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Periodical volume Nr. 135, 18.06.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

bewilligt werden. Schöffe Ebers sagt bei dieser Ge 
legenheit allen den Damen und Herren, die bei der Be 
scherung und der Vorbereitung hierzu, sowie auch bei der 
würdigen Ausgestaltung der Feier mitgewirkt habe», Dank. 
Besonders nennt er Herrn Maulbccker, dein er für die Be 
schaffung der Bücher dankt. Leider fehlen der Fürsorge- 
stelle noch immer die Namen vieler Kriegsbeschädigter 
und Hinterbliebenen. Auch nicht in Not befindliche Hinter 
bliebene und Kriegsbeschädigte werden um Angabe ihrer 
Adressen gebeten. 
Neuregelung der Lehrergeh älter. 
Nach der Vorlage der Geineinde erhallen die Lehrper 
sonen etwa die gleiche Besoldung wie die Beamten. Weil 
sich das nicht durchgängig wegen der verschiedenartigen 
Vorbiwung und Beschäftigung durchführen ließ, ist für 
die Zwischenlehrer eine Sondergruppe Ila eingeschaltet wor 
den, die 500 M. Zulage für alle Stufen der Gruppe Ila 
aufweist. Die Gruppeneinteilung ist nach Wilmersdorfer 
Muster erfolgt, ausgenommen ist die hiesige Oberlehrer- 
schaft, für die die Sondergruppe la gebildet worden ist. 
Den Leitsätzen sind zum größten Teil die Schöneberger 
Bestimmungen zugrunde gelegt worden. Bei den Volks- 
schullehrpersouen kommt die ruhegehaltsfähige Wirtschafts 
zulage in Fortfall. Diese Lehrkräfte erhalten also künftig 
Gdhalt und eine widerrufliche Unterstützung. 
Bei den Oberlehrern Dr. Woelffcl und Hilger, die aus 
dem Wolksschullehrerstande hervorgegangen und erst vor 
einigen Jahren in verhältnismäßig spätem Alter zu Ober 
lehrern berufen sind, würde der Aufstieg nach Gruppe Ib 
erst spät erfolgen. Ebenso verhält es sich bei dem Ober 
lehrer Haselmann, der aus dem Kirchendienst hervorge 
gangen ist. Um die Härten zu beseitigen, soll bei den drei 
Oberlehrern ihr jetziges Besoldungsdienstalter bestehen 
bleiben. 
Schöffe v. Wr och ein wünscht hierbei noch eine Gc- 
haltsrcgelung für die Bibliothekarin igid die Assistentin 
in der Volksbücherei, indem er die Beschlüsse des Aus 
schusses^ in dieser Angelegenheit als durch eine Zufalls- 
mchrhest zustande gekommen bezeichne:. Das erregt den 
Widerspruch der G.-B. Dr. Hasse (Soz.) und Lcon- 
hardt (Dem.), die bemerkten, daß der Beschluß im Aus 
schuß durchaus korrekt zustande kam und nicht ein Zusalls- 
beschluß war; denn cs stimmten auch Vertreicr der Rechten 
dafür. Bürgcrmeiestr Walgcr meint, daß er diese Auf 
fassung zurückweisen müsse; so wäre die Aeußerung des 
Schöffen v. Wrochcm nicht zu verstehen. Sondern wenn 
in einer schlecht besuchten Ausschußsitzung ein Beschluß 
nur mit einer Stimme Mehrheit gefaßt werde, könne man 
wohl von einer Zufallsmehrhcit sprechen. Schöffe von 
Wrochcm stimmt dieser Aeußerung zu und bemerkt noch, 
daß das Gehalt für die Assistentin, ioie cs der Ausschuß 
festsetzte, zu gering sei. Damit könne niemand leben. Und 
wenn die Assistentin auch nur vier Stunden beschäftigt 
werde, so werde sie doch kaum anderweit Verdienst finden. 
Was solle sie in der übrigen Zeit wohl tun? (G.-V. 
Deitmer: Aufwartung!) Es mag ja sein, daß es bei 
der jetzt anderen Auffassung Assistentinnen geben möge, die 
auch solche Arbeit mit übernehmen. Er glaube aber kaum, 
daß man für die vom Ausschuß beschlossene Besoldung eine 
gute Kraft finde. G--V. Leon Hardt (Dem.) beantragt, 
die Frage der Regelung des Obcrlchrerinnengehalts auf 
Grund einer vorliegenden Aufstellung der G.-V. Frl. 
