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Periodical volume Nr. 22, 26.01.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

Antrag des Rechtsblock: 
Der Lehrerschaft der Flirdnerschcn Privatschute die 
selben Teuerungszulagen zu gewähren, wie der der beiden 
Privatlyzeen. 
G.-B. Dr. Anders (Dnat.) begründet de» Antrag, 
indem er bemerkt, daß ein solcher Beschluß ja schon in 
Aussicht gestellt war. Mit dem Widerstand gegen die 
Schule treffe ittäfi ja auch die Leute nicht, die man treffen 
wolle, die Lehrer aber haben den Nachteil. Es sollen 
dort Gehälter von 3000 M. noch bestehen. — Bürgermeister 
Walger findet derartige Dringlichkeitsanträge wenig er 
freulich, bei denen gewöhnlich ein schiefer Beschluß heraus 
komme. Es sei hier eine genauere Prüfung notwendig. 
Er beantrage Ueberweisung an den B.-A.-Ausschnß. — 
G.-B. Dr. Hasse (Soz.) unterstreicht das, was Bürger 
meister Walger sagte, noch in schärferer Form. Mt solchem 
Dringlichkeitsantrag überrumpele man die Vertretung. Den 
Borteil haben nicht die Lehrer, sondern die Schule. So 
erscheine der Antrag unter dem Gewände der Lehrerfreund- 
lichkeit. Er erwähnt noch, daß Fliedner sich geweigert 
habe, die Vorschule abzubauen. — G.-V. Leon Hardt 
(Dem.) spricht als Berussgenosse der Privatlehrer. Er 
erwähnt, wie schlecht die Lehrer an manchen Privatschulen 
noch bezahlt werden; es gäbe dort noch Monatsgehälter 
von 125 M. und 75, M. bei 30 Pflichtstunden. Jetzt haben 
die Privatlehrer einen Tarif geschaffen und er sei Obmann 
der Organisation für Berlin. Die Direktoren haben es 
abgelehnt, gemeinsam mit der Organisation zu verhandeln, 
es solle jede Schule das selbst machen. Das allerschlimmste 
sei, daß die Lehrer an der Fliednerschen Schule den Weg 
zur Organisation noch nicht gefunden haben. (Hört, hört, 
lickks.) Man habe ein Verzeichnis der Lehrer dieser Schule. 
Die größten Feinde wären die Lehrer, die nebenberuflich 
unterrichten; pensionierte Pastoren und Oberlehrer unter 
richten dort und die finden den Weg zur Organisation nicht. 
Wem: die Gemeinde hier eingreift, fällt sie der Organisation 
in den Rücken. Er bittet, die beantragten Zulagen nicht 
zu bewilligen. Das-«ilinge^vielleicht grausam, aber es 
müsse sein im Interesse der Herren selbst. Zunc Abbau 
der Vorschulen bemerkt er, das; ihm Bedenken jetzt ge 
kommen wären, ob der Beschluß nicht doch ein voreiliger 
war, nachdem die Minister Hänisch und Südekum in Berlin 
dis Vorschulen bestehen lassen. (Zurufe rechts: Endlich! 
Tr. Hasse: Friedenau ist vorangegangen.) — G.-V. Dr. 
Anders (Tnat.) bemerkt, daß man auch seiner Fraktion 
vorwerfe, sie habe in der Frage des Wbaus der Vorschulen 
voreilig gehandelt. Der Ueberweisung an den Ausschuß 
stimmt er zu. Es wird noch darüber gesprochen, welcher 
Ausschuß sich mit der Frage befassen soll. Es wird 
Ueberweisung an den B.-A.-Ä u s s ch u ß beschlossen. 
G.-V. Leon Hardt (Dem.) erklärt persönlich noch, daß 
er im allgemeinen für den Abbau der Vorschulen sei. 
Es findet eine kurze Erörterung über § 7 der Ge 
schäftsordnung bctr. Ueberweisung eines Antrages an den 
Ausschuß, wenn 0 Stimmen dafür sind, statt. 
