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Periodical volume Nr. 102, 09.05.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

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SNi^a^xicNtura, »heixstratz« 14. — I«»jpr»ch«r «xtt »19». 
Nr. 162 
Berttu-Frledeuav, Sonntag, den 8 Mai 1826 
8ahrg. 27 
Zie Begrüßungsseier 
sür unsere heiMgekehrten Kriegsgefangenen 
Eine überaus herzliche Begrüßung wurde gestern 
uns ereil heimgekehrteu Kriegsgefangenen im Festsaal des 
Reformrealgymnasiums durch die „.Kriegsgefangenen-Hcim- 
kehr Berliu-Fricdenan", in der die Gemeinde, die Für 
sorgeorganisationen. Bcrnssvereiue und Gewerkschaften zu 
sammengeschlossen sind, bereitet. Es war eine schöne Feier, 
in der alle Kreise im edlen Wetteifer bemüht waren, 
unseren Kriegsgefangenen nach den vielen Monaten schwerer 
Not einen kroyen Abend zubereiten, der ihnen unauslöschlich 
in der Erinnerung bleiben wird. Die Bortragsfolge war 
in sinniger Weise zusammengestellt und auch der äußere 
Rahmen gab dem Ganzen ein herzliches, von Liebe und 
freudigen Gefühlen zeugeiides Gepräge. Ter Treppenauf 
gang, der Treppenabsatz, der Borsaal u. die Bühne waren 
■mit Palmen u. anderen grünen Pflanzen, sowie blühenden 
Kastanienzweigcn geschmückt. Die ehemaligen Gefangenen, 
Aber 300 an der Zahl, versammelten sich in der Turnhalle, 
erhielten dort ein Blumensträußchen angesteckt und wurden 
dann von dem Vorsitzenden der Heimkehr, Herrn Dr. 
Roscher, der selbst die Bitterkeit französischer'Gefangen 
schaft hat durchkosten müssen, in den Saal geführt, während 
Herr Willy Jaeger unter Pvsaunenbcgleitung auf der 
Orgel die Jubclouvcrtüre von. Karl August Fischer in 
meisterhafter Technik spielte. Als die Gefangenen — zu 
meist junge Leute, aber auch mancher Graukopf unter 
ihnen — den Saal betraten, warfen junge Mädchen vom 
Balkon aus Blumen ans sie herab. Nachdem sie Platz genom 
men hatten, sprach Frau Oberstleutnant Vogel aus 
drucksvoll einen Begrüßungsspruch: Mit fröhlichem Mut 
waren sie ins Feld gezogen, haben in wütenden Kämpfen 
einer Welt von Feinden standgehalten und mit ihren 
Leibern den Wall gebildet, der es verhinderte, daß ein 
feindlicher Fuß deutschen Boden betrat; manch lieber Ka 
merad verschied au ihrer Seite, dann wurden sic im Sperr 
feuer von der Truppe getrennt und mußten ins Stachel 
drahtlager wandern. Was sie dort erduldet, sie mögen 
eS vergessen und mit strahlenden Augen sich dem Feste 
weihen. Drum grüßen sie heimische Lieder, drum grüßen 
sie Orgel, und Saircntvn, darin cs klingt: Wir haben Euch 
wieder! Und wuchtig setzte nun der Ehör des „Friedcnauer 
Mäuner-GesangvcrcinS 1875" mit der prächtigen Hymne 
„Gott grüße dich" ein, die so oftmals draußen und daheim 
das Herz des Kriegers erfreut hat. Herr Bürgermeister 
W a l g e r richtete dann in einer Ansprache innige Worte 
an die Festteilnehmcr. Solange es Menschen gibt, haben 
sie sich bekämpft, solange die Welt besteht, wurden Kriege 
geführt und sind 5lriege verloren ivordcn. Wir haben 
diesen Krieg nicht gewonnen, aber kein Feind kann sagen, 
daß er uns besiegt hat. Die große Zahl unserer Feinde 
und die lange Dauer des Krieges waren es, die uns 
die Waffen aus der Hand nahmen. Im Laufe 
der Jahrhunderte sind manche Völker zu Grunde 
gegangen, aber nur durch ihre eigene Schuld. 