Sieber: nochmals an den Ausschuß zurückzuverweisen. Die 
G.-V. Frl. Siebert (D. Vp.) und Schütze (Dem)) 
glauben, daß sich diese Frage hier gleich erledigen ließe. 
Denn die vorliegende Aufstellung gebe doch Aufschluß. 
Auch G.-V. Hannen: ann ist dieser Ansicht. Der Vor 
lage selbst wird von allen Fraktionen zugestimmt, von 
den G.-V. Burh (Soz.) und Hannemann (D. Vp.) 
nur bedauert, daß keine Einheitlichkeit über die Lehrer- 
besoldung in Groß-Berlin erzielt werden konnte. Man 
könne es aber auch den Lehrern nicht verdenken, wenn 
sie Besserungen zu erreichen trachten. Die Frage des 
Gehalts für die Bücherei-Assistentin wird an den B.-A- 
Ausschuß zurückverwiesen; desgleichen die Frage des Ge- 
Halts der Oberlehrcrinnen, obwohl die Mehrheit für eine 
sofortige Beschlußfassung war. Aber nach der Geschäfts 
ordnung muß bei einem Antrage von 6 G.-V. schon die 
iUeberweisung an den Ausschuß erfolgen. Zugestimmt wird 
der Verkürzung der Aufstiegzcit der .Oberlehrer auf 18 
Jahre. Die Vorlage selbst wird einstimmig angenommen. 
Der Errichtung dreier Lehrer- und' zivcicr 
w i s s c ns ch a ftlichcr L c h r e r i n n c n st e l l e n zum 
1. April 1920 wird zugestimmt. 
Vcrgütrmg an die Vrottomnnssarc. 
Dem Antrage auf Gewährung einer Vergütung vo>: 
200 M. jährlich, rückwirkend von: 1. April 1919. an die 
Brotkommissare wird zugestimmt, nachdem dic-G.-V. Frl. 
Schipfmann (Soz. und Baumgarth (Christs.Vp.) 
den Antrag befürwortet und die Mühe und Arbeit der 
Brotkommissare und auch die Schwierigkeiten, die sie mit 
ihren Hauswirten haben, anerkannt hatten. 
Der Erhöhung der Gebühren für die Beförderung 
der Leichen nach Gütcrgotz. wird ohne Erorrcrnng in der 
von uns schon bekannt gegebenen Weise zugestimmt. 
Antrag Konicczka bctr. Koksverteilung. 
G--V. Lüdecke (Dem.) erwähnt den Fall eines hie 
sigen Hagsbesitzers, der sich um die Beschajfung des ihm 
zustehenden Kokses kaum bemüht habe, der durchaus nicht 
heize und bei dem auch in dieser Beziehung gerichtliche 
Strafen nichts nützten, Der Name dieses Hausbesitzers 
sei Julius Junge. Es falle einem da schwer, für einen 
solchen Antrag, wie den vorliegenden, zu stimmen. Er 
stimmt Hann aber auch selbst für den Antrag, der be 
schlossen wird und lautet: 
„An den Magistrat Berlin und den Kreisausschuß des 
Kreises Teltow, als Besitzer der früher Englischen lKas- 
anstalt ist folgender Antrag zu stellen: Die'Gasanstalten 
werden ersucht, vom l. April 1920 an ihre Koksprodultiou 
in gleicher Weise »vie dies bisher den Händler-Organisa 
tionen gegenüber erfolgt ist, in Zukunft auch den genossen 
schaftlichen Hauswirte-Organisationen zur Verfügung zu" 
doppelter Türen zum ZirnWr des Assessors Sturm) 
den die erforderlichen Mttel in Höhe von 1100 M. 
willigt. 
(Rachbr. Ausser »-Drigrnalavliksl war mit Qkellevqvsabc gestattet.) 
o Berliner Aucxionismus. Während die Groß-Berliner 
Gemeinden, je weiter sic nach außen belegen sind, um so 
lebhafter gegen die Einbeziehung in Groß-Berlin Ein 
spruch erheben, schiebt der Ausschuß der verfassunggeben 
den Landesversammlung die Grenzen immer weiter hinaus. 
