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Periodical volume Nr. 154, 11.07.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

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Beilin-Frledenan, Sonntag, den 11. Snli 1920 
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vnrÜu-Arie-euaa, Nhrinftratze 15. — Fernsprecher: Amt Pfalzburg 2120. 
Ächrg. 27 
Dnittt n«d>rid>t«ti 
Berlin. Als wirtschaftliche Sachverständige sind 
Aach Spaa gereist: Reichsministcr a. D. Dr. Dernburg, 
Hugo S t i n n e s, Dr. Walter Rathenau, Bankdirettor 
v. S t a u ß, Bankdirektor Urbig und Geheimrat 
v. F l o t o lv. 
Spaa. Wegen der Verhandlungen vor dem Reichs- 
bricht gegen die K r i e g s b e s ch u l d ig t e n ist es gestern 
n der Konferenz zu einem Uebereinkommen in der Richtung 
gekommen, daß dem deutschen Reichsgericht ein direkter 
Werkehr mit den Justizbehörden der Verbündeten ohne 
Benutzung des diplomatischen Weges zur Beschleunigung 
des Verfahrens ermöglicht wird. In der Kohlenfrage, 
die dann zur Beratung stand, stellten die Verbündeten 
folgende Bedingungen: Es wird: 1. den Kohlenförderungen 
Frankreichs die Priorität aus allen deutschen Förderungen 
gesichert, 2. eine alliierte Kohlenkontrollkommifsion mit 
dem Sitze in Berlin eingerichtet, um die gesamte Ver 
teilung der in Deutschland geförderten Kohle zu über 
wachen und zu beaufsichtigen, 3. Deutschland zur Vor 
lage eines genauen Kohlenlieferungsplanes für seine 
Kohlenwirtschast zur Genehmigung durch diese Kontroll- 
Kimmission genöstgt und 4. im Falle der Nichterfüllung 
dieser Bedingungen werden auf Verlangen der Reparations 
kommission bestimmte Strafmaßnahmen in Aussicht ge 
nommen. Minister Dr. Simons erklärte im Namen 
der deutschen Delegation, daß die deutsche Regierung nicht 
imstande sei. ohne eingehende Besprechungen mit den Sach 
verständigen zu der Angelegenheit sich zu äußern. Es 
wurde darauf gegen 7 Uhr eine neue Sitzung auf Sonn 
abend 11 Uhr vormittags angesetzt. 
Spaa. Das Entwaffnn ngs Protokoll ist n.ach 
den Bedingungen des Feindbundes unterzeichnet worden; 
jedoch machte Minister Dr. Simons seinen Vorbehalt 
gegen die Strafbestimmungen. Die Erleichterungen gegen 
über dem Friedensvertrage sind: In die 4000 Offiziere 
sind die Aerzte und Veterinäre, sowie die Verwaltungs- 
offiziere nicht eingeschlossen. Deutschland kann eine Re 
serve von 5000 Gewehren nnd 2 Millionen Patronen 
halten, um die Verluste auszugleichen, die seinem Kriegs 
vorrat durch etwaige innere Kämpfe entstehen. Die Zahl 
der Maschinengewehre kann geringfügig erhöht werden. 
— Reichswehrminister Geßler und General v. Seeckt 
sowie die militärischen und Marine-Sachverständigen sind 
gestern aus Spaa abgereist. 
Spaa. Die Forderungen der Verbündeten in der 
Kohlenfrage werden von der deutschen Kohlenkommiffivn 
als unannehmbar bezeichnet. Die deutschen Kohlen 
sachverständigen, u. a. auch Stinnes, find über dieses Diktat 
auf das höchste entrüstet. 
Paris. Millerand wird am 14. Juli nach Paris 
zurückkehren und dann einen Kabinettsrat abhalten. 
Berlin. Die neuesten Telegramme vom russisch 
polnischen Kriegsschauplatz besagen, daß die Polen auf 
der ganzen Front im Rückzüge sind und die größte Tiefe 
des Rückzuges bereits 100 Kilometer beträgt. Minsk 
wird von den Polen aufgegeben werden müssen, ebenso 
wie sie Lemberg schon geräumt haben. Auch Kowel, im 
Norden, ist bereits von den Bolschewisten genommen. 
Sitzung der Gemeindevertretung 
von Montag, den 5. Juli 1920. 
(Schluß.) 
Seickstckg bet Leibonsmittelpreise und startcffestxr» 
schgkttg. 
