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Periodical volume Nr. 85, 18.04.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

Reichs fiitanzreform und den neuen direkten und indirek 
ten Steuern, zu denen noch eine Aufwandssteuer tritt. 
Die direkten Stenern sind die Kricsisabgabe vom Vcr- 
mögenszuwachs, das Notopfer, die Erbschaftssteuer und 
das Rückgrat Der ganzen Steuergesetzgebung, die Rcichs- 
cinkommensteucr. Indirekte Steuern sind die.Verkehrst-, 
die Verbrauchs- und die Aufwandssteuer. Gegen die Reichsl- 
abgabeordnung gibt cs ein Anfcchtungs- u. ern Berufungs- 
Verfahren. Ten Ländern und Gemeinden ist nur eine 
Grund- und Gewerbesteuer überlassen worden und von 
dieser Steuer werden die Gemeinden aüch ausgiebig Ge 
brauch machen!, um die Summen auszubringen, die un 
sere neuzeitliche Städtewirlschaft braucht. In eingehender 
Weise besprach der Redner dann die Steuern, die das Ge- 
werbe am schwersten treffen, insbesondere Kriegs ab gaben, 
Notopfer und Einkommensteuer. Neu sei die Einziehung 
von 10 v. H. vom Lohn der Arbeiter und Angestellten 
als Steuer in Form einer Steuerkarte, in die der Ar 
beitgeber Marken kleben müsse. Ebenso habe der Schuldner 
10 v. H. als Steuer lies Gläubigers abzuziehen. Er er 
wähnte ferner, daß die Steuerbehörde jetzt überall Ein 
blick habe, bei Banken, Sparkassen, in Versicherungsver 
träge usw. Damit Ivcrde auch die Landwirtschaft jetzt 
von der Steuerbehörde schärfer erfaßt. Des längeren ver 
weilte der Redner bei der Umsatzsteuer, die eine Lalvinen- 
steucr sei, und bei der Luxussteuer. Die Luxussteuer werde 
keine lange Lebensdauer haben. Die ganze Anlage der 
Steuerreform sei aber eine Bürgschaft für die Aufrecht 
erhaltung der Privatwirtschaft. Nachdem er dann noch 
betont hatte, das; der jetzigen Lotterwirtschafr in Staat 
und Gemeinde Einhalt getan werden müsse, schloß er seine 
belehrenden Ausführungen, die mit lautem Beifall auf 
genommen wurden. In der Aussprache ersah Herr Franz 
Schmidt eine Abänderung der Lotterwirtschaft nur in 
der Wahl einer rechtsstehenden Regierung. Ter Vortra 
gende beantwortete noch einige kurze Anfragen. Es folgte 
nun der Vortrag des Herrn Patzke, über den schon oben 
berichtet ist. Daraus wurde zum 3. Vorsitzenden Herr 
Schlosscrmcistcr Eggert gewählt. Auf eine Anfrage des 
Herrn Klemme sprach man noch über die Unterrichts 
zeiten der Fortbildungsschüler und wünschte eine An 
passung der Stunden an die hierfür günstige Zeit der 
einzelnen Gewerbebetriebe. Herr Holz erklärte als Mit 
glied des Fortbildungsschulvorstandes, daß diese Frage den 
Wünschen der Gewerbetreibenden entsprechend schon in 
nächster Zeit geregelt werde. Darauf schloß der Vor 
sitzende die Versammlung. 
o Eine Sttzudig der Gdmeiudevertretung findet am 
nächsten Donnerstag, abends 7 Uhr, im Rathaussitzuugs- 
saale statt. Tagesordnung siehe „Amtliches." 
obh Ter Gesetzentwurf Groß-Berlin. Der 17. (Größs- 
Berliner) Ausschuß der Landesversaminlung trat gestern 
(Freirag) unter dem Vorsitz des Abg. Geheimrats Cassel 
im Abgeordnctenhausc zu seiner letzten Sitzung zusammen. 