Unser Volk kann nicht zu Grunde gehen, wenn wir mit 
neuer Kraft an den Wiederaufbau gehen. Vergessen mögen 
sie alles, was sie erduldet haben und jeder möge sich 
da anschließen, wohin ihn seine Ueberzeugung weist. Aber 
er soll ,sich anschließen und .soll mitarbeiten am Vater- 
lande, am deutschen Volke. Dann ivcrden wir wieder 
mit Stolz jedem Ausländer.gcgenübertrcten könyen io 
wie es trüber war. Wir freuen uns. .daß wir kie wieder 
in die Arme schließen können, die solange'gefangen waren, 
mögen sie den, Stamm bilden für die deutsche Vergeltung. 
In dieseni Sinne heiße er sie im Namen der Gemeinde 
und der Gemeindeverwaltung herzlich willkommen. Der 
Männerchor sang darauf „Wie's daheiui war" und „Mein 
Heimattal" zwei Lieder, die gut zur Stimmung des 
Abends paßten. Das kleine Lottchcn Lippman» trug 
Nun in schöner Ausdrucksweise einen von Herrn Dr. 
Anders verfaßten Willkommensgruß eines Kindes an 
den ans der Gefangenschaft heimgekehrteu Vater vor. Der 
schlich:?, herzige Ton des Kindes war in dem Gedichten 
gut getroffen. Das Sorbey-sVokal-Quartett (Emilh und 
Maria Sorbey, Dora Kautz und Trude Schmidt-Annaberg) 
vier Damen mit entzückenden, gut geschulten Stimme», 
die in prächtiger Harmonie zusammenklangen, saugen das 
Wanderlied von Zöllner und Tanzlied im Mai von 
Nagler und ernteten stürmischen Beifall. Hierauf hielt 
der Vorsitzende der Kriegsgefangenenheimkehr, Herr Dr. 
R o s ch e r, eine Ansprache. Auch der, dessen Gefangenschaft 
erträglich ivar, habe ein Gefühl nicht los iverdeu können, 
das nur Deutsche empfinden könne» und für das es nur 
im Deutschen ein Wort gibt, das in die anderen Sprachen 
übergegangen ist, das Wort: Heimweh. Wenn eiiljt die, 
Geschichte des Krieges geschrieben sein wird, werde festge-' 
stellt werden müssen, daß von den Millionen Gefangene» 
der deutsche am meisten hat leiden müssen. Er wurde 
verschleppt nach Sibirien und in einsame Felseninseln 
und als, rechtlos betrachtet. In der Qual, die sie' er 
dulden mußten, haben sie in ihrer Heimatschnsucht und 
in den. Schilderungen der Feinde ivvhl oft gedacht, daß 
die Heimat sie vergessen hätte. Er schilderte dann die 
glühenden Augen der Kriegsgefangene», aus denen die 
innige: Freude ihrer Befreiung sprach, als sie wieder 
deutsche)! Boden betraten. Jeder, der bei solchen Empfän 
gen dabei war, werde das nie vergessen. Die Zurück-' 
gKehrtisy erkannten, daß sie nicht vergesse» waren und 
das der Volksbund sür sie mit seinem Weckruf: „Heraus 
mir den Gefangenen" in der ganzen Welt gewirkt'hatte. 
