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Periodical volume Nr. 17, 20.01.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

Darstellung der politischen Ereignisse in den Jahren 1887 
und 1898—1901 vor dem Hörer gleichsam den Schlüssel 
entstehen, mit dem er am 2. Abend das Verständnis für 
die Entwicklung der deutschen Politik vor dem Krieg und 
sür die Entstehung des Weltkrieges öffnen wird. Man 
darf mit Spannung und großen Erwartungen den beiden 
folgenden Vorträgen am Mittwoch, den 21. und Freitag, 
den 23. 1. im großen Saal des Gemeindehauses entgegen- 
sehen. 
o Die Barbier-, Friseur- und Perückcmnachcr-Zwangs- 
innung Berlin-Steglitz und Umgebung, wozu auch Frie 
denau gehört, hielt im Schloßpark eine stark besuchte 
Quartalsversammlung ab. Nach kurzer Begrüßung und 
Erstattung des Jahresberichts durch Obermeister Witcte er 
folgte die Verlesung eingegangener Schriftstücke, wobei öS 
zu einer lebhaften nnd erregten Besprechung über das 
Lehrlingswesen und seine Zukunst kam. Besonders die 
Jugendorganisation der sozialdemokratischen Partei sei eS, 
die arge Verwirrung in die Reihen des Handwerks gest 
bracht habe. Die Bestrebungen gingen dahin, deni Hand 
werk das Lehrlingswescn aus den Händen zu reißen. Es 
sei daher Pflicht des Handwerks, das Heft nicht aus der 
Hand zu geben. Schärfster Einspruch müsse gegen diese 
Einmischung erhoben werden. Eine längere Aussprache 
rief sodann die Frage des Montags-Geschüftsschlnsscs her 
vor. Dazu wurde der folgende durch Knilth (Steglitz) 
eingebrachte und von der Innung Steglitz begründete An 
trag eingebracht und einstimmig angenommen. Die 
Zwangsinnung beschließt einen Antrag an den Jnteressen- 
verband, wonach dieser beauftragt wird, eine baldigst ein 
zuberufende Delegiertenvcrsammlung sämtlicher Fachgc- 
werkschaften der Arbeirgebcrorganisalionen herbeizuführen 
mit der Tagesordnung: Schluß sämtlicher Geschäfte an den 
Montagnachmittagen ab 1 Uhr. Weiter stand ein Antrag 
Lichterselde, die Preiserhöhung betreffend, auf der Tages 
ordnung, »vorüber iich ebenfalls eine ausgedehnte Aus 
sprache entspann. ES ergab sich ein starkes Für und 
Wider; besonders die kleinen Meister wandten sich gegen 
eine Erhöhung, da sie die Befürchtung hegen, ihre Kund 
schaft zu verlieren. Andererseits wurde schließlich beschlos 
sen, um dem Wunsche des Jntcrcsscnverbandes Groß-Ber 
lin nachzukommen, den Mindestpreis für Rasieren auf 
60 Pfg. und für Haarschneidcn auf 1,50 M. festzusetzen. 
Alle anderen Verrichtungen sollen einen Ausschlag von 
25 Prozent erfahren. Für Dämcnfrisieren beträgt der 
neue Preis 2,50 M., für Kopfwäschen 4,50 M., für die 
Bedienung außerhalb des Hauses 25 M. und im Hause 
20 M. monatlich. Damit passen sich die Preise den 
höheren Löhnen für die Gehilfen an. Die Gründung 
einer Einkaufsgenossenschaft wurde fallen gelassen, da 
gegen beschlossen, sich der Einkaufsgenossenschaft der Pro 
vinz Brandenburg anzuschließen. Bei'-deei daraus vorge 
nommenen VorstandSncuwahlen wurden die Kollegen Ri- 
gclke und Nickel lvicder und Kollege Schmidt zugewählt. 