Er nahm den umfangreichen Bericht der Redaktionskom 
mission über die Verhandlungen und Beschlüsse des Aus 
schusses entgegen und einigte sich über eine Reihe von 
kleineren Aenderungen. Der Bericht wird mit den Be 
schlüssen des Ausschusses, über die wir bereits früher 
berichtet haben, gedruckt und geht in den nächsten Tagen 
der Landcsocrsammlung zu, die voraussichtlich Ende April 
in die dritte Lesung des Gesetzentwurfs eintreten wird. 
Falls cs zur Annahme der Vorlage kommen sollte — iv.as 
angesichts der unsicheren Mehrheitsverhältnisse inbezüg 
auf die Gvoß-Bcrliner Frage zweifelhaft ist —, dürste 
das Gesetz keinesfalls vor dem 1. Oktober in Kraft ge 
setzt werden. 
o AuL.'äiHi'ch'r Weißkohl und Mohrrüben werden im 
Gemcindcvcrkauf Niedstr. 8, täglich von 8—3 Uhr ver 
lauft. 
o Die H cck isstm - etcktzvarorduuug ist jetzt vom Woh- 
nungsverband im „Reichsanzeiger" veröffentlicht worden. 
Der Zuschlag ist danach auf 20 st. H. auf den Mietspreis, 
der am l. Juli 1914 erhoben wurde, festgesetzt. Bei 
Häusern mit Warmwasserversorgung und Zentralheizung 
teilt eine Trennung der reinen Miele von den Heizungs 
losten ein, wenn die Preisvereinbarung zwischen Haus 
wirt und Mieter nach dem 25. Juni 1919 getroffen ist. 
Liegen die letzten Preisveretiibarungeii vor diesem Tcr- 
uiin, so findet auf sie diese Verordnung vom 22. Juni 
1919 Platz, die eine teilweise Abwälzung der Heizuugs- 
tnehrkosten auf die Mieter ermöglicht, denen aber das 
Recht zusteht, die Schicdsstellen "anzurufen. 
o Das Lichst-, Luft- und Sonnenbad des Steglitzer 
Vereins für Gesundheitspflege, dem auch viele Friedeuauer 
als Mitglieder angehören, ist eröffnet worden. 
o Tcr Fricdcnauer Lchrervercin für die Wahl des Lehrers 
Kühn zum Jugeiidpslcgcr. In seiner letzten Vercinssitziing hat 
der Friedenauer Lehrerverein sich mit der Wahl des hauptamt 
lichen Jugendpflegers beschäftigt und eine Eingabe an den Ge- 
sneindcvorstand und die Geineindevcrtretung beschlossen, in wel- 
cher er die Wahl des Lehrers K ü h n zum hauptamtlichen Jugend- 
pfleger empfiehlt. 
o Teutscksstationale Volksp artet. Herr G.-V. Dr. An 
ders teilt uns zu unserem Bericht über den Vortrags 
abend der hiesigen Ortsgruppe der Deutsch,nanviialsin 
Volkspartei am 10. April d. Js. folgendes mit: Ich 
habe wohl eingehend über die Vorgänge in Friedenau 
tu der Woche vom 13. bis 20. März gesprochen und dabei 
auch die Frage der Einwohnerwehr gestreift. Ein Urteil 
über das Wirken der Einwohnerwehr habe ich meinerseits 
nicht abgegeben, sondern dessen Feststellung dem Aus 
schuß der Gcmcindcvcrlretniig überlassen, dem ich ja selbst 
angehöre. Tcr betreffende Schriftsatz könnte sehr leicht 
dahin ausgelegt werden, als mangele es inir an 
jektivität. " 
o TaS FrieVcmalier Schülerorchrstcr veranstaltet seinen 
Unterhaltungsabend heute Abend im Festsaal des Rc- 
sormrealgymnasimns, worauf wir hiermit nochmals empfeh 
lend hinweisen. 
o Ein Sinfoniekonzcrt mit 50 Orchestcrtcilnehmern 
und unter Mitwirkung der Pianistin Ilse Brachvogel 
und des Kammersängers Ferdinand Kal weih (Tenor) 
veranstaltet die Orcheshervercinigung des Westens unter 
Leitung ihres Dirigenten Herrn Musikdirektor Joh. 
