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Periodical volume Nr. 79, 11.04.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

Bezugspreis 
En«*?i #I iÄ ««tf" biSTES WarteiWe Scitnng für Bla.'Friedeaaa anö 
in* H-ms gebracht 2,- Mark. FrscheiNt täglich UbeNdS. 
Fernsprechern Amt Pfalzburg 2129. — Druck und Verlag von Leo Schultz, 
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m m WH IM M W-Ikdkkg. Sf.ls’CÄSÄ SJS 
Eeichälts^eüei Bheinttr. 15. 4.— Mark. Belegnummer 15 Pjg. 
Berlin-Friedenau, Rheinstraße 15. — Fernsprecher: Amt Pfalzburg 2129. 
Nr. 79 Berlin-Friedenau, Sonntag, den 11. April 1920 
Zer Kindergarten der Gemeinde 
Berlin-Friedenau. 
Als im Sommer 1010 die Gemeindekörperschaften der 
Einrichtung eines Kindergartens nähertraten, war man 
sich darüber volltoinnien einig, das; für einen solchen auch 
hier ein Bedürfnis vorlag. Die durch den Krieg ge 
wachsenen Notlagen auf dem Gebiete der Kinderfürsorge, 
sowie die Erkenntnis der Wichtigkeit dieses Fürsorgegebietes 
für die Znknnst unseres Volkes und unseres Vaterlandes 
haben zur Folge, das' die Gemeinden im größeren Maße 
als bisher mit ihren finanziellen Mitteln die Unterhaltung 
von Kinderfürsvrgcanstalten stützen oder eigene Anstalten 
dieser Art errichten und unterhalten. Der Erfolg hat die 
Erwartungen auch weil übertrofsen. 
Müttern, die gezwungen sind, für den Unterhalt der 
Familie außerhalb derselben tätig zu sein, oder die ihren 
Kindern ans anderen Gründen die nötige Fürsorge nicht 
angedeihen lassen können, soll die Sorge für das Wohl 
ihrer Lieblinge für einige Tagesstunden genommen werden. 
Der Wohlfahrtsausschuß, der für die Angelegenheiten 
des Kindergartens zuständig ist, harte beschlossen, etwa 
30 Kinder im Alter von '3 bis zu 6 Jahren zuzulassen. 
Der Zuspruch war aber stärker. Heine sind bereits .',0 
Kinder der Obhut des Kindergartens anvertraut. Wo 
und wie ist dieser nun untergebracht und wie gestaltet sich 
sein Betrieb? 
Zwei große, helle und luftige Räume im Erdgeschoß 
der 2. Gemeiudeschule sind ausgewählt worden, um den 
kleinen Gästen ein zweckentsprechendes Heim zu bieten. 
Die Geineindekörperschaften haben in der richtigen Er 
kenntnis, daß für unsere Kinder das Beste gerade gut 
genug ist, keine Kosten gescheut, um diese Räume schön 
nnd behaglich auszustatten. Man kann und muß sich dort 
wohlfühlen. Die Kinder sollen das „Zuhause" nicht ver 
missen. 
Für BewcgungS- und BeschüftigungSspiele nnd andere 
Anregung ist gesorgt. Blatt- nnd andere Pflanzen, von 
der Gemeindegärtnerei geliefert, schmücken die Tische, um 
bei den Kleinen die Liebe zu den Pflanzen und deren 
Pflege wachzurufen. Ein freundlichst geschenkter Vogel, 
sowie ein mu Fischen und anderen Tieren'besetztes Agua- 
riunr sind bestimmt, den Sinn für die Tierwelt zn wecken. 
Ein zahmes Täubchen — vielleicht findet sich auch hier 
ein freundlicher'Gönner — würde zur Hebung der kleinen 
Tierzucht ini Kindergarien wesentlich beitragen. Für die 
hallswirtschaftliche Betätigung der Kinder sind die not 
wendigen Gegenstände vorhanden. 