Antrag der Deutsch-demokratischen Fraktion: „Die 
Gemeindevertretung beauftragt: 1. Den Ä u s s ch u ß s ü r 
den Markt durch Verhandlungen mit den Kleinhänd 
lern oder in anderer Weise eine sofortige Senkung der 
Lebensmittelpreise herbeizuführen. 2. Den Ausschuß 
für L e b eusmitte l-Be s cha f s un g und -Vertei 
lung, den augenblicklichen Mißstand bei der Kartoffel- 
versorgung sofort zu beseitigen." 
G.-V. Th omsberger (Dem.) begründet den Antrag. 
Er weist auf die Mißstimmungen hin, die überall bei der 
Bevölkerung über die hohen Lebensmittelpreise entstan 
den sind, und die zu Lebensmittelkrawallen in verschiede 
nen Städten geführt haben. (G.-V. Buth: Segen des freien 
Handels!) Das ist nicht der Segen des freien Handels, 
sondern cs liegt daran, daß noch nicht alles vom freien 
Handel erfaßr ist. um hierdurch eine Preissenkung her 
beizuführen. Wenn sich die Preise von selbst regulieren, 
sann der Schleichhandel nicht mehr blühen. Don papierenen 
Protesten sei nichts zu erwarten; es muß ein Weg gefunden 
werden, um die Preise allmählich abzubauen. Er empfehle 
daher, daß der Markt-Ausschuß mit den Händlern verhan 
delt. uni die Preise zu ermäßigen, und daß diese Händler 
dann ivicder auf den Großhändler und Erzeuger ein 
wirken Zn 2 sei dann die Kar tof fe l v er so r g u n g 
ein Punkt der sehr drückend empfunden werde. Es gibt 
jetzt in Friedenau keine Kartoffeln zu erschwinglichem 
Preise mehr. Die alten Kartoffeln sind verschwunden, und 
die neuen tnerden non d^n Händlern mit 1.60 1.90 3Uif. 
je Pfund gehandelt. Hier muß der Lebensmittelausschuß 
eingreifen, um den Druck abzuschwächen. Am 29. Juni 
Wurde bekanntgegeben, daß im Keller Rhenistraße 31 Kar- 
löffeln zu haben sind. Am 30. Juni wurde dann ange 
kündigt. daß der Verkauf eingestellt sei, weil die Händler 
nun mit Kartoffeln reichlich beliefert wären, tatsächlich 
aber wurden die Händler nicht beliefert, die Hausfrauen 
konnten atte Kartoffeln nicht bekommen: die Händler haben 
nur neue Kartoffeln. Dabei sei auffällig, daß cs eigent 
lich Frühkartoffeln noch gar nicht gibt, weil das Kar- 
tofselbuddeln noch verboten ist. Aber es gehen Leute aufs 
Land und holen sich — namentlich aus dem Kreise Teltow 
— Kartoffeln, die sie dann als ausländische Kartoffeln auf 
den Markt bringen. Wir müssen verlangen, daß alte Kar 
toffeln geliefert werden und die Hausfrauen nicht gezwun 
gen werden, die teuren ausländ. Kartoffeln zu kaufen. Wenn 
die Kartoffeln nicht gleich in deni Umfange, wie erwartet, 
abgenommen werden, so darf das doch nicht dazu führen, 
die Kartoffeln abzuschieben, um etwa Verluste zu ver 
meiden. — Schöffe Pasche (Soz.) bemerkt, daß die auf 
dem Markt gehandelten Kartoffeln, wie aus den Schluß 
scheinen festgestellt wurde, italienische Kartoffeln wären. 
