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Periodical volume Nr. 25, 29.01.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

o (Ha« Absag« au Herrn Richard Kuuz». Dir Partei' 
amtliche „Korresv. der Doutschnat. Volksp." schreibt: ,.Jn 
einer größeren Anzahl von Städten hat in letzter Zeit 
Herr Richard Kun^e auk Berlin-Uri--denau 
(Friedenauer Ortsteil von Schönebcrg) Versaiumlungeu 
abgehalten, in denen er den S t aa t Lb a u ke r vJt als 
die wünschenswerte Lösung der finanziellen Schwie 
rigkeiten des Deutschen Reiches bezeichnet, (gegnerische 
Redner und Zeitungen haben daraus schließen zu können 
geglaubt, daß Herr Kunze mit diesen Anschauungen die An 
sicht der Deutschnationalcn Volkspartci und ihrer Leitung 
wiedergebe. Wir stellen ausdrücklich fest, das; dies nicht 
der Fall ist. Die Parteileitung sicht in dem Treiben 
zum Staatsbankerott eine Katastrophcnpolitik, die sie ent 
schieden verurteilt. Diese Anschauung hat der Vorsitzende 
der Partei, Abgeordneter StaatSministcr Hcrgt, in den 
Koinmissionsvcrhandluugcu der Preußischen Landesver 
sammlung wiederholt und entschieden zum Ausdruck ge 
bracht. Bei dieser Gelegenheit stellen wir übrigens fest, 
daß Herr Richard Kunze keineswegs Generalsekretär der 
D. R. W. P. ist. Herr Kunze hat Ansang 1019 vorüber 
gehend im Dienste der Partei gestanden, ist aber aus 
oicsem bereits am 31. März 1919 ausgeschieden. Seit 
dieser Zeit hat die Partei keinerlei Einfluß auf seine 
politische Tätigkeit und Anschauungen." 
o Die jüngst von der Volkshochschule Friedenau an 
gekündigte Schrift von Oberlehrer Dr. Hermann Drcy- 
h a u s ,,Dic englische Weltherrschaft" über die gleich 
namige Vortragsreihe des. zweiten Lehrganges der Volks 
hochschule im verflossenen Vierteljahr ist inzwischen er 
schienen und erfreut sich reger Nachfrage. Ein Bild stärksten 
politischen Wollen-) rollt sich vor unsern Augen ab, das 
seine Wirkung sicherlich bei keinem Leser verfehlen wird. 
Das Buch ist durch alle hiesigen Buchhandlungen zu be 
ziehen. 
o Die Feier des 42. Stiftungsfestes begeht der 
„Krieger- und Landwehr-Verein" am Sonntag, den 1. Fe- 
bruar, nachmittags pünktlich 3 Uhr im Logenrestaurant 
Steglitz, Albrecht'str. 112a. Die Festfolge verspricht allen 
Teilnehmern eine gute Unterhaltung. Herr Jaques Bilk 
vom Deutschen Opernhaus wird den Prolog aus Bajazzo 
und das Lied „An der Weser" singen. Frl. Erika Schimz 
und Frl. Offener werden mit einem komischen Vortrag 
erfreuen; Lieder zur Laute bringt Herr Kroll zum Vor 
trag und ferner führen Vcreinsmitglieder und deren An 
gehörige ein Lustspiel „Heimlich verlobt" und einen 
schwank „Der Gedankenleser" auf. Tie Begrüßungs 
ansprache hält der 1. Vorsitzende Herr Geheimrat Ebers. 
