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Periodical volume Nr. 141, 25.06.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

habe, vb noch jemals etwas' vorzubringen habe. Alle 1 
Anschaffungen seien mit Zustimmung des Ausschusses , ge 
macht worden. G.-B. Leonhardt (Dem.): Die Ein 
berufung ist selbstverständlich Sache des Dezernenten. Wenn 
aber ein Mitglied etwas vorzubringen hat und die Ein 
berufung des Ausschusses für notwendig hält, so kann 
es an den Dezerndnten herantreten und t>ie Einberufung 
beantragen. ' Er habe so- in vielen Fällen , gehandelt. ' 
Bürgermeister Walgcr antwortet weiter zur 3. Frage 
über die Hinzuziehung von Sachverständigen, daß diese 
Angelegenheit, nachdem man über die Prrsonenfrage nicht 
gleich. einig werden konnte, schließlich- eingeschlafen sei. 
Eine Abrechnung des - Levcnsmittelamtcs habe er zum ' 
Jahresabschluß stets gegeben und habe auch so wiederholt 
Auskunft darüber erteilt. Im Jahre 1619 sei ein uner 
heblicher Ueberschuß erzielt worden. Wie es in diesem 
Jahre sei, sei noch nicht abzusehen. Es werde im Sinne 
der Gemeinde (G.-V. Lüdecke: hoffentlich ungünstig) un 
günstig sein, im Sinne des Volksganzcn also günstig. Die 
Verluste an den letzten Einkäufen können nicht nennens 
werte sein, wenn sie eintreten sollten. Die,Gemeinde habe - 
aber noch für 1 / 2 Will.. Mark Lebensrnittel liegen. Die 
rationierten Lebensmittel werden jetzt weniger^ abge 
hoben, weil das .Publikum frisches Gemüse kaufe. Es 
sei dies schließlich besser, als wenn es umgekehrt wäre 
(Zustimmung). 
G.-V. Lüdecke (Dem.) stellt drei Anfragen: 1. Wie 
stehen die Verhandlungen mit dem Ratskellerwirt. 2. Wann 
kommen die angekauften Stiefeln zum Verkauf und 3. Ob 
der Vorstand rechtzeitig die Vorlage über Erhöhung und 
Nachzahlung des Stcucrzuschlages einzubringen gedenke. 
Bürgermeister Walger antwortet-zu 1, daß der Rats 
kellerwirt die Anerbietungen abgelehnt habe; der Wirt 
schaftsausschuß werde sich mit dieser Frage noch be 
schäftigen; 2. die Stiefel werden am Montag, Dienstag 
und Mittwoch zum Verkauf komm». Schöffe O t t be 
stätigt dies, im Nahrungsmittclblatt werde darüber eine 
Bekanntmachung erfolgen. Zur 3. Frage meint Bürger 
meister Walger, daß man sich dahin entschieden habe, 
von dem Stcuerzuschlag Abstand zu nehmen. -Es findet 
hierüber noch eine kleine Aussprache zwischen. Bürger 
meister Walger und G.-V. Lüdecke statt und Bürgermeister 
Walger erklärt schließlich, daß der Gemeindevorstand 
auf die Einbringung der Stcuervorlage verzichtet. G.-B. 
Schön kn echt wünscht die Prüfung der Kohlenfrage des 
Ratskellers. Auch das soll im Wirtschaftsausschuß ge 
schehen. - ' ■ 
G.-V. Dr. Hasse (Soz.) gibt die Erklärung ab, daß 
die Angelegenheit mit dein Iugendpfleger Kühn 
erledigt worden sei, ohne daß ans diesem etwas hängen 
geblieben wäre. 
Die MKlnbt. 
G.-V. G i e s e (Soz.) fragt den Amtsvorsteher» was 
er zu tun gedenke, damit das auf den Höfen herumliegende 
Müll, das einen pestilenzartigen Gestank verbreite und 
die Rattenplage vermehre, zu beseitigen. Bürgermeister 
Walger erklärt, daß die Müllsrage unerquicklich und 
schwierig zu lösen sei, weil er nicht in der Lage sei, irgend 
etwas mit Erfolg dagegen zu unternehmen. Er könne 
nur Polizcistrafen erlassen und androhen, daß er das 
Müll aus Kosten des Hausbesitzers abfahren lasse, wenn 
dieser cS nicht selbst tue. Es sei aber nicht möglich, die Müll- 
massen fortzuschaffen, weil cs an Abladeplätzen fehle. 
