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Periodical volume Nr. 107, 16.05.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

seit November v. Js. an dex. Schule tätig; sondern ePM, 
Li» Mst« der Lehrkräfte unterrichtet seit Gröksnimi de» 
Gchul» noch Heute in derselben.. Die Mednvr'scho Gchnl» 
hat während der drei Jahre -ihres Bestehens ununter 
brochen den Unterricht auftecht erhallen, wogegen andere 
höhere Schulen am Orte und in Groß-Berlin teilweise 
nur an drei Tagen in der Woche Unterricht erteiltem; 
einzelne mußten sich sogar auf wenige NachmittagSstunden 
beschränken. Wie schwer gute zuverlässige Lehrkräfte, wie 
sie für eine höhere Knabenschule gebraucht werden, zu 
bekommen sind, ist allgemein bekannt. Jedenfalls hat 
sich aber der Elternbcirat und das Kollegium davon iiber- 
zeugt, daß der Direktor alles aufbietet, um der Schule 
nach jeder Richtung hin die nötige Förderung zuteil wer 
den zu lassen. Sodann wurde auch von dem Werte der 
Schule und der Schüler gesprochen. Auch hier liegen viel 
fach Uebertreibungen vor, die sicherlich auf falsche In 
formationen zurückzuführen sind. Der Schulrat hält nicht 
die Mehrzahl der Schüler für unfähig für eine höhere 
Schule, sonderü vertritt die Meinung, daß sich ein größerer 
Teil der Schüler nach ihrer ganzen Veranlagung' für die 
fast allgemein überfüllten Klassen der öffentlichen Schulen 
nicht eignen, sondern eine mehr individuellere Behandlung 
erfahren müßten. Dieser Umstand ist ja auch der, welcher 
die Privatschulen von den öffentlichen unterscheidet und 
was die Eltern veranlaßt, ihre Kfttder zu ersteren zu 
bringen. Ferner wurde die weitere Existenzberechtigung 
der ■ Privat-Vorschulcn bestritten. DaS Fortbestehen der 
selben ist aber durch Erlaß des Reichsministers noch für 
weitere 9 Jahre in Aussicht genommen und wird von 
vielen Eltern sogar dringend.gewünscht, was die Tatsache 
beweist, daß nicht nur zu Ostern eine große Schar neuer 
Schüler eingetreten. ist, sondern auch Voranmeldungen 
-schon für Michaelis und Ostern 1921 vorliegen. Wir er 
halten diese Ausführungen vom Vorsitzenden de-Z Eltern- 
bejrats, Herrn Gravenstein, im Namen des Elternbeirales 
und deS Lehrerkollegiums. 
> o Der Fahrpreis für Aushilfswagen darf in Zu 
kunft für jede, wenn auch angefangene Viertelstunde Jährt 
höchstens 1,50 M. betragen. 
/ o Amrrikapost. Der niederländisckg: Dampfer „Rok- 
tertdam" fährt von Rotterdam nach Ncwyork nicht am 
19., .sondern erst am 21. Mai ab. Postschluß fiir Brief 
sendungen- nach den Vereinigten Staaten von Amerika 
und Durchgang mit diesem Dampfer bei dem Postamt 1 
in Hamburg am 17. Mai abends, bei dein Postamt in 
Emmerich,am 19. Mai vormittags. 
o Geltung, nicht Vergeltung. In den Bericht über 
den> Vcgrüßungsabend der KriegSgcfangcneiihcimkehr in 
Nr. 102 unseres Blattes ist durch einen Hörfehler ein 
AüSdruck hineingekommen, der vielfach zu falschen Auf- 
faffungcn gcfiihrt hat. Hem Bürgermeister Walger hat 
am, Schluß /seiner Ansprache nicht von Vergeltung ge 
sprochen, sondern die ehemaligen Kriegsgefangenen aufge 
fordert, dahin zu wirken, daß Deutschland wieder im 
AnSlande. an Ansehen gewinne und wieder zur „Gel 
tung" -komme. 
