Path:
Periodical volume Nr. 167, 26.07.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

V-mLySMaebyLebtM 
)( WUHelm Schmidt'scher sicrmfrfjfrt Lhor. UebungSstuude: 
Montagö r/zS—Vi 10 Ufjc int Reftaur. „Hohenzollern", Hand« 
jerhstr. 64.' Stimmbcgabte Daincn ü. Herren sind willkommen. 
Verlm und Tororte 
Der BerwaltnngSLericht der Stadt VerltNi-Wih- 
otersdorf sür 1949 ist jetzt erschienen. Er umfaßt 110 
Druckseiten. Jlsm entnehmen wir, daß die Bevölkerung 
von 137 640 Köpfen zu Beginn des Jahres auf 144 179 
Köpfe anr Schlüsse des Jahres gestiegen ist. Das Ver- 
anlagungssolk der Stnatscinkommensteuer betrug im Be 
richtsjahre 9 369 787 tyt, (im Bors. 7 383 347 M.), das 
ist auf den Kopf der Bevölkerung berechnet 67,58 M. 
(54 M-), auf d^n Kopf des Steuerpflichtigen 139,53 M. 
(158,66 M.). Die Gemeindeeinkommensteuer war zunächst 
auf 260 Prozent festgesetzt, wurde später aber auf 300 
Prozent mit einem Voranschlagssatze von 15 580 000 M. 
erhöht. Die Rechnung,der Ordentlichen Verwaltung schließt 
ab in Einnahme mit 23 128 222 M„ in Ausgabe mit 
23 176 465 M., mithin Mehrausgabe 48 242 M. Gegen 
über den einzelnen 'Voranschlags titeln beträgt die 
Mehreinnahme , 3 809 722 Mark, die Mehrausgabe 
3 857 965 Mark, woraus sich die Gcsamtmehr- 
ausgaöe ergibt. Bei der Städtischen Sparkasse betrug 
der Zuwachs an Spareinlagen 17 513 940 M., (1918: 
10 160Ü28 M.), dadurch hob sich der Einlagenbestand 
auf 45 974 130 M. >(28 460189 M.). Die Fürsorge für 
die Familien der zum Kriegsdienst Einberufenen erfor 
derte einen Betrag von 25 538 845 M., davon gesetzliche 
'10 456 496 M., städtische 8 624 448 M. Der Staats 
zuschuß betrug 1 665 656 M. Die Zahl der Kriegsbe 
schädigten, bei denen Fürsorge eintrat, betrug 351; 443 
haben Fürsorgcmaßnahmen dankend abgelehnt; bei 687 
Kriegsbeschädigte» schwebt das Verfahren. Für die Kriegs 
hinterbliebenenfürsorge sind 87 284 M. verausgabt worden. 
Es sind bisher 512 Kriegsgefangene zurückgekehrt, von 
denen 172 mit insgesamt 42 541 M. aus Reichsmitteln 
und 3365 M. aus Kommunalmitteln unterstützt ivurden. 
Die Erwerbslosenfürsörge erfordert Gesamtauswendungen 
der Stadt in Höhd von 1017 039 M. In eingehender 
Weise gibt der Bericht ferner Auskunft über die Lebens 
mittelversorgung, über Schul- und Bildungswescn, Ge 
sundheitspflege, Rechtspflege, soziale Fürsorge, Bauwesen, 
Wohlfahrtspflege, Verkehrswesen usw. 
TsrmUMes 
■* Der Kronprinz will nach Amerika oder Spanien. Wie 
„Stockholms Tidningcn" berichtet, plant der Kronpiinz, nach 
Amerika zu gehen. Er bereitet ein Ersuchen an die holländische 
Regierung mit Erlaubnis znin Verlassen des Landes vor. Die 
vorbereitenden Verhandlungen sollen bereits in Washington be 
gonnen haben. Wenn Amerika ihn nicht zuläßt, beabsichtigt 
der Kronprinz, fcirt' Glück in Spanien zu versuchen. Er will 
.10 hss ,15 Jahre kortblejben und hofft, dann die Erlaubnis 
zur Rückkehr nach Deutschland zu erhalten. 
*o Zum Abbau der Zwangswirtschaft. Die Berichte über 
die Aufhebung der Zwangswirtschaft in Vieh und Fleisch in 
Baden und Hessen haben Mitglieder des ReichSwirtschafts- 
ratcs veranlaßt, die Reichsregierung zu fragen, was sie zu tun 
gedenkt, um in Fragen der Zwangswirtschaft und ihres Abbaues 
ein einheitliches Vorgehen sicherzustellen. 
