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Periodical volume Nr. 135, 18.06.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

Qnäkerspeisung Felten itnb auch die Arage, wie die Aus 
wahl und Untersuchung der Kinder vor '/ich gegangen sei. 
Einzelne Mitglieder hielten eine nochmalige und gründ 
lichere Untersuchung »für dringend notwendig. Als man 
dann über die Speisung der Kinder in den Ferien sprach, 
wurde von unabhängiger Seite gesagt, das; die Damen 
des Vaterländischen Frauenvercin, die- jetzt 
das- Essen »anöden-höheren Schulen austeilen, es abge 
lehnt hätten, dieselbe Tätigkeit in den Ferien auch für 
die Gemeindeschulcn zu-übernehmen.., Nachdem der Vor 
sitzende über -eine Veranstaltung des Jugendbundes der 
3. Gemeindeschule, über das lobenswerte Verhalten eines 
Lehrers beim Schulausflug berichtet und den Beitritt zur 
Friedenauer Ferienkolonie empfohlen hatte,.mächte er Mit-' 
tcilung von seinem Besuch im Kinderheim Sh Mi 
cha e l>'der durch ein Vorkommnis in der Schule ver 
anlaßt worden ist. Er lobte die Einrichtung des Heims 
und die fürsorgliche Behandlung der Kinder, mußte abcr^ 
feststellen, daß es dem Heim an den nötigen Geldmitteln; 
fehlt, mn die dort untergebrachten. Kinder. so zu ver-. 
pflegen, wie es eigentlich erforderlich ist. Auf Grund 
dieser. tatsächlichen Feststellungen, die. durch eine Mittet-. 
lung des Herrn Lehrers Wille noch bekräftigt wurden, 
stimmte der Elternbeirat einem Antrage zu, den Gemeinde 
vorstand zu bitten, die bisherigen geldlichen Zuwendungen- 
der Gemeinde für das Kinderheim, die z. Zt. 3000 M. 
betragen, zu erhöhen und dem Heim auch Zuwendungen 
aus den Vorräten des Lebensmittelamtes zu machen. 
o Dis Sozialdemokratische Partqi Friedenau hielt 
gestern eine öffentliche Wählerversammlung im Bürgersaal 
des Rathauses ab, die gut besucht war. Sie beschäftigte 
sich mit den bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen. Der 
Schüneberger Stadtverordnetenvorsteher, Herr Cze- 
inins ki, wies in seinem Vortrage zunächst auf die steuer 
lichen Mißverhältnisse, die so lange in Groß-Berlin be 
standen haben, hin. In den östlichen und nördlichen Ar- 
deitcrgemeinden mußten bis 230 v. H. Stcuerzuschlag er 
hoben werden, während in der Gemeinde Grunewald nur 
60 V-.H. gezahlt wurden. So wußten sich die vermögenden 
Kreise von den allgemeinen Abgaben zu drücken. ‘ Die 
.Notwendigkeit, die wirtschaftlich zusammengehörigen. Groß- 
:Berliner Gemeinden in eine.Gemeinde zusammen zu 
schließen, ergab sich schon längst. Aber immer- wurden 
dem Widerstände entgegengesetzt. Richtig sei, daß der 
Aufschwung der 'Vororte zum großen Teil der uneigen 
nützigen Tätigkeit der Bürgerschaft in der Verwaltung 
-ü-danken sei. Diese Tätigkeit, werde aber auch ferner 
möglich sein. Die neue Stadt reiche von Frohnau bis 
Cladow, das ist in der Luftlinie eine Entfernung von 
über '50 -Kilometern. Eine derartige umfangreiche Stadt 
gibt es bisher in der Welt nicht. Aber es war diese weite 
.Umfassung nötig, um Einfluß auf die Bebauung zu ge 
winnen. Die Steinmauern Berlins find die Herde für 
»Tuberkulose und andere Seuchen. Es-müsse aber das 
Streben dahin -gehen, die arbeitsfähige Bevölkerung auch 
arbeitsfähig zu erhalten und die junge Generation >zu 
kräftigen.. Friedenau war bisher eine selbständige .Ge 
meinde; die Verbindung des Friedenauer Ortsteils mit 
Schöneberg sei-, nicht weiter als die mit Friedenau; nur 
daß sich Friedenau bisher noch eine eigene Verwaltung 
Leistete. In Schvneberg-Fricdenau waren bisher 100 Ge- 
Meindeverordnete und 30 Mitglieder des Magistrats und 
Gemeindevorstandes tätig, künftig werden nur 45 Be- 
zfrksverordnete und 7 Magistratsmitglieder in der Ver 
waltung sein. Daraus ergibt sich schon die Vereinfachung 
der- Verwaltung. Er wandte sich dann den einzelnen Par- 
leien-zu und sprach irrsbesondere über die Kämpfe, die 
mit den Rechtsparteien auszusechten waren. Namentlich 
sei in der. Schule noch nichts' geändert. Widerstände setzte 
die Rechte auch in der Frage zur. Bekämpfung der Woh 
nungsnot entgegen, und die „Badeanstalt" Schöneberg 
bestehe in 6 Wannen.. Er sprach auch gegen die Wirt« 
-schäftliche Vereinigung, die an ihrer Spitze den Stadtv. 