<■" obh Tic Not der neuen Armem Wir alle kennen 
die neuen Reichen, die Kriegsgewinnler, die Schieber, die 
nicht wissen, wie sie ihr Geld verschwenden sollen. Aber 
wer. kennt die neuen Armen — jene gebildeten Proletarier, 
die.-die wahren Opfer dieser Zeit sind? .In ihrem Vortrag 
über soziale Arbeit in der heutigen Zeit, den Frau Elltz 
Heuß-^Kriapp ans der Hauptversammlung der Vater 
ländischest Fraucnvercine der Provinz Brandenburg hielt, 
entrollte die Rcdnerin aus dem -reisten Born ihrer prak 
tischen Erfahrungen auf dem Gebiete der sozialen Für- 
sroge erschütternde Bilder von dem Elend 
d e r n e u e n A r m e n i rn M i t t e l st a n d. Alle Vereine, 
die sich der freien Liebestätigkeit gewidmet haben, leiden 
außerordentlich unter den Schwierigkeiten der Gegenwart, 
unter- äußeren und inneren Hemmungen. Vereine, die 
früher Kleider schenken konnten, die damals noch Luxus 
tvareu, sind heute nicht in der Lage, ihren Pfleglingen 
.auch nur das Allcruotwendigste zu geben. Bei den ärzt 
lichen Untersuchungen von Kindern treten oft die be 
jammernswertesten Erscheinungen zutage. Der Mangel au 
Bekleidung nnd Wäsche in den unteren und mittleren 
Vülkerschichteii ist so stark, daß viele Kinder Kleider aus 
Vorhängen und Unterwäsche aus Tütlgardinen - tragen. 
Auch die Geldmittel der Vereine reichen heute nicht mehr 
aus, um eine nennenswerte Fürsorge betreiben zu löiiueu. 
Viele Arbeit kann nicht mehr ehrenamtlich geleistet und 
muß durch bezahlte Kräfte durchgeführt werden, weit die 
früheren fteiwilligeu Helfer und Helferinnen infolge der 
- stellte neue Forderungen mit einrm Wochculohn und 180 
Mark für H»rr«ifris»rvce und 190 M. für Damenfriseure 
UNS Knsrüsen, Weiter wurden di» alten Forderungen 
auf vollständige Betriebsruhe an, Sonntag und der pari 
tätische Arbeitsnachweis aufrechterhalten. Nach Schluß der 
Versammlung bewegte sich ein mehrere Tausend Personen 
starker Texuonsirauonszug von der Bötzow-Brauerei über 
die Friedrichstadt „ach dem Westen zum Bayerischen Platz. 
Heute Sonnabend werden die ersten allen hygienischen 
Anforderungen entsprechenden Rasier- und Frisiersalons 
für Damen und Herren in allen Stadtgegcnden ein 
schließlich Eöpenick und Spandau eröffnet. Die Be 
dienung erfolgt kostenlos, da der Gehilfenschaft nicht 
daran gelegen ist, das Publikum unter diesem Streik 
leiden zu lassen. 
o Die Gastwirte gegen das teure Bier. In den Ver 
sammlungen deS hiesigen Gastwirtevereins wurde schon 
Protest erhoben gegen die Bierverteucrung durch die 
Brauereien und darauf hingewiesen, daß die Brauereien, 
um ihren Flaschcnbierhandel in Schwung zu halten, die 
hohen Unkosten für den Flaschenbier-Betrieb mit auf den 
Bierpreis legen. Würden die Kosten des Flaschcnbicrhan- 
dels abgerechnet werden, könnte das Faßbier erheblich 
billiger geliefert werden. Man riet den Gastwirten, einige 
Wochen lang überhaupt kein Bier von Berliner Brauereien 
zu beziehen, die dann die „Jauche", die sich nicht halte, 
in den Rinnstein gießen müßten. Nun hören wir, daß 
sich die Gastwirte in Münster verpflichtet haben, von 
Sonntag morgen an Bier, gleichviel welcher Art, wegen 
der hohen Preise nicht mehr auszuschenken. DaS noch 
vorhandene Bier wird verkauft, das etwa noch übrig 
bleibende Von der Einkaufsvereinigung zurückgenommen. 