Spielt der Betrieb während der Wintermonate sich 
in der Hauptsache in den Räumen ab — bei günstigen 
Witterungsverhältnissen werden auch kleinere Spazier 
gänge gemacht —, so ist für den Sommer anderweit ge 
sorgt. Born Schulhof ist ein Teil abgetrennt und beson 
ders abgefriedigt, um, entsprechend mit Sandkasten usw. 
ausgestattet, den Kindern eine Betätigung zu ermöglichen. 
Spiele im Freien und kleinere Ausflüge sollen im Inter 
esse der uns anvertrauten Kinder ausgeführt werden. 
Um mit ihnen auch Musik treiben zu können, wird der 
Erwerb eines Klaviers, welches auch gleichzeitig dem 
Kinderhort zur Verfügung stehen könnte, angestrebt. 
Die Kinder werden ärztlich überwacht. Diese unbe 
dingt notwendige Ueberwachnng hat der Schularzt, Herr 
Sanitätsrat Dr. Schultz, freundlichst übernommen. 
Die Zeit des Aufenthalts im Kindergarten war im 
Winter ans vormittags 0 Ubr bis nachmittags 1 Uhr fest 
gesetzt. Während der Schulferien ist der Kindergarten 
geschlossen. Im Sommer wird er von 3 bis 1 Uhr ge 
öffnet sein, und die Osfenhaltung auch während der spä- 
keren Nachmihagsstundeil wird zur Zeit geprüft. 
Deti Beitrag der Eltern hat die Gemeindevertretung 
auf monatlich f> Mark festgesetzt. Bei Bedürftigkeit kann 
er ermäßigt va-r auch erlassen werden. Für diesen Bei 
trag sollen deii Kindern eine Frühstückssnppe oder nahr 
hafte Getränke meboten werden. Die Fettstellc Groß- 
Berlin ha! aus Llnirag zur Verbesserung dieser Darbie 
tungen eine en cP rechende Menge Milch zur Verfügung 
gestellt. 
Tie Kinder tmimeu teils allein oder werden von den 
Müttern oder äliaen Geschwistern den Kindergärtnerinnen 
übergeben. Rach dr Begrüßung geht es zum Spielschrank. 
Dort darf sich sedü Kind von den vorhandeneti .Herrlich 
keiten sein Liebcincsspiel aussuchen. Damit setzt es sich 
aus sein Stühkchcn und spielt unter Aufsicht der Kinder 
gärtnerin, bis auch ke übtigen Spielkameraden versammelt 
sind. Nach dem An-ünmei: werden die Hände mir Seife 
und Bürste gereinigt ein gemeinsames Morgenlied lvird 
gesungen und dann ,eht cs ans Frühstückessen. Jedes 
Kind bekommt sein Fühstücksbrettchen nnd ein Bccherchen 
mit Suppe. Bei guim Wetter folgt dann ein Spazier 
gang oder Spiel ini Fiie», bei ungünstigem Weiter Kreis 
spiele im Zimmer odereine Fröbelsche Beschäftigung, wie 
Ausschneiden, Zeichnen, Tonen, Bauen, Formenlegen usw. 
Dann wird das Schlnsted gesungen: „Ist die Spielzeit 
vorüber, gehen wir fröhch nach Haus." 
Der Kindergarten is am 20. 'Januar dieses Jahres 
seiner Bestimmung überghen worden. Er untersteht — 
unter Aufsicht des Herrn direkter Hanne mann — der 
Leitung der Kindergärtnen Frl. v. Breska, bei der 
auch zwischen 3 und 9 Ur die An- nnd Abmeldungen, 
sowie andere Wünsche anzbringen sind. Mit Rücksicht 
auf den inzwischen eingelrenen größeren Zuspruch ist 
seit Anfang Mürz ci>w zweite Kindergärtnerin — 
Schreiberin dieses — angesdjt worden. Nach Eröffnung 
der Frauenschule. die am 1L April erfolgt, tverden auch 
die Franenschülerinnen gruppenweise im Kindergarten 
tätig sein. 