*o Zum estnisch-russischen Friedensvertrag. Von cstländi- 
fchcrSeite wird der „A. MC." oerichlek: Aüf Gründ des Frie- 
dcnsvertrages mit Sowjefruhland hat dir Republik Estlgnd düs 
Recht, im Lause der nächsten 30 Jahre eine Million Deßjatin 
(1 Deßjatin — 4.09 Hektar) Wald in Rußland auszubeuten. 
Laut einem Separatablommcn sollten die Bolschewisten in erster 
zur 
dieses Abkommen zu umgehen. Sie haben erklärt, daß sie 
höchstens' 500 .DMdtjn M zur Ausbeutung geben könnten. 
Außerdenk erklärten'die Äohchetoisten, daß zwischen den Flüssen 
Pljussa und Luga überhaupt nicht genügend Wasti vorhanden'sei. 
DarglMin sckjUig dev estiiisch^ Vertreter .in' .MoS/gu vor die 
Wälder zwischen dem Wlß ,-We(ila!a' (Gonv. Meskau), 
n Medtbufen uns dem Pripusfee den Esten zu über 
dem 
finnischen ...... , ... 
lassen. Auf diesest Vorschlag haben die Esten bisher Nicht ge 
antwortet. ' 
*o Landaufteilungen in der Krim. Wie die in der Krim 
vordersten Linie eiwaS Warmes zu. bringen, durch eine feind 
liche Kugel verwiinhet wurde und neben dem Pferd niederfiel. 
Der treue Kamerad durch soviel Gefahren wußte chöhl, um'was 
es sich handelte. Das Tier blieb zunächst ganz von selbst stehen 
und beschnupperte seinen Herrn, sauste dann aber allein mit 
der Feldküche weiter. Bei den Leuten angekommen, fand das 
führerlose .Gefährt natürlich einiges Aussehen; der Gaul be 
nahm sich aber so auffallend, immer mit dem Kops nach hinten 
zeigend, daß man sich das Rätsel bald erklärte, der Führer 
sei gefallen, und das Pferd wolle Hilfe herbeiholen. Ein Feld 
grauer machte mit ihm Kehrt, und nun lief oas Pferd gerade 
wegs zu dem Ort, wo tatsächlich sein Herr lag. Man sorgte 
sofort für schnelle Hilse. Wäre das Pferd nicht gewesen, wäre 
der Mann unweigerlich verblutet und gestorben. So wurde 
es zum Retter seines Lebens. 
MW» fet WM- Hi 
— Preis 10 Pfennig — 
zu haben in der Geschäftsstelle des „Frledeuauer Lokal- 
Anzeigers", Rheinstraste,15. 
Alke kullursEiilken in den MWA Fcnlral- 
üsreus. 
Del .Keriya ln Chinesisch - Tsirkesian hat der bekannte 
Forsrhungsreisciide Dr. Stein höchst interessante geogra 
phische und archäologische Funde gemacht. Bon Uarkand 
aus drang er auf einer bisher rnierforschte» Noute östlich 
des Ziznafflnffes nach den Hügeln ui» Kokpar. Hier ge 
lang cs ihm, eine Reihe aiuhropologiplier Messungen vor- 
guiiehmen und Daten zu sannueln über die Pakhpoleute, 
einen interessanten Gebirgsstaiinn. der in seiner Ltbge- 
fchlosseiiheil «Ire Houpteigeiitüntlichkeiten der Rasse be 
wahrt hat. Bon Ko-par ans brach Dr. Stein nach Khotan 
auf und drang ostwärts in die Wüste vor. Seine Nach 
forschungen gallen einigen allen Ueberresten, die sich 
zwischen den großen schon J900 non ihm freigelegten 
Stupa von Rawnk und den als Latin von Hangriya be 
kannten Trüinincrstäiten liegen follien. Er fand dabei 
den Hof des Rawak Stupa noch tiefer unter den Dünen 
begraben siege» als zuvor; rs gelang ihm jedoch, in der 
Nachbarschaft noch andere Spüren .früherer Besiedlung 
aufzufinden. , Die Anssinduiig eines zerstörten Tempels 
brachte viele höchst interessante kleine Terrakottarcliefs, dis 
einst dle Wände geschmüat haben. Der Stil dieserStulp- 
turen steht völlig unter dem Einfluß der gliswifch-bnddhifti- 
schen Kunst und stimmt überein mit den Rawak-Etupa- 
Reliefs, die deni 5. bis 6. Jahrhundert n. Ehr. zugeschrieben 
werden. Die Ruine liegt nur etwa zwei englische Meilen von 
der jetzigen Grenze des feuchten Landes, und der Anbau 
des jruchtbaren Haiiguiiaslandss dringt langsam vor in 
jene Zone», die einstmals von der Wüste erobert wurden. 