Er ,prach den Tank.an die Gemeindeverwaltung und 
alle anS, die an dem Zustandekommen dicker Feier mit» 
gewirkt, haben und dankte auch den mitwirkenden Künst 
lern und Vereinen. Er schloß mit einein Wunsch für 
unser schönes Friedenau, das immerdar ein Ort echten, 
rechten Friedens sein möge. Das sei der Herzenswunsch 
seiner dankbaren Heimkehrer. Herr Prof. Heinrich Grün- 
feld erfreute nun in unvergleichlicher Technik und schönem, 
vollen Ton und innigem Spiel mit einigen Cellovor- 
trügen, worauf die Kammersängerin Maria Ekcblad die 
Arie aus der Kantate „Das Feuerkreuz" von unserem 
erscheint in Mafien 
zu der am 
Dienstag, den 11. 
m 
abends 'k 8 Uhr 
stattfindenden 
um WiilM 
Aul» Des Somutb AiMsilM 
Tagesordnung: 
1. Was muß die Mieterschaft von der neuen Höchstmietex 
oerordnung wissen, und wie schützt sie sich gegen un 
berechtigte Ansprüche des Hausbesitzers? 
2. Freie Aussprache. 
Sie Eiuberuser: 
Vorstand des Mieterkmildes Friedenau». 
Ehrenbürger Max Bruch fang. Ihre edle, große und 
doch wunderbar weiche Sopranstimme, ihre glänzende Vor 
tragsart begeisterte alle. Tann kam die liebenswürdige 
VortragSkünstleriii Maria Schipfmann an die Reihe, 
deren Gedichtvvrtrag „Havelland" von .Fontane Jo recht 
am Platze war. Schwungvoll, mit Empfindung und schöner 
Aussprache trug sie dieses Gedicht, wie auch das Gedicht 
„Deutscher Frühling" von Margarete Bruch und das 
heitere Erlebnis aus „Leberecht Hühnchen" von H. Seidel 
vor. In der jetzt eintretenden Pause wurden die Heim 
kehrer mit Bier bewirtet, auch überreichten ihnen junge 
Damen Zigarren und Zigaretten. Im zweiten Teil gäbe» 
alte Künstler von ihrem Können »och einmal das Beste. 
Ten Schluß bildeten die ausgezeichneten Vorführungen 
der Barrenriege des Friedenauer Männer-Turn-Vercins 
unter ihrem Vorturner Herrn Pählchen. Wie Jahn »ach 
1800 die jungen Deutschen um sich sammelte, mp 0;rc 
Körper zu stählen, so kann auch jetzt nach Wegfall der 
Dienstpflicht cs wiederum die Turnerci sein, die unsere 
Jugend, unser deutsches Volk körperlich ertüchtigt. Und 
so war dieser Schlußpunkt des Programms ein sehr sinn 
voller. In schöner, würdiger Weise ist der Abend ver 
laufen, an dem alle Kreise unseres Ortes teilnahmen, 
zu dem alle Fraktionen unserer Gemeindevertretung Ver- 
ireter geschickt hatten und der mit großer Liebe von 
dem großen Ausschuß, den die „Kriegsgefangcnenheimkehr" 
bildete, vorbereitet war. 
Scachbr, unsrer o-Originalartikel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Die Wahlanöweiskarteu für die Reichstag-wahl 
sind letzl von unserer Gemeindeverwalmng versandt worden. 
Die Karten für die männlichen Wähler sind weiß, die für 
die weiblichen blau. Die Karten gelten auch später für die 
Wohl des Reichspräsidenlen, daher sind sie sorglältig auf- 
zuheden. 
o Um einen besseren Ausblick auf die ankommenden 
Straßenbahnwagen zu gewähren sind jetzt in der Rhein- 
straße d.e Weiuranken, oie die Bäume mit einander ver 
banden, ewsernt worden. 
