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Periodical volume Nr. 123, 04.06.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

(Friedeuauer 
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S filr unbestimmte Tage — 
reis oer "gespaltenen Zeile oder deren 
«u« 1 Mk. Die RcNamezeile kostet 
4.— Mark. Belegnummer 20 Pfg. 
t >«t Pfaliburg 212». 
Nr. 133 
Berlin-Friede»««. Freitag, den 4. Funk 1820 
Fohrs. 27 
I AkWW W WWg I 
finden am Sonntag, den S. Juni 
VW 81 turnn, vir 6 Hör nnfim. statt. 
Neueste Nackricbten 
- . ' ■. - • • 
' Perlin. Im Rcichswehrministerium hat gestern 
Nachistittag die apgekündigte Besprechung zwischen ^er* 
Irc'teipn der Regierung und den Triippenkomniaudeuren 
dcS ganzen Reiches in Gegenwart des Reichspräsidenten 
Ebert stattgefunden. In der Aussprache"haben die Kom 
mandeure einstimmig versichert, daß sie an dem Treu- 
gelSbtlis aus die Verfassung festhalten» und der Ausfassung 
Ausdruck .' gegeben, daß die Regierung sich auch auf chic 
Truppen verlassen könne. Einzelne Vorkommnisse inner 
halb..der'Reichswehr dürfen in ihrer Bedeutung weder 
übertrieben, noch überschätzt werden. .Im großen und 
ganzen dürfe die Regierung in der Trirppe ein durchaus 
zuverlässiges Element zum Schutze der Verfassung er 
blicken. — Von dem Ergebnis der Besprechung sind, — 
wie verlautet — sowohl die Vertreter der Regierung, wie 
auch" die der Truppe befriedigt. 
Berlin. Der vorläufige R eichs Wirts chafts- 
rat soll bereits zum 18. Juni einberufen werden. 
Berlin.. Mit den Vertretern der ungarischen Re 
gierung haben in der vergangenen Woche Verhandlungen 
über''die Grundlage des gegenseitigen Wirtschaftslebens 
staitge,funden, die zu einer Einigung zwischen den beider 
seitigen Abgeordneten geführt haben. 
.Hambarg. Von Schiffen der deutschen Danzpf- 
schiffahrts-Gesellschaft „Kosmos" in Hamburg, die in 
chilenischen Hafen interniert gewesen waren, kehren, nuu- 
meMdie Dampfer „Ramscs", „Radames", „Carnal" und 
„Osnns" zurück. Sie bringen ca. 15000 Tonnen Sal- 
petMnkib. , . z ' -.-'r-. 
'. EMDWMWch zuverlässigen Melduizgen chat Polen 
in cher letzten Woche in Paris einen Schritt iwt Ver- 
anlick^uilg einer'' Intervention Frankreichs im polnisch- 
ru'sischen Kriege unternommen. Es soll offen gesagt wor 
den .sein, daß Polen sich höchstens noch bis ENde Jun!i 
halten könne- Trete bis dahin nicht starke Hilse ein, 
jo werde die Offensive 'völlig zusammenbrechen. ' 
, -Maris- Das Journal des Dobats. meldet aus Bei 
rut: Die Lage'in Mesopotamien ist immer noch sehr ernst. 
Di^ Engländer konzentrieren um Bagdad herum beträcht 
liche Truppenmassen. Der englische Zivilkommissar er 
mähnt ditz muselmanische Bevölkerung zur Ruh«. 
l L ondyst. Der tschecho-slowakische Minister des 
Aeustercn, Dr. Benes hat gleichfalls eine längere Konfe 
renz mit^Krassin gehabt.. 
ten fflc MvNM unt Wnevm. 
(Npchdr:Mlsrer v-Originalartikel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
"v DM Schutz der ReichLtagswahlen in Groß-Berlin 
wird; nst Ländespolizeibezirk Berlin die grüne, Sicher- 
heitspoliMDerhunden mit der blauen Ortspolizei -aus- 
iiben- .M.Kert anderen Gemeinden ist der Wahlschutz Sache 
dc-rl-'örtnchew Polizeien und der Reichswehr. Es sind neben 
Brufe der Prinzessin. 