Jatzow habe, der die rechte Hand des Grundstücksspeku 
lanten Haberland sei. Hierbei zog er die Frage: Zwangs- 
-Wirtschaft oder freier Handel in den Kreis seiner Betrach 
tungen,- indem er insbesondere auf. die riesigen Preis 
steigerungen hinwies, die . nach Aufhebung der Zwangs 
wirtschaft für Eier, Leder, Stiefel und Fische eingetreten 
sind Auch sie seien für allmählichen Abbau der Zwängs 
wiftschaft, die eine Kriegsmaßnahme der Rechtsparteien 
sei, diese plötzlich aufzuheben, würde zu- schweren Schäden 
der.Bevölkerung führen. Es müsse doch berücksichtigt wer 
ben, daß große Gebiete, die Deutschland mit Lebens 
mitteln, versorgten, z. B. Posen, uns entrissen sind. Er 
wandte sich ferner gegen die Demokraten und die Un 
abhängigen- -um für die Wahl der soziald. Liste zu werben- 
rNur.-fleißige, ruhige Arbeit könne uns vorwärts bringen- 
notwendig, um ein . Wohnhaus- einzurichten, 
,n dem wir uns alle- wohlfühlen. — Herr G.-B.-Kann- 
rowski meinte. Schöneberg stelle den Fortschritt, Frie 
denau den Rückschritt dar; in Schöneberg entstand der 
Bürgerausschuß, der die Zusammenfassung Groß-Berlins 
wollte, hier #ne Vorortgemeinschaft, die die'-Erhaltung 
der Einzelgemeinden „anstrebte. -Der ..Zusammenschluß 
Groß-Bcrlrns werde zum Nutzen aller Steuerzahler-sein. 
-Man.dürfe sich nicht,von-Augenblicksstimmungen leiten 
lassen, sondern darnach urteilen/ welche--Wirkungen die 
Abgabe des Stimmzettels; zur Folge haben. Arbeiter 
Was es \n der nächsten Woche gibt. 
B r «.*: 16Y0 Grämn; und 300 Gramm Kleingebäck oder 
1900 Gramm Großbrot. 
Fleisch: steht noch nicht fest. 
Pferdefleisch: auf Nr. 10 der Picrdeslcischkartc. 
Butter: 20 Gr. 75 oder 72 Pfennig, und 70 Gr. 
Margarine 2,21 Mark, sowie'180 Gr. Margarine 5,69 
Mark auf Sonderabschnitt der Speisefettkarte. 
Kartoffeln: freihändig auch an Nicht-Friedenauer, ein 
Pfund 30 Pfg. - 
Zucker: Vom 16. bis 30. Juni »/* Pfund. Ferner 
für Kinder im 1. Lebensjahre 1»/, Pfund, im 2. Lebens 
jahr» 1 Pfund und im 3. bis 7. Lebensjahre V, Pfund 
-im Monat. . 
Anzumelden vom 19.—22. Juni. 
Auf Groß-Berliner Lebensmittelkarte: 
Maisflocken: 125 Gr. auf 31; Psd. 3 1. 
Aus Berün-Friedenauer Nährmittelkarte: 
Graupen: 100^Gr. und. Hafer.flocken: 100. Gr., 
auf 30; ein Pfund Grgupen 75 Pfg., Haferflochen 
.1,40 M. 
