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Periodical volume Nr. 124, 06.06.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

',; "K '*■ ' ; . 
zr UMW M 
(Nachdr. unsrer o-Originalartikel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
' Auf zur Wahl!' ' - . 
M Wir. machen unsere Leser nochmals darauf aufmerk 
sam, daß die Wahlhandlung morgen bereits um fe Uhr 
morgens beginnt und schon um 6 Uhr nachmittags ge 
schlossen wird. Versäume niemand die Wahl. Nur die 
sSyndikalisten, die K.A.P.D., die Anarchisten haben Wahl- 
enthaltung bekannt gegeben. Wer also der Wahl fern 
bleibt, unterstützt die Anarchisten. Zu empfehlen ist, früh 
zeitig, möglichst am Vormittag, zur Wahl zu gehen. Die 
vom .Gemeindevorstand zugeschickte Ausweiskarte ist 
mitzubringen und dem Wahlvorsteher vorzulegen. Wer 
keine Ausweiskarte hat, muß sich in anderer Weise 
ausweisen. 
s p Die nächste Sitzung unserer Gemeindevertretung 
findet am Donnerstag, dem 10. Juni, abends 7 Uhr, im 
Rathaussitzungsjaale statt. Auf der Tagesordnung steht 
ii; a. Bericht des Ausschusses d e r Einwohner 
wehr. Es werden dann Mittel angefordert für einen 
Stacheldrahtzaun auf dem Spielplatz, zur Beschaffung von 
Weinschränken im Ratskeller, zur Vergrößerung der Lchrer- 
büchercigestelie im Gymnasium, zur Herstellung einer 
Blitzschutzanlage in Gütcrgotz, zur Beschaffung von Turn 
geräten in der 3. Gemeindeschule für die Veranstaltung 
von Ferienspielen und -Wanderungen, für Erweiterung 
des Jugendheims, für Anschaffung eines Arbeitswagens 
und Arbeiten auf dem Friedhof in Gütergotz. Ferner soll 
die Gemeindevertretung Beschluß fassen über die Bewirt 
schaftung des Ausschanks alkoholfreier Getränke auf 'dem 
Spielplatz an der Offenbacher Straße, über Organisation 
.der Jugendpflege, über Zuwendungen an den Glocken 
fonds unserer Kirche, Einrichtung eines Liegerauines für 
den Kindergarten, über eine Hypothekensache, Genehmigung 
von Reisekosten und über Abänderung betr. Erhebung eines 
Zuschlages zur Grunderwerbssteuer des Reichs. 
obh Dis Bchirksbürgerrncister im neuen Berlin. Nach 
dem Gesetz über die Bildung der neuen Stadtgemcinde 
. .Berlin sind die Vorsteher der Bezirksämter (Bezirtsbürger- 
nreister) der einzelnen Haiishaltungsbczirke von der Be- 
. zirksversamnllnng zu wählen, zum ersten Mal jedoch vom 
neuen Magistrat Berlin zu ernennen. Wie wir er 
fahren, hat sich bereits der jetzige Magistrat des alten 
u Berlin an die Gemeindevorsteher der Vororte in einem 
Rundschreiben gewandt und sie ersucht, geeignete Persön 
lichkeiten für die Besetzung der Bezirksbürgermcistcrpostcn 
namhaft zu machen. — Zweckmäßiger wäre es natürlich, 
wenn die neuen Bezriksversammluiigen, denen nun schon 
unter Mißachtung der Selbstverwaltung das Recht der 
ersten Wahl genommen ist, für den Posten der Bczirrs- 
bürgermcistcr Vorschläge machten. 
o Brot qvf „Fluß". In der Woche vom 7. bis 13. Juni 
darf Brot und Mehl nur auf die Brotkarte abgegeben 
und entnommen werden, deren Abschnitte das Stichwort 
„Fluß" tragen. 
o Mchlvertcllung. Nach dein Mehlvcrteilungsplan des 
Kreisausschusses erhält Berlin - Friedenau für die Zeit vom 
13 Juni bis 15 .Juli ds. Js. 5850 Zentner Mehl'. 
o Die AuMÄäie von BrcÄuspM.Lus für den Monat 
Juni d. I. erfolgt von Montag, den 7. d. M., ab in den 
? .beiden Geineindcoerkaufssiellen, Feurig- und Goßlerstrntzö. 