obh. Der Haushaltsplan des Kreiftö Teltow. Der 
Telomer Kreistag wird sich in feiner nächsten Sitzung am 
2 t. Mai mit dem Haushaltsplan für 1920 beschäftigen, den 
Ki eiS- und Finanzausschuß in gemeinsamer^ Vorberatung 
aufgestellt haben. Er schließi in Einnahmen und Ausgaben 
mit 5k 835 30k M. ab, was gegen das Vorjahr, wo der 
Voranschlag mit 10.8 Millionen abschloß, ein Mehr osn 
nicht weniger als 32 Millionen darstellt Infolge der 
Teurung und Geldentwertung hat sich der Teltower KreiS- 
eiat also fast verdreifacht. Die Kreissteuern müssen infolge 
der stark gestiegenen Ausgaben von 76 auf 152° / 0 auf 
04.5% von der Einkommensteuer, der Gewerbesteu r-Klaffe 
und 4, und auf 189% der Gewerbesteuer Klasse 1 und 2, 
sowie der Grund- und Hebäudesteuer erhöht werden. Sie 
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beträgt 20,8 Millionen, gegen 1919 19 Millionen mehr 
Die Kreisverwaltung erforden 3.3. die Vermögens- und 
Schuldenverwaltung 1,5, die Kreisstraßen 2,2 Millionen 
mehr. Besonders stark sind die Ausgaben für die Kranken- 
und Schwesternanstalten gestiegen: von 3.5 auf 12,9 Millionen 
der reine Zuschuß für die Krankenanstalten beträgt allein 
8,185 522 M. Auch der Tellowkanal bringt keinen Ueber- 
schuß wie früher, sondern erfordert jetzt einen Zuschuß von 
2,835 000 M. bei einer Einnahme von 4 195 000 M. und 
einer Ausgabe von 7 020 000 M. Von den größeren Kreis 
betrieden gehen lediglich die Kreis-Straßenbahnen ohne 
Zuschuß mit 4 980 000 M. Einnahme und Ausgaben auf 
(-f- 3 352 000 M.) Die Beteiligung de« Kreises an der 
Deutschen Gasgesellschaft bringt einen kleinen Ueberschuß 
von 8290 M. 
obh Weitere 20 Millionen für die Teltower Kriegs, 
wirtschaft. Die zur Durchführung der öffentlichen Lebens 
mittelversorgung im Kreise Teltow gebildete Teltower Kriegs- 
wirtfchaftsgesellschaft hat infolge der immer größer werdenden 
Knappheit an Lebensmitteln große Reserven an Ledensmilteln, 
insbesondere Nährmitteln, angelegt um der LebenSmitlelsiot 
im letzten Teil des laufenden WirtschafsjahrcS nach Möglichkeit 
zu struer». Die hierdurch und dmch die laufenden Ein 
lagerungen festgelegten Summen belaufen sich auf mehr als 
12 Millionen. Die Gesellschaft hat ferner bedeutende Vor 
schüsse für AuslandSlebensmitlel gezahlt. Dem Teltowcr 
K'reislxg ist daher ein Antrag des KreisauSschnsses zugegangen, 
der Teltower Kriegswirtschaflsgesellschaft einen weneren Kcesit 
von 20 Millionen und einschlicßlich der schon bewilligten 
20 Millionen bis zu 40 Millionen einzuräumen. Für den 
Wohnungsverband Groß Berlin hat der Kreis Teltow im 
Nechnungssahre IS 19 den Betrag van 5,491 284 M. zu 
zahlen und für den Kohlenverband Groß Berlin ist zur 
Deckung allein der Unkosten sür 1920 ein Betrag bis zu 
800 000 M. zu zahlen. Der Finanzautzschnß des Kreises 
beantragt jedoch hieizu, dagegen Einspiuch zu erheben, daß 
die Unkosten' des Kohlenveibaudes ständig im Wege der 
Umlage auf die beteiligten Eiadt- und Landgemeinden um 
gelegt werden und diese gezwungen sind, die «forderlichen 
Mittel im Anleihewege zu beschaffen. 
o Brot auf „Nordens". In der nächsten Woche gibt 
eS Brot auf die Brotkarte mit dem Stichwort „Norden". 
v Mchlvcrtcllung. Nach dem Mehlverteilungsplau er 
hält Friedenau 'in der Zeit vom 16. Mai bis einschließ 
lich 15. Juni d. Js. 6070 Zentner Mehl. 
o '^Kartoffeln. In den „Amtlichen Nachrichten" ist 
die Pfundzahl der Kartoffeln für die Woche vom 17.—23. 
