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Periodical volume Nr. 18, 21.01.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

einem Einkommen von 5000 Mark die entsprechenden Zah 
len 53,48 v. H. (bei vier Kinder») und 38,48 v. H. 
(bei sechs Kindern) lauten. 
oW Die erhöhtem Teuerungszulagen sür die preußi 
schen Beamten. Der preußische Finanzminister hat der 
Landesversammlung den Antrag unterbreitet, anet, sür die 
preußischen Beamten eine Erhöhung der Teuerungszulagen 
um 150 Prozent biK zum 1. April d. Js. vorzunehmen. 
Für Preußen handeR es sich um eine Mehrausgabe von 
rund 450 Millionen Mark. 
o Urlaub für Lehrer. Das Recht zur Erteilung von 
Urlaub an Lehrer stand bisher den Ortsschulinspettoren 
zu und ist seht auf die Kreisschulinspektoren übergegangen 
Der Minister für Volksbildung hat sehr dazu bestimmt, 
daß in dringenden Fällen alleinstehende Lehrer sich auf 
einen Tag selbst beurlauben können. Bei Schulen mit 
zwei Lehrkräften steht der dienstältesten Lehrkraft das 
Recht zu, in dringenden Fällen sich selbst oder die andere 
Lehrkraft auf einen Tag zu beurlauben. Der alleinstehende 
Lehrer oder die dienstälteste Lehrkraft ist aber verpflichtet, 
dies sofort dem Krcisschulinspcktor anzuzeigen. Für den 
Urlaub von Mitgliedern des Lehrkörpers mit drei oder 
mehr Lehrenden gelten dir» Abstimmungen vom Lcptember 
über die Schulleitung. 
o Verbot kommunistischer Zeitungen. Außer dem Ber 
liner Organ der Unabhängigen und den beiden in Ber 
lin erscheinenden „Noten Fahnen" sind auch die in Duis 
burg erscheinende kommunistische „Freiheit" und der ?'> 
munist" in Düsseldorf verboten ivordcn. 
o AusweiSkartcn für Telegraphen- und Fernsprechs« 
bau-Personal. Das im Telegraphen- und Fernsprcchbau 
beschäftigte Personal des Ober-Postdirektionsbezirks Ber 
lin. ausschließlich der Telcgraphcnarbciter, führt sür das 
Jahr 1920 rosafarbige, aintlich gestempelte AuSweiskarten 
bei sich, durch die es sich den Hauseigentümern und Woh- 
nungsinhabcrn gegenüber auf Erfordern als Angehörige 
der Ncichstelegrapheuverwaltung auszuweisen hat. Die 
Tclegraphenarbcircr haben, wie schon bekanntgegeben, Aus 
weiskarten mit Lichtbild erhalten. 
o Die Wohnungsnot. Bei den Groß-Bcrliner Wohi- 
nungsämtern liegen zurzeit mehr als 30 000 WohnungS- 
gesuche vor, während die Zahl der verfügbaren Räume — 
zumeist handelt es sich um Kellerwohnungen — etwa 
400 beträgt. 
o Einspruch der Mieter. Vom Mieter-Verein des Großb 
Berlincr Westens wird uns geschrieben: Der Wohnungs- 
verbands-Ausschuß Groß-Berlin hat die Höchstzuschläge für 
Mictssteigcrungcn auf 20 Prozent für Wohnungen und da 
zu ein Rcparaturkostcnzuschlag von 15 Proz., bei Sam- 
melheizungs-Wohnungen von 20 Prozent festgesetzt, ob 
wohl der Bolkswohlsahrtsministcr in seinem AuSführungs- 
erlaß angeordnet hatte, daß 20 Proz. der höchst zulässige 
Zuschlag sein soll. Dieser Beschluß des. Wohnungsver- 
bands-Ausschusses erscheint somit als ein Umgchnngsvcr- 
such der Anordnung des Ministers darzustellen/ indem 
scheinbar die Höchstgrenze von 20 Proz. gewahrt bleibt, 
in Wirklichkeit aber auf dem Umwege des Reparatur- 
kosteuzuschlags der Saß nahezu verdoppelt wird. Die Em 
pörung der Mieterschaft über dieses, auch durch die Ver 
hältnisse nicht begünstigte Vorgehen des Wohnnngsvcr- 
banües ist allgemein. Der Mieter-Verein des Groß-Ber- 
liner Westens hat daher sofort die erforderlichen Schritte 
eingeleitet, um einen Einspruch durch die kommunale Auf- 
sichtsbehörde herbei zu führen, der zu einer Nachprüfung 
und Herabsetzung der Zuschläge führen wird. 