sNachdr. unsrer v-O.riginalartikel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
v Landaufenthalt Im Auslande. Der Verein „Land 
aufenthalt für Stadtkindes hatte die Vertreter der in 
Holland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und 
der Schweiz für die Aufnähme deutscher Kinder tätigen 
Organisationen zu einer Aussprache über das Hilfswerk 
für das neue Jahr geladen. Vorsitzender Oberbürger 
meister Dr. Scholz-G'harlottenburg sprach den ausländi 
schen Vertretern für dsie großzügig geleistete Hilfe wärmsten 
Dank aus. Im letzten Jahre konnten nur annähernd 
100 000 Kinder in Deutschland auf dein Lande unter 
gebracht werden gege« 30 000 Kinder, denen das Aus 
land Gastfreundschaft gewährt habe. Der bekannte Kinder- 
arzt Geheunrat Pros. Die. Schloßmann-Düsseldvrf gab 
ein erschütterndes Bild von. den furchtbaren Verheerungen, 
die die Unterernährung ge/rade unter unserem jungen Nach 
wuchs angerichtet habe. Das Wachstum der Kinder sei 
oft um mehrere Jahre zurückgcülieber:. Die Widerstands- 
fähigkcit des kindlichen Körpers sei geschwächt, die Tuber 
kulose habe in erschreckenden: Maße in allen Kreisen der 
Bevölkerung zugenounnen. In wenigen Monaten würde 
in den meiste:: Großstädten und Judustriebezirkeu Deutsch 
lands ein gleiches Kinderclend herrschen, wie cs jetzt in 
Wien erschreckend zutage getreten sei. Die Vertreter des 
Auslandes erklärten sich bereit, in ihrer Fürsorgetätig 
keit fiir die Ausnahme deutscher Kinder mit allen Kräften 
fortzufahren, brachten aber zun: Ausdruck, daß die überall 
ün Ausland bkckanntgewordene Bereitwilligkeit deutscher 
Städte, Wiener Kinder bei sich aufzunehmen, im 
Ausland die Meinung habe auskommen lassen, daß Deutsch 
land der Fürsorge nicht nrehr in dem Maße wie bisher 
bedürfe. Die Werbetätigkeit für die Auft:ah:::e deutscher 
Kinder begegnet infolge dessen großen Schwierigkeiten, und 
cS müsse erst wieder eine erneute Aufklärungstätigkcit über 
die nach wie vor in Deutschland bestehende ungeheure 
Notlage einsetzet:. 
o In der Volkshochschule Friedenau beginnt an: Mon 
tag, den 26. 1.. abends 8 Uhr, Herr Dr. Just seine 
ÄortragSreibe „Fortpflanzung und Vererbung". Das hoch 
interessante Thema wird durch Lichtbilder und Demonstra 
tionen besonders lichtvoll bchcnckelt und dürfte wohl einen 
großen Hörerkreis anzicljcn. Ganz besonders sei nochmal 
auf die Vortragsreihe des Herrn L c o n h a r d t aufnwrk- 
sam gemacht, der an den Dienstag-Abenden durch 
Darbietung einiger Kapitel aus der praktischen Mathematik 
~ ” “ aeMassccaan 
wertvolle Winte für die Berufsarbeit gibt. Gerade au§ 
seinem beredten Mund werden wohl solche Ausführungen 
besonders denen wertvoll sein, die tm praktischen Berufs 
leben stehen. Am Mittwoch beginnen 2 Vortragsreihen 
Herr Professor Dr. Riem, .vielen Hochschulbesuchcrn bc 
reits lieb und wert geworden, .fährt, in seiner von Licht 
bildern erläuterten Einführung in „Mensch und Sternen 
weit" fort. Einen rein praktischen Kursuo eröffne: Herr 
Zeichenlehrer Zipp er er, wenn er im Zeichensaal dec 
Gymnasiums Unterricht erteilt unter dem Gesichtspunkt: 
„Wie kann ich die Umwcft zeichnerisch erfassen?" Karten 
zu 4 M. für je eine Vortragsreihe und zu 1 M. für 
den einzelnen Abend sind an der Abendkasse in: Gymna 
sium zu Wen. 
j o M«x Hofpauer in der Kunstgemeinde. Der Leitung 
der Kunstgemeinde, die uns die persönliche Bekanntschaft ' 
mit fast allen bedeutenden Künstlern und Dichtern zu 
vermitteln und der es gelang, die südwestlichen Vor 
orte von dem Konzertleben Berlins unabhängig zu machen, 
indem sie uns gleichwertige Konzerte zu bedeutend billige 
rem Eintrittspreise bietet, ist es gelungen, in dem Hof 
schauspieler Max Hofpauer aus München, dem früheren 
langjährige:: Direktor des Theaters des Westens, einen 
der besten Meister des humoristischen Vortrags zu ge 
winnen. Er wird am 11. Kunstgemeinde-Abend am nächsten 
Freitag in: Steglitzer Lyzeum, Rothenburgstr. 18, mit 
feinem Geschmack und großem literarischem Verständnis 
ausgewählte Dichtungen von Rudolf Presber, „Karlchen", 
Roda Roda, Rosegger, Ludwig Thvma n. a. zum Vor 
trag bringen. Schon einmal, vorm Kriege, war Hofpauer 
Gast der Knnstgemeinde, und die Presse bezeichnete den 
Wend als den lustigsten des Jahres. Das wird diesmal 
nicht anders sein, und daher möchten wir jedem, der in 
dieser ersten Zeit sich seine Sorgen vom Herzen lachen 
will, den Besuch des Abends empfehlen. Karten in der 
Buchhandlung Teschner, Schloßstr. 93. 
