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Periodical volume Nr. 100, 06.05.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

zu spielen und nun sür den Sonnabend zugesagt hat, 
wird das beliebte Mitglied der Staatsoper, Louis van 
de Saude, Baß, mitwirten, und Clemens Schmalstich 
hat auch diesmal wieder die Begleitung übernommen. Die 
Namen der Künstler bürgen dafür, daß der letzte Abend 
einen würdigen Abschluß der an Erfolgen so reichen 
Spielzeit bilden wird. 
o .Das „Frühlingsfest der Demokraten", das am 
Dienstag im Casino-Saal des „Albrechtshof" in Steglitz 
stattfand, nahm bei sehr gutem Besuch einen schönen, 
fröhlichen Verlauf, ganz in dem Sinne, in welchem cs 
von der Veranstalterin,, dem rührigen Frauenbund der 
Friedenaucr Ortsgruppe, gedacht war. Zum Frühlings- 
fcst gehören auch Blumen und so grüßten die Eintre 
tenden gleich am Eingang eine größere Anzahl blühen 
der Blumentöpfe, die später verlost und von den glück 
lichen Gewinnern als sinnige demokratische Frühlings- 
spende gern mit nach Haus genommen wurden. Das Fest- 
chcn begann mit Tanz, in den eine Reihe künstlerischer 
Darbietungen eingestreut waren, die dem Fest de» Glanz 
verliehen. Frau Friede Edel eröffnete die Vorträge nur 
einem Vorspruch, den ein, Parieimitglicd verfaßt hatte, 
und in welchem, ausgehend vom ewigen Zauber des 
naturverjüngeuden Frühlings der dcur'chc und der demo 
kratische Gedanke, der Gedanke vom Wirken des Einzel 
nen für die Gesamtheit, sür das große deutsche Vater 
land und für die Weltgeltung dcut'chcr Art zum Ausdruck 
kam. In packender, wirkungsvoller Weise, die Sentenzen 
und Hauptpunkte klar abgegrenzt, hervorgehoben und sinn 
voll betont, sprach die bekannte Vortragskünstlerin mir 
ihrer klangschönen, großen Stimme den Vorspruch. Wie 
sie, so errang auch die Konzertsängerin Frau Clementinc 
Börner mit ihren entzückenden Koloraturen in „Po 
lonaise" von Thomas und „Frühlingsstimmcnwalzer" von 
Strauß starken Beifall. In anpassender kunstverständi 
ger Weise begleitete sie die Klaviervirtuosin Frl. Direktorin 
Erna S ch r e in p s, die auch mit vorzüglichen eigenen 
Darbietungen Genuß bereitete. Herr Otto E r i ch v. 
W u s s o w, der liebenswürdige Vortragskünstlcr und 
Reuterrczitator, sprach mit der bei ihm bekannieu Meister 
schaft das melodramatische Gedicht „Mozart" von Mosen» 
thal und aus „Hanne Nütc" von Fritz Reuter den „Aw- 
schied vom Pastur". Viel Freude und Entzücken bereitete 
dann die kleine 7 jährige Ballettänzerin Irmgard Zc n ne r 
den Besuchern mit ihren hübschen Fantasietänzeu nach 
klassischer und neuzeitlicher Musik. Man muß das Ge 
dächtnis dieses Kundcs ebenso sehr bewundern wie die 
Anmut, den Liebreiz und die Geschmeidigkeit des jungen 
Körpers. So hat das Frühlingsfest, dem auch Vertreter 
benachbarter Ortsgruppen beiwohnten, allen Teilnehmern 
einige schöne, frohe Stunden gebracht. 
