ausgelobt vom Deutschen Hebammen e. V., belegte das Team um Claudia Rheinbay aus der Klinik für Geburtsmedizin im Vivantes AugusteViktoria-Klinikum einen vorderen Platz. Die leitende Hebamme: „Wie man im Notfall handelt, lernt man zwar in der Ausbildung – aber es fehlt an prakti- scher Übung im Alltag. Was zum Beispiel für Piloten alltäglich ist, wollen wir auch in der Medizin etablieren.“ Auch in den Kreißsälen im Vivantes Klinikum Neukölln werden seit 2017 im Drei-Monats-Rhythmus Geburten simuliert. Das Training wird gefilmt und ausführlich nachbesprochen. Oberärztin Dr. Claudia von Kleinsorgen: „Zum einen üben wir das Handling, zum anderen die sogenannten Non-Technical-Skills wie Situationsbewusstsein, Kommunikation, Teamwork und Management.“ Joschi mit Frauchen Annika Jänsch im Garten des Wenckebach-Klinikums EIN „TIERISCHER“ FREUND TRAUER UM THERAPIEHUND JOSCHI Das ist eine ganz traurige Nachricht: Im Januar starb der „Lieblingsmitarbeiter“ der psychiatrischen Stationen im Vivantes Wenckebach-Klinikum. Gerade sechs Jahre alt war der braune LabradorRetriever. Gemeinsam mit seinem Frauchen, der Ergotherapeutin Annika Jänsch, gehörte er fest zum Team der Ergotherapie. In seinen wöchent­ lichen Einsätzen hat der ausgebildete Therapiehund insbesondere zu den Patientinnen und Patienten, die unter akuten Problemen leiden und schwer zugänglich sind, eine Brücke bauen können. Ärztinnen, Ärzte, das Pflegepersonal und die Erkrankten haben sich immer besonders auf die Besuche von Joschi gefreut, sogar ehemalige Patientinnen und Patienten sind ab und an in die Wenckebachstraße 23 gekommen, um Joschi wiederzusehen. Alle sind über den Verlust sehr betroffen und trauern gemeinsam mit Annika Jänsch um ihren Freund Joschi. Mit dem Geburts­ simulator „Mama Natalie“ auf dem Bauch wird trainiert. BESTE VERSORGUNG FÜR BERLIN VIVANTES STELLT SICH NEU AUF Qualitativ wachsen – dieses Ziel hat sich Vivantes gesetzt. Dazu entwickelte das Unternehmen die regionale Steuerung seiner Leistungszentren weiter und stärkt strategische Themenbereiche wie etwa die Pflege und die Unternehmensentwicklung. Dr. Andrea Grebe, Vorsitzende der Geschäftsführung (Foto), begründet die Weiterentwicklungen: „Unter anderem erfordern neue Regularien, Gesetze und Verordnungen sowie veränderte Qualitätsvorgaben neue Strukturen im Klinikmanagement. Wir begegnen den neuen Anforderungen mit einer strategischen Neuaufstellung.“ 4gesund! 01.2019 vivantes KURZ & KNAPP Das größte Glück: ein gesundes Baby auf dem Bauch! In den Vivantes Geburtskliniken sind werdende Mütter bestens aufgehoben. BERLIN WÄCHST WEITER Super Baby-Jahr 2018! Zumindest bei Vivantes: In den sechs Berliner Geburtskliniken kamen insgesamt 12.022 Säuglinge zur Welt. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl von Grunewald. Die geburtenstärksten Monate waren Juli und August. Führend bei den Vivantes Kliniken ist das Klinikum im Friedrichshain mit 3.429 Geburten, dann folgt das Klinikum Neukölln mit 3.122 Neugeborenen, das Auguste-Viktoria-Klinikum in Schöneberg mit 1.659, das Klinikum Am Urban in Kreuzberg mit 1.611, das Klinikum Kaulsdorf mit 1.167 und das Humboldt-Klinikum in Reinickendorf mit 1.034 kleinen Neu-Berlinerinnen und -Berlinern. Einer Statistik von Milupa zu- folge kamen in Gesamt-Berlin in 19 Kliniken insgesamt 40.952 Babys zur Welt. Die Friedrichshainer und die Neuköllner Vivantes Geburtskliniken können übrigens selbst kleinste Frühchen versorgen: Sie verfügen über eine Neonatologie mit einem Perinatalzentrum „Level 1“, also der höchsten Versorgungsstufe. Insgesamt sind bei Vivantes im letzten Jahr 108 Babys mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1.000 Gramm zur Welt gekommen, das sind knapp ein Prozent aller Neugeborenen. Für alle werdenden Eltern: Unter www.­vivantes. de finden Sie unter „Geburt“ viele nützliche Informationen – von Gesundheitstipps für Schwangere, Checklisten für die Geburtsklinik über Babypflege und Vorbereitungskurse bis hin zu den regelmäßigen Terminen für die Informationsveranstaltungen der Geburts­kliniken, die Sie auf einem virtuellen Rundgang schon mal kennenlernen können. Vivantes wünscht alles Gute! GEBURTSDATUM ENTSCHEIDET NICHT OPs OHNE ALTERSBEGRENZUNG Angesichts der demografischen Entwicklung in unserem Land wird die medizinische und operative Versorgung von älteren Pa­ tientinnen und Patienten immer wichtiger. Das Vivantes Zentrum für Alterstraumato­logie im Vivantes Wenckebach-Klinikum (WBK) erhielt im Januar für seine Behandlungsqualität die Zertifizierung als „AltersTraumaZentrum“ (ATZ). Die Auszeichnung erfolgt nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. Jede und jeder achte Operierte ist heute 80 Jahre alt oder älter. Auch hochbetagte Patientinnen und Patienten können erfolgreich operiert werden, wenn es ihr Gesundheitszustand zulässt. Eine Altersbegrenzung gibt es nicht. Bei den Operationen im WBK kommen spezielle Verfahren zum Einsatz, beispielsweise bei Frakturen um Gelenkimplantate oder bei osteoporotischen Frakturen der Wirbelsäule. Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie im WBK ist Dr. Oliver Altenkirch. „Wir freuen uns, dass wir durch das Zertifikat unsere große alterstraumatische Expertise und Qualität nachweisen können. Unsere Patientinnen und Patienten profitieren davon, dass sie vom ersten Moment an von unfallchirurgischen und geriatrischen Experten gemeinsam betreut werden. Unser Ziel ist eine optimale Versorgung und Mobilisierung, damit die Betroffenen ihren Alltag weiterhin ohne Unterstützung bewältigen können.“ gesund! 01.20195 vivantes ORGANSPENDE SPENDEN ist sportlich Es ist eine sehr persönliche Entscheidung: Möchte man seine Organe spenden oder nicht? Etwa 80 Prozent der Deutschen erklären sich dazu bereit, aber nur jeder dritte hat einen Spenderausweis. Organspende ist Vertrauenssache. Aufklärung spielt dabei eine große Rolle. Unter dem Motto „Spenden ist sportlich“ werben Franziska Liebhardt und Neuro­chirurg Professor Dag Moskopp auf Veranstaltungen gemeinsam für Organspenden. 6gesund! 01.2019 vivantes ORGANSPENDE M enschen, die mitten im Leben stehen, fällt es oft schwer, sich mit dem Tod auseinanderzusetzen. Wer noch keine Berührung mit der eigenen Endlichkeit hatte, noch keinen lieben Menschen verloren hat, sieht dafür vielleicht auch keinen Grund. Bis sich plötzlich alles ändert. Eine eigene ernste Erkrankung, das (Mit-)Erleben einer lebensbedrohlichen Situation, ein Unfall, der Verlust eines Familienmitglieds – solche Ereignisse prägen, sie machen etwas mit einem, verändern die Perspektive und werfen neue Fragen auf. Wie persönlich das Thema Organspende ist, bemerkt man sofort. Diskussionen darüber verlaufen emotional. Paare, Freunde, Kumpels, die sonst oft einer Meinung sind, kommen hier nicht zueinander. Und es ist offensichtlich: Es geht vor allem um Vertrauen. Fragen stehen im Raum: Werden Ärztinnen und Ärzte mich im Notfall trotzdem retten? Wann ist ein Mensch wirklich tot? Ist das Vergabesystem gerecht und transparent? Verdient jemand Geld mit den Organen? Der größte Teil der Fragen kann beantwortet werden, sachlich, klar und verbindlich. Die restlichen verbleibenden Zweifel lassen sich vielleicht nicht in Gänze ausräumen, denn sie berühren das eigene Todesverständnis sowie religiöse und ethische Überzeugungen. Sicherlich auch ein Grund dafür, dass viele Menschen Organspenden positiv bewerten, sich vergleichsweise aber wenige festlegen und einen Spenderausweis unterschreiben. Die eigene Entscheidung ist die beste Bislang ist die ausdrückliche Zustimmung des Betroffenen oder der Angehörigen Voraussetzung für eine Organspende. Es ist daher wichtig, sich selbst rechtzeitig Gedanken zu machen, ob man im Falle des eigenen Todes seine Organe an Menschen mit schweren Erkrankungen spenden möchte. Wird auf der Intensivstation der Hirntod einer Patientin oder eines Patienten festgestellt, und existiert kein Spenderausweis, dann müssen die Angehörigen darüber befinden, welche Einstellung zur Organspende der Verstorbene gehabt hätte – eine schwere Aufgabe und große Belastung. Gesundheitsminister Jens Spahn erwägt daher im Rahmen grundsätzlicher praktischer Verbesserungen des Organspendegesetzes den „Normalfall“, die sogenannte Widerspruchslösung: Jeder Mensch in Deutschland gälte dann automatisch als Spender, es sei denn, er widerspräche dem. Hätte er das nicht getan, würden als zusätzliche Hürde die Angehörigen gefragt. Kritiker dieses Vorschlags verweisen auf ethische, religiöse und rechtliche Fragen, die es zunächst noch zu klären gälte. Jeden potenziellen Organspender bewegt die Frage: Wenn ich einen Ausweis bei mir trage, tun die Mediziner trotzdem alles, um in einem Notfall mein Leben zu retten? Professor Dag Moskopp, Direktor der Klinik für Neurochirurgie im Vivantes Klinikum im Friedrichshain, hat über 450 Hirntode diagnostiziert und ist mit dem schmalen Grat zwischen Leben und Tod vertraut: „Erst wenn alles medizinisch Mögliche Beide teilen ihre Erfahrungen: die Spendenempfängerin, der ein Weiterleben ermöglicht wurde, und der Neurochirurg, der den Hirntod diagnostiziert. • 995 Organspender • 3.113 Organe vermittelt an Eurotransplant (­darunter: 1.607 Nieren, 295 Herzen, 779 Lebern, 38 Lungen, 91 Bauchspeicheldrüsen, 3 Dünndärme) • Jeder Spender schenkte damit im Schnitt drei ­schwer kranken Patienten eine neue Lebenschance • 3.264 Organe wurden transplantiert • Rund 9.400 Patientinnen und Patienten stehen auf den Wartelisten für ein Spenderorgan • Etwa 83.000.000 Einwohner (Vergleichsgröße) Quelle: DSO Zahlen aus ­Deutschland, 2018: gesund! 