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Periodical volume Nr. 168, 27.07.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

mittag nn Lustgarten stattfand und in der die AmtsenM 
Hebung des WahlfahrtKminrsters. Stegerwald gefordert 
wurde. Man- warf- der Regierung vor, das; sie ganz 
unter dem Einfluß des hausbesitzerfrenndlichen Wohnungs 
verbandes stände. Den Mietern Hürde man neue Lasten 
auf, währe'nd sich die Hausbesitzer um die notwendigsten 
Reparaturen drücken. Ein Mieterstrcik müßte die Zu 
rücknahme d?r Verordnung erzwingen. In anderen Orten 
haben solche Streiks Erfolge gehabt. * 
o Die MllHeMch: Nntrrschrist. Es hat wohl schort 
mancher ein behördliches Schreiben erhalten, dessen Un 
terschrift ihm und anderen völlig unleserlich war. Die 
Strafkammer in München-Gladbach hat eine salomonisch: 
Entscheidung getroffen, jemand hatte eine polizeiliche 
Strafverfügung erhalten, sich ihr aber nicht unterworfen, 
sondern gerichtliche Entscheidung beantragt. Das genannt.' 
Gericht hat'sich nun garnicht erst die Mühe gegebnen, 
in der Sache selbst zu verhandeln, sondern kurzerhand 
die Strafverfügung für ungültig erklärt und zwür nur' 
deshalb- weil die Unterschrift unleserlich sei! Andere Leute 
wären auch „wer" und hätten ein Recht, genau zu er 
fahren, nicht nur mit welcher Behörde, sondern auch mit 
welchem verantwortlichen Beamten sie es in bezüglichen 
.Fällen zu tun haben. 
o Falschs ir)vv-Mstrfsch!?ini:. In letzter Zeit treten 
Nachbildungen der Reichsvanknoten zu l00l). Mart mit 
dem Ans^abedalum vom 21. 4. ist 10 auf. Sie Und 
bei! einiger Aufmerksamkeit kenntlich: Die Herstellung 
der Falschstücke ist unter Zuhilfenahme der Photographie 
im Lichtdruck erfolgt. Die falschen Noten sind daher in 
ihrem Aussehen einer Photographie ähnlich Bei getreuer 
start gefärbte Feckern nachgeahmt. Unter dem Faserstreifen 
sind Spuren von Farbstoffübcrtragungen (bläulich ge 
färbt) .sichtbar. Nummern und Stempel sind in gelblich- 
grüner Färbung aufgebracht. Die Stempel, von aufsallcno 
geringer Schärfe haben außerdem ein von dem echten 
abweichendes Bild des Adlers. 'Bor Annahme dieser Nach 
bildungen wird amtlich geivarnt. 
- o Der Kampf um bas Steglitzer Luftbad ha! jetzt 
— so schreibt uns der Steglitzer Verein für Gesund 
heitspflege, dem auch viele Friedeiiauer angehöre» be 
dauerlicherweise eine scharfe Wendung angenommen. Die 
Steglitzer "Gemeindeverwaltung hat trotz des vielen Er 
suchens, das jetzige Luftbad nicht eher abbrechen zu 
lassen, als ein neues errichtet ist, eine gerichtliche -Räu 
mungsklage angestrengt. Es-ist wiederholt von Sachver 
ständigen nachgewiesen worden, daß die Vergrößerung 
des Friedhofes nicht so unbedingt nötig ist, das Projekt 
braucht nur etwas geändert zit iverden und alles ist 
in schönster Ordnung, f Weshalb man den Friedhof 
der Volksge'undheir gegenüber bevorzugt, ist sehr vielen 
unverständlich. Zivcifellos haben die jetzigen Steglitzer 
Gcmeiiidcvertreter bewiesen, daß-sie für wahre-Boitsge- 
siindheit nicht das richtige Verständnis haben. Der Steg 
litzer Gesnndheitspflegeverein hat m'uerdings die Wohl-- 
fahrtseinrichtung getroffen, nnterssrüährtei; Schulkindern^, 
kostenfreien Aufenthalt im Luftbad zu gewähre!!, außer- 
dcn; erhalten die Kinder auf Veranlassung des Schuh- 
arztes täglich V- Liter Milch und eine Schrippe. Es 
iverden noch weitere Gelder gesammelt, die dem Jugend 
amt zur Verfügung gestellt werden. Unter diesen Um 
ständen muß erneut die dringende Bitte ausgesprochen 
werden: Das Luftbad darf nicht abgebrochen weirden, 
bevor Ersatz geschaffen ist, es muß sogar noch erweitert 
werden mir Schwimnchadegelegciiheit. Es sind bereits 
große Entwürfe ausgearbeitet und eingereicht. Die Steg- 
, litzer Gemeindeverwaltung hat sehr kurzsichtig gehandelt. 
