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Periodical volume Nr. 101, 07.05.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

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Ne. 161 
Berlin-Friedeuau, Freitag deu 7 Mai 1926 
Zrchrg. 27 
bstmttion in der Gemeindevertretung. 
Lahmlegung durch die gesamte Linke. — Demokraten, So 
zialdemokraten und Unabhängige verlassen den Saal. — 
Um die Fliedncr'sche Schule. 
Zitzmrg cker Gemeincievertrelung 
am Donnerstag, de» 6. Mai 1920. 
Tie gestrige Sitzung unserer Gemeindevertretung sand 
einen jähen Abschluß. In einer Nachtragsvorlage 'wurde 
die Erhöhung der monatlichen Teuerungszulagen an die 
Lehrkräfte an den Privatschulen von 80 M. auf 140 M. 
und die Gewährung einer Beschaffungsbeihilfe von 500 
Mark beantragt. Tie Gemeindevertretung war auch ein 
stimmig bereit, diese Zulagen für die Lehrkräfte an den 
Privatlvzecn zu bewilligen, dagegen widersprach man auf 
der Linken der Bewilligung an die Fliedncrg che Pri 
vat s ch u l e. Tie Verhältnisse an dieser Schule wurden 
scharf kritisiert, das Lehrerkollegium wechsele dort fort 
gesetzt, eS .gehe dort wie in einem Taubenschlage. G.-V. 
Hanne mann (D. Vp.), der für die Bewilligung irn 
Interesse der Lehrer eintrat, bemerkt, daß nach dem 
Gutachten des Kreisschulinspektors die Schüler an der 
Fliedner'schen L-chulc für öffentliche Schulen nicht in .Be 
tracht kämen. G.-V. M a u l b c ck e r (Svz.) meinte darauf, 
daß eS sich darnach also um geistig zurückgebliebene Kin 
der handele und er könne einer solchen Presse nicht zu 
stimmen,'wo die Kinder von Eltern, die unbedingt etwas 
auS ihnen machen wollen, einer.Tortur unterzogen würden 
Schließlich stellten die Demokraten den Antrag auf Ber 
ingung des Beschlusses um 14 Tage und um eine vor 
herige Aussprache des .Kuratoriums mit dem Leiter der 
Schule und Berrrctern des Lehrerkollegiums. Dieser An 
trag hätte angenommen werden müssen, wenn 6 dafür 
stimmten. Schöffe v. Wrochcm beantragte daher, die 
Dringlichkeit der Beschlußfassung. G.-D. L ü d e ck c meinte, 
wenn eine große Anzahl zur Klärung einer Sache die 
Beriagung wünsche, so sei es üblich, diesen Wunsch nach 
parlamentarischer Vornehmheit zu erfüllen. (G.-B. Mb- 
ntanii: Was heiße Vornehmheit im Parlaenent. Unruhe 
und Zurufe links). Als nun über den Dringlichkeitsantrag 
abgestimmt tvurde, verließen Demokraten, Sozialdemo 
kraten und Unabhängige schleunigst den Saal; G.-B. Dr. 
Hasse zweifelte die Beschlußfähigkeit an. T-a nur 22 der 
Rechten für die Dringlichkeit dc-s Beschlusses .stimmten, 
25 aber dafür sein müssen, war dieser abgelehnt, gleich 
zeitig auch die Beschlußunfähigkeit deS Hauses festge 
stellt, worauf Bürgermeister Walger die Sitzung gegen 
10 llhr schloß. 
Die Vertretung hatte vorher nach lebhafter Aus 
sprache die Summe für die Ausschmüchung des Rathauses 
von 15 000 ans 30 000 M. bewilligt. Dein Schiedsspruch 
im Arbciierlohntarif wurde zugestimmt. Benicrkenswert 
ist noch das endgültige Urteil des Bezirksausschusses in 
der Streit'ache der Gemeinde gegen den Zweckverband 
wegen fluchtlinienmäßiger Ausweisung des Spiel 
platzes an der Laubacher und Fehlerstraße. Der Be 
zirksausschuß hat zu Ungunsten der Gemeinde entschieden. 