Der Preis für 1 Liter Spiritus ist auf 8,75 Mark iein 
schließlich 4 M. für die Flasche) festgesetzt. Mit Rücksicht 
auf die gering zugewiesene Menge kann Spiritus nur in 
Krankheits- und in besonders dringenden Fällen zugewiesen 
werden. Es können daher nur solche Personen Spiiitus 
erhalten, die ihn: 1. zur Linderung einer Krankheit (also 
-um Einreiben, Inhalieren usw.) und 2. zu Kochzwecken 
— falls jegliche Kochgelegenheit fehlt — benötigen. Er 
forderlich ist: zu 1. eine ärztliche Bestätigung und zu 2. 
. eine entsprechende Bescheinigung des Hauswirts ober dessen 
Stellvertreters. Die Ausgabe der Bezugsscheine erfolgt 
gleichfalls von Montag, den 7. d. M., ab im Zimiuer 28 a 
des Rathause 
s. 
heitssorwen und der oft. schnelle Verlauf der Krankheit 
erfordern die- angespanntesteAufmerksamkeit aller am 
Kampfe' gegen diese "Völksseüche beteiligten Stellen. Das 
o Zur Groß-Berliner Wähl. Die Deu-ftcknajion-a'c 
Dolkspartei hat die folgenden Listen für die Stadtverord 
neten- und Bezirkswahl am 20. Juni aufgestellt: Die 
gesperrt gedruckten Namen geben die Kandidaten aus Frie 
denau an. Die Kandidaten, hinter deren nicht gesperrt ge 
druckten Namen ebenfalls Friedenau steht, wohnen im 
Friedenauer OrtSteil von Schöneberg. Die Kandidaten 
ohne Ortsangabe wohnen im alten Schöneberg. 1. K r e i s- 
wahlvorschlag: Stadtrat Schneider, Oberlehrer Dr. 
Anders, Friedenau, Wirkt. Geh. Obermedizinalrat 
Prof. Dr. med. Kirchner, Schneidermeister-Obermeister 
Wiethoelter, Friedenau, Votlsschullehrerin Frl. Elise 
Th o mas, Friedenau, Stadtsekretär Block, Fabrikant 
Krueger, Telegraphcngehilfin Oktavia. Jaedicke, Friedenau, 
' Handlungsgehilfe Bohres, Rcgierungsrat Dr. Ing. Karl 
B rt e ch n e r, Friedenau, Hausfrau ' . Margarete 
Saenger, Tapezierermeister Wilhelm Kuehn, Friedenau, 
'Hausangestellte Marie Pluntke, Verlagsbuchhändler Her 
mann Brücker, Friedenau, Eisenbahnarbeiter Paul 
Kanne, Kaufmann Wild, Friedenau, Tischlermeister Will). 
Kimbel. — 2. B c z i r k s b c r o r d n e t e n - W a l v o r - 
schlag: Oberlehrer Friederiszik, Hausfrau Else Korsch, 
F r i ed e n a u, Malermeister Linicus, Ingenieur Baumann, 
Friedenau, Stadtsekretär Block,- Bäckermeister Bertholt) 
Müller, Friedenau, Kaufmann Ranke, Professor 
Pflug, Friedenau, Lehrerin Frl. Wetzet, Geh. Nechnungsrat 
Evers, Friedenau, Fabrstarrt Krüger, Frau Dr. 
lMda Kaufhold, Frieocnau, Geh. exp. Sekretär Lossau, 
Mngenieur Georg Herholz, Friedenau, Bäcker 
geselle Artur Schnciderheinze, Stadtsckretäb Loose, Frie- 
oenau, Bankbeamter Kurt Schwarz, Schuhmachermeisler 
Franz Br o s e l, Fr ie d e n a u, Frau Margarete Brüning, 
.-Kaufmann Zeuner, Friedenau, Standesbeamter, Brügge- 
.mann, Generalleutnant a. D. Woll mann,- Frie 
denau, Konditor F. Wittig, Geometer Mühlnickel, Frie- 
lHenau, Zuschneider Friedrich, Lyzoallehrerin Frl. '' Anna 
|iii n t h e r, Friedenau, Handlungsgehilfe Drechsler, 
Perlagsouchhäiidter Eduard Quandt, Friedenau, Kaufmann 
- Hugo Fachtmann, Landschaftsgärtner Hugo Richter, 
Friedenau, Frau Martha Schmölder, Malermeister. 