Zum Mitglied des Jnteressxnverbandcs wurden Kolk. Knuth 
und Qerhammel ernannt- 
o Tie „Schöncbcrger Liedertafel", gegr. 1880, hielt 
am 13. d. Mts. im Lokal „Rembrandr" ihre 39. ordent 
liche Jahresversammlung ad. Den Jahresbericht erstattete 
der 1. Vorsitzende, Herr Rektor Bernd t. Er tonnte 
seiner Freude Ausdruck geben, daß der Verein trotz der 
Kriegsjahre, in denen infolge Einberufung zum Heeres 
dienst die Teilnahme an den Gesangsübungen immer ge 
ringer wurde, so daß diese schließlich gänzlich eingestellt 
werden mußten, doch lebensfähig geblieben war. Mit 81 
Mitgliedern, darunter 39 singenden, trat die „Liedertafel" 
in das abgelaufene Vereinsjahr ein, mit genau 100 Mit 
gliedern, darunter 48 singenden, schloß das Vercinsjahr 
ab, sodaß der erfreuliche Zuwachs von 19 Mitgliedern 
festzustellen ist. Natürlich waren auch im abgelaufenen 
Geschäftsjahre die Nachwehen des Krieges noch recht fühl 
bar. Der Verein hofft aber, sie nunmehr überwunden 
zu haben und gehr daher mit den besten Hoffnungen 
in das neue Vereinsjahr hinein, neuer Arbeit entgegen. 
Sie wird angesichts seines Jubiläums am 9. November 
d. Js., an welchem Tage die Schöncbcrger Liedertafel 
40 Jahre bestehen wird, eine recht umfangreiche sein, 
doch geben die anwesenden Mitglieder einmütig zu er 
kennen, daß sie sich ihrer Sängerpflichtcli voll bewußt 
sind. So dürste die bevorstehende reiche 'Arbeit auch die 
zu erhoffende Frucht bringen. Geplant ist ein am Diens 
tag, dem 9. Nov. besonders zu veranstaltendes JubiläninS- 
konzert unter der Leitung unseres Chormeisters, Herrn 
Max Werner, und das am 13. November stattfindende 
in größerem Rahmen gedachte eigentliche Stiftungsfest. 
Sangeskundige Herren als singende, aber auch Freunde 
des Männergesangcs als fördernde Mitglieder finde'» jeder 
zeit Aufnahme in den Verein. Da die Uebungen zum 
Konzert bereits am nächsten Dienstag beginnen, sind 
etwaige Meldungen singender Mitglieder baldigst erwünscht. 
Anmeldungen nimmt entgegen der 1. Vorsitzende des Ver 
eins, Herr Rektor Bcrndt, Sponholzftr. 1 oder der Chor 
meister Herr Max Werner, Wielandstr. 38. Die Gesangs- 
Übungen finden regelmäßig jeden Dienstag Abend von 
8—91/2 Uhr im GcsavgSsaal der Hohenzollcrnschule, Bel- 
zigerstraßc statt. 
0 Falsche Gerüchte verbreiteten, daß Fräulein Elsa 
Madorah den von ihr im Dezember angesetzten Unter 
haltungsnachmittag unter Mitwirkung von 20 Kindern 
„Ein Besuch im Zaubcrwald" mit Tanzaufführungcn nnd 
anderen Vorträgen ganz aufgegeben hätte. Es freut uns 
zu hören, daß der wegen des GastwirtestrcikS verlegte 
Nachmittag mit noch erweitertem Programm am 22. Ja 
nuar um i/ 2 4 Uhr im Steglitzer Schloßpark stattfinden 
wird. Es ist zu hoffen, daß. recht zahlreicher Besuch die 
rührige und unermüdliche Künstlerin Fräulein Elsa Ma 
dorah sür ihre große Mühewaltung belohnt wird. Vor-- 
verkauf im Schreibwarengeschäft. Hossakowski, Schwärzen« 
dorferstraße, nnd in der Musikakienhandluug Schwach, 
Rheinftraßc. Der Eintrittspreis (von 46 Pfg. bis 1,50 M-) 
ermöglicht selbst zahlreichen Familien den Besuch. (Siehe 
Anzeige). 
0 Schweres Eisenbahnunglück bei Schneidrmühl. Um 
2 Uhr nachts entgleiste rin Eilgüterzug kurz vor Schneide 
mühl. Hierdurch wurde auch das Gleis Schncidcmühl— 
Berlin gesperrt. Fast im selben Augenblick passierte der 
Vorzug 'des» D-Zuges 4, der nicht mehr gewarnt werden 
konnte, die Unsallstelle und raste in den entgleisten Güter 
zug hinein, so daß mehrere Wagen zertrümniert wurden. 