01.20197 vivantes ORGANSPENDE getan wurde, und das Leben eines Menschen dennoch nicht gerettet werden kann, stellen besondere Spezialistinnen und Spezialisten aus den Bereichen Neurochirurgie, Neurologie, Neuround Intensivmedizin den „Bei einem Hirntod pädiatrie Hirntod fest, bei dem alle Hirnfunksind alle Hirnfunk- tionen vollständig, zweifelsfrei und erloschen sind. tionen vollständig, unwiederbringlich Wenn die Seele den Körper verlaszweifelsfrei und sen hat, gewährt man dem Hirntoten einmal Ruhe. Erst danach u­nwiederbringlich zunächst darf die Frage nach einer Organspenerloschen.“ de gestellt werden.“ Das Gehirn ist Professor Dag Moskopp das übergeordnete Steuerorgan aller elementaren Lebensvorgänge im Körper des Menschen. Mit seinem Tod stirbt auch der Mensch in seiner Ganzheit. Die Körperfunktionen werden dann durch Maschinen aufrechterhalten, die Atmung durch eine Beatmungsmaschine, Herz- und Kreislauffunktion durch Medikamente. Strengste Regularien Die Vivantes Kliniken gehören zu den sogenannten Entnahmekrankenhäusern. An jedem Standort gibt es mindestens einen speziell geschulten Transplanta­ tionsbeauftragten, das ist gesetzlich vorgeschrieben. Dieser arbeitet eng mit den Transplantationszentren der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) zusammen, speziell dafür qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter koordinieren die Organentnah- men. Der Fall eines Hirntods wird dorthin gemeldet. Nur wenn der oder die Hirntote im Vorwege zugestimmt hat („Zustimmungsregel“) oder die Angehörigen einverstanden sind, darüber hinaus keine weiteren Erkrankungen festgestellt werden, können Organe gespendet werden. Eine Altersgrenze für Spender gibt es nicht. Für die Zuteilung der Spenderorgane in acht europäischen Ländern ist die Stiftung Eurotransplant verantwortlich. Das Transplantationsgesetz schreibt zwingend vor, dass die Bereitschaft zur Organspende nicht von wirtschaftlichen Überlegungen abhängen darf. Sie soll ausschließlich auf einer freiwilligen, humanitären Entscheidung beruhen. Leben mit zwei gespendeten Organen „Mein Spender stand mit mir auf dem Treppchen“, sagt Franziska Liebhardt, die 2016 bei den Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro die Goldmedaille im Kugelstoßen gewann. Die 37-Jährige trägt die Lunge eines Organspenders in sich, und ihr Vater hat ihr über eine Lebendspende ein Stück seiner Nieren geschenkt. „Beides habe ich als Geschenk angenommen. Dass mir damit dieses Leben und diese Erfahrungen ermöglicht wurden, dafür bin ich unendlich dankbar.“ Bei der ehemaligen Volleyball-Leistungssportlerin wurde 2005 eine schwere systemische Autoimmunerkrankung diagnostiziert. In der Folge stellte ihre Lunge nach und nach die Funktion ein. Ihre Ärzte setzten ihren Namen auf die Transplantationsliste – „Meine Seele lebt ja weiter.“ John Wiede­ mann, 20 Jahre, ­Abiturient, ist Besitzer eines Organspende­ ausweises. Im Fall, dass mir etwas passiert und mein Körper meine Organe nicht mehr braucht, sollten andere, die dringend ein neues Organ brauchen, mit ihnen weiterleben. Meinen Ausweis habe ich mir unkompliziert im Internet bestellt, seit über zwei Jahren trage ich ihn im Portemonnaie. Ich vertraue den Ärztinnen und Ärzten und der modernen Medizin, dass die Feststellung des Hirntods sorgfältig erfolgt. Und ich bin davon überzeugt, dass die Seele eines Menschen weiterlebt, auch wenn sein Körper tot ist. Das ist tröstlich. Dass sich nicht mehr Menschen als Organspender registrieren lassen, hat, glaube ich, zwei Gründe: Die meisten beschäftigen sich nicht gerne mit dem Tod, sie verdrängen ihn lieber. Und viele denken, dass es kompliziert ist, zum Organspender zu werden. Dabei ist es ganz einfach. Und seine Entscheidung kann man, wenn man will, jederzeit wieder ändern. 8gesund! 01.2019 vivantes ORGANSPENDE JEDE MINUTE ZÄHLT Wie ein Herz vom Spender zum ­Empfänger gelangt – eine medi­ zinische und logistische Herausforderung unter großem Zeitdruck. Autounfall; das Unfallopfer erleidet eine schwere Hirn­ schädigung. Zwei spezialisierte Ärzte bestätigen u­nabhängig vonein­ ander den Hirntod. Ärzte informieren DSO, DSO kommuniziert an Eurotransplant; Ab­ gleich mit Warteliste* Spenderausweis oder Angehörigenzustim­ mung. Herz wird funk­ tionstüchtig gehalten. Spendenempfänger wird informiert und zügig zur OP gebracht. Chirurgen entnehmen das Herz, 4– 6 Stunden bleibt es funktionsfähig. die Zustimmung dazu war für Franziska Liebhardt die schwierigste Entscheidung ihres Lebens. „Ich schrieb in mein Tagebuch: Darf ich auf den Tod eines anderen Menschen hoffen, um selbst weiterleben zu dürfen?“ 2009 wird ein passendes Organ gefunden, sie wird in Hannover operiert. In den Wochen zuvor musste sie bereits über einen Luftröhrenschnitt künstlich beatmet werden. „Ich war mir nicht sicher, ob ich den nächsten Tag überlebe.“ Sie hat überlebt. Über den verstorbenen Spender schreibt sie ins Tagebuch: „Ich kenne ihn nicht, und trotzdem trage ich ihn immer in meinem Herzen.“ Langsam kämpfte sich Franziska Liebhardt zurück ins Leben. Sogar ihr Traum vom sportlichen Erfolg wurde wieder wach. Dann ein weiterer Rückschlag: Sie er- „Ich kenne den litt einen Schlaganfall, der motorische Spender nicht, Einschränkungen hinterließ. Und ihre Nieren arbeiteten nicht mehr gut, und trotzdem ihre Grunderkrankung und die lange t­rage ich ihn in intensivmedizinische Betreuung hatten das Organ geschwächt. Franzis- meinem Herzen.“ ka Liebhardt wurde dialysepflichtig. Franziska Liebhardt 2012 empfing sie eine Lebendspende ihres Vaters. Sport blieb weiter ihre größte Motivation, und sie war mutig und kämpfte weiter: sattelte um auf Leichtathletik, aufs Kugelstoßen, zog zur erfahrenen Trainerin Steffi Nerius nach Leverkusen, wurde 2014 Vizeeuropameisterin, 2015 Vizeweltmeisterin und 2016 Europameisterin, dann Olympiasiegerin in Rio. Einsatz und Engagement lohnen sich Franziska Liebhardt hofft, dass ihre Geschichte ein Stück weit zeigt: Der Einsatz für Organspenden und das hohe Engagement aller daran Beteiligten lohnen sich. Auf Veranstaltungen wirbt sie gemeinsam mit Professor Dag Moskopp für den Spenderausweis, beide teilen ihre persönlichen Erfahrungen zu Organspende und Hirntod, und sie berichten darüber. „Ich habe zwei Chancen bekommen, das weiß ich sehr zu schätzen. Nach einer Organspende kann man noch ganz viel erreichen und ganz viel leben.“ 22202_Organspende_Ausweis.qxp 11.03.2008 12:04 Uhr Se Organspendeausweis Organspende nach § 2 des Transplantationsgesetzes Spendenempfänger darf anonym via DSO Dankesbrief an Ange­ hörige schicken. Herz wird zur OP geflogen und dem Spendenempfänger transplantiert. Name, Vorname Straße Sollte an dieser Stelle der beigeklebte Ausweis fehlen, können Sie ihn hier herunterladen:Geburtsdatum mehr.fyi/online PLZ, Wohnort rganspende schenkt Leben. Antwort auf Ihre persönlichen Fragen erhalten Sie beim Infotelefon Organspende unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 / 90 40 400. Quelle: DSO, Eurotransplant; * aus Belgien, Deutschland, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Slowenien, Ungarn gesund! 01.20199 hilft WELCHER SPORTTYP SIND SIE? Machen Sie den Selbsttest! D ie Stimme klingt heimtückisch, und sie bleibt hartnäckig. Immer wieder flüstert sie uns ein: „Du musst es nicht tun, lass es doch sein, es ist anstrengend.“ Und wir hören auf sie – nicht immer, aber viel zu oft. Dabei wissen wir alle es längst besser: Wer gesund leben will, der muss sich bewegen. Und mit Bewegung ist nicht die „kleine Runde um den Block“ oder der Weg zum Bäcker gemeint, sondern eine zumindest mäßige Anstrengung: drei- bis viermal die Woche, nicht weniger als 30 Minuten. Zusammengerechnet sind es also nicht mehr als 120 Minuten in der Woche. Sollte doch zu schaffen sein, oder? Zumal wir es spüren, im wahrsten Sinne am eigenen Leib: Wenn wir uns bewegen, dann geht es uns gut. Wir fühlen uns wohl in unserem Körper, wenn er geht, läuft, tanzt und schwingt, sich dehnt und streckt, seine Muskeln einsetzt und uns beweist, wie viel Kraft in ihm steckt. Und trotzdem: Fast j­eder zweite Deutsche treibt Die guten Vorsätze zum Jahresanfang sind bei vielen schon wieder in Vergessenheit geraten. Ist man im Januar noch hoch motiviert, fristet die Sporttasche im März schon wieder ein tristes Dasein hinterm Kleiderschrank. Dabei ist Bewegung für uns so wichtig! Wie schaffen wir es, dranzubleiben und Sport als Selbstverständlichkeit in unser Leben einzubauen? kaum oder gar keinen Sport. Gründe dafür werden in Vielzahl genannt: das anstrengende Berufsleben, die knappe Freizeit, die Anforderungen der Familie und der Freunde. Dem kann man nur eines entgegensetzen: Spaß! Finden Sie heraus, welche sportliche Betätigung Ihnen Freude macht – dann kommt die Motivation von ganz allein. Unser Schnellcheck „Welcher Sporttyp sind Sie?“ hilft Ihnen dabei. Und überfordern Sie sich nicht mit Ihren guten Vorsätzen. Lassen Sie’s gemächlich angehen und nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Bauen Sie Bewegung langsam, aber sicher in Ihren Alltag ein, Sie werden schnell feststellen, wie gut sie Ihnen tut. 10gesund! 