o Schachwettlampf Wilmersdors-Ttealitz. Obwohl die 
Schachvereinigung Wilmersdorf diesmal .smwächcr vertreten 
war, wurde das Ergebnis des ersten Wettkampfes durchaus 
bestätigt. Tie Wilmcrsdorfer 1. Klasse zeigfe an den ersten 
6 Brettern mit 4>/s:1>/z wieder ihre -Ucberlcgenhcit. Au 
den ersten 12 Brettern konnte Steglitz nur 4 Gewinne 
erzielen. Mit demselben Resultat mußte sich Wilmers 
dorf an den letzten 13 Brettern zufrieden geben. Tie- 
gute Mittelklasse dürste somit im Schachvcrein Steglitz, 
zahlreicher vertreten sein. Es gewannen von Steglitz 13 
Herren: Pauli, Käding, Bergmaiui, Schulz 1, Dammcrer, 
Schlammingcr, Erkcns, Reck, Winterhoff, Brekow, Wenzel, 
Zimmermann, Schulz 2. Von Wilmersdorf siegten folgende 
10 Herren: Horn, Kleinfeld (nach 11 Zügen!!), Kanto-, 
rowicz, Gämlich, Weschke, Walter, Patzschke, Neuhaus, 
Troese, Lucht. Remis wurden die Partie» Mohr-Borchers 
und Grasmcir-Grundmaiiti. Insgesamt wurde an 25 Bret 
tern gespielt. 
Vereins-t)acbricbl6N 
)( u. 2. P D, Ortsvcrein Berlin-Friedenau. Oeffentliche 
Volksversammlung im Bürgcrsaal des Rathauses, Freilag, den 
7. Mai, abends 7>/. Uhr. Vortrag des Genossen Eichhorn, 
M. d. N. 
)( Teutschnationaler Jugendbund Nächste Versammlung des 
Lautenchors am Freitag, den 7. d. Mts., 5 Uhr, bei Hering, 
Kaiserallee 126. Um zahlreiches Erscheinen wiro gebeten, da 
wichtige Besprechungen vorliege». — Mitglieder, die sich für 
die Geschichtsgruppe intcrcssiercii, möchten ihre Adresse an Karl 
Matschke, Wilmersdorf, Paüerborncrstr. l. einreichen. 
)( Die Versammlung ehemaliger Schülerinnen des Lorenz- 
Lyzeums muß leider vom Sonnabend, den 8. Mai aus Soiiiiabei.o, 
den 12. Juni verschoben werden. 
s Tchulneunkampf. Der am vorigen Sonnabend angesetzte 
Schulneunkampf auf dem Sportplatz des B. S. E. am Kurfürsten 
damm, der wegen der durch die Maifeier verursachten schlechten 
Verkehrsverhältnisse nicht stattfinden konnte, findet nunmehr an 
diesem Sonnabend, Pen 8. Mai, nachm. 21/2 Uhr, statt. 
)( Verein der Gast- und Schankwirte für Friedcnau und 
Umgegend. Die nächste VerciiiSsitzung findet am Montag, den 
10. Mai 1920, nachm. 5, Uhr '.pünktlichst bei,» Kollegen Herrn. 
Schindler, Lichterfelde, Unter den Eichen 127, statt, gegenüber 
dem Eingang zum Botanischen Garten. Kollege Schindler wird 
sür Kaffee und Kuchen sorgen, so das, nnch die Frauen der Kollegen 
nach einem Besuch des Botanischen Gartens hier einkehren können. 
)s Deutscher Offiziersbund, Ortsgruppe Friedcnau. De 
Eommerausflug ist am Mittwoch, den 12. Mai. Abfahrt vom 
Wannseebahnhof 3,29 Uhr bis Wannsee. Mit Slerndampfer nach 
Cladow. Spaziergang nach Sakrow. Hier Kaffee und Abendessen 
im „Doktor Faust". Rückfahrt mit Dampfer nach Wannsce. An 
kunft in Friedenau 10 Uhr. Für Nachzügler Abfahrt von Friedenau 
4,29 Uhr, mit Sterndampser 1 Stunde später. 
Zuschriften 
Mr Wese Rubrik übernehmen wir keine 
Zur Höchstmietenvcrordming. 
Vor viW^ Jahren, als inan noch nicht das Lachen 
verlernt hatte, sagte 'mal ein Komiker: bitte, Immer erst 
bis 7 zählen, wenn man „aus der Wolle gehen will", 
ich versuchte dieses „Allheilmittel in allen Lebenslagen" 
jetzt anzuwenden bei dem Inkrafttreten der Höchstmielc- 
verordnung und siehe da, cs half. Diese ganze Verord 
nung ist ein totgeborenes Kind, der Vater Stegerwald 
wird keine große Freude an ihm haben, es hat ihn 
populär gemacht auf Kosten der Hausbesitzer, dieses Prügel 
knaben, dessen Geduld nun aber auch einmal reißen dürfte. 