..Brandt, Friedenau, Geschäftsführer Conftantin Pohl.' 
pbh Belämpfung der Volkskrankhciten durch die Jn- 
vsMiwvl.'irskchiSrtmg- Ein umfangreiches Kapitel in- dem 
soeben erschienenen Jahresbericht des Reichsversicherungs- 
ain'ts' für 1919 bilden die Maßnahmen der Invaliden 
versicherung im Kampfe gegen die Lungentuberkulose, die 
'Geschlechtskrankheiten und für die Kindersürsorge. Die 
als Folgeerscheinung des Krieges und des Zusammenbruchs 
eingetretene bedrohliche. Zunahme der Tuberkulosesterblich- 
keit und der -erkrankungen, das Auftreten schwererer Krant- 
verfahrens der -Invaliden- und Hinterbliebenenver,iche- 
rung. allen Versicherungsanstalten und Sonderaüstalten 
mitgeteilt. Diese Richtlinien zielen ab auf eine möglichst 
lückenlose. Erfassung- der Tuberkulösen, aus-die irgend er 
reichbare Ausnutzung der vorhandenen und bei den Zeit 
verhältnissen bis auf weiteres kaum erweiterungsfähigen 
Heilstätten und ans eine ausgedehntere Bekämpfung der 
Tuberkulose schon iin Kindesalter- Nach den Berichten 
haben die Versicherungsanstalten, an dem weiteren Aus 
bau des Fürsorgestellenwesens durch Teilnahme an den 
Organisationsarbeiten und durch Gewährung von Beihilfen 
hervorragend teilgenommen. Zwecks Uebernahme der 
weiteren Fürsorge für tuberkulöse Heeresangehörige durch 
die Landesversicherungsanstalten sind diesen im Jahre 
1919 von militärischen Dienststellen insgesamt 790 tuber 
kulöse Heeresangehörige überwiesen worden, während 2306 
Anträge auf Uebernahme der Heilbehandlung ohne.Mit 
wirkung der Militärverwaltung eingingen. Von diesen 
309 Fällen wurde das Heilverfahren durch die Versiche 
rungsanstalten eingeleitet in. 1179, abgelehnt in 1036 
Fällen, 450 wurden an Fürsorgestellen und 36 auf spä 
teren Antrag verwiesen. Der Kainpf gegen die überhand 
nehmenden Geschlechtskrankheiten erfordert die ange 
strengteste, zielbewußte Tätigkeit und ein enges Hnnd- 
inhanbarbeiten aller beteiligten Stellen. Der Ausbau-der 
Beratungsstellen ist planmäßig weitergeführt worden; ihre 
Zahl steigt weiter, dem Bedürfnis folgend, langsam an. 
Sie betrug Ende 1919 nach Wegfall von Elsaß-Lothringen 
136. Für die WohnungSfürsorge haben die LandeSver- 
ftcherungsa.nstalten im Jahre 1919 ans Grund des § 1274 
der Rcichsversicherungsordnilng 135 315 M., davon kom 
men aus die Landesversicherungsanstalt Berlin 58 985 M., 
für die Kinderfürsorge jm .Jahre 1919, insgesamt 
2 454 692 M. ausgegeben. 
o Ernennung. Unser Mitbürger, Herr Paul Mahling 
voin Rcichsministeriuin für Wiederaufbau, Büsingstr. 7 
wohnhaft, ist, wie wir hören, zum Negierungsrat und 
Mitglied des. Reichskommissariats zur Ausführung von 
Aufbauarbeiten in den zerstörten Gebieten ernannt worden. 
o Note Krpuz-Medaille. Für besonders treue Dienste 
wurde Frau Clara Siebers, Friedenau,' Lesevrestraße 26, 
mit der Roten->Kreuz-Mcdaille ausgezeichnet. 
fikrdeü üm Ssnstag, des 6. Juki 
Mii 8 Mir MM. 51s G Hör idm. statt. 
o Die geänderten Acifebrstrnarkcn. Wie wir schon kurz 
mitteilten, sind die Reisebrotmarken geändert worden. Der Aus 
druck „Rei'cbro.marke" ist fortgefallen. Sie lautet über zwei 
mal 50 Gramm Gebäck. Die Rückseite trügt nebeneinander 
-wen ml den Ausdruck „Deutsches Reich, Rcisebrotmarke 50 Gramm 
Geb"-.'". Durch die Einführung der neuen Reisebrotmarken wird 
die Gültigkeit der jetzigen nicht berührt. Vom Montag, dem 
7. dd. Mts.', ab findet eine Kürzung der Brotration beim Um 
tausch ;u Reisebrotmarken nicht mehr statt. 
o Ungültige 89-Mar?-Schcine. Reichsbanknoten zu 50 Mk. 
vom 20. Oktober 1018 haben auf Grund der Verordnung vom 
4. August 1019 ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel 
bereits feit 10. September v. Js. verloren; sie werden nur 
noch bis zum 10. September ds. Js. von der Reichsbank ein 
gelöst, für die mit diesen! Zeitpunkt jede Einlösungspflicht endet. 