o ReiscbUdcr. Zur Fortsetzung des VortragSkursuS von 
Dr. Hermann Hasse über seine Weltreise (mit Licht 
bildern) an der hiesigen Zweigstelle der Humboldt-Hoch,- 
schule (Goßlerstr. 15)' an: heutigen Mvntag abend 9—10 
Uhr können wegen des Andranges pur noch wenige Kar 
ten ausgegeben werden. Wer auf einen Sitzplatz rechnet, 
wird gebeten frühzeitig zu erscheinen. 
o Tie Kunststätte für Volksbildung hält wegen Koh 
lennot ihre Geschäftsstelle in der Taunusstr. 20 bis Ende 
d. Mts. geschlossen. Vom 1. Februar ab, nach Wieder 
eröffnung, sind die Bürostunden wie sonst, 11—1 und 
4—6. Es erfolgen weitere Rückzahlungen auf Eintritts 
karten der ,/Klassikerabende", sowie Anmeldungen neuer 
Mitglieder (2 M. pro Jahr und Person). Rur die neu 
erhobenen Karten für 1920 berechtigen zu Ermäßigungen 
in: Preise der Eintrittskarten zu den Gastspielen des 
Staatl. Schauspielhauses :md der sonstigen Veranstaltungen 
der „Kunststätte" und der n:it ihr im Volksbühnenverband 
südwestlicher Vororte Berlins verbundenen Vereine. — 
Am Freitag, de:: 6. Februar., abends 8 Uhr, findet im 
oberen Saa!^ des „Hohenzollern" in der Handjerysttaße 
der erste zwanglose Klubabend der Kunststätte statt, zu 
dem sich Mtglieder und Gäste beim Glase Bier oder 
einer Tasse Kaffee zusammenfinden, um freie Vorträge von 
Künstlern und anderen Herrschaften anzuhören und hinter 
her in: Tänzchen Belustigung zu finden. Diese Klubabende 
sollen häufiger wiederholt werden, um die Bekanntschaft 
zwischen den Mitgliedern zn vermitteln. 
o Kirchenkonzert. Bei den: bereits bekannt gemachten 
Kirche::konZert in der Kirche zum gute:: Hirten am 31. 
Januar, das wiederum zugunsten des Glockensonds 
stattfindet, werden außer einigen Orgelwerken auch Ge 
sangs- und Cellokompositionen mit Orgclbegleitung dar 
geboten werden. Die Orgelstücke werden vo:n Veranstalter- 
des Konzerts, Herrn Organist Willy Jaeger ausgeführt, 
der ein Schüler Pros. Egidi's, sowie unseres Mitbürgers 
Prof. Friedrich E. Koch ist. Zunächst gelangt eine Orgel 
phantasie über den 8. Psalmton mit Benutzung des Ra- 
deck'schen Liedes „Gebet" zum Vortrag, deren Komponist 
Prof. Karl Thiel, der geschätzte Leiter des Madrigalchors 
ist; unter ,,Psalmton" versteht man eine feststehende alte 
Kirchenmelvd:c (CantuS finn:w) aus der Zeit Gregors 
des Großen. Diese Ivirkungsvolle Phantasie wurde kürz 
lick bei einer Aufführung in der Hochschule für Musik 
beifällig aufgenommen. Es folgen später zwei kürzere 
Choralvorspiele von Max Reger (,O> Welt, ick muß dich 
lassen" uno „Jesus meine Zuversicht") und eine Orgel 
fuge über den. Namen Bach vör: Rob. Schumann, "der 
also die Tonfolge A—A—E—H als Thema zu Grunde 
liegt. Die Ausführung der Cellokomposittoncu hat der best- 
bekannte Cello-Virtuose Lftniin Lieb ermann, der häufig 
in: Don: mit Pros. Walter Fischer konzerliert. in dan 
kenswerter Weise übernomn:en. Außer einem Larghetho 
von Camillo Schumann und den: Wendlicd von Robert 
Schumann ivird er ein sehr interessantes und waftn 
empfundenes Jugcndwcrl von Richard Strauß zun: Vor 