Von den Reisenden des D-Zuges sind 18 getötet, 2tstver- 
ketzt, darunter 8 schwer. Die Namen der Toten und Ver 
letzten werden sofort nach ihrer Feststellung bekannt ge 
geben werden. 
0 Warnung an die Hausfrauen! Gestern erschien bei 
einer hiesigen-Familie ein Mann mit der Angabe, er 
komme von der Firma Singer u. Co., um die Nähmaschine 
nachzusehen. Die bctr. Fran erklärte ihm aber, daß sie 
keine Reparatur an der Nähmaschine habe. Darauf ging 
er wieder fort. Später fragte der Ehemann bei der 
Firma Singer an, die ihm antwortete, daß sie keine Me 
chaniker ohne ausdrückliches Verlangen zuschicke. Wahr 
scheinlich handelt es sich also um einen Gauner, der ent 
weder beim Nachsehen der Maschinen wertvolle Maschinen 
teile stehlen oder sonst Gelegenheiten zum Diebstahl aus 
kundschaften will. Unsere Hausfrauen seien gewarnt! 
Verems-Nackricbten 
X Deutfchmrtionale Volkspartei,OrtsgruppcVerlimFriedenau. 
Tonnerstag, den 22. Januar, 3 Uhr Abends pünktlich. Streitabcnd, 
„Haben wir ein Parteiprogramm?" im Gasthof znm Hohenzollern 
Handjerystr. nahe der Mrchstt. Gäste, die ans den Boden der 
Partei stehen, sind herzlich willkommen. 
)(Deutsche Volkspartei, JugendgruppeMn.-Friedenau: Nächste 
Mitqliedcrversamlung am Donnerstag, d. 22. Jan., abendS 8 Uhr 
im Königin-Luise-Lyz. Borttag des Generalsekretärs der T. B. P. 
Herrn Brüser über „Tie Jugendgruppe der D. B. P., ihre Aufgabe 
und Arbeit". Alle Parteimitglieder sind eingeladen, non ihnen 
eingeführte Gäste willkoinmcn! 
)s Fricdcnancr Männer-Gesaug-Vcrein 18-7.-». Tie Hauptoer 
sammlung ist am Tonnerstag, pünktlich 8 Uhr, im „Hohenzollern". 
Tie Mitglieder (auch die nicht singenden) werden mit Rücksicht 
auf die reichhaltige Tagesordnung und die auf 1 l Ubr verkürzte 
Polizeistunde um pünktliches Erscheinen ersucht. 
X Haus- und Gnindbefitzerverciii. Die Hauptversammlung 
findet am Freitag, den 28. Januar, pünktlich 8 Uhr im „Hohen- 
zollern" statt. II. a.: Vorstandsmahl, Antrag aus Zusammenschluß 
sämtlicher Groß-Bcrliner Hausbesitzer in einen Bund, Antrag auf 
Anschluß des Vereins an die Wirtschaftsgcnosscnschast westlicher 
Gemeinden; Erhöhung der Beiträge. 
X Die vereinigten JrauenvereiNe von Friedcuau (Cvangcl. 
Frauenhilfe, cvangl. Jungsrauenvcrein, HauSfrauenvcrein, Baterl. 
Frauenverein und Kathol. Frauenbund) laden alle Eltern, die an 
der Gestaltung deS Schulunterrichts ihrer Kinder ein warmes In 
teresse nehmen, auf Freitag, den 23. Januar, abends 8 Uhr zu 
einem Vortragsabend in der Aula der Königin-Luifen-Tchule ein. 
Frau Aba. Lotte Garnich spricht über: Die Wahlen zu den Eltcrn- 
bciräten. 
X 7. Pfads:udcraüteilung: Sonnabend, Sonntag, den 24. 
25. Januar, TagcSfahrt nach Cpercnbcrg. Anmeldungen bis 
Donnerstag Abend auf Zettel an Herrn Feldm. Fchlaucr. Näheres 
folgt. Kosten ca. 5 Mk. einschließlich Fahrt, Nachtquartier, Morgen 
kaffee und Mittagessen. 