Tie norddeutschen Bierbrauereien lehnen Verhandlungen 
wegen der Ermäßigung der Bierpreise ab. Die Bier 
brauereien tu Münster sind zu kleinen Zugeständnissen 
bereit. 
v Für Gartenfreunde. Die Mitglieder deS Vereins 
der Gartenfreunde rlin-Friedenäu werden geberen, 
die T o m a t c np f lkkn z eu am Sonntag Vormittag in 
der Zeit von 8—10 Uhr vormittags von Herrn Gärtner 
Werner, Laubacherstr. 9 gegenüber, abzuholen. Preis 
.25—00 Pfennig. Weitere Ausgabetage: Montag, Diens- 
tag, Mittwoch 5—7 Uhr nachmittags. Spätkohl-, Tabak-, 
Kohlrabi- und Scllcriepflanzen in den besten Sorten sind 
ebenfalls noch zu haben. Auch an Nichtmitglieder werden 
Pflanzen abgegeben. Sonntag, den 00. Mai, vormittags, 
Besichtigung der Gärtnerlehranftalt Dahlem, am 31. Mai 
Versammlung im Ratskeller. Besondere Einladungen er 
gehen- noch. 
o Unfug «rrt Klcbemarlen. Von Geschäftsleuten und 
auch aus anderen Kreisen unserer Bevölkerung werden 
wir gebeten, aus einen Unfug hinzuweisen, an dem, 
wie man festgestellt haben will, hauptsächlich Schüler- 
höherer Schulen und Mitglieder des Deutfchuatioualcu 
JngcndvereinS beteiligt sein sollen. An Schaufenstern und 
anderen Stellen werden Klebcmarken, in Form von Re- 
klamemarken .in größerer Zahl angeklebt. Der Inhalt 
dieser Marken ist verhetzender, bestimmte Be Völkern ngS- 
schichten, oft auch den Inhaber eines Geschäfts selbst 
beleidigender nnd schmähender Art. Wenn in dieser un 
feinen, unsachlichen Weise der Wahlkampf, noch dazu von 
jugendlichen, unreifen Personen, eingeleitet werden soll, 
müssen >vir das tief bedauern. ES wäre zu wünschen, 
daß die Schule hier eingreift nnd die jungen Leute 
von olchcm. Haß schürenden und die Gegensätze ver 
tiefenden Vorgehen abhält. 
o Unfall auf der Ringbahn. Am Himmelfahrkstagc 
gegen 7-35 Uhr abends sind einem Friedcnaucr Mit- 
bjirger in einem Abteil 2. Klasse auf der Station Hohen- 
zollcrndamm durch frühzeitiges Zuwerfen der Tür 2 Fin 
ger der rechten Hand gequetscht worden. Ter Ver 
unglückte bittet Zeugen dieses Unfalles, ihm ihre Adresse 
au Rcisncr, Lefevrcstraße 2511, 2. Anfg. nntteilcn zu 
wollen. 
v Als gefunden ist der Fundstelle im Rathaus gemel 
det eine Geldtasche, ein Stiefel; 1 Turnschuh und ein 
Portemonnaie mit Inhalt. 
Temtts-Daebriebten 
)( Deutsche demokratische Partei. Heule Abend püktlich 8'/* Uhr 
Bürgersaat im Rathaus öffentliche Wählerncrfammlung Geh. Reg. 
Rot Dr. Hübcncr vom Handelsministerium: Handel und Gewerbe - 
und D. b. P.- E. Richard Schubert: Demokratie und Liberalismus. 
)( Deutsche Bolkspartei. Heute Abend 3 Uhr Resonurcal- 
~ ? .. . — gymnafimn, Homuthstr., Vortrag Pfarrer D. Luther: Wie steuern! 
ZUM Erwerb genötigt sind. In den Kreisen, l wir der Verelendung Deutschlands. (Siche Anzeige.) 