70 
Bon E PH. Oppenheim. 
(Nachdruck Verb »ten.) 
Auch diese Frage kann ich'unbedenklich besahen. Die 
Prinzessin wird sicherlich alles tun, was'in ihren Kräften 
steht, um ein drohendes Ungemach von dem Haupte ihrer 
teuersten Freundin, abzuwenden." 
„Nun wohl,'da Sie aus Schloß Buchberg gewesen, sind, 
können Sie das ja am Ende wissen. Und so will ich 
^lbnen denn auf die Gefahr hin, damit eine Dummheit zu 
begehen», mitteilen, was ich nach reiflicher Uederlegung 
nur für die Komtesse Waldendorff bestimmt hatte. Also, 
ich weiß» daß Fräulein von Wehringen in lener Nacht 
im Arbeitszimmer des Otto Martens gewesen ist. Ich 
habe den Beweis dafür in Händen.« 
. Und dieser Beweis,: er besteht wann? 
^ln' einem harmlosen kleinen Gegenstand» den Paul 
Martens vor etlichenTagen in dem hintersten Winkel einer 
Schreibtischschublade gesunden und auf mein Ersuchen.mir 
Einen Gegenstand, der. nach Ihrem Dafürhalten von 
dem Fräulein von Wehringen stammt?« 
Ja « , ^i,.' .. . ■■ 
: "uSÖKen Sie Ihn mir zeigen ?« . 
„Mit Ihrer Erlaubnis — nein, das wlll ich ncht- Ich 
halte Sie gewiß für einen Mann von ^dre. aber es gibt 
im menschlichen Leben Situationen, wo Herz und Ehr 
tn einen Konflikt geraten d können, dessen Ausgang nicht 
immer mit Sicherheit vorauszusagen ist. Undam Ende 
kann es Ihnen ja auch genügen, wenn Sie erfahren, daß 
Las bewußte corpus delicti ein Knopf ist, ein eigenartig 
tzesormter und gearbeiteter silberner Knopf, wie ihn nocy 
mr. neuesten Made die Damen an ihren Jacketts, und 
MM»anteM-zu trägen liebe«.^ ' . . ' . 
Was es in der «Schste» Woche gibt. 
Brot: 1600 Gramm und 300-Gramm Kleingebäck oder 
1900 Gramm Großbrot. 
Fleisch: steht noch nicht fest. 
Pferdefleisch: auf Nr. 8 der Pferdefleischkarte. 
Butter: 20 Gramm 75 Pfennig und 70 Gramm Mar 
garine 2,21 M., sowie 180 Gramm Margarine 5,69 M. 
aus Sonderabschnitt der Speisefettkarte.. 
Kartoffeln: freihändig auch an Nicht-Friedenauer. 
Zucker: Vom 1. bis 15. Juni 3 /* Pfund. Ferner 
für Kinder im 1. Lebensjahre I 3 /, Pfund, im 2, Lebens- 
. jähre 1 Pfund und im 3. bis 7. Lebensjahre */z Pfund 
im Monat. Der Zucker ist aber noch nicht voll ein 
getroffen. ; > . 
Anzumelden vom 5.-8. Juni: 
Auf Groß-Berliner Lebensmittelkarte: 
Graupen: .125 Gr. auf 30; Pfund 48 Pfg. 
Auf Berlin-Friedenauer Nährmittclkarte: 
Haferflocken: 125 Gr. und 125 Gr. Nudeln auf 25; 
Pfund Haferflocken 1,40 M., Nudeln 2 M. 
Weizenküchenineh l odtr Cerealmehl oder Kar- 
toffelstärkemchl 125 Gr. und 100 Gr. Kartoffclwalzmehl 
auf 26; Pfund Weizcnküchenmehl 80 Pfg.» Cerealmehl 
80 Pfg.» Kartoffelstärkemehl 2,90 M.» Kartoffelwalzmehl 
60 Pfg. 
Gelbe Erb seit: 2o0 Gr. und 500 Gr. weiße Bohnen 
auf 27; Pfund Erbsen 3,50 M.» Bohnen 3,50 M. 
