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Periodical volume Nr. 164, 22.07.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

feite Gelegenheit, sich mit Schuhwcrk zu außerordentlich 
wohlfeilen Preisen einzudecken. 
Vereifls-Dacbrldbten 
)( Fricdrnaurr MZnner-Besang-Bcretn 1975, Uebung-stun 
den jede» Donnerstag 8—10 Uhr im „Hoheiizolleru". Sanges« 
kundige Herren als Mitglieder jederzeit willkommen. 
o Einbruch. In einem Möbelgeschäft in der Schloß 
straße machten Diebe wertvolle Beute. Sie verschafften 
fick, in der Nacht zunr 20. Juli Einlaß in den Laden 
und die anschließenden Verkaufs'pndi.-Lagerr:äutne.. und 
entwendeten einen türkischen Teppich? 2x3 Meter, >,nitj 
blauem Grund und altrosa und Modefarben gemustertem 
Medaillon, solche .mit blaugemnsterter hsll-n,!^„-ch-xie! 
naturfarbenen Fransen, eine Chaiselongltedecke mit roten "" Vereins ^ ... 
und etwas modefarbenen Blumen, 1 Stück von etwa^inMpN'.rum Einmachen. Billig 
3.Meter leinenem Dekorationsstoff mit großem mode- * 
farbenem Muster, vier bis fünf Stoffreste mit verschie 
denen Mustern und eine Rolle.'von- etwa 20 Mesxpn? 
buntem Chaiselonguebezugskattun/ int-.Gesamtwerte 'von 
8000 M. Anscheinend hatten die Diebe die Absicht, einen? 
weit größeren Mil der Waren wegzubringen, denn es 
wurden noch sehr viele Stpfse iin Lichtschacht und im t 
Keller liegen gelassen. Wahrscheinlich sind'sie gestört wor-' 
den, oder aber sie konnten die Sachen nicht - durch die 
Einsteigeöffnung hindurchschmuggeln. 
obh Eine politisch« Derbrecherbande in Tempelhof- 
Mariendorf. Aufsehen erregende Mitteilungen über den 
Zusaininenhang zwischen der auffälligen Zunahme von Ein- > 
brächen, Ueberfüilen und Diebstählen, die in-er letzten Zeit' 
in Tempelhvf uiid Mariendorf zu verzeichnen waren, und 
der Kanlpforganisation (KO) der Kommunistischen Arbei 
terpartei Deutschlands (KÄPD) veröffentlicht die „Tempel 
Hof-M ' ' ' " 
Hof-Mariendorfer Zeitung" von anscheinend eingeweihter, 
Seite: Die Kumpforganisation der KAPD hat sich nach der 
Spaltung von der KPD, ähnlich der Kampfgruppe klaffen-' 
bewußter Arbeiter (KKA) der USPD gebildet. Auf sie sind 
die bereits gemeldeten Umzüge eines Sportvereins und die ’ 
Uebungen auf dem Tempelhafer Felde zurüMuführen. .Bei i 
der Gründung der KO der KAPD in Tempelhof, die in, 
einem Lokal in der Friedrich Karlstraße erfolgte, wurde von ' 
einem gewissen K. aus der Oberlandstraße, einem „idylli-' 
scheu Schwärmer", der Vorschlag gemacht, zur Finanzie 
rung der KQ eine besondere Gruppe zu schaffen,die has 
erforderliche Geld durch Einbrüche, Diebstähle und Ueber- 
fülle beschaffen sollte. Dieser Gruppe 'gehörten an: der 
bekannte Mariendorfer Einbrecher Erbstößer, der vor knr- 
zem nach einer Revolverschießerei, wobei, er einen Sol-- 
daten anschoß, verhaftet wurde; ein damaliger Funktionär 
der KAPD. a:w der Stolbergstraße, P., ein .Postbote V., 
ein gewisser B. aus der Blumenthalstraße, ein Glaser Sch. - 
auS Neukölln, ein Chemigraph L. und ein gewisser B. ' 
Die Zahl dürste aber wohl noch größer sein, da über-den - 
Kreis der sich Meldenden strengstes Geheimnis gewahrt 
wurde, so daß nicht einmal die Frauen der Betreffenden 
etwas erfahren sollten. Bei dem Ueberfall auf eine Fratl 
"Hildebrand in der Parkstraße, bei dem es sich um eine Per- * 
sonenverwechselung handelte, waren beteiligt B., B. und 
Sch. als Ausführende, P. als Sicherung. Er stand auch 
Schmiere bei dem verunglückten Einbruch, den B. im , 
Schuhgeschäft Tempelhvf, Berliner Straße 53, ausführte. 