Dlts; flu> sozialen hublllPtt - fiprrfshp ruf ritiP )( Abi. förmnfrm. hrn- 
fid> ber sozialen Arbeit wibmen,' herrsche oft eine 
stowke Erbitterung gegenüber den Zuständen, wie sic 
stch jetzt ausgebildet haben. Klassenhaß tmd Klassenkampf 
herrsche nicht nur von unten nach oben, sondern auch von 
oben nach unten, und der neue Reichtum der Kriegs 
gewinnler nnd Emporkömmlinge krage nicht dazu bei, diese 
Entftemdnng zu beseitigen. Trotz den hohen Löhnen gebe 
es noch sehr viele Arme nicht nur in beit Meisen, die sich 
schon früher in Armut befanden, sondern auch und beson 
ders im Düttelstand. Nicht alle Angehörigen der unteren 
Volksschichten gehören zur gut bezahlten Arbeiterschaft, 
wcan denke an die zahlreichen Witiven niü> Waisen. Die 
Kot konimt jetzt in ganz andere Schichten hinein als ftüher. 
o Keine Kandidaten der Großdeutschen Freiheit^ 
Partei. Die Großdeutsche FrciheitSpartei hat beschlossen, 
von der Aufstellung eigener Kandidaten fiir die Reicks- 
zulassen" abzusehen nnd ihren Mitgliedern „freie Hand" 
o Streik der Frisenrgehilscn und kostenlose Rasier- 
stWem. Uns wird geschrieben: 3500 Frisenraehilftn nnd 
Friseusen - versammelten sich gestern Nachnnttag 2 Uhr 
im großen Saal der Bötzow-Brauerei, Die' Gehilfenschaft 
)( Pfads. Abt. 3:>. Sonntag, den 16 Mai Kirchgang für die 
Führer aus dem 1. Zug. Sannürln 9'" am Elektrizitätswerk. J . 
X Der Friedeunuer Lehrervcrcin ladet feine Mitglieder zu der - 
am Montag, den 17. Mai abepds 8 Uhr im Lehrerzimmer der 
8. Gcmeindefchule stattfindenden Sitzung herzlichst ein. Einführung 
dcS Lehrsilms in den allgemeinen Schulnntericht mit Hilfe privater 
Geldmittel. Besuch der Gärtnerlehranstalt in Dahlem. Unter 
stützung deS Bundes für SchulknnstauSstellungen. Erweiterung - 
des Prüfungsausschusses für Jugcndfchriftcn. Orts- oder Bezirks- 
lehreroereine? Zusammenlegung der Sommer- nnd Hcrbstserien? . 
Mitarbeit der Lehrerschaft in der Jugendpflege. 
)( Dcutschnationaler Handlungö'gehilfen-Berband-Sozialpoli- 
tischer Ausschuß der A.G.B., Montag, den 17. Mai abends 7'/, Ilh^r 
im Berbandshanse, Obermafferstr. 12 Sitzung mit anschließendem 
Vortrag des Herrn Dr. Ludwig Sevin über: „Die wichtigsten- 
Volkswirt ch iftlichen Systeme in ihrer Bedeutung für die Gegenwart".! 
Zu dem Vortrag haben alle Mitglieder Zutritt; Beginn 8,*' Ufir. 
)( Deutsche Volköpirtei. Die Frauenausschüsse der Wahlkreise - 
3, 4 und 8 veranstalten am 17. Mai, abends 7 Uhr im Muschel- 
saal des „Rheingold", PotSdamerstr. eine Fraueuversammlung 
Schulvorsteherin Fräulein Klockow, Charlottenburg spricht über» 
das Thema: Wa8 uns Frauen jetzt not tat! Rach dem Bortrag:-!- 
Aussprache. f 
)( Die Märkische Gesellschaft von Freunden dcr Photographie- 
veranstaltet aus Anlaß ihres zwanzigjährigen Bestehen am Sonntag,y 
den 16. Mai sowie an den beiden Pfingsttagcn in ihrem AteUer, 
Steglitz Albrechtstc. 130 eine Ausstellung von Arbeiten ihrerMit 
glieder nnd laben alle Freunde der Lichtb!ldli:nit zur Bcs'.ch.sgnng 
ein. Die Ausstellung ist geöffnet von Morgens 10 bis nactzmMagö 
6 Uhr; dcr Eintritt ist frei. - ^ 
Turnen, Spul, Sport 
S Männerturnvercin e.'B< (Oblw.) Sonntag, um 2 Uhr in 
der Turnhalle des Gymnasiums findet die 2. Bezirrevorturners.unde 
statt. — Tie Mitglieder dcr 1. Mönnerabtcilung treffen stch um 
8V, Uhr am Ringbahnhof zur Fahrt nach Finkenberg. Die Mit. 
