Path:
Periodical volume Nr. 156, 13.07.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

Nerngrprev 
••I, CWJoTimq aus den NebensieÜI» 
«»natttch 3.74 Mark: durch Boten, 
in« Haus gebracht'3,— Mark. 
fternf-ncher: «mt VfaSßwtf SM». 
«r. 156 ~ 
(Friedenauer 
lkfchetut tSgllch «lLr»ds. 
— tont* n» «erlas m Sw GchMtz, 
Berlia-Friedraa«, Lirmtag. dm 13. Sali 1920 
Zeitung) 
>a SWhmw Crtitdi tra ftßntm, i°e»ÄS' 
MtffMM»* «falttttv « Raum 1 Mk. Die R-kla-uc^Ue r»j'ct 
^ „ ®27"™I*W2. «YStUgr. 13* 4.— Mark. Bolegnumrmr 20 P.a. 
verltu.Frtedenau. Rheinstraft« 1L. — Fernsprecherr Amt Pfalzburq 2129. 
Anzeigen 
für unbcstiniu,!» 
7a«kl 
Sahrg. 27 
lleoekt« ütibrUitM 
Spaa. Dernburg wurde in Spaa ange 
fallen. Als nach der 11. Abendstunde der Vertreter 
des Wolfs-Büros, Stocklossa. mit Staatsminister Dern- 
burg und einem anderen Herrn der Kommission fried 
lich die Straße entlang wandelte, sprang plötzlich ein 
belgischer Offizier ans die Herren zu und beschimpfte 
sie. Die Herren antworteten nicht, sondern versuchten, 
auszuweichen. In demselben Augenblick kamen belgische 
Soldaten, die die Herren anzugreifen schienen. Dcrn- 
burg und der andere Herr der Kommission wurden von 
Stocklossa getrennt nnd Stocklossa wurde mit Stockschlägen 
über den Kopf mißhandelt. Nach anderer Darstellung 
soll es sich um eine Ausschreitung Betrunkener gehan 
delt haben, ein hinzukommender amerikanischer Journalist 
machte dem unliebsamen Auftritt ein Ende. 
Breslau. Nach einem soeben hier eingetroffenen 
Telegramm des deutschen Kommissars bei der Grenzkom 
mission Süd sind die viel umstrittenen Ortschaften Schleife 
und Kunzendorf im Kreise Groß-Wartenberg Deutschland 
zugesprochen worden. Damit ist der ganze Südteil Groß- 
Wartenbergs mit seinen Grenzstädten wieder verbunden. 
Die Uevergabe der beiden Dörfer an Deutschland wird 
voraussichtlich in den nächsten Tagen erfolgen. 
Berlin. Eine Zivilstreise der Sicherheitspolizei fanb 
heute früh gegen 4 Uhr die Kellerräume der Firma Korbeck 
und Stoll in der Schöneberger Straße 27 erbrochen auf. 
Die Beamten drangen durch die Oeffnung in den Keller 
ein und entdeckten zwei Einbrecher, die damit beschäftigt 
waren, in benachbarte Lagerräume zu gelangen. Auf den 
Ruf: „Hier .Polizei! Hände hoch!" schalteten die über 
raschten Diebe ihre Blendlaternen ein und versuchten die 
Beamten zu blenden. Als sie auf den nochmaligen Halt 
ruf die Flucht ergriffen, schossen die Zivilbeamten auf die 
Einbrecher. Eine Kugel traf den dreiundzwanzigjährigen 
Arbeiter Fritz Hirschmidt aus der Christburger Straße 38 
in die Brust und tötete ihn. Der zweite Dieb wurde nach 
einer wilden Jagd durch die Straßen eingeholt und als 
der arbeitslose Max Schulze aus der Marienburger Str. 16 
festgestellt. 
Gens. Wie dem „Matin" gemeldet wird, ist das 
deutsche Luftschiff Jö 72" nach fiebenstündiger Fahrt am 
Sonntag früh in Maubeuge angekommen und den fran 
zösischen Behörden übergeben worden. Die deutsche Be 
satzung bestand aus drei Offizieren und 13 Mannschaften 
in Zivil. Außerdem befanden sich an Bord deS Luft 
schiffes zwei französische Offiziere. 