o Schieber ohne Fernsprecher. Der tschccho-slvivakische 
Postniinistcr Stauet hat eine Verordnung erlassen, nach 
der allen wegen Preistreiberei bestraften Personen das 
Recht der Telephonbenutzung entzogen werden soll. 
o Das eiserne Kreuz. Dem Rechnungsrat im Ministe 
rium der vsfentl. Arbeiten A. Jäger, Öfsenbacherstr. 30, 
ist dos eiserne Kreuz am weiß-schwarzen Bande verliehen 
worden. 
o Dem Bildhauer Heinrich Mitzseldt ist die Rusfüch 
ruug einer Gedenktafel für die im Kriege gefallenen Mit 
glieder der „Kieler Sport-Vereinigung Holstein .1900" 
übertragen worden. Ker Künstler hat den Auftrag er 
füllt. Die Tafel hat die Form eines flachen ovalen. 
Schildes. Der bildliche schmuck und die Nameniuschriiten 
sind auf der Flüche in bester Einordnung verteilt. Den 
Mittelpunkt bilden zwei kräftige im Relief gehaltene Sport 
gestalten, die die Hand auf ein Sportgerät und den mit 
Lorbeer geschmückten Stahlhelm legen. Tiefe Trauer liegt 
in ihren Gesichtszügcn. Unter diesem Bilde ist in sein- 
rankiger Verzierung das Vcreinswappcu angcbrachr, wäh 
rend die Namen der Gefallenen in erhabener Schrift rechts 
und links auf der unteren Hälfte des Schildes stehen. 
Den Abschluß nach unten bildet die Widmung. Der Schild 
ist noch einige Tage ini Atelier, Wilhelmstr. 7, (Erdge 
schoß) ausgestellt. 
o 4. Vortrags ab end für Kurrft und Wissensck^aft. Vor 
nusvcrkauftcnl Hause spielte am vergangenen Donnerstage 
vor den Friedcnaucrn Elaudio Ar rau. Der Leitung 
der Fricdenauer Vortragsabende sür Kunst und Wissen 
schaft ivar cs gelungen, diesen hervorragenden Klavier- 
virtuosen für einen Abend, leider nur sür einen Abend, 
zu verpflichten. Arrau verfügt über eine bewundernd 
werte Technik, über eine für sein jugendliches Alter so 
unfaßbare Virtuosität, daß der Beifall nicht ausbleiben 
konnte. Und dieser >var ungeheuer groß. Jeder einzelne. 
Vortrag entfesselte einen ivahreu Beifallssturm. Hatte, 
Arrau doch auch eine Vortragsfolge gewählt, die stichst 
alltäglich erschien. So trug er Schuberts Impromptu 
F-moll und As-dur und Liszt's Ständchen vor. Ferner 
brachte er drei Kompositionerr von Chopin, darunter die 
reizvolle Barcarole, und zum Schluß Liszt's Spanische 
Rhapsodie. Damit war der künstlerische Höhepunkt erreicht. 