Im Fall Hildebrand sind Halbmasken verwendet worden,- 
ebenso bei dem Ueberfall auf eine Kontoristin in der Man- 
teuffelstraße. Die Mitglieder der Bande find alle mit 
Armeepiftolen 08 vder Browning bewasfnet.jNrrd wenden 
diese Waffen gegebenenfalls auch rücksichtslos: an» tvie der 
Fall Erbstößer gezeigt hat. Die Zusammenkunft, der Bonde 
fand in der Wohnung des P. statt.- So ganz KehciM blieb : 
die Tätigkeit aber doch nicht, und es.-tauchten bald.allerlei ' 
Gerüchte auf. Da P. fürchtete, daß sein Treiben -wohl : 
doch über kurz oder lang ihn in Berührung mit dem Straf 
richter bringen würde, unternahm er' ant 12.» Juli einen ' 
Selbstmord und versuchte sich durch Einatmen von Gas" 
zu töten. Auf das Konto dieser Bande kommen anscheinend 
bedeutend mehr, wenn nicht alle Eigentumsvergehen der 
letzten Zeit in Tempelhof und Mariendorf. — Zur Siche 
rung der öffentlichen Sicherheit und des Eigentums im 
Süden Groß-Berlins ist es dringend zu wünschen, daß 
§vg m {pijQiinaß jmtmjJ uoqaohogiokiiaZz uobrquostn? aiq 
verbrecherische Treiben dieser dunklen politischen Banöe 
hineinleuchten. 
o Beim Aufspringc» aus die hintere Plattform eines 
Wagens der Straßenbahnlinie 87 während der Fahrt 
verunglückte lein Mann in der Nähe der Haltestelle Bis 
marck-, Ecke Steinstraße, dadurch, daß er zwischen das 
Trittbrett und die eiserne Umrahmung des Rasenstreifens 
geriet. Dabei zog er sich eine Verletzung a,n linken 
Unterschenkel zu. Der Verunglückte wurde durch einen 
Rettungswagen der Feuerwehr nach der Rettungswache 
in der Albrechtstraße und später nach seiner. Wohnung ge 
bracht. Die Schnld an dom Unfall ist ihm selbst zuzu 
schreiben. 
»vn. 1ü—LL.Uhr 
en Handjerystr., Ecke Albestraße: Frische grüne 
CöB»«a.~S,pUL Soest, 
p Preis der Industriellen. Um dein immer mehr ans. 
blühcndenRssüdr«msP«tstseineCJuMesseL^L-zäißenst haben es i 
sich einige unserer ersten Firmen der Großindustrie zchr Auf 
gabe gemacht, ito dw,KMcu,. die.am Sonntag, den. 2p. Juli, 
auf der'Olympia-Radrennbahn zur Austragung gelangen^ Preises 
,'M"'stiften. Der "Brennäbör.-Preiv. ist'hen"Dauerfahrern vor-'i 
behalten und führt über die Striche von <100 Kilometern in-, 
2 Läufen von 40 und 60 Kilometern. .Mit ApPelhanS, Wittig,. 
Bauer, Weiß und- Sawalb-Hat das Rennen -eine.glänzepd^ Be-! 
setzung erhalten. Der Garbaty-Preis ist den Fliegern reserviert; 
und führt über 1200 Meter (3 Runden). -.Es sind dafür 40 Mel- • 
düngen eingegangen, darunter so gute Lense, wie: Bader, Schwckb, • 
Tadcwald, Techmer, Häusler, Münzner, Slolz^ Rudel, Kudela i 
usw. Der Göricke-PreiS (Zweisitzer-Prämienfahren) über zehns 
Runden, sowie . der Dürkopp-Preis. (Vorgabefahren) versprechen^ 
ebenfalls gute» Sportl , .c z. 
