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Periodical volume Nr. 101, 07.05.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

welchem Grunde der Büroqssistent aus Calw in Württnn- - 
Eberg Leholt wurde-(Zustimmung links). Bürgermvister 
Walger antwortet, daß man die AuöwaHl unter den 
jetzt zur Verfügung stehenden Militäranwärtern nach 
ihrer Tüchtigkeit treffe. G.-V. L ü d e ü e (Dem.) wollte 
dieselbe Frage stellen, mit Rücksicht auf die herrschende 
Wohmmgsnot; dann aber härte er gern gewußt, warum 
die grundsätzlichen Bedingungen, die sonst bei Anstellungen 
in Erwägung gezogen werden, hier nicht maßgebend waren. 
Er halte eine Nachprüfung im Ausschuß für erforderlich. 
Bürgermeister W a l g e r hat hiergegen nichts einzuwen 
den. Der Punkt wird vertagt. 
m 
WgHLki unsrer o-Originalartikel nur mit Quellenangabe gestaltet.) 
Die Bolksharlsgcirreinde Friedenau. 
Wir konnten vor kurzem hier über die Gründung der 
Wolkshausgemeinde, sowie auch in großen Zügen über 
ihre Ziele berichten. Mittlerweite sind in aller Stille 
die Arbeiten rüstig fortgeschritten. Bei der außerordent 
lichen Wichtigkeit, welche dieser Frage für alle Bevöl- 
kcrungsschichteil innclvohnt, erscheint eS uns angebracht, 
die Qeffcntlichkeit laufend über den Stand der Arbeiten 
zn unterrichten. Wir haben daher unseren Feb-Mitarbeiter 
um einen Bericht gebeten, den wir nachstehend folgen lassen. 
Der oberste Grundgedanke für die Errichtung der Bvlks- 
hausgemeinde ist: sozialer Ausgleich. Gegenseitig sich ver 
stehen und die Meinung des Anderen achten lernen! All 
der gegenseitige Hast unserer Jetztzeit ist nur auf den 
Mangel an einem wirklichen sozialen Ausgleich zurückzu 
führen. Tiefstes gegenseitiges Mißtrauen, oft gewaltsames 
Sichsträuben, einmal selbst dem Gedankengang des Anderen 
nachzugehen, um etwas Gemeinsames zu finde«, was die 
Plattform zum Ausgleich werden könnte. Statt dessen 
nur gegenseitige schroffe Ablehnung, osi mit der ausge 
sprochenen Absicht, den Anderen zu krönten. Unser poli 
tisches und unser Wirtschaftsleben sind vollkommen ver 
giftet von diesem Geiste gegenseitiger Unduldsamkeit. Wer 
also ehrlich an dem wirrschafrUchen, moralischen und poli 
tischen Wiederaufbau mitarbeiten will. der uiust dcr be 
ginnen, wo die Volkshansgemcinde den Hebet ansetzt. Aus 
freiem Antrieb ohne jegliche behördliche Bevormundung 
und doch getragen und unterstützt von dem Vertrauen der 
Behörden, fernab von dem politischen Getriebe und doch 
unterstützt von den politischen Parteien aller Richtungen, 
müssen sich herzhafte Männer und Frauen auf neutralem 
Boden zusammenfinden mit dem festen Willen, sich gegen 
seitig verstehen zu lernen, um diesen Gedanken wahrer 
Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit in tätigem Wirken 
immer weite: zn verpflanzen. 
ES ist wollt durchaus richtig gedacht, daß die Volks- 
hansgcmcinde zunächst den neutralen Boden schassen will, 
auf dem Jeder die abweichenden sozialen Anschauungen des 
anderen in Wort und Schrift in sich aufnehmen kann, um 
so die Grundlage für ein gegenseitiges Verstehen und Sich- 
Ausgleichen zn finden. Diesem Zwecke soll die Errichtung 
einer Lesehalle dienen. Zwar wird jeder auf den ersten 
Blick diesen Gedanken glücklich finden, aber vielleicht doch 
einige Bedenken haben. „Was nutzt die schönste Bücherei 
für den sozialen Ausgleich? Andcrsen's Märchen sind 
gewiß eine erbauliche Lektüre für Jung und Alt. Aber 
wie sollen damit soziale Gegensätze ausgeglichen werden? 