Paris. Die Friedenskonferenz mit den Polen soll 
in London zusammentreten, an ihr sollen teilnehmen: 
Sowjetrußland. Polen, Finnland, Litauen. Ostgalizien, 
das die Möglichkeit haben soll, das Recht auf Unab- 
hängigkeit geltend zu machen. 
Warschau. Das militärische Gesamtbild der pol- 
nisch-russischen Front ergibt eine Fortsetzung des Doppel 
druckes nach Norden in der Richtung auf Wilna und nach 
Süden in der Richtung auf Lemberg. Die Polen haben 
die Linie längs des Wiljaslusses aufgegeben. Die Bol- 
schewiki haben jetzt die Festungswerke von Minsk erreicht. 
Der letzte 
Friedenaller Haushaltsplan. 
Ruin- 51V* Millionen. 
Die Beratung des Voranschlages bildete in der Zeit 
vor dem Kriege stets den Höhepunkt der mühevollen Tätig 
keit unserer ehrenamtlichen Gemeindeväter. Oftmals nahm 
diese Beratung 3 und 4 Sitzungen, die bis tief in die Nacht 
hinein dauerten, in Anspruch und neben dem Jubellied 
über die so glänzenden Finanzen unserer Gemeinde hörte 
man auch warnende Stimmen, die dringend zur Sparsam 
keit rieten und auf künftige Zeiten hinwiesen, in denen 
wir vielleicht nicht mehr „im Golde schwimmen" werden. 
Solche Warner und Mahner waren namentlich die Herren 
Schremmer, Panse und vor allem Homuth, Schultz; später 
auch Gecken und Ott: Sie alle ahnten aber nicht, wie 
sehr bald sich ihre Befürchtungen erfüllen würden, denn 
an Krieg dachte damals keiner von ihnen, noch viel 
weniger an Revolution und an eine völlige Verände 
rung und einen völligen Medergang unserer wirtschaft 
lichen Lage. Während man früher schon sich scheute, einen 
„Hunderter" zu bewilligen und den „Tausender" zehnmal 
in der Hand herumdrehte, ehe man ihn ausgab, ist es 
heute in unserem kleinen Friedenau so weit.gekommen, daß 
die Millionen nicht mehr schrecken. Wie sollte das 
auch, wo wir uns seit der Kriegszeit an Milliarden 
gewöhnen mußten. 
Unsere Gemeindevorsteher leiteten in früheren Jahren 
die Voranschlagsberatung mit einer längeren Rede ein, 
in der sie fast immer auch von dem guten Abschluß des ver 
gangenen Rechnungsjahres berichten und dann ein Lob 
auf die glänzenden Finanzen unserer Gemeinde zum Aus 
druck bringen konnten. Ein Witzbold sagte s. Zt.. die 
„glänzenden" Finanzen sind wie eine „glänzende" Kamm 
garnhose, die vom langen Tragen glänzend geworden ist, 
aber keine Zierde mehr für den Träger ist nnd bald ab 
gelegt werden muß. So sind denn apch Friedenaus glän 
zende Finanzen schnell verschwunden und wir sind in 
unserer Gemeinde jetzt zu einer Umkehrung der einstigen 
^inanzwirtschaft gekommen. Man könnte, so sehr man 
auch die Aufhebung der Selbstverwaltung Friedenaus be 
dauern muß, es beinahe als ein Glück für Friedenau be 
zeichnen, daß sie am 1. Oktober ihr Ende erreicht. Denn 
einen Weg, aus dieser Finanznot herauszukommen, kann 
hier kaum jemand weisen. Und es ist ein schlechter Trost 
für uns, daß es anderen Gemeinden nicht besser geht. 