Er habe sich deswegen schon mit Wilmersdorf und Schöne- 
berg in Verbindung gesetzt. Er könne ja nun wohl mal 
bei einigen Hausbesitzern das Müll abfahren lassen und 
diese müßten dann bezahlen dafür, soviel cs auch kostet. 
Aber er möchte doch nicht einigen armen Hausbesitzern die 
hohen Kosten aufbürden. G.-V. Frau Laskus (D. Vp.) 
begrüßt die Anregung; die Müllplagc sei ein öffentliches 
Aergernis. Ein klein wenig könnten die Hauswirte da 
doch tun. An'jedem Hause sei ein kleiner Garten, wo 
man das Müll vergraben könnte, so wie es ihr Hauswirt 
schon öfter getan habe (Zurufe, Heiterkeit, Schöffe Pasche: 
Das ist ja verboten, wo bleibt der Amtsvorsteher, Bürger 
meister Walgcr: Ich werde morgen gleich hinschicken. 
Heiterkeit). G.-V. G i c s e (Soz.) meint, es würde vieles 
schon besser, wenn die Hauswirte angehalten würden, Kästen 
aufzustellen. Schöffe Pasche (Soz.) erklärt, die Müll 
abfuhr sei ein besonderes Kapitel, daS die Gemeindever 
tretung schon jahrelang beschäftige. Die Wirtschaftsgc- 
nosscnschaft habe in der Kriegszeit dreimal die Preise er 
höht. Früher hatte er 335 M. jährlich gezahlt, jetzt soll 
er 4000 M. zahlen. Er sei nicht mehr iu der 
Lage, bei dem Mictszuschlag von 20 v. H. 
den Betrag von 4000 Ai. für die M ü l l a b f u h r 
lzu zahlen (Schöffe v. Wrochem: Hört, hört). Er 
müsse die Sache jetzt anders erledigen) Dieselben Zu 
stände, wie sie Herr Giese schilderte, seien auch bei ihm; 
er lasse nun alle vier Wochen das Müll durch einen Privat 
unternehmer abfahren, da zahle er nur die Hälfte der 
Kosten wie sonst. G.-B. Dreger (D. Vp.) erklärt, daß 
die Kasten der Wirtschaftsgenossenschaft gehören. Die 
Wirte hätten keine Kästen. Diese seien auch jetzt gar nicht 
zu beschaffen, und tuen» man sie erhalte, seien sie sehr 
teuer. Eiic Kasten kostet jetzt 500—600 M. G.-V. Müller 
(Dnat.) führt an, daß bei zwei Kästen die Abfuhr der 
Wirtschastsgenosscnschaft jetzt 4380 M. koste. 
G.-V. Sarrazin (Ehristl. Dp.) führt einen Fall 
an, wo eine Person, die einen Paß wünschte, durch eine 
ungenaue Auskunft auf dem Rathaus nach acht.' ver 
schiedenen Stellen geschickt wurde. Bürgermeister.-Wal- 
ger bittet, solche Fälle ihm doch selbst sogleich zu meldet!, 
damit er sie sofort nachprüfen könne. In den Paßsacheu 
wechseln aber auch die Bestimmungen fast täglich, so daß 
es vorkommen könne, daß eine Vorschrift, die heute noch 
galt, morgen schon wieder überholt sei. G.-B. Lüdecke 
(Dem.) bemerkt, daß ihm bei einer Anfrage auf dem hie 
sigen Rathaus von dem betreffenden Beamten sofort die 
vier in Frage kommenden Stellen in einer Minute genannt 
wurden; er habe aber auch genau gefragt. 
Nach der Verlesung und Genehmigung der Nieder 
schrift toird die öffentliche Sitzung gegen 11 Uhr geschlossen. 
ES folgt eine geheime Sitzung. 
MiiiHii {Oe Sricöenou uns «»Mg. 