Und dann eine Volksbücherei haben wir doch schon in 
Friedenau! Wozu noch eine zweite? Derselben läßt sich 
doch leicht eine Lesehaue angliedern. Dazu bedarf cs doch 
nicht erst der Gründung einer VoltShansgcineinde, zumal 
doch in den nächsten Jahren an die.Erbauung eines eigenen 
Volkshanscs nicht gedacht werden taun." — Gewiß! - -- 
Wenn eben nur das Wort „Lesehalle" all daS decken würde, 
was die Lesehalle der Volkshansgemcinde sein kann und 
soll. Ebensowenig wie durch die tiefsinnigsten Märchen 
lassen sich auch durch Kunst und Musik die sozialen Gegen 
sätze nicht so ohne weiteres aus der Welt schaffe». Sie 
alle können nur der Rahmen sein, der Boden, aus dem sich 
Männer und Frauen alter sozialen Schichten persönlich 
näher kommen. Die Lesehalle soll vor allen Dingen durch 
eine besonders zweckmäßige Auswahl sozialpolitischer 
Schriften, dui/ch das Auflegen von Zeunngeii aller poli- 
tischen und sozialen Richtungen die Möglichkeit bietn,, sicki 
über die Anschauungen de-.- anderen zu unterrichten. Sie 
soll aber auch gleichzeitig dcr Treffpunkt der verschiedensten' 
Anschauungen sein. die Stelle, die er selber mit IM schaffen 
helfen und an der er sicb mit dem Anderen aussprechen 
und zur Arbeitsgemeinschaft finden kann. Also nicht Lesen 
schöngeistiger Bücher, sondern ernstes soziales Studium 
und tätige und persönliche Behandlung des sozialen 
Problems. Dann wird eine Entgiftung eintreten und 
Musik, bildende Kunst, Literatur werden den Ausgleich 
weiter fördern können. — Ans diesem Gedankenkreis heraus 
betrachtet sollten alle politischen Parteien unserer Gemeinde, 
die Gemeindeverwaltung, der sozialpolitische Ausschuß, die 
Lokalpresse, jeder für sich und doch alle zu gemeinsamem 
Ziele, ebenso im Erwerbsleben der Arbeitnehmer, Kopf- 
wie Handarbeiter, wie der Umernehmer, jeder nach seinen 
Fähigkeiten und jeder nach seinen Mitteln, so weitgehend 
und so freigebig, als dies nur irgend seine Kräfte zulassen, 
die Volkshausgeiiicinde in ihren großen Zielen und in 
ihrer schweren Arbeit unterstützen und fördern. 
obh Tic Haushaltspläne für Groß-Berlin. Das Ge 
setz über die neue Stadtgemcinde Berlin ist eigentlich 
schon jetzt in Wirksamkeit. Rach 8 52 Ziffer 8" dös" GeS 
setzcs haben die bisherigen Magistrate und Gcmemdevb'r- 
Bas er in der „Stößen Bache ribt. 
Brot: 1900 Gramm und 90Y Gramm Kleingebäck oder 
1900 Gramm Großbrot. 
Fleisch: steht noch nicht fest. 
P-ferdefleisch: ans Nr. 6 der Pferdesleischkarte. 
Butter: 20 Gramm 75 Pfennig und 70 Gramm Schmalz 
2,90 Mark, sowie l80 Gramm Schmalz 7,20 Mark aus 
Sondcrabschnitt der Speisefettkarte. 
Kartoffeln: 5 Pfund ans Abschnitte 20 a—g und für 
die Woche vom 17—29. Mast 4 Pfund auf die Abschnitte 
21 a—f, also zus. 9 Pfund. 
Zucker: Vom 16. bis 31. Mai -'/« Pfund. Ferner 
für Kinder im 1. Lebensjahre 1'/- Pfund, im 2. Lebens 
jahre 1 Pfund und im 3. biS 7. Lebensjahre V» Pfund 
im Monat. 
Anzumelden vom 8.—11. Mai: 
Auf Groß-Berliner Lebensmittelkarte: • 
Kunsthonig: 250 Gramm auf 20; Pfund 7,30 M. 
W ei z e n k ü ch eu m c h l: 250 Gramm auf 24; Pfund 76 
Pfennig. 
Weiße Bohnen: 500 Gr. auf 25 u. 26; Pfd. 3.50 M. 
Graupen: 125 Gr. auf 28; Pfd. 71 Pfennig. 
Haferflocken: 125 Gr. aus 29; Pfd. 92 Pfennig. 
Auf Friedenaucr Nährmittelkarte: 
Sirup: 250 Gr. auf 18; Pfund 1,70 M. 
Gelbe Erbsen: 250 Gr. auf 19; Pfund 4,50 M. 