qlicdcr werden ersucht sich recht zahlreich hieran zu beteiligen. Bei 
Regenwetter fällt die Turnsahrt aus uild beteiligen stch dann die 
Mitglieder der Abteilung an der Aczirksvorturn,stunde. 
s Stasfcllauf quer durch die westtichcn Vororte. Am --Sonn 
tag, den 30. Mai, vormittags, veranstaltet Teutonia, die VolkS- 
Sportabtciluvg der Turngeincinde Berlin, die auch in circe- 
denau über eine starke Ortsgruppe versagt, einen großen Pro 
paganda-Staffellauf durch die Orte Zehlendorf, Lichterselde, 
Dahlem, Steglitz. Friedenau nach dem Reuen RatyauS in 
Schöncderg, woselbst das Ziel ist. In Friedenau führt die 
Rennstrecle durch die Rhein- und Hauptstraße. Der Lauf wir^» 
auSgeschrieben süc die Vereine und Schulen der Orte Zuhlcni^ors, 
Lichterselde, Dahlem, Steglitz, Fried e n a n und ^ Schöncberg 
und ist offen sür Vereins-, Schul- und Knabeninannschaften.^ Drg 
genaue Ausschreibung ist bei dem Sportlehrer HanS Bartels 
Berlin-Steglitz, Düppelstraße 3a, erhältlich, der auch, cben>o 
wie die Auskunftsstelle dcr Abteilung W. v. Mülverstedt, Hcrtel- 
straße -3, jede Auskunft über die Veranstaltung erteilt.^ 
s Der Ucbungsbctricb im Stadion hat voll cingeictzt. Dia 
neuen Sprunganlagen sind in Benutzung genonimen. Der frisch 
eingeebnete nnd angesäte Spielplatz an der Podbieloki-Eichu wird 
noch geschont: dafür steht ein Halbkreis des JnncnraumeS zum 
lieben zur Verfügung. Besonders zahlreich sind biRadfahrer 
am Werke. Auch die Schwimmer haben vereinzelt ihre Arbeit 
schon aufgcnommcu. Eintrittspreis J Mark. _ 
S Das Frauen-Tnrn- und Sportfest,^die zweile große Ver 
anstaltung des Reichsausschnsscs, ivird anc Sonntag, den 13. Juni, 
vor sich gehen. Die Ausschreibung ist soeben erschienen. Das 
Programm sieht- Schwimmwettlampie, Frei- und Gerätübungen 
der Turnerinnen, Wettlänsc, Stüsfelläufe, Springen, Speeif.'rseu, 
Handball- und Damcnhvckeyspiel vor. 
VerH-M lmcl Vorort* 
§A Steglitz. Die Gclirci.'ibcverkrctunq stellte zur Un- 
tcrbringüng von Kindern in Prcrow (Ostsee) nnd iin Lenz- 
Heim in Mittclfchreiberhau. 50 000 M. zur Verfügung. 
Tic gesamten Kosten betragen 100 000 M., von denen die 
Eltern die Hälfte zu erstatten haben. Es sollen 400 Kin 
der ausgeschickt werden, ferner hat das Lenzhcim noch 
weitere 100 Plätze für lnngenschwache Kinder zur Ver 
fügung gestellt. Zur Beschaffung eines Straßenbahnnm- 
fvrinerS von 850 Kilowatt Danerlcistnng für das Elek 
trizitätswerk wurden nach Befürwortung durch den^Schöf- 
fen Güdkc 200 000 M. gegen die Stimmen der Sozial 
demokraten bewilligt. Zmn unbesoldeten Schöffen^ivprd-: 
für den ausgeschiedenen Srhössen Fabarin-s der Sozial 
demokrat Leimbach gewählt. 
0eld>aftlid?e5 
f] Für Hausfrauen und Töchter aller Stände ist ein Tafel- 
deck- nnd ServicrkursuS verbunden mit Anstai.dslehrc wichtig, dcr 
am Dioutag, den 17. Mai im Restaurant „Brandenburger Hof," 
Rönnedergftr. Ecke Kaiscraklce, beginnt. Siehe Anzeige. 
Kirchliche Nachrichten. 