Nach den neuesten Beschlüssen wird das künftige Berlin 
von Lanke bis zur Grenze Potsdams etwa 60 Km. in der 
Luftlinie messen. Das ist eine Entfernung, größer als 
von Berlin nach Brandenburg, fast so groß wie von 
Berlin bis nach Frankfurt a. O. Ein Durchmesser, größer 
als der des Herzogtums Braunschweig! Es handelt sich 
also tatsächlich nicht mehr um eine Stadt, sondern um 
einen Bezirk, der einen Bundesstaat, eine Provinz, min 
destens einen großen Landkreis darstellt und der jetzt wie 
eine einzige Stadt verwaltet werden soll. Zunächst wur 
den die im Eigentum des Verbandes und der Stadst 
Berlin stehenden Wälder, darüber hinaus aber zum 
Zwecke „Sicherung" weitere Gebiete hinzugeschlagen. 
So sollen nach den halbamtlichen Zeitungsnach 
richten im Westen die Gutsbezirke Pfaueninsel und Klein- 
Glienicke hinzukommen. Zu diesem Zweck wird ein Kor 
ridor durch den Gutsbezirk Potsdamer Forst gelegt. 
Der Gutsbezirk 'Klein-Glienicke ist nämlich nichts anderes 
als das Schloß und der Wohnsitz des reichsten Prinzen 
des ehemals Königlichen Hauses und diesen festen Bissen 
will man sich nicht entgehen lassen. Die Regierung will 
begreiflicherweise diesen Ücberannexionismus der Mehrheit, 
deren Appetit beim Essen ins Maßlose steigt, nicht n'.ehr 
mitmachen, weil damir die Grundsätze ihrer Begründung 
des Gesetzes allzu offensichtlich in das Gegenteil verkehr: 
werden. 
o Der Abbau der Vorschulen verfügt! Ter Kultus- 
ininister har eine Verfügung erlassen, wonach die staar- 
lichen höheren Lehranstalten zum April neue Schüler 
für die Vorschulen nicht mehr annehmen dürfen. Nachdem 
nun die endgülrigc Entscheidung des Ministers erfolgt ist, 
werden auch die Großüerlincr Vorschulen abgebaut iverden. 
Friedenau hat bereits vor einiger Zeit den Llbbau 
dm Vorschulen beschlossen, der beim Gymnasium schon 
begönne:- har. In der gestrigen Sitzung der Gemeinde 
vertretung mcinre G.-B. Lconhardt, daß man mit 
diesem Beschluß - obwohl er selbst für den Abbau der Vor 
schulen sei — wohl etwas voreilig gewesen wäre, nachdem die 
Minister Hänisch und Südekum in Berlin die Vorschulen 
noch bestehen ließen. (Lebhafte Zustimmung rechts und 
bei den Demokraten. Auch G.-V. Dr. Anders schloß 
sich dieser Auffassung an, man habe es seiner Fraktion 
wicderhotr zum Vorwurf gemacht, daß sie damals so 
schnell zustimmre. Diese Sache kam bei Gelegenheit eines An 
trages, den Lehrern der Fliediierschei: Schule die Teuenungs- 
zulagcn. wie sie die übrigen Lehrer erhalten, zu bewilligen, 
zur Sprache. Der Antrag ging an den Beamren-An- 
gelegenheiten-Ausschuß, der auch die finanziellen Vc^ 
hältnisfc der Fliedner'schen Schule nachprüfen soll. G.-V. 
Leonhard: war als Privatlehrer zur Wahrung der Interessen 
der übrigen Privatlehrerschast für Ablehnung des An 
trages eingetreten. 
o Kein: Magermilch. Die Ferrsrelle Groß-Berlin gibt 
bekannt, daß ivegen sehr geringer Magermilcheingänge vom 
Sonntag, den: 25. d. -Mts. ad die Belieferung der Magcr- 
milchkartcn 1, 2 und 3 cingestell: wird. Bezugsscheine 
und Krankenhäuser iverden jedoch für diese Karten weiter 
bclieser:. 
oW Tic gingst vor dem wirtschaftlichen Zusammen 
bruch. Die Sozialdemokraten haben in der Landesver- 
sammlung folgende Interpellation eingebracht: „Was ge 
denkt die Staatsrcgierung zu tun, um eine ordnungsge 
mäße Bestellung des Grund und Bodens der landwirt 
schaftlichen Produktion in die Wege zu leiten?" 
o Reue Erhöhung der Kolspreisc. Der Kvhkeiivcrband 
Groß Berlin hat die Preise für Schmelzkoks ivieder er 
höht. Westfälischer oder Lichtcnberger Schmelzlols kostet 
12,95' M. der Zentner; oberschlesiicher Schmelzkoks: so 
weit die Lieferungen nach dem 1. und vor dem 15. Ja 
nuar ausgeführt sind 11,60 M., soweit sic nach dem Dl. 