Kunsthonig: 250 Gr. und Marmelade: 250 Gr. 
auf 31; ein Pfd. Kunsthonig 7 M., Marmelade 4,8s) M. 
Abholung 29. Juni bis 1. Juli. 
Puffb ohneu, ein Pfund 3 Mark, Bohnen in Schweine 
fleisch. Dose 4 M-, Malzextrakt, Dose 4,40 M., Milch 
süßspeise, Paket 60 Pfg., Suppenwürfel 15 Pfg., gelbe 
Erbsen, Pfund 3 Mark, weiße Bohnen, Pfund 3 
Mark, freihändig in den Gemeindeverkaufsstellen. 
LevensmittelverteUung in Schöneberg. 
In Berlin-Schöneberg findet bis zmn 22. Juni Vor 
anmeldung statt für 125' Gr. Teigwaren oder Sago, 
je nach Vorrat, auf Abschnitt 30 und £50 Gr. Hafer- - 
flocken, lose — hergestellt au# freiem Hafer — auf Ab 
schnitt 32 der allgemeinen Lebensmittelkarte, 2 Päckchen 
Penners Rote Grütze uni? 1 Päckchen Penners Squcenpul- 
ver ans Abschnitt 33 der roten Schöneberger Bezugs 
karte fund 2 Päckchen Penners Rote Grütze auf Abschnitt 
33 der grünen Schöneberger Bezugskarte. Ausgegeben 
werden in der-nächsten Woche 125 Gr.» Haferslocken auf' 
Abschnitt 29. der allgemeinen Lebensmittelkarte und 250 
Gramm ausl. (Belgische) Marmelade auf Abschnitt 28 
der roten und grünen, Schüneberger Bezugskarte. Ferner- 
Fortsetzung des-Verkaufs von 200 Gr. Linsen auf Ab 
schnitt 27, 125 Gr. Gevstenfabrikate auf Abschnitt 28 
der Allgemeinen .Lebensmittelkarte und 1 Hächchen Pen 
ners Rote Grütze und Saücenpulvqr auf Abschnitt,16 
der roten Schöneberger Bezugskarte sowie 1 Päckchen Pen 
ners .Rote Grütze auf Abschnitt 16 der grünen Schönc- 
berger Bezngskarte. - ’>■ . 
Für die Entnahme von. Brotkartenmehl gilt neben 
der Brotkarte für die Woche vom 21. bis 27. Juni der 
Abschnitt 34 der.roten und grünen Schüneberger Be- 
zngskarie. 
Es stehen z. Zt. an Kommunalwaren zum Verkauf: 
Kindertricots, Kinderstrümpfe, Erstlingshemden, Erstlings 
jäckchen, .Knabenhemden, Männerhemden, ^Hemdenstpff, 
Handtuchstosf, .Futterstoff, Mantelstoffe Drellhosen, Drxll- 
stoff, Damenröcke, .Damenmäntel, Winterjoppen, Schürzen. 
Näheres. <un schwarzen Brett des Neuen Rathauses und 
Zimmer.. 217. - 
und Beamte haben-ihre Aufbesserungen nur dem Wirken 
-der. Säzialdemokraken-zu idankeu,! man,-brauchet nicht - zu 
glgubeu, daß es .so bleibe, wenn die -.Rechte, wieder einmal 
ans 'Ruder komme- . Ueber:-Sozialisierung, und soziale 
Fürsorge, namentlich' über das' Dtedlungswcsen machte 
ec nähere Ausführungen; um sich zuletzt an die Frauen zu 
wenden uird. diese aufzufordern- sich nicht von denen leiten 
zu lassen, die viel versprechen, in Wirklichkeit aber wenig 
halten. — Zur Aussprache nahm niemand das Wort. Der 
Vorsitzende, Herr Zopf, schloß die Versammlung in der 
Hoffnung, dag das falsche Ergebnis der.Wahl am 6. Juni 
schon an diesem Sonntag eine Korrektur- erfahre. 
i o Für die evangelisch^ Schule findet am Dienstag, 
den 22. Juni, abends. 8 Uhr, eine große Kundgebung 
in der PaulGerhardt-^kirche.in-Schöneberg statt.. Redner 
sind: Pfarrer DibeliuS, Pfarrer- Braun, Lehrer Stein 
haus, Stadtsekretär Schneider, Fräulein Dr. Neumann 
und Dr. Behr. 