Puffbohuen: 250 Gr. und 250 Gr. getr. Zwiebeln 
aus 20; Pfund Puffbohuen 4,60 M., getr. Zwiebeln 
3.20 M. . 
Süßstoff. Vom 3.—15. Mai au Harmhalte bis 4 Per- 
sonen-A'Päckchen, und 'darüber rhinvuSiLt-Päckchen' indem 
Trogengeschäften. 
stände die Entwürfe dcr Haushaltspläne für das Haus- 
haltsjahr 1920 dem Magistrat der neuen, und falls dieser 
noch nicht zusammengetreten ist, dem Magistrat der bis 
herigen Stadtgemeinde Berlin schon vor Jnkraftbrietrnr 
des Gesetzes einzureichen, allerdings — wie das Gesetz 
hinzufügt' — nur zur Uebcrmittlung.an den neugcwähl- 
ten Magistrat dcr neuen Stadtgemeinde Berlin: Unsere 
Gemeindevertretung hat gestern den: Haushaltsplan zur 
Vorberatung dem Finanzausschuß überwiesen. 
obh Das Gebet i» der Schule. Zu welchen Folgen 
die bisherigen Religionserlasse des Unterrichtsministers 
Harnisch sichren, beweist: folgender neuer Erlaß über die 
Teilnahme der Schulkinder am Gebet: „Tie Schulkinder, 
die von der Teilnahme am Religionsunterricht befreit 
find, können nicht gezwungen werden, an dein Gebete 
zu Beginn und zum Schluß des Unterrichts teilzuneh 
men oder während des GebetS in der Klasse anwesend ju - 
sein. Wenn sic jedoch bei dcr Schulandacht zugegen sind, 
kann von ihnen verlangt'werden; daß sie ein angemesse 
nes Verhalten zeigen." 
obh Arbeitsunlufttge ElterrrbeirStr. Bei einem nicht 
geringen Teil der Elternbeiräte scheint bedauerlicherweise 
nicht der genügende innere Anteil an den Angelegenheiten 
dcr Schule und den Aufgaben der Beiräte zu bestehen. 
Diesem sucht das Unterrichtsministerium durch folgenden 
Erlaß zn begegnen? „Schulleiter und Lehrer, sind ge 
halten, durch rege Aufklärung Interesse für die Eltern-- 
beiratssache zu wecken. Auch bei-anscheinender Jnteressc> 
losigkeit baden sic alle durch den Erlaß vorgeschriebenen 
Maßnahm m zu erfüllen. Kommt keine: Wahl zustande, 
dann ist ober jeden Fall zm berichten: insbesondere' auch 
darüber, eb der Lehrer oder andere Personen nicht etwa 
dem Sinn und Zweck deS Erlasses eentgegeugeardeitet' 
haben. W.itere Maßnahmen tverden vorbehalten.". 
o Lerrürrg der Briefkästencm den Sonntage^:' Wie 
uns vom hiesigen Pdstamt - mitgeteilt ivird, fallen lünf. 
iig, genau so wie in Schöneberg und Steglitz, auch hier. 
die lniden letzten Kastenlcerungen an den Sonntagen'weg. 
Tie Abänderung der Schilder über die Leerungszeiten 
kann sogleich nicht erfolgen, sie wird in nächster Zeit' 
stasttsinden. 
o Ueber das Bürgerterm tvr-neuen Groß.-Berlrn spricht 
in einer vom hiesigen Bürgerrat veranstalteten öffent 
lichen Versammlung Schriftstellerc Bruno H u e t t ch e n 
arn morgigen Sonnabend, den 8. d. Mts., abends 8 Uhr 
im Bürgersaal unseres Rathauses. ' 
Temns-nadMtbten 
)( Wanderungen durch Kamerun. LIchtbildcrvortrag im Evan 
gelischen Verein junger Männer, Kaiserallee 76a. Statt deS ge 
planten Ausfluges in den Gruncwald, ob 6 Uhr Heimabend. Ilm 
8 Uhr hält Herr Pfarrer Förtsch einen Lichtbilderoortrag über: 
Wanderungen durch Kamerun. Alle Vereinsmitglieder werben um' 
ihr Erscheinen gebeten, auch sind "uns'junge Männer als Gaste 
herzlich willkommen: klm Freitag AbendPnott der letzte Vesprech- 
abcnd statt, als Thema wird „Religion dcr Kraft" zur Besprechung 
kommen. Um rege Beteiligung wird gebeten.' 