Der diesjährige letzte Voranschlag unserer Gemeinde, 
der in diesen Tagen gedruckt vorliegt und dem Berliner 
Magistrat überwiesen wird, ist im Plenum nicht beraten 
worden. Die Vorarbeit für ihn haben die Ausschüsse ge 
macht und dann ist er vom Finanzausschuß und Gemeinde- 
vorstand zum Abschluß gebracht worden. Aber trotzdem 
kann er als ein Muster sorgfältiger Arbeit gelten. Er 
unterscheidet sich hierin von seinen Vorgängern zu seinem 
Vorteil in mancher Beziehung. Wir müssen bekennen, 
daß er außerordentlich übersichtlich und klar gestaltet ist. 
Es befindet sich kein Posten in der Ausgabe, für den nicht 
auch der entsprechende Gegenposten in der Einnahme zu 
finden ist. Dabei ist es selbstverständlich, daß die Posten 
der einen Verwaltung bei denen der anderen Verwaltung 
wiederkehren, natürlich in der Weise, daß sic hier in der 
Einnahme, dort in der Ausgabe erscheine^. Um die Ueber- 
sichtlichkeit zu heben, sind Posten, die zusammengehören, 
zusammengefaßt worden und unter einer Rubrik oder^'ruch 
in einem ganzen Einzelvoranschlag vereinigt. Man hat 
dann ferner in die Außerordentliche Verwaltung alle die 
jenigen Summen hineingebracht, die aus der Kriegswirt- 
' schaft heraus entstanden sind und an deren Deckung auch 
künftige Generationen teilzunehmen haben. Die Einzel 
voranschläge sind nach den angeführten Grundsätzen in der 
' Ordentlichen Verwaltung von 14 auf 18 vermehrt worden 
Einnahme 
Gegen Verjähr 
4- oder — 
Ausgabe 
Gegen Vorjahr 
-)- oder 
Zuschuß — ob. 
Ueberschuß -f 
1. Allgemeine Verwaltung 
2. Polizeioerwaltung 
4 8. Hochbau- und Baupolizeiverwaltung . . . 
4. WohlfahrtS- u. gemeinnützige Einrichtungen. 
5. Aerztliche Fürsorgestelle fUr Kriegsbeschädigte 
6. Erwerbslosenfürsorge, Arbeitsnachweis . . 
7. Wohnungswesen 
8. Grundeigentum 
v. Armen- und Waisenoerwaltung 
10. Tiefbauverwaltung 
11. Straßenreinigung und .Besprengung . . . 
12. Fuhramt 
13. Straßenbeleuchtung 
14. Steuerverwaltung . . 
15. Kapital- und Schuldenverwaltung .... 
16. Schulen 
17. Elektrizitätswerk 
18. Garten- und FriedhofSoerwaltung .... 
465 635 
6 475 
17 708 
204 580 
232 200 
454 700 
65 700 
385 485 
61860 
640 800 
10 700 
486 807 
20 598 
6 117 060 
5 856 709 
* 906 774 
1 228 910 
150 264 
-f 417 815 
4- 2 850 
— 5 965 
188 800 
282 200 
454 700 
65 700 
218 240 
-- 6359 
447 650 
— 13 500 
+ 486 907 
-- 3 094 500 
-- 4128 588 
522 689 
4u8122 
68 302 
2 647 646 
1421094 
181 553 
1059( 39 
289 200 
826 819 
265 586 
39 570 
249 984 
557 >24 
463 651 
495 090 
184 739 
1530 311 
16810 >5 
3 341-750 
823 344 
765 467 
-- 1933 584 
-- 1081059 
98 876 
814 467 
289 200 
826 819 
265 586 
25 980 
65 584 
250 887 
253609 
495 090 
71391 
809 736 
625131 
-- 2131100 
229 346 
455 603 
— 2 182 010 
— 1414 619 
— 163 845 
— 854 459 
— 57(00 
— 372 119 
— 199 886 
4- 345 925 
— 188 124 
+ 83 575 
— 452 951 
— 8183 
— 164140 
-f 4 586 748 
-j- 3 675 703 
— 2 434 976 
-4- 405 565 
— 605 203 
Summe 
16 812 977 
10713 654 
16 812 977 
10 713 654 
4-u. —9 097 619 
Der Sohn des Millionärs. 