Der großen Festpolonaise folgt nach dem konzertlichen 
Teil der Festball. Einlaßkarten siir Mitglieder und deren 
Familienangehörige sind zum Preise von l M. beim Ka 
meraden Kiewitz, Kirchstr. 15, zu haben. Gäste erhalten 
Einlaßkarten zum Preise von 3 M. bei den Kameraden 
Wanke, Rheinstr. 50, und van Saliers, Odenwnldstr. 9, 
Ttslg. 2 Tr., soivic an der Abendkasse. 
o Im 7. Volkstümlichen Sinsonickonzert im Deut 
schen Opernhausc sang Mafalda S a l v a t i n i die Kon- 
zertaric „Ah pcrsido" von Beethoven im italienischen Ur 
text und ferner zwei Lieder: Eros von Grieg und Ständ 
chen von Strauß mit Orchcstcrbcgleitung. Tie Künstlerin 
wurde wieder durch stürmischen Beifall gefeiert. Eine be 
geisterte Aufnahme fand auch die Uraufführung des Kon 
zertstücks Es-Moll für Klavier und Orchester von Robert 
Kahn. Der Tonsctzer spielt sein Werk selbst am Flügel. 
Das Orchester riß wieder durch das saubere, glän 
zende Spiel der Ouvertüre zu „Euryanthe" von E. M. 
v. Weber und der Sinfonie Nr. 5, Es-Moll, Op. 64 
von P. Tschakkowski zu jubelndem Beifall hin. — Das 
8. Konzert ist, am 8. Februar; Solisten Richard Krämer 
(Violine) und Waldemar Giesc (Baß-Bariton >. Karten 
in der Musikalienhandlung von Schwartz, Rheinstr. 60. 
o Mämler-Turnvcrcin. Die ordentliche Mitgliederver 
sammlung am Dienstag, dem 27. d. Mts. in der „Kaiscr- 
eiche" war von über 100 Turnern besucht. Der 1. Vor 
sitzende, Herr Prof. Dr. R e i ch l c eröffnete sie mit einer 
Begrüßungsansprache. Es folgten dann die Jahresberichte 
des Vorstandes, die ein anschauliches Bild von der regen 
Vercinsarbeit und dem Turnbctrieb aller Abteilungen 
gaben. Der Mitgliederbestand dcS Vereins betrug am 
31. Dezember 1919: Mitglieder über 20 Jahre 255, 
von 17—20 Jahren 41, von 14—17 Jahren 102, unter 
14 Jahren 349. Turnfreunde waren 25 vorhanden, so 
dass der Verein mit den Jugendlichen insgesamt 772 
Mitglieder zählt. Der 1. Männcr-Abteilung gehören an 
55, der 2. Männer-(Mters-)Abteilung 94, der 3. Männcr- 
Abteilung 28, der 4. Männer-(Sport-)Abteilung 72, der 
Jünglingsabteilung 46, der Frauenabteilung 103, der 
Knabenabteilung 110, den beiden Mädchenabteilungen ins 
gesamt 239. Die erfolgreichsten Turner waren die Tg. 
Walter, Ruhnke, Hermann Knckcrt, Berndt, Wirth, Kö- 
nicke, Peters, Hübner I, Kaldune, O. Neumann, Lauer, 
Ullrich, Max Schmidt, Ehrhardt; die Turnerinnen: Beier, 
L. u. F. Fischer, Nudloff, Saupe, Teppler und Heese; die 
Jugendturner: Hübner II, Thysofs, Giesecke, Bosse und 
Tuchel; die Jugendturncrinncn: Koch und Koerner. Hierzu 
kommen noch Sieger und Siegerinnen aus Vereinsvcran- 
staltungen. Nach dem Bericht der Kassenprüfer betrugen 
die Einnahmen 6078,65 M., die Ausgaben für Turn 
betrieb, Miete, Geräte 1582,81 M., für Versicherung, 
Steuern 363,70 M, für Bücherei, Zeitungen, Drucksachen 
1247,29 M., für Verwaltung und Verschiedenes 834,90 
Mark, für Veranstaltungen 1304,40 M., für Wanderungen, 