)( Der Verein der Westprerchea/hält zur Vorbereitung der 
Volksabstimmung zwei große Versammlungen ab, bei denen allen 
AbstimmMigsberechlipten zumstetzten Male Gelegenheit geboten wird, 
die betreffenden Anträge auf Aufnahme in die Abstimmung-list«' 
durch einen anwesenden Branchen aufnehmen und beglaubigen ' zu 
lasten. Verheiratete oder verheiratet gewesene Frauen habest ihre ‘ 
Heiratsurkunde ober eine beglaubigte Abschrift davon einzureichen 
und werden gebeten, diese mitzubringen. Die Versammlungen 
finden statt: 1. Am Montag, den K>. Vtai, abends 8 Uhr in der 
Aula der Kirschner Oberrealschule, Zwinglistr. 2 (Moabit). IN den 
Pausen werden Lichtbilder vorgeführt. 2. Am Dienstag,- den 
II. Mast abends 8'/, Uhr in der Aula deS Feit-RealghmNesiumS 
Lützowstr,;84c. Diese Versammlung ist bestimmt für Berlin-W. 
und die lUestlicheii' Sjöiöm.“' Tle'Ännahmc der Anträge-beginnt 
V, Stunde früher. " , , 
— * — —— £.-■ 
)( Die B«rsamu»lung ehenikliger Schülerinnen des Lorenz» 
Rtzzp»»»-muß leider vom Sonnabend, den 8. Mai aus SvnNabewd, 
V» 12. Junt verschoben werden. _ 
)( Verband Deutscher Pbst. und Tclegraphenbeamten, Orts 
oerein ' Berlin-Friedenau. Dienstag, den 11. Mai, abends 
8 Uhr, Sitzung mit Damen im Ratskeller-BercinSziMmer. Vor 
rag des Herrn R u d c l o f f „Einrichtungen und Ziele des 
Zeamteii-WirtschastSvereins"; der Streik wahrend der Kapp- 
vochc; Erläuterungen zum Besoldungsgesetz; Wahl der Ver 
treter zum Bezirks- und Verbandstag. Die Mitglieder werden 
bringend gebeten, mit ihren Damen vollzählig zu _ erscheinen. 
Hingeführte Gäste sind willkommen. Die Sitzung ist in den 
Bczirksnachrichten versehentlich für Montag- den 10. Mar, an 
gekündigt worden.) 
)( Frauenausschuß, Deutsche Volkspttrtel. Die Obfranen- 
sitzung wird infolge dcr Wahlarbeit ans den 12. 5. verlchooeu.. 
)( MSnner-Turnvrreln c, V. (QStw ).- Die nächste Bezirks» 
vorturnerstunde findet am Sonntag, den 16. Mai, nachmittags 
2 Uhr, in dcr Turnhalle des Gymnasiums zn Friedenau statt. 
Die Beiprcckung im Wirtshaus „Kaisereiche". 
)( Der Verband Märkischer Wanberveceiuc E.V., hat es ich . 
zur Aufgabe gestellt, die Zusammcnsasiiivg aller Mandcr-Natttr- 
und Heimatfreunde, hcrbcizuführkn, um dadurch die Wahrung -er 
Interessen der Wanderbcwegung, deS Natur- und HcimaischuPL 
zielbewußt durchführen zu tonnen. Das Verbandtzb'atr ,,^er- 
Märkische Mandcrcr" gibt erschöpfenden Uebcrblick über alle diele 
Fragen. Mitglieder des Verbandes erhallen bei Bezug der Zelt- 
ichrift' Ermäßigung: Weitere'Auskunft erteilt die Geschägtsstelle 
Berlin-Nicberschönhausen, Schloß Allee '42. Mündliche Au-kanftel 
sowie Beratung in Wandersräqen in der zwciteii Geschciftstlells nn 
Gebäude der 6 Etädt Fortbildungsschule Georgcntirchstr. -13 nahe 
Aleranderplatz. Montags von 6'triS 7 Uhr. 
Eilschritte 
(Nr diese Rubrik übrrnehnierc' wir keine BerarrrworLnilL.) 
Mit Schulst cften sparen! 
Tic zur Anfertigung schriftlicher Arbeiten in den 
Schulen benötigten Hefte sind ebenso wie die Lehrbücher 
im Preise bedeutend gestiegen. Hefte mäßigen Umsangs 
tosten heute 1 Mark dis 1,50 Mark, je nach dem Be 
lieben des- Verkäufers. Dabei ist die Beschaffenheit des 
darin- enthaltenen Papieres außerordentlich minderwertig. 
Diese Preissteigerung ist sehr beklagenswert, aber dcr 
einzelne kann nichts dagegen tun. Hingegen soUre von 
seiten dcr Schulverwaltungen, auch der höheren Schulen, 
darauf' hingewirkt werden, daß die angcschasstcii Hefte, 
auch wirtlich voll und ganz verwendet werden. Am Ende 
eines Schuljahres erhalten die Schüler beim Verlassen der 
alten Klasse ihre Hefte zurück. Sie sind zuweilen nicht 
einmal bis zur Hälfte gefüllt. Sic sind auch noch in 
durck)aus einwandfreiem Zustande und würden sicher noch 
für einige Zeit in dcr neuen Klasse ausreichen. Äon 
den Zeichenheften und -blocken kann man dasselbe^ sagen. 