Würde er Gleiches mit Gleichem vergekteii. legte er Knall 
und Fall die Ehrenämter nieder. Brotkarte,ivertcilung 
nffv., stellte die Zahlungen ein, denn sein Einkommen ist 
doch aus die voraussichtliche Einnahme versteuert, nun 
wird sic ihm gemindert ohne zwingenden Grund. Er 
wird zum Kontraktbruch (teilweise 'ist der Kontrakt sogar 
vom M.E.A., dem Reichsgerichcsbejugnisse zuerkannt sind, 
sanktioniert) gezwungen. Wie ungesetzlich diese Verordnung 
ist, geht aus dem' Verhalten der anständigen Mieter, 
die ja. gottlob^ in der Mehrzahl sind, hervor, sie können 
sieb nicht erklären, weshalb der Wirt, der ca. <100 (bis 
1000 Prozent mehr Unkosten hat, ihnen etwas schenken 
soll, während sich ihr Einkommen um fast das 10 fache 
erhöht hat. Z. B. hat ein Briefträger, der 150 M. Ein 
kommen hatte, i. I. 1014 30 M. Miete bezahlt und müßte 
demnach jetzt mit 075 M. Einkommen 150 M. Miete be 
zahlen! Dann das Kapitel der Aftermieter! Ter Mieter 
zahlt 85 M. Miete und bekommt für die Hälfte der 
Wohnung 200 M-, macht also ein Geschäft ans der Woh 
nung, beide Parteien Branchen das Wasser usw, dem 
Wirt werden obendrein Abzüge gemacht. Allerdings ist - 
noch ein Stand, der unserer wohllödlichen Regierung dank 
bar sein kann, das sind die Rechtsanwälte, denn über 
l Million Prozesse — das ist auch ganz schön. Aber 
schön ruhig bleiben, 1, 2, 3, 1, 5, 0, 7, so, ich bin 
'chon wieder ganz ruhig. Ich vertraue, so aliniodisch das 
auch klingen mag, immer noch auf den Gerechtigkeit;In i 
und den gesunden Menschenverstand unserer preußischen 
Richter, denen trotz Wohlsahrtsministcr, Wahlen, Furcht 
vor der Straße usw., die Heiligkeit bestehender Verträge 
in Fleisch und Blut übergegangen ist. Hochacknungsooll 
Eäeilia Wirth, Ringstraße 37. 
LaudarbetterlShve in Vorpommern. 
Uns wird geschrieben: 
Aus unserer Berliner Presse' hatte ich den Eindruck 
gewonnen, daß Pommern das Land der Reaktion und Ge 
genrevolution sei, und daß die pommerschcn Junker die 
Gegenrevolution förderten, um ivicder unbeschränkt über 
ihre Arbeiter herrschen zu können. Dementsprechend nahm 
ich nun an, daß die Lage dieser Arbeiter besonders ge 
drückt sei, und mit mir ist wohl bisher jeder Berliner 
Arbeiter derselben Ansicht gctvcsen. 
Uni so angenehmer bin ich überrascht durch die sür 
Pommer:: geltenden Tarifverträge. Vor mir liegt der am 
13. März 1920 vom Deiiivbilniachungskommissar veröffent 
lichte Tarif für d :i Regierungsbezirk Stralsund. Rach 
diesem erhält ein verheirateter Landarbeiter für das Jahr 
1020: 1. Wohnung mit Statt und mindestens einen >/, Mor 
gen großen Garten iWert 150 Mk.), 2. Knhhattung (Futter 
und Meide frei) oder täglich 4 Liter Milch iWert 450 M.), 
3. Anfzuckit eines Rindes, jeweilig ein Haupt >300 Mk.), 
4. ein Schaf mit Nachwuchs und einen Hammel (200 M.), 
5. zlvei Zuchtgänse mit Nachzucht (200 M.), 0. zwei Ferkel, 
0 Wochen alt (50 M.), 7. ein Morgen Kartofselland, ge 
düngt, gepflügt, gehänselt (100 M.), 8. 30 Zentner Bri 
ketts oder 10 000 Stück Stechtorf (200 M.) und 0 Meter 
Knüppelholz (120 M.). 0. 20 Zentner Roggen, je 25 Mk. 