Januar ausgeführt sind 13,30 M.; niederschlesischer 
Schmelzkoks 13,20 M. Die Preise für westfälischen oder 
Lichtcnberger und niedcrschlcsisckien Schmelzkoks gelten 
vom I. Januar an. 
o Frirdcnnrwr Zwcrgstätte der Humboldt-Hochschule. 
Brachte Dr. B. Daun am letzten Sonnabend in seiner 
Vortragsreihe über Große BildniSmaler in der Goßler- 
straße 15 eine höchst interessante Besprechung des be-, 
rühmten Gcnter Altars unter Vorführung vorzüglicher 
Lichtbilder, so wird der Kunstgclehrte am nächsten Sonn 
abend, den 24. Jan., abends 8—9V* Uhr, die großen 
Meister Dürer, Holbein und Liouardo als Porträtisten be 
handeln. Einzclkarren werden in der Lehrstüttc ausge 
geben. 
v Die Preußische Lotterie-Einnahme, Rheinstr. 4, 
macht bekannt, daß die Einlösung der 2. Klasse be 
gonnen hat. 
Auttlous -BekamÄnachung. 
„ Dm 26. Januar b Js > ,ni-.1ag«, 1 tthr socken in der 
Pfandkammer de« Rathauses hieftclbst, folgende Gegen 
stände a!tz: 
mttm 
Vemns-Oacbrlcbten 
)( Ueber „Monarchie oder Republik", spricht Herr Gel,. Reg.- 
Rat Vogt im DiSkusionLabend der Deutschen demokratischen Partei, 
der beute Abend 8 Uhr in: Restaurant Kaiserbura stattfindet. 
X Helgoland, einst und jetzt. Ueber dieses Thema wirb Herr 
RechmmgSrat Luckwald am Sonntag Abend 8 Uhr im Eoan i-lischen 
Verein junger Männer. Kaiseralle..- 76a. 1 Tr.« sprechen. Ter Vor 
trag wird durch Lichtbilder ergänzt werden. Alle Mitglieder iverden 
dazu eingeladen, auch sind uns junge Männer als Gäste herzlich 
willkommen. Zugleicher Zeit wollen wir auf den Diskussion öabend. 
Forckenbcckstr. an: Ringbahnhos, flehen fick! hierzu die l ete.nnlen 
LigamaUnschasten Favorit 96 (Nordliga, und BSV. '.»2 tWestfiga) 
an: komm enden Sonntag, nachmittags 2'/, Uhr gegenüber, vor 
her (t Uhr) findet auf gleichem Spielplätze . n internes .ms- 
scheidunaswettspiel statt. . 
)( Deutschuationaler Jugendbund. Tie G. U. G. vcriammelt 
sich am Sonntag, den 25. Januar früh 8'/, Uhr an der katholischen 
Maricnkiche. Fahrräder sind mitzubringen. Rückkehr gegen l Uhr. 
)( Die Ortsgruppe Berlin-Friedenau des Deutschen lsee- 
vcreins veranstaltet am Montag, 26. 1. abends 8 Ubr im Gefell 
schaftszimmer deS Ratskellers am Lauterplatz einen Handelspoliti;chcn 
Abend. Herr Korvettenkapitän Freyer wird über das Thema- 
Hunger und Handelsflotte sprechen. Nach dem Vortrag Hauptver 
sammlung. Die Mitglieder werden um zahlreiches . Erschemen 
gebeten. Zu dem Vortrag auch Gäste willkommen. Eintritt frei. 
)( Teutsche Volkspartei. Tie Frauenausschüsse der Wahlkreise 
3, 4, 5 veranstalten am 20. Januar, abds. 7 1 /, Uhr _in: Sitzungs 
saal der Herrenhauses (Eingang Leipzigerstr.) eine Frauentagung 
für Groß-Berlin. Rednerinnen I.) Frau Abgeordncre Mcnde über 
„Tie Notwendigkeit der Haussrauenorganisation", 2.) Fräulein o. 