Marmelade: 250 Gr. und 250 Gr. Kunsthonig auf 
28; Pfund Marmelade 5,20 M., Kunsthonig 6,50 M. 
Linsen: 250 Gr. auf. 29; Pfund 3,50 M. 
Abholung 15.—17. Juni. 
S ond erzu w cis n ng: An die Einwohner über 60' 
Jahre: 500 Gr. Gerstenflockeü, vom 7.—12. Juni in den 
Gemeindeverkanssstcllcn gegen Abstempelung der Nr. 11 
der Ausweiskarte; Pfund 75 Pfg. 
den ständigen Posten an den Wahllokalen ständige Streifen 
gänge vorgesehen und ferner werden stärkere Polizeitruppen 
mit Kraftwagenabruf bereit stehen. 
o Vom Magistrat der Stadt Bcrli n-Schö neb erg sind 
den in der Wählerliste zur Reichstagswah-l einge 
tragenen Wählern und Wählerinnen amtliche Ausweis 
karten zugesandt worden, in denen ihnen die Mittei 
lung gemacht wurde, daß sie ln die Wählerliste einge 
tragen sind. Damit wurde dem . Empfänger die Pflicht 
abgenommen, sich selbst noch davon zu überzeugen, ob 
er in die Wählerliste eingetragen worden ist. Zugleich 
sollen diese Ausweiskarten als Legitimation des Wäh 
lers bei der Wahl selbst dienen und endlich verfolgen 
sie auch den Zweck, dem Wahlvorstand das Wahlgeschäft 
zu erleichtern, weil auf jeder Karte der Wahlbezirk und 
die Nummer in der Wählerliste des betreffenden Wäh 
lers angegeben sind. Außerdem steht auf der Ausweis 
karte noch, daß von 9 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends 
gewählt wird. Diese letztere Angabe ist unrichtig. Es 
wird auch an dieser Stelle darauf aufmerksam gemacht, 
daß die richtige Wahlzcit von 8 Uhr vormittags! 
bis 6 Uhr nachmittags ist. Der Grund, daß obige 
unrichtige Angabe über die Wahlzeit in die Ausweiskarten 
hineingekommen ist, ist folgender: Bei den drei vorher 
gehenden Wahlen zur Nationalversammlung, zur Preußi 
schen Landesversammlung und zu den Stadtveroroueten- 
wahlen wurde stets von 9 Uhr vormittags bis 8 Uhr 
abends gewählt. Daß für die jetzige Reichstagswahl eine 
Abänderung beabsichtigt wurde, wurde von 'keiner Seite 
der .Oeffentlichkeit bekanntgegeben. Infolgedessen konnte 
der Magistrat der Stadt Berlin-Schöneberg mit Recht 
folgenschwere Verdächtigung gründen zu dürfen 7 — Sie 
— der ebensogut weiß, wie ich, daß Martens einen sehr 
lebhaften Verkehr mit allen möglichen Damen unterhielt, 
die sich ebenfalls stach der neuesten Mode zu kleiden 
pflegten? Ich kann Ihnen aus eigener Wahrnehmung be 
stätigen, daß derartige Damen sich sehr häufig m seiner 
Wohnung aufhielten. Da wird eben eine von ihnen ge 
legentlich den kostbaren Knopf verloren haben." 
„Die Möglichkeit wäre keineswegs ausgeschlossen, und 
ich habe Herrn Paul Martens bis jetzt in dem Glauben 
gelassen, daß es sich so verhielte. Mir für meine Person 
aber müssen Sie schon gestatten, anderer Meinung zu sein." 