Was hier Für die Kleinen und'Kleinsten von der Ge 
meinde geschaffen ist, kann als mustergültig bezeichnet 
werden nnd feden Vergleich mit ähnlichen Einrichtungen 
Groß-Berlins aushalten. K ä t e Ott, Kindergärtnerin. 
ÖrtsnacbricbtetB 
(Nachdr. unsrer o-Originalartikcl nur mit Quellenangabe gestattet.) 
v Lehrer Kühn nicht gewählt! In ihrer letzten ge 
heimen Sitzung beschäftigte sich die Gemeindevertretung 
mit der Wahl des hauptamtlichen Jngendpflegers. Ter vom 
Jugendpflegeausschuß zur Wahl in Vorschlag gebrachte 
Lehrer Kühn wurde nicht gewählt. Seine Wahl lvnrde 
mit 20 gegen 1(! Stimmen abgelehnt. Für ihn stimm 
ten. wie wir erfahren, die Demokraten und Sozialdenio- 
kraren und von der Rechten die G.-B. Hanneinanii, Tr. 
Schultz- nnd Frl. Thomas; die übrigen Mitglieder der 
Rechten nnd die Unabhängigen stimmten gegen ihn. Es 
soll nun eine neue Ausschreibung stattfinden. 
o Tic Büchistnrnilch, die werdende Mütter in dieser 
Woche bekommen, kostet nicht 3,50, sondern nur 3,2V M. 
je Büchse. 
obl) Tic endgültige Festsetzung der Höchstmieten. Ueber 
die Festsetzung der Höchstmieten für den Bereich des Woh- 
nnngsverbandes Groß-Berlin durch den born Bezirksaus 
schuß Potsdam gewählten Sachverständigenansschuß 
herrscbt in weiten Kreisen sowohl der Vermieter mir" 
der Mieter die größte Unklarheit. Es ist sogar von einem 
Einspruch der Hausbesitzer gegen den Beschluß des Be- 
zirksausschusses vom 7. d. Mts. berichtet worden. Dem 
gegenüber sei ans Folgendes hingewiesen: Die Fraget 
wird in § 4 der Anordnung des Ministers für Volks-, 
Wohlfahrt vom 9. Dezember 1919 betr. Einführung einer 
Höchstgrenze für Mietzinssteigerungen .(GGS. 1871 ge 
regelt.' Nachdem der Oberpräsident als Kommunalaussichts 
behörde gegen den Beschluß des Wohnnngsverbandsts 
Groß-Berlin über die Höchstmietcn erneut Einspruch er 
hoben hatte, hat geniäß der ministeriellen Anordnung, 
die die' Landesversannnlung für rechtsgültig erklärt hat, 
ein ans dem Vorsitzenden des Bezirksausschusses als Vor 
sitzendem und außerdem aus 10 Personen zur Hälsre aus 
Hausbesitzern, zur Hälfte aus Mietern, bestehender, vorn 
Bezirksausschuß gewählter, mit den Verhältnissen der 
Gemeinden vertrauter Sachverständigenansschuß die 
Höchstgrenze endgültig festgcsetzi. Ein Einspruchsrecht und 
Verwaltungsstreitverfahren gegen diesen endgültigen Be 
schluß ist nicht gegeben. Gegen die früheren Beschlüsse! 
des Wohnungsverbandes konnte ein Einspruch auch nur 
vvin Oberpräsidenten eingelegt werden. Der Beschluß des 
Sachverständigenansschusses beim Bezirksausschuß Pots 
dam ist rechisgültjg zustande gekommen und wird wahr 
scheinlich in der nächsten Woche mit Wirkung vorn 1. April 
ab amtlich veröffentlicht werden. — Zur endgültigen 
Verabschiedung der neuen Verordnung über die Höchst- 
mieien wird der Verbandsausschuß des Wohnungsoer 
bandes am Mittwoch, den 14. d. Mts., im Berliner 
Rathanse zusammentreten. 