(050 M.), 18 Zentner Gerste, je 25 M. (450 M.), 4 Zentner 
Hafer, je 25 M. (1 Os) M.), 1 Zcnlner Weizen (30 M.), 
1 Zentner Erbsen (45 M.). Die Gcsanlintsumme dieser 
Naturalien ist errechnet mit 3085 Mk. 
Zu diesem Deputat tritt ein Barlohn pro Stunde 
45 Pfg. in den Wintermonaten und 55 Pfg. in den 
Sommermonaten. Für sechs Monate wird außerdem eine 
tariflich festgelegte Ziisatzstunde mit sc 2 M. täglich extra 
vergütet. 
Wenn ich als Berliner Arbeiter mir diese Einnahme 
meines ländlichen.Kollegen ansehe, so fange ich unwillkür 
lich an zu rechnen, was ich für dieselben Naturalien, die 
meinem Kollegen zustehen, zahlen muß. Schon die Woh 
nung mit einem Vicrrelmorgcn Gartenland und Stallung, 
dürste selbst, wenn die Wohnung noch so bescheiden ist, in 
demselben Ausmaße in Berlin unter 800 M. nicht zu haben 
sein. Das Liter Milch in der Güte, lvic sie der Land 
arbeiter empfängt, zahlen lvir mit 3,50 M. Täglich 4 
Liter sind 13,50 M., oder im Jahre 4947,50 M. Auf 
zucht eines Rindes bedeutet alle drei Jahre eine Kuh, 
die heute nicht unter 3000 M. zu haben ist, also jähr 
lich 1000 M. Ein Mutterschaft mit Nachzucht und einem 
Hammel ergibt einen Wollertrag von rund 15 Psd., das 
je 30 M. — 450 .M, Dabei ist der Fleischertrag nicht ge 
rechnet. Zwei Zuchtgänse mit Nachzucht ergibt jährlich 10 
bis 20 Junggänse, die als Schlachtgänse im vergangenen 
Herbst rund 3400—4000 M. erbrachten. Zwei Ferkel.sind 
aus dem Markt unter 150 M. nicht zu haben. Ein Morgen 
Kartofselland mit einem Ertrag von 00 Ztr. gering ge» 
rechnet sind im Tarif mit 100 M. eingesetzt. In Berlin 
ist der Zentner nicht unter 30 M. zu haben, sind 1800 M. 
Sechszehntauscnd Torf entsprechen einem Gewicht von 100 
Zentnern. Der Zentner kostet in Berlin 10 M. ~ 1000 M. 
Das Meter Holz ist in Berlin nicht unter 50 M. zu haben, 
6 Meter sind also 300 M. Der Zentner Roggen ist für 
1920 bereits auf 50 M. festgesetzt. 20 Ztr. sind also 
1300 M. Gerste hat denselben Preis, sind 900 M-, Hafer 
kostet dasselbe sind 4 Ztr. 200 M-, Weizen 50 M., Erbsen 
kosten nick't 45, sondern 400 M. Es müßte also der Ber 
liner Arbeiter sür dieselbe Lebcnsmittelmengc die be.chei- 
denc von 17 297,50 M. ausbringen. Hierzu treten dann 
noch 1665 M. Barlohn. Der Gesamtlohn würde 'ich dcm- 
nack' ans 18 902,50 M. belaufen, wogegen ihm bei der 
Steuerbehörde nur 4750 M. zu Duckie stehen. Er steht al,o 
bezüglich seiner Steuer um rund 12 .»00 M. unter der 
wirklichen Einnahme nud spar: damit jährlich eine Steuer- 
summe von 1250 M. Da er sein Getreide an sein Vieh 
verfüttert und dieses verkauft, jo vermehrt er seine Einnah 
men durch Verkauf von Eiern und Schweinen noch er 
heblich. Wenn ich also das Ganze überiehe. dann muß ich 
gestehen, daß der Berliner Arbeiter nichts mir M'.ckc.d 
auf seine Kollegen zu blicken braucht. Was roll man aocr 
dazu sagen, daß der Herr Landwirt,chalksnriuister ver 
langt, daß diese Lohne der Landarbeirer durch einen 
Zwangstarif noch höher gesetzt werden. Das ijt ge:v:j; 
sehr arbeiterfrcundlich, nur befürchte ich. daß dem ncher 
eine weitere Preiserhöhung der Levensmiltel folgen würd, 
die wir, die wir heute schon viel niedriger entlohnt 'wer 
den, aus unserer Tasche zahlen müssen. 