)( „Hcrmaunebuud." DaS zum 25. Januar im Homuth-Real» 
gpmnafium angesagte Fest muß leider auf den 8. Februar verlegt 
werden. Zur Ausführung gelangen: „Ter große König" von 
Joseph v. Hauff und „Dichtcrstcrbcn" von Heinz Parmcr. Näheres 
wird noch bekannt gegeben! 
)( Friedenauer Parochialverckn. Tic Hauptversammlung, 
verbunden mit einem UnterhaltungSabcnd ist am Freitag, dem 
39. Januar, abends 3 Uhr im GcmcindehauSsaal. Lichtbildcr- 
vortrag des Tipl.-Jng. Franz Stets: Die Insel Bornholm. 
)( Verein für Nationalstenographie Berliner Westen. Jeden 
Donnerstag 8 Uhr, Uebungsstunde iin Restaurant „Kaisereiche", 
Zcböneberg 
—v Tie Note Kreuz-Medaille 3. Klasse ist de:n Real- 
schullehrcr Schmidt von der Fichte-Realschule t» Aner 
kennung seiner Tätigkeit auf dem Gebiete der KricgSwobl- 
fahrtSpflege verliehen worden. — Ferner erhielt die gleiche 
Auszeichnung die Konzertsängerin Frau Hildegard Krüger- 
Hummel. 
Lsrlm uncl Vororte 
$0 25 Millionen für die Lebensmittelversorgung des 
Kreises Aiedcrbarnim. Der Ntzcderbarnimer KrcisauSschuß 
beantragt beim Kreistage die Bewilligung eines Kredits 
in der Höhe von 25 Millionen M. zur Lebensmittelver 
sorgung der Kreisbewohner. Die Niederbarnimer KriegS- 
wirtschaftSgcsellschaft ist gezwungen, zur Sicherstellung der 
Versorgung der Kreisbewohner größere Vorräte an Mehl, 
Fleisch, Schmälz, Kartoffeln und sonstigen Nährmitteln 
zu erwerben, die teilweise früher bezahlt werden müssen, 
als die Abgabe an die Ortschaften des Kreises erfolg!». 
Ao „WeliairsanF und Wettende" lautet das Thema des 
mir Lichtbildern ausgestatteten Vortrages, den Herr Ro 
bert Hcnseling am Mittwoch, den 2t. Januar, abends, 
71/2 Uhr im großen Hörsaal der Treptow-Sternwarte hält. 
Mit dem großen Fernrohr wird abends der Planet Ju 
piter mit seinen 4 großen Monden und initeressanlftn! 
Aguatorialstreifen beobachtet. .Kleinere Fernrohre stehen 
zur Beobachtung beliebiger Objekte kostenlos zur Ver 
fügung. 
Verantw. Schriftleiter: Herm. Martinius in Friedenau. 
B «tavittm a ch miß. 
Vom LcbcnslNittelverband Groß-Berlin ist uns ein 
kleiner Posten Teewurst und Polnische Wurst zur Der- 
teilung an werdende Mütter vom 5. Monat ab und an 
stillende Mütter überwiesen worden. Glcichzettig kommt 
ein kleiner Posten beschlagnahmter Wurst zur Verteilung. 
Die Ausgabe erfolgt gegen Bezugsscheine, die am Ton- 
-nerstag, d. 22. an die Berechtigten mit Anfangsbuch 
staben A—K und Freitag, den 23. Januar 1920 an die 
Buchstaben L—Z von 9—1 Uhr im Rathause, Zimmer 
106, ausgegeben werden. Vorzulegen ist die Bertin-Friest 
denauer Ausweiskarte — abgestempelt wird Nr. 119 — 
und der von der Krankencrnährußgsstetlc ausgestellte Be- 
rechttgungsschein. Gegen Abgabe der Bezugsscheine - kann 
die Wurst am Donnerstag, den 22. und Freitag,» den 
23. Januar 1920 von 3—6 Uhr nachmittags in der 
Fleischerei August Grothe, Goßterstr. 22, in Empfang ge 
nommen werden. Jeder Bezugsberechtigte erhält 250 Gr. 
zum Preise von 250 M. Berlin-Friedenau, den 19. Ja-- 
nuar 1920. Der Gcmeindevorstand. I. B.: Friedel. 