Tmins-Dacbrichten 
)( Mädchenjugendbond .Brrlia-Friedena«. Heute abend 
pünktlich 8 Uhr,^ im ^JugendhAm: 1. Vortrag: „Zum Gipfel 
cBaam 
getadelt. Pünktliches und zahlreiches' 
wünscht .. . 
X Jugendvereinigung Berliü-Frtebenaü. Heute abend, 
pünktlich 8 Uhr, im Jugendheim. 1. Vortrag (siehe Mädchen- 
Jugendbund). ,2: Turnen. 3. Die drei ersten Kunstgriffe dcS 
Ringens. Leitung: .Jungmann Lehmann, Obmann der Ringer 
gruppe. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen ist Ehrenpflicht; 
)( Deutsche demokratische., Partei, Friedenau. Wahlhelfer- 
versammlung Freitag, 8 Uhr,- abends,'.im Restaurant Kaiser 
burg. .Zahlreiches, und.pünktliches Erscheinen erbeten. 
K Deutschnationaler BolkSversin Herliu-Schörreberg. (Frie 
denauer Ortsteil.) Oeffentliche Wählerversammtung am Sonn 
abend. den 'IS. Juni '1920. abends 8 Uhr, in der Aula deck 
Hclmholtz-Realgymnasiums (Rubensstraße). „Die Wichtigkeit der 
deutschnationaleil Vertretung in den Groß-Berliner Stadtpar- 
lameirtev". Redner: Dr. Anders, Friedenau; Oberlehrer Fricdc- 
rikzick, Stadtrat Dr. Schneider, Stadtsckretär Loose und Pro- 
srssor Pflug, Schöneberg. , 
)( S. P. D.. Friedenau. Am Sonnabend, fccu 19. Inn«, 
abends 6 Uhr: Wichtige Flugblattverteiluiig. Treffpunkt: Re- 
staurant Kühn, Hackcrstr. 3. — Am Sonntag, den 20. Juni, be 
findet sich daS Zcntral-Wahlbüro im Restaurant „Hohcn- 
zollern", Handjerystr. 64. 
)( Evangelischer Verein junger Männer. Sonntag, den 
20. Juni: Teilnahme an der Evangelisation im Grunewald. 
Zahlreiches Erscheinen gewünscht. Treffpunkt nachm. Vr4 Uhr 
an« Kaffee „Waldsricden", Königin. Luise-Straße, Ecke Kron- 
prinzen-Allee. 
)l Evangelischer VolkSvcrein. Der kürzlkch^angckündigte 
Vortrag deS Verbandssekretürs Best über: „Die gegenwärtige 
wirtschaftliche und politische Lage" ist zu hören am Montag 
den 21. ds. Mts., abends 8 Uhr, iin „Hohenzollern", Hand- 
jerystraße 64. Alle evangelisch-kirchlich Gesinnten, gleichviel wel- 
cher politischen Partei sic angehören,' sind herzlichst willkommen. 
Gleichwohl wird um regere Beteiligung der Mitglieder nebst 
werten Angehörigen zwecks Erledigung wichtiger .Vereinsangele 
genheiten bestimmt gerechnet. 
)( Nelchsvcreinigung ehemaliger Kriegsgefangener, OrtS- 
gruppe Friedenau. Gemütliches Bcisainmensein mit Angehörigen 
(musikalische, gesangliche Vorträge usw.) ain Dienstag, den 
22. Juni 1920, abends 8 Uhr, im Restaurant Lantcrplatz- 
Kasino, Hauptstraße 80. 
)( In der .Äortragsgemrinschaft der nationalen Vereine 
Berlins spricht aiN 23. 6. Herr Gcheimrat Professor Dr. R o e t h e 
über die „Politische Lyrik Deutschlands iin 19. Jahrhundert". 
Beginn 1/28 Uhr im Wilhelms-Gymnasium, Belleouestraße 15 
(Garten). Eintrittsgebülir 1 M. 