ES wird darauf hingewiesen, daß eS sich nur um die ReichSbank- 
notc vom 20. 10. 1018 mit der dunklen quadratischen Umrandung 
-,:»7 ver Vorderseite, nicht aber auch um die 50-Mark-Notc. 
vom 30 .November 1918 handelt. 
o Missipnsstrrnde. Montag, den 7. Juni 1920, abends 
8 Uhr, wird Missionsinspektor Noterberg im Goßner'schen 
Missionshause, Friedenau, Handjerystr. 19—20, die mo 
natliche Missionsstunde halten. 
o Für Postipakechrj nachi Spanien ckann der. kürzlich 
eingerichtete Beförderungsweg . über Hamburg mit deut 
schen Schiffen der Oldenburg-PortugiesischenDampsschijssi- 
Rhederei wegen der in Spanien-aufgetretenen Schwierig 
keiten nicht benutzt werden. 
o Scheidrmann auf dein — Scheiterhaufen. Dem 
Vor 
wärts" wird ans Magdeburg gemeldet, das; in Altengraüvw sei 
tens eines Freikorps ein großer Holzstoß angezündet und - eine 
Menge Strohpuppen, unter anderem auch eine solche, die Schci- 
niann darstellte, verbrannt wurde. — Wie man sieht: Die Zei 
ten ändern sich. Aus dem Wartburgfest der Burschenschafter 1017 
verbrannte man einen Reaktionär (Kotzebne), wenn auch nur sym 
bolisch, jetzt verbrennt man einen Sozialisten. 
o Zwri sturlüesuchte softaldemolratische BersasKH» 
fanden hier gestern statt. Die S.P. D. hatte nach 
dem Bürgersaal des Rathauses eingeladen, der überfällt 
war. Anstelle des Herrn Franz-Krüger sprach Herr Dr. 
Kassau, Referent im Wirtschaftsministeriuni. Er sprach 
vom alten 'Reichstag, der nichts zü sagen hatte, - und 
vom neuen Wahlrecht, ging auf die sozialen Fragen, aus 
Verein?- und Streikrecht näher ein, kam auf unsere frühere 
auswärtige Politik, auf die Kriegspolitik, die Kriegsver 
hältnisse, die Erzbergerhetze und ditz Steuerpolitik, r.tlt 
sich dann zum Kapp-Putsch zu wenden und die Versammel 
ten aufzufordern, den Mehrheitssozialdemokratcn die 
Stimme zu geben, denn wir brauchen eine Negierung, der 
Arbeit. Herr Lehrer Arndt verbreitete sich dann über 
Schulfragen und schilderte insbesondere den Zwang, unter 
dem der Schulmann bei der alten Negierung zu leiden 
hatte. Herr Stadtrat Schliemann (Wilmersdorf) 
ivandte sich insbesondere an die Beamten, nachdem er die 
Dolchlegende zerpflückt hatte. Er hob hervor, daß früher 
ein Bramtenantrag 26 Jahre bei.der alten Regierung 
zur Beratung lag, demgegenüber hat die Nationalver 
sammlung in der kurzen Zeit die große Reichsbeamt-n- 
resorm erledigt. Herr Zopf wies auf die Mißstände hin/ 
die der Militarismus hervorgerufen hatte. Während seiner 
Riede erschien Reichstagskandidat Eduard Bernstein, 
mit lebhaftem Händeklatschen von der Versammlung be 
grüßt. Ptit feinen gemessenen, sachlichen Ausführungen 
über die,, innere und ' äußere deutsche Politik und Ljc 
Ziele der Sozialdemokratie, wobei er sich auf den Joden 
der gegenwärtigen . Verhältnisse . stellte: und vor . über 
triebenen Forderungen warnte, fand er aufmerksame Zu 
hörer- Der Vorsitzende schloß die Versammlung mit einem 
deutsche 'Republik, — Die .Versammlung: der 
in«. 
ftli 
US 
.... 
füllt. HicrJ'prach zuerst Herr 
sachlicher Mise-über die politische ant 
nnd Stellung-der arbeitenden Klassen in 
Zeit. Schärfere Worte, namentlich gegen die Wgnerrfö 
Parteien und vor allem gegen die Regierungspartei, „ 
wendete der Reichstagskandidat,Z u b e i l an. In der 2lus-< 
sprakbe. die sich bis gegen 12 Uhr ausdehnte, ckratrn:- 
auch Gegner auf, deren Ausführungen bei dem größten! 