Kollegen, die sich von der Sache näher überreüoen 
wollen, stelle ich anheim, sich vom Regieruugspräsidium 
Stralsund einen gedruckten Tarif von, 13. März 1920 
senden zu lassen. Knolt, 
Ein Steglitzer Arbeiter. 
Geschäftliches 
fl Im schönsten Frühlingsschmuck prangt jetzt der Garte» 
des GrcnzschlößchcnS von Wilhelm, Grube mrubes Tpor!- 
ptatz) a» der Krcnznacher uns Laubacher Straße. Besonders 
die Flicderblüce wird jcscii, der Sen Garten jcnl aussucht, in 
Entzücken versetzen. In lauschigen Laubennischen lann mau 
dort an schönen Tagen die inue Abendluft genießen oder auch 
nachmittags beim Kaffee ein angenehmes Plauderstündchen ver 
bringen. Für eine gute Bewirtung sorgen der Besitzer und seine 
liebenswürdige Gattin. Kaffee wird in Kannen und Kännchen 
gereicht. Daß cs bei Grube eine ff. Weiße gib:, weiß jeder,, 
der seine 30 jährige Tätigkeit am Orte als Gastwirt leimt. 
Kegler siiidcn zwei schöne Sommeriegelöahncn vor und auch 
für Freunde des Billardspiels ist gesorgt. Es kann der.Bestich 
des Grube scheu Grcnzschiößchens daher allen empfohlen wcroc». 
V-rantw Schriftleiter: Hermann Martinius in Berlin-Friedenau. 
ve, Äerrreosswrung, Srreik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch 
ms Lieferung oder Nachlieferung des Lolal-Anzrigcrs ober «uj 
Rückzahlung des Bezugspreises. 
Amtliches 
Berallulnmchüug. 
Nach tz 24 des Gesetzes über ecne Kricgsabgaüe vom Ver« 
mögcnszuwachsc vom 10. September 1919 iverden bei Voraus 
zahlung der Llbgabc in barem Kleide sechs voin Hundert Zwischen 
zinsen abgezogen. Tie Vorauszahlung ist auch vor Zustellung 
des Steuerbescheides zulässig, jedoch können alcoaini die Zwischen- 
zinsen nicht sofort berechnet und abgezogen werden. Der Steucr- 
pflichtigc erhält in solchem Falle von der Steucrkasse noch eine 
besondere Bescheinigung darüber, daß die Zweschenzinsen nach 
Zustellung des Steuerbescheides gegän Rückgabe der Bcsckpinigung 
abgerechnet iverden. 
Berliii-Stegliy, den 4. Mai 1920. 
Fiaanzamt. 
Sein, Rcgiernngsrat. 
Besann tu, achung 
Tie Wählerlisten der Gemeinde Bcrlin-Fri.Oeiiau zur st!eichs- 
tagsivahl liegen 8'Tage lang vom 9.—16. Mai 1920 im Rat- 
haufe, 2 Treppen, rin Vorrauin zum Bürgerfestsaai werktags 
während der Dicnststuubcn von 8 ll h r vormittags bis 
P! ll h r n a ch in i r t a g s, a m Sonntag, d e i, 9., a m H i m - 
m etführlStag den 13. und a m S v n :> tag, de n 16. 