01.2019 vivantes SPORT Dr. Maike Müller, Chefärztin der Klinik für Schulterchirurgie im Vivantes Humboldt-Klinikum und im Vivantes Klinikum Spandau, hilft Ihnen bei der Einordnung: Welcher Sporttyp bin ich? Sie beurteilt die einzelnen Sportarten, benennt Chancen und Risiken und beschreibt die Auswirkungen auf Ihr Wohlbefinden und Ihre Gesundheit. TYP 1: DER NATURFAN Sport im Freien ist ein medizinischer Allrounder. Frische Luft, Sonne, unterschiedliches Terrain und der Wechsel von Steigungen können das Gesamtkörperskelett trainieren, die Hautdurchblutung verbessern, die Lungenbelüftung optimieren, den Stoffwechsel anregen und für eine Vitamin-D-Ausschüttung sorgen. Zudem schafft es die Natur immer wieder, Gedanken schweifen zu lassen und der Seele eine Auszeit zu geben. Insgesamt sorgt der Naturfan ganzheitlich für seine Gesundheit und hat hierbei eine eher geringe Verletzungsgefahr. Medizinisch sinnvoll ist Sport in der freien Natur unter anderem für Patientinnen und Patienten mit hohem Blutdruck, Stress, leichtem Übergewicht, chronischer Lungenerkrankung, einer Zuckererkrankung und Arthrosen. TYP 2: DER FIGHTER Individualsportarten wie beispielsweise Triathlon oder Radfahren stärken den Gesamtorganismus, vor allem im Ausdauerbereich. Sie benötigen jedoch auch einen willenskräftigen Geist. Zudem muss eine gesunde Basis im Herz-Kreislauf-System und in der Einschätzung der eigenen Ausdauerfähigkeit vorhanden sein, um den Sportler oder die Sportlerin nicht in einen übermäßigen Erschöpfungszustand zu bringen. Mannschaftssportarten stärken das soziale Miteinander und den Teamgeist, aber auch Schnellkraft, Ausdauer und Koordination. Das Verletzungsrisiko ist jedoch gerade bei Ballsportarten nicht unerheblich, hier kann es vor allem bei Muskelschwächen zu Sprunggelenks-, Kniegelenks- und Schultergelenksverletzungen kommen. Der Typ Fighter ist fähig, mit seinem Willen Körper und Geist zu Höchstleistungen zu bringen. Er sollte sich jedoch nicht zu sehr übernehmen, um Überlastungsschäden zu vermeiden. Medizinisch sinnvoll ist der Wettkampf- und Mannschaftssport für Einzelkämpferinnen und -kämpfer im Beruf, etwa für Selbstständige, für Patientinnen und Patienten ohne Herzerkrankungen, mit leichter Bluthochdruckerkrankung sowie auch milden depressiven Episoden. gesund! 01.201911 vivantes SPORT TYP 3: DER ENTSPANNTE Möchten Sie die Alltagshektik aussperren, nicht nur Ihrem Körper, sondern auch Ihrer Seele etwas Gutes tun? Ist Ihnen der Leistungsgedanke fremd? Menschen, die ausgleichende Sportarten wie Yoga, Pilates oder Tai-Chi ausüben, fordern gleichsam Körper und Geist. Nicht nur die mentale Stabilität und Ruhe wird gefördert, auch das Zusammenspiel von Muskulatur, Faszien und Gelenken wird auf schonende Weise verbessert. Die Zusammenführung und Optimierung von Körper und Geist unterstützt Stoffwechselprozesse, harmonisiert Herz-KreislaufBeschwerden und sorgt für eine ganzheitliche Resilienz gegen den alltäglichen Stress. Medizinisch sinnvoll sind ausgleichende Sportarten für Patientinnen und Patienten mit Burn-out-Syndrom, Stressbeschwerden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthrosen, Depressionen und Bluthochdruckerkrankungen. TYP 4: DER KONTAKTFREUDIGE Sportliche Aktivitäten in der Gruppe stärken das Immunsystem über die Ausschüttung von Endorphinen. Gerade in der freien Natur, zum Beispiel beim Walken oder Wandern, klärt die frische Luft den Geist, verbessert die Atmung und regt den Stoffwechsel an. Zudem kann der gesamte Bewegungsapparat beansprucht und gestärkt werden. Tanzgruppen im Speziellen fördern die muskuläre Koordination, das Herz-Kreislauf-System, die Haltung und auch die Stimmung. Insgesamt ist Gruppensport auf vielen Ebenen gesundheitsfördernd, das Verletzungsrisiko je nach Leistungsniveau eher gering. Bei anspruchsvollen Tanzkursen sollte allerdings zumindest eine Grundfitness vorhanden sein. Medizinisch sinnvoll ist der Gruppensport für Patientinnen und Patienten mit Depressionen, Asthma, Bluthochdruckerkrankungen und Arthrosen. Kontakt Dr. Maike Müller, Chefärztin Department für Bewegungs­ chirurgie, Klinik für Schulterchirurgie Vivantes Humboldt-Klinikum Am Nordgraben 2 13509 Berlin Vivantes Klinikum Spandau Neue Bergstraße 6 13585 Berlin Tel. 030 130 23 1575 maike.mueller@vivantes.de schulterchirurgie.huk@vivantes.de 12gesund! 01.2019 vivantes ERNÄHRUNG WIE ESSEN WIR UNS gesund? Was wir essen, hat einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit. Essen kann uns krank machen – es kann aber auch unser Wohlbefinden stärken. Im Vivantes Zentrum für Ernährungsmedizin werden Patientinnen und Patienten mit ernährungsbedingten Erkrankungen individuell von kompetenten und erfahrenen Ernährungsexpertinnen betreut. F ällt das Stichwort Ernährung, dann meldet sich bei vielen von uns sofort das schlechte Gewissen. Eigentlich wollten wir in diesem Jahr gesünder essen, doch Fast Food, Gummibärchen, Nudeln mit Sahnesoße schmecken einfach zu gut, und Verzichten fällt schwer. Also wird mit schlechter Laune die nächste Diät zur SommerTraum-Bikini- oder Badehosenfigur schon mal eingeplant. Wie ernsthaft man sich allerdings mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen muss, verdeutlicht diese aus Studien gewonnene Erkenntnis: Mehr als 80 Prozent unserer Erkrankungen werden durch falsche Ernährung verursacht oder verschlimmert. Was macht die Ernährung mit unserem Körper? Das Essen und das Trinken versorgen unseren Organismus mit Makronährstoffen wie Kohlenhydraten, Fetten, Eiweißen und Mikronährstoffen wie Vitaminen und Spurenelementen. Die moderne ernährungsmedizinische Forschung untersucht, wie (einzelne) Lebensmittel auf unseren Körper wirken. Die Aufgabe der Ernährungsmedizinerinnen und -mediziner ist es, durch eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten Krankheiten ihrer Patientinnen und Patienten zu heilen oder zu lindern. Im Vivantes Zentrum für Ernährungsmedizin (ZEM) betreuen vier Ernährungswissenschaftlerinnen und eine Diätassistentin alle stationär bei Vivantes aufgenommenen Patientinnen und Patienten, die unter einer ernährungsbedingten Erkrankung leiden. Ein Schwerpunkt dabei ist die Erfassung, Versorgung und Therapie von Erkrankten, die „mangelernährt“ sind. Ein Zustand, der aus einer mangelnden Zufuhr oder Aufnahme gesund! 01.201913 vivantes ERNÄHRUNG von Energie und Nährstoffen über die Nahrung entsteht. Er führt zu einer veränderten Körperzusammensetzung und ist mit messbaren Veränderungen von körperlichen und mentalen Funktionen verbunden. Die Folge ist eine schlechte Prognose – zum Krankheitsverlauf und zur Gesundung. In den letzten Jahren hat Vivantes an all seinen Standorten ein „Screening“ (automatisches Testverfahren) eingeführt, das den Ernährungszustand der Patientinnen und Patienten erfasst und damit Risikofälle aufdeckt. So kann das Team des ZEM sofort mit entsprechender Versorgung und Therapie beginnen und den Genesungsprozess positiv beeinflussen. Das ZEM bietet darüber hinaus ernährungsmedizinische Sprechstunden an, organisiert Patientenschulungen und -seminare wie auch Vivantes interne Fortbildungen, veröffentlicht Beiträge zu themenbezogenen Fragestellungen in Fachbüchern, Zeitungen, Magazinen und TV-Formaten. ­ RTEN EXPERVIEW INTE „gesund“ befragte Katharina Plehm, Ernährungstherapeutin im Zentrum für Ernährungsmedizin, zu einem gesunden Lebensstil, zu Erkenntnissen auf ihrem Fachgebiet, Diäten und zu hilfreichen Tipps für eine gute Ernährung. Frau Plehm, was ist Ihr Tipp für einen ­gesunden Lebensstil? Vollwertig, ausgewogen und vor allem ­abwechslungsreich essen und trinken, möglichst nach den „zehn Regeln“ der Deutschen G ­ esellschaft für Ernährung, zu finden unter www.dge.de. Dazu viel ­Bewegung, die vor allem aber auch Spaß machen soll! (Lesen Sie dazu auch die ­Seiten 10–12 zum Thema Sport.) Kontakt Katharina Plehm, Ernährungstherapeutin Zentrum für Ernährungsmedizin im Vivantes Humboldt-Klinikum Am Nordgraben 2 13509 Berlin Tel. 030 130 12 1694-87/-94 Zentrum für Ernährungsmedizin im Vivantes Klinikum Spandau Neue Bergstraße 6 13585 Berlin Spandau Tel. 030 130 13 1157 58-57/-58 katharina.plehm@vivantes.de www.vivantes.de/huk/ ernaehrungsmedizin Lässt sich mit einem vitalen Lebensstil auch das Körpergewicht dauerhaft ­reduzieren? Ja. Diäten sind schwer durchzuhalten, der Jo-Jo-Effekt ist dabei hoch, sodass sie nur kurzfristig wirken. Grundsätzliche Ver­ haltensänderungen hin zu einer gesunden Ernährung mit viel Bewegung sind auch langfristig erfolgreich. Dabei ist es wichtig, die eigenen Gewohnheiten, Handlungen und Auslöserreize genauestens zu analysieren und zu hinterfragen, seine Bedürfnisse dabei zu beachten und sich selbst nichts zu verbieten. So lässt sich das Verhalten am besten erfolgversprechend „umlernen“. Was halten Sie vom aktuell stark diskutierten Trend, dem Intervallfasten? Man sollte wissen: Das Intervallfasten, auch „intermittierendes Fasten“ genannt, ist eine Diät. Das Konzept schreibt vor, tage- oder stundenweise auf Mahlzeiten zu verzichten. Der Verzicht soll sich gesundheitsfördernd auf den Stoffwechsel auswirken. Eine ernährungswissenschaftliche Bewertung ist aktuell noch schwierig. Gründe dafür sind die geringe evidenzbasierte Datenlage und die Heterogenität der Studien. Die Deutsche ­Gesellschaft für Ernährung hält Intervall­ fasten für nicht sinnvoll. Aus meiner Sicht ist es vor allem schwierig, diese Ernährungsform langfristig durchzuhalten. Was hilft bei der Umstellung auf einen ­gesünderen Lebensstil? Zunächst einmal sollte man sich nicht zu viel auf einmal vornehmen und sich realistische Ziele setzen. Zwei Beispiele: Statt „Ich laufe täglich 10.000 Schritte“ besser die flexible Verhaltenskontrolle „Ich laufe in der kommenden Woche 70.000 Schritte“ wählen, und statt „Ich esse nie mehr Schokolade“ könnte der gute Vorsatz zunächst „Ich ver­ suche in der nächsten Woche mit einer Schokoladentafel auszukommen“ lauten. Will man gesund leben, kommt man um Sport und Bewegung also nicht herum? Ja, das gehört unbedingt zusammen. Um eine erfolgreiche Verhaltensänderung in 14gesund! 