(Bachdr, unsrer o^rigiualartikel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Stichwort ,A>ilnd". In der Woche vom 28. Juni 
bis 4. Juli, 1920 darf Brot und Mehl nur auf die Brot 
karte abgegeben und entnommen werden, deren Abschnitte 
das Stichwovt . »Wind" tragen. Brot und Mehl auf die 
Karle mit dem Stichwort. „Wind" darf erst von Montag, 
den 28. Juni-.ab verstaust werden:. . 
o FreihandigerKartoffelverkarrf der Gemeinde findet 
im Keller des Hauses Kaiserälles.126 von Montag ab in 
der Zeit von 8- 12 Uhr vormittags und 1 / a 2—5 Uhr nach 
mittags statt. 
oA Günstige Jahresabschlüsse. Die Gewinn- und 
Berlustrechnuiig des Steglitzer Elektrizitätswerkes zeigte für 
das Jahr 1919 einen Reingewinn von 745 403 Mark 
gegenüber 277 928 Mark im Vorjahr. — Die jetzt durch 
geprüfte Jahresrcchnung-der Gemeinde Martendorf für das r 
Rechnungsjahr 1918/49 schließt mit-einem Ueberschuß von- 
186 680 Mark. — Der. Zinsenüherschuß der Schünebcrgvr. 
städtischen Sparkasse beläuft sich für 1919 nach dem soeben^ 
vorgelegten Jahtcsabschlutz aus 1693 765 Mark gegenüber 
1 219 902 Mark im Vorjahr. Der Zinsenüberschuß der- 
städtischen Girokasse beträgt 384 639 Mark oder 262 432 
Mark mehr als im Geschäftsjahr 1918. 
o Die Frilmritstiefel der 2. Klasse kosten 110 M„ nicht 
210 M. wie in den ^,Amil. Nachr." steht. 
o Der Lohnabzug. Die Schwierigkeiten, die .durch 
die mangehafte Vorbereitung des zehnprozentigen Steuer 
abzuges von Lohn und Gehalt entstanden-sind, wurden 
gestern im interfraktionellen Ausschuß des Reichstages 
besprochen. Von verschiedenen. Seiten wurde angeregt, 
.wenigstens die Durchführung auf einen späteren. Termin 
/zu verschieben. Der Finanzminister erklärte sich jedoch 
außerstande, diesem Wünsche zu entsprechen. 
Kind Sie Luzvftiede» 
mit der Ziistcllüng unseres Blättäs durch-' unseren 
Zeitungsboten-und müssen Sie dauernd über 
unpünktliche Lieferung klagen, so empfehlen wir 
Ihnen, den /»Friedenauer Lokal-Anzeiger" beim 
Ppstamt zu, bestellen- Der Postbote bringt Ihnen 
unser -Blatt täglich und zwar noch am 
gleichen Abend. 
o Freigebe weiterer Kohkerikarten-Afischnttte. Von der 
Kohlcnstelle Groß-Berlin werden vom 1. Juli ab zur 
Entnahme und Abgabe-von Kohlen folgende weitere 1« 
schnitte freigegeben: Abschnitt 5 der 12 Zentner-, Abi- 
schnitt 15 der 16 Zentner-, Abschnitt 25 der 24-Zent- 
ner-, Abschnitt 35 der 32-Zcntncr-'Kochkarte; Mschnitt 5' 
der 5-Zcntnef-, Abschnitt 15 der 10-Zentner-, Abschnitt' 
25 der 20-Zeiitner-, Abschnitt 35 der 30-Zentner-, Ab-' 
schnitt 45 bezw. 55 und 65 der 40 Zentner-Qseukarten. 
Bevorzugt zu beliefern sind die früher freigegebenen 4lb- 
schnitte der Koch-, Ofen-, Koks- und Sonderkarte, sofern 
sie nicht für verfallen erklärt sind. 
o Fleisch und Fett tu Schönelberg. In Schöneberg 
gibt es bezirksweise 250 Gramm inländisches 
Frischfleisch bezw. ausländisches Gefrierfleisch auf Abschnitt 
27 der Reichsfleischkaric. — Auf Abschnitt 27 der Speise- 
fcttkarte 20 Gramm Butter und 70 Gr. Margarine. * 
v Für dien E^whiLermtgsvau des Schsönebcrger Rat 
hauses waren, ursprünglich 1.500 000 M. bewilligt worden. 