Förderung des Turnens 395,65 M., insgesamt 5728,75 
Mark Ausgabe. Dem Vorstände wurde Entlastung er 
teilt. Mit der Aufnahme des Wilmcrsdorscr Sportklubs 
in den Verein war die Versammlung einvcrstandei:. Die 
nech drn Tatzungen erforderlichen Neuwahlen zeitigten die 
Wiederwahl der Herren Kreplin' zum 2. Vorsitzenden, 
Altsnkrüger zum Oberturnwart, Heubaum zum 1. Haupt 
kassenwart und Richter zum 1. Hauptschriftwart. Kerner 
wurden 3 Kasscnprüscr und 1 Mertreter gewählt. Di 
Gustav-Retzdorff-Stiftung wurde genehmigt. Die Ver 
sammlung ehrte dann die 25 Jähre dem Verein ange 
hörigen Tg. Gehrecke, Behn, Smtgielske, Brücker und Kr 
nicke und ernannte die Tg. Kunow und Kaminski zu Ehren 
Mitgliedern. Der Mitgliedsbeitrag soll, künftig monatlich 
1,50 M. für erwachsene Turner, 75 Pfg. für jugendliche 
Turner und 1 M. für Turnfreunde betragen. Eine längere 
Erörterung fand über die Beschaffung einer Ehrentafel für 
die Gefallenen statt. Um die hohen Mittel (etwa 4000 
Mark) hierfür aufzubringen, wurde die Veranstaltung einer 
Sammlung beschlossen. Nachdem noch einige innere Ver- 
einSangelcgcnheitcn erörtert waren, schloß der Vorsitzende 
die Versammlung. 
o Friedenauer Schüler-Orchester. Schüler itnd Schü 
lerinnen, auch ehemalige, die ein Orchestcrinstrument 
spielen, werden zur Teilnahme eingeladen. Die Uebungen 
finden im Gesangssaal des Reform-Realgymnasiums statt. 
Anfragen und Anmeldungen nimmt der Dirigent Herr 
Tr. Böhme vorm, im Reformrcatghmnasium oder telefo 
nisch Amt Umland 8758 entgegen. 
o Ter T-Zug Königsberg—Berlin abermals verunglückt. 
Heute früh 12,15 Uhr fuhr der Haupt-D-Zug 4 Inster 
burg—Königsberg—Berlin infolge Ueberfahrcns des Ein 
fuhrsignals auf Bahnhof Czersk ans einen im Hauptglcis 
stehenden Militärräumungszug auf. Ein Kürassier und 
zwei Reisende s ind tot, zehn .Kürassiere und fünf Reisende 
schwer verletzt. Die Lokomotive, der Packwagen und ein 
Personenwagen des D-Zugcs sowie drei Wagen des Mili 
tärzuges sind schwer, mehrere Güterwagen leichter be 
schädigt. Der Betrieb wird eingleisig aufrechterhalten. Tie 
Schwerverletzten sind nach Sckmeidemühl überführt worden. 
Tie Namen der Toten und Verletzten stehen noch nicht fest. 
Die Tanziger Kurswagen sind mit diesem Zuge nicht 
befördert. 
o Eine Monatskarte Friedenau-Berlin (Wannseebahn- 
hos) auf den Namen Adele Wagner lautend, ist in unserer 
Geschäftsstelle, Rheinstraße 15, abgegeben worden und 
kann dort von der Eigentiimerin wieder in Empsnng ge 
nommen werden. 
VeremL-^Äc^ricbren 
)( „T. .V>. V. Jugcndabteiluug", Ortsgruppe Friedenau-Steg 
litz, heute geschäftliche Sitzung mit anschließenden Teil im „Rhein 
eck", Rheinstr. 36g, 7'/. Uhr. Gäste herzlich willkommen. 
)( Volksbochschul-Frauenchor. Uebungsstunde am Freitag, 
den 30. Mon. fällt au8. Nächste Uebungsstunde ausnahmsweise 
am Dienstag, d. 3. Februar abends 8 Uhr im Luise-Lyzum. 