Man habe seinerzeit reichlich Kartoffeln erhalten und die 
Bevölkerung geradezu gebettelt, sich Kartoffeln im voraus 
zu kaufen und sie zu bergen; aber die Bevölkerung habe 
davon keinen Gebrauch gemacht. Wenn plötzlich, wie ge 
schehen. 10000 Zentner Kartoffeln eintreffen, weiß die 
Gemeinde nicht, wie sie sie bergen soll. Da müßte die Be 
völkerung sich Vorrat kaufen und selbst lagern, wie viele 
dies auch getan haben. Die Preise auf dem Markt werden 
stets nachgeprüft; jeder Händler muß da den Schluß 
schein vorzeigen, und wenn er ihn nicht hat, wird er be 
straft. Als die ersten italienischen Kartoffeln kamen, waren 
noch alte da. Die Händler verkauften die italienischen 
Kartoffeln damals mit Verlust und haben erst jetzt den 
zutreffenden Preis festgesetzt. Die Senkung der Preise 
durch Verhandlung werde kaum möglich sein; der Klein 
händler sei noch immer derjenige gewesen, der die Preise 
hochgehalten hat. — Bürgermeister Walger würde sich 
freuen, wenn der erste Antrag sich ausführen ließe; aber 
er sehe dafür keine Möglichkeit. Vielleicht mag dies im 
einzelnen Fall mal möglich sein. Nach den Erfahrungen, 
die er hier gemacht habe, können die Händler hier 
jeden .Preis nehmen; die Fricdenauev 
Frauen zahlen ihn. Der teuerste Markt ist 
der Friedenauer; wenn unsere Frauen zurückhalten 
der wären, würden die Händler nicht so verwöhnt sein. 
Aber man kann es ja mal versuchen. Die Vorwürfe über 
die Kartoffelversorgung sind vielleicht nicht berechtigt. Die 
Belieferung war nicht immer gut, und man hatte hier 
sck>on große Summen ausgegeben für andere Lebensmittel, 
um sie als Ersatz zu geben. Da trafen plötzlich Ende Mai 
große Sendungen ein. die zum Teil, schon verdorben waren, 
nnd in den „Amtlichen Nachrichten" vom 28. Mai wurde 
die Bevölkerung zum Vorankauf aufgefordert mit dem 
Hinweis darauf, daß wir vielleicht weiter keine Kartoffeln 
erhalten würden. 8 Waggons der gelieferten Kartoffeln 
wurden der Stärkefabrik überwiesen, um noch etwas aus 
ihnen für die Volkscrnährung herauszuholen. Die Händler 
nahmen auch die Kartoffeln nicht ab. weil sie die Haus 
frauen nicht kauften. Es sei auch ein Uebelstand, daß 
die Händler nur ungenügende Lagerräume haben. Es 
mußten denn auch große Mengen Kartoffeln im Freien 
gelagert werden. Kartoffeln aus dem Kreise Teltow hier 
her zu bekommen, sei sehr schwer, weil in diesem Kreise 
zu viel gehamstert werde. Wenn da täglich im Rucksack 
von zahlreichen Berlinern 30—40 Pfund nnd mehr Kar 
toffeln geholt werden, so bleiben nicht mehr viel Kar 
toffeln zum Mliefern übrig. Der Kreis werde durch die 
Hamsterer ausgepowert. Die Hausfrauen hatten selbst 
schuld, daß sie sich nicht genügend mit Kartoffeln versorg 
ten. man könnte da der Gemeinde keine Vorwürfe machen. 
In der Kartoffelversorgung für die nächsten Wochen sehe 
er sehr schwarz. Er werde sich aber Mühe geben, Kar 
toffeln zu bekommen. 
Ein Schlußantrag des G.-B. Buth wird angenom 
men. — G.-V. Thomsberger bemerkt im Schlußwort, 
daß es ihm fern lag. einen Vorwurf gegen den Gemeinde- 
Vorstand zu erheben.' Es haben viele Bewohner damals 
die Kartoffeln nicht auf Vorrat gekauft, weil .... (G.-V. 
Gieie und Richter: Weil sie kein Geld haben, um sie zu 
kaufen!) Das mag auch sein und würde er bedauern, 
aber auch deshalb, weil die Kartoffeln so schlecht waren. 
Von den 50 Pfund, die seine Frau kaufte, waren nur 
5 Pfund zur menschlichen Ernährung geeignet; er habe 
den Topf mit ..Kartoffelsuppe" zurückgegeben. Aber am 
3. Juli wurde noch in den „Amtl. Nachr." mitgeteilt, 
daß es Kartoffeln bei den Händlern freihändig gäbe, 
während es schon seit Dienstag voriger Woche keine Kar 
toffeln mehr gibt. Die Senkung der Preise auf dem 
Markt lmt man in Potsdam durch Verhandlungen mit 
den Kleinhändlern erreicht und er glaube, daß man das 
auch hier erreichen könne. Er bittet, die Anträge anzu 
nehmen. Bürgermeister Wal ge r bedauert, daß er hierzu 
nicht noch etwas sagen dürfe. G.-V. L ü decke (Dem.) 
bittet, dem Herrn Bürgermeister noch das Wort zu ge 
statten. dieser erklärt aber, daß die Geschäftsordnung ihm 
keine Handhabe gebe, die Aussprache fortzusetzen. — Die 
vorgelegten Anträge der D. D. P. werden nun einstimmig 
angenommen. 