Belkamttrnachmrg 
In der Woche vom 19.—25. Januar gibt cs auf den 
Wschnitt 4 a der Kartoffelkarte 1 Pfd. Kartoffeln. Au 
Stelle sehlendcr Kartoffeln werden verabfolgt: a) 4 Pfd. 
Kohlrüben auf die Abschnitte b—c der Kartoffelkarte; b) 
400 Gramm Hülsensrüchte auf die Abschnitte f—g der 
der Kartosfelkarte. Die Kohlrüben können in den Ge 
schäften entnommen werden, in denen die Käufer in die 
Kartoffelkundenliste eingetragen worden sind nnd auch in 
den Bcrkaufsstellen der Gemeinde, Niedstr. u. Nheingaustt. 
Die Nährmittel werden von Mittwoch, den 31. Januar 
ab an die Haushalte mit nachstehenden Nummern der 
Bertin-Fricdenauer Ausweistarle in folgenden Geschäften 
ausgegeben: Nr. 1—1000 bei Grünlhal, Rheinsrr. 9; 1001 
bis 2000 bei Schvniiig, Lauterste. 16; 2001—3000 bei 
Mittag, Ringstt. 20; 3001—4000 bei Ziemte, Rheinstr. 49; 
4001—5000 bei Mikolowski, Handjerystr. 71; 5001—6000 
bei Habermann, Albestr. 20; 6001—7000 bei List, Isolde- 
straße 1; 7001—8000 bei Fehr, Kaiscrallce 61; 8001 
bis 9000 bei Mosig, Taunusstr. 5; 9001—10.000 bei 
Ortmann. Stubenrauchstr. 60; 10 001—11000 bei Gaege, 
Friedricki-Wrlhelm-Platz 1; 110001—12000 bei Winkel 
mann, Kaiserallee 77; 12 001—13 000 bei Treuholz,Born- 
straße 27; 13 001—14 000 bei Kern, Südwesttorso 14; 
14 001—Schluß bei Kühnast, Hcrtelstr. 10. Berlin-Frie 
denau, den 19. - Januar 1920. Der Gcmeindevorstand. 
I. V-: Friedet. 
Bekanntmachung. 
Mohrrüben nnd rote Beete gelangen auf den Grund 
stücken der Gemeinde: Niedstr. 8 nnd Rheingaustr., neben 
dem Elektrizitätswerk, täglich in der Zeit von 8—3 Uhr 
zum Verkauf. Der Preis betrag! je 20 Pfg. für das Pfund. 
In diesen Verkaufsstellen können in den nächsten Tagen 
auch gelbe Kohlrüben entnommen werden. Der Preis ist 
ebenfalls 20 Pfg. Berlin-Friedenau, den 20. Januar 1920. 
Der Gcmeindevorstand. I. V.: Friedet. 
Kuchenverordnung. 
Auf Grund der §8 58 ff. der Rcichsgeircidcordnung 
sür die Ernte 1919 vom 18. Juni 1919 (Rcichsgesehblatt 
Seite 535) lvird sür den Bezirk der Gemeinde Berlin- 
Friedenau angeordnet: 8 1- In Verrieben, in denen Brot 
gewerblich hergestellt oder feilgehalten wird, darf Kuchen 
oder Torte weder hergestellt noch feilgehalten irerden. So 
weit diesen Betrieben vor dem 1. Februar 1917 eine Aus 
schankerlaubnis gemäß Z 33 der Reichsgewcrbeordnnng er 
teilt ist, dürfen sie zum Verzehr in den Räumen desi 
Schankbctricbs fluchen oder Torte herstellen nnd abgeben. 