trag bringen, nämlich das Andante aus der CellosoNate in 
F-dur. Für der: gesanglichen Teil der Vortrage ist die 
den Friedenauern aus häufigen Kvnzertmitwirkungen gut 
bekannte und beliebte Sopranistin Luise Hahn und der 
Baritonist Traugott Schweizer, ein Schüler des Kam 
mersängers Hofsinann von der ehemaligen Kgl. Hofoper 
gewonnen worden. Fräulein Hahn wird 3 Lieder — „Im 
Abendrot" von Fr. Schubert, „Maria Wiegenlied" von 
Reger und „Zum neuen Jahre" (K:rchengcsang> von 
Hugo Wolf — singen. Herr Schweizer bringt die Arie „Es 
ist .genügst misst dxnr. „EliüS", von Händel, sowie das 
weihevolle „Vater-Unser" von Krebs zun: Vortrag. Deck 
Abschluß des Abends bildet ein geistliches Duett für 
Sopran und Bariton von Willy Jaeger, das demnächst 
im Verlag von B. Siegel (Berlin) erscheinen wird; d:e,em 
Duett- liegt der Text deß 57. Psalms „Se: m:r gnad:g, 
Gott,- denn auf dich trauet meine Teele" zugrunde. -- 
Eintrittskarten zu 1, 2 und 3 M. sind noch:n der Kustere:, 
Kaiserallee 76, und bei Schwach, Rheinstr. 60 (Musika 
lienhandlung) zu haben. Da es sich um die Glockensache 
handelt, möchten wir zu recht reger Beteiligung einladen. 
Verews-NsckricktLN 
X Orchester» Bereinigung des Westens (50 Mitgl.) llebungs' 
abende jeden Dienstag '/,8 —7,10 im Saal Rheinstr. 24 (Musik 
freunde willkommen.) 
)( Der „Fricdenauer Gesangverein für geunichtcn Chor . 
(Chormeister: Gesanglehrer Walter Schmidt) übt jeden Dienstag 
im Gesangssaal der Königin Lüise-Schule. Aufnahme neuer Mit 
glieder im Uebungssaal; Herren besonnderS erwünscht. 
X Deutsch-Nationaler-Jugendbnnd. Morgen, Dienstag, den 
2?. d. M. findet im Rudel-Lyzeum um 6 Uhr eine Mitgliederver 
sammlung statt. Gäste find willkommen. 
)( Männer-Turnvcrcin. Wir ennnern nochmals an die morgen 
(Dienstag) abend 7 Uhr, in der „Kaisereiche" stattfindende ordent 
liche Mitgliederversammlung. Das Erscheinen aller Mitglieder H. 
dringend erwünscht. 
)( Wissenschaftlicher Verein Cr. B. Oeffcnrlichcr Vortrag am 
Mittwoch, den 28 Januar, abends 8 Uhr, Georgenstr. 34/30: 
Professor Dr. Schuchhardt „Wie ist Europa indogermanisch 
geworden? Mit Lichtbildern. Karten am Borlagsabend und in 
der Geschäftsstelle Georgenstr. 34/86, 
)( Der HauSfrauen-Vereiu Friedenau veranstaltet unter eigner 
Leitung für seine Mitglieder am 28. Januar d. I. einen 4 Uhr 
Tee mit musiikalischen Vorträgen. Fr Oberst!. Schäfer. Frl. Fleischer, 
Frau Mohrhahrdt. Eintritt 1 Mk. Tee ohne Gebäck wird gereicht. 
Durch Mitglieder eingeführte Gäste find willkommen. 
§cboneberg r 
—o Dem Bürgermeister Machowicz dev Stadt Berlin- 
Schöneberg ist das Eiserne Kreuz 2. Klasse an: weiß- 
schwarzen Bande verliehen worden. 
—o 25 Jahre bei einer Herrschaft. Fräulein Therese 
Hein icke, im Hause der Frau Geh. Hofrat Schacher, 
ist am 1. Februar 25 Jahre bei derselben Herrschaft 
als Hausangestellte tätig. Bereits vor 3 Jahren erhielt 
Fräulein H. die silberne Brosche für treue Dienste. 
Böfta Br©ndaS 
Pfrg. 6879 Ka!s»r-Äl!ee t42. 10-5. 
Platlenloser Zahncrsaüx 
Perantw. Schriftleiter: Hern: M artin tu S- in Fricdenau. 