o Kcprckalstrurrgesctz. Wie uns mit Bezug ans die 
gestrige Bekanntmachung des Finanzamtes Steglitz mit 
geteilt wird, ist die hiesige Steuerkasse über die ordnungs 
mäßige Abführung der Steuer durch den Schuldner nicht 
unterrichtet. Tie Beteiligten wenden sich daher wohl zweck 
mäßig an das Finanzamt in Steglitz um Auskunft. 
o Der Elters,:betrat am Realgymnasium und der Real 
schule (Reform o,»stjilt) hat in seiner ersten Sitzung einen 
Vorstand von ö Mitgliedern gewählt, bestehend aus den 
Herren Syndikus Paul Ubbelohde, Bcichcstr. 7, als Vor 
sitzendem; Geh. erp. Sekretär Friedrich Jaeckcl, Lanbacher- 
straße 4. als stellv. Vorsitzenden; Kaufmann Paul Stöltzing, 
Tannnsstr. 29. a,ls Schriftführer; Rechnnngsrat Bruno 
Gravenhorst, Friedrich-Wilhelm-Platz 15, als stellvertre 
tendem Schriftführer und Frau Vorschullehrer Finke, Bü- 
singstraße kl, a.Is Beisitzerin. Ter Vorstand bitiet, alle 
für dcn Elternbeirat bestimmten Zuschriften ihm zn Hän 
den seines Vorsitzenden, Herrn Ubbelohde, zugehen zu 
laschn. Herr Ubbelohde steht allen Beteiligten auch zn 
mündlichen Besprechungen nach znvoriger telefonischer Ver 
einbarung mir ihm (Amt Pfalzburg 3579) über eine 
passende Zeit in seiner Wohnung bereitwilligst zur Ver 
fügung. Die nächste Sitzung des Elternbeirats ist auf 
den 17. d. Mts. anberaumt. In derselben soll außer 
über die allgemeinen Richtlinien des Elrernbcirats na 
mentlich über die besonderen Fragen des Religionsunter 
richts sowie der körperlichen Ausbildung der Schüler 
einschließlich eines Handfertigkeits-Unterrichts Beschluß ge 
faßt werden. 
o DaK Eiserne Kveuz 2, Klasse cm weiß'schwarzen 
Lande ist dein Geheimen Rechnungsrat im Reichsministe- 
rinnt des Innern Rosste, Handjerystr. 50-51, verliehen 
worden. 
o Das Verdiriistlrcuz für Kriegshilfe ist dem Rentier 
Herrn Reinhold L a n g e n st r a ß, Fehlerstr. 2, verliehen 
worden. 
o Die Fristen des Betriebs rätegsfetzes. Das Reichs- 
arbeiisluinisterium teilt mit: Ans Arbeitnehnierkreisen ist 
an das Rcichsarbeitsmiiiisteriuin die Anfrage gelangt, 
wie es mit Rücksicht auf die Ereignisse der letzten Wochen 
bezüglich der Jnnchaltung der für die Beiriebsräte-Wahlen 
gcseylich vorgesehenen Fristen steht. Vielfach ist die Iiine- 
haltung der Fristen für die Einleitung- der Wahlen, für 
die Einreichung von Vorschlagslisten, für die Stinnncch- 
gabe usw. nicht möglich gewesen..soweit die Einleitung 
der Wahlen noch nicht erfolgt ist) kann und' soll sie 
nunmehr unverzüglich erfolgen. Die in der Wahlordnung 
Saftig. 27 
vorgesehenen Fristen für die Einreichung der Vorschlags 
listen usw. sind nur Mindestfristen. Soweit sie nicht 
innegehalten werden konnten, wird es Sache der Wahl- 
vorstünde sein, für eine angemessene Verlängerung, ge 
gebenenfalls Erneuerung, der Fristen Sorge zu tragen. 