Scheurich am Sonntag, den 25. April, abends 7Hz Uhr, 
im Festsaale des Reformroalgymnasiums zu Friedenau 
an der Wiesbadenerstraße. Eingang Homnthstraße /Nähe 
Friedrich-Wilhvlm-Platz). Die Bortragssolge enthält Werke 
für großes Orchester von Cherubim und Haydn sowie 
die bekannte Serenade von Mozart für Streichmusik/ 
Außerdem gelangen Gesang- und Klaviersoli zur Aus 
führung und die Veranstaltung verspricht nur Gutes, 
sodaß ivir unseren Lesern den Besuch dieses Konzertes 
bestens empfehlen können. Karten zu 5, 3» 2 und 1 M. 
sind iin Vorverkauf bei Wohltat, .Rhcinstr. 11, Kossa- 
kowski, Schmargendorfcrstr. 24, in den Musikgeschäftrn 
Schwarz, Rhcinstr. 60, Teubner, Rhcinstr. 36 und Pau 
lus, Handjerhstr. 60, sowie im Büro der Vereinigung, 
Rhcinstr. 24, und an der Abendkasse zu haben. 
o Berirchardis-dlbend. Wir weisen unsere Leser noch 
mals auf den am Dienstag, .den 20. April, abends 7>,4 
Uhr, im Gymnasium in der Hvinuthstr. 4 stattfindenden 
l. .Ri chard B e r n h a r dis-Ab c n d hin und bitten, 
die EiUlaßkarten zu 1—4 M. bei S ch wartz,Rhein- 
straße 60, schon jetzt entnehmen zu wollen. Lösungen 
an der Abendkasse sind immerhin mit Zeitverlust verknüpft, 
ganz abgesehen davon, daß eine.besondere Auswahl der 
Plätze dann nicht mehr gewährleistet werden kann. Im 
klebrigen machen Ivir auf die gestern Abend in unserem 
Blatte erschienene Anzeige „Vorrragsplan des Abends" 
aufmerksam. 
o Marianne Geyer, die bekannte Konzertsängerin zur 
Laute, gibt an, Mittwoch, den 21. d. Mts., einen heiteren 
Lautenliederabend, der bei den ernsten Zeiten, in denen 
wir leben, recht willkommen sein dürfte, zumal p>aS Pro 
gramm sehr wirkungsvoll ist und einige -frohe Stunden 
verbürgt. 
Vereins-Daebricklsn 
A Sozialdemokratischer Wahlvrrein (2- ff). D.s, Ortsgruppe 
Friedenau. Sonntag, den 18. April, morgens 8 Uhr: Flug- 
blattverteilung. Treffpunkt: Restaurant Kühn, Hackerstraßc 3. 
Tie Mitglieder werden ersucht, pünktlich und zahlreich zur Stelle 
zu sei».— Am Dienstag, den 20. April, abends 71/ 2 Uhr, int 
Restaurant Hoheiizollcrn, Handjcryftraßc 64, Mitgliederver 
sammlung. 
)( Jugkiidgruupc der Dt. Vpt Nächste Versammlung Mon 
tag, den 19. d. M., 8 Uhr, in der Königin Luisöschulc. Es» 
spricht Herr Lehrer Cords über „Landwirtschaft und Dt. Volts- 
partci". Gäste willkommen. 