Teile der Versammelten lauten Widerspruch DM"' ~ 
Einrichtuuk 
zum Entfärben von Altpapier. Angcm. Pak. — Leo 
Handjerystr. 17 und Paul Scholz, Berlin,. Wiener Stzi/D 
Zigarcttenstopfmaschinc. Angem. Pak. . — JohaünM 
Michels, Siegburg, und Dipl.-Jng. Alexander Vartzm. 
- ' ' egnlierunK 
..echauik und. 
Vorrichtung!, zur 
Verständigung zwischen Beobachter und Führer bezwH 
zwischen Kommandan: nnd Motorführer eines FlnMNges? 
Ert. Patent. — Max Drewitz, Bahnhofsir. 1. Billard-) 
notiztafel. Gebrauchsmuster. — Max Bnrkhar'ot, Guts-, 
muthsstraße 8. Postkarte mit anhängendem Markenblatt,/ 
Gebrauchsmuster. 
o Von der E5vArifch>:n angrsährcer wurde 
mittag 4 Uhr in dcr"^-' " 
Matschke der Knabe 
wurde gestern wach- 
Mheinstraßc vor der Schlächterei von 
uu Preuß aus der RönnebergsttzaM 
Der Bademeister unserer Ortskrankenkasse, Herr Esch, nahm 
sich des Knaben, der einen Oberarmbruch erlitten hatte, 
an, brachte ihn zu Herrn Dr. Süßmann und weiter zur 
■ Rettungswache. 
Vereins-! 
imtbtm 
ib' 
rieb. 
)( Die Deutsche VolkSpartei macht ihre Wähler daraus auf 
merksam, daß nur Stimmzettel pültig sind, welche den Ausdruck 
„Deutsche Volkspartci. Dr. Gustav Strescniaun" tragen. Es 
find Stimmzettel in die Häuser getrageir, die auf den Namen 
Kardorff lauten. Diese sind mrgüitiz und dürfen nicht benutzt 
werden. * 
)( Psadfiuder-Aütci.ung 33 (§v. V. i. M.h Sonntag, den 
6. Juni, freiw. Kirchgang für Führer und 1. Zug. 9.45 Uhr 
vor der Kirche. - -' ! j 
)( De«tsch«atkenrler Handluuxsgrhllseu-Vcröand' (Sozial- 
politischer Ausschuß der A.G.B.). Montag, den 7. Juni, abcndS' 
8E> Uhr, Vortrag des Herrn Paul Walz über das Thema: 
t,Die Wirkungen der deutschen Außenpolitik auf Handel ur.ld 
Industrie". Zu dem Vortrag haben alle Mitglieder Zutritt 
)( Wilhelm Schmidt'scher gemischter Ehor. UebungIstunde: 
Montags 1/28—1/210 Uhr im Rcstaur. „Hohcnzollcrn", Hand 
jerystr. 64. Stinimbegabte Daineu u. Herren jind willkommen.- 
‘Cunwftf Spiet, Spart 
s Crickct-Wcttsprci. Morgen, Sonntag, findet die Eröff 
nung der diesjährigen Cricket-Spielzeit in Berlin statt Die 
Teilnahme der Vereine hat gegen das Vorjahr erheblich zuge 
nommen, so. daß auch mit einer Ausbreitung dieser '«portark 
wieder gerechnet werden kann. 