Der Spielplatz muß im Bauplan ausgewiesen werden. 
BeNhandlungebericht. 
„ Bürgermeister Walger eröffnet 7,25 Uhr die Sitzung. 
Er entschuldigt die fehlenden G°V. Westphalen, Göhring 
und Tertmer und macht darauf folgende 
Bon E. zr h. O p p e n h e i m. 
CO (Nachdruck verboten.) 
„Das; on mit mir gehst." 
Sic schüttelte ungeduldig den Kopf. 
„Du weißt, daß ich es nicht so meine. Ich war 
gestern abend durch dein unerwartetes Erscheinen verwirrt 
'worden, und ich habe mich leider weiter vergessen, als es 
gut ist. Nun aber bin ich noch einmal mit mir zu Rate 
gegangen, und ich vermag dir nichts anderes zu sagen, 
als daß ich tief bereue, durch mein gestriges Benehmen 
vielleicht neue Hoffnungen in deinem Herzen geweckt zu 
haben. Mache mich nicht noch unglücklicher, als ich es 
ohnedies bin, gönne mir die Ruhe, die ich hier gefunden 
habe und verlasse Bnchbcrg." 
Er schüttelte den Kopf. Und ruhig, aber mit dein 
Ton einer unbeugsamen Festigkeit sagte er: 
„Es ist nicht möglich, Margot. Richt mehr nach der 
letzten Nacht. Du gehörst mir, und ich lasse dich nicht 
mehr. Es ist zu spät." 
„Es darf nicht zu spät sein," sagte sie leidenschaftlich. 
„Laß uns an den gestrigen Abend zurückdenken wie an 
einen schönen Traum, vergiß, daß es Wirklichkeit gewesen." 
Er trat dichter an das Gefährt heran und ergriff ihre 
Rechte. 
„Ich kann nicht, und wenn ich es auch könnte, jetzt 
will ich nicht mehr," sagte er. „Du gehörst mir, und ich 
lasse dich nicht!" 
Ihre Blicke trafen aufeinander. Fest und klar sah er 
ihr in die Augen, sie fühlte, daß er sein letztes Wort ge 
sprochen hatte. Ein eigener Glanz kam in ihre Augen, 
er wußte sich den Ausdruck nicht zu deuten. 
„Heinz," flüsterte sie, „es gibt so vieles, was du nicht 
. weiht und was zwischen uns steht. Es wird immer 
zwischen uns stehen." 
„Darüber," sagte er ruhig, „habe ich «ine andere 
Meinung. Was in Berlin geichehen ist. vcrbitldet uns. 
***** , - > .. . - . 
Mitteilungen: 
Die Bevölkerung Friedenaus hat in der Zeit 
vom 21. Januar d. Is. bis 21. tzlpril d. Is. um 307 
Personen auf 4V17S Personen zugenommen. 
Mit dem Ncttungsvcrband Groß-Berlin, über den 
auch in einer der letzten Schlingen Klage geführt wurde, 
haben Verhandlungen ftattgefitt,^en, die dazu geführt haben, 
daß jetzt hier in einem Stall au der Steglitz-Friedenauer 
Grenze dauernd zwei Krankcnautomobile zur Verfügung 
stehen. Der Verband hatte gewisse ziinderkrankheiten zu 
überwinden, wie es bei einem.neuen Unternehmen immer 
der Fall ist. Es werden nun Störungen nicht mehr ein- 
treten. Ebenso wird die Rettungswache in der Isolde- 
straße einen eigenen Fernsprechanschluß erhalten, um sie 
von der Zentrale unabhängig zu machen und ferner wird 
auch noch eine besondere Fcrnsprechleitung vom Rathause 
aus nach der Rettungswache angelegt, svdaß auch vom 
Rathaus aus die Wache unmittelbar angerufen werden 
kann. Es werden darnach in Zukunft Beschwerden, wie 
sie teils mit Recht, teils in übertriebener Weise erhoben 
wurden, nicht mehr zu erheben sein. 