o Wie wertst ich jung! Die Steinach'fche Vbrjüiigniigo- 
l'ur.kann jetzt auch durch Einnehmen von verzuckerten 
Tabletten durchgeführt werden. Die Tabletten für Mhnner 
heißen Virus in, für Frauen Venns; n. Wer ver- 
suchl's? ' - ' 
-v Eich« ftKrrs-werte Pflanze! Uns wird geschrieben: 
In dem kleinen Vorgärtchen Handjerystr. l>.ö, vor d.ein 
Porzellangeschäft von Lange sind allerhand Sträucher und 
Kräuter untergebracht, unter anderem auch eine Kar 
toffel, die nur als Blume gelten sollte. Diese hat 
„Dann fürchte r:h, daß. Sr« auch gegen auch eine ncsr 
Abneigung bekommen iverden," erwiderte die Komiesse, 
und es war nicht recht ans den; Klang ihrer Stimme htzr» 
auszuhören/.ob ihre Worte lediglich scherzhaft zemcilck warssn. 
„wenn ich Ihnen .sage/-daß d!s-,Mhe"o'pxi-^towit Gnfia 
für mich einer. der hauptsächlichsten Verzüge der Aroirra 
ist. Und ich würde cs.se:,r hart empfinden/' weitn 'es nur 
verboten sein sollte, dorthin zugehen, während ich Ihr 
Gast bin." , . j ?■ 
V ,D, das ist natürlich etwas durchaus anderes.. Ich werde- 
niemals- bemüht fein, meine eigenen-Ansichten — oder 
Vorurteile, wie immer 6i$ cd zu nennen belieben — auf 
meine Gäste zu übertragen. Ich brauche doch wohl nicht - 
. ausdrücklich zu sagen, das; es Ihnen vollkommen fesisteht, 
dahin -zu gehen,-wo es Ihnen gefüllt — ob es nun Wohl: 
»Carlo oder ein anderer Ort ist." 
, „Aber ich kann nicht gut ohne Begleitung hingehen 
— nicht wahr?" sagte sie. »7.Was ich gehofft hatte, war, 
daß Ihr Herr.Sah» mich hinführen würde. — Oder hätten 
Sie etwas dagegen einzuwenden/ Herr von Nomingcr.?" ' 
Und sie sah Eberhard mit ihrem gewinnendsten 
Lächeln an./ r ' - - 
Der junge Mann konnte' ein heiteres Lachen nicht 
unterdrücken, als,er dir schwierige Lage erkannte, in dir - 
Baker-da gekommen war. 
„Ich!—Nein, ich hätte sicherlich nichts dagegen, I,h 
ooäre glücklich, Ihnen meine Dienste zur Beifügung,,stellen -! 
AU Hürfen. Ätzer Sie wissen,' - daß - die. Entscheidung nicht 
Mi mir liegt." 
,Mnd er machte' eine bezeichnende Bewegung gegen 
fseinen'Batcr, der sich in der Tat in einer nrUmgenehmen 
woll Unruhe und Angst dabeigesessen hatte, stand ans, um 
sich hinter seinen Stuhl zu stellen. Und während dieoKpMtkssa 
Eberhard leise wegen seines Gehorsams neckte, flüsterte st; 
ihrem Vater 311: ‘ ' " ckllMA 
„Du wirst ihr in diesem einen Punkte nachgeben müssen, 
Papa! — Es ist doch schließlich von untergeordneter Be 
deutung. Und du kommst damit 1:111 einen Schritt weiter 
aas dem Wege, den du dir vorgesetzt hast." 
Der Freiherr saß mit zusammengeknissenrn Lippen -und 
finster gefurchter Stirn. Niäcks fchl iistn. schwerer, als etwas, 
■" l.'.L 
, voll seines 
nun eine Höhix voin nahezu "2 Meter st!) erreicht;, dürfte 
nunMhr aber wostl' in' ihren; Wachstum ihr/.Ende er 
reicht ' Haben. Jetzt beginnt die .Blüte. Wer -ein. der 
artiges Gewächs von einer Kartoffel, deren Früchte ja 
jetzt so selten und teuer in'Friedenau sind, noch nicht 
gesehen Hai, solle sich den W,eg dorthin nicht. verdrMen 
lassen.- Er wird-für seine Mühe Freude an der „Blume" 
Haben. 