01.2019 vivantes MEDIZIN DIAGNOSE KREBS? Sie sind nicht allein! den erwähnten Bereichen zu erreichen, muss man sich aber zunächst sein aktuelles V­erhalten bewusst machen. Der Wunsch nach Veränderung muss stark und die Auswirkungen, auch auf das persönliche Umfeld, müssen zu bewältigen, also akzeptabel sein. Schaffen Sie sich eine Motivation! Hat man einen guten Vorsatz, dann sollte man zeitnah den ersten kleinen Schritt in die richtige Richtung gehen: zum Beispiel ein I­nformationsgespräch mit seinem Arzt führen oder einen Termin zum Probetraining im Fitnessstudio oder Sportverein verabreden. Eine Krebsdiagnose ist ein Schock. Zunächst einmal für die Erkrankte oder den Erkrankten, aber auch für deren Angehörige und Freunde. Um die Krebserkrankung zu bewältigen, brauchen die Patientinnen und Patienten starke Partner an ihrer Seite. Bei Vivantes engagieren sich hoch quali­ fizierte Teams von Spezialisten dafür, ihnen die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Wie lange dauert eine Umstellung des Essund auch Bewegungsverhaltens? Das ist abhängig von der jeweiligen Person. Rund zwei bis sechs Monate sollte man einplanen, bis die Umstellung zur Routine geworden ist. Hilfreich dabei: eine „Erinnerung“ oder ein „Symbol“, die an das neue Verhalten erinnern, zum Beispiel ein Foto, ein Spruch, ein Versprechen. Und wo lauern die Fallen? Besonders in Stresssituationen kann es zu Rückfällen kommen, da greift man gern auf alte „bewährte“ Gewohnheiten zurück. ­Danach sollte man sich aber nicht von seinen guten Vorsätzen verabschieden, mit einem schlechten Gewissen, sondern sich den Rückfall schnell verzeihen und ­weitermachen! gesund! 01.201915 vivantes MEDIZIN W ut, Verzweiflung, Angst, Hilflosigkeit, ein „Sturz aus der Wirklichkeit“, ein „Albtraum, aus dem man schnell wieder erwachen möchte“ – so beschreiben Betroffene ihre Gefühle nach dem Befund. Spezialisten sprechen von den „vier Phasen der Krankheitsverarbeitung“: Auf die Schock- folgt die Reak­ tionsphase, die emotionale Auseinandersetzung mit der Diagnose. In der Reparationsphase erfolgt die allmähliche Anpassung an die neue Situation. Mit Beginn der Krankheitsverarbeitung stellt sich eine Neuorientierung ein, im besten Fall ein neues Selbstverständnis, die Lebensumstände werden angenommen. Die unterschiedlichen Phasen können länger oder kürzer anhalten, ihre Anzeichen sich abwechseln, wiederholen oder auch parallel zueinander auftreten. „Deshalb liegt neben der medizinisch optimalen Behandlung immer auch ein Schwerpunkt auf der menschlichen Begleitung von Patientinnen und Patienten. Die Ärzte und Ärztinnen sollten immer die Bedürfnisse der Erkrankten, nicht die der Behandlung, in den Mittelpunkt stellen“, sagt Dr. Til R. Kiderlen. Der Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie, Onkologie und Infektiologie ist auch Leiter der Geschäftsstelle des Vivantes Tumorzentrums – des Clinical Cancer Center Berlin (CCCB). Alle Beteiligten arbeiten eng zusammen Um die 15.000 Berliner erkranken pro Jahr an Krebs, in Deutschland sind es knapp 500.000. Männer sind aktuell am häufigsten von Prostatakrebs betroffen, gefolgt von Lungen- und Darmkrebs, Frauen von Brustkrebs, ebenfalls gefolgt von Lungen- und Darmkrebs. Wichtig für die Patientinnen und Patienten in dieser schweren Zeit sind Menschen, die sie darin unterstützen, wieder gesund zu werden. Wenn alle Beteiligten dabei eng zusammenarbeiten, lässt sich das gemeinsame Ziel am ehesten erreichen. Neben den engsten Vertrauten spielen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte eine große Rolle, aber auch das Pflegepersonal, der Sozialdienst, die Psychoonkologie oder die Seelsorge. Im Idealfall entsteht so ein stabiles Netz, in dem die Patientin und der Patient aufgefangen werden. Voraussetzungen dafür sind Offenheit und Vertrauen. Erkrankte sollten deshalb jederzeit ihre Sorgen, Bedenken oder Nachfragen äußern – so kann das unterstützende Umfeld angemessen und in ihrem Sinne reagieren. Jede Krebserkrankung ist anders und erfordert deshalb eine unterschiedliche Kombination von Behandlungsmaßnahmen. Das Ziel von Vivantes ist es, die an Krebs Erkrankten bestmöglich individuell zu behandeln. Dazu wurden 14 Tumorkon- ferenzen eingerichtet, in denen Expertinnen und Experten aus verschiedenen medizinischen Fachbereichen – etwa der Onkologie, Strahlentherapie, Chirurgie, Pathologie und Radiologie – zusammenkommen, um gemeinsam für jeden Pa­tienten und jede Patientin die optimale Behandlung abzustimmen. Sie analysieren die Vorgeschichte sowie die vorliegenden Untersuchungsergebnisse und bringen jeweils ihr Spezialwissen ein. Grundpfeiler der Therapie Die drei wichtigsten Behandlungswege bei Krebserkrankungen sind Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie. Die Forschung hat in den letzten Jahren große Fortschritte in der Krebstherapie gemacht. Neben der klassischen Chemotherapie kommen zum Beispiel in der medikamentösen Therapie zunehmend Medikamente zum Einsatz, die gezielt in die Zellprozesse eingreifen und so die Krebszellen zerstören können. Gleichzeitig werden chirurgische Eingriffe, zum Beispiel durch Roboter, oder die Strahlentherapie immer präziser und schonen damit Patientin und Patient. Dr. Til R. Kiderlen: „Der rasante Fortschritt in der Onkologie ist Bereicherung und Herausforderung zugleich. Neue Therapien ermöglichen immer mehr Betroffenen ein längeres und besseres Leben oder auch die Heilung. Gleichzeitig müssen sich medizinisches Personal und Krankenhäuser der Entwicklung laufend anpassen, um die bestmögliche Behandlung zu garantieren.“ 16gesund! 01.2019 vivantes MEDIZIN Blick nach vorne Was ist Krebs? Die Tumorerkrankung tritt aus medizinischer Perspektive in einer Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungsformen auf. Gemeinsam ist ihnen die Entwicklung aus eigenen Körperzellen, die bei bösartigem Verlauf unkontrolliert und meist zerstörend in das umgebende Gewebe (hinein-) wachsen können. Krebszellen können auch über Blut- und Lymphbahnen wandern und in späteren Stadien in anderen Organen Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden. Wie Krebs entsteht, ist noch nicht bis ins letzte Detail geklärt. Erbliche Veranlagung (genetische Veränderungen) können, zusammen mit anderen Faktoren, eine Rolle in der Krebsentstehung spielen. Darüber hinaus sind andere Faktoren und Risiken bekannt, die zusammen oder einzeln mitverursachend für eine Krebserkrankung sind. Dazu gehören unter anderem Tabakkonsum, Alkoholmissbrauch, unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel, krebserzeugende Stoffe in der Arbeits- und Umwelt, aber auch einige Infektionen, insbesondere mit bestimmten Virusarten. Grundsätzlich gilt: Je früher Krebs erkannt und behandelt wird, desto größer ist die Heilungschance. Haarausfall, Übelkeit, Erbrechen und Erschöpfung, aber auch starke Ängste und Depressionen können Reaktionen auf die Krebstherapien sein – dann leidet die Lebensqualität. Einige dieser Nebenwirkungen lassen sich medikamentös abschwächen, andere bedürfen einer intensiven Unterstützung. Dafür bietet Vivantes an allen Standorten psychoonkologische Betreuungs- und Behandlungsangebote an. Die Expertinnen und Experten sind spezialisiert auf die Zusammenhänge zwischen psychischem Befinden, Krebsentstehung und Erkrankungsverlauf, sie können ein wichtiger Rettungsanker sein. Gemeinsam mit den Erkrankten erkunden sie, welche Art von Unterstützung für sie sinnvoll sein könnte, denn jeder Mensch hat seinen eigenen Weg, mit Belastungen umzugehen. Aber auch die Mobilisierung eigener Ressourcen macht stark, viele möchten selbst dazu beitragen, dass sich ihr Gesundheitszustand verbessert. Eine gesunde abwechslungsreiche Ernährung ohne Nikotin und Alkohol, aber mit Bewegung und Sport, ein gutes Buch, ein schönes Konzert oder ein Wellnesswochenende helfen, das Allgemeinbefinden zu verbessern, bereichern das Leben, öffnen für die Zukunft. Hierbei hilft auch eine onkologische Rehabilitation nach Abschluss einer Krebsbehandlung. Die Vivantes Rehabilitation ermöglicht eine ambulante Behandlung, um so schrittweise wieder im eigenen Leben Tritt zu fassen. Nachsorgesprechstunde Am Klinikum Neukölln bietet Vivantes eine onkologische Nachsorge- und Supportivsprechstunde an – die erste dieser Art in Berlin. Die Sprechstunde richtet sich zum einen an Betroffene, die ihre Tumortherapie beendet haben und aufgrund von beispielsweise jungem Alter oder der Schwere der durchgemachten Therapie eine besonders sorgfältige Nachsorge benötigen. Zum anderen ermöglicht sie sogenannten Langzeitüberlebenden („Survivors“) eine spezialisierte Anbindung, da auch noch Jahre nach Ende der Behandlung therapiebedingte Beschwerden auftreten können. Krebs- und Patientenkongress Zu dem jährlich stattfindenden Berliner Krebskongress, veranstaltet vom Vivantes Tumorzentrum, gehört immer auch ein Patientenkongress. Dr. Til R. Kiderlen: „Krebspatientinnen und -patienten, ihre Angehörigen sowie Interessierte sind herzlich eingeladen: Am 24. Mai, von 15 bis 17.45 Uhr, werden Themen wie Lifestyle und Krebs, praktische Hilfe bei der Stomaversorgung im Alltag oder Krebs und Wundheilungsstörung behandelt und diskutiert.