)( Männer-Turn-Vercin Frichena:«. ES turnen: Montag 
und Donnerstag (5 Vs—8 lific: Knabenabteilung (6—14Jahre) 
Gymnasialturnhalle; 8—10 Uhr: Jungiingsabteilung (14—18 
Jahre), 1. Männcr-Abteilung und Sportabteilung Gymnasial-» 
turnhalle. — Dienst»g 8YD-10 Uhr: 2. MänueräÄltersj- 
Abteilung Gymnasiallurnhalle. — Dienstag und Freitag 
6—7: 1. Wädcheuabteilung (6—9 Jahr«) Turnhalle. Goßler- 
straße 15; 6—8 Uhr: 3. Mänucr-Abtcilung Turnhalle Homuth- 
straßc; 7—8 Uhr: 2. Mädchenabtellung (l 0— 13 Jahre) ,-und 
Fraucnabteilung Turnhalle Goßlerstraße; 8—Uhr: Samen- 
und Jugcndabteilung (13—IG Jahre) Turnhalle Goßlerstr. 
(Für diese Rubrik übernehmen wir keine Derankivortmlg.) 
Edkck Unfftts« bcf de» Wäh-lcw. 
Der Einsender des Artikels in Nr. 122 des 
Lok.-Anz." härte doch einfach 
Wahlgefchüft ablehnen sollen, ehe er sich einen ganze« 
Tag in einem verqrialniken Räum voll Gift.und Galle 
saugt. Den gereiften Ton, in dem sein Schmerzensschrei 
geschrieben ist, kann, nur jemand recht verstehen, der viele 
Jahre .unter dem Unfug des. Rauchens hat leiden müssen. 
Den leichten Düst seiner . guten .Zigarre rieche auch, ich 
als Nichtrauchers ab' und' zu ganz gern; was . einem aber 
während, und 'besonders nach dem Kriege zugemutet wird, 
an Gestank, Haupt sächlich/ans den'kurzen Pfeifen, ein 
zuatmen, das. .übersteigt das Maß des Erträglichen. Man 
kann'ihm nicht unter allen Umstünden ausweichen,Kfo 
z. B. auf einem Petron -einer Elektrischen, oder — was! 
noch schlimrner, da cs'-.'ungesetzlich ist — in einem Nicht 
raucher-Abteil der Eisen5«cchn, bezw. Stadt-und Ringbahn.. 
Mit welcher Uiigenlertheit, aus bewußter. Flegelei, oder 
aus Gedankenlosigkeit die betr. Herren die. Luft verunreini 
gen, 'ist einem naiv denkenden Hirn unfaßlich. Welches 
Gefühl oder Gesetz des Anstandes und Taktes gibt einem 
andern das Recht, seinen (womöglich noch kranken) Mit-, 
menschen zu zwingen, einen, diesem höchst widerwärtigen, 
atcmbeklemmendcn Geruch in die edlen Organe der Lungen 
zu ziehen?. Jeder wahrhaft gcbiidete, denkende Raucher 
wird mir Recht geben und — falls ihn einmal das Schick 
sal in ein Nichtrancher-Abteil verschlagen sollte — Mi' 
möglicherweise ausbrecheirden MeinuttgsverschiedenhDül ' 
nicht auf die Seite dessen treten, der-im Unrecht ist. Hin 
Nachmittag im Freien, im Grünewald usw. Zoll für'öDle 
Gesundheit Wunder wirken; .was aber nur eine Stünde 
qualinende Pfeife in geschlossenem Raume , wirkt -DM-. 
Auch ich habe, für den Wahltag meine Hilfe zugefügt, 
werde aber nie und nimmer mich zum 20. d. Mts. to'it&t ■ 
bereit erklären, falls ich trübe Erfahrungen in obigem 
Sinne machen werde. Was den Unfug in . der BahnMb- 
trisst, so möchte ich alle Gleichgesinnten — Damen Die 
Herren — bitten, sich nach Möglichkeit-Recht zu ver 
schaffen nnd nicht schweigend Aerger und QuaW-i-z« 
schlucken, damit immer wieder in Erinnerung, gebracht: 
wird, daß Gesetz und Recht noch bestehen, nnd o-as-Oeftihl 
dafür und für Anstand und Takt noch nicht übeMl er 
storben sind. 
Mich'ft Fri-edenqns-! 
Hausbesitzerverein sucht seine 
. . ' ^ 
; 
icitglieder nach 
Sein Vorstan 
ch 
Rechts zu führen. Mieter, deutt daran! SeWWrstanv 
hat versprochen, daß die Rechtsparteien - für. .dckhHaüs- 
besitz sorgen. werden. Mieter,, vergeht daZMchti Das' 
bedeutet im Falle eines RechtssiegeS stark^'WtMsteige-' 
rungen. 'Mieter, wollt Ihr das? Heute'steht an der 
Spitze des die Hochstmicten festsetzenden Woh'lfäh'rtöminM-
        
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