„Und auf was hin ■ ?" - 
„Auf die Tatsache hin, daß ich genau dieselben um 
ihrer sonderbaren Form und ihrer kunstvollen Arbeit 
willen sehr auffallenden Knöpfe an dem Abendmantel des 
Fräuleins von WehringeUZgefehen habe, als ick die Ehre 
hatte, ihr im „Eldorado-Theater" dies Kleidungsstück um die 
Schulten, legen zu dürfen. Ich habe die Gewohnheit, aus 
Kleinigkeiten zu achten, selbst wenn sie an sich höchst be 
deutungslos scheinen. Und so ist es an ,enem Theater 
abend meiner Aufmerksamkeit nicht entgangen, daß einer 
der Knöpfe an dem Mantel fehlte. Ich'bemerkte es, als 
Fräulein von Wehringen vergebens nach ihm suchte, um 
den unteren Tett des Mantels zu schließen." ■ _ 
„Angenommen selbst, daß Sie sich darin nicht getauscht 
hätten, was wäre damit gegen meine Annahme bewiesen? 
Es gibt ohne Zweifel Hunderte solcher Knöpfe." 
„Lerzeihen Sie, wenn ich gezwungen b»n, zu wider, 
sprechen l Da mich der Fund des Herrn Martens be- 
gretflicherweise.in hohem Maße interessierte, und da ich in 
den Voraussetzungen,'auf die sich meine Kombinationen 
gründen, gem möglichst sicher gehe, habe ich mich mit 
der bloßen Wahrscheinlichkeit nicht begnügt, sondern ich 
bin der Sache weiter nachgegangen und babe durch eine 
Mittelsperson die Kaminerjungfer der Komtesse Waldendorff 
ausforschen ^ 1 
Wer jetzt «och schwankt 
gche am Sonnabend, den 5. d. Mts. abevds 8 Uhr 
in die Aula des Rkformrealgqmnaflum. Somuthstt. zu 
und lasie sich übe'zeugcn, daß er als liberal 
gesinnter Vüiger oder Arbeiter seine Stimme nur der 
Deutschen Bolkspartei 
Me Sireseman» 
geben kaun und geben darf. 
annehmen, daß an der bisherigen Wahlzeit nicht gerüttelt 
würde. Er nahm also auch in diese Ausweiskarten die 
Bekanntgabe der früheren Wahlzcit auf. Erst nach Ver 
sendung der Ausweiskarten, die am 5. Mai d. Js. er 
folgte, kam die neue Wahlordnung vom 1. Mai 1920 
zur öffentlichen Kenntnis. Aus dieser mußte entnominen 
werden, daß die Wahlzeit abgeändert und jetzt im Som 
mer • auf 8 bis 6 Uhr festgesetzt worden ist. 
o Die Prcuß. Rote Kreuz-Medaille 2. Kl. wurde ver- 
liehev: der Frau Josefine Metzelt, sowie der Gattin des 
Geh. Kvmmissionsrat Heinrich Sachs, Frau Geh!. Rat 
Bertha Sachs, hier. 
v o Glückwunschtelegramme wieder erlaubt. Die Post- 
und Telegrapheiiverwaltuiig hat Glückwunsch- und Be- 
grüßungstelegramine, sowie Telegramme in nicht drin 
genden Familienangelegenheiten von jetzt an wieder zu- 
gelassen. 
o Kirche und Dissidcitlen. Auf der Kreissynode Berlin 
Stadt III wurde von den Positiven eine Entschließung 
mit 52 gegen 51 Stimmen angenommen, die Probinzial- 
synodc möchte bestimmen, daß' Taufen von Dissidenteittin- 
dern nicht vorgenomnlen werden sollten, daß Kinder von 
Dissidenten nur dann in den Konfirmationsunterricht auf 
genommen werden, wenn sie cnu Religionsunterricht in 
det Schule teilnehmen, daß Ehen, deren einet Teil Dissi 
dent ist, kirchlich nicht eingesegnet werden und daß endlich 
die kirchliche Beerdigung von Dissidenten abgelehnt werde. 