0 fsft r:-ach Anrerlkw Im Monat. Angnst findM , 
Postabgänge nach Nord- und' Südamerika äußer mit stütz- 
-'tischen ' Damstferzn -(etwa zweimal wöchentlich) noch. -mit - 
folgenden Dämpfern statt: 1. Dampfer „Frcd.erik VI! I", 
„United/States", und .Oscar kl" nach NOpyork, .von 
Kopenhagen m» q., 42. und 26. August, Postschluß beim 
P. A. . l in Hamburg am 2., K. und 23. August msck- 
rngs; 2. Dainp/er „Stockholm" nachNstlvhork, von GotlM-, 
.bürg -an« 24. August, Postschluß be;m.P-.Nl- l - in Ham// 
.bürg am 20. August 'mittags; 0. Dasnstscr „Ma.nchuxja"' 
nach N-emyork, vom Hainburg am 21. Angnst, Postschluß 
beim P, A, l in Hamburg am IS). Ai'lgust abends; 4. 
Dampfer „Rotrerdam", „Noordaw", und „Nieuw Amster 
dam" nach Neipvork, von Rotterdam am 10.; 21. und 
2 7. August, Postschluß beim P. A. 2 in Emmerich am 
8., 19. und 25. August vormittags und beim P. A- l 
in .Hamburg, an; 6'., 17. und. 2ft. August abends; 5. 
Dampfer „Garibaldi" und „Re Vtftorio" nach Rio de 
Janeiro n-w., von Genua, am ft. und 12. August. Post? 
schluß jn Frankfurt. lMain) Auslrudsteble am ftl.Jnii 
und 0. August mittags; ’ 6. Dampfer. „F-risia" und „Zc-st- 
landia" nach Rio .de s Janeiro und Buxnos Aires, von 
Amsterdam am 4. und 18. August, Postschluß beim P. A/2, 
iir Emmerich am 2. und 16. August vormittags und 
beim P. A. l in Hamburg am ft l. Juli und 14. August 
abends. Der Danipfer „Brottningholm" am 10. August 
von. Gothenbnrg nach Newhvrk wird nur zur Beförderung 
von Briefseildungri; mit Leitverm.erk benutzt. . 
□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□ 
tut man gut, bis zur Regelung-der Frage ans den: Weck- 
postkongoeß.in Madrid nach den; AuSlaude nur Karten 
in .der Große'der amtlich herausgegebenen Postkarten zu 
verschicken. t 
0 Schloßvark-Cescllschcht Steglitz. In der am Milk- 
noch abend abgehaltene;, und sehe stark desnchtc» V>'.'- 
und die Ünnr'öglichkW MHereinxns.-tziißMhen und anderen 
-'Kch-porschafieri '-Stelktzstg zur torpwMlven"Beteiligung.. zu 
"nehmen, ülwr deu' Ä. Ich;- hinaus'verlängert zu .fenen. 
"Detnznsolge werden AichnnnIcn! auf -Grunderchieeile ms- - 
. zum '45. Sevtembere. etttaegeugenommö!; werden.- Die" 
-Zahlung- der- ch/zeichueteik - Bttrüge'eckchtHstaach-Zu - eineul 
späteren, noch bekannt' zu- gehendc-u TeNusux dach-; wird 
die Möglichkeit gegeben, die Hälfte des Betrages ckichKriegH' 
aNlSihe"zun; Vorzugskurs'bÄi MM'Hii' zalchU: -2M M. , 
werden durch drei H;:n.derni:ark--Sti1ckch Her Krtegsssleiho 
D 
D 
□ 
□ 
mit der Zustelluirg unseres Blatteschurch unseren 
Zeitungsboten und müssen Sie dauernd über □ 
unpünktliche Lieferung klagen, so empfehlen wir □ 
□ Ihnen, den „Friedenaner Lokal-Anzeiger" beim r-i 
f-, Postamt zu bestellen. Der Postbote bringt Ihnen' 1-, 
unser Blatt täglich und zwar noch an; llr 
^ ' gleichen Abend. 