Sonntag, den 10. Mai 1920. 
Kirche zum guten Hirten: Vorm. '10 lujr; Pfarrer 
Marquardt. Vorm. 11=1 Uhr: Pfarrer Marquardt, Kindcr- 
gottesdicnst. Abends 0 Uhr: Pfarrer Foertsch. 
LUt-Schvncbcrgcr Paul-Gerhardt-Kirche: 10 Uhr: P. 
Helft. 12 Uhr: Kgd. P. Heist. 6 Uhr: P. Delbrück, 
Nathanaclkirche: 8.30 Uljr: P. Wagner. 10 Uhr: P. 
Becker. 11,30 Uhr: Kgd. P. Becker. 
Kath. Marienkirche, Friedenau. An Sonn- nnd Feier 
tagen um 7 Uhr hi. Messe, um 10 Uhr Hochamt und 
Predigt. An den^Wochentagen hl. Messe um 7 llhr. 
Beranüv. Schriftteiker: Hermann MartininS in Berlin-Friedenau- 
Hierzu eine Beilage. 
Bei Betriebsstörung, Streik usw. hat dcr Bezieher leinen Anspruch 
auf 'Lieferung oder Nachlieferung des Lokal-AnzcigerS oder auf 
Rückzahlung des Bezugspreises. 
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Krankeukagen.repot: Stezlktz, Felvstr. 1/7. 
Transporte nur durch Aütomvbll Kronlemvazea. . 
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RettllllgsamtGroß.BerttllN.Lä,Artilleriestr.r8. 
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Gesucht. BemerSungen mit G-haltSanfprÜchm unter 23L7 
«m de» Friedenauer Lokal-Anzeiger. 
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RHÄuftr. IS. 
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Klavier a 
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g Tel,; Utitend 8763. J 
Slslaisußs Zu? 
SlljHnn Öen GsmeiMedLttMnnb 
am Donnerstag» den 2k). Mai d. I., nachmittags 7 Uhr, 
im Sitzungssaale des Rathauses. Nach der Vorschrift im 3. Absatz 
des 8 106 der LandgemeinÄc-Ordiinnz wird darauf hingewiesen, 
daß die Nichterscheinenden sich den gesoßken Beschlüssen zu 
unterwerfen haben. 
Tagesordnung: 
a) in ö s s c n tl i ch e r Sitzung: 
1. Genehmigung des Protokolls dcr letzten Sitzung. 
2. Mittcllungcn. 
3. Antrag dcr Fraktion dcr Vereinigten Volkspartcicn auf "ln^ 
\ qlicderuiig einer Lcschakle an die Volksbnchcu.'i. • 
4. Beschlußfassung über verschiedei:e Anträge des Schuldirektors 
Fliedncr. 
, ö. Abschluß eines neuen Pachtvertrages mit dem RatSkellerwirft 
6. Bewilligung weiterer Mittel sür die Errichtni:g von lklein^ 
tierstallcn ans dem Waldfriedhof in Gntergotz. 
7. Bewilligung der Kostc-l sür die Errichtung einer Finanz- 
amtökasse. 
b) in geheimer Sitzung: 
8. Pcrsoncckangclcgenlteiten. 
0. Annahinc eines Schiedsspruches. 
.10. Erhöhung der Afphaltuntcrhaltungskosten. 
Die bezüglichen Vorgänge und Alt.cn können während de? 
Dirnstflunden im Aintszimmer eingesehen werden. 
Bttliu-Friedcnau, den 15. Mai 1925. 
Der -Gcmekndevorstehrr. Wal g er, Bürgermeister. 
järtccre, gewandt, sucht 
ZserLrüfhekzükgsfülrrft 
Mkh. Vskchert, 
Untext. sehr schnem 
VIM.u.gründl. JnrAckri. 
C . Hevivig Großer, 
»rarckikraße 6. Gib., TU 
Lauten«, 
Ipeztallehrer F. Redltngcr, 
Zpopholzßr. 27. I. 
H! rO o □ <> a o □ ❖ □ 
Alte Bücher 
Er Art, besond. Ron:«:«, 
kaust fortlaufend Lckhbiblw- 
Bornstr. 13. 
ÜO D&o.oa&ü&u
        
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