o Bei den Unruhen int Monat März d. Js. entstand 
auch das Gerücht, daß der P a st o r Lange von der 
Kömgin-Lnise-Gedächtnis-Kirche in Berlin-Schöneberg Mit 
glied der sogen. Offizierskompagnie im Alten Schönoberger 
Rathause gewesen sei und daß sogar Personen von ihm 
erschossen worden seien: Hierzu wird uns von zuständiger 
Seite mitgeteilt, daß der von den Schöneberger städti 
schen Körperschaften eingesetzte Ausschuß zum Zwecke der 
Untersuchung der mit dem Putsch „Kapp-Lüttwitz" zu 
sammenhängenden Vorgänge festgestellt hat, daß die Ge 
rüchte unwahr sind- Pastor Lange hat weder an den 
Zusammenrottungen 'vor dem alten Schöneberaor Rat- 
hause teilgenominen, noch irgendeiner militärischen oder 
militärähnlichen Forination angehört. Die Veroäcktigung 
dcS Pastors Lange ist wahrscheinlich auf eine Personen- 
verwcchselung zurückzuführen. 
o 7V. Geburtstag. Am morgigen Tage, den 5.' Juni, 
begeht unser Mitbürger der Straußfedernsabrikant Herr 
Franz Lippold, Kirchstr. 17, seinen 70. Geburtstag 
in voller geistiger und körperlicher Frische. Seit 10 Jah 
ren in unserem Orte ansässig, wird der freundliche alte 
Herr besonders vielen unserer hiesigen Mitbürgerinnen 
„Bei meiner Seele, Sie verstehen sich auf Ihr Hand 
werk, Herr.Doktor Dombrowski!« 
Der Pole verbeugte sich leicht. 
„Dank für die freundliche Anerkennung! Ich habe 
also auf diesem Wege in Erfahrung gebracht, in welchem 
Mode-Magazin der äußerst wertvolle Abendniantel deS Fräu 
leins von Wehringen angefertigt worden ist, und ich habe 
durch diskrete Nachfrage bei dieser Firma, festgestellt, daß 
die erwähnten Knöpfe von dem Hofjuwelier Friedkänder, 
bei dem die Komtesse selbst sie als Geschenk für ihre 
Freundin ausgesucht hatte, geliefert worden sind. Es ver 
droß mich nicht, dem genannten Juwelier einen Besuch ab 
zustatten und ihm unter dem Vorwände, einige dieser 
Knöpfe kaufen zu wollen, das in meinen HändeU, befind- 
liche Muster vorzulegen. Man bedauerte, meinem Wunsche 
nicht vor Ablauf einiger Wochen entsprechen zu 'können. 
Denn es war, wie man mir versicherte, nur ein einziges 
Dutzend dieser unverhältnismäßig teuren Knöpfe hergestellt 
worden. Die Hälfte davon hatte die Komtesse Walhendorff 
erhalten, während die anderen sechs einer königlichett Pritt- 
zessin geliefert worden waren. Das in der Wohnung des 
Otto Martens verlorene Exemplar konnte also» nur von 
dieser Prinzessin oder von dem Mantel des Fräuleins von 
Wehringen stammest. Und da sich bis jetzt kein Anhalt da 
für ergeben hat, daß dev Verkehr des Ermordeten bis in die. 
Kreise hinaufreichte, so werden Sie am Ende 
begreifen, welche der beiden Möglichkeiten mich die :wahr 
scheinlichere dünkte." . . 
Heinz fühlte sich geschlagen. Gegen die gMsaw.e 
iLogik dieses fürchterlichen Menschen hatte er kein^ Waffen 
mehr. Er zweifelte nicht, daß alles sich genair so' sterhjelt, 
wie der Pole sagte, und «r machte darum keinen Versuch, 
die Zeit mit zwecklosen Einwendungen zu vergeuden. 
„Dieser nach Ihrer Meinung so verräterisci e Knops-also 
,tft es, den Sie zum Gegenstand eines Tauschgeschäftes zu 
machen wünschen?« 
Ejortsetzung solgt.)
        
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