“ Hier geht’s zur Einladung: www.vivantes.de/ Krebskongress gesund! 01.201917 vivantes SCHLAFEN MORGENS BIN ICH immer müde … … aber abends bin ich wach! Geht es Ihnen auch so? Sie schlafen schlecht ein, werden nachts immer wieder wach, fühlen sich morgens wie gerädert? Dann hilft Ihnen ganz sicher die Vivantes „Schlaffibel“ weiter. W as brauchen wir, um gut zu schlafen? Antworten gibt die Vivantes Schlaffibel. Die 36-seitige Selbsthilfebroschür­e wurde von einer Arbeitsgruppe der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Vivantes Wenckebach-Klini­kum entwickelt. Unter der Leitung von Oberarzt Dr. Deniz Cerci und der Psychologin Jeanine Narro­g sowie mit Unterstützung der beiden Psychologinnen Simone Engländer und Anne Lang entstand eine konkrete Anleitung, wie jeder für sich selbst einen gesunden Schlaf entwickeln kann – ohne die Einnahme von Schlafmitteln. Häufig werden Ein- und Durchschlafstörungen mit verschiedenen Psychopharmaka behandelt. Viele Menschen nehmen diese über lange Zeit ein, obwohl sie schon bald nicht mehr den gewünschten Effekt erzielen und zusätzlich mit zahlreichen unerwünschten Nebenwirkungen und Risiken in Zusammenhang stehen. Psychopharmaka sind Ganz schön ­ usgeschlafen! a Im Januar erschien bereits die 3. Auflage der Schlaffibel, sogar eine Übersetzung in Farsi beziehungsweise Dari sowie ins Arabische ist vorgesehen. Die Schlaffibel kann kostenlos und unkompliziert von der Webseite www.vivantes.de/ wbk-schlaffibel heruntergeladen werden. Übrigens, die kreative Arbeits­ gruppe des Vivantes Wenckebach-Klinikum plant ein weiteres Selbsthilfe-Projekt: eine „Ent­ spannungsfibel“ mit Techniken und Übungen zum Stressabbau. bei Schlafstörungen nicht das Mittel der ersten Wahl. Kurzfristig reduzieren sie zwar die Symptome, langfristig aber können viele davon abhängig machen und die Schlafprobleme noch verstärken. Außerdem verhindern sie, dass sich die Betroffenen mit den Ursachen ihrer Schlafprobleme auseinandersetzen. Die Arbeitsgruppe der Vivantes Klinik recherchierte sorgfältig und umfassend alle Ratschläge zum Thema gesunder Schlaf und fasste sie in der Schlaffibel zusammen – als Anleitung zur Selbsthilfe. Unter den Tipps finden sich unter anderem Rituale, ein Grübeltagebuch und verschiedene Entspannungsübungen. Dr. Deniz Cerci ist davon überzeugt: „Den meisten Menschen sollte es gelingen, ihre Schlafqualität anhand der Empfehlungen in der Schlaffibel zu verbessern.“ Jeanine Narrog betont: „Die Fibel enthält Empfehlungen, deren Wirksamkeit belegt ist. ­Mithilfe einer einfachen Anleitung können diese in den Alltag integriert werden.“ Dr. Deniz Cerci und Jeanine Narrog freuen sich über den großen Erfolg der Schlaffibel. 18gesund! 01.2019 vivantes KOMPAKT GEFÄHRLICHE VERWEIGERER NICHT-IMPFER ALS BEDROHUNG BREXIT-FOLGEN AUSGERECHNET BANANEN! Nachdem der Austritt Großbritanniens aus der Europä­ischen Union, der Brexit, bisher vor allem aus politischen Gründen Schlagzeilen machte, kommen nun auch aus anderen Bereichen negative Vorhersagen. So berichtet „BMJ Open“, ein Online-Magazin für Nachrichten aus dem medizinischen Bereich, über eine Studie, die einen Anstieg von Schlag­ anfällen und Herzinfarkten im Vereinigten Königreich vorhersagt. Die „Public-Health“-Forscher begründen ihre Annahme mit steigenden Preisen und dadurch sinkendem Verzehr von Obst und Gemüse. Sie vermuten, dass sich viele Briten nach der Ablösung von der EU ungesünder ernähren und einige von ihnen deshalb früher an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben werden. Tatsache ist: Großbritannien importierte 2017 84 Prozent der Früchte und 43 Prozent des Gemüses aus der EU und aus Nicht-EU-Ländern. ­Käme es nicht zur Vertragseinigung mit Europa und anderen Ländern, würden zunächst die Regeln der Welthandelsorganisation in Kraft treten: Auf die importierten W­aren wären dann Zölle zu zahlen, die beispielsweise Bananen um 16,9, Zitrusfrüchte um 14,3 und Tomaten um 14,9 Prozent verteuern würden. www.bmjopen.bmj.com Die WHO identifiziert eine neue Gefahr: Menschen, die sich und ihre Kinder nicht impfen lassen! Die Weltgesundheits­ organisation erklärt Impfverweigerer zur globalen Bedrohung der Gesundheit. Bisher stellte man sich darunter eher chronische Erkrankungen, Armut, Hunger, resistente Bakterien oder die Umweltverschmutzung vor. Oder Seuchen, Aids oder Ebola – Krankheiten, die sich rasend schnell verbreiten und viele Todesopfer fordern. Sie findet man auch auf der WHOListe der größten Bedrohungen der Gesundheit, wie nun aber ebenfalls die Gruppe der Nicht-Impfer. Zu Recht? Die WHO beruft sich auf Fakten. Die beweisen: Jedes Jahr sterben weltweit 1,5 Millionen Menschen an Infektionen, g­egen die es sichere und effiziente Impfstoffe gibt. Wer nicht geimpft ist, kann andere Menschen anstecken, kann etwa einen M­asernausbruch auslösen oder eine Grippeoder Gelbfieberwelle. Deutlich wird es am Beispiel der Pocken. Es ist den weltweiten Impfkampagnen zu verdanken, dass die Krankheit seit 1980 als ausgerottet gilt. Für Masern könnte das auch gelten, doch durch die Impfverweigerer hat sich in den vergangenen Jahren in den Industrienationen und in arabischen Ländern deren Fallzahl sprunghaft erhöht. Allein in Österreich um das Dreifache im Jahr 2017. www.who.int Bild: Ornamin -Kunststoffwerke GmbH & Co. KG ANZEIGE Alltägliche Dinge endlich wieder selbst erledigen. Mit diesen Hilfsmittel-Boxen meistern Sie viele Herausforderungen, für die Sie bisher Unterstützung brauchten. Komplettsets machen das Leben leichter. Lassen Sie sich beraten - für ein selbstbestimmtes Leben. In Ihrem OTB-Sanitätsfachgeschäft. Wählen Sie aus verschiedenen Sets das für Sie richtige: z.B. Essen & Trinken, Öffner-Set, Parkinson, Rheuma, Demenz, Tabletteneinnahme, Körperpflege, Hand- und Fußpflege www.otb.info | www.gesundheitsgmbh.de OTB GmbH Meeraner Straße 7 12681 Berlin vivantes MEDIZIN DIE UNTERSCHÄTZTE Kontakt Priv.-Doz. Dr. med. Robert Klamroth Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Angiologie und Hämostaseologie Vivantes Klinikum im Friedrichshain Landsberger Allee 49 10249 Berlin Gefahr Tel. 030 130 23 1575 robert.klamroth@vivantes.de www.vivantes.de Beim Joggen bekam sie plötzlich schlecht Luft, außerdem schmerzte ihr linker Unterschenkel. Konditions­probleme, Muskelzerrung? Der Verdacht, eine Lungen­ embolie könnte dahinterstecken, kam ihr nicht. V iele Lungenembolie-Patienten nehmen die ersten Symp­tome kaum wahr. Doch auf die Signale des Körpers zu hören kann unter Umständen Leben retten. Denn erkennen Ärzte eine Lungenemboli­e rechtzeitig, können sie diese oft erfolgreich behandeln. Das belegen auch Zahlen des Statistischen Bundes­amts: Im Jahr 2015 wurde bei etwa 55.000 Patienten im Krankenhaus eine Lungen­embolie dia­ gnostiziert, rund 89 Prozent haben sie überlebt. Vor allem unentdeckte Embolien sind gefährlich. Ein prominentes Beispiel: Die Fernseh­moderatorin Stefanie T­ücking, die letztes Jahr mit nur 56 Jahren überraschend an einer Lungen­ embolie gestorben ist. Sie w­urde leblos in ihrer Wohnung aufgefunden. Im Interview berichtet Priv.-Doz. Dr. med. Robert Klamroth, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Angiologie und Hämostaseologie, wie Symptome e­iner Lungenembolie rechtzeitig erkannt werden und wie Ärztinnen und Ärzte die Krankheit behandeln. Herr Dr. Klamroth, wie entsteht ­eine Lungenembolie? Bei einer Lungenembolie verstopft ein Blutgerinnsel, der sogenannte Thrombus, die Blutgefäße in der Lunge. Dadurch kann das Blut nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Das Gerinnsel ent­ steht in der Regel bei einer Throm­ bose in den Venen der Beine oder des Beckens. Teile des Gerinnsels 20gesund! 01.2019 TEN­ R E P EX RVIEW INTE vivantes MEDIZIN lösen sich ab und gelangen über den Blutstrom in die Lunge. Dort ver­ stopft der Thrombus die schmalen Gefäße, sodass das Herz das Blut nicht mehr in ausreichender Menge durch die Lunge pumpen kann. Bei einer vollständigen Verstopfung der Lungengefäße kann die Lungen­ embolie tödlich sein. Was sind Anzeichen für eine ­Lungenembolie, und wie reagiere ich richtig? Ein Warnsignal ist eine unerklärli­ che Leistungsminderung: Sie woh­ nen zum Beispiel im vierten Stock und gehen jeden Tag problemlos die Treppen hoch. Doch plötzlich schnaufen Sie bereits nach einem Treppenabsatz und müssen stehen bleiben, um Luft zu holen. Wenn dazu noch die Brust schmerzt und das Herz rast: Alarmieren Sie den Rettungsdienst! Um eine Lungenem­ bolie zu diagnostizieren, muss eine Bildgebung erfolgen, in der Regel eine Computertomo­grafie (CT) mit Kontrastmittel. Daher ist bei akuten Beschwerden die Klinik die erste Anlaufstelle. Weitere Symptome können eine Lungenentzündung, blutiger Husten oder eine kurze Ohnmacht, medizinisch Synkope genannt, sein. Wie hoch ist das Risiko, eine Lungen­embolie zu bekommen? Es gibt sogenannte expositionelle und dispositionelle Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose und Lungenembolie erhöhen. Erstere sind Operationen, Verlet­ zungen der Beine, die ruhig gestellt werden müssen, das Einnehmen der Pille, eine Schwangerschaft und die Behandlung mit Hormonen in den Wechseljahren. Dispositionelle Faktoren sind angeborene Gerin­ nungsstörungen (Thrombophilie), Krebserkrankungen