Unter Zugrundelegung der jetzigen Preise, die bekanntlich 
iu den meisten Fällen um das 10 fache gestiegen find/wird 
sich die Fertigstellung des Baues auf rund 6200 000 M. 
stellen. Die hiernach auch vorgelegte Frage, den Bau 
vorläufig ganz einzustellen oder nur bis zum 2. Stock 
werk durchzuführen, wurde abgelehnt, da nach den aufge 
stellten Berechnungen eine Ersparnis kaum zu erwarten sei. 
So beantragt der Magistrat, die noch benötigten 4 700 000 
Mark zu bewilligen. ' 
o Zur UrrtchWtzlMg von Schönebergcr 6 Anwohnern, 
die in der Kappwoche Schaden erlitten- haben, will der 
Magistrat einen Betrag von 30 000 M. zur Verfügung 
stellen. Die Erledigung der Anträge auf Erstattung der 
Schäden oder Aussetzung einer Rente wurde zunächst zu 
rückgestellt, weil das Inkrafttreten eines neuen Tnmutt- 
fchäd.engcsetzes unmittelbar bevorstand. 
o Flugpost Berlin—Swinemünde. Vom 15. Juki wird 
zwischen Berlin und Swinemünde- eine tägliche Flugpost- 
verbindung Unterhalten werden. 
o ANfl-ftelltcnversichprung. Durch Gesetz vom 31. Mai 
1920 ist die versicherungspflicht!. Gehaltsgrenze in dev An- 
gcstelltenversi'chcrung auf 15 000 M. festgesetzt worden. Die 
Beiträge bleiben die gleichen,, so daß bei allen Einkommen 
von 4 bis 15 000 Mark die höchsten Monatsbeitrüge von 
26,60 M. zu zahlen sind. Angestellten, die infolge Ueüer- 
schreitung der bisherigen Oiehaltsgrenze von 7000 M. 
einige Zeit nicht versicherungspflichtig waren, werden die 
Monate der Zwischenzeit für die Aufrechterhaltung der 
Anwartschaft angerechnet. Sollten freiwillige Beiträge in 
der Höhe der letzten Pflichtbeiträge geleistet fein oder 
nachentrichtet werden, so gelten diese als Pflichtbeiträge 
bezüglich der Wartezeit. 
v Kirfchstsine nicht stuf die Straße spucken! Nachdem 
die pirschen in größeren Mengen auf - den Maylt gc- 
komnien sind, kann man auch wieder die alte Unsitte be 
merken, daß die Kirschsteine auf den Bürgersteig gespuckt 
werden und dort eine Gefahr für jeden andern Menschen 
'bilden. Als heute Vormittag eine älterq Dame ebenfalls 
die Unsitte übte und einem Herrn die Kirschsteine un 
mittelbar vor die Füße spuckte, nahm der'Herr Veran 
lassung, der Dame in kräftiger Ausdnucksform das Un 
passende ihrer Handlungsweise darzütun. - Deü Herr war 
auf einem der ausgespuckten Steine ausgerutscht. Hätte 
er sich dabei Schaden zugezogen, wäre die Dame haft 
pflichtig gewesen. Es kann also das Ausspucken der Kirsch 
kerne ein recht teurer Spaß. u. U. für den Kirschenesser 
werden. 
o Ei» Prozess «nt den Treppenläufer. Eine für 
alle Hausbesitzer und Mieter wichtige Entscheidung, hat das 
Landgericht Berlin II gefällt. Ein Mieter hatte seinen 
Wirt verklagt, weil dieser die Treppenläufer, die beinl 
Mieten der Fünfzimmerwohnung vorhanden waren, aus 
Furcht vor einem neuen Läuferdiebstahl dauernd entfernte. 
Das AmtSMicht Schöneberg und das Landgericht II haben 
den Bl. f. Rechtspflege zufolge den Wirt verutteilt, die 
Treppenläufer wieder anzubringett. Das Landgericht führte 
ans, daß cs sich hier um größere Wohmmgen in guter 
Gegend' handle, wo Anspruch aus Treppenläufer erhoben 
werden .könne. Die Befürchtung eines Diebstahls gebe dem 
Wirt nicht das'Recht, die Treppenläufer zu entfernen, die 
drr Kläger btzL^ewM)MnztU vorgefunden habe und deceu 
Vorhandensein auf seine Metlust und bei Bestimmung de? 
Mietpreises nicht ohne, Einfluß gewesen sein. 