KuleSza über „Die Eltcrnbeiräte". Gäste, die ans dem Boden der 
Partei stehen, sind willkommen. 
)( Mäuncr-Turn-Vereiu. Tie ordcniliche Mitgliederversamm 
lung mit Vorstandswahl usw. findet am Dienstag, den 27. d. M., 
7 Uhr abends in der „Kaiserciche" statt. 
Berlin unci Vororte 
§o Bestrafung wegen Streiks. Der Magistrat Char 
lottenburg hat in der Angelegenheit des Streiks dev 
Gasarbeiter in seiner gestrigen Sitzung folgenden Beschluß 
gefaßt: Der Magistrat hält einstimmig eine Bestrafung 
der durch die Untersuchung überführten Arbeiter Freund, 
Stricker, Strunk, Herzog und Graebcr für erforderlich. 
Er beschloß mit großer Mehrheit, die Arbeiter Freund und 
Stricker sofort zu entlassen, bezüglich der Arbeiter Strunk 
und Herzog die durch den Tarifvertrag eingesetzte, vor 
Entlassung ruhegehaltsberechtigrer Arbeiter zu hörende 
Disziplinarkommission anzurufen, dem Arbeiter Graebcr 
eine ernstliche Verwarnung zu erteilen. 
Z*Ampruxls Berta Bremlei 
Pfzg. 6879 Kolsor-AIIea 142. 10—5. 
Pl|aillenlo^er Zahnersaiz 
Berantw. Schriftleiter: Her m. Martinius in Friedenau. 
Amtli ch t s 
Bekauntmachmlg. 
Wichtig für Kricgsbefchrdigtc und Kriegshiuterblicbeuc. 
Bei der Hauptfürsorgestelle der Provinz Brandenburg 
in Berlin ist eine Wirtschaftsstclle unter der Bezeichnung 
„Wirtschaftsstelle ' der Brandcnburgischcn Hauptfürsorge 
stelle für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene" in 
der Gründung begriffen. Die Einrichtung verfolgt den 
Zweck, die noch vorhandenen Bestände an Hecresgut, so 
weit sie für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene von 
Wert sind, anzukaufen und an Kriegsbeschädigte und 
Kriegshinterbliebene abzusetzen. In erster Linie kommen 
Textilien, Leder, Werkzeug und Möbel in Frage. Der 
Absatz soll nur an die Kriegsbeschädigten und Kriegs 
hinterbliebenen durch Vermittlung der örtlichen Fürsorge- 
stellen unter Mitwirkung der in den örtlichen Beiräten 
vertretenen Organisationen erfolgen. Alle in Bcrlin-FriS- 
dcnau wohnhaften Kriegsbeschädigten und Kriegshinterblie 
benen werden hiermit aufgefordert, ihren etwaigen Bedarf 
an Gegenständen der vorbczcichneken Art umgehend --- 
spätestens bis zum 26. Januar 1920 — bei der hiesigen 
amtlichen Fürsorgestelle Rathaus, 1. Stock, Zimmer 34, 
anzumelden. Ob und inwieweit es der Wirtschaftsstelle 
der Brandcnbnrgischen Hoitptfürsorgeste! le möglich sein 
wird, die gewünschten Sachen zu beschaffen, muß abge 
wartet werden, und weisen wir schon jetzt ausdrücklich 
darauf hin, daß eine Gewähr für unbedingte Lieferung 
nicht übernommen wird. Berlin-Friedenau, den 20. Ja 
nuar 1920. Der Gemeindevorstand. (Fürsorgestelle für 
Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene). Evers, Vor 
sitzenden _____ 
Bckamttmachimg. ~ T T ' 
Ans Grund des ^ 38 Abs 2 der Verordnung des 
Kohlcnvcrbandes Groß-Berlin über die Köhlcuvertetluiig 
vom 6. März 1919 wird hiermit angeordnet: I. Vom 