In der Früge der f l u ch t l i n i e n m äß i g c n Aus 
weisung des Spielplatzes an der Laubacher 
und Fehlerstraße hat der Bezirksausschuß endgül 
tig zu unsern Ungunsten entschieden. Tie Ge 
meinde glaubte den Spielplatz nicht bauplanmäßig fest 
legen zu brauchen, sondern wollte sich über diese Fläche 
daS Bestimmungsrecht vorbehalten, obwohl eS ja in ihrer 
Absicht lag, den Platz als Spielplatz dauernd zu erhalten. 
Es kam zu einem Streitversahren zwischen Gemeinde und 
Zweckverband, der die flnchtlinienmäßige Festlegung ver 
langte. Die Gcnicinde ist in diesem Rechtsstreit unter 
legen. An sich ändert das an der Sache nichts, da wir 
ja den Spielplatz behalten wollten. 
Eine Hypothek, von 4-,i> v. H., die ans dem Rat- 
hausgrundstück ruht und die von der Genreinde 
gekündigt werden konnte, ist nicht gekündigt wor 
den, weil der Gemeindevorstand glaubte, daß er so 
billig Weid heute nicht mehr bekomme. Die Hypothek 
wurde schon eingetragen, als das Grundstück noch nicht 
mit dem Rathause bebaut war. 
Ten sämtlichen Mitgliedern des Beirates für die 
KriegShinterbliebencnfürsorge soll die Entschädigung von 
6 M. je Sitzung zuteil werden. 
Bon der Wahl der Frl. Frida Stöhr und Hedwig 
Zodrow in den Schlichtungsausschuß fürHanö- 
angestellte nimmt die Vertretung genehmigend 
Kenntnis. 
Mit der Ueberweisung des im Druck hergestellten Ent 
wurfes für den Haushaltsplan an den Finanz- 
aus s ch u s; zur gemeinsamen Beratung mit dem Ge- 
meindcverstand ist die Vertretung einverstanden. Nach 
dieser Beratung im Finanzausschuß wird der Haushalts 
plan dann sofort an die Gemeindevertretung zur Be 
schlußfassung kommen. 
Der Entsendung des Schössen Evers zur Tagung 
des Reichsbundes der ^Kriegsteilnehmer usw. in Würzburg 
stimmt die Vertretung zu. 
Dem Prüfungsausschuß für die Beamten gehört auch 
der Bürodireklor Sudan als Mitglied an, der in letzter 
Zeit wiederholt krank loar, sodaß der Ausschuß die not 
wendigen Prüfungen nicht erledigen konnte. Es wird da- 
■«■»———m——ww—wnmwi rag» 
anstatt uns zu trennen. Und wenn es außerdem noch 
etwas geben sollte, was du mir nicht sagen kannst, ich 
will es als nicht vorhanden ansehen. Ich sagte dir schon, 
daß ich mich nicht in deine Geheimnisse drängen will." 
„Ich kam hierher," sagte sie, „dich zu bitten, Buchberg 
zu verlassen." 
„Es ist die einzige Bitte, die ich dir nicht erfüllen 
kann," sagte er beharrlich. 
Ihr Blick war noch immer in den seinen versenkt. 
Er fühlte einen festen Druck ihrer kleinen Hand, und mit 
einem Aufatmen sagte sie: 
„Wenn ich es nicht errreichen kann " 
„Du wirst es nicht erreichen." 
„— so habe ich eine Einladung für dich," fuhr sie fort. 
„Es wird uns freuen, wenn du um fünf Uhr zum Tee 
auf das Schloß kommen willst." 
Das Blut strömte ihm heiß zum Herzen. Er glaubte, 
seinen Sinnen nicht trauen zu dürfen. 
„Margot!" rief er, aus. „Ist das — ist das — 
Sie lächelte ein wenig. 
