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Volume No. 804, Donnerstag, den 8. October 1829

Full text: Der Berliner Courier (Public Domain) Issue2.1829 (Public Domain)

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Ein sein wollender Gelehrter rühmte sich, baß aus ihm 
alle Weisheit gekommen fei. „Sie haben Siecht, sagte «in 
Anderer, denn man ficht, daß Sie keine mehr besitzen." 
* * 
» 
Ein Bediente, von dessen Herrschaft Jemand auf dem 
Krankenbette lag, wurde schnell zu einem vornehmen Arzt ge 
schickt- Er eilte fort und klingelte mehrere Maie ganz leise, 
doch als nicht geöffnet wurde, ging er zurück und berichtete» 
daß auf fein vorsichtiges Klingeln kein Diener geöffnet habe. 
„Aber warum schelltest D» denn nicht stärker?" fragte man. 
„Ich befürchtete, entgegnete er, ich würde den Herrn Doktor 
im Schlafe störe»." 
• . 
Ein Offieier, welcher der edeln Schreibkunst nicht recht 
fähig war, erhielt einen Brief von feiner Geliebte« und wußte 
nun nicht, wie »r den Inhalt erfahren sollte, ohne Jemanden 
diese heimliche Liebe zu entdecken. Endlich fiel er laus ein 
Mittel. Er ließ den Feldwebel kommen und diesen den Brief 
laut vorlesen, während er demselben dabei die Obren zuhielt.' 
R e p e r k o t r. 
Königliche Bühnen. 
Donnerstag den 8. Im Gchauspielhause: Die Mündel. 
Freitag, den 9. Im Opernhäuser Othello, der Mohr von 
Venedig. Oper. . 
Im Gchauspielhause: Französische Vorstellung. 
KönigstLdrer Tbeaier. 
Donnerstag den 8. Zum Erstenmale: Stille Wasser find tief. 
Hierauf: Er ist mein Mann. 
Freitag, den 9. Das Gasthaus zur goldenen Sonne. Hierauf: 
Die Seelenwanderung, oder: Der Schauspieler wider Millen 
auf eine andere Manier. 
(Verleger: k.«. Krause.)
	        
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