-)l Ter 2. Unterhaltungsabrnd des Dcutschnatkonalcn Jugend- 
bundes, der für den 25. März festgesetzt war, findet nunmehr 
am kommenden Mittwoch, den 21. April, in der Aula des Rcforin- 
Rcalgymnasiuwö, Homnthstraße, pünktlich >/Z8 Uhr, statt. Die 
bereits gelösten Karten behalten -ihre Gültigkeit. Der Abend 
versprickt ein reichhaltiges Programm: Klassische Musik, Solv- 
jänze, Rezitationen. L rutenliedcr und andere musikalische Vor 
trage werden den Berchern auch diesmal wieder einige gsntiist 
reiche Stunden bereiten. Außerdem gelangt das Drama „Joses 
Heyderich" von. Theodor Körner zur Aufsührnng. Karten zu 2,20 
1,65 nnt> '.10 Mark bei Kossakowski, Schmargcndorfer Straße. 
)( D. f_\ P, Ortsgr. Friedenau. Es wird schon heute darauf 
aufmerksam gemacht, daß am Dienstag in acht Tagen <27. 4.) 
Herr Rech: ... walt Dr. Franksnrter, der Schöpfer des 
demokratische» Programms, einen Sprechabcnd im oberen Saale 
des Lautcrplatzkasinos abhalten wird. Das Thema wird noch 
bekanntgegeben. 
unä Vororte 
ZA AülcsMstng der Maifeier in Steglitz. Der Steg 
litzer GemcistdevertretUiNg lag gestern ein sozialdemokra 
tischer Antrag zur Beschlußfassung, vor, den 1. Mai für 
Beamte, Angestellte wnd Arbeiter der Gemeinde solvic 
für die Lehrpersonen als Feiertaq zw erklären. G.-V. 
Frenz (Dem.) glaubte namens seiner Fraktion die Zn- 
stiinmung zu. dein Antrage nicht geben zu können. Gc- 
seiert sei gerade genug, es fei ni!n endlich an der Zeit, 
zw arbeiten. Auch die Bürgerlichen konnten sich für den 
Antrag nicht erwärmen, so daß derselbe mit Stimmen 
mehrheit abgelehnt wurde. — Von einer Tariferhöhung 
der im Besitze der Gemeinde befindlichen Grunewaldoahn 
nahm die Vertretung Abstand, nachdem Schöffe Gädke er 
klärt halte, daß die Bahn einen kleb er schuß von 130 000 
Mark haben ivcrde. Die Gemeinde werde ferner eine Ver 
billigung eintreten lassen, indem sic Saminelkarren für 
7 Fahrten für 2 Mark auFzeben lassen werde. 
Kirchliche Nachrichten. 
Sonntag, den 18. April 1920. 
Kirche zum guten Hirten. Vorm. 10. Uhr: Pfarrer 
Marguardt. Vorm. 11»/« Uhr: Pfarrer Marquardt, Kin- 
dcrgottesd. Abends 6 Uhr: Pfarrer Vetter. 
Berantw. Schriftleiter: Hermann MartiniuS in BerlinOriedenau. 
Hierzu eine Beilage. 
Bei Betriebsstörung, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch 
aus Lieferung oder Nachlieferung des Lokal-Anzeigers oder aus 
Rückzahlung des Bezugspreises, 
Amtliches 
Eiularum zur 
Atzung der GeMeiniiebertretung 
am Donnerstag, den 22. April d. I., nachmittags 7 Uhr, 
im Sitzungssaale des Rathauses. Nach der Vorschrift im 3. Absatz 
des § 106 der Landgemeinde-Ordnung wird darauf hingewiesen, 
daß die Nichtcrschcincnden sich den gefaßten Beschlüssen zu 
unterwerfen haben. 
Tagesordnung: 
a) in öffentlicher Sitzung: 
1. Mitteilungen. 
2. Aenderung in der Besetzung von Ausschüssen. 
3. Erhöhung der Entschädigung an die stellvertretenden Vor 
sitzenden des Einigungsamtes. 