'Zuschlag für poftlagenlde Sendungen. Es wird 
enieut darauf hingewiesen, daß für jede postlagernde Sendung 
zu der Freigedühr ein Zuschlag von 10 Pf. erhoben 
wird, der mit der' Freigebühr zu entrichten ist. 
o Die Vereinigung des Friedenauer BürgcrratS 
mit dem Schöneberger Bürgcrrat ist in einer Sitzung der 
geschästssührenden Ausschüsse beider Bürgerbünde vollzogen 
ivordeü. Aus Friedenaan nahmen an ddr" Sitzung teil die 
Herren Prof. Raihgen, Pelkmunn, Skalweit und Haupimann 
'Wolfs. Es würde'vereinbart, daß ein Drittel der Borstands- 
sttze den Friedenoneni zufallen solle und zwar besetzen.diese 
das Amt des 2. Vorsitzenden, 2. Schriftführers und 2. Schatz 
meisters. Die Wahl des Vorstandes soll aber erst in der 
Hauptversammlung am 25. August staitsinden. Rach einer 
eingehenden Besprechung über die Stadtverordnetenwahlen 
wurde eine Entschlleßling an genommen, in der mit Ent 
rüstung Kenntnis genommen wird von den völlig unbe 
gründeten Streichungen in der Wählerliste. 
o Im Albrcchtöhof-Steglitz (Sommergartcn) beginnen 
am 1. Juli die Borkämpje zur Wellmeisterschaft inr R i n g- 
kampf (Mittelgewicht). Tie ringenden Paare sollen lägt, 
ausgelost werden, auch sollen alle Kätnpfe bis zur Ent 
scheidung gehen. Bisher gcmetdet: Schoppe-Hannover, 
Seifett-Sachsen, Langguth-Boyern, Kornblum, jüd. Ringer 
aus Warschau, Barlkowiak-Pvlcn, Biesse-Berlin, Schrader- 
Braunschweig, Kienscherf-Lichteuberg, Echolz-Pieiro-Berlin, 
Schmidt-Ostpreußen, Hourticollon-Luxenburg, Albert Hein- 
Weltmeister, Berlin, usw. 
o WMeVcröfsttiMg des' Cafe Wocrz an der Kaisereiche. 
Nach einer urehrwöchigen Pause wird unser größtes und 
vornehmstes' Kaffehaus, Cafe Woerz, heute wieder feine 
.Pforten öffnen. Die Pause hat- der Inhaber dazu be 
nutzt, um eine vollständige Umwandlung der Räume vor 
zunehmen, sod.aß sie der bisherige Stammgast kaum wieder 
erkennt. Anstelle der Hellen, grellen Farben sind bunte, 
warme Farbentöne getreten, die dem Auge wohlgefällig 
find. Diese milde Wirkung üben auch die neuen Beleuch 
tungskörper aus: mit saltiger, farbiger Seidcnnmkicidung 
versehene elektrische Kronen. Aber auch sonst ist die Aus 
stattung farbenfreudiger, anheimelnder gestaltet. Vier 
riesige Palmen, Blumenkrippen und Blumcntövfchen auf 
wcißgcdccktcn Tischen beleben den behaglichen, intim er 
scheinenden Raum, in den auch eine größere Zahl hübscher 
Korblehnstühle hineingestellt ist. Besonders traulich sind 
die beiden erhöhten Nischen zu beiden Seiten des Büfetts 
gehalten. Die Kleiderablage hat ihren Platz jetzt gleich 
am Eingang erhalten, auch damit ist für die Bequemt 
lichkeit der Besucher gesorgt. Dem Cafe angeschlossen ist 
eine vornehm und gemütlich eingerichtete Weinabtei 
lung, sowie eine mit humorvoller Wandmalerei und ge 
dämpfter Beleuchtung versehene Likürstubc, die ganz auf 
Stimmung angelegt ist. Im Eafö wird eine erstklassige 
Künstlerkapelle unter Leitung des Herrn Kapellmeisters- 
Engel durch schöne Müsikweiscn erfreuen, während in 
der Weinabteilung Herr G.ü.n'ther-Maaß Lieder zur 
Laute singt. Wir sind gewiß, daß Casc Woerz in seiner 
neuen Ausstattung, die es als ein Schmuckkästchen cr!- 
scheincn läßt, noch größere Anziehungskraft ausüben wird, 
als bisher. Auch die Vorgartentexrasse bietet an warmen 
Tagen einen angenehmen Aufenthalt und vergessen sei' 
nicht, daß Herr Wocrz für daS leibliche Wohl in bester 
Weise Sovge tragen wi,rd. 