Ein Beifall setzte ein. wie ihn der Festsaal unseres Real 
gymnasiums wohl noch nie erlebt hat. Und als man dem 
Künstler, der durch sein bei Spiel und Dank bezeugtes 
bescheidenes Wesen ganz besonders sympathisch wirrte, einen 
prächtigen Blumenkorb, der auch Aepfel und Schokolade 
enthielt, überreichte, da raste das Publikum in seinem 
Beisallstaumel. Immer neue Ovationen setzten ein. bis 
Arrau sich nochmals an den Flügel setzte und das be 
geisterte Auditorium mit melodischen Tönnen, die er in 
selten gehörter Feinheit und Klarheit dem Instrument 
entlockte, für Minuten befriedigte. Ich sage für Minu 
ten. denn kaum lMte Arrau seilt Spiel beendet, als 
wieder tosender Beisall einsetzte. Begeisterte Hörer und 
Hörerinnen sammelten sich um die Bühne und bezeugten 
dem lächelnd dankenden Künstler ihre Anerkennung. Und 
als das Publikum sich gar nicht beruhigen wollte, da 
brachte Arrau noch eine zweite Zugabe. Weiter in den 
Saal hineinstehende Hörer stellten sich auf die Stühle, 
um dem Spieler besser, zusehen zu können. Auch dieser 
Vortrag löste spontanen Beifall aus. Der zweite Vor 
tragende des Abends war der Konzertsänger Lederer- 
P r i n a, der für den vertragsbrüchig gewordenen Tchlus- 
tius eingetreten ivar. Lederer-Prina gab wohl Durchp 
schnittsleistungcn, aber war bei weitem kein Schlusnus- 
Ersatz. In Liedern von Schubert gefiel er wenig. Die 
Allmacht sang er bar jedes Temperaments. Hinreißen 
soll sic den Hörer und selig erschauern lassen vor dev 
Größe unseres Gottes. Jedoch ohne Empfinden, ohne 
Innerlichkeit wurde die Dichtung vorgetragen. In Wotans 
Abschied und Feucrzauber zeigte «Lederer-Prina ein glück 
licheres Moment, obwohl er auch hier seiner Stimme 
mehr Gewalt hätte antun müssen. Der teilweise über 
laute Beifall war nicht von reiner Objektivität und von 
unbedingter Ueberzeugung getragen. So ließ sich denn des 
öfteren ein recht energisches, nicht ganz unberechtigtes! 
Zischen vernehmen. Der Held des Abends ivar und blieb' 
Elaudio Arrau. Sch 
o Esther Carrna, die beliebte Filmschauspielerin, der 
Star der Spvrtpalastlichtspiele, ivird am Freitag in Frie 
denau sein und zwar in den R h c in e ck l i ch t sp i c ten, 
Kaiscrallec l02. Ecke Rheinstraße. In demselben Theater 
findet am Sonntag Nachmittag wieder eine Kindervor 
stellung mit Verlosung statt. 
o Als gefunden sind dem Fundbüro iin Rathause' 
ein Paar Handschuhe gemeldet. 
Vereins-Nad-rieblen 
)( In der Ortsgruppe Friedenau des deutschnationalen Hand- 
lungsgehilfen-Verbandes spricht heute Abend (7V* Uhr, Wirtshaus 
Rheincck, Rheinstr. 39) Herr Oberlehrer Dr. Anders, Friedenau, 
über: „Ein Blick auf die deutsche Wirtschaft". Die Mitglieder 
werden auf die Veranstaltung hingewiesen. Eingeführte Gäste 
willkommen. 
)( Deutsche demokratische Partei. Freitag, den 23. Januar, 
abends 8 Uhr im Restaurant Kaiserburg. Diskussionsabend nach 
Vortrag des Geh. Reg.-Rates Vogt, über: „Monarchie und 
Republik". Gäste willkommen. 
)( Verein der Gartenfreunde. Die Hauptversammlung ist 
am Freitag, den 23. Januar, 8 Uhr im Jünglingösanl des kirch 
lichen Gemeindehauses. U. a. Vorstandswahl, Bericht über die 
Samenbestellung. 
)( Die Vermittlungtstellc Vaterländischer Verbände veran 
staltet am Sonntag, den 25. Januar, vorm. II Uhr. sür ihre 
Mitglieder und Freunde eine Protestkundgebung gegen die Schmach 
der Auslieferung, der 88 228 ff. des Friedensvertrages. 
st Die Ortsgruppe Schöneberg des Deutsch-Nationalen 
Jugendbundeö veranstaltet am 27. Januar, abends 7 Uhr in der 
Aula der Augustaschule, Pallasstr., einen Teutschen Abend. 