Roman von Florence Warden. 
15 (Nachdruck verboten.) 
„O, still — still! — So dürfen Sie nicht-sprechen!" 
fiel ihr Herta fast erschrocken in die Rede. „Ich bin soviel 
Güte und Zuneigung ja gar nicht wert! — Wahrhaftig, 
ich bin ihrer nicht wert." 
Magdalene seufzte. 
„Sind Sie es nicht?" fragte sie. „Wohl, es mag. 
fein, denn ich bin ebensowenig imstande. Ihnen ins Herz 
zu schauen wie irgendeinem anderen Menschen. Aber 
weil ich es nicht kann, darum muh ich mich wohl von 
meinem Gefühl leiten lassen — von meinem Gefühl, das 
mich unwiderstehlich zu Ihnen hinzieht und Sie mir teurer 
macht, als irgend jemanden, meinen Bruder ausgenommen." 
Herta verbarg ihr Gesicht an der Schulter drt Sprechen- 
den, und die mühsam verhaltenen Tränen machten ihre 
Stimme beben, als sie erwiderte: 
Und wenn Sie nun eines Tages mne würden, bah 
Ihr Gefühl Sie getäuscht hat — daß ich Ihrer Liebe nicht 
so würdig bin, als Sie geglaubt — wenn Sie mich eines 
Tages für unwahrhaftig und für unehrenhaft halten 
"^^Sanlihol» Mngdnlene da» » Nl«i 
Mädchen. empor Lnd blickte Ihr ,,e, ln Ile von einem 
«'Ä jfiÄ Benennen J« fordern,- 
S Nemen Weile. .Und nüch. wenn 
6?« sich nicht veranlaßt sehen. es mir aus fr^en Stucken zu 
*Herta glitt neben ihrer jungen Herrin^ in die DUe 
nieder und umschlang mtt beiden Armen ihren gebrech- 
lichenKöi^^e ^ sind! — Und wie Änlich ich 
wünsche, allezeit Ihrer Zuneigung wert zublechen! 
Ich kann und ich darf Ihnen ,a nicht .sagen, was nnr 
fo schwer auf der Seele liegt , aber ,ch, kann Ihnen 
schwören, daß ich Sie liebe, une nur ie.em Wesen^^n 
L»«m «.deren «liebt undMtzMM 
für Sie und —" sie unterbrach sich mit jähem Erglühen 
— „daß ich bereit wäre, für Sie zu sterben." 
Es war nicht zu verkennen, daß Magdalene durch die 
Leidenschaftlichkeit in ihren Worten, die sie doch wohl 
kaum auf Rechnung der freundschaftlichen Zuneigung für 
ihre Person setzen konnte, erschreckt und beunruhigt wurde. 
Aber sie sagte nichts, sondern begnügte sich, Herta mit 
schwesterlicher Zärtlichkeit auf beide Wangen zu küsien. — 
9. Kapitel. 
Wenige Tage später erbat sich Herta einen kurzen Ur- 
laub, um eine befreundete deutsche Familie, die sich kurze 
Zeit an einem benachbarten Punkte der Riviera aufhalte, 
zu besuchen. Wenn man auch durch diesen Wunsch einiger 
maßen überrascht sein mochte, um so mehr, als die junge 
Gesellschafterin geflissentlich vermied, irgendwelche nähere 
Angaben zu machen, so legte man der Ausführung ihres 
Borhabens doch keinerlei Hindernisie in den Weg. Und 
Magdalene schien die einzige zu sein, die sich gewisser 
Besorgnisse nicht entschlagen konnte. Denn als Herta 
reisefertig eintrat, um sich von ihr zu verabschieden, zog 
sie sie liebevoll an sich und fragte, indem sie ihr forschend 
in das ausfallend blasse Gesichtchen sah: 
. „Können Sie mir heilig versprechen, Liebste, daß Sie 
von dieser Reise hierher zurückkehren werden?" f 
Das junge Mädchen suchte sich dem fragenden Blick zu 
entziehen und ein Erzittern ging durch ihre Gestalt. Aber 
sie zauderte doch nicht zu erwidern: 
„Ja, Fräulein Magda — ich verspreche Ihnen heilig, 
daß ich zurückkehren werde." 