4. Erhöhung der Wicgegebührcn für die Benutzung der Accks- 
wage. 
5. Bewilligung von Mitteln sür den Betrieb des Kindergartens. 
6. Bewilligung von Mitteln für die Instandsetzung des Spiel 
platzes an der Offenbarer Straße. ( 
7. Bewilligung weiterer Mittel für die Beschaffung von Wäsche 
und Kleidung sür die Wohlfahrtseinrichtnngcn. 
8. Nachbcwilligung von Mitteln für die Beschaffung von Sä 
mereien und Pflanzen sür den Schulgarten. 
9. Gewährung eines Beitrages an den Lette-Verein. 
10. Desgleichen an den Baltischen Vertranensrat. 
11. Annahme der Bedingungen betreffend Anglicöeritng des 
RealprogyinnasiumS an das Gymnasium. 
b) in ge'heimer Sitzung: 
12. Personalangclegenhciien. 
13. Unterstützung einer Privatschale. 
14. Unsallversichcrung der Kinder höherer Schulen. 
15. Erhöhung des Bankkredits. 
Die bezüglichen Vorgänge und Akten können während der 
Dicnststunden im Amtszimmer eingesehen lverden. 
Berlin-Friedenan, den 16. April 1920. 
Der Gemeindevorsteher. Walger, Bürgernicistcr. 
BskarmnnaHung. 
Die von der Gemeindevertretung am 7. 2. 1918 bc- 
schlosseiie, s. Z. nur bis 511111, 31. ,3. 1920 genehmigte Erhöhung 
der Fricdhofsgcbühren um 100 Prozent ist vom Krcisnnsschnß 
unterm 30. 3. 1920 mit unbeschräntter Zeitdauer wcitergenehmtgt 
worden. Berlin-Friedenau, den 14. April 1920. Der Gcmeiusc- 
vorstand. Walger. 
VkEmrntmachrrwq. 
Auslands ko hl und Mohrrüben gelangen aus dc:n 
Gcmeiiidegriliidstück Niedsrraßr 8 täglich tu .der Zeit von 8—3 
Uhr zum Verkauf. Der Preis beträgt 85 Pfennig bezw. 50 Pfg. 
sür das Pfund. Berlin-Friedenan, den 17. April 1920. Der 
Gemeindevorstand. I. V.: Friede!. 
BckanMmachirnff 
über Festsetzung von Brikettpreisen. 
Unter Anfhebung der in der Bekanntmachung des Kohlen- 
verbandcs Groß-Berlin vom 28. Februar 1920 — J.-Nr. L. 
460/60 — festgesetzten Verkaufspreise für Briketts werden ans 
Grund der Bekanntmachung des ButuesralS über Errichtung von 
Preisprüsungsstetleii und die Bersorgungsreaclung vom 25. Sev- 
tembcr/^HNovember 1915 «Neichsgefetzblati S. 607 und 728) 
in Verbindung mit der Anordnung «der LandcSzentralbehörtzer/ 
über die Errichtung des Kohlenverbandcs Groß-Berlin vom 21. 