Mai nicht angegeben. Es gibt für die Woche vom 10. 
Vis 16. Mai 5 Pfund ans die Abschnitte 20 a—g und 
für die Woche vom 17.—bis 23. Mai 4 Pfund Kartoffeln 
auf die Abschnitte 21 a—f. Die Kartoffeln können für 
beide Wochen zusammen entnommen werden. 
o Tie Kreioschifsahrt eröffnet am Sonntag, 9. Mai, 
ihren diesjährigen fahrplanmäßigen Betrieb. Während a» 
Wochentagen auf der Strecke Wannsee .(Bahnhof)—Neu- 
babelsbcrg(Bahnhof)—Potsdam und zurück ein stündlicher 
Verkehr eingerichtet ist, wird an Sonntagen außerdem 
halbstündlich zwischen Wannsee (Bahnhof)—Pfaueninsel so 
wie stündlich zwischen Neubabclsberg (Bahnhof)—Mach- 
nower Schleuse und Glicnickcr Brücke—Nedlitz gefahren. 
Nähere Auskunft: Potsdam 1387 durch die Geschäfts 
stelle der Kreisschiffahrt. 
o Die Frisenrgeschäfte sind am kommenden Montag, 
den l0. Mai, den ganzen Tag geöffnet. 
o Gegen die hohen Postgebühren. Aus Frankfurt 
a. Oder wird uns mitgeteilt, daß dociselbst ein Ausschuß 
gewählt worden ist. der gegen die gewaltige Erhöhung 
der Pest- und Fernsprechgebühren energisch Protest erhoben 
Hot und der unter gemeinsamer Mitarbeit der veischiedenen 
OclSausschbsse aus dem Reiche eine neue Regelung herbei 
führen will. Alle Anfragen sind an den Vorsitzenden, 
Max Heyne, Frankfurt a. O., Bischhofstr. 20 zu richten. 
v Die Ortsgruppe Berlin-Friedenau des Deutschen 
SecveileinH versammelte am 4. Mai ihre Mitglieder und 
Freunde zu einem stark besuchten Vortragsabend. In 
seiner Begrüßungsansprache hob der Vorsitzende .Kvrv.- 
Kapt. Freyer die dringende Notlvendigkeit einer Han 
delsflotte hervor; ohne Handelsflotte werde Deutschland 
immer nur ein kümmerliches Dasein führen könne». Die 
große Sterblichkeit, namentlich der Kinder, von IciUmu. 
starben, rund 1 Million, sei hierauf zurückzuführen. Trotz 
dem würden mehr und niehr Handelsschiffe an England 
ausgeliefert, obwohl dies gar nickst im Stande fei, jene 
zu bemannen! Danach nahm Herr Fregattenkapitän Poch 
Hammer .das Wort zu seinem Vortrag Graf Spees 
legte Fahrt. Auf einer Geschwaderreise in dos wun-- 
dcrvolle Jnselland der Südsce, in dem die ganze Märchen- 
pracht tropischer Schönheit sich auftut, begriffen, erhielt 
man am 3. August 1914 in Ponapc, einer der Haupr- 
inscln der Karolinen, die Nachricht vom Ausbruch des 
Krieges. Das Schicksal des Geschwaders, das von jedem 
festen Stützpunkt abgeschlnitten, völlig in der uLft hing, 
kennte nicht zweifelhaft sein, aber der deutsche Seemanns- 
gcist ließ sich nicht beugen. Vorher hieß es dem Feinde 
mit allen Mitteln Abbruch tun, — und das ist redlich 
geschehen. Einem Vorstoß gegen die Morschallinscln schloß 
ein solcher gegen die Samoainseln sich an; am 14. Sep 
tember erschien das Geschwader vor Apia, über welcher 
Stadt die englische Flagge wehte.- Auch der franzvsi-. 
’**- ■ wurde ein Besuch abgestatt^W^KWtz
        
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