VeMw «nci Vororte 
§ obh Enke Besichligimg des Jugendpflegeheims der 
Stadt Berlin, diH. in den Räutsttpr-ches ehemaligen See- 
manns-Erhvluilgsheims in Zehlendorf ' untk^tzeb,rächt ist, 
fand gestern-- nächmittag durch Mitgltdder'tWkicBerlip-r 
'Magistrats unter Führung des -Bürgermeisters Dr. Reicke 
und des Stadtschulrats Dr. Fischer statt. Svit Ansang 
Juli ist das Seemanns-Erholungsheim auf ein Jahr für 
Pie Pachtsumme von 175 000 M. dem Jugendpflegeamt 
der Stadt Berlin »zur Verfügung gestellt, das zusammen 
mit'der Gesellschaft der Freunde (Quäker) dort in sechS- 
.wöchignn Turnust je 100 unterernährte fkinder pflegt. . 
Die.Leitung des Heims liegt in den Händen der Oberin. 
Frau von Heydtkamp. - ^ 
ZaTdniften 
Me JAsJj KvLrik KLrrnehm» »tr Kd» , 
Am Sonntag, den 4. Jirlij' morgens 7 Uhr, beob 
achtete ich von ^meinem Balkon, welcher-ugA dem Galten 
des Sanatoriums Kaiserallee 166 heraus liegt, einen 
Uhu, der sich den ganzen Tag über bis abends 9 Uhr 
hier abhielt. Sämtliche Vögel, Drosseln, Finken und 
.Meisen,, die sonst, täglich ungestört in den Bäumen nisteten, 
wurden aufgefchAlcht und sind seitdem verschwunden.' So 
lange-wie -der Uhu sich dort aufhielt, wurde-vr^'vön'den 
Drosseln argwöhnisch beobachtet und sobald' das > Tier 
seinen Platz-wechselte, erhob sich ein großes Geschrei der 
Drosseln, Ivistche als Posten den Uhu-' bewachten.' 'Ich 
-hahsidasc Lsier(».seit diesem Sonntage nicht wieder ge 
legn-, 'über leidpr die lustigen Sänger auch nicht mehr. 
Diese.Beobachtung teile ich hierdurch mit, uni festzn- 
steileik) ob An: änderen Stellen Friedenaus dieser Räuber 
:eh.ensalls: gesehen worden ist und rege an, diesen Ruhe 
störer zu beseitigen, da sonst vielleicht auch an anderen 
OvtLit die.friedlichen Sänger aus unseren Gärten Ver 
trieben wiirddn. K." 
die Brust. Der Kriminalbeamte und der Fremde sind ver 
schwunden. , ,, 
>■* Massendicbstähle bei Krupp. Auf Ren Kruppschen Werken 
haben seit' dcx. Einstellung. .de» Unternehmens aus Friedens 
arbeit' die Diebstähle cm Materialien, besonders aber an Werk 
zeugen aus Fpinstahl, in erster-Linie Spiralbohrer, einen großen 
W handelt sich um Materialien, die 
i> 
VermiTcbtes 
* Schwere Bluttat. eines KrinrUralbramten in Magdeburg. 