)( Tie Bczirkegruppe westliche Vororte des Kaufmännischen 
Hilfsvcrein zu Berlin E V hielt am Mittwoch, den 14. Januar 
in Friedenau in der Kaiscrburg, am Friedrich Wilhelmplatz, ihre 
erste Sitzung ab. Die Beteiligung war zufriedenstellend. Tie 
nächste Sitzung findet am Freitag, den 20. Februar, in demselben 
Lokal statt und cö wird um recht rege Beteiligung gebeten, da 
in den Bezirkssitzungen die beste Gelegenheit ist, Standessragen 
und VcreinSangelegenheiten zu erörtern. 
X Tic Teutsche Demokratische Partei in Steglitz wählte in 
ihrer Hauptversammlung, Redakteur Frenz zum Vorsitzenden, Lbcr- 
revisor Kallenbach und Frau G. V. Drcising au Stellvertretern, 
Lehrer GörgeS, Kaufmann Lutz und Lehrerinn Frl. Hilgenseld zu 
Schriftführern, Kansmanu Eufreard, Direktor Kühne und Kauf 
mann Reger zu Schatzmeistern, ferner 25 Beisitzer. 
Zu tendiern 
(Für diese Rubrik übernehmen mir keine Verantwortung.) 
Kohlcnwrrchn:. 
Im Anzeigenteil des Friedenauer Lokalanzeigers vom 
28. Januar kann mau lesen, lvie jemand Preßkohlen 
zu lausen sucht und für den Zentner 20 M. bietet. — 
Wenngleich den Kampf gegen die Teuerung auch der größte 
Weltweisc vergeblich führen wird, weil hier lediglich die 
ehernen Gesetze der Selbfterhaltung und das Verhältnis 
von Produkt zum Verbrauch bestimmend sind, also alle 
Klagelieder und Verordnungen hiergegen in den Wind er 
lassen werden, so sollte die Behörde wenigstens dem Wucher 
mit staatlich zugeteilten Lebensbedürfnissen dort entgegen 
treten, wo er öffentlich ausgeübt wird. Wenn jemand 
Kohlen übrig hat, dann mag er sie der Gemeinde zum 
Kauf anbieten zur Verteilung an Arme und Frierende. 
Ein derartiges Preisangebot findet sicher bei gewissen 
Menschenfreunden Anklang. 
Wer heut' nicht wuchert, schiebt und frißt, , 
Ter ist kein echter Sozialist. '■ 
| Auch wer derartige Preise bietet möge dies bedenken. 
1 ' Victor Gndohr. 
Hafer flocke» 
ist der Artikel, der am Donnerstag den 22. d. Mts. ^>ie 
Hausfrauen fast zur Empörung auffordert. Wenn ich am 
Schlüsse lese, wie die früher gelieferten Haferflocken ge 
lob: werden, so blättere ich in meinem Gcdankcn-Album 
wirklich vergeblich, ob ich mich auch nur einer einzigen 
lobenden und dankbaren öffentl. Notiz erinnere? Es wäre 
dein Lebensmittelamt in seiner nicht beneidenswerten Ver 
antwortung sicher mehr Ansporn, wie die ewigen Nörge 
leien! Denn wer sich im Ehrgeiz durch Tadel gekränkt 
fühlt, wird bei lobender Aeußerung auch seinen Stolz 
einsetzen, um für weitere Zufriedenheit.zu sorgen; sofern 
das unter den schwierigen Verhältnissen heute überhaupt 
stuö glich ist! Ich selbst möchte mich dagegen verwahren, 
tzu behaupten, daß die letzten Haferflocken den früheren 
gleich kommen, aber um seiner „Empörung" Ausdruck zu 
ieb»r>, hat mau fviU;er doch wohl bei weitem mehr Ur- 
ad» gehabt! Dies« Haferflocken müssen eben durchge- 
chlag-n werden und cfc liegt an der Findigkeit der Haus 
bau, auch minderwertigs Erzeugnisse in ein besseres G»- 
wand- zu stecken. Und dann kann inan doch wohl un 
möglich auch noch dem Lebensmittelaml vorwerfen, daß 
das Gericht den Kostenaufwand von M. 6,20 M. für 
Pflaumen verursacht hat. — Den Fehler sieht man doch 
schon bei dem erwähnten „5mäligen Waschen" und kann 
seine Absicht ändern zu solchem Gericht auch noch Pflau 
men zu verwenden. Nein, — meine Ansicht geht dahin, 
daß wir Hausfrauen wett mehr dazu beitragen sollten, 
Zufriedenheit zu verbreiten, indem wir durch zwar müh 
samere Bereitung auch dem leidcr(!) oft mäßigen Waren 
bestand ans die Beine zu helfen! Und nicht wahr?, *— 
weniger „Empörung" — mehr Nachsicht! Frau L. G. 