und das Alter. Das Basisrisiko für eine Thrombose erhöht sich, je älter man wird. Ein Kind hat zum Beispiel ein Risiko von einer Erkrankung je 100.000 Kinder pro Jahr, bei einem jungen Erwach­ senen liegt es bei 1:10.000. Ab 80 Jahren beträgt das Risiko 1:100. Wie wird eine Lungenembolie b­ehandelt? Das Wichtigste sind gerinnungshem­ mende Medikamente: Sie stoppen das Wachstum der Thrombose in den Venen. Mit der Gerinnungshemmung sinkt das Risiko einer weiteren Lun­ genembolie deutlich. Handelt es sich um eine ausgedehnte Lungenarte­ rienembolie mit instabilem Kreislauf, erhalten die Patienten Medikamente, die das Gerinnsel in der Lunge aktiv auflösen (Thrombolyse). Zudem werden sie auf der Intensivsta­tion kreislaufunterstützend behandelt. Die gerinnungshemmende Therapie sollte für mindestens drei Monate, bei einer Lungenembolie häufig sogar für sechs bis zwölf Monate durchge­ führt werden. Im Krankenhaus sind die Patienten jedoch durchschnitt­ lich nur drei bis fünf Tage. Die weiter­ führende T­herapie besteht aus Tab­ letten, die sie zu Hause einnehmen. Wie sind die Chancen auf G­enesung? Die Chancen auf Genesung sind gut, wenn die Lungenembolie erkannt und behandelt wird. In den meisten Fällen ist der Körper in der Lage, das Gerinnsel in der Lunge unter Medi­ kation wieder aufzulösen. Wie kann ich vorbeugen? Ernähren Sie sich ausgewogen und trinken Sie genug. Bewegen Sie sich regelmäßig: Nehmen Sie zum Beispiel die Treppe und stehen Sie im Büro öfters auf, damit sich das Blut nicht zu sehr staut. Bei Risikogruppen hel­ fen spezifische Maßnahmen wie die Kompression der Beine und Medika­ mente zur Thromboseprophylaxe. Lebenswichtige Lunge Die Lunge ist eines der leistungsstärksten Organe des Körpers: Sie versorgt das Blut mit lebenswichtigem Sauerstoff. Pro Minute fließen dafür rund fünf bis sechs Liter Blut durch sie hindurch. Bei einer Lungenembolie verstopft ein Blutgerinnsel ein Blutgefäß in der Lunge und schränkt die Sauerstoffversorgung ein. gesund! 01.201921 vivantes SUCHT WENN SELFIES ZUR Sucht werden 22gesund! 01.2019 vivantes SUCHT Fast jeder hat schon mal mit dem Smart­phone ein Foto von sich selbst geschossen und es vielleicht sogar in sozialen Netzwerken g­epostet. Doch aus dem Spaß am Selbstporträt kann eine ­Krankheit ­werden: „Selfitis“ heißt es, wenn man von der Knipserei nicht mehr lassen kann. D as Handy umdrehen, eine Armlänge entfernt halten, lächeln, klick – fertig ist das Selfie! Mit dem Boom des Smartphones haben auch die Selbstporträts die Welt erobert. Um 2002 soll der Begriff „Selfi­e“ zum ersten Mal im Internet aufgetaucht sein, 2013 wählte das Oxford English Dictionary ihn zum „Wort des Jahres“. Denn mit dem Aufschwung der sozialen Medien und Plattformen wie Snapchat, Facebook und vor allem Instagram ­wurden die „Fotos von sich selbst“ z­unehmend zum Massenphänomen. Heute gehören breit lächelnde Menschen mit dem Handy am langen Arm zum Alltagsbild – vor allem an touristischen Sehenswürdigkeiten oder am Strand. Aber was, wenn man ständig sich selbst fotografiert und damit zwanghaft auf positive Reaktionen, auf die „Likes“ bei Instagram und Co. hofft? Kann das Sich-selbst-Knipsen zur Sucht werden? Leidenschaft wird zum Zwang Weil das Handy immer zur Hand ist, kann die Leidenschaft auch zum Leiden werden. „Selfitis“ heißt die Sucht nach Selfies, der Zwang, ständig sich selbst zu fotografieren und die Bilder gegebenenfalls auch zu veröffentlichen. Forscher der britischen Nottingham Trent University haben gemeinsam mit der indischen Thiagarajar School of M­anagement das Phänonem unter­ sucht und dabei drei verschieden stark­e Ausprägungen der Sucht identifiziert (siehe Selbsttest auf dieser Seite). Die 225 indischen Studenten, die für die Studie befragt wurden, sagten unter anderem, dass sie sich selbst­sicherer und zugehöriger fühlen, wenn sie Selfies machen, und dass die Fotos von sich selbst ihre Stimmung heben. Solange keine realen Beziehungen d­arunter leiden, sei das völlig in Ordnung, erklärt Dr. Darius Chahmoradi Tabatabai, Chefarzt der Vivantes Hartmut-Spittler-Fachklinik für Entwöhnungstherapie am Vivantes A­uguste-Viktoria-Klinikum. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit der Zusatzbezeichnung Sozialmedizin ist Experte für Süchte. „Wenn ein Verhalten die Kontrolle über mich erlangt, ist das immer ein Warnzeichen“, so Dr. Tabatabai. Beim Handy könne das der Fall sein, wenn man andere Dinge dafür vernachlässigt, beispielsweise Freunde seltener trifft oder bei Verabredungen ständig auf das Selbsttest: Sind Sie Selfie-süchtig? Forscher teilen die Sucht in drei Stufen ein: • Wer mindestens drei Selfies am Tag macht, sie aber nicht postet, leidet demnach unter der sogenannten „Borderline-Selfitis“. • Die Wissenschaftler bezeichnen es als „Akute Selfitis“, wenn man mindestens drei Selfies am Tag macht und sie alle postet. • Und die schwerste Stufe ist die „Chronische Selfitis“: Betroffene leiden unter dem unkontrollierbaren Zwang, rund um die Uhr Selfies zu machen und täglich mehr als sechs zu posten. gesund! 01.201923 vivantes SUCHT Handy schaut. „In punct­o Selfie kommt dazu, dass man sich vielleicht stärker fühlt, wenn man ein Foto von sich selbst macht und es veröffentlicht. Das ist ganz natürlich, denn wir sind von Geburt an davon abhängig, von anderen gesehen zu werden. Es ist eines unserer Grundbedürfnisse, wahrgenommen und angenommen zu werden.“ Moderne Form der Dia-Abende Selfies können seiner Meinung nach auch ein Ausdruck von großer Vitalitä­t und Lebensfreude sein – wenn man auf diesem Wege seine Erlebnisse mit anderen teilen möchte. Dass wir uns als Menschen mit uns selbst auseinandersetzen und uns betrachten wollen, „Wenn ein Verhalten die Kontrolle über mich ­erlangt, ist das immer ein Warnzeichen.“ Dr. Darius Chahmoradi Tabatabai gehöre schließlich zum Menschsein d­azu. „Man kann Selfies zum Beispiel auch als moderne Form der Dia-Abende sehen, bei denen man früher Familie und Freunden Fotos von Reisen zeigte“, so Dr. Tabatabai. „Selfies sind die digitale Version davon. Sie können aber genauso Ausdruck dafür sein, dass man u­nsicher ist, sich nicht gut gehalten fühlt in dieser Welt und sich über die Bilder seiner selbst vergewissern möchte. Und wie bei allen digitalen Möglichkeiten ist es für die Menschen, die es nicht richtig dosieren, eine Gefahr, weil sie sich damit aus dem realen Leben verabschieden. Wenn mir wichtiger ist, wie viele Likes ich für mein Selfie bekomme als die Situation an sich, dann ist das nicht gut.“ In der Therapie bleiben Handys auf dem Zimmer In der klinischen Praxis bei Vivantes spielt Selfie-Sucht bisher laut Dr. Tabatabai keine Rolle. „Mir ist noch kein Fall bekannt“, sagt er. „Gleichwohl spielt das Smartphone im Leben vieler Patienten eine wichtige Rolle. Daher gehört es zu Lost in Space Die Caritas hat ein Büro in Kreuzberg, das niedrigschwellige Angebote macht. Betroffene und Angehörige finden dort Hilfe bei Problemen mit exzessivem oder süchtigem Internetkonsum und den damit verbundenen Auswirkungen. www.internetsucht-berlin.de unseren Rahmenbedingungen in der Klinik: Die Handys bleiben in der Kerntherapiezeit auf den Zimmern.“ Vivantes arbeitet bei verwandten Themen wie Internet- und Computerspielsucht mit „Lost in Space“ zusammen, einer Beratungsstelle der Caritas. Dr. Tabatabai rät dazu, sich Hilfe zu holen, wann immer man selbst bemerkt, dass sich in einem Bereich des Lebens etwas negativ verändert: „Ob man es selbst bemerkt oder von anderen Menschen darauf angesprochen wird: Es ist wichtig, und es lohnt sich, solche Pro­ bleme ernst zu nehmen.“ 24gesund! 01.2019 DAS MACH ICH vivantes PSYCHOLOGIE morgen! Einen Tag vor Termin fertig sein – ist es Ihnen auch ein Rätsel, wie andere das schaffen? Und verzweifeln Sie manchmal an Ihrer eigenen Antriebsschwäche? Forscher haben jetzt den Schuldigen für die „Aufschieberitis“ gefunden: eine Region im Gehirn. W as ich heute kann besorgen, das verschiebe ich auf morgen. Menschen, die aufschieben, wird häufig vorgeworfen, sie seien faul oder unmotiviert. Doch ein Grund für die sogenannte Prokrastination ist vielmehr eine Region im Gehirn. Das ergab eine Studie von Biopsychologinnen und Biopsychologen der Ruhr-Universität Bochum. Die Wissenschaftler haben erforscht, warum manche Menschen Aufgaben sofort erledigen und andere sie immer wieder hinausschieben. Sie untersuchten dafür 264 Probanden im Kernspintomografen. Dabei schauten sie sich die Größe der verschiedenen Hirnregionen an und wie sie sich funktionell miteinander vernetzen. Außerdem bewerteten sie mithilfe eines Fragebogens, inwiefern die Teilnehmenden fähig sind, ihre e­igenen Handlungen zu kontrollieren. Das Ergebnis: Die Proban- den, die dazu neigen, Dinge aufzuschieben, hatten e­ine größere Amygdala. Diese Hirnre­gion verarbeitet Gefühle. Sie ist dafür zuständig, Situationen zu beurteilen und den Menschen vor möglichen negativen Konsequenzen zu warnen. Das heißt, sie steuert, wie ängstlich man ist. Ausgleichen soll das im Gehirn der sogenannte dorsale anteriore cinguläre Cortex (dorsaler ACC). Er wertet Möglichkeiten und Risiken aus und entscheidet, welche Handlungen in die Tat umgesetzt werden. Gefühle, die verhindern könnten, das gesteckte Ziel zu erreichen, unterdrückt er kurzerhand. Angsthase versus Mutmacher Die Studie der Bochumer ergab zudem, dass bei den „Aufschiebern“ die Verbindung zwischen dem ängstlichen und dem mutigen Teil des Gehirns niedrige­r ausgeprägt ist als gewöhnlich. „Menschen mit höherem Amygdala-Volumen könnten eine größere Furcht vor den negativen Konsequenzen einer Handlung haben – sie zögern und schieben Dinge auf“, vermutet Dr. Erhan Genç von der Arbeitseinheit Biopsychologie der Ruhr-Universität Bochum. In künftigen Studien wollen die Wissenschaftler nun erforschen, ob man das Gehirn umtrainieren kann, um den Aufschiebern aus ihrer Misere zu helfen. Biopsychologin Caroline Schlüter arbeitet an ihrer Doktorarbeit zu diesem spannenden Thema, sie erläutert: „Obwohl die indivi­ duellen Unterschiede in der Fähigkeit zur Handlungskontrolle einen großen Einfluss auf unseren persönlichen und beruflichen Erfolg sowie unsere psychische und physische Gesundheit haben, sind ihre neuronalen Grundlagen bisher nur wenig erforscht.