Oestlich der Khotouoase befindet sich nicht weit von dein 
Doinokogebiete eine Grupps Zerfallener Wohiistälien. Die 
größte dieser Ruinen erwies sich .als ein buddhistisches 
Heiligtum; aber cs scheint von „Schatzgräbern" schon in 
frühen Zeiten heimgesucht und in einen Trümmerhaufen 
ve'rwaüdelk wordrlr zr» sein. 'Glücklicherweise sitzd -die 
früheren Durchs!öberungen an der Oberfläche geblieben-: 
Dr.- Stein konnte daher eine genaue Feststellung.,der; 
.Struktur pff , Bauwerkes vornehmen. Cr fand auch es ne , 
große Anzahl Manuskripte; sie sind -aui Papier nu Sans- . 
krit, in chinesischer und in Her „unbekannten" alten 
ganz- alten Saueltitirauuslriples, das 
ide geschrieben ist und Zweifellos aus Indien 
Teile. eines 
auf Birkenrinde K . v 
stammt. Einige vortre-flich c re. alte ne große Rollen 
büddt'istücher Lehren sind in Ehinssiich aeschrieds»; aus 
der Rückseite tragen diese Rollen einen zweiten Teich der 
offenbar eine Uebertragung in die Khotansprache ist. Da 
mit wäre wohl der langgesuchte Schlüssel zu der Khotan 
sprache gefunden. Die Durchsuchung und Umgrabung 
eines am Südrand der Domoko-Oase liegenden zerlrüm- 
% «i 
scheu Regierung mit der'Parzellierung zweier der Baucriibank ! und eine Sammlung chinesischer AufZeichnungen auf Holz. 
bar will man .durch diese Maßnähme die Sympathien der land 
losen Bevölkerung gewinnen und der bolschewistischen Agitation 
wirksam entgegenarbeiten. 
* LeLensrettüng durch ein .Pferd. Im Kriege hat man 
viele Beispiele von der Treue und Klugheit des Pferdes kennen 
gelernt. JBoji einem besdnders ergrkifönden Fall erzählte ein 
KriegsteimeymeL. Monatelang zog er mit seiner Feldküche den 
Frontsoldaten nach, und gar mättche" Schlacht hat dabei er und 
sein braves Roß erlebt- Schließlich ereignete es sich, daß e 
durch heftiges' Geschvtzfcuer fahrend, um 'den' Leute» in d 
I tiftiü in'Mrfii'iiiiiisiil" ' s ,ii V lil - 
kestan, die eine Blütezeit darstellt, die erst durch die 
tibetanische Invasion beendet wurde. Nach Abschluß seiner 
Ausgrabungen bei Domoko hat sich Dr. Stein nach KkS» 
riy'a gewandt, von wo aus er weiter ostwärts in die 
Wüste vordringen will. 
* Todesopfer in friedlicher Zeit. Das Statistische Landes 
amt in Preußen veröffentlicht alljährlich interessante Angaben 
über die verschiedenen Unglücksfälle, welche tödlich verlaufen sind. 
Man erschreckt geradezu über die große Zahl solcher Fälle. 
BetalivtmllchllSg. 
Der .Lohnabzug für RcichSrinkomutenstukr ist vom 
1. Attanst lgM üb auch nach dem Wert aller Sachbezüge 
also Nicht lediglich nach dem Barlohn zu berechüew Der 
Werk Vers Sachbezüge ist für dle Getne.irideN Friedenau, 
Lichterfeldc, Zchleüdmf durch daS szustSndlge' Bersicherangs- 
amt durch Bersügung vom 21. April 1920 scktgevellt und 
im Teltower KcetSklali am' 26. April 1922 veröffentlicht. 
Der Werl freier.Station betrügt .danach" für mäpnliche 
Hausangestellte 3380 M., für weibliche 3l00 M jährlich. 