Der Gastwirt Gustav-Ahxrndt» ^kutzabstp. des Hotels „Zur Eisen 
bahn", wurde ani DreirStag vor seinem Lotal von einem an 
gebliche» Klßninaibeamten erschossen. Ahrendt hatte-mit..einem 
Polizeibeaviten...in .Uniform und einem unbekannten Gast aus 
Frankfnpt .a. M. gezecht. Dieser behauptete plötzlich, es seien 
ihm aus seiner Brieftasche 11 000 Mark gestohlen, verdächtigte 
den Wirt und rief telephonisch einen Kriminalbeamten her 
bei. Der Kriminalbeamte erschien im Lokal, zeigte dem Wirt 
seine Legitimation und bat um nähere Auskunft über die 
Vorgänge. Der Wirt verlangte noch einmal, die Borgcignng 
der 'Lcgitimalion, da er den Namen des - Beamten feststellen 
wollte. Der Beamte lehnte dies ab; und da darauf der Wirt 
die Aus'unst verweigerte, bat der Kriminalbeamte einen ,anderen 
Gast,.ihm vor das Lokal zu folgen, um Auskunft zu erhalten. 
Der Gast kam ber Anffordernng nach. Ahrendt folgte ^aber 
den beiden und schlug sie ins Gesicht. Darauf zog der Beamte 
, seinen Revolver. Der Wirt ries ihm trotzdem zu: „Schießen 
j Sie doch!" Der Beamte drückte ab und traf den Wirt in 
irdkumme Genkrajörrjstmrytlmg 
am Fltiiog. VtS Soll *9iO>hHib& ? Uhr, im„Ar-ni»rw 
kurzer Hos",- Friedenau, -Kqijcrallce, Ecke Rviinedergstrabe. 
> ■ ► T ag e or d n un g« „ 
1. s) Nkuwlihk'eines Äozst4»dsmitgliedeS für de» infolge 
"Kündiäuna ‘ .ans' dem Bvrstal-dr auLscheidendeu 
Ulenossen P-.t-r Bikstün. 
b) EallaitunuSerteitung des Gcnoffen Peter Bilstein. 
2. Statutenänderung a) § 6 alte Fassung: ' "* '• '' 
Die Genossenschaft wird vertreten durch einen Vor 
stand der aus zwei Mitgliedern besteht. Diese vcr- 
. treten die Genossenschast. 
Neue Fassnnd:"-i 
Dle Eenossenschast wird vertreten durch einen Vor 
stand, der au« zwei Mityllebe n besteht, die vom 
Aafsicktsiat lesteUr w-rden. Diese vertreten die 
Ge"ossenscbask.- . 
b) Zusatz zu 8 10: 
Bon dem Reingewinn dar? an die Genossen nicht 
mehr wie 4% vrrrem werden. 
Der Auisichttrot: Der Vorstand: 
Walter Henckei, A. Förct, P. Bilstein, O. Echneidratus. 
Friedrich Kuschftld, 
Fr'tz Puhlmann. 
Curt Schlauch. - - -- ' ~ . 
Als Ejenotljvistin 
ob. Kassiererin sucht -tüchtige 
jg.Dame stundenw.Beschäst. 
Ang. u. 7800 a. d. Fr, L.-A. 
Arbeitet:7»cht »rMstlgUUg '' " 
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Wielandstraße >23. _ ____ 
v ' 
erfahr., im Häutzhalt per 
fekt (Kochen) sucht sofort 
Stellung in kesserem Haus 
halt. Ang. an <^lönbrodt, 
Bornstr. 3, lk. Scitfl., M. 