“ gesund! 01.201925 vivantes KULTUR Gemeinsam WIRD ES BUNTER Lebensreisen in nahe und ferne Welten – unsere Kulturtipps für Ihren Frühling Ein Feuer in der Nacht Ein Blick voller Liebe Reisekochbuch Im Jahr 1925 lebt die zwölfjährige Crow mit dem kauzigen Einsiedler Osh allein auf einer winzigen Insel vor der amerikanischen Ostküste. Außer Osh und der liebevollen Miss Maggie von der Nachbarinsel halten sich die Menschen von Crow fern. Um ihre Herkunft rankt sich ein Geheimnis: Als Säugling wurde Crow in einem Ruderboot an den Strand gespült. Aber woher kommt sie, wo sind ihre Eltern, und warum ist sie nicht bei ihnen? Als das Mädchen eines Nachts ein Feuer auf einer nahen, angeblich unbewohnten Insel entdeckt, beschließt sie, das Geheimnis ihrer Identität endlich zu ergründen – mithilfe von Miss Maggie und Osh. Und während sie den Antworten, nach denen sie sich sehnt, näherkommt, begreift sie, wer sie wirklich ist – und was es heißt, eine Familie zu haben. Voller Wärme beschreibt der Schriftsteller Arno Geiger das Leben und Vergessen seines Vaters August. Dieser ist an Demenz erkrankt. Schritt für Schritt kommt ihm die Orientierung in der Welt abhanden und damit die Geborgenheit – etwa, wenn er zu Hause sein eigenes Schlafzimmer nicht mehr findet. Der Sohn beschönigt nicht die Ausweglosigkeit der Krankheit. Doch zugleich ist er offen für die lichten Momente, die er mit seinem Vater erlebt, für die neue Herzlichkeit und Offenheit in ihrem Miteinander. Fasziniert schildert er, wie poetisch, komisch und treffsicher August Geiger über seinen Zustand zu sprechen versteht, wie viel seines Charmes, seiner Weisheit und Würde ihm geblieben sind. Eine Liebeserklärung an den „alten König“, die eine Frage nicht aufkommen lässt: ob das Leben noch lebenswert sei, wenn man sich selbst vergisst. Haya Molch ist in Tel Aviv aufgewachsen. Die leidenschaftliche Köchin eröffnete 2009 am Wiener Naschmarkt das Restaurant NENI, in dem sie die Küche der Levante und des Mittelmeers feiert. Inzwischen führt sie mit ihren vier Söhnen neun NENI-Restaurants in Europa. Ihr Kochbuch enthält neben ihren eigenen Rezepten auch die anderer israelischer Gastronomen und Genießer, stets garniert mit Geschichten von Menschen aus Tel Aviv, deren Lebensgefühl, Traditionen und Kulturen. Eine Hommage an die pulsierende Metropole. Und was gibt’s zu essen? Lamm mit Feigen und Trauben zum Beispiel, Kaktusfrucht-Sorbet und grünes Shakshuka, eine Variante der israelischen Spezialität aus pochiertem Ei, Tomaten und Chili. Eine Insel zwischen Himmel und Meer. Von Lauren Wolk, dtv, 288 Seiten, 14,95 Euro, ISBN: 978-3423640350 Der alte König in seinem Exil. Von Arno Geiger, Hanser, 192 Seiten, 20 Euro, ISBN: 978-3-446-23634-9 Tel Aviv. Food. People. Stories. Von Haya Molcho & Söhne, Brand­ stätter, 280 Seiten, 35 Euro, ISBN: 978-978-3-7106-0091-3 Roadtrip mit Mark Die einen lieben seinen tiefenentspannten, melancholischen Folk-Rock, die anderen verspotten seine Musik seit Jahrzehnten als Einschlafpille: Mark Knopfler dürfte es gleichgültig sein. Der Mitgründer und Gitarrist der Dire Straits zählt mit 120 Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Musikern der Welt und veröffentlicht alle paar Jahre stoisch ein weiteres Soloalbum. Auf dem neuesten mischen sich unge- wohnt jazzige Klänge, Soul und Latin in den vertrauten Knopfler-Sound, etwa in „Back on the Dancefloor“ oder in „Good on You Son“. Hört sich gut an – und immer noch nach Mark Knopfler. Live erleben kann man den Altmeister in diesem Jahr übrigens auch: in Köln, Hannover – und am 15. Mai in Berlin. Mark Knopfler: Down the Road Wherever. EMI, 15,99 Euro NEUGIERIG G­EWORDEN? Einfach den QRCode scannen (etwa mit den kostenlosen Apps „QR Droid“ oder „ScanLife“) und reinhören. 26gesund! 01.2019 vivantes BERLIN BERLIN unterwegs Der Frühling lockt: Türen öffnen sich, und alle strömen nach draußen. Ob Sport, Musik oder gutes Essen: Jetzt können Sie wieder viel frische Berliner Luft genießen! Hier geht’s um die Wurst 2018 feierte der AVON Frauenlauf 35-jähriges Jubiläum. Frauen laufen für den guten Zweck Ob fünf oder zehn Kilometer, ob Joggen, Walken oder Nordic Walking: Beim Avon Frauenlauf kann jede dabei sein, ob sportliche Einsteigerin oder Fortgeschrittene. Bereits zum 36. Mal findet die Veranstaltung in Berlin statt. Tausende Damen werden durch den Tiergarten laufen – je nach Laune zum Spaß oder auch mit Ehrgeiz und Wettkampf-Anspruch. An den Strecken sind mehrere Gruppen postiert, die auf Trommeln schlagkräftig den Takt vorgeben, Motivation ist also garantiert. Nach dem Start auf der Straße des 17. Juni geht es zur Siegessäule und entlang der Hofjägerallee, weiter durch den Tiergarten, am Brandenburger Tor vorbei und zurück zum Start. Neben den klassischen zehn Kilometern Joggen werden auch zehn Kilometer Walking oder Nordic Walking angeboten. Zudem gibt es den fünf Kilometer langen „Fun-Run“, auf Wunsch mit oder ohne Zeitmessung. Auch über fünf Kilometer kann man zwischen Walking und Nordic Walking wählen. Für Junior-Teilnehmer ist der 800-Meter-Bambini-Lauf geplant. Die Teilnehmerinnen rennen für den guten Zweck: Gemeinsam mit dem Sponsor Avon wird mit den Erlösen des Laufs die Berliner Krebsgesellschaft e. V. unterstützt. 18. Mai 2019, Start auf der Straße des 17. Juni – je nach Wettbewerb zwischen 14 und 18 Uhr, Teilnahmegebühr 10 bis 24 Euro www.berliner-frauenlauf.de Stiftungen öffnen ihre Türen Stiftungen sind Ausdruck gelebter Vielfalt und Solidarität. Was die Berliner Stiftungen leisten, präsentieren sie vom 2. bis 12. April der Öffentlichkeit. Bei der Berliner Stiftungswoche öffnen mehr als 100 Initiativen ihre Türen. Besucher können hinter die Kulissen schauen und Fragen stellen. Die Veranstaltungen sollen aber auch eine Plattform für den gemeinsamen Dialog bieten und Kooperationen untereinander ermöglichen. 2. bis 12. April 2019, Eintritt frei, Programm unter: www.berlinerstiftungswoche.eu Wer wird Berliner „Bratwurstmeister 2019“? Das entscheidet sich am 7. April in der Domäne Dahlem, auf der Bratwurstmeisterschaft 2019 der Hauptstadt. Fleischer aus Berlin und Brandenburg treten mit verschiedenen Wurstsorten gegeneinander an, und die Besucher entscheiden über den Gewinner oder die Gewinnerin! Ihnen bleiben dreimal je eine halbe Stunde Zeit, um die Würste zu probieren und ihre Favoriten zu erschmecken. Und die schmecken durchaus unterschiedlich: Die Kandidaten gehen sowohl mit klassischen Bratwürsten als auch mit exotischen Varianten ins Rennen. 7. April 2019, 10 bis 18 Uhr, Domäne Dahlem, Eintritt: 3 Euro, ermäßigt: 1,50 Euro Musik in den Straßen „Umsonst und draußen“ lautet das Motto bei der Fête de la Musique, die auch in diesem Jahr wieder am Tag des Sommeranfangs, am 21. Juni, Musik in die Straßen unserer Stadt zaubert. Auf etwa 100 Bühnen und auf vielen Gehwegen zeigen Musiker kostenlos ihr Können. In allen zwölf Bezirken haben sich Standorte angemeldet – nicht nur Open Air, sondern auch überdacht. Neu dabei sind neben dem Berliner Dom unter anderem Hangar49, Kolle8, Mutter Lustig und die Nordischen Botschaften. Auch für Kinder gibt es viele Angebote. Und Nachtschwärmer kommen ab 22 Uhr auf ihre Kosten, wenn etwa 30 Locations mit der Fête de la Nuit weitertanzen. 21. Juni 2019, ab 16 Uhr Tagesprogramm, ab 22 Uhr Nachtprogramm, Eintritt: frei gesund! 01.201927 vivantes VERANSTALTUNGEN DIE VORTRÄGE UND VERANSTALTUNGEN SIND KOSTENLOS, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Infos zu diesen und weiteren Termine­n finden Sie im I­nternet unter www.vivantes.de Informationsabende bei Vivantes Von Experten für Patientinnen, Patienten und Interessierte. Kurs für pflegende Angehörige Rauchstopp – Ihrer Lunge zuliebe Am 23. Februar, 13. April, 22. Juni, 17. August, 19. Oktober, 14. Dezember, von 8.30 bis 17.30 Uhr Für Türkisch sprechende Angehörige finden die Veranstaltungen am 23. März, 7. September und am 7. Dezember statt. Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Haus 35, 1. OG., kleiner Konferenzraum, Rubensstraße 125, 12157 Berlin Am 27. März, von 11.30 bis 12 Uhr Vivantes Klinikum Neukölln, Station 36, Aufenthaltsraum, Rudower Straße 48, 12351 Berlin Das kommt in den besten Familien vor: häusliche Gewalt gegen Frauen Am 25. März, von 17.30 bis 19 Uhr Vivantes Humboldt-Klinikum, 1. OG, Raum 3301, Am Nordgraben 2, 13509 Berlin Schwangerschaft und Schilddrüse: nicht immer ein gutes Team Am 29. April, von 17.30 bis 19 Uhr Vivantes Humboldt-Klinikum, 1. OG, Raum 3301, Am Nordgraben 2, 13509 Berlin Harninkontinenz der Frau: Lassen Sie uns darüber reden! Am 2. Mai, von 18.30 bis 20 Uhr Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Haus 35, 1. OG, großer Konferenzraum, Rubensstraße 125, 12157 Berlin Sodbrennen, Entleerungs­ störungen und das Leid der Betroffenen: Es muss etwas geschehen! Am 6. Mai, von 17.30 bis 19 Uhr Vivantes Humboldt-Klinikum, 1. OG, Raum 3301, Am Nordgraben 2, 13509 Berlin Der schmerzende Fuß: zeitgemäße Behandlungsoptionen Am 23. Mai, von 18.30 bis 20 Uhr Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Haus 35, 1. OG, großer Konferenzraum, Rubensstraße 125, 12157 Berlin Leben mit Darmkrebs Am 3. Mai, von 17.30 bis 19 Uhr Vivantes Humboldt-Klinikum, 1. OG, Raum 3301, Am Nordgraben 2, 13509 Berlin 28gesund! 