Berlin-Steglitz, den 22. IM 1SM. 
Finauzsmt. 
S e i tz', Oberr'rAerungSrat. 
Im Jahre 1914, worüber der letzte Bericht vorliegt waren es 
18 006. Unter, den Ursachen steht an erster Stelle Ertrinken 
-mit 3066 Fällen, dann folgen Sturz 3377, Uebersahrcn 3118, 
Berbrcnnen und Verbrühen 1601, Verschütten und Erschlagen 
.1455, Verletzung durch Maschinen oder den eleltrischen Strom 
626, Erschießen und Explodieren 760, Ersticken 740, Vergiften 
296, Schlag und Biß von Tieren 315, Stoß, Schlag und Anprall 
269, Erfrieren 166, Blitzschlag 186, sonstige Ereignisse 1133. 
Von den durch Sturz verursachten Todesfällen sind 62 auf eine 
Verunglückung mit dem Fahrrad zurückzuführen. Die meisten 
Fülle des Ueberfahrenwerdens wurden verursacht 1158 nial durch 
die Eisenbahn, 1012 mal durH Fuhrwerke, 465 mal durch Kraft 
wagen, .243 mal durch Straßenbahnen, 12j1 mal durch Feldbah 
nen, 11 mal durch Fahrräd'er, 11 mal durch Pflug oder Walze, 
70 mal auf unbekannte Weise. Durch den elektrischen Strom ver 
unglückten tödlich 183 Personen, durch Pilzvergiftung 186, 
..Bedenkt man, daß die Angaben sich 'nur aus Preußen erstrecken, 
so kann nian im gleichen Verhältnis die Gesamtzahl sür ganz 
Deutschland auf mindestens 35 000 aunchmen. Und rechnet 
man hinzu die Zahl der ermordeten Personen, in gänz 
Deutschland rund 1200, sowie die Zahl der Selbstmörder, fast 
15 000,-so kommt eine Gesamtsumme von 31 200 heraus. So- 
viele Opfer forderte gewaltsam der Tod in friedlicher Z^it in 
ganz Deutschland! Aber, so inuß man fragen, wie unendlich 
viele hätten davon vermieden Iverdcn löiiiieu, tuenn man vor 
sichtiger gewesen wäre. 
* Wie writzt man «inen Gedanken? Der moderne Psycho 
loge oder Seelensorschcr hat ebenso sein Laboratorium wie 
etwa der Chemiker oder Physiker. Und eine Akenge präziser 
2lpparate sind ihm behilflich bei seinen Arbeiten und Studien. 
Wie. jeder auf einem Vergnügungsplatz mit Hilfe des „Kraft 
messers" seine Muskelkraft messen" kann, fo mißt der Psychologe 
die Seelenstimmungcn, die Zustände und Empfindungen des 
Gemütes, die Gedanken, die Eindrücke und Einflüsse äußerer 
Reize und innerer Erschütterungen des Menschen. Schon hat 
er auf diese Weise festgestellt, daß auch in unserem Innenleben 
alles nach bestimmten Gesehen vor sich geht und eines das 
andere zur Folge hat, so daß die Erglcbnisse seiner Forschungen 
praktische Nutzanwei,düngen für Unterricht und Erziehung g?. 
statten und nach dieser Richtung vielfach ganz neue Wege weisen. 
Die maiinigfächeil . Experimente, die der Psychologe vornimmt, 
sind natürlich außerordentlich interessant und scharf durchdacht. 
Cm zum Beispiel zu liiesscu, tvievicl Zeit ein Gedanke braucht, 
um in die Tat umgesetzt zu werden, benutzt er einen Apparat, 
ähnlich einer photographischen Kamera. Unser Kopf wird hier 
Ivie dort mit einem schwarzen Tuch bedeckt, und unter diesem 
erblicken mir eine beleuchtete matte Gasplatte und den Sprach- 
trichter eines Fernsprechers. Uns wird nun bedeutet, daß auf 
der OEasplattc ein lateinischer Buchstabe erscheinen wird; sobald 
mir ihn erblicken, sollen mir seinen Namen in den Trichter 
sprechen. Wenn wir nun meine», daß zwischen Erkennen und 
Sprechen nur ein Augenblick liegt, so belehrt uns ein Papier- 
streifen, der dem Mechanismus des Llpparates entnommen loird, 
daß und wieviele Bruchteile einer Sclnnde der durch den Buch 
staben in der Netzhaut des .Auges hervorgchrachte Reiz gebraucht 
hat, um durch den Sehnerv ins Eichirn und von hier in 
unsere Sprachwerkzengc zn gelangen. Der Streifen weist nämlich 
eine zierliche Wellenlinie ans, und jede Welle entspricht dem 
Brllchtcii einer Sekunde. 