(Schulknaveä 
sucht Wohlktzckrsche'.' Buch- 
tzcndluno» Rb-iriftr. ' 
®aWS5;LEO SCHULTZ kWMr 
Bin.-Frieriencu Rl^ew^ssrciße 13 
die .„Prawda" in der Nr. 110 berichtet, hat die Pe 
tersburger: KpmmMtz^ in Aybejracht des immer verheerender: 
wirkendewManaM-qo-Mstch'RZ-diL Säuglinge und die Kinder- 
Krankenh(n:stt die allgemeine Milchliesernngspfljcht seitens der 
Besitzer von Kühen und Ziegen verfügt. Die -Erfüllung der Liefer- 
pjljchj:.awird. von einer aijs 'drei Personen bestehenden beson- 
ideren Mikchkommissivn kontrolliert. Bon jeder Kuh müssen jähr 
lich 20 Wcitro (1 Wcdrv = 12,3 Liter) und von jeder Ziege 
A Wcdro in besondere Sammelstellen zu festen Preisen Äge- 
piefert werden. Abgesehen davon, baß dieses Quantum bei dem 
.völligen Fehlen von Llrastfuttcr sehr hoch ist, enthält die Be- 
stimmmlg über die Lieferpflicht eine große Ungerechtigkeit, da 
.die Zahl der Familienglieder, des betressenden Knhbesitzers nicht 
.berücksichtigt wird, sonderst. (20 Wedro Milch von-jeder Kuh 
ohne Ausnahme abgeliefert tverocn müssen. Für wissentlich falsche 
Angaben über die Zabj. der Kühe und Ziegen, wie für Niilch- 
verfälschnstg werden dis zur- Lieferung verpflichteten Personen 
..erstmalig (mit 10 000('Rubel bestraft; im Wiederholungsfälle 
wird die Ksth bezw. Ziege von der Kommune beschlagnahmt. 
* Die Spiststetr." ass Westerpropheten. Llls cs noch keine 
Barometer gab,., würden d.i.e Spinnen, besonders die Haus- 
und Kreuzspinnen, mehr-geschützt als heutzutage, wenn über 
haupt heute' von einer Wertschätzung die Rede sein kann. Man 
findet jetzt die. Tierchen ekelhaft und entäußert sich ihrer so 
schnell ivie möglich. 3)4** mag seine Berechtigung haben; immer 
hin sollte mati seinen - Abscheu nicht übertreiben. Ein tieferer 
Einblick in das Spinncnleben ist äußerst interessant, muten 
uns doch schon die Spinnengewebe wie-^Keine Wunderwerke 
an, die keines Menschen Hand nachzuahmen' vermag. Besonders 
interessant sind die Spinnen aber auch als Wetterpropheten. 
Früher richtete man sich sehr gern nach ihrem Tun und wußte 
deshalb i in in er genau, ob in etlichen sechs bis zehn Stnnden- 
Wind und schlechtes Wetter cintrbten"wnrde, oder helles, sonni 
ges Weiter. Im exstcren Falle zieht sich die Spinne scheu 
'tu einen .Winlel zurück, mit dem Leib dorthin gekehrt, von 
wo unfehlbar das WetFr . herkommt. Sitzt die Spinne aber 
sorglos in der Mitte ibres Gewebes, oder spinnt sie sich etwas 
Neues, so kaun -man sicher darauf rechnen, daß gutes Wetter ein 
tritt, oder daß das. gute Wetter noch lange anhält. 
VrLMMen 
R. S. W. Schon in den 60cr Jahren des abgelaufenen 
Jahrhunderts wurden Versuche---edier- Telegrapie ohne Draht 
unteriiominen. Die jetzt 'astk>mebjie!e'Fnnkentelegraphie wurde 
bekanntlich von Marconi zuerst ausgeführt, und zwar im 
Jahre 1890. / 
E. L-, Ihr Freund hat recht.;. Es wird eine Zeit kommen, 
wo jedermann die Soyabohne kennen wird wie jetzt etwa die 
Kartoffel. (Hat sich doch z. B. auch die Banane schnell einge 
bürgert.) Die nicht hoch genug zu schätzende Soyabvhne wächst 
in China und in der Mandschurei . Im geriebenen Zustande gibt 
sie ein Mehl, das geradezu ideal genannt werden kann. Das 
Soyabohncnmehl hat grössten Nährwert bei leichter Verdau 
lichkeit. Zudem ist es billig, weil leicht in großen Mengen 
zu beschaffen. Ein gute-s Brot, das besonders für Zuckerkranke 
geeignet ist, wurde von diesem Mehl hergestellt. Aber auch 
sonst ist die Soyabohne von geradezu ungeheurem VerwendnngS- 
rcichtum. Hoffentlich führt dieses Mehl in den nächsten Jahren 
— 'zu recht großem Boot!! • ■ 
WissknSdurstiger. Sic fragen viel auf einmal: 1. Rom 
besitzt 870 Kirchen- — 2. Else ist einer der weiblichen Bor- 
namen, did im Mittelalter verhältnismäßig noch häufiger vor- 
komnleil als heutzutage. — 3. Frankreich hatte im Jahre 1800 
mehr Bewohner als Deutschland, nämlich 27 Millionen. — 
;1. Deutschland hat zur Zeit 50 Großstädte (solche über 100 000 
Einwohnern.) — 5. Tclcgraphenstangcn aus Papier finden längst 
Verwendung. — C. Die Pflege des Kamelienbanmes im Königl. 