o Bon einem Sttaßwiöahnwagcn erfaßt und zur 
Seite geworfen wurde die 80 jährige Frau Obdula ans 
der Mommsenstraßc in Steglitz, als sie in der Schloß- 
straße das Gleis überschreiten- wollte.. Ein Arzt, zu dein 
die Verunglückte gebracht wurde, stellte zwei Rippen 
brüche fest. 
Vereinst 
)( Elternvrrein der 9. Pfadfinder-Abteilung. Heute (Sonn 
abend), um 8 Uhr, im Lautcrplatz-Kasino: Mitglieder- 
Bersammlung. 
)( Zu des Evangelischen VolksvercinS Nofenfest am Sonn 
tag, den 27, ds. Mts., nachmittags i» Aixners Höhe in Zeh 
lendorf ist der bequeinstc Weg - folgender: Mit der Wannsecbahn. 
bis Zehlendorf-West, dann Gruncwald-Mlce bis Ende, links den 
Fußweg, dann rechts und wieder links in dir Alsenstraße. Auf 
der rechten Seite bis Ecke Herinannstraße, gegenüber Gcpth». 
sttaße, und man ist am Ziel. Ein schöner, abwechslungsreicher 
Tag von kurzer Dauer. 
)( Allgemeiner Deutscher Sprachverein. Wir weisen hier 
durch nochmals vns den an dieser Stelle bereits angelündigten 
Unterhaltiingsabend unserer Ortsgruppe am kommenden Mon- 
tag, den 23. ds. Mts., abends 7>/z Ilhr, im neuen Vcreinshaus. 
Gasthaus „Brandenburger Hof", Kaiserallee, Ecke Nöunebcrg- 
straße, hin. 
)( Vereinigung selbständiger Schneidermeister. MonatSvcr- 
sammlung am Montag, den 28. Juni, 8 Nhr abends, Kirch- 
- straßc 15. Vollzähliges Erscheinen erwünscht. 
X Die Jugcndgrnppe der Deutsche» Vslksparkei vcranstalket 
ain Moniag, den 28. Juni, ein Stiftungs- und Gartenfest mit 
^.anz und Borträgen im Logen-Rsttaurant Steglitz, Albrechtstr. 
Nr. 112a. Beginn 6 Uhr. Eintrikt I Mark. 
X Vaterländischer Frone,,-Verein. Dienstag, den 29. Juni: 
X Tic h:imattrenen Oberjchlcsier veranstalten am Diens 
tag, den 29. ds. Mts:, in Schranims Seebad, Wilmersdorf, -ein 
Svmmc-rscst mit Gartenkonzert, Tanz, Tombola, Kinderbeln-ti- 
gnngcn, Fackekzng usw. Anfang 4-,5 llsr. ^Eintritt für Er- 
wachscne 2 Mark, für Kinder 50 Pfg. 
Ctinun, Spiet, 
s Großer JublkäumSpreiS. Die Olhmpiabahn hak rZ sich 
zur Aufgabe gemacht, das 25jährige Rennfahrer-Jubilänni von 
Willi Arend am Sonntag, den 27. Juni, nachmittags 4 Uhr, 
als Einleitung zu de/, Rennen festlich zu begehen. ES werden 
dein Jubilar viele Ovationen von feinen Berehrern und Freun 
den gebracht werden. Versprechen die Flicgcrrenr.cn schon guten 
Sport» so wird derselbe durch die Dauerrenncn noch erhöht. 
Drr große Sommerpreis führt über 60 Kilometer, während 
der Fritz Ryser-Erinnerungsprcis über 40 Kilometer geht. ES 
starten: Thomas hinter Helbig, Bauer hinter Hofmann, Weis; 
hinter- Schadcbrodt, Abergcr hinter MeichSner und Techmex 
hinter Hüttenrauch. 
Berilri tind Vororte 
ZA Arbcttslofeni-DrkMvNstMion iu Steglitz. Gegen die» 
6, Nachmittagsstnüde-versammelten sich gestern öot
        
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