^ Frau Bäntpräsident. In San Antonio in Texas hat 
sich cill Bund ivciblicher Bantiers und Bantbeamtcr gebildet, 
ein Zeichen, wie groß die Zahl der Frauen im Bankgewerba 
in Amerika bereits sein muß. Tatsache ist, daß schon Vier- 
Frauen die verantwortungsvolle Stellung einer Banlpräsidcn- 
tnt einnehmen. Eine derselben leitet schon seit 10 Jahren 
eine der bedeutendsten Newyorker Banken. Auch in vielen anderen 
Städten sind Jranen im 'Baiikgewcrbe tätig. Wie man besonders 
hervorhebt, ist noch nicht eine derselben durchgcbrannt, und 
noch nicht eine hat Veruntreuungen begangen. 
Vrieskasrers 
Paul Str. Gegen ein Gerichtsurteil können Sie keine 
„Beschwerde" beim Landgerichtspräsidenten — den meinen Sie 
doch wohl? — einreichen; Sie können nur, und zwar inner 
halb einer feftgesetzlen Frist, „Berufung" bei der nächsten Instanz 
.einlegen. Da Sie wenig bewandert zn sein scheinen, raten 
wir Ihnen, schleunigst die Hilfe eines Anwaltes in Anspruch 
zn nehmen. 
Abonnent L. 'Zinseszinsen sind gesetzlich nicht erlaubt. Wenn 
Ihre Schuldner die Zinsen schuldig blieben, so bilden diese eine 
Forderung sür sich, und zwar eine unverzinsliche. Sie dürfen 
also nicht mit zum Kapital geschlagen iverdcn. 
Frau 6). W. in W. 1. Da wir die betr. Verhältnisse nicht 
näher kennen, wissen wir auch schwer zn raten. — 2. Gciviß, 
über die Ehe ist schon vielerlei gesagt worden. Der Arzt 
nennt die Ehe ein verkehrtes Fieber, das mit Hitze anfängt 
und niit Kälte endigt. - - Der Chemiker: Eine einfache Wahl 
verwandtschaft .— Der Apotheker: Ein niederschlagendes Pulver. 
— Der Jurist: Einen Lkvntrakt. — Der Kaufmann: Eine Spc- 
lulativn. — Der Dichter: Einen Roman, der manchmal mehrere 
Auslagen erlebt. — Der Schauspieler: Eine Tragikomödie. — 
Der Musiker: Ein Konzert, in dem die Liebe die Flöte bläst, 
die Kinder die Pfeifen, die Nachbarn die Trompete und der 
Mann zuweilen Hornsolct. — Der Soldat: Einen Feldzug 
der sich bald bis zum siebenjährigen, bald bis zum dreißigjähri 
gen Krieg ausdehnt. 
Berantw. Schriftleiter: Hermann MartlniuS in^Berlin-Friedenau. 
Bet Betriebsstörung, Streik usw. hat der Bezieher keinen AnGruch 
aus Lieferung oder Nachlieferung des Lokal-Anzeigers pbehEj 
Rückzahlung des Bezugspreises. 
mit 
BE Reise, zurück 
Dp, K JeifllBP 
Kaiser-Eee 134. 
8—1/^5, außer Sonnabend. 
Rehenbeschäßigurrg 
leichte schristliche im Hause, 
(mögt. Adrcssenschtzerb. usw,) 
Wirb» gesucht. Angzb. uni, 
8Ö41 ü. d. Fried. Lok.-A. 
Wtrtschattsfräuleiu 
<38) sucht' Stellung z. 1. 
bezwl 15. 8. in iinnen'-' 
Haushalt. jinJl-- b, 
einfache, ßrs.'Frau Regie- 
rungsrat FronnU, Osssir« 
bacher Str. 2. 
t 
besseres älteres, das kochen 
kann, sür sein, klein. Haus 
halt soj. oh. 1. 8. geiuckt. 
Wer 
bei hcheN Letzn sofort tesefessi 
W.-ALMZ. 