G.-V. Lüders (Dem. Hosp.) fragt an. ob es nicht 
möglich sei. daß 2—3 Herren über den Markt gingen 
und die Preise prüften. Herr Friedet habe das früher 
oft getan und manche Preise herabgesetzt. Schösse 
Pasche erklärt, er habe nichts dagegen, wenn er darin 
von einigen Herren unterstützt werde. Die Verhältnisse 
seien heute aber andere; damals bestanden Höchstpreise, 
daran mußten sich die.Händler halten. G.-V. Lüders 
meint, es handele sich nur um die Kaputher, die haben 
keinen Schlußschein. Denen müsse man einmal die Preise 
herabsetzen. Dann sollte man sich auch mal den schwung 
haften Handel im „kleinen Rathaus" ansehen, was dort 
für Butter verkauft werde. Es gehe dort ein und aus. 
(Heiterkeit.) 
Zu einer persönlichen Bemerkung antwortet G.-V. 
Richter (Unabh.) noch dem G.-V. Lüdecke, daß aus 
der diesem eigenen Art hervorgehe, daß die Jacke gepaßt 
habe. Aus seinen Erfahrungen als Gemeindeverordneter 
treffe er schon immer das Richtige. G.-B. L ü decke (Dem.) 
bittet Herrn Richter, ihn doch für einen ehrlichen Menschen 
uiid nicht für einen Lügner zu halten. Das, was man ihm 
unterstelle, habe er mit keinem Wort angedeutet und e§ 
habe auch ein solches Gefühl, das ihm zugetraut werde, 
nicht mit einem tausendstel Teil bei ihm Platz gegriffen. 
Nach Verlesung und Genehmigung der Niederschrift 
wird die öffentliche Sitzung gegen H«12 Uhr geschlossen. 
Es folgt eine geheime Sitzung. 
LttmMWe» {Dt Stleiwu unö WgMg. 
(öiandr« unsrer o-Origtnalarttkel mir mit Quellenangab« gestattet^ 
o Stichjwovt ,,Eis«M». In der Woche vom 12. bis 18. 
Juli darf Brot, und Mehl nur aus die Brotkarte abgegeben 
und entnommen werden, deren Abschnitte das Stichwort 
„Eisen" tragen. Brot und Mehl auf die Karte mit dem 
Stichwort „Eisen" darf erst vom Montag, den 12. Juli 
ab verkauft werden. 
o Wirlkl. GrchtEutkP Obevbanrat Dr. O. Sarrazin, 
der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins, 
hier, Kaiserallee 117, wohnhaft, ist schwer er krault. 
Er vollendet demnächst das 79. Lebensjahr. » 
o SieLchi Brfü-er heißt der heutige lO.-Hfuli. Er 
gilt bei den Landleuten, wie der Siebenschläferiag, als 
Wettcrtag. Wenn es am Siebenschläfertag regnet, sott 
cs 7 Wachen lang regnen. Ebenso sagt man vom Sieben- 
Brüdertag; einige allerdings meinen, dass; er nur 7 Tage 
Regen im Gefolge hätte. Der Siebenschläfer war in 
diesem Jahre ohne Regen. Am heutigen Siebenbrüder 
hat es stark geregnet. Aber lassen wir uns nicht bange 
niachen und denken wir: keine Regel ohne Ausnahme! 
o Lam/djäjgsr, .sturtt Grardarim. Durch Verfügung des 
Ministers des Innern gilt von jetzt ab fiir die preußi 
sche Gendarmerie die Bezeichnung Landjägerei. Die bis 
herigen 'Gendarmeriewachtmeister .führen die Amtsbezeich 
nung Landjäger nnd Oberlandjäger,'di.2 bisherigen Ober- 
wachtmeister heißen Landjägermeister, die Gendarmerieosfi- 
ziere Landjägerrat. — So sehr die Verdeutschung des 
üblen ,dem Französischen entlehnten „Gendarm" zu be 
grüßen ist, .scheint doch die Bezeichnung „Landjägerei" urrd 
„Landjägernat" night Isehr glücklich. 