01.2019 vivantes BRIEFKASTEN Hier kommen SIE zu Wort! Behutsamer Umgang whoami berichtet als Patient Super Personal Die Ärzte und Ärztinnen vom Vivantes Klinikum im Friedrichshain sind fachlich sehr gut und darum nur zu empfehlen, wenn jemand Hilfe sucht im Fall eines Bandscheibenvorfalls. Sie sind sehr höflich, nett und zuvorkommend. Sie beraten und erklären alles, was man wissen möchte. Gleiches gilt für die Schwestern und das gesamte Personal, welches die Patienten umsorgt. gocki92 berichtet als Patient Danke schön Ich war am 18.1.2019 in Ihrer Notaufnahme im Vivantes Spandau und möchte mal von Herzen „Danke schön“ sagen. Ich habe gesehen, was Ärzte und Schwestern dort leisten, und kann nur meinen Hut ziehen. Ich wurde sehr freundlich und warmherzig behandelt. Man hörte mir zu, nahm meine Sorgen ernst und beruhigte mich. Es war brechend voll in den einzelnen Kabinen, einige Patienten waren wirklich mehr als unfreundlich. Trotzdem blieben alle nett und höflich ... Schwestern und Pfleger fragten mehrmals nach meinem Befinden, brachten mir Wasser und hatten sogar ein Lächeln auf den Lippen ... Mein besonderer Dank geht an die Ärztin Frau Laura Eichler, die mich gründlich untersuchte und mich sehr freundlich behandelte … herzlichen Dank und viele Grüße. Janine Mohaupt berichtet als Patientin (Symbolfoto) Das Personal im Vivantes Klinikum Neukölln ist freundlich. Vielen Dank an die Dame bei der Anmeldung der Notaufnahme. Aus verschiedenen Gründen hatte ich keine Versicherungskarte dabei, darum danke ich fürs Verständnis, da dieser Besuch sehr dringend war. Das betreuende Team der Gynäkologie in der Rettungsstelle hat viel Empathie bewiesen. Anscheinend konnten sie die von mir gewünschte Untersuchung nicht durchführen, weswegen ich zur Charité geschickt wurde. Jedoch habe ich mich in Neukölln menschlich besser behandelt gefühlt. Lieben Dank! Gut versorgt Ich habe mich vom 16. bis 22.12.2018 auf der Station 5 im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum einer radikalen Prostatakarzinomektomie unterziehen müssen. Habe vom ersten Anruf bei der Administrativen Aufnahme bis zur Aufnahme auf der Station 5 nur freundliche und kompetente Mitarbeiter angetroffen. Alle Schwestern und Pfleger sowie alle Ärzte auf der Station waren ausnehmend freundlich, sodass ich mit einem guten Gefühl die OP angenommen habe. Nach der OP wurde ich äußerst gut versorgt, war sofort beschwerdefrei und konnte am 22.12. die Station 5 wieder verlassen. Ich kann das AVK Klinikum nur empfehlen. Coco472 berichtet als Patient Und wie haben Sie Vivantes erlebt? Schreiben Sie uns, gerne mit Foto, unter dem Stichwort „Danke“ an: Fühlen Sie sich nach einem Besuch oder einem Aufenthalt bei uns gut behandelt, dann fühlen auch wir uns wohl. Unsere Mitarbeiter schätzen es, wenn auch die Patienten anerkennen, dass gute Arbeit geleistet wird! Aber auch ­Kritik ist willkommen. Denn dann wissen wir, was wir besser machen sollten. Was haben Sie bei uns erlebt? Wie ist es Ihnen ergangen? Schicken Sie uns auch gerne Vorschläge für Themen. Was interessiert Sie, worüber wollen Sie lesen? Welche Fragen können Ihnen die Ärzte oder andere Experten von Vivantes beantworten? Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, Konzernkommunikation, Aroser Allee 72–76, 13407 Berlin. Oder mailen Sie an: patientenmagazin@vivantes.de Wir freuen uns auf Post von Ihnen! IMPRESSUM Herausgeber Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, Aroser Allee 72–76, 13407 Berlin, Tel. 030 130 10, patientenmagazin@vivantes.de V.i.S.d.P. Sophie Lehmann, Leiterin Ressort Konzernkommunikation Projektmanagerin Nadine Gadewoltz Redaktion Kerstin Weber (Ltg.), Juliane Gringer, Maike Petersen, Tanja Siggelkow, Andrea Melichar (Ass.) Anzeigen HEADLINE Werbung, Wunsiedeler Weg 19, 12247 Berlin; Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH Realisation Kerstin Weber, trurnit Hamburg GmbH, Friesenweg 5/1, 22763 Hamburg Verlag trurnit GmbH, 85521 Ottobrunn Layout Diana Enoiu, trurnit Publishers GmbH, 85521 Ottobrunn Fotos Florian von Ploetz (S. 1, 3, 4, 5, 6, 7), BZga (S. 4), Marina Schneeberger (S. 18), Birgit Wiedemann (S. 8), Monique Wüstenhagen (S. 4), Werner Popp (S. 20), Jan Roehl (S. 14), Eberhard Thonfeld (S. 27), iStock.com (S. 3, 6, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 19, 20, 21, 22, 24, 25, 26, 28, 29) Illustration Max Weber (S. 9) Druck Motiv Offset NSK GmbH, Grenzgrabenstraße 4, 13053 Berlin gesund! 01.201929 vivantes ZEITVERTREIB Mitmachen und GEWINNEN! Ersatzdienstleistender (Kw.) Reitpferd bei Karl May islamische Gotteshäuser größter Strom Südamerikas Ureinwohner Neuseelands mexikanischer Agavenschnaps scharfe Gewürzsoße 6 4 besitzanzeigendes Fürwort Klagelied spanischer Artikel 1 Lösungswort: 2 5 lateinisch: Sache akademischer Grad (Abk.) 3 fehlerfrei Zweck 5 9 Hörfunkempfänger chem. Zeichen für Natrium Initialen Kishons ‚Datenautobahn‘ (engl.) Stahlschrank kleine Fruchtart Klettertier, Primat Börsenansturm altröm. Kalendertage Schwellung 5 Laut der Enttäuschung französischer unbest. Artikel 2 Radau 1 fest, wuchtig Segelkommando: wendet! Holzflößung 2 3 8 3 1 7 2 7 8 6 8 1 2 7 4 4 5 6 1 6 2 4 1 8 4 8 3 1 5 8 9 5 4 7 3 8 5 8 1 8 7 2 4 1 8 7 3 5 1 ANLEITUNG SUDOKU Die Ziffern 1 bis 9 müssen in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem Block genau einmal vorkommen. Die Summe aller blauen Kästchen ergibt die Lösungszahl. 2 745 162 7 9 2 5 6 1 8 3 4 3 83 4 6 1 97 1 9 8 6 4 8 7 3 8 1 3 4 9 7 6 5 2 3 6 5 9 1 2 4 8 7 Lösungszahl: 2 8 9 7 4 3 1 6 5 1 4 7 8 + 5 6 9 +2 3 6 7 1 3 2 4 5 9 8 5 3 8 1 7 9 2 4 6 + 9 = Wie Sie beim Gewinnspiel mitmachen, lesen Sie auf Seite 31! 30gesund! 01.2019 9 2 4 6 8 5 3 7 1 vivantes ZEITVERTREIB TOLLE PREISE 1. PREIS Bernd Stelter ist „on tour“! „Hurra, ab Montag ist wieder Wochenende!“, so heißt das neue Programm des aus dem TV bekannten Comedians Bernd Stelter. Ein Programm für alle, die über Montage mosern, über Dienstage diskutieren, die Mittwoche mies und Donnerstage doof finden. Und davon gibt‘s wahrscheinlich einige … Montagmorgen: Man geht ins Bad, in die Küche, steigt ins Auto und schaltet das Radio an. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sagt der Moderator spätestens nach dem dritten Lied: „Montag, das ist natürlich nicht unser Tag, aber keine Bange! Nur noch fünf Tage, dann haben wir wieder Wochenende.“ Meine Güte, wenn der keine Lust hat, Radiomoderator zu sein, dann soll er doch umschulen! ­Friseure zum Beispiel haben montags frei. Übrigens: Auch an Montagen finden Aufführungen statt, obwohl Herr Stelter da eigentlich Wochenende hat … Wir verlosen zwei Karten für die Veranstaltung am 25. Mai 2019 um 20 Uhr im Admiralspalast Berlin, Friedrichstraße 101, 10117 Berlin 2. PRE IS Sonne im Glas Das SONNENGLAS ® ist eine sonnenbetriebene Solarlaterne. Sie wurde in Südafrika in „sozial verantwortlicher“ Handarbeit gefertigt. Ausgezeichnet mit mehreren Design-Awards, verbindet sie grüne Solartechnologie mit nostalgischem Design. So funktioniert’s: Das Glas sammelt während des Tages Sonnenenergie und speichert diese im integrierten Akku. Am Abend spenden dann vier hocheffiziente LEDs bis zu zwölf Stunden Licht. Der Clou: Der Deckel lässt sich abschrauben, sodass im Glasinneren kreativ dekoriert werden kann, etwa mit Früchten, Sand, getrockneten Blumen, Muscheln oder anderen Urlaubserinnerungen. Wir verlosen ein Sonnenglas. Wer das Kreuzworträtsel oder das Sudoku knackt, kann gewinnen! Schicken Sie dazu einfach das ­Lösungswort oder die Lösungszahl an: Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, Interne Kommunikation & Marketing, Stichwort „gesund! Rätsel“ Aroser Allee 72–76, 13407 Berlin Oder mailen Sie an: patientenmagazin@vivantes.de Einsendeschluss: 10. Mai 2019 Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Sammeleinsendungen bleiben unberücksichtigt. Alle personenbezogenen ­Daten werden ausschließlich zum Zweck des Gewinnspiels erfasst und verwendet und nach Ablauf der Verlosung gelöscht. S I 3. PRE Sitzsack für alle Fälle Der Frühling macht Lust auf draußen. Wer nicht gerne lange stehen oder laufen mag, dem kann geholfen werden – mit dem SeatZac! Er ist die ideale Sitzgelegenheit für Strand, Park, Camping oder Festival. Mit nur wenigen Handgriffen befüllt man den Chill Bag mit Luft: einfach im Zickzack bewegen und anschließend das Ende zum Verschließen einrollen. Der strapazierfähige Fallschirmstoff hat zwei Vorteile: Er macht den SeatZac robust und gleichzeitig leicht mit nur 750 Gramm. Für den Transport wird er einfach in der mitgelieferten Tasche mit Tragegurt verstaut. Wir verlosen einen Sitzsack für unterwegs. gesund! 01.201931 Unterrichten liegt Ihnen im Blut? Lehrer*innen für die Pflegeausbildung jetzt bewerben www.pflegehauptstadt.de
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