Haferflocken. 
Der praktischen Hausfrau den guten Rat, die Haferflocken 
lieber statt fünfmal zu waschen, nach dem Kochen ein 
Mal durch ein Sieb zu rühren!! I. H- 
Berlin und Vororte 
§o Tie Kunsthatte Wilmersdorf, Pariserstraße 45 am 
Ludwigkirchplatz, (geöffnet von 10—1 und 3—6, SonntagS 
11—1, Eintritt frei) hat ihre Januar—Februar Aus 
stellung eröffnet und bringt unter anderm eine Kollektiv 
ausstellung von Werken des bekannten Landschaftsmalers 
Adolf Obst. : ( 
Beranlw Schriftletter: Herm Marttntus tu Friedenau. 
Bekanntmachung. 
Mitteilungen betreffend Reichs-Umsatzsteuer für das 
Kalenderjahr 1919. 
Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Frist 
zur Abgabe der Umsatzsteuercrkläruug am 31. d. Mts. ab 
läuft. Die Nichtciurcichung der Erklärung zieht Ord 
nungsstrafen sowie Festsetzung eines Steuerzuschlagos nach 
sich Berlin-Jriedenan, den 28. Januar 1920. Der Ge- 
ineindevorstand. Umsatzstcueramt. 
Bekanntmachung. 
über Festsetzung von Brikettpreisen. Unter Aushebung der 
in der Bekanntmachung des Kohlenverbandes Groß-Berlin 
vom 21. Nov. 1919 (J.-Nr. L. 4482/19) festgesetzten Bev- 
kaufsprcise für Briketts werden aus Grund der Bekannt 
machung des Bundesrats über Errichtung von Preisprü- 
sungsstellcn und die Bersorgungsrcgelung vom 25. Sep 
tember und 4. November 1915 (RcichSgesctzblatt S. 607 
und 728), in Verbindung mit der Anordnung der Landes 
zentralbehörden über die Errichtung des Kohlenverbandes 
Groß-Berlin vom 21. August 1917 für die Stadtkreise 
Berlin, Charlottenburg, Neukölln, Berlin - Schöneberg, 
Berlin-Lichtcnberg, Bcrlin-Wilmcrsdors sowie die folgen 
den Orte der Landkreise Teltow und Niederbarnim: 1. im 
Gebiet des Kreises Niederbarnim: Berlin-Buchholz, Ber- 
lin-Friedrichsfclde, Berlin-Heinersdorf, Berlin-Hohenschön 
hausen, Berlin-Niederschönhauscn, Verlin-Oberschöneweide, 
Berlin-Pankow, Berlin-Reinickendorf, Verlin-Rosenthal, 
Berlin-Stralau, Berlin-Tegel, Bcrlin-Weißensee, Berlin- 
Wittenau, Gutsbezirk Schönholz, 2. im Gebiet des Kreises 
Teltow: BerlinftÄrunewald, Berlin-Schmargendorf, Bcr- 
lin-Dahlem (Gut), Bcrlin-Fricdenan. Berlin-Steglitz, Bcr- 
lin-Lichterfelde, Berlin-Zehlendorf, Berlin-Lankwitz, Ber- 
!in-Tcmpelhof, Vcrlin-Mariendorf. Berlin-Marienfeldc. 