§ 2. Kuchen oder Torte dürfen an Roggen- nnd Weizen 
mehl insgesamt nicht mehr als 10. v. H. des Gewichts 
der fertigen Ware enthalten. 8 3. Nichthersteller von 
Kuchen dürfen Kuchen zum Weiterverkauf von nur einem 
Hersteller beziehen. Sie dürfen Küche,1 nur dann ab 
geben, wenn sich in ihren Geschäftsräumen an deutlich 
sichtbarer Stelle ein vom Gcmeindcvorftand Berlin-Fric> 
denau abgestempelter Aushang befindet, in welchem der 
Lieferant des Kuchens mit Namen und Adresse angegeben 
ist. § 4. Zuwiderhandlungen werden auf Grund der g§ 
80, 81 der Reichs-Getrcidcordnnng sür die Ernte 1919 
vom 18. Juni 1919 bestraft. Auch kann gemäß § 71 
daselbst die Schließung des Betriebes erfolgen. § £ Die 
Knchenverordnung vom 9. Februar 1917, die Verordnung 
über Kuchen vom 17. Februar 1917 und die Verordnung 
über Kuchenverkauf und Kuchenpreise vom 11. Juni 1919 
werden aufgehoben. § 6. Diese Verordnung tritt mit denl 
19. Januar 1920 in Kraft. Berlin-Fricdenan, den \$. 
Januar 1920. Der Gcmeindevorstand. I. V.: Friedel. » 
Bekanntmachung 
[ Kurs u s für Kriegsbeschädigte für M ä n n e r- 
nnd Da in en kteid u n g. 
An der Höheren Textil-Fachschute Berlin O.27. Mar 
kusstraße 49, ist Gelegenheit zur Ausbildung alZ Zu 
schneider sür Männerkleidung in einem Kursus für Kriegs 
beschädigte gegeben. Der Kursus würde ungefähr 3-44 Mo 
nate dauern. Damit den Teilnehmern Zeit zu ander 
weitiger Betätigung bleibt, ist die Unterrichtszeit ans 
Dienstag. Donnerstag nnd Freitag von 5—8 Uhr nach 
mittags festgesetzt. Der Kursus- zur Ausbildung als Zu 
schneider für Damentteidung dauert 6 Monate im Tages- 
unterricht, wöchentlich 44 Stunden. Brandenburger kön 
nen mit Genehmigung der Deputation für die'Fach- und 
Fortbildungsschulen kostenlos zugelassen .lverden. Berlin- 
Friedenau. den 44. Januar 1920. Der Gxmeindevor- 
stand. Fürsorgestelle für Kriegsbeschädigte nnd Kriegs- 
Hinterbliebene. Ebers. Ebers, Vorsitzender. 
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MIMIIIIIIUUIIIll»IIIIII»IIIIlIIIIIM»IIllI!II!I!IlIIiIIlIII,I,lI,II!,»I!ll!IIlIIl!l!!III!tL 
I Ballet Schule I 
8 Siuslndlerung »on Snwpe»-».SluzelMnze» tz 
| Al» Msdsrsh-Hah» 
ü Sinnt>{banßC!t Donnerstag. Schloß- g 
= pari -tu der Kasse. mcä?r,fng« 12—2 ^ 
P Friedenau, Bnchestr. ,, pt. 
ü Vorverkauf jiir lüttsten Nachmittag bei klossalowsky, i 
g Schmar:endvrstrstt. tiNdAki4:'a"endonds»ngSchwartz, Z 
j| Rheinstt alle, siehe , rich Orttttachrichten. 
-iIMI»IUIIlIIII»l!lI!IIlI!IlII»II!IIIIIM»llIIIIllIlIlIl!HIIlIIIIHII»II!i:!I»!l!I»»Il!I^ 
Skat. Whist, PMr,"Echach 
Unterricht tn allen allen und modernen Spielen. Anarb. 
u Ta. M. 988 an Rudolf Mosse, Berlin W. E0, Tauentzien» 
Pratze 2. 
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link«. Del.: Stegs. 880. 51»NUIIM»II»lUNMNMIV«WWN>WIMUIMNIMMl«M«MMlMlUIIIMiM 
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Agenten u. Händler verbeten. Schritt!. Angeb. m. 
Beschreibe, v. Grütze u. Farbe tu Angabe des Lutzerft. 
Preise« erb. n. Billa, Vln.-Steglttz, Elisenstr. Ll.
        
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