)( Ter Hausfrauen-Verein Friedenau veranstaltet unter eigner 
Leitung für seine Mitglieder am 28. Januar d. I. einen 4 Uhr- 
Tee mit musikalischen Vorträgen — Frau Oberst!. Schäfer, Frl. 
Fleischer, Fr. Mohrhardt — Eintritt 1 Mk. Tee ohne Gebäck 
wird gereicht. Durch Mitglieder eingeführte Gäste sind willkommen. 
)( Deutsche Demokratische Partei, Ortsgruppe Friedenau. 
(Frauenbund). Am Mittwoch, den 4. Februar findet in den Räumen 
des Logcnrcstauraut, Steglitz, Albrechtstr. 112a um 0 Uhr (nicht 
8 Uhr) ein „bunter Abend" und „Tanz" statt. ES ist alles auf 
geboten, um den Mitgliedern' und Gästen einen durch lünsticrischc, 
musikalische und deklamatorische Darbietungen verschonten Abend zu 
bereiten. Eintrittskarten zu 2,40M., einschließlich Lustbarkeitsstcuer, 
sind außer bei Frau Thomsbcrgcr, Saarstr. 15, bei den Herren 
Oscar Wolf, Rheinstr. 52 und Ebers, Rhcinstr. 15 erhältlich. 
K Frieden«»» Männer-Gesang-Berein 1875. Uebungsstun« 
den jeden Donnerstag 8>F—IOV2 im „Hohenzollern". Sanges- 
kundige Herren als Mitglieder jederzeit willkommen. 
Trzfedrifren 
(Für diese Rubrik übernehmen ivir leine Berantworlung.) 
Unser Ehrensriedhof in Gefahr. 
Wer die Hcldcngräbcr auf dem Fricdenauer Gciiicindc- 
sricdhof aufsucht, läßt sein Auge mit Wohlgefallen über 
die zahllosen Zeiche» der Liebe und Sorgfalt schweifen, 
die den Schmuck der einzelnen Gräber bilden. Einfache 
Holzkrcuze, von den treuen Kameraden als letzten Gruß 
an Ort und Stelle gesetzt, sind hierher überführt wvrden. 
Sie klingen liebevoll in den geschmackvollen Blumenflor 
hinein. Man liest die Namen und ahnt den Stolz und 
das Leid der Angehörigen, die um sie trauern. Bedurfte 
es eines Preisausschreibens, um diese für sich selbst 
sprechende Stätte zu weihen? Eine Gelegenheit, das Ganze 
zu übersehen, sich feierlich daran zu versammeln, hätte hier 
den architektonischen Bedürfnissen genügen müssen. An 
statt dessen betrachten wir mit wahrem Entsetzen den 
ersten PrerSentwurs des Architekten Schnetdersit. der im 
Rathaus ausgestellt ist und dem der Friedenaucr Ehren- 
sriedhof schon in diesen Tagen zum Opfer fallen soll. 
Dieser kleine Raum, in den nur die schönen umliegenden 
Aleen des Friedhofs Weite und Freiheit tragen, soll durch 
eine hohe Taxushecke von seiner Umgebung abgesperrt und 
wie ein grünes Heckcnloch seines Lichtes beraubt werden. 