Bcrlin-Niederjchöncwcide, Berlin-Johannisthal. Berlin- 
Britz, Berlin-Treptow, Grunewald-Forst (Gut), Lichtcnrade 
mit Genehmigung der Staatlichen Vertcilunaostelle für 
Groß - Berlin die Preise wie folgt festgesetzt: 
8 l. Preise für Küchen- und Osenbraud: Es dürfen fol 
gende Preise nicht überschritten werden: a) bei Sclbstabho- 
lung ab Lager M. 7,30 je Ztr., b) bei Abwerfen aus dem 
Straßcndamm vor dem Grundstück des Verbrauchers M. 
7,75 je Ztr., c, bei Ablverfen aus dem Hose M. 7,80 je 
Ztr., d) bei Lieferung frei Erdgeschoß oder Keller M. 
7,90 je Ztr. 8 2. Preise für Brikcttlieserunaen an das 
Kleittgewerbc, sowie für Zentralheizungs- und Warmwasser 
bereitungsanlagen in Fuhren nicht unter 30 Zentriern. 
Es dürfen folgende Preise nicht überschritten werden: a) bei 
Selbstabholung ab Lager M. 7,30 je Ztr.. b) bei Abwerfen 
aus dem Straßendamm vor dem Grundstück des Ver 
brauchers M. 7,70 je Ztr., c) bei Abwerfen auf dem 
Hofe M. 7,75 je Ztr., d) bei Lieferung frei Erdgeschoß 
oder Keller M. 7,85 je Ztr. § 3. Der Kohlenhändler 
ist verpflichtet, den Verbrauchest an derjenigen Abgabe 
stelle. an der sie in die Kundenliste eingetragen sind, die 
Briketts auf Verlangen zur Sclbstabholung zur Verfügung 
zu^ stellen. § 4. Die Kohlenstellc Groß-Berlin wird er 
mächtigt, für das Gebiet der Landkreise Teltow urrd 
Niederbarnim mit Zustimmung des zuständigen Landrats- 
amtes für einzelne Stadt- und Landgemeinden aus deren 
Antrag eine von der Preisfestsetzung der §8 1 und 2 
dieser Bekanntmachung abweichende Preisfestsetzung zu 
treffen. § 5. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen 
dieser Bekanntmachung soivie gegen Anordnungen, welche 
die Kohlenstellc Groß-Berlin in Gemäßheit des 8 4 dieser 
Bekanntmachung erläßt, unterliegen der^Bestrajung gemäß 
8 17 Ziffer 2 der Bekanntmachung des BundeSrats über 
die Errichtung von Prcisprüfungsstellen und die Versor- 
gungsrcgelung vom 25. September und 4. November 
1915. 8 6. Die Preisfestsetzungen finden auf alle seit 
dem 1. Januar 1920 ausgeführten Brikettlicferungcn An- 
Wendung; im übrigen tritt die Bekanntmachung mit dem 
Tage ibrcr Veröffentlichung in Kraft. Ter Kohlcnverband 
Groß-Berlin. Wermuth. Verössentlicht. Berlin-Friedenau, 
den 13. Januar 1920. Der Gemeindevorstand. Kohlen- 
kommission 
" Tn iMnmiMamaMEHnRncTK 
I 
kauft zum Tagespreise 
die Annahmestelle der Metallschmelze 
L. Koch Nächst Berlin S. 14 
MH», Mi!«. WM, 6 M 
FUr ßvjllkl w»,ü mit flmtr m-.h erfichcene 
StemthPWn 
gefacht. Schriftliche Liuiekme mit Ge >a t8anipri!che:, er 
beten an MerkjtüNen fUr Prrwiio»S'Mchanik unv Opttl, 
Tarl Lümtzekg, BerUn.Fc etcnau, K'aijerallee 87/: 8. 
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