□ n 
.□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□- 
0 Klaget; über die Post. „Da schreibt- nur mein 
Geschäftsfreund aus der Schweiz, er habe für eine Post 
karte, die ich kürzlich geschickt,: die. Nachschußgebühr füc 
eincn Brief bezahlen müssen, weil-sie etwas größer ge- 
ivesei; sei, als die amtlichen Formats. Die Sache ist mir 
höchst fatal und. ich verstehe sie. nicht. Die Post läßt doch 
Privatpostkarten größeren Ilnifangs' zu. "Das soUte-fta 
die Gegengabe für die Perieueruüg deS. Pofilartenport;>:> 
in; vorigen Herbst sein!" So und ähnlich lungt'S jetzt 
öfters.- Aber dia Post ist nicht-schuld an diesen Unannehm 
lichkeiten. Ohne allen Ziveifcl' sind Postkarten im inner 
deutschen Verkehr bis zur Größe einer Paketkarte'(15,7:10.7 
Zentimeter) zugelassen. Anders - ists, wenn ;>;an solche 
-Karten jus A 11 s l a 1; d verschickt. Nach den Bestimmungen 
des Well Postvertrags dürfen Postkarten in; Ausländsver- 
kehr die Abmessungen von 14:!)'Zentimeter nicht-über 
schreiten; tun sie .es doch, so laufen sie Gefahr, als-Briese, 
angesehen und behandei» zu werden. Zwar hat-die Dcutsche 
Postverwaltung das Unheil kommen sehen und rechtzeitig 
dein Internationale!; Büro des Weltpostvereins tu Bern 
von der bei uns --eingeführten .Neuerung' init ’ der ■ Bitte- 
Kenntnis gegeben, den Ländern des Weitpostvcreiiis ckn- 
zuempfehlc», unsere größeren - Postkarte» passieren zu 
lassen. Einzelne Länder aber, darunter die Schweiz, tun 
cs. nicht, weit sie in ihrem inneren Verkehr die Postkarten 
größerer Abmessung selbst nicht eingeführt haben: Will 
n!an sich. und seine. Freunde vor Schaden bewahren,' so 
ihm Made! Hermann noch einige weitere Worte zugeflüstrrr 
hellte, war cr zum Nachgeben beiüi. ? 
Er wa.ldte sich der Kom-esse wieder zu, und indem.er 
sich zu einem srerr'nyltchercn Ansdrigk zwang, sagte er: .. 
- - „WüNl Eberhard Sie nach MontHEarto begleiten will. 
- Kvnrtcfse, habe Ich keine Einwendungeri zu inachcn. Esf-ist. 
seltzstverliändlich Zeine.Pf'icht.und sein Bergiiiigeiy Ihne» 
/sllüe'Dienste in jeder Form zur Verfügung zu stellen, die 
" ; ■ *' * *■ i .-./ 
. Sie sah Eberhard triumphierend an u'nd lachte freudig. 
„Dann wollen mir morgen hiitüberfährcn," sagte ssie 
lebhaft. „Und wir wollen das Glück in unsere Dienste 
zwingen — nicht wahr?" //ll > !' 
Er tBar.fhljm weniger erfreut über die Aussicht, die 
ihm da winkte, als: sie: 'Das verbot'[eines Vaters hätte 
-noch nichts von seiner Dittc-rkeit-für ihn verloren;' und'er 
choar der Komtesse dankbar,- daß -sie ihm 'die Möglichkeit per-. 
schlifft-hatte, 'offen drchii; zn gehen, wohin er sich inehr a!ü 
-einnläk- htziinlich'-' geschlichen'hatte.- " - . ! 
„Das. w'otlcir wir!" erwiderte er heiter- „Ich bin sicher, 
daß wir morgen die'Bank sprengen werden." 
f „Ja freilich," sagte sie so leise,- daß es nur ihm ver 
ständlich war, :„es- ist-'da, etwas, mehr zu holen' als ' bqin; 
Whist :»!.; dein Nc-öber-zu fünfzig Pfennigen." tz. 
Aber während sie so rniteiiiaNder scherzten und den 
Plan'-'weiter- auzspaNcken er, ohne' daran,'--zü- denken, 
welche Folgen di'Sfsr Besuch der Spieltische zu zweren 
haben- maßte — ^fühlte 'Eberhard sich'-, plötzlich seltsam be 
drückt Und ernüchtert. . Und die. Ursache' blieb ihm nicht 
lange verbargen. / , - .. .7 - ' 
in das locke»dö Paradies der Spieler sonst gehabt Hütte». 