Bekanutmachnng. 
Der Präsident des Landgerichts II zu Berlin, hat den 
Generalagenten Bruno Raab, 'Kaiscrallee 102, als 
Schiedsmanns-Stellvertreter für den Bezirk 13, Berlin- 
Friedenau l auf eine dreijährige Aintspcriode verpflichtet. 
Berlin-Friedenau, den 22. Januar 1920. Der Gcmcirckc-" 
Vorsteher. Walger. 
Bekanntmachung. 
In der Zeit öom 27.—29. Januar gelangen - solgoirde- 
Lebensmittel zur Ausgabe: Aus Groß-Berliner Lebens 
mittelkarte: 125 Gr. Teigwaren ans Abschnitt 111, 125 
Gramm ausl. Hülsenftüchte aus Abschnitt 112, 125 Gr. 
Maisfabrikate auf Lkbschnitt 113. Auf Einfuhrzusatzkarte: 
je 250 Gramm Ccrealmehl auf die Abschnitte W 24 und 
£24, zus. also 500 Gr. Es kosten: 1 Pfd. Teigwarcn 
1,18 M., ausl. Hülsenftüchte 1,25 M-, Mais fab rikale 
2,90 M-, Eerealmehl 70 Pfg. Berlin-Friedenau,den 24. 
Januar 1920. Der Gemeindevorstand. I. B.: Fricdel. 
Vekmmtmachsng 
In der Woche vom 26. Januar bi-:- I. Februar gibt 
es auf die Abschnitte 5 a und b der Kartoffelkarte 2 Pstd. 
Kartoffeln. An Stelle der fehlenden Kartoffeln werden 
verabfolgt: 
a) 4 Pfund Kohlrüben auf die Abschnitte c—f der Kar- 
toffelkarie; 
b) 200 Gramm Nährmittel auf Abschnitt g der Kar 
toffelkarte. 
Die Kohlrüben können in den Geschäften entnommen 
werden, in denen die Käufer in die Kartosfclkundenlistc 
eingetragen worden sind oder in den Gcmcindevcrkaufs- 
stellen Niedstraße und Rheingaustraße. Die Nährmittel 
werden a:: die Haushalte mit nachstehenden Nummern 
der Berlin-Friedenaucr Austveiskarte in folgenden Ge 
schäfte:: ausgegeben: 
Nr. 1— 1000 bei Grünthal, Rheinstraße 9 
1001— 2000 bei Schöning, Lauterstraße 16 
2 001— 3 000 bei Mittag, Ringstraße 20 
3 001— 4 000 bei Ziemte, Nhcinstraße 49 
4 001— 5 000 bei Mikolowski, Handjerystraße 7! 
5001— 6 000 bei Habcrmann, Älbcstraße 20 
6 001— 7 000 bei List, Jsoldcstraße 1 
7 001— 8 000 bei Fehr, Kaiscrallee 61 
8001— 9 000 bei Mosig, Taunusstraßc 5 
9 001—10 000 bei Ortmann, Stubenrauchstraße 60 
10001—11000 bei Gaegc, Friedricb-Wilhelm-Platz 1 
11001—12 000 bei Winkelinann, Kaiserallee 77 
12001—13 000 bei Treuholz, Bornstraße 27 
13 001—-14 000 bei Kern, Südwestkorso 14 
14601—Schluß bei Kühnast, Hertelstraße 10. 
Berlin-Friedenau, den 24. Januar 1920. 
Der Gemeind,eyorstaud. H. V. Friedet 
aaMamaMMOna 
Gewandte 
sofort gcfuöjf. 
Meldungen von 11—13 Uhr vormittags. 
MM? heg Wcns?• T 
StetUtt ffi.80, Stnen# eüfitr; 111 ii. 
sofort gesuchN 
Meldungen von II —13 Ilhr vormittegt 
WUli» Hei MlM?. l 
Berlin W. Z0,T»menkieNftr.A '24. 
Gewandte 
MlltiilfiiH 
sofort gesucht. 
Meldungen von 11—13 Uhr vormittag?. 
MW» W WW f;l 
NerlinW.80,TKAentzienstr 81/24. 
iisSi 
WWMxIÄili 
Verlobte 
BerJi:;-Friedenan 
ScHacliiensee bei Berlin 
i n Januar 1920. 
Kaufm. Unterricht 
v. Bücherrev. Strrmpel, 
Schwalbacherstr. 7 ^ 
962) HandelSfSch -Bu 
firajm Rechnen, 
tsm . Schriftverkehr,
        
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