Ein großes Denkmal, dem an seiner Pose nichts fehlt 
als der Abstand, cs zu betrachten, soll darin Platz finden 
und eine Pappelreihe die ewige Nacht deS eingekerkerten 
Friedhofes vertiefen und die herumführenden Gänge ein 
zwängen helfen! Von keiner Stelle wird das Auge einen 
Ueberblick über den Ehrensriedhof haben, nur zwischen 
engen Grabhügeln wird der Besucher sich einhcrzwängen 
können. Und was wird aus all dem liebevoll gepflegten 
Blumenschmuck, den Eltern und Geschwister herrichteten, 
wenn ihm das notwendige Sonnenlicht fehlt? Auch dafür 
weiß der erste Preiscnlwurf radikale Abhülfe. Was in 
dividuelle Liebe säte, soll abgemäht werden, die Kreuze 
sowohl wie die Blumen. Ein Stein soll dem andern 
gleichen und ein Grabbeer dem andern gleichgemacht wer 
den. Klingt das nicht, wie Posaunenton des jüngsten Ge 
richtes? Nur daß vor Gott die Menschen doch nicht ganz 
so gleich sind, wie sie dem Herrn Gcmcindcbaurar Alt- 
mann erscheinen, auch nicht wenn sie die feldgraue Uni 
form trugen. Man behüte unsern Ehrensriedhof also vor 
einer Gcwaltsarchitektnr, die allen Gesetzen der Architektur 
widerstreitet. Weite — oder wenigstens den Schein der 
Weite in die gegebene Enge zu tragen, das war seit 
Jahrhunderten das vornehmste Bemühen der Garten 
architektur. Die örtlichen Möglichkeiten in diesem Sinne 
auszunutzen, ist das beste, was der Architekt zur Ver 
schönerung einer Anlage beisteuern kann. Das durch Natur 
und Zufall entstandene sott er heben und ausnutzen. Be 
darf es eines Preises und der Baukosten, um diesen Ge 
setzen der Schönheit und Menschlichkeit ins Gesicht zu 
schlagen? Wenn aber durchaus gebaut werden soll, wes 
halb verwendet man nicht den zweiten Preiscnlwurf des 
Architekten Max Heinrich, der ebenfalls im Rathaus aus 
gestellt ist? Er zerstört nichts von der örtlichen Eigen 
art. Nur eine erhöhte Balustrade uni die Grabkapclle 
schafft dem Auge Weite und Ueberblick sowie dem Fried 
hof einen ruhigen Hintergrund. Sie bildet mit ihrer 
einfachen Säule einen erhöhten Punkt sür Feierlichkeiten, 
um den sich die Andächtigen bis in die umliegenden Alccn' 
hinein versammeln können, ohne das Gefühl der Be 
klemmung und Abgeschlossenheit. Sic erhebt die grün- 
berankie Kapelle mit dem darunterlagernden Eyrcnsried- 
hos zum Zentrum des .Ganzen und bleibt doch in ihrer 
Anlage so schlicht, daß sie aus der Dertlichkcit heraus 
gewachsen erscheint und nichts weiter bezweckt, als eine 
architektonische Verbindung zwischen ihren einzelnen Teilen 
herzustellen. Wollen wir also unsern Ehrensriedhof durckff 
aus verschönern, so müssen wir uns zunächst fragen, 
was daran zu verschönern ist? Nichts wäre verkehrter, 
als die Verschönerung in einer Weise zu gestalten, daß 
dadurch alles bereits vorhandene Schöne zerstört würde. 
Blinder Eifer sckstrdct nur. So geschieht es jedoch meist, 
wenn Leute am Ruder sind, die sich auf ihre Sache 
nicht verstehe^i. Sie benutzen ein vorgefühltcs Bcrbessc- 
rungSbedürfnis gern dazu, um ihre Künste spielen zu 
lassen und cs noch schlimmer zu mache». DaS Publikum 
gewahrt es dann erst, sobald cs zu spät ist. Der blinde 
Eifer kommt ihm stets zuvor. Der Himmel bewahre un 
sern durch Liebe gesäten Ehrensriedhof tu letzter Stunde 
vor dem über i hm schwebenden Verhängnis. Br. 
Zahnpr&Kis 3<*rta Srend&l 
Pfzp. f879 Kaiser-Alf00 142, 10—5. 
Plattenloser Zahnersatz 
Bcranüv. Schriftleiter: Hcrm. Martin ins in Friedenau. 
Am tlich es 
Bekanntmachung. 