August 1!>I7 sür die Stadtkreise Berlin, Charlotten bürg, Neu 
kölln, Bcrltn-Schönebcrg, Berlin-Lichtenbcrg, Berlin-Wilmers 
dorf, sowie die folgenden Orte ocr Landkreise Teltow und Niedtzr- 
barnim: I. Im Gebiet des Kreises Nicderbarniin: Bcrliii-Buchs- 
holz, Berlin-Friedrichsfeldc, Berlin - Hcincrsdors, Bevliii- 
Hohenschönhansen, Bcrliii-Niederschönhansen, Bcrlin-O verschön e- 
wride, Berlin-Reinickendorf, Berlin-Rosenthal, Berlin-Stralau, 
Berlin-Tegel, Berlin-Wcißensec, Bcrliii-Wittcnaii, Gutsbezirk 
Schönholz. II. Im ölebiet des Kreises Teltow: Berlin-Grnne- 
>2a d, Berlin-Schmargendorf, Berlin-Dahlem l.Gnr), Berlin-Frie- 
denan, Berlin-Steglitz, Berlin-Lichtcrsclde, Berlin-Zchlcudors, 
Berlin-Lankwitz, Berlin-Tempelhof, Berlin-Martendorf, Sin.« 
Marien'elde, Bertin-Niedcrschöneweide, Berlin-Johannisthal, 
Berlin-Britz, Berlin-Treptow, Grunewald-Forst (6)ut), Lichtcu- 
raoe, Wannsee mit 6'cnehmigung der Staat!. Vertcilnngs>teil-» 
für Groß-Berlin die Preise wie folgt festgesetzt: Z l. Preise sür 
Küchen- und Ofenbrand: Es dürfen folgende Preise nicht über 
schritten werden: ji) bei Selbstabholnng ab Lager 14,80 M. je 
Ztr., b) bei Abwerfen auf dem Straßendamm 'vor dem Grundstück 
des Verbrauchers 15,55 M. je Ztr., c) bei Abwerfen auf dem 
Hofe 15,65 M. je Ztr., d) bei ^Lieferung frei Erdgeschoß oder 
Keller 15,30 M. je Ztr. 8 2. Preise-sür Vrikettlieserungen an 
das Kleingewerbe, sowie sür ZcnlralheizungS- und Warnuvaifcr- 
bereitimgsanlagen in Fuhren nicht unter 30 Zentnern. Es 
dürfen folgende Preise nicht überschritten werden: nt bei Selbst- 
abholung ab Lager 14,80 M. je Zentner, b) bei Abwerfen aus 
dem Straßendamm vor dem Grunsstück des.Verbrauchers 15F50 
Marl ie Zentner, c) bei Abwerfen auf den! Hose 15,60 Marl je 
Zentner, bl bei Lie.crung frei Erdgeschoß oder Keller !5,75 M. 
je Zentner. 8 3. Der KomenhLndler ist verpflichtet, den Ver 
brauchern an derjenige-! Abgabestckle, au der sie in die Kuneen- 
liste eingetragen sind, die Briketts auf Verlangen zur Scibslaü- 
holung zur Verfügung zu stellen. 8 4. 'Die Kohlenstelle Groß- 
Berlin wird ermächtigt, für das Gebiet der Lanstrei'c Teltow nub 
T'kiedcrbarinm mit Zustimmung des zuständigen Lanoratsainles 
für einzelne Stadt- und Laudgemeinücn.auf deren Antrag eine 
von der Preisfestsetzung der 8§ 1 und 2 j -icscr Bclaniitmachnng ab 
weichende Preisfestsetzung zu treffen. 8 5. Zuwiderhandlungen 
gegen die Bestimmungen dieser Vekanntmachiing soivie gegen tzlu- 
»rdiinngcn, welche die Kohlenstelle Groß-Berlin in Gemäßheit dc? 
8 4 dieser Belanntmachung erläßt, unterliegen der Boitrainng 
gemäß 8 4 7 Ziffer 2 der Belanntniaäinng des Bundesrats über 
die Errichtung vo-i Preispiüsungsstellen und die Versorgnnas- 
regelnng vom 25. September und 4. November 9915. 8 6. Die 
Preissestsctzungcn finden ans alle seit dem 3. April 1920 änsge- 
sührteu Biitettlieferungen Anwendung: ini übrigen tritt die Be» 
kanntuiachung mit dein Tage ihrer Berösicntlichung in Krait. 
Der Kohlenverbaiid Groß-Berlin. I. B..: Reiste. Verösscntlichc. 
Berlin-Friedenan, den 12. April 1920. Der Gemeindeoorstawö. 
Kohlcnkommiision. 
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