Alles Spätere — ihre Ehe selbst gründete sich darauf. Uno. 
nun sollte er mit Per aichern —• mir dem Mädchen, das NI an' 
-chtz'- 'Srgu-.xf'MjMr.Mjhattr-' nnbchin'oei-/ Päch Mont' 
. eine ,kfc Mfh^M.kchttde da- 
-und zur Bequemlichkeit- vieler Zeichner, zu lmndeiu.- 
0 Im Prrn;rH-Ca;ö am FricLrich-MHckmstM -findet 
morgen; MitHoocli, a-s .erster der ncittingeMh'rtcn. sog. 
..Progr'ammaddnde ein Onverüiren-Ab.end stcktt.w — Ais- 
- erste Ouvertüre kommt die ans -F'ivrows zweifellos bester 
Oper „Martha" znm Vortrag, darauf folgt die der po-, 
ptiiürsten Oper der Deutscher.-, „'Fre;jchül>", 'bei:best die. 
herrischen Melodien, irrlciie der;giücklschc: SchöPM-E-.ü- 
Weber verschwenderisch ' aespöndet lchtk-euchücken. Aus 
L-vrtzings bedeutendster.'. Oper. Zimch-rmünü" 
hören wir alsdann die'Ouvertüre; dich ForUetzung r:S . 
recht interessanten Prvgramnrs bildet -Rossinis. Ouver--. 
rure aus '„Wilhelm Tell", imposant:besonders in der. da-, 
hlichraü/enden 'Don»Ule des Sturmes.-'.und .,-D:.c schöne. . 
i '-alatbeö" von Snppö. Als letzte Ouvertüre ^Grstzri" mit 
ihrer pitännt prickelnden Eigenart. . ' - ' 
0 „Einsteins Rela-.tivittrütkftsrir" lautet das Th'enra 
des Lichtbildervörtr'ages/den Herr Dr. Friedrich Baruemia 
-ein'Mittwoch, -den - 28:' .Juli, abends'ft Uhr, llm^großen- 
Hör,'aal der Treptow-Sternwarte heckten wird. EttstriZt--. 
karten sind vorher an der Kasse der Sternwarte, in der, . 
Uüskunftsstellc der Sternwarte, Berlin, Unter dm Lin 
den U --lMmimax) und foV der- Av-endkaste erhältlich. - 
0 ErttnMleir. Am Sonntag . nachmittag' ist . Sei'.:; 
Baden im Gruncivalder /Teufels-'e: der Berliner. 'Srasr- 
verordnete Karl Hildig ertrunken. Die Leiche -des Ver 
unglückte!; ist trotz aller Bemühungen noelstinch! ,gesunden 
worden. - Hilbist' gehöree der Frat'iion der U.S. P. D. -in 
der alten Berliner Stadtveroroncken-Verbanünlung an: 
' "0 Eine zerstückelte Kr'Lsmlleichs-gefnndchr. Im Vor 
garten Ecke -Wieland- itnd Hedwigstraße,-vor hem Schng- 
»racherladen, wurde gestern. früh ft Uhr eck! Karion - ge 
sunden, der die Leiche eines etwa 2Hft Monats -alten 
Knaben einhielt. Arme und Aein.e waren vom - Nun;Pf 
getrennt. Personen, die zur AnftiärnNg -d-es-.ch Tal" bei 
tragen können, tr/erdengoch-ten, sich bei der- Polizei zu 
melden. ^ . - 
0 MW 8'eftiAVr-r: ist der F'nndste'ckL -in: Amtzanse ge 
meldet:- ein Bund Schlüssel.. 
J( Orchestcr-Vereinigung des Westens Z>0Mitgk.) Ucbu'.mr- 
aSeude jeden Dienstag- >/zS—.Vrtv Uht im, Saal Ähciustraße 2-1« 
'Musikfreunde willkomincn. 
)( Der „Fricdenkuer Gesangtzerii» für grmlschtcn Nhor" 
(Chormeister: Gesangicyrer Wacker Schmidt) übt; e d e n D; e n s> 
tag im Gesaugssaal der Königin-Lnise-Schule. Ausnahme 
neuer Mitglieder -im Uebungösaak; Herren besonders erwünscht. 