Aus Grund der Ermächtigung des Preußischen Mi 
nisters sür Volkswvhlfahrt vom 4. Dezember 1919 — 
St. 4. 4686 und des Beschlusses des Verbandsaus- 
schusses des Wohnungsverbandes Groß-Berlin vom 20. 
Dezember 1919 ivird hiermit für de» Bczirl des Woh- 
nungsvcrbandcs Groß-Berlin folgende Anordnung erlassen: 
8 l. Durch Zeitungsanzeigen dürfen Wohn- und Geschäfts 
räume ohne Erlaubnis des Wohnungsamtes derjenigen 
Gemeinde, in der die Räume liegen, nicht angeboten wer 
den. § 2. Das gewerbsmäßige Mieten von leeren oder 
möblierten Wohnungen zum Zwecke des Wcilcrvermietcns 
ist verboten. 8 3. Zuwiderhandlungen gegen die §§ J 
und 2 unterliegen der in 8 10 der Wohnungsinangelver 
ordnilng festgesetzten Geldstrafe. 8 4. Diese Anordnung 
tritt am Tage ihrer Bekanntmachung in Kraft. Berlin, 
dcii 24. Dezember 4919. Wohnungsverband Groß-Berlin, 
gez. Wermuth. gez. Bcustcr. Veröffentlicht. Berlin-FruP 
denan. den 8. Januar 1920 Der Gemeindevorsteher. 
Walger. 
c 
mmm 
Lehrerin 
gesucht zur Beaufsichtig. d. 
Schularb. ein. Quintaners. 
Ang. u. 1063 a. d. Fr. L.-A. 
Lyzeuinsschülerin I erteilt 
Nachhilfe 
ob. Beaufsichtig, d. Schuld 
arbeiten. Nah. ant. 1038 
durch den Fried. Lok.-Anz. 
sür Gymnas.- 
Tcriianer u. 
Sexiancr gesucht. Spvn- 
holzstraße 33, 1 Tr. 
MMllvkll'.Sllitarre^ 
nun LlllltenMllle 
Aumeld. 6-8 Uhr, auß. Dient« 
tag u. Sonntag. W. Henri ci, 
Sthringaustr. S, I. 
Danksagung? 
Für die vielen Beweise herzlicher Teil 
nahme beim Hinscheiden meiner inniggeliebten 
| Tochter und guten Schwester 
Erna Heudtiasys 
I sagen wir allen Freunden, Bekannten und dem 
Jungfrauen-Verein, Insbesondere Herrn Pfarrer 
I Kleine für die trostreichen Worte am Grabe 
der Entschlafenen, hiermit unseren herzlichsten 
Dank. 
Ww. E. Heudtlass 
und Sohn. 
Untere, sehr schnellst 
»u.gründl.JmAusl. 
g«tv. Hedwig Ero 
' ßt m- 
Kausmänuiscke Privatschute $» 
Don Haar Suugü, Memftriitze Sr 
Stevsgravhie, EchreibmasSlne. miitytunB, 
ESöulSrisl auch in PMatzirkein. 
liiiiiiiimiiiiiiiniHiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiHiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiil 
h 
, Privatunterricht 
Sprachen, Math, erteilt Dr. 
ft. Oberlehrer) 
kauft zu höchstem Tagespreise. 
Für Süd» heute über siebevlaches Geld. 
20 Mark Sold - Mark reo 
i Fachmann. Friedenau. SfoiOeftrafte 6 pari, g 
B 
nirrmimi 
*** Preiswerte 
/ Speise - Herrenzimmer \ 
1 
J Schlafzimmer-, Club- und Einzelmöbeli 
i 
nu, bei ^ 
W. A. Stabernack ch* 
« 
Bl n.-8t «gltte 4* 
Albrechtstr. 1a 
**••••»»**#•••* 
Waarea-BertUtzusg 
mit Etickga», DerinfektlonSapparaten, 
— sühn aus jiam.merjöger Jf. SBUftR, 
»..^weltrabe 6. Steglitz 201. Gegründet 1887. 
ieseliigung jeglichen Ungeziefers!;aae
        
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