Dcx Lehrer der neuen Klasse wacht jedoch mit Strenge 
darauf, daß beileibe kein Hcst aus dcr alten Klasse ab 
gegeben wird. Besonders peinlich sind in dieser Beziehung 
die Lehrerinnen an den höheren Mädchenschulen. An 
diesen verlangt man nicht selten jedes Halbjahr neue 
Hefts. Was dort zuweilen noch geleistet wird, um eine 
Einheitlichkeit der Hefte iiibczug auf Gleichartigkeit der 
Deckelfarbe, dcr Umschläge, der Löschblätter und der Bänd 
chen, mit denen diese in den Heften befestigt werden, 
zustande zu bringen, berührt manchmal das Gebiet des 
Komischen. In einer Zeit, in.dcr fast jeder Bürger ge 
halten ist, seine Lebenshaltung so stark wie inöglick? 
einzuschränken, sollte auch die Lehrerschaft aller Schulen 
mit Strenge darauf halten, daß die einmal angeschaffte!! 
Hefte wirklich aufgckörauchk werden. Die Schulbehörden 
täten gut daran, alle ihr unterstellten Schulen in diesem 
Sinne anzuweisen und ans die Durchführung dieser An- 
wcisung bei den gelegentlichen Schulbesuchen.zu achten. 
Forderung neuer Hefte vor dem Verbrauch der vor 
handenen alten ist eine Anleitung zur Vergeudung und 
zeugt von dem völlchen Mangel an Einsicht in die Schwie 
rigkeiten, die eS jetzt vcclen Eltern bereitet, sirr ihre 
Kinder die nötigen Lehrmittel zn beschaffen. Wer als 
Pädagoge diese Einsicht noch nicht besitzt, dem must sie 
eben von behördlicher Seite nahe gebracht werden. G- 
Berantw. Schriftleiter: Hermann Martiriins in DerUn-Friedenru» 
Bel BetrtebZstöruilg, Slretk usw. hat der Bezicl-er keinen Anspruch 
aus Lltfenulz oder Nachlieferung des Lolal-Anzrigers x.c-ee Lnf 
Rückzahlung des Bezugspreises, 
...';1 
ser Gemeiiidc- 
Vclirnntmachurrg. 
Sämtliche W o h n u n g S s n ch c r , denen lei ihrer Ein 
tragung in unseren WohnungSsucherlisteu eröffnet wurde, ihre 
Vormerkung sei zum I. Mai 1920 zu erneuern, müssen bis 
zum 15. Mai 1920' schrifttich oder ntüiidlich die Erneuerung 
beantragen, ividrigcnsalls die Streichung vorgeuoininen werden 
must. Berlin-Friedenau, den 5. Mai 1920. ' 
vorstand. Wohnungsamt. 
Vekauntmachun-;. 
A» Stelle des mit dem 31. Dezember 1919 in den Rübe- 
stand getretenen K r r i s t i c r a r z ! e » Kiecihaefer ist der 
Krcisticravzt Katschinsly aus Lüchow in dje'e KrciStierarztstcUe 
versetzt- worden. Herr KatschinSly hat bis auf weiteres in 
Berlin W. 30, Speyererstraße 22, 4 Tr., Wohnung genommen. 
Fernruf: Kurfürst 5130. Berlin, den 20. April 1920. Der 
Landrat deS Kreises Teltow, von Achenbach. Veröffentlicht: 
Berlin-FNedllnaur''dkii " 30.'OUOil 
Walgerl" 
1520. 
)cr Atntsporsteher. 
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'"bei Anschaffung eines 
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Vorführung deS GckloffeS jederzeit kostenlos durch 
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Steglitz, IWtzslAr. LS. 
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SöffiWUto" j 
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Lebührenverrelchn. kostenlo» 1529 an >-n »rieh, Lok.-Ä. 
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Zimmer) z. lü.-Mäi gef. 
enstaussenstr. 
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Friedenausk Sol.-AWeig." 
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Rheiustr. 15. 
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l Tarif) »ecl. Modesalon 
1 ® taß; 2, 
AIS einzeln: Herr suche, 
evt!. sofort,' ordentl. tücht. 
Madien 
für klein.- Haushalt u. Le. 
benSmitlelgefchäft. Mentzel,
        
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