Mömür. 15. 
u 
für MMWdchS u. Sonn 
abends (jd' 2 Stund.), sucht 
Schwabe, Rhcinstr. 53. K 
BüchcrsÄiauk 
niod.,, ges. Schristl. Preis- 
vWjj-. .«»■., Beschreib, an Nr- 
bath,: Wiesbadener Str. 9. 
1 Paar gut erhaltene 
KiMkschutzr 
(29/30) zu kaufen ges. Das. 
1 jung. Hund billig zu verk. 
Riedstr. 16, b. Portier. 
Weiße Flanell- oder 
Leinerthüfe 
f. Mittelgr. zu kauf. ges. 
A. Jahuke, Hähneiste. 14,1 
Gl. «MitWe 
„. 1 Kinder-Klappstuhl zu 
lausen ges. Schristl. Preis 
angebote au E. Waldow, 
Kaiserallee 66. ' i ■ 
□ □ □□□□□□ 
□□□□□□□□□□ 
Schröders Groß-Prod.^bl. 
Zahle die höchste» 
Tagespreise 
für Lumpen (Kilo 60Pfg), 
Zeitung., gb. (0.60), Bücher 
(40), Wetnslasch. (Stück 40), 
Jettflaschen (60 Pfg./ A l t- 
Eisen. Zahle 'die h ö ch- 
sten Preise sür sämtl. 
Metalle, wieKupfer, 
Messing, Blei, Zink, und 
sämtl. Felle. Aus Wunsch 
freie Abholg. Fried., Mo- 
selstr. 12. Tel.: Pslzb. 3786. 
□□□□□□□□□□ 
□□□□□□□□□□ 
Leinenkleid 
blau (Friedeusw.), Seiden- 
bluse lneus, Bettstelle, ein 
Tisch u. a. zu verk. Wil- 
helmshöhecstr. 21,1, r. AP l. 
Amlg 
schwarz, wie neu, verkauft 
Lisscck, Fchlerstr. 10. 
Kammgaru-Fratt 
u. Weste auf Seide (Mittel 
sig.) verksl. v. 10—12 u. 
4—7. Händler verbell Wie 
land st r^lHItz^rechtS^^ 
brau», Gr. 50, nagelneu, 
Verk. lull Ring str. 35, l, l. 
Eisspind 
AWtW großes, Uniformen preiSw. 
Tisch, RaUchtiE Hocker, ^ verkauf.^ Sudwestkorso 5, 
Palmen, Rotenständ., Hän 
gematten, Fahrrad vk. Stre- 
lolv, Rhcinstr. 24, Gt., hpll 
Anzngstoff 
(Marengo) zu verk. Zu er 
frag. Eintüchenhaus (Zen 
tralküche), Mlhelmsyöher 
Straße 20. 
Fahrröder 
neue und gebrauchte, sowie 
VrimaGammibereifuuss 
kauft mau am vortcilhas- 
tcstcn bei 
Odeuwaldstr. 21. 
Vreistvert vcriliust,: 
Neue Hanf-Wäscheleine (60 
m), Zinkwaschfaß, 1 groß. 
Sieintvpf, Kochliste, Küchen- 
cckbrctt, Weinspind sür 109 
Flaschen. Riedstraße 34, I 
(zwisch. 4—6 Uhr). 
Portal 2, III, rechts. 
Etzzurrmer 
schwarz Eiche, verk. Lce'cheit 
Sudwestkorso 11 a, I. Tel 
Uhland 3091. 
S amenmanll, Kostüm, n., Gr. 
44, grau. 6c0 Mk, nehme 
Herrcns. Schuhwcrl t. Zahlg. 
od. nützlich. Medstr85,Akaeia, 
Echvriderinstr. D - H.-Mod' 
GsNALKlchttM 
kelle Seide, zu vt‘ 'anfenc 
Kicchftcuße 18, I. linkst'", 
EhLbeitfteüen 
ungebraucht (Stück 3<5 M.) 
Platt.-'Ausziehtisch, 1 Kon 
zert-Piano, Klappsportwag. 
verksl. Schönebcrg, Allcrt- 
straße 16 zBUla). 
MMl» 
tchwa-zes Klavier, Teppich 
2J, mal 3*/j, Nußbaam 
Tchlaszimwec u. Complette 
Küche. Rheinganstraße 28, 
rechter Eingang ll Trepper«, 
gerade zu.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.