)( Aereln für Aationalhrnographic Berliner Westen. Jeden 
Dienstag ö Uhr, .'lcbuuge-stuudz ;,n „Allen Bürgerkajino" zu 
Schöneverg, Hauptstraße 107. - - - 
-.'(."Münnerxesangvrre!;: „Aüt.'i" vv:r IM'. Jeden. Mittwoch: 
Uebungsstuiwe'von llnd bis 1 > Uhr am 'Wlrköliau;e „Bellndrnbile- 
aee Ho;", Kaiseralle.-, Eck: iftönnerergstraße. Ehprmc-i-trr: Küster. 
Liinrmbegabre -Herren see-erzcit jrilUotnmcü. 
)i 'Des Teutsche Temstratstchn Jngcnd-Prrern verni,stallet 
-am Ltz. Juli, abends .7 S Uhr, im-''J»gcvdhcim.1» der 3.. </>e- 
tneinoefchule, Ofsenoacher S'tr.ckze, ciu'c» Lorrrazt'äbend. Gäste, 
wiütsmmc». - ' 
tfi<Brt'ativ:n„i!rx.ra&rsaTS?Tprrv:*s.-r--,. 
Freude dar! 
j-.e uns 
was sie für ihn gelan- halte. 
vermehrn»-' - 
V : ; Aber'' der tiefe Kummer, den er -darüber empfand, 
machte seine kleine Lersündigr-ng doch wieder gut. " 
19. Äänirel. 
Mchr'als einer war .der Up.tsp'ednng über den geplanten 
Nusstrrg der'.Kynitesse mir Eberhard -nach Monte Carlo 
mir gespannter Auchwrlchmkeit gefolgt. 
, - .MagdalouS war xlllchgüitig dagegen gewesen bis zu 
den; Augenblick, da Herrn oas Zimmer betrat. Der Alls- 
Druck des schonen kft ftichchz erst - »nachts sie aufmerksam. 
Herta war wenig gcilor in der Kunst,-ihre Empsinstungcii 
zu verbergen; feie scharfen' Asttzsn der Leidende» lasen tu 
ihren Zügen wie in einen; ufsene» Büch. Und was, sie, 
!as,. erfüllte sie mit großer lsürnhe. W:» kan; es, daß die 
gemcinfanie. Fahrt-Eberhards und. der Komtesse eine so 
tiefe VsdsritM'.g für Herta hatte? . 
Ein anderer, der der Unterhaltung das größte Interesse 
'zugewandt hacke, war Herr d'e-'Rancourt.. -C-r erinnerte sich 
lebhaft der' WooteZ die Eocrh'arü vorhin gesprochen harte. 
Und er 1'o.nnie sich nicht, euch alten, gegen Frau 'Madel 
Hermann gewendet zu ssagen: - 
„Es scheinen doch ü! Ltzulschlanh vernünftigere u>;d 
hin — angen'ehmere 'Lifte:! zu herrsche!; als bei, uns 
— bi 
in F'rankrene 
von 
bei , uns, .zum ivcrugjtsil j?yr 
' dufsallen, wenn .eine jurigö DarnS/ ist Begisillmg- eines 
Herr» nach Münte Carlo gUtgs,''mit den; sic »ichtover- 
lobt ist." 
Frau Mabel lächelte ein wenig süßsauer, aberstic er 
widerte ohn.e Zöger:;:- : ,'ch ch 
/ .„Damen vom Range der. Kchiitrsse verzeiht' man in 
Deutschland leicht eine geletzchrtikche MMchr-.n-.g der'.kon- 
S'evtionellen Schranke«.. ttns-^udrmZ/Aügte sie vertraulich 
hinzu, /.werden Sie veruckckuch sehr--bald von den beiden 
etwas -höreit,.. was. Sie/-MerzrtitzMlstko.rrd, daß dies.ein 
AUsNahMesall gewesen-'- rsh-sck'ck'K-- - . 
Herr de Rancourt-zog die Äugenbraneu -hoch/ und cr 
sah) in einer Urt'- zu Hert« hinüber/ daß, e-r Frön Madel > 
.notgedrungen anstallen - MjtßGM!SiLllcrblaßtev ulldtzhäma ch 
nQ.„ „ * V 1 , .' 
, v ekfrigzmest,MrMß a, # 
■ r •> ' U:t>, d<t' SfbuStV^ 1 '
        
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