„Findest du die Einladung so ungewöhnlich?" fragte 
sie. „Ich habe der Prinzessin von dir erzählt, und sie 
wünscht deine Bekanntschaft zu machen." 
„Welche Prinzessin, Margot?" fragte er erstaunt. „Ich 
wußte nicht —" 
„Ich werde dir später alles erklären, wenn du kommst," 
entgegnete sie hastig. „Der Wagen wird um fünf Udr 
kommen, dich abzuholen. Es wäre besser gewesen, bester 
für dich, Heinz, wenn du mir meine Bitte erfüllt hättest 
und abgereist wärest. Aber ich sehe ja, daß mir alles Zu 
reden nichts hilft, und so niagst du kommen." 
Er neigte sich auf ihre Hand herab und küßte sie. 
Dann flüsterte er mit einem liebevollen Blick in ihre 
schönen Augen: 
„Und du wirst wieder mit mir in den Garten gehe», 
Liebe?" 
„Vielleicht," erwiderte stt> ein wenig verwirrt. „Wir 
ha-en uns ja so viel zu erzählen." 
Er wurde ernst. 
her vorgeschlagen, einen Stellvertreter zu wählen, weil 
eS sehr erwünscht ist, daß ein erfahrener Beamter den 
Prüfungen beiwohnt. Bürgermeister Walger bringt den 
Obcrsekretär Neumann als Stellvertreter in Borschlag. 
G.-V. Leon Hardt (Dem.) hat gegen die vorgeschlagene 
Person nichts einzuwenden, wünscht aber doch, daß man 
hierüber den Beamtenausschuß zuvor höre, welche Wünsche 
dieser in der Personcnfrage habe. Gegen die Stimmen! 
eines großen Teils der Linken wird dieser Antrag ab 
gelehnt und Obersekretär Reumann mit 22 Stimmen 
gewählt. Hierbei stimmt der G.-V. Kauniann für beide 
Antrüge (Heiterkeit). 
Zum Armenpfleger wird der Kaufmann .Surkau 
gewählt. 
Auf die T a g c s o r d n u n g kommen noch folgende 
Tringlichkeitsanti'äge: 
Schiedsspruch betr. die Erhöhung der Beihilfen an 
die Arbeiter; 
Erhöhung der Summe fiir Ausschmückung des Rat 
hauses von 15 000 M. auf 30 000 M.: 
Erhöhung der Teuerungszulage für die Lehrlräfte an 
den Privatschulen. 
Bewilligung eines Betrages von 500 M. für den 
Ausbau von Kleintierställen in Gütergotz; 
Antrag deS Rechts block auf Schaffung einer Lese 
halle in Verbindung mit der Volksbücherei. (Aha und 
Lachen bei den Demokraten und Sozialdemokraten). 
Bürgermeister W a l g e r macht dann auf die An 
frage des G.-V. Dr. Hasse in der vorigen Sitzung nähere 
Angaben über die Bewohner in den Holzhäusern. Darnach 
sind von 18 Wohnungen 4 mit Beamten bewohnt, vou 
denen einer Kanzleidiätar, der andere Eisenbahnlademeister 
und die beiden anderen Polizeiwachtmeister sind. Im 
übrigen wohnen dort Kaufleute, Techniker, ein Straßen- 
bahnfchafsner, ein Installateur, 1 Bauführer, 1 Lehrer, 
1 Versicherungsbeamter und einzelne Frauen. 
Bzgl. der K a i s c r b i l d e r im Rathause ist der Wunsch 
aus Entfcritllng des Bildes im Standesamt, das übrigens 
kein besonders künstlerisches war, erfüllt worden. (Zuruf 
Tr. Hasse: Zimmer 61). Bürgermeister Walger erklärt, 
er werde dieses Zimmer auch noch prüfen, er wisse nicht, 
daß dort noch ein solches Bild lstingc. 
Zu Unterzeichnern der Vcrhandlungslschrift werden 
die Ä.-V. Frl. Siebcrt und Irl. Schipftnann bestellt. 
Eine Anfrage über Schulsachen ist angemeldet. 