Und sie hielt Wort. „ _ , v 
Am Morgen des dritten Tages stellte sie sich wieder 
ein. Magdalene war in Gesellschaft ihres Bruders auf der 
Gartenterrasse, als Herta dem Wagen entstieg, der sie ge 
bracht hatte, und sich langsamen Schrittes dem Haufe 
näherte. Sie war totenbleich und sah so müde und er 
schöpft aus, wie nach einer großen körperlichen Anstrengung 
oder einer furchtbaren seelischen Erregung. 
Als sie der beiden ansichtig wurde, hielt sie zaudernd 
inne, aber Eberhard rief ihr einen fröhlichen Willkommen- 
gruß entgegen, und auch Magdalene winkte ihr lächelnd 
zu. so daß sie nicht mehr daran denken konnte, einen 
-Mderen Weg für ihren Eintritt in das Haus zu wählen 
Sie nahm die Hand, die Magdalene ihr entgegen 
streckte, aber der schwermütige Ausdruck wich nicht aus 
ihren Zügen. 
„Mein Gott, liebste Herta, was ist Ihnen?" fragte die 
Tochter des Millionärs. „Sie sind ja bleich zum Er 
schrecken. — Sie fühlen sich doch nicht krank?" 
Berneinend bewegte Herta den Kopf. 
„Dank für Ihre freundliche Teilnahme, Fräulein von 
Rominger! — Aber ich bin ganz gesund. Vielleicht war 
es nur der Wind, der mir auf der ganzen Fahrt entgegen 
blies, der mich ein wenig blaß gemacht hat." 
„Man sollte wahrhaftig beinahe glauben, daß Ihre 
Freunde Sie schlecht behandelt haben," rief Eberhard da 
zwischen. Und in seiner Stimme war ein Klang von Ueber- 
mut, der ihm einen verweisenden Blick seiner Schwester 
eintrug. 
„Es ist natürlich nur scherzhaft gemeint, was mein 
Bruder da sagt," wandte sich Magdalene gleichsam ent 
schuldigend an die junge Gesellschafterin, die mit gesenktem 
Köpfchen dastand. „Er hat heute wieder einmal einen 
seiner knabenhaften Tage, und Sie dürfen ihm darum 
! nicht bös sein, wenn er etwas Ungeschicktes vorbringt. — 
Willst du nicht jetzt den Spaziergang machen, Eberhard, 
für den du dich eben von mir beurlaubt hast?" 
Aber so deutlich auch immer der Wink gewesen sein 
mochte, der junge Mann rührte sich doch nicht von der 
Stelle. 
„Gewiß, liebstes Schwesterchen — ich werde den Damen 
mit meiner Gesellschaft nicht länger zur Last fallen, sobald 
ich erfahren habe, wodurch Fräulein Leuendorff während 
dieser kurzen drei Tage um die Farbe ihrer Wangen und 
um all ihre gute Laune gebracht worden ist." 
„Du bist in der Tat sehr dreist. Am Ende bist dir doch 
wohl hier im Hause der Allerletzte, der ein Recht hat, der- 
artige Auskünfte von Fräulein Herta zu verlangen." 
„Der Allerletzte? — Oho! — Dagegen möchte ich 
denn doch protestieren. Auch wenn wir meine persönliche 
Teilnahme an Fräulein Leuendorffs Befinden ganz außzr 
Betracht lallen wollen — jedenfalls habe ich doch ein sehr 
berechtigtes Interesse an dem deinigen, meine teure Magda 
lene ! Und ich weiß, daß du krank und traurig sein wirst,' 
wenn deine Freundin krank und traurig ist." 
Magdalene sah fragend zu Herta hinüber, als erwarte 
sie von ihr, daß- sie den heute so merkwürdig verwegenes. 
jungen Mann in die geziemenden Schranken zurückweiK
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.