o Tic Forderung nach Auflösung der Einwohirer- 
wehren begegnet im Lande starken Widerspruch. Nament 
lich wehrt sich Bayern sehr dagegen, »veil es in den 
Einwohncrwehren ein Gegengewicht gegen reaktkvnäre 
Truppenteile erblickt. Aber auch zahlreiche Oberpräsidenten 
wenden sich in Eingaben a,n die Reichsrcgiernng, in deiicir 
sie die Auflösung der Einivohnerlvehren als eine ernste 
Gefährdung der Sicherheit und Ordnung bezeichnen. So 
z. B. erklärte eine Abordnung von 200 000 Landwirten 
der Niederlausitz, daß. diese die Ablieferung der Waffen 
verweigere, bis die Arbeiter der Braunkohlengruben eben 
falls entwaffnet sind. Wie »vir hören, sollen neue Orts- 
schutzverbünde geschaffen werden, die eine andere Be 
waffnung, vielleicht mit Revolvern und sogen. Totschlä 
gern erhalten, »veil der Friedensvertrag die Belvaffnung 
mir Gewehren usw. verbietet. Um einen Ausgleich in den 
militärischen Trnppenverbänden zu schaffen, solle» auch 
sogen. Arbeiterbata.illone geschaffen »Derben, d. s. Truppen 
teile, die nur aus organisierten Arbeitern bestehen. 
o Mictsjubikälmr. Frau Agnes Lands kt, »vohnt 
seit 25 Jahren in» Hause H rndjerhstr. 27—28. Ein gutes 
Einvernehinen hat immer zwischen Wirt und Mieterin 
vorgeherrswt und auch mit den übrigen HanSbeivohnern 
stand sich die Mieterin immer gut. Hoffentlich bleibt es 
so noch viele Jahre. 
o Eine Feststellung der inr Juli 1914 in Friedenau 
üblich gewesenen Mictspreisc hat der hiesige Mieterbund 
getroffen aus Grundlage von 702 Mietverträgen über 
2380 Zimmer mit einem Gesanitniietspreis von 684 731 
Mark. Die so aufgestellte Statistik soll dein gerechten 
Ausgleich der Jnleressen der Mieter nnd Vermieter dienen. 
Sie soll diejenigen Vermieter, die Juli 1914 eine geringere 
Miete, als dcn errechnecen Durchschnittspreis erhielten, 
in Zukunft besser stellen. Mieter, die gegen Juli 1914 
eine zn hohe Miete gegenüber dein Durchschnittspreise 
zahlten, sollen bei den Entscheidungen entsprechend berück 
sichtigt »verden. Ferner soll die Statistik jede »villkürliche 
"-Annahme des in» Juli 1914 ortsüblich geiuesenen Miets 
preises ein für alle Male beseitigen. Die große Zahl 
der aufgegebenen Wohnungen und Zimmer soivie die an 
sehnliche Höhe der Gesaintniicte rechtfertigt nach Ansicht des 
Mietcrbundes diese Statistik als maßgebend zu bezeichnen. 
Tie Durchschnittsmiete am 1. Juli 1914 betrug nach 
dieser Anfstellnng j e Z i rn m e r: 1. Bei Vorderhaus- 
Wohnungen ohne Comiork: 240.7^' M., im Ein 
zelnen bei Wohnungen von 1 Zimmer 360 M., 2 Zimmern 
251,40 M., 3 Zimmern 242 M-, 4 Zimmern 234,50 Ml, 
5 Zimmern 232,30 M., 6 Zimmern 237,50 M. und 7Zim 
mern 288,80 M. 2. Bes Warten h a u s »v o h n u n g e n 
ohne Komfort 216,70 M.; im Einzelnen bei Woh 
nungen von 1 Zimmer 315 M., 2 Zimmern 211,80 M., 
3 Zimmern 201,40 M., 4Zimmern 234,40 M. Bei Bor 
de r h a u s - W o h n u n g e n mit W n r in »v a sscr: 266,80 
Mark, bei Wohnungen von 2 Zimmern 295,65 M., 3 Zim 
mern 266,55 M., 4 Zimmern 259,50 M., 5 Zimmern 
271,60 M., 6 Zimmern 258, 7 Zimmern 242,85 M. Bei 
Garte >» ha us »v o h»»ungen m. Warin »vasser: M. 