Montag, den 5.^ Januar 1920 ab werden zur Entnahme 
und Abgabe von'Kohlcn folgende weitere Abschnitte frei 
gegeben: Abschnitt 2 der neuen 5-Zenru.-Ofeiikarte, Ab- 
schnitt 12 der neuen l0-Ztr.-Ofenkartc, Aoschn. 22 der 
neuen 20-Ztr.-Ofenkarle, Abschn. 32 der neuen 30-Ztr.- 
Ofcnkarre Abschn. 42 bezw. 52 und 62 der neuen 40- 
Zentner-Osenkarlen. II. Bevorzugt zu beliefern sind die 
bereits früher freigegebenen Abschnitte: t. Abschn. 7 -8 
der alten .Kochkarte, 2. Mschn I 2 der neuen l2-Ztr.fi 
Kochkarte, 11--12 der neuen l6-Ztr.-Lkochkarte, 2l—22 
der neuen 24-Zei!n:er-Kochkarie. 31- 32 der neuen 32- 
Zpntncr-Kochkarte, 3. Abschn. 7—10 der alten 5°-Ztr- 
Ofcnkarle. Abschn. 7 8 der alten 10-, 20-, 30, 40-, 
5)0-, 60-Zcnrncr-,Ofenkarlc, 4. 1 der neuen-5-, Abschn. 41 
der neuen 10-, Abschn. 24 der neuen 20-, Abschn. 34 Zer 
neuen 30-. Abschn. 41 bezw. 54 und 64 der neuen 46o 
Zentner-'Ofenkartcn. 5. Abschn. 7 -10 der alten Kokskartr, 
Abschn. 1l 14 der neuen Kokskarte, 6. 14—16 der alten 
Sonderkarte. Abschn. 1 -6 der neuen Sonderkarte. III. 
Auf die Abschnitte: 4 6 der alten Kochkarten. 1—6 sämt 
licher alten 2senkarten, 9—40 der 40—60-Zc::n:cr-Ofen- 
fartcn, 1 6 der alten Koks karten, 4—40 der alten Son 
derkarten dürfen Kohlen nicht mehr abgegeben werden. 
IV. Verstöße gegen diese Anordnung werden gemäß § 93 
dcr vorbezeichnctei: Verordnung bestraft. Zuwiderhandelnde 
Kohlenhändler haben außerdem die Schließung ibres Ge 
schäftes zu gewärtigen. Berlin, den 3. Januar 4920. 
Kechleuüecle Groß-Berlin. Veröffentlicht. Berlin-Friedenau, 
den 13 Januar 1920. Der Gemeindcvvrstand. Kohlen- 
, tpmmijjion. 
Lffeutlich meistbietend gegen g'rt'ck fcre Bezobluna ver- 
fttuft werden. 
Lln..Friedrn«m, den 22. Januar Jö£0. 
r 
sranz. Eobelln, 2 gt. »erste Itozm n. rnehrerc 
kihte Derbwdungsllüile käu>vch zu erwerben. 
Agenten ,.t. Händler, verbeten, tzchriitl Dngeb. m. 
Beschreib- -j. Groß-«. Farbe rr.Ana-be des äußerst. 
Preises erb. n Villa, Bln^teglitz, Elisenstr. 2t. 
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Dora Wittekiadt Meta Vogel 
Ud-rnch i cn, grstirrtaus langjoh,, ,e E'-.h,-»»ustandtgr 
Ausbildoog in Sksang u üromatiItz.umerrl«tztfHr Büdne. 
Konzerlu.Haus Aufw.sicnsLas.l D:und!.k>>ost!.Siim,-bild. 
Dt!"n- u.Sprechllbum Rcziw:. p.Lcit v. Fchmijsüh:ungen. 
Fkkgestkkßt 47. Svrechkiunde 6 8 Iltz: l ach^niltaa 
Biiiiafte SeäuoaueOe in SnumMmorro 
für Leib- und Bettwäsche. Kbidcr-, Bluscr.-, Schürzen- 
und Futterstoffen, cn detail 
k. Raitschrr L sio., reüutzetmerftr. la 
„ f am .Sildwestksrso, Endstation 6» n. O.-Bcwn 
E Satzak. «er» «ad«. 
schuh-Ncparatttrett 
werd. schnell, v. 24 Std. an, 
preiSw. m. Kernled. auSgef. 
Maßansertigung. Jllstr. 7, 
Eck laden Ntn gstr 21. 
Blusen 
mir Hand. Hohlsauin und 
Stich serligt zu maß. Brei, 
sen wr Marg. Blankenburg, 
Brünnl;ildestr. 5, Gartenh., 
Ausgang B. 
Mittagstisch sind. St« 
Wilhelmshöhec Str. {, t j ,
        
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