16. M a i d. I s. zwischen 9 und 12 Uhr vörniittags zu 
jedermanns Einsicht öffentlich aus. Einsprüche gegen die Unrich 
tigkeit oder Unvoilständigkcit der Listen können während der 
genannten Zeit bei dem Leiter des Wahlbüros, Herrn Oberjekretär 
Klan er t, im Rathauje, Ziniiner 10, schriftlich oder zu Pro 
tokoll angebracht werden. Die Beweismittel sür die Begründung 
der Einsprüche sind hierbei vorzulegen. Um die Wählerlisten 
nach jeder Richtung hin genau und vollständig g>, gestalten, mrd 
sonnt den Wähler» und den Wählerinnen ras 'Wahlrecht in mög 
lichst vollloininencr Weise zn sichern, wird jeder in den 
Listen e i ii g e t r a g en e W ä i>! er n n o j c d e W ä l> l e r i » 
Knittels ?! ii s w e i S I ar t e b e i, a ck> r i ch t i g t werd e n, 
daß 'seine beziv. ihre Eintragung in die 'Wählerliste erfolgt ist. 
D e r j o ii i g e, der bis z i, m I <>. Ni a i d. Js. e i n c d e r - 
artige Karte n i ch t e r hallen b a t, »in,; annehinen, daß 
er in den Wählerlisten nicht verzeichnet ist. In dem letzteren 
Falle empfiehlt es sich, sofort die Wählerliste einzusehen "und 
gegebcucnfa.ls deren Berichtigung zu beantragen. Es wird drin 
gend cmpiolilen, die übersandte Karte aufzubewahren in; > bei 
der Wahl vorzulegen, andcrnsalls sür anderweitige ansreichewda 
A'.islveispavicre gesorgt iverden muß. Berlin-Friedenau, den 
0. "Mai 1920. Der Gemeindevorstaiid. Walger, Bürgermeister« 
Am DienStag verschied 
nach schwerem Leiden 
meine innigstgeliebte 
Gattin und meine liebe 
gute Mutter, Frau 
AWk Sunt 
! im 41. Lebensjahre. 
Im Namen 
der trauernde» 
Hinterbliebenen 
Neon guvt 
Srwi« Sunt Sohn. 
Bln.-Friedenau, 6. 5.20. 
Ringstr. 41. 
C 
llmerrlA 
3 
Fräulein 
besseres, z. Beaussichtiguitg 
von Schularb. für nachm 
\oj- />\. Ss's'i!sckl^62.1, l. 
StenosFspii.-Vgnlii Sfofzs-Schpep 
zu Borlin-Frledonsu. 
Uebungsstunden: Dienstag u. Frtltag v. 8—IÖ Uhr 
in der II. Gemeinde-Mädchenschule, Goßlerstr.15 
Anfänger - Unterricht, Fortbildungs- 
Kursus. Diktat-Schreiben. 
Auskunft erteilt der Vorsitzende 
Oberzollsskr. H* Begkireh 
Lef&vrestr&Oe 10, I. 
[ stmtmtliute j 
Sunoer Suntbeomlec 
sucht ab 4 Uhr Nebenbeschäft. 
Ang. u. 1356 a. d. Fr. L.-A. 
Junger Mann 
sucht Beschäftig, abends v. 
8—10 Uhr. Angeb. u. 1371 
an den-Fried. Lok.-Anz. 
4. & . . 
Friseuse 
sucht einige Monatslunden. 
Frisiere u. maniküre in u. 
außer d. Hause. Pöthe, 
Kaiserallee 96. 
Sanges Mädchen 
sucht sür. Nack)mittagsstund. 
Stellung zu Kindern oder 
ähnl. Zu erfrag, b. Eunow, 
Atbestraße 15. 
Ötto jYtattheus 
Emma jYlattheus 
Zed. Blassner 
Vermählle 
Steglitz im Mai 3920. 
BfC 
oder 
bei hohem Loh» sofort derlalUi 
.Friedeaouer Lok.-Anzeigt 
Rhriustr. 18. 
Sauberes Mädchen 
sucht für Bor« und Nachm. 
Aufwartung. Feurigstr. 10 
(b, Wegncr), v., IV. 
Aufwartnna 
od. andere Beschäftig, tags, 
über sucht Kluge, Lesevrr- 
straße 9. 
tüchtige, dauernd für einige 
Fruhstuudeu 
cvenlb länge: für Haarstznd 
gesucht. 
mmw, eiiureeiticrfo 15, u
        
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