)( allgemeiner Deutscher Sprachverein, Ortsgruppe Frie 
denau. Entschieden unterhaltend wird wieder ein Abend der 
Friedenauer Ortsgruppe des Sprachverein!,s wirken. Frau A i l - 
Pont wird singen; Herr Prof. Dr. Kück wird sprechen über: 
„Sprachliche Bilder ans dem Tierlcben"; dazu wird. Frau 
Augspach Fabeln vorlesen, und den Abschluß wird der be- 
lieble Lautensänger Dr. Max Burcktzardt bringen. Die Ver 
anstaltung findet am Montag, den 28. Juni dS. IS., abends 
71/2 Uhr, im „Brandenburger Hof", Rönncbergstraße, Ecke Kaiser- 
allee, statt. Der Eintritt ist frei. Jedermann ist dazu herz 
lichst eingeladen. Es wird noch besonders darauf ansmcrksam 
gemacht, daß die Einladungen künslig nur durch die Presse; 
erfolgen können . ■ _ ■ 
Xtiimn, Spiel, Sport 
s ZNm Podhiflski-Fest ain Sonntag, den 20. Juni, im 
Stadion habest im'ganzen etwa 1000 Teilnehmer der verschie 
denen Sportarten gemeldet . Am stärksten sind die leicht-athle 
tischen und Schwimm-Wcttkämpfe besetzt, die die besten Berliner 
Klassen am Start vereinigen werden. Im Geräteturnen wett 
eisern ,32 Turner Groß-Berlins. Im Städtcivettkampf Dres 
den-Berlin stehen sich die repräsentativen Mannschaften beider 
Städte gegenüber. * 
Zvfidbri fters 
. (Für diese Rubrik übernehmen, wir kejne Verantwortung.) 
Zur Wahl. 
DaS „Berl. Tagebl." schreibt in seiner Abendausgabe vom 
16. Juni über „Zersplitterung bei den Wahlen zum Stüdt- 
parlament und über die überflüssige Wirtschaftliche Vereinigung". 
Dazu möchte ich beinerken: Die Wirtschaftlichen Vereinigungen; 
und der Wirtschaftsverband scheinen dem „Berl. Tagebl." nach 
seiner abfälligen Kritik über die Organisation ein Dorn im 
Auge zu sein. Der WirtschastSverband und die ih«n ange 
schlossenen Wirtschaftlichen Vereinigungen wissen dieses genau, 
darum schließen sie sich um so fester zusammen. Wir sind uns 
-über unsere Organisation Und Ziele vollkoinincir iin klaren, 
klarer als sich daS „Berl. Tagebl." und die Herren Demokraten 
denken. Wir bringen in unsere Wählcrreihen keine Verwirrung, 
denn diese haben genau erkannt, wo ihre Interessen vertreten' 
werden. - Wenn weiter zu lesen ist, die Wirtschaftlichen Ver 
einigungen oder der WirtschastSverband haben bei den Reichs- 
tagSwahlen einen Mißerfolg gehabt, so ist dieses in der Haupt 
sache nur darauf zurückzuführen, daß von Groß-Berlin bei den 
Mahlen zum Reichstag keine cinheitliche Parole ausgegeben war. 
Dieser Mißerfolg .soll uns aber nicht hindern, jetzt geschlossen 
unser Ziel zu erreichen. Wir gehen mit eigenen Kandidaten 4n 
den Wahlkampf, um zu zeigen, daß wir, das erwerbstätige Bürger 
tum, die selbständigen Kaufleute, Handwerker und Gewerbe 
treibende für uns dieselben Rechte beanspruche», wie die poli 
tischen Parteien. Wir wollen über unser Schicksal mitbestimmen, 
wir wollen keine Quertreiberei, deshalb solle man uns diesen 
Vorwurf nicht machen. Wir wollen vielmehr durch unsere mit 
Fach- und Sachkenntnissen ausgestatteten" Männer, die wir in 
die Parlamente entsenden, an dem Wiederaufbau unseres Vater 
landes und dein Aufbau des Wirtschaftslebens mithelfen. Darum, 
Ihr Kaufleute, Handwerker und Gewerbetreibende aller Branchen,, 
folgt dem Rufe des Wirtschaftsverbandes und der Wirtschaftlichen 
Vereinigung und wählt am 20. Juni Mann für Mann die Liste 
der Wirtschaftlichen Bereinigung. Ihr Kaufleute und Gewerbe 
treibende mit ossenen Verkaufsläden sorgt für den Aushang der; 
Plakate, Verteilung der Flugblätter und Stimmzettel, sorgt ferner 
in eurem Kundenkreis dafür, daß jeder über die Wirtschaftliches 
Vereinigung aufgeklärt wird. Tue jeder seine Pflicht, und der 
Erfolg ist uns sicher! Darum ans zur Wahl am 20. Juni 
für die- Liste der Wirtschaftlichen Verciniguiig! Mahlzeit von 
8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends in den gleichen Wahllokalen 
wie bei der Wahl zum Reichstag. • , Lange. 
Vcränttv. Schriftleiter: Hermann Martinius in Berlin-Friedenau. 
Bei Betriebsstörung, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch 
auf Lieferung oder Nachlieferung des' Lokal-Anzeigers oder auf 
Rückzahlung des Bezugspreises. 
MMMlkber 
iin W«m'z 11 MiMg-Mmu 
11. 
2. 
3. 
4. 
ß. 
6. 
7. 
8. Bäckermeister August Kannenberg, Schöneberg 
9. Ingenieur Bruno Rothe, Schöneberg 
10. fOr. med. Kurt Ollendorf, Schöneberg 
11. Konter-Admiral a. D. Franz Wilhelm Brüning» 
haus, Schöneberg 
12. Schriftstellerin Emma Stropp, Schöneberg 
r. 
2. 
3. 
4. 
5. 
6. 
7. 
-8. 
Ä. 
IO. 
11; 
12. 
13. 
Stadtverordnete: 
Fräulein Margarete Fromm, Schöneberg 
Oberlyzealdirektor Franz Hanncmann, Friedenau !■ 
Schriftsteller Günther Thomas, Schöneberg ' 
Gcpi,-Baurat,ä, D. Hans Altmavn, Friedenau 
Rentier u. Stadtrat' Albert Müller, Schöneberg 
Rechn.-Rat Hugo Schröder, Schöneberg 
Ehemiker Julius v. Mrochcm,. Friedenau 
Aezirksverorduetr: 
14. Bezirks-Schornsteinfegermeister Wilhelm Stolzen» 
bürg, Friedenau 
15. Fabrikdirektor Ernst Tinzmann, Schöneberg 
16. Reichsbanlbeamter Wilhelm Stöwsand, Schöneberg 
17. Bürovorsteher a. D. Gustav Dreger, Friedenau 
18. Obcrlehrerin Margarete Fromm, .Schöneberg 
19. Rechtsanwalt Gerhard Uhlenbrock. Friedenau 
Prof. Dr .Johannes Tkufer, Schöneberg, 
Chemiker Julius v. Wrochem, Friedenau 
Rentier Stadtrat Albert Müller, Schöneberg 
Frau Geheimrat Margarete.Laskus, Friedenau 
Schriftsteller Günther Thomas, Schöneberg 
Gem.-Baurat a. .D, Hags Altmann,. Friedenau 
Branddirektor -Georg Flötcr, - Schöneberg 
Generalsekretär tfubrufi. &rtphpnm 
Gcneralsclretär LvurS. Hubrich, Friedenau 
NatSmaurermeistec Friedrich ' Reimer, Schöneberg 
Oberlehrer Dr.' phil. -Franz Engelürecht, Schö 
neberg 
Kaufmann Wilhelm Bundfuß, . «schönqberg 
Geh. Rechn.-Rat und Gemeindeschöfle Johannes 
Ott, Friedenau 
ZjachlchMP, Eharlotte Kurth, Schöneberg 
18. Obcrlehrerin Margarete Fromm, Schöneberg 
19. Rechtsanwalt Gerhard Uhlenbrock, Friedenar 
20. Obcrlehrerin Selma Siebcrt, Friedenau 
21. Kaufmann Wilhelm Denecke, Schöneberg 
£2. Ämtsgerichtsrat Wilhelm Klein, Schöneberg 
23. Frau Gertrud Wiese, Schöneberg 
24. Ingenieur Bruno-Roche, Schöneberg 
25. Fabrikbesitzer Dr, Ing. Richard Hinz, Friedenau 
26. Malerin Else v. Schmiedeberg, Schöneberg 
27. Kaufmann Rax Slawen, Schöneberg 
SCO 
Verliu-FrWWA 
15, Rheillstra^e 15. 
mm.: Psalzb. 2129. 
Größte 
und lelstuügsMlM 
MltzluuSerei em Platze. 
Cünelle uhU SlLige 
Ansertigum. 
Sißtfltiansaißfßlse 
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