o Der ManKorLzwain>g der Hunde bleibt Die unterm 
16. April d. Js. erlassenen -Bestimmungen über Ver 
hängung der 'Hnndesperre in Berlin und Neukölln treten 
mit Ablauf des 10. Juli d. Js. außer Kraft. Hunde 
dürfen alsdann zwar wieder frei umherlauscn, müssen 
aber mit Maulkorb versehen sein, weil die Polizeiverord 
nung vom 6. August 1917 den ständigen Maulkorbzwang 
für Hunde anordnet. 
o Ein WetttbcwerP für Entwürfe für Wohnlauben ist 
vom Magistrat Spandau unter denjenigen Architekten 
Groß-Berlins ausgeschrieben worden, die vor dem 1. Juli 
1914 selbständig waren und heute noch selbständig sind. 
Die Entwürfe müssen bis zum 16. August 1920 beim 
städtischen Hochbauamt ,im Spandauer Rathaus einge 
reicht sein. 
o Die Lebemsiurbtelvertei lung in SchSnebcrg. Zur 
Ergänzung unserer gestrigen Mitteilung teilen wir noch 
folgendes mit: Bis zum 13. Juli findet, wie gemeldet, 
B o rsainm eld un g statt für 250 Gr. Haferflocken auf 
Abschnitt 33 der allgemeinen Lebensmittelkarte und 250 
Gramm Auslandsmarmelade auf Abschnitt 40 der roten 
nnd grünen Schönebergsr Bezugskarre. — Aus/ie- 
geben werden in der nächsten Woche: neben den üblichen 
Nationen von 1900 Gr. Brot, 250 Gr. Fleisch (aus 
ländisches Gefrierfleisch oder bezirksweise inl. Frischseisch), 
20 Gramm Butter. 70 Gr. Margarine. 375 Gr. 
Zucker, 250 Gr. Mühlenprodukte (Kücheninehl) 
auf Abschn. 0 34 der allgemeinen Lebensiuittelrarie. 125 
Gramm Penners Haf^rtakao auf Abschn. 38 der 
roten,-und grünen Schöneberger Bezugskarte' und als F c- 
r i e n ve r t ei l u n g auf de,andere Bezugsscheine 2 Pa 
kete Zwieback und 1 Paket Keks an die Kinder im 
l. bis 7. Lebensjahre und werdende Mütter, 125 0)r. 
K a k,a o an die Kinder im 8. bis 10. Lebensjahre und 1 
Dose Mal,zext rakt cm die Kinder im ll. bis 13. 
Lebensjahre, sowie an werdende und stillende Mütter. 
Austerdcm Festsetzung des Verkaufs von 30 Gr. Vo l I - 
ei Pulver auf Wschn. 35 der roten Schöneberger Äle- 
zugskarie und 250 Gr. zuckergesüßte Marmelade ans 
Abschnitt 36 der roten und grünen Schöneberger Be- 
zugSkarte. — Für die Entnahme voü Brotkarten^ 
in c h l, svweit vorrätig, gilt neben der Brortarie für 
die Woche vom 12. bis 18. Juli der Abschnitt 41 der 
rosen und grünen 'Schöneüerger Bezugskarte. Für die 
fehlenden Kartoffeln gibt eS je 150 Gr. Brot auf die 
Abschnitte 29a—e der Schöneberger Kartoffclkarte. also 
z is. 750 Gr. Brot. — An K o m m u n a l w a r e n stehen 
xum Verkauf: Männcrhemden, Unterhosen, Futterstoff. 
Drell, Drellhosen, Handtuchstoff, bunter Hemdenstosf, Kin- 
dertrikc-ts, Kinderstrümpse. Erstlingshemden, Erstlingsjäck- 
el eu. Mantelstoff, Tamenröcke. Damenmäntel. Kostüme. 
Stoff zu Knabenanzügen. Näheres am schwarzen Bret! 
und Zimmer '217 des Neuen Rathauses. — Eintommens- 
höchstgreiize für den Bezug von Kommnnalsckiuhwerk ist 
ans 6000 M. zuzüglich 500 M. für jedes Kipd festst,-setzt. 
o Für die dknkschrl Grsntzspende sind bei uns ferner 
folgende Beiträge eingegangen: S. W- 5 M-, O- W- 
‘J.siOl., H. P. 1 M , Richter 15 M.. W. Kleemann 5 M^. 
Frau E. K. 5M-, B. Scheunemann 10 M. Dalladat 10 
Mark, Familienfeier 50 M. Insgesamt bis jetzt 215 M-
        
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