2. Wahl eines SchiedSnunrns. 
Als SchiedSmann für den Bezirk 14 Berlin-Friedenau 
wird Herr Geh. Baurat Schlemm wiedergewählt, dessen 
Wahlzeit am 29. Llpril abgelaufen war. 
!i. Vorschuß, an Beamte, Lehrer usw. 
Tie Vertretung beschließt: Den Beamten, Lehrper 
sonen und dauernd Angestellten der Gemeinde Berlin- 
Friedcnau ist auf die in Aussicht stehende Gehaltsauf 
besserung sofort ein Vorschuß zu zahlen, und zwar de» 
Verheirateten in Höhe von 1000 M., den Ledigen in 
Höhe von 750 M., außerdem für jedes Kind in Höhe 
von 75 M. 
4. Bewilligung einer ltnrzngslostcnbeihilfe. 
Beantragt wird, dem Büroassistenten Liehrc 50 v. H. 
seiner 2410 M. betragenden Umzngskvsten von Eolw in 
Württemberg nach Friedenau zu bewilligen. G.-V. L ü- 
decke (Dem.) wundert sich, daß dieser im Ausschuß ver 
tagte /Fall geht hier auftauche, Bürgermeister Walger 
erklärt aber, daß es sich hier um einen anderen Fall 
handele. Die vertagte Sache betraf den Wachtmckistt'ä 
Huselitz. G.-V. Paul Richter (Unabh.) fragt, aus 
„Ja," sagte er. „ftch habe dir manches mitzuteilen. 
Es hat sich allerlei zugeiragen in Berlin, das du wissen 
mußt." 
„Was ist es, Heinz?" fragte sie angstvoll. 2Ibcr ec 
beruhigte sie. 
„Nichts, darum du dich sonderlich ängstigen müßtest, 
mein Liebling! Es haben sich nur allerlei Leute in die 
Angelegenheit eingemischt, die es eigentlich herzlich wenig 
angeht." 
Das Pferd machte eine unruhige Bewegung, die Margot 
veranlaßte, aufzusehen. Und jetzt erst bemerkte sie, daß 
man ihr Zwiegespräch aus allen Fenstern beobachtete. 
„Ich muß dich jetzt verlassen," sagte sie. „Du wirst 
mir heute abend erzählen, was sich in Berlin zugetragen 
hat, nicht wahr? Hoffentlich bringst du mir nicht gar zu 
unangenehme Neuigkeiten. Und .zeige keine Ueberrajchung, 
was du auch immer auf dem L-chloß finden magst. Es 
wird dir alles erklärt werden. Aus Wiedersehen also!" 
„Auf Wiedersehen, mein Lieb!" 
Sie nahni dem Groom, der nicht steifer und schweig 
samer hätte sein können, wäre er ans Erz gegossen gewesen, 
die Zügel aus der Hand, und nachdem sie Heinz noch ein 
mal zugenickt hatte, ließ sie das unruhig tänzelnde Pferd 
anziehen. Rasch rollte das leichte Gefährt davon, und 
Heinz sah ihm nach, bis es seinen Blicken entschwunden 
war. Dann wandte er sich langsam dem Hause zu. 
Aber im nächsten Augenblick bemächtigte sich seiner 
eine unangenehme Empfindung. An einem der oberen 
Fenster des Gasthauses stand der Fremde, der sich „Herbert" 
genannt hatte, und seine Haltung ließ ganz darauf schließen, 
daß er schon eine gute Weile dort oben an der Brüstung 
lehnte. Hatte er ihm nicht gesagt, daß er in den nahen 
Wald hinaufgehen wollte? Und was hatte ihn im Hause 
zurückgehalten? 
Als der Mann sich von Heinz beobachtet sah, zog er 
sich mit einem leichten Neigen des KopKs in das Zimmer 
zurück. Und Hollfelden batte wenige Minuten spater ihn 
und alles andere veioeste'i. an -lchUeßl cd dkn Gedanken 
an Margot^md an seine Liebe
        
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