Schloßgartrn zu Pillnitz bei Dresden erfordert jährlich 800 
Mark. — 7. Die Franzosen sind im Durchschnitt nur 1.65 Meter 
groß, die Französinnen 1.57 Meter. — 8. Gewiß können ge 
wisse Schlangen ein halbes Jahr und länger ohne Nahrung- 
bleiben. Rach London wurde vor einigen Jahren aus Japan 
eine (Ji/a Meter lange Riesenschlange gebracht, die noch -nach 
2>/ 2 Jahren lebte, obwohl sie in dieser Zeit keinen Bissen 
zu sich genommen hatte; allerdings war sie klapperdürr. — 9. 
Im Alter von 3 Jahren hat der Mensch etwa die Hälfte 
seiner zukünftigen Größe erreicht. Ein 10 jähriger Knabe ist 
durchschnittlich 127 Zentimeter groß, ein 10 jähriges Mädchen 
125 Zentimeter, ein 14jähriger , Knabe 147 Zentimeter, ein 
14 jähriges Mädchen 144 Zentimeter. 
BeTBetriebsstvrung, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch 
auf Lieseruug oder Nachlieferung des Lokal-AnzctgerS oder eul 
Rückzahlung.des Bezugspreises,- 
Ctt*- Privatband . zu leihen, 
zwecks GcfchästSgtündunq 
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kennen leinen. Augeb. unt. 
78L2 an.den Fried. Lok.-Anz. 
Vergoldetes 
..,,.Jif«Ü.Wiüi!. 
gestern verlorn da: Andenken 
wjpd der ehrliche Finder gebet. 
«S geg. Belohtzung bet Weitzel, 
Odemvaldstr. 'S, 1 abzugeben. 
KIMM Ak« 
jur täzl; Fahrt von Kaisen, 
alles FiiedenanrnortzenS geg. 
l ....x 
und 
jbenk« geg.'/,? vom Spinac- 
nürkt ivrlck nach Krisinallee 
ttbenis __ 
»türkt jivrlck nach Krisinak 
sofort gesucht. Näyrre Prets- 
a»gebt--u.,77ü^ a.F<'eü.L.-A 
rr 
gut ü. reschT.'/^r'gül! HäuS- 
lichkeit. ^M..P'zbg,,6263. 
k Pfandscheine 
Wertsachen kaust,- Gereiht 
Saronia, Deidesheimer Str. 
Nr. 5,' I,- lks.' (p—ii). 
Wklis.»klt«M 
EinrtchÖmgj, Nachtrag»»! 
Abschluß u. Prüfung von 
Geschäftsbüchern, Beratung 
in all. Stcuerfrag. -Stegs- 
litz,- F-eldstr. 15, ll, Anrus: 
Steglitz -(366). 
-Jtjräfrt. fonu^Zim. 
Hetm Kreuznacher Scr. 6, 
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Börbttl Brillswsky He 
dorf, Soylquellstr. 15t 
Tel..: Uhl. 5957 (v' 
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Wannseibhf.,>-Fcegestr., geg. 
4—5 Zinnner 
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Echristl. Bngeb. an Richter, 
Fregeftr. 10.
        
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