239,40, bei Wohnungen von 1 Zimmer 348 M., 2 Zim 
mern 243,22 M., 3 Zimmern 217,30 M., 4 Zimmern 
212,50 M. Bei V o r d c r h a u s w o h n II n g c n »n. Z e n- 
tralh. u. Warrniv.: 315,35 M., bei Wohnungen mir 
2 Zimmern 331,10 M., 3 Zimmern 307,75 M., 4 Zini- 
niern 309,40 M., 5 Zimmern 327 M., «> Zimmern 304,55 
Mark, 7 Zimmern 341,30 M., 9 Zimmern 355,55 M. 
Bei Gartenhaus w o h n u n g e n in. Zentral h. n n d 
Warrniv.: 246.25 M., bei Wohnungen von Zweiziminern 
251,55 M., 3 Zimmern 225,55 M. und 4 Zimmer 300 
Mark. 
o Tn unpolitft'chc Deutsche Beamtenbund. Der 
Deutsche Beamienbund verbreitet folgende Mitteilung über 
seine parteipolitische Neutralität: „Nachdem die Leitung 
des Deutschen Beamtenbundes die Beamtenschaft aufge 
fordert hatte, sich der Streikbewegung gegen das Kapp- 
Lültivitz-Regiinent anzuschließen, »var zur Durchiührnng 
dieses Beschlusses ein Zusaminenlvirken mit den ^yelverk- 
schasten durchaus geboten. Der Aktionsausschuß hatte dem 
entsprechend mit den Geiverkschaften der Arbeiter und An 
gestellten Fühlung genommen und bei der Ausstellung von 
Forderungen, öic nach Lage der Dinge die Boranssetzung 
für den Abbruch des Generalstreiks bilden mußten, seine 
Mitwirkung nicht versagt. Nachdem der Streik beigelegt 
ist, haben die Gewerkschaften die Verhandlungen zum Teil 
unter Teilnahme einzelner politischer Parteien fortgesetzt 
und Beschlüsse gezeitigt, die fast ausschließlich politisches 
Gebier berühren. Der GeschüftSführende Vorstand des 
Deutschen Beamtenbnndes hat dieser Sachlage gegenüber 
in eine Prüfung der Frage eintreten müssen, ob unter 
solchen Umjtänben die parteipolitische Neutralität des 
Deutschen Beamtenbundes geivahrt »verden könnte. Als 
Ergebnis »vurde festgestellt, daß die Vertreter des Deut- 
schen Beamtenbundes unter keinen Umständen mehr irgend- 
lvelche Kundgebungen unterzeichnen sollten, die neben den 
Unterschriften der Geiverkschaften auch die politischer Par 
teien tragen. Im weiteren hielt der Vorstand trotz der 
Bcrcitlvikligkeit, mit allen gewerkschaftlichen Organisationen 
der Arbeitnehmer in gemeinsamen Angelegenheiten 'zu 
sammenarbeiten, es jür unzweckmäßig, sich mit rein poli 
tischen Angelegenheiten zn besasst.!, deren Erledigung den 
politischen Parteien überlassen bleiben.muß," 
o Et» Richard BernhardtS-Wchrd findet hier qm 
Dienstag, den 20. April